DE10007552A1 - Verriegelung für Brandschutzkonstruktionen - Google Patents
Verriegelung für BrandschutzkonstruktionenInfo
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Abstract
Eine Verriegelung für Brandschutzkonstruktionen, insbesondere für Brandschutztüren, zur Anbringung zwischen einem Profil (12) und einem Gegenprofil (14) umfasst ein am Profil befestigtes Eingriffselement (18), das sich bei im Brandfall erhöhten Temperaturen aus einer Ruheposition in eine Arretierposition in Eingriff mit dem Gegenprofil (14) bewegt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Verriegelung für öffenbare
Brandschutzkonstruktionen, insbesondere für Brandschutztüren,
zur Anbringung zwischen einem Profil und einem Gegenprofil.
Bei Brandschutzkonstruktionen, insbesondere bei der Verwendung
von Brandschutztüren, ist eine Schlossverriegelung im
Brandfall nicht ausreichend. Aufgrund der
Temperaturunterschiede der Profiloberflächen auf der
Brandseite und auf der brandabgewandten Seite kommt es zu
einem unerwünschten Aufklaffen der Brandschutztüren. Bildet
sich ein zu großer Spalt zwischen dem Flügelprofil und dem
Rahmenprofil, so kann der erforderliche Raumabschluss nicht
mehr sichergestellt werden.
Im Stand der Technik werden daher Zusatzverriegelungen
eingesetzt, die im allgemeinen oben zwischen Türflügel und
Türrahmen angeordnet sind. Mit der Drückerbetätigung an der
Tür wird die Zusatzverriegelung entriegelt. Mit dem
Schließvorgang, d. h. im Falleneinrasten, rastet auch die
Zusatzverriegelung ein. Der Nachteil einer derartigen
Zusatzverriegelung liegt darin, dass lediglich für den
hypothetischen Brandfall ein sehr teures Zusatzteil vorgesehen
sein muss, welches zudem aufwendig einzubauen ist, da die
Zusatzverriegelung an die Türverriegelung gekoppelt sein muss.
Alternativ werden Streifen aus Intumescentmaterial eingesetzt,
die im Brandfall zwar das Aufklaffen des Flügels nicht
verhindern können, die entstehende Fuge aber rechtzeitig
schließen. Der Nachteil dieser Lösung liegt jedoch darin, dass
Intumescentmaterial zum Teil schwer in die bestehenden
Türprofile integrierbar ist, unter Umständen auch optisch
störend wirken kann und zudem bei sehr großen Türflügeln nicht
ausreichend abdichtend ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verriegelung
für Brandschutzkonstruktionen, insbesondere für
Brandschutztüren, vorzuschlagen, die kostengünstig herstellbar
ist und leicht in Brandschutzkonstruktionen integrierbar ist.
Diese Aufgabe wird durch eine Verriegelung für
Brandschutzkonstruktionen mit den Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst.
Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, ein Eingriffselement
vorzusehen, das am Profil befestigt ist und sich bei im
Brandfall erhöhten Temperaturen aus der Ruheposition, in der
sich das Eingriffselement im Normalfall befindet, in eine
Arretierposition im Eingriff mit dem Gegenprofil bewegt. Die
so gebildete Verriegelung ist unabhängig von der
Drückerbetätigung an der Tür und wird nur im Brandfall in eine
Wirkposition gebracht, in der sie im Eingriff mit dem
Gegenprofil ist und daher eine Relativbewegung zwischen Profil
und Gegenprofil sperrt. Hierdurch lässt sich das Aufklaffen
der Brandschutzkonstruktion, insbesondere der Brandschutztüre,
wirksam verhindern. Da die Verriegelung ohnehin nur in dem
sehr selten auftretenden Brandfall zum Einsatz gelangt, ist es
unerheblich, dass die Bewegung des Eingriffselements von der
Ruheposition in die Arretierposition irreversibel ist und nach
dem Auslösen der Verriegelung im Brandschutzfall diese durch
eine neue ersetzt werden muss oder aber eine zusätzliche
Einrichtung zum Entriegeln der Verriegelung vorzusehen ist.
Das Eingriffselement wird durch eine bei erhöhten Temperaturen
sich zerstörende oder erweichende Befestigungseinrichtung in
der Ruheposition gehalten. Nur im Brandfall bei erhöhten
Temperaturen kommt es zu einer Zerstörung oder Erweichung der
Befestigungseinrichtung, mit der das Eingriffselement gehalten
ist, so dass sich das Eingriffselement in die entspannte
Position bewegen kann, die der Arretierposition im Eingriff
mit dem Gegenprofil entspricht.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind durch die
übrigen Ansprüche gekennzeichnet.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das
Eingriffselement ein Federelement. Das Federelement ist in der
Ruheposition vorgespannt, so dass der Begriff "Ruheposition"
im Hinblick auf das Federelement daher missverständlich ist.
Mit diesem Begriff soll jedoch zum Ausdruck gebracht werden,
dass die Verriegelung in der Ruheposition keine Wirkung ausübt
und auch bei der normalen Betätigung der Türe keine Funktion
besitzt.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist das
Eingriffselement in der Ruheposition an einer Seite durch eine
temperaturbeständige Verbindung und an der anderen Seite durch
eine Klebestelle oder weichgelötete Stelle mit dem Profil
verbunden. Im Brandfall löst sich somit nur die andere Seite
des Eingriffselements an der Klebestelle oder weichgelöteten
Stelle, während die temperaturbeständige Verbindung bestehen
bleibt und somit auch in der Arretierposition die gewünschte
feste Verbindung des Eingriffselements mit dem Profil bestehen
bleibt.
Nach einer bevorzugten alternativen Ausführungsform der
Erfindung ist das Eingriffselement in der Ruheposition an
einer Seite durch eine temperaturbeständige Verbindung und an
der anderen Seite durch eine Kunststoffschraube am Profil
befestigt. Wenn beispielsweise die temperaturbeständige
Verbindung durch eine Metallschraube ausgeführt ist, so wird
bei erhöhten Temperaturen im Brandfall die Metallschraube
weiterhin ihre Haltefunktion erfüllen, während die
Kunststoffschraube erweicht und die Bewegung des
Eingriffselements in die Arretierposition erlaubt.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform besteht das
Eingriffselement aus Stahl oder Edelstahl. Dieser Werkstoff
wird bevorzugt, da er ausreichend beständig im Verlauf der
Brandbeanspruchung ist. Für die Befestigungseinrichtung wird
hingegen ein Werkstoff ausgewählt, der im Normalgebrauch im
Temperaturbereich zwischen -20°C bis ca. +80°C ausreichend
beständig ist, aber im Brandfall, d. h. ab Temperaturen größer
als ca. 120°C bis 150°C seine Festigkeit verliert, indem er
erweicht, zerstört wird oder schmilzt. Daher ist die
Verriegelung so auszurichten, dass die Bewegung des
Eingriffselements von der Ruheposition in die Arretierposition
bei Temperaturen über 100°C erfolgt, vorzugsweise zwischen
120°C und 150°C.
Nach einer, bevorzugten Ausführungsform besteht das
Eingriffselement aus Memory-Metall, das sich bei erhöhten
Temperaturen selbsttätig in die Arretierposition verformt. Je
nach dem hierbei verwendeten Material muss keine
Befestigungseinrichtung vorgesehen werden, wenn die Verformung
des Memory-Metalls erst im Temperaturbereich über 100°C
erfolgt. Beginnt die im Normalfall unerwünschte Verformung von
der Ruheposition in die Arretierposition jedoch bereits in dem
Temperaturbereich bis ca. +80°C, so kann auch bei der
Verwendung des Memory-Metalls zusätzlich eine
Befestigungseinrichtung der oben beschriebenen Art eingesetzt
werden.
Die Brandschutztüre mit einer erfindungsgemäßen Verriegelung
besitzt vorzugsweise eine Verriegelung an einer Ecke des
Flügels, die im Brandfall in Aussparungen des als Türrahmen
ausgebildeten Gegenprofils einrückt.
Nachfolgend wird die Erfindung rein beispielhaft anhand der
beigefügten Figuren beschrieben, in denen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Verriegelung für Brandschutzkonstruktionen in
Ruhestellung zeigt;
Fig. 2 die erste Ausführungsform gemäß Fig. 1 in der
Arretierstellung darstellt;
Fig. 3 eine zweite Ausführungsform der Verriegelung in
Ruhestellung zeigt;
Fig. 4 eine dritte Ausführungsform der Verriegelung in
Ruhestellung zeigt;
Fig. 5a und 5b eine vierte Ausführungsform der Zusatzverriegelung
zeigen, wobei Fig. 5a die Verriegelung in
Ruhestellung und Fig. 5b die Verriegelung in der
Arretierstellung zeigt;
Fig. 6 eine weitere Ausführungsform der Verriegelung
darstellt;
Fig. 7 eine erste Variante der in Fig. 6 gezeigten
Verriegelung in Blickrichtung A in Fig. 6 zeigt;
Fig. 8 eine zweite Variante der in Fig. 6 gezeigten
Verriegelung in Blickrichtung A in Fig. 6 zeigt;
Fig. 9 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Verriegelung darstellt;
Fig. 10 eine alternative Befestigung des Eingriffselementes
zeigt; und
Fig. 11 ein alternatives Verriegelungselement zeigt.
In den nachfolgenden Figuren werden verschiedene
Ausführungsformen der Erfindung erläutert werden. In den
verschiedenen Ausführungsformen werden jedoch jeweils
dieselben Elemente mit denselben Referenzziffern bezeichnet
werden.
Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform der Erfindung, wobei
die Verriegelung in Ruhestellung ist. Von der gesamten
Brandschutzkonstruktion, die beispielsweise in Form einer
Brandschutztüre mit einem Flügelprofil und einem Rahmenprofil
ausgebildet sein kann, ist in der Schnittdarstellung gemäß
Fig. 1 nur ein Abschnitt des Profils 12 wie auch des
Gegenprofils 14 dargestellt. Im Falle einer Brandschutztüre
kann das Profil 12 der Türflügel und das Gegenprofil der
Türrahmen sein. Für die Funktion der in den nachfolgenden
Ausführungsformen beschriebenen Verriegelungen ist jedoch nur
die Wirkung der Verriegelungen in Bezug auf ein Profil sowie
ein Gegenprofil erheblich und die Anbringung der beschriebenen
Verriegelungen liegt daher im Ermessen des Fachmanns. Im
vorliegenden Fall ist sowohl das Profil 12 wie auch das
Gegenprofil aus Metall gebildet und im Gegenprofil eine
Aussparung 16 vorgesehen, deren Funktion anhand der Fig. 2
deutlich werden wird.
Die Verriegelungseinrichtung besteht im vorliegenden
Ausführungsbeispiel aus einem Federelement 18, das mit zwei
Befestigungsschrauben am Profil 12 befestigt ist. Hierzu
besitzt das Federelement 18 in Form einer Platte aus Stahl
oder Edelstahl Bohrungen jeweils in den Endbereichen, durch
die die beiden in Fig. 1 dargestellten Befestigungsschrauben
hindurchtreten können. Die Befestigungsschraube 20 in Fig. 1
besteht aus Metall, während die Befestigungsschraube 22 aus
Kunststoff besteht. Während sowohl der Federwerkstoff wie auch
die Befestigungsschraube 20 im Brandfall eine ausreichende
Temperaturbeständigkeit besitzen, ist die Kunststoffschraube
nur im Normalgebrauch, d. h. im Temperaturbereich zwischen
-20°C bis ca. +80°C ausreichend beständig und haltbar. Im
Brandfall hingegen verliert die Kunststoffschraube bei einer
geeigneten Wahl des Kunststoffmaterials bei Temperaturen
oberhalb von etwa 100°C und bevorzugt bei Temperaturen
zwischen ca. 120°C und 150°C deutlich an Festigkeit und
erweicht so weit, dass diese das Federelement 18 nicht mehr
unter Vorspannung an dem Profil 12 befestigen kann. Als Folge
daraus löst sich das Federelement 18 vom Profil 12.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, erstreckt sich im Brandfall
das Ende 18b des Federelements 18 durch die Aussparung 16 im
Gegenprofil 14 hindurch und führt somit zu einer Verriegelung
zwischen dem Profil 12 und dem Gegenprofil 14. Das andere Ende
des Federelements 18, das in der Fig. 2 mit 18a bezeichnet
wird, wird aufgrund der temperaturbeständigen
Befestigungsschraube 20 aus Stahl oder Edelstahl weiterhin
fest in Verbindung mit dem Profil 12 gehalten. Wie aus der
Darstellung die in Fig. 2 ersichtlich ist, ist die Bewegung
des Federelements 18 von der in Fig. 1 dargestellten
Ruheposition in die in Fig. 2 dargestellte Arretierposition
nicht umkehrbar. Dies bedeutet, dass die
Verriegelungseinrichtung erneut mit einer neuen
Kunststoffschraube am Profil 12 befestigt werden muss, wenn
die Verriegelung einmal im Brandfall "angesprochen" hat und
sich das Federelement 18 in die in Fig. 2 dargestellte
entspannte Position bewegen konnte.
Fig. 3 zeigt eine alternative Befestigungsalternative für das
Federelement 16, das im Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 sowohl
am Ende 16a wie auch am Ende 16b auf eine alternative Weise
befestigt wurde. Am Ende 16a, das auch im Brandfall dauerhaft
mit dem Profil 12 verbunden bleiben soll wurde im
Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 eine Schweißverbindung
zwischen Federelement 18 und Profil 12 gewählt, während am
Ende 16b das Federelement 18 mit dem Profil 12 durch eine
Weichlötverbindung oder eine Klebeverbindung verbunden ist.
Die Weichlötverbindung oder Klebeverbindung ist nicht
temperaturbeständig, so dass ähnlich dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1 unter Verwendung einer Kunststoffschraube im
Brandfall sich das Ende 18b des Federelements 18 vom Profil
12 löst und in der bereits in Fig. 2 dargestellten Weise in
die Aussparung 16 am Gegenprofil 14 einrücken kann.
Selbstverständlich kann sowohl die Schraubverbindung wie auch
Schweißverbindung am Ende 18a wie auch die
Kunststoffverbindung, Weichlötverbindung oder Klebeverbindung
am Ende 18b jeweils in beliebiger Kombination zueinander
eingesetzt werden.
Fig. 4 zeigt eine alternative Ausführungsform der Erfindung,
bei der das Federelement 12 eine Memory-Metallfeder ist, d. h.
aus einem Material gebildet ist, das sich unter
Wärmeeinwirkung in eine vorgegebene Position verformt. Diese
Position ist bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 so zu
wählen, dass sich im Brandfall die Memory-Metallfeder durch
die Aussparung 16 im Gegenprofil 14 erstreckt und somit
dieselbe Arretierwirkung besitzt wie bei den vorangegangenen
Ausführungsformen bereits beschrieben wurde. Am Ende 18a ist
die Memory-Metallfeder mit dem Profil 12 fest und
temperaturbeständig verbunden, wobei sowohl eine
Schweißverbindung wie auch eine Verbindung mit Hilfe einer
Metallschraube gewählt werden kann. Das zweite Ende 18b liegt
im vorliegenden Fall ohne eine Befestigungseinrichtung am
Profil 12 an. Je nach dem Temperaturverhalten der Memory-
Metallfeder 12 kann jedoch auch am Ende 18b ein nicht
temperaturbeständiges Befestigungselement, z. B. eine
Kunststoffschraube, eingesetzt werden, so dass bei einer
Erhöhung der Temperatur über ca. 100°C im Brandfall die
Memory-Metallfeder 12 sich erst dann verformen kann, wenn das
Befestigungselement am Ende 18b seine Festigkeit verloren
hat.
In den Fig. 5a und 5b ist eine weitere Ausführungsform der
Erfindung dargestellt. Im vorliegenden Fall besteht die
Verriegelungseinrichtung aus einer an dem Profil über einen
feststehenden Zapfen oder ähnliches fest befestigten Drehfeder
18, an deren freiem Ende sich ein Arretierschenkel 19 und ein
Einrückelement 21 befinden. Der Arretierschenkel 19 wird mit
Hilfe einer Kunststoffschraube 22 am Profil 12 gehalten. Im
Brandfall versagt die Kunststoffschraube 22 und unter der
Vorspannung der Feder 18 bewegt sich die
Verriegelungseinrichtung in die in Fig. 5b dargestellte
Position, bei der sich das Einrückelement 21 am
Arretierschenkel 19 in die Aussparung 16 am Gegenprofil 14
erstreckt, während die Feder 18 weiterhin fest mit dem Profil
12 verbunden bleibt.
Alternativ zu der in den Fig. 5a und 5b dargestellten
Ausführungsform könnte das Verriegelungselement auch ohne eine
Feder arbeiten. Anstelle der Drehfeder 18 würde lediglich eine
drehbewegliche Befestigung des Verriegelungselements an dem
feststehenden Zapfen folgen und das Einrückelement 21 wäre als
Gewicht ausgebildet, das unter der Wirkung der Schwerkraft
nach dem Versagen der Kunststoffschraube im Brandfall in die
Aussparung am Gegenprofil herabfällt und die gewünschte
Arretierung bewirkt.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. 6
dargestellt, wobei in Fig. 6 die Verriegelungseinrichtung in
der Ruhestellung gezeigt ist. Das hier eingesetzte
Federelement 18 ist an dem einen Ende 18a mit Hilfe der
Metallschraube 20 fest mit dem Profil 12 verbunden, während
das Federelement 18 am Ende 18b durch einen Niederhalter 24
aus nicht temperaturbeständigem Material in die vorgespannte
Position gebracht wird. Der Niederhalter 24 kann z. B. aus
Kunststoff gefertigt sein und wird über eine weitere
Metallschraube 20 mit dem Profil 12 verbunden. Ebenso kann der
Niederhalter eine Kunststoffbeilagescheibe sein. Im Brandfall
versagt bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 nicht eine der
Schrauben 20, sondern der Niederhalter 24, so das das Ende 18b
des vorgespannten Federelements 18 freigesetzt wird und sich
durch die Aussparung 16 im Gegenprofil 14 erstrecken kann. Für
die relative Anordnung zwischen dem Niederhalter 24 und dem
Federelement 18 sind unterschiedliche Ausführungsformen
denkbar, die mit Bezugnahme auf die Fig. 7 und 8
beschrieben werden.
In Fig. 7 ist lediglich am Ende 18b des Federelements 18 nur
eine einzige Metallschraube 20 vorgesehen, welche den
Niederhalter 24 fest mit dem Profil 12 verbindet. Der
Niederhalter 24 besitzt, wie in Fig. 7 dargestellt ist, einen
Ansatz, der sich im wesentlichen parallel zur Innenfläche des
Profils 12 erstreckt und an dessen dem Profil 12 zugewandten
Fläche das Federelement 18 unter Spannung anliegt. Im
Brandfall kann mit dem Erweichen des Kunststoffs der
Niederhalter 24 die Feder 18 nicht mehr unter Vorspannung
niederhalten, so dass diese nach oben in die Arretierposition
in Eingriff mit der Aussparung 16 schnellen kann.
In Fig. 8 ist eine alternative Anbringung gemäß dem
Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 gezeigt, wobei in diesem Fall
der Niederhalter 24 mit Hilfe von zwei Metallschrauben 20 nahe
dem sich im Brandfall lösenden Ende des Federelements
befestigt ist. Die sonstigen Funktionen und das Verhalten im
Brandfall entsprechen vollständig der Ausführungsalternative,
die im Zusammenhang mit Fig. 7 gezeigt wurde.
Fig. 9 zeigt eine Anbringungsalternative des Federelements 18
ähnlich zu jener, die in den Ausführungsformen nach den
Fig. 6 bis 8 gezeigt wurde. Bei dem Beispiel nach Fig. 9
befindet sich ein Isoliersteg 26 sowohl an Profil 12 wie auch
beim Gegenprofil 14 zwischen Profilhälften. Bei dem
Ausführungsbeispiel nach Fig. 9 ist das Federelement auf der
einen Seite mit Hilfe einer Metallfeder 20 fest mit dem
Profilrahmen 12 verbunden, während das entgegengesetzte Ende
des Federelements über einem ebenfalls am Profil 12
befestigten Niederhalter 24 aus einem nicht thermoresistenten
Material in der vorgespannten Ruhestellung gehalten wird. Im
Brandfall versagt der Niederhalter und die Feder kann sich in
die mit Referenzziffer 18' in unterbrochenen Linien
dargestellte Position entspannen, wodurch das Profil 12 und
Gegenprofil 14 miteinander arretiert werden.
Fig. 10 entspricht im wesentlichen der Ausführungsform nach
Fig. 9 mit dem Unterschied, dass das sich im Brandfall lösende
Ende 18b des Federelements 18 durch eine Kunststoffschraube 22
gehalten wird, während das fest mit dem Profil 12 befestigte
Ende des Federelements über eine Metallschraube 20 fixiert
ist. Im Unterschied zu den in den vorangegangenen
Ausführungsformen dargestellten Befestigungsalternativen ist
im vorliegendem Fall das Ende 18b des Federelementes nicht am
Profil 12, sondern an dem Isoliersteg 26 zwischen den
Profilhälften 12a und 12b des Profils 12 befestigt. Die
Funktionen dieser für Anbringungsalternative entsprechen
jedoch ansonsten denjenigen, die bereits im Hinblick auf die
vorangegangenen Ausführungsformen erläutert wurden.
Selbstverständlich kann, wie oben erläutert wurde, auch bei
der Anbringungsalternative nach Fig. 10 die thermoresistente
Befestigung und die sich im Brandfall lösende Befestigung auf
eine der oben diskutierten Weisen variiert werden, indem z. B.
die Metallschraube 20 durch eine Schweißverbindung ersetzt
wird und anstelle der Kunststoffschraube 22 eine
Klebeverbindung vorgesehen wird.
Eine weitere Ausführungsform besteht darin, dass am Profil 12
ein Metallbolzen über eine Spiralfeder befestigt ist. Der
Metallbolzen wird über eine geeignete Befestigungseinrichtung,
z. B. eine Klebeverbindung oder einen sich über den Bolzen
erstreckenden Kunststoffbügel in Vorspannung am Profil 12
gehalten und schnellt nach dem Versagen der
Befestigungseinrichtung im Brandfall in eine entsprechend
geformte Ausnehmung im Gegenprofil.
Fig. 11 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung. Auch
die Ausführungsform nach Fig. 11 besitzt ein Eingriffselement,
das unter Wirkung der Schwerkraft von der Ruheposition in die
Eingriffposition gelangt. Im vorliegenden Fall besteht das
Eingriffselement aus einem Metallbolzen 30, der im Profil 12
verschiebbar geführt ist. In der Darstellung in Fig. 11 ist
der Metallbolzen 13 in der Ruheposition, in der er durch die
Kunststoffschraube 22 gehalten wird. Im Brandfall erreicht die
Kunststoffschraube 22 und der Bolzen 30 fällt in Fallrichtung
B unter Wirkung der Schwerkraft in die mit unterbrochenen
Linien in Fig. 11 dargestellte Arretierposition im Eingriff
mit dem Gegenprofil 14, wobei sich der Bolzen 30 durch
Aussparrungen im Gegenprofil erstreckt.
Allen oben genannten Ausführungsformen gemeinsam ist, dass die
Verriegelung über ein im Brandfall sich zerstörendes oder
erweichendes bzw. schmelzendes Bauteil in einer Ruheposition
gehalten wird. Im Brandfall wird das Haltelement zerstört, die
Verriegelung greift dabei in das Gegenprofil ein, um das
Profil und Gegenprofil gegeneinander zu arretieren. Die
Arretierbewegung der Verriegelung kann über die Expansion oder
Verformung eines Federelements oder aber unter der Wirkung der
Schwerkraft erfolgen.
Bei der Verwendung der Zusatzverriegelung in Brandschutztüren
kann die Zusatzverriegelung überall dort angebracht werden, wo
dies erforderlich erscheint. Vorzugsweise wird allerdings die
Verriegelung an einem Eck des Flügels positioniert.
Bei allen obengenannten Ausführungsformen ist die
Arretierbewegung der Verriegelung ein irreversibler Vorgang.
Wenn dies nicht gewünscht sein sollte oder aber die Forderung
nach einer von außen betätigbaren Verriegelung besteht, so ist
bei allen obengenannten Ausführungsformen auch denkbar, die
Tür auch nach dem Brand noch öffnen zu können. Hierzu kann
beispielsweise ein kleines Fenster vorgesehen sein, um die
Verriegelung von außen betätigen zu können. Zum Beispiel mit
einem Schraubendreher kann in das Fenster eingegriffen werden,
um die Verriegelung in die Ruheposition zu bewegen. Als eine
Alternative zu einem Eingriffsfenster könnte auch ein nach
außen reichender Hebel vorgesehen sein, über den ebenfalls die
Verriegelung von der Arretierposition in die Ruheposition
bewegt werden kann, um die Brandschutztüre auch nach dem
Auslösen der Verriegelung öffnen zu können.
Claims (9)
1. Verriegelung für Brandschutzkonstruktionen, insbesondere
für Brandschutztüren, zur Anbringung zwischen einem
Profil (12) und einem Gegenprofil (14), umfassend ein am
Profil (12) befestigtes Eingriffselement (18), das sich
bei im Brandfall erhöhten Temperaturen aus einer
Ruheposition in eine Arretierposition im Eingriff mit dem
Gegenprofil (14) bewegt; wobei das Eingriffselement (18)
durch eine bei erhöhten Temperaturen sich zerstörende
oder erweichende Befestigungseinrichtung (22, 24) in
Ruheposition gehalten wird.
2. Verriegelung für Brandschutzkonstruktionen nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingriffselement ein
Federelement (18) ist.
3. Verriegelung für Brandschutzkonstruktionen nach Anspruch
2, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (18) in
der Ruheposition an einer Seite durch eine
temperaturbeständige Verbindung (20) und an der anderen
Seite durch eine Klebestelle oder weichgelötete
Stelle (22) am Profil (12) befestigt ist.
4. Verriegelung für Brandschutzkonstruktionen nach Anspruch
2, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (18) in
der Ruheposition an einer Seite durch eine
temperaturbeständige Verbindung (20) und an der anderen
Seite durch eine Kunststoffschraube (22) am Profil (12)
befestigt ist.
5. Verriegelung für Brandschutzkonstruktionen nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Eingriffselement (18) aus Stahl oder Edelstahl
besteht.
6. Verriegelung für Brandschutzkonstruktionen nach einem der
Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das
Eingriffselement (18) aus Memory-Metall besteht, das sich
bei erhöhten Temperaturen in die Arretierposition
verformt.
7. Verriegelung für Brandschutzkonstruktionen nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die erhöhten Temperaturen über 100°C liegen, vorzugsweise
zwischen 120°C und 150°C.
8. Brandschutztüre mit mindestens einer Verriegelung nach
einem der vorhergehenden Ansprüche.
9. Brandschutztüre nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
dass eine Verriegelung an einem Eck des Flügels
angeordnet ist und das Gegenprofil ein Türrahmen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10007552A1 true DE10007552A1 (de) | 2001-09-06 |
Family
ID=7631513
Family Applications (1)
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Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE10007552A1 (de) |
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