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DE10007742A1 - Konterzug - Google Patents

Konterzug

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Publication number
DE10007742A1
DE10007742A1 DE10007742A DE10007742A DE10007742A1 DE 10007742 A1 DE10007742 A1 DE 10007742A1 DE 10007742 A DE10007742 A DE 10007742A DE 10007742 A DE10007742 A DE 10007742A DE 10007742 A1 DE10007742 A1 DE 10007742A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
counter
drive
counterweight
pull according
cable
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE10007742A
Other languages
English (en)
Inventor
Joerg Dantlgraber
Gunther Weiglein
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bosch Rexroth AG
Original Assignee
Mannesmann Rexroth AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Mannesmann Rexroth AG filed Critical Mannesmann Rexroth AG
Priority to DE10007742A priority Critical patent/DE10007742A1/de
Priority to EP01101825A priority patent/EP1120147A3/de
Publication of DE10007742A1 publication Critical patent/DE10007742A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63JDEVICES FOR THEATRES, CIRCUSES, OR THE LIKE; CONJURING APPLIANCES OR THE LIKE
    • A63J1/00Stage arrangements
    • A63J1/02Scenery; Curtains; Other decorations; Means for moving same
    • A63J1/028Means for moving hanging scenery

Landscapes

  • Transmission Devices (AREA)

Abstract

Offenbart ist ein Prospekt- oder Konterzug, bei dem eine Last über zumindest zwei Tragseile an einem Gegengewicht befestigt ist, dessen Relativposition durch eine Stelleinrichtung veränderbar ist. Die Stelleinrichtung hat ein Zugelement, das am Gegengewicht angreift und das über eine Antriebseinrichtung antreibbar ist, die kraft- oder formschlüssig auf das Zugelement wirkt.

Description

Die Erfindung betrifft einen Konterzug gemäß dem Ober­ begriff des Patentanspruchs 1 und eine Anordnung derartiger Konterzüge.
Konter- oder Prospektzüge werden beispielsweise zum An­ heben von Vorhängen, Kulissen oder sonstigen, eine erhebli­ che Länge aufweisenden Lasten bis zu 3 kN verwendet. In der DIN 56 921-DZ15 ist ein gattungsgemäßer Prospekt- oder Handkonterzug gezeigt.
Derartige Konterzüge werden im allgemeinen für eine Tragfähigkeit bis zu 3 kN gebaut. Eine die Last tragende Laststange hängt an mehreren Tragseilen, die vertikal zum Schnürboden und über Umlenkrollen zu einer Gegengewichts­ wand geführt werden. An dieser Gegengewichtswand werden die Tragseile an einem Gegengewicht befestigt, das entlang ei­ nes Gegengewichtsschlittens geführt ist. Dieser Gegenge­ wichtsschlitten läßt sich zum Ausgleich der an der Last­ stange hängenden Last mit manuell auflegbaren Gewichtsele­ menten beladen. Zum Heben oder Senken der Laststange bzw. des Gegengewichtes ist ein Bedienungsseil vorgesehen, das an dem Gegengewicht angreift.
Um die Bedienkräfte minimal zu halten, muß das Gegenge­ wicht etwa dem Gewicht der zu tragenden Last entsprechen. Dies bedingt, daß das Gegengewicht so ausgelegt ist, daß die zur Verstellung der Last erforderlichen Differenzkraft etwa bei +/-100 N liegt. Um ein selbsttätiges Absinken oder Anheben der Last durch das Gegengewicht zu verhindern, kann das Bedienungsseil über eine Feststellvorrichtung ar­ retiert werden.
Problematisch bei diesen Prospekt- oder Konterzügen ist, daß das Gegengewicht bei Änderung der Last entspre­ chend angepaßt werden muß, um eine ordnungsgemäße Funktion zu gewährleisten.
In der DE 31 27 095 C2 und der DE 43 35 791 A1 sind Prospektzüge offenbart, bei denen der vorbeschriebene Nach­ teil dadurch ausgeräumt ist, daß eine Sammel- oder Wickel­ welle direkt motorisch angetrieben wird. D. h., diese Wickelwelle wird am Schnürboden befestigt und über einen direkt angeflanschten Antriebsmotor betätigt. Nachteilig bei diesen Lösungen ist, daß zur Lagerung und Abstützung der Antriebswelle sowie des Antriebsmotors ein erheblicher vorrichtungstechnischer Aufwand erforderlich ist. Des wei­ teren muß im Schnürbodenbereich genügend Bauraum vorhanden sein, um die Schnürboden angetriebene Wickelwelle aufzuneh­ men.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen einfach aufgebauten Konterzug zu schaffen, der auch bei Laständerungen eine zuverlässige Funktion gewährlei­ stet. Des weiteren sollen mehrere der Konterzüge zu einer kompaktbauende Anordnung zusammenfügbar sein.
Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Konterzuges durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 und hinsichtlich der An­ ordnung von Propektzügen durch die Merkmale des Patentan­ spruchs 13 gelöst.
Erfindungsgemäß erfolgt die Betätigung des Prospektzu­ ges über einen Antrieb, der auf die Antriebseinrichtung ei­ nes an einem Gegengewicht befestigten Zugelements wirkt. Die Übertragung des Antriebsmomentes auf das Zugelement er­ folgt erfindungsgemäß durch kraft- oder formschlüssigen Eingriff zwischen der Antriebseinrichtung und dem Zugele­ ment.
Das Gegengewicht wird dabei im Hinblick auf eine mitt­ lere Last ausgelegt, wobei Laständerungen über den Eingriff zwischen Zugelement und Antriebseinrichtung und den Antrieb aufgefangen werden, so daß ein Auskontern des Gegengewich­ tes nicht erforderlich ist. Die Konstruktion im Deckenbe­ reich bleibt gegenüber der gattungsgemäßen Lösung (DIN 56 921-DZ15) nahezu unverändert, da die Last weiterhin an zu­ mindest zwei Tragseilen über eine schnürbodenseitige Sam­ melrolle zum Gegengewicht geführt werden kann, während der Antrieb auf das das herkömmliche Bedienungsseil ersetzende Zugelement wirkt. Die die Tragseile aufnehmende Sammel- oder Wickelwelle kann gegenüber dem in der DE 43 35 791 A1 und der DE 31 27 095 C2 beschriebenen Stand der Technik we­ sentlich einfacher aufgebaut werden, so daß der vorrich­ tungstechnische Aufwand gegenüber diesen direkt angetriebe­ nen Lösungen minimal ist. Vorteilhaft ist des weiteren, daß die Antriebsleistung nicht auf die Gesamtlast sondern le­ diglich auf die Differenzkraft zwischen Gegengewicht und Last abgestimmt werden muß. Der Antriebsmotor kann daher mit wesentlich geringerer Leistung als bei den vorgenannten Lösungen ausgelegt werden.
Bei einer Variante der Erfindung ist das Zugelement als Zugseil ausgelegt, das eine Umlenkrolle der Antriebsein­ richtung umschlingt.
Der Umschlingungswinkel ist so gewählt, daß die maximal auftretenden Differenzkräfte durch Reibung aufgefangen wer­ den können. Erfindungsgemäß wird ein Umschlingungswinkel von 540° bevorzugt.
Bei dieser Variante sind die Endabschnitte des Zugseils am Gegengewicht befestigt. Alternativ können die Endab­ schnitte des Zugseils auch an der Antriebseinrichtung, bei­ spielsweise einer Seiltrommel befestigt sein, so daß bei Betätigung des Antriebs ein Endabschnitt aufgewickelt und der andere Endabschnitt des Zugseils abgewickelt wird. Das Gegengewicht ist dabei im Mittelbereich des Zugseils befe­ stigt.
Der Antrieb kann direkt oder über ein Getriebe auf die angetriebene Umlenkung wirken. Besonders geeignet sind so­ genannte Gearless-Antriebe, die als elektrischer oder hy­ draulischer Direktantrieb ausgeführt sein können.
Um eine Berührung zwischen dem auf die Antriebseinrich­ tung zulaufenden und dem von dieser ablaufenden Teil des Zugseils zu verhindern, sind dieser Stützscheiben zugeord­ net, die die genannten Seilabschnitte voneinander beabstan­ den. Die Drehachse jeder Stützscheibe ist dabei vorzugs­ weise um 90° zur Umlenkrollenachse der Antriebseinrichtung angestellt.
Bei einer alternativen Ausführungsform wird die An­ triebseinrichtung Umlenkung mit einem Zahnkranz oder einer ähnlichen Antriebsrolle versehen, die mit einer Kette oder einem Zahnriemen des Zugelementes kämmt.
Bei dieser Variante ist die Kette oder der Riemen mit einem Endabschnitt am Gegengewicht und mit einem anderen Endabschnitt an einem Verbindungsseil befestigt. Letzteres ist über die andere Umlenkung zum Gegengewicht zurückge­ führt.
Als Zugseil können auch band- oder litzenförmige Zug­ bänder verwendet werden.
Das Antriebsmoment kann somit formschlüssig und durch Kraftschluß (Reibung) auf das Zugelement übertragen werden.
Um ein Schwingen des Zugelementes zu verhindern, sind in Umlenkungsbereich Führungen ausgeführt.
Der vorrichtungstechnische Aufwand zur Erstellung des Prospektzuges und die Geräuschemissionen sind besonders ge­ ring, wenn der Antrieb mit einem Riementrieb versehen ist.
Bei mehreren hintereinander geschalteten Prospektzügen, werden die Antriebe vorzugsweise in Radialrichtung versetzt zueinander angeordnet, so daß die Konterzüge mit minimalem Abstand hintereinander angeordnet werden können.
Sonstige vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der weiteren Unteransprüche.
Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines ersten Aus­ führungsbeispiels eine Anordnung von erfindungsgemäßen Pro­ spektzügen;
Fig. 2 eine Seitenansicht auf die Anordnung gemäß Fig. 1;
Fig. 3 ein alternatives Ausführungsbeispiel einer An­ ordnung von Prospektzügen;
Fig. 4 eine Seitenansicht der Anordnung aus Fig. 3;
Fig. 5 eine Detaildarstellung des Antriebsbereiches eines Prospektzuges aus Fig. 3;
Fig. 6 eine Seitenansicht auf den in Fig. 5 darge­ stellten Bereich,
Fig. 7 eine Draufsicht auf den in Fig. 5 dargestell­ ten Bereich eines Prospektzuges und die Fig. 8 bis 10 Ansichten eines dritten Ausführungs­ beispiels eines Prospektzuges mit Direktantrieb.
Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Seitenansicht bzw. eine Vorderansicht einer Anordnung von zwei hintereinander ange­ ordneten Prospektzügen 1, 1* wie sie bei Theaterbühnen zum Einsatz kommen, um mehrere Kulissen, Vorhänge etc. anzuhe­ ben bzw. abzusenken.
Die in den Fig. 1 und 2 der Einfachheit halber nicht dargestellte Last wird über mehrere, in der Ansicht gemäß Fig. 1 hintereinanderliegende Tragseile 2, 2', 2". . . ge­ halten, die über nicht dargestellte Umlenkrollen am Schnür­ boden zu einer Sammelrolle 4 geführt sind. Von dieser ver­ laufen die Tragseile 2, 2', 2". . . nach unten (nach Fig. 1) hin zu einem Gegengewicht 6, das an den Enden der Tragseile 2 befestigt ist. Das Gegengewicht 6 ist derart ausgelegt, daß es etwa dem Gewicht der an den Tragseilen 2 hängenden Last entspricht, so daß lediglich die Gewichtsdifferenz zwischen dem Gegengewicht 6 und der Last zum An- bzw. Abhe­ ben kompensiert werden muß.
Das An- bzw. Abheben des Gegengewichtes 6 und damit der an den Tragseilen 2 . . . hängenden Last erfolgt über eine Stelleinrichtung 8, die am Gegengewicht 6 angreift.
Die Stelleinrichtung 8 jedes Prospektzuges 1, 1* hat ein Zugelement, das bei dem in den Fig. 1 und 2 darge­ stellten Ausführungsbeispiel als Kette 10 ausgeführt ist. Ein Endabschnitt der Kette 10 ist am Gegengewicht 6 befe­ stigt und verläuft von dort - in der Darstellung nach Fig. 1 - nach unten zu einer Antriebseinrichtung 12.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel hat die An­ triebseinrichtung 12 ein Kettenrad 14, das mit der Kette 10 kämmt. Der Antrieb des Kettenrades 14 erfolgt über einen Antriebsmotor 16, wobei die Antriebsdrehzahl des Motors über ein Getriebe 18 reduziert ist. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Getriebe 18 als Riemengetriebe ausgeführt, wobei an einer Ausgangswelle des Antriebsmotors 16 ein Antriebsrad 20 befestigt ist, das über einen Riemen 21 auf ein Antriebsrad 22 wirkt, auf dessen Achse auch das Kettenrad 14 angeordnet ist.
Das vom Gegengewicht 6 entfernte Ende der Kette 10 ist zwischen dem Kettenrad 14 und einer weiteren Umlenkung 24 an einem Verbindungsseil 26 befestigt. Dieses umgreift eine Umlenkrolle 28, die über eine geeignete Lagerung am Schnür­ boden 30 gelagert ist. An diesem sind auch die Sammelrolle 4 sowie die nicht dargestellten Umlenkrollen für die Trag­ seile 2, 2' . . . befestigt.
Das Verbindungsseil 28 verläuft in der Verlängerung der Kette hin zur Umlenkrolle 28 und von dort etwa parallel zu den Endabschnitten der Tragseile 2, 2' . . . zurück zum Gegen­ gewicht 6. Somit greifen an diesem einerseits der Endab­ schnitt der Kette 8 und andererseits die Tragseile 2 . . . so­ wie das Verbindungsseil 26 an.
Da die Prospektzüge 1, 1* möglichst dicht hintereinan­ der angeordnet sein sollen, werden deren Antriebsmotoren 16, 16* versetzt zueinander angeordnet. Gemäß Fig. 2, die eine Ansicht in Pfeilrichtung auf die Prospektzüge 1, 1* in Fig. 1 zeigt, liegen dann die Antriebsmotoren 16, 16* überlappend übereinander, so daß die entsprechenden Ketten­ räder 14, 14* in geringem Axialabstand angeordnet werden können.
In der Darstellung gemäß Fig. 2 wurden die Tragseile 2, . . . und die zugehörigen Umlenkrollen sowie die Sammel­ rolle 4 der Einfachheit halber weggelassen.
Selbstverständlich können anstelle des Riemengetriebes 18 auch andere Getriebe, beispielsweise ein Zahnradgetriebe oder ähnliches zur Verbindung zwischen Antriebsmotor 16 und Kettenrad 14 verwendet werden. Anstelle der Kette 10 kann auch ein anderes, formschlüssig mit der angetriebenen Um­ lenkung 12 zusammenwirkendes Zugmittel, wie beispielsweise ein Riemen oder ein kraftschlüssig wirkendes Zugmittel, beispielsweise ein Zugseil (siehe Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 3 bis 7) verwendet werden.
Des weiteren kann durch Verwendung eines geeigneten An­ triebsmotors 16 auf die Zwischenschaltung eines Getriebes verzichtet werden - ein derartiges Ausführungsbeispiel wird im folgenden anhand der Fig. 8 bis 10 erläutert.
Die Gegengewichte 6, 6* der Prospektzüge, 1, 1* sind derart ausgelegt, daß sie in etwa dem Gewicht der zu tra­ genden Last entsprechen, so daß vom Antriebsmotor lediglich die Gewichtsdifferenz aufgebracht werden muß, um das Gegen­ gewicht 6 anzuheben.
Um ein Schwingen der Kette 10 und des Verbindungsseils 26 zu verhindern, sind im Bereich der Antriebseinrichtung 12 und der weiteren Umlenkung 24 geeignete Führungen 32 vorgesehen. Die Stelleinrichtung 8 hat desertieren eine nicht dargestellte Spanneinrichtung, über die die Spannung des Zugmittels konstant gehalten wird. Nicht dargestellt ist des weiteren eine Feststellvorrichtung, über die die eingestellte Relativposition der Stelleinrichtung festleg­ bar ist, so daß die Relativposition des Gegengewichtes 6 und damit der Last auch bei abgeschaltetem Antriebsmotor 16 beibehalten wird.
Wie bereits erläutert, ist die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Stelleinrichtung mit formschlüssig wirkenden Zugmitteln versehen. In den Fig. 3 bis 7 ist ein Ausfüh­ rungsbeispiel dargestellt, bei dem die Stelleinrichtung 8 mit einem kraftschlüssig wirkenden Zugseil 34 ausgeführt ist.
Diese wird über eine Seiltrommel 36 der Antriebsein­ richtung 12 angetrieben und ist mit seinen beiden Endab­ schnitten an dem Gegengewicht 6 befestigt, an dem auch die Tragseile 2 angreifen. Der Antrieb der Seiltrommel 36 er­ folgt - wie bei dem zuvor beschriebenen Ausführungsbei­ spiel, durch einen Antriebsmotor 16 und ggf. durch ein zwi­ schengeschaltetes Getriebe 18.
In den Fig. 5 bis 7 ist die Führung des Zugseils 34 im Bereich der Seiltrommel 36 gezeigt. Demgemäß umschlingt das Zugseil 34 die Seiltrommel 36, wobei der Umschlingungs­ winkel derart gewählt ist, daß ein Durchrutschen des Zug­ seils verhindert ist. Die Reibung zwischen Zugseil 34 und Seiltrommel 36 kann durch eine geeignete Ausgestaltung der Trommeloberfläche, beispielsweise durch das Vorsehen von Seilrillen oder ähnlichem verbessert werden. Bei dem darge­ stellten Ausführungsbeispiel beträgt der Umschlingungswin­ kel etwa 540°.
Um ein Kreuzen des zulaufenden und ablaufenden Seilab­ schnittes 38, 40 zu vermeiden, ist jedem Seilabschnitt 38, 40 eine Stützscheibe 42 bzw. 44 zugeordnet. Die Relativan­ ordnung der beiden Stützscheiben 42, 44 geht insbesondere aus den Fig. 6 und 7 hervor, die eine Seitenansicht von rechts (Fig. 6) bzw. eine Draufsicht (Fig. 7) auf die Darstellung gemäß Fig. 5 zeigen. Demgemäß sind die beiden Stützrollen 42, 44 derart angeordnet, daß die Abschnitte 38, 40 jeweils etwa tangential auf die Seiltrommel 36 zu bzw. von dieser ablaufen, so daß ein Kreuzen ausgeschlossen ist. Anstelle der beiden getrennt voneinander angeordneten Stützrollen 42, 44 könnte auch eine schräg verlaufende ein­ zige Stützrolle vorgesehen werden.
Die Antriebsmotoren 16, 16* sind mit umschaltbarer Drehrichtung ausgeführt, um je nach Ansteuerung des An­ triebsmotors 16 das Gegengewicht 6 anzuheben oder abzusenken, so daß die Last in entsprechender Weise abgesenkt bzw. angehoben wird.
Auch bei diesem Ausführungsbeispiel werden geeignete Führungen und Spanneinrichtungen zum Verhindern von Schwin­ gungen des Zugseils 34 bzw. zum Festlegen der Zugseilposi­ tion vorgesehen.
Im übrigen entspricht das in den Fig. 3 bis 7 darge­ stellte Ausführungsbeispiel demjenigen der Fig. 1 und 2, so daß auf weitere Ausführungen verzichtet werden kann.
Bei dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel wird ein Zugseil 34 verwendet, dessen Endabschnitte am Gegengewicht 6 befestigt sind. Diese Endabschnitte können beispielsweise auch direkt an der Seiltrommel 36 festgelegt werden. Ein derartiges Ausführungsbeispiel ist in den Fig. 8 bis 10 dargestellt.
Die Fig. 8 und 9 zeigen eine Seitenansicht bzw. eine Draufsicht auf ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfin­ dungsgemäßen Prospektzuges 1.
Wie bei dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel wird die Last, beispielsweise eine einen Vorhang tragende Last­ stange 46 über Tragseile 2, 2', 2" gehalten, die über Um­ lenkrollen 48 zu der gemeinsamen Sammelrolle 4 und von dort zum Gegengewicht 6 geführt sind. Die Anbindung der Trag­ seile 2, 2', 2" erfolgt beispielsweise über einen Seilkamm 50.
Die Position des Gegengewichtes 6 wird ähnlich wie bei dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel durch eine Stelleinrichtung 8 verändert. Diese Stelleinrichtung 8 hat ein Zugmittel, beispielsweise ein Zugseil 34, das über eine Seiltrommel 36 angetrieben wird. Das Gegengewicht 6 ist am Zugseil 34 befestigt. Im Unterschied zum vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel sind die Endabschnitte des Zugseils 34 jedoch nicht am Gegengewicht 6 sondern an der Seiltrommel 36 festgelegt.
Fig. 10 zeigt eine schematisierte Darstellung der Be­ festigung des Zugseils 34 an der Seiltrommel 36. Demgemäß ist ein mit durchgezogenen Linien dargestellter zulaufender Endabschnitt 52 über eine Seilklemme 54 an einem Endab­ schnitt der Seiltrommel 36 befestigt, während der andere, ablaufende Seilabschnitt 56 (strichpunktiert in Fig. 10) ebenfalls über eine Seilklemme 56 an einem anderen Endab­ schnitt der Seiltrommel 36 befestigt ist. Zwischen den bei­ den Seilauflaufpunkte auf die Seiltrommel 36 muß zur Ver­ meidung von Überläufen stets zumindest eine Leerwicklung vorgesehen sein.
Die Seiltrommel 36 ist mit geeigneten Seilrillen verse­ hen, so daß die Abschnitte 52, 56 in der Mittelposition des Gegengewichtes 6 von den Seilklemmen 54 weg aufeinander zu­ laufen und dann im Diametralabstand zu einer unten liegen­ den Umlenkrolle 28 geführt sind.
Der Antrieb der Seiltrommel 36 erfolgt wieder über ei­ nen Antriebsmotor 16, wobei bei dem in den Fig. 8 und 9 dargestellten Ausführungsbeispiel der Antriebsmotor 16 di­ rekt an die Seiltrommel 36 angeflanscht ist. Als Antrieb soll ein Antrieb ohne Getriebe, ein sogenannter Gearless- Motor verwendet werden, der als hydraulischer Motor oder elektrischer Motor ausgeführt sein kann. Im letztgenannten Fall sind beispielsweise Innen-, Scheibenläufer- oder Au­ ßenläufermotoren in Synchron- oder Asynchrontechnik ein­ setzbar. Derartige Gearless-Antriebe (Direktantriebe) zeichnen sich durch einen extrem geräuscharmen Lauf, eine geringe Axialbaulänge aus. Die nicht dargestellten Bremsen können direkt an der Seiltrommel 36 angeordnet sein, so daß die Betriebssicherheit erhöht ist. Der kompakte Aufbau er­ möglicht es, die Abstände zwischen den Prospektzügen 1, 1* gegenüber den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen noch weiter zu verringern. Selbstverständlich läßt sich ein der­ artiger Antrieb auch bei den vorbeschriebenen Ausführungs­ beispielen zum Antrieb der Seiltrommel 36 bzw. des Ketten­ rades 14 verwenden. Zur Ansteuerung eines elektrischen Gearlessmotors wird vorzugsweise ein Frequenzumwandler ver­ wendet, der im Gehäuse des Gearlessmotors integriert oder direkt an dieses angebaut ist. Sowohl der Motor als auch der Frequenzumwandler können dann flüssigkeitsgekühlt sein. Durch die direkte Ankopplung des Frequenzumwandlers wird der Verdrahtungsaufwand gegenüber Lösungen mit getrenntem Frequenzumwandler wesentlich verringert. Diese Maßnahme er­ möglicht es, die Einheit aus Gearlessmotor und Frequenzum­ wandler vorzutesten, so daß die Montage vereinfacht ist. Die Integration des Frequenzumwandlers mit gemeinsamer Flüssigkeitskühlung gewährleistet des weiteren einen stö­ rungsfreien Betrieb des Prospektzuges bei geringen Ge­ räuschemissionen.
Die Länge des Zugseil 34 bzw. der Abschnitte 52, 56 ist so gewählt, daß der gesamte Theaterhub vom Seilende her aufgewickelt bzw. abgewickelt werden kann, d. h. der Hub ist vollständig auf der Seiltrommel 36 gespeichert.
Bei den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen wurde ein Zugseil mit kreisförmigem Querschnitt eingesetzt. Al­ ternativ könnte auch ein Zugmittel mit rechteckförmigem Querschnitt, beispielsweise ein litzenförmiges Zugmittel eingesetzt werden, wobei die Führung durch Scheiben auf der Seiltrommel 36 übernommen werden kann. Dabei wird die aus einem Geflecht bestehende Litze zwischen zwei Scheiben auf­ gewickelt, so daß bei mehreren Litzen eine Vielzahl von ne­ beneinanderliegenden Wicklungen durch Scheiben getrennt sind.
Bei dem in Fig. 8 und 9 dargestellten Ausführungsbei­ spiel ist der Antriebsmotor 16 am Schnürboden 30 befestigt, so daß dort entsprechender Bauraum vorgesehen sein muß. Bei Ansteuerung des Antriebsmotors 16 wird beispielsweise der ablaufende Teilabschnitt 56 von der Seiltrommel 36 abgewic­ kelt, während der zulaufende Seilabschnitt 56 aufgewickelt wird. Entsprechend wird das Gegengewicht 56 durch den zu­ laufenden Seilabschnitt 56 in der Darstellung gemäß Fig. 9 nach oben gezogen und somit abgesenkt. Bei umgekehrter An­ steuerung des Antriebsmotors 16 wird das Gegengewicht 6 durch den sich auf die Seiltrommel 36 Seilabschnitt 52 nach oben bewegt.
Für den Fall, daß sich das Gewicht der Last 46 wesent­ lich ändert, kann das Gegengewicht 6 variabel ausgestaltet werden, so daß ein gewisses Auskontern möglich ist. Dieses Auskontern muß jedoch nicht mit der für einen Handkonterzug erforderlichen Genauigkeit erfolgen, da die Gewichtsdiffe­ renz ohne weiteres über das Antriebsmoment des Antriebsmo­ tors 16 aufgebracht wird.
Offenbart ist ein Prospekt- oder Konterzug, bei dem ei­ ne Last über zumindest zwei Tragseile an einem Gegengewicht befestigt ist, dessen Relativposition durch eine Stellein­ richtung veränderbar ist. Die Stelleinrichtung hat ein Zug­ element, das am Gegengewicht angreift und das über eine An­ triebseinrichtung antreibbar ist, die kraft oder form­ schlüssig auf das Zugelement wirkt.

Claims (15)

1. Konterzug mit zumindest zwei eine Last (46) tragenden Tragseilen (2, 2', 2"), die über eine Sammelrolle (4) laufen und an einem Gegengewicht (6) befestigt sind, dessen Position zum Anheben oder Absenken der Last (46) über eine Stelleinrichtung (8) mit einem Zugelement (10, 34) veränderbar ist, das über eine Antriebsein­ richtung (12, 36) zum Gegengewicht (6) geführt ist, ge­ kennzeichnet durch einen Antrieb (16, 18) dessen An­ triebsmoment über die Antriebseinrichtung (12, 36) kraft- oder formschlüssig auf das Zugelement (10, 34) übertragbar ist.
2. Konterzug nach Patentanspruch 1, wobei das Zugelement ein Zugseil (34) hat, das eine Umlenkung der Antriebs­ einrichtung (12, 36) umschlingt.
3. Konterzug nach Anspruch 2, wobei der Umschlingungswin­ kel mehr als 270° beträgt.
4. Konterzug nach Patentanspruch 2 oder 3, wobei die bei­ den Endabschnitte (52, 56) des Zugseils (34) an einer Seiltrommel (36) der Antriebseinrichtung (12) befestigt sind.
5. Konterzug nach Patentanspruch 2 oder 3, wobei die End­ abschnitte des Zugseils (34) am Gegengewicht (6) befe­ stigt sind.
6. Konterzug nach einem der Ansprüche 2 bis 5, wobei die zur Antriebseinrichtung (12, 36) zu- und ablaufenden Abschnitte (38, 40; 52, 56) des Zugseils (34) über eine Führung (42, 44) beabstandet sind.
7. Konterzug nach Patentanspruch 6, wobei die Führung eine auf den zulaufenden und eine auf den ablaufenden Teil (42, 44; 52, 56) der Stelleinrichtung (8) wirkende Stützscheibe (42, 44) hat, deren Achse jeweils zur Achse der Antriebseinrichtung (12, 36) angestellt ist.
8. Konterzug nach Anspruch 1, wobei die Antriebseinrich­ tung (12, 36) ein Kettenrad (14) hat, das mit einer Kette (10) des Zugelementes (34) kämmt.
9. Konterzug nach Anspruch 8, wobei die Kette (10) an ei­ nem Verbindungsseil (26) befestigt, über eine Umlenkung (24) umgelenkt und am Gegengewicht (6) befestigt ist.
10. Konterzug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wo­ bei im Bereich der Umlenkung (24) und/oder der An­ triebseinrichtung (12, 36) Führungen (32) für das Zug­ element (34) ausgebildet sind.
11. Konterzug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, daß der Antrieb (16) direkt oder über ein Getriebe (18) an die angetriebene Umlenkung (12) angelenkt ist.
12. Konterzug nach Anspruch 11, wobei der Antrieb (16) ein Gearless-Antrieb ist, der als elektrischer oder hydrau­ lischer Antrieb ausgeführt ist.
13. Konterzug nach Anspruch 12, mit einem Frequenzumwand­ ler, der im Gearless-Antrieb integriert oder an diesem angebaut ist.
14. Konterzug nach Anspruch 13, wobei der Gearless-Antrieb und der Frequenzumwandler flüssigkeitsgekühlt ist.
15. Anordnung von Konterzügen (1, 1*) gemäß einem der vor­ hergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebe (16) versetzt zueinander angeordnet sind.
DE10007742A 2000-01-26 2000-02-21 Konterzug Withdrawn DE10007742A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE20304513U1 (de) 2003-03-20 2003-06-12 Wiegand, Hans-Peter, 26127 Oldenburg Vorrichtung zur Betätigung bühnentechnischer Seilzüge

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DE20304513U1 (de) 2003-03-20 2003-06-12 Wiegand, Hans-Peter, 26127 Oldenburg Vorrichtung zur Betätigung bühnentechnischer Seilzüge

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