DE10005184A1 - Verbinder - Google Patents
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Abstract
Es wird ein Verbinder (14, 50) für zwei Bauteile (10, 12, 52) vorgeschlagen. Der Verbinder (14, 50) weist einen Befestigungsabschnitt (22, 54) auf, an dem ein erstes Bauteil (10) befestigbar ist, und einen spreizbaren Verankerungsabschnitt (24, 56), der in einer Montagenut (18) eines zweiten Bauteils (12, 52) anordenbar ist. Der Verbinder (14, 50) soll einfach montierbar sein und hohen mechanischen Belastungen standhalten. Hierfür ist an dem Verankerungsabschnitt (24, 56) eine Bohrung (39) ausgebildet, die quer zur Anlagefläche (35, 60) verläuft und in der ein Spreizelement (34) verankerbar ist.
Description
Die Erfindung geht aus von einem Verbinder nach dem
Oberbegriff des Hauptanspruchs.
Ein derartiger Verbinder, wie er aus dem DE-GM 89 03 813 U1
bekannt ist, dient dem Verbinden zweier Bauteile. Der
Verbinder weist einen Befestigungsabschnitt auf, an dem ein
erstes Bauteil befestigbar ist. Weiterhin weist der
Verbinder auf beiden Seiten des Befestigungsabschnittes
einen schlüsselbartähnlichen, spreizbaren
Verankerungsabschnitt auf, der in einer Montagenut eines
zweiten Bauteils anordenbar ist.
Bei der Montage wird der Verbinder so in die Montagenut
eingesetzt, daß der Verbinder am Nutgrund der Montagenut
anliegt. Hierbei besteht die Gefahr, daß der
Befestigungsabschnitt nicht mit der Mittellängsebene der
Montagenut fluchtet. Dadurch kann es bei der Verbindung der
beiden Bauteile zu Ungenauigkeiten sowie Verspannungen
kommen. Weiterhin kann die Höhe der Montagenut, insbesondere
bei stranggepreßten Aluminiumprofilstäben, im Bereich von
einigen Zehntelmillimetern variieren. Da die Höhe des
Verbinders jedoch genauer ist, können sich bezüglich der
beiden Höhen ungünstige Unterschiede ergeben.
Zur Verankerung des Verbinders wird der
Verankerungsabschnitt des Verbinders durch ein keilförmiges
Sonderwerkzeug so aufgespreizt, daß der
Verankerungsabschnitt die Hinterschnitte der Montagenuten
hintergreift. Wird das Sonderwerkzeug nicht genau angesetzt,
kann dies dazu führen, daß der Verbinder nicht mehr exakt
positioniert ist. Kommt es außerdem nach der Montage zu
stark schwingenden mechanischen Belastungen, besteht die
Gefahr, daß sich der Verankerungsabschnitt lockert.
Ferner muß der Befestigungsabschnitt schlüsselbartähnlich
aufgebaut sein, damit das Sonderwerkzeug beim Eintreiben den
Verbinder nicht zu einseitig auf den Verbinder einwirkt und
diesen in der Montagenut verschiebt. Dies hat auch einen
größeren, notwendigen Bauraum für den Verbinder zur Folge.
Der erfindungsgemäße Verbinder mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil,
daß er ohne Sonderwerkzeuge befestigt werden kann und auch
bei stark schwingenden mechanischen Belastungen einen
sicheren Halt bietet. Es ist zweckmäßig, eine konisch
verlaufende Bohrung vorzusehen, in der als Spreizelement
eine Kugel angeordnet ist, das in der Bohrung gut geführt
ist und nach der Montage sicher sitzt.
Durch eine Anlagefläche ist der Verbinder genau an den
Bauteilen positionierbar. Dadurch lassen sich die Bauteile
exakt zueinander ausrichten.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Weiterbildungen des
erfindungsgemäßen Verbinders ergeben sich aus den
Unteransprüchen und der Beschreibung.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der
Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Verbindungsanordnung zweier Bauteile mit einem
ersten Verbinder,
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Verbinder aus Fig. 1,
Fig. 3 eine Stirnansicht eines Bauteils mit einem
zweiten Verbinder,
Fig. 4 eine Unteransicht des Verbinders aus Fig. 4 und
Fig. 5 eine Seitenansicht des Verbinders aus Fig. 4.
In der Fig. 1 sind ein erstes Bauteil 10 und ein zweites
Bauteil 12 gezeigt, die mit Hilfe eines T-förmigen
Verbinders 14 verbunden sind. Bei den Bauteilen 10, 12
handelt es sich im vorliegenden Ausführungsbeispiel um im
Aluminium-Strangpreßverfahren hergestellte Profilstäbe, die
im rechten Winkel zueinander angeordnet sind. Hierzu ist das
erste Bauteil 10 mit einer Außenseite - im vorliegenden
Ausführungsbeispiel einer Stirnseite 15 - auf einer
Längsseite 16 des zweiten Bauteils 12 mittels des Verbinders
14 befestigt. Die Bauteile 10, 12 weisen entlang ihrer
Längsseiten 16 Montagenuten 18 auf, die in der Mitte der
Längsseiten 16 verlaufen und im vorliegenden
Ausführungsbeispiel hinterschnitten sind (Fig. 3). Ferner
weisen die Bauteile 10, 12 jeweils eine zentrische, in
Längsrichtung der Bauteile 10, 12 verlaufende Bohrung 20
auf. Die Montagenuten 18 am ersten Bauteil 10 und die
Bohrung 20 im zweiten Bauteil 12 können jedoch entfallen.
Der im wesentlichen T-förmige Verbinder 14 weist einen
Befestigungsabschnitt 22 auf, der dem Fußsteg entspricht,
und einen spreizbaren Verankerungsabschnitt 24, der dem
Kopfsteg entspricht. Der Befestigungsabschnitt 22 ist am
ersten Bauteil 10 befestigt und der Verankerungsabschnitt 24
ist in der Montagenut 18 des zweiten Bauteils 12 angeordnet,
die dem ersten Bauteil 10 zugewandt ist.
Der Befestigungsabschnitt 22 ist im vorliegenden
Ausführungsbeispiel hülsenförmig mit einer Durchgangsbohrung
26 ausgebildet und in der quer zur Montagenut 18 des zweiten
Bauteils 12 verlaufenden Bohrung 20 des ersten Bauteils 10
angeordnet. Statt der zylindrischen Form kann der
Befestigungsabschnitt 22 auch eine andere der
Querschnittsfläche der Bohrung 20 angepaßte Form aufweisen.
Im Stirnbereich 28 des in der Bohrung 20 angeordneten
Befestigungsabschnittes 22 ist ein Schlitz 30 ausgebildet,
der von der Stirnseite 32 des Befestigungsabschnittes 22
ausgeht und den Stirnbereich im wesentlichen in zwei
symmetrische Hälften teilt. Die Durchgangsbohrung 26 des
Befestigungsabschnittes 22 ist im Stirnbereich 28
vorzugsweise konisch ausgebildet, wobei der
Bohrungsdurchmesser zur Stirnseite 32 des
Befestigungsabschnittes 22 hin abnimmt. An der von der
Stirnseite 32 abgewandten Seite 33 des Verbinders 14 ist die
Durchgangsbohrung 26 stufenförmig erweitert.
Im Stirnbereich 28 ist in der Durchgangsbohrung 26 ein
Spreizelement in Form einer Kugel 34 angeordnet. Die Kugel
34 ist soweit in den konischen Stirnbereich 28 der
Durchgangsbohrung 26 gedrückt, daß sich der
Befestigungsabschnitt 22 im Stirnbereich 28 aufgrund des
Schlitzes 30 aufweitet und in der Bohrung 20 klemmend hält.
Da die Kugel 34 in der Durchgangsbohrung 26 verbleibt, ist
der Halt des Befestigungsabschnittes 22 am ersten Bauteil 10
sehr gut. Der Grund ist, daß der durch den Schlitz 30 in
zwei Hälften geteilte Stirnbereich 28 bei schwingender
mechanischer Belastung nicht nachgeben kann, da dies durch
die Kugel 34 verhindert wird. Statt der Kugel 34 kann auch
ein anderes geeignetes Spreizelement eingesetzt werden;
denkbar ist zum Beispiel ein Stift in zylindrischer oder
konischer Form. Hat die Bohrung 20 keine kreisförmige
sondern eine andere Querschnittsform, kann ein Spreizelement
auch an diese Form angepaßt sein. Es ist auch denkbar, daß
die Durchgangsbohrung 26 ein konisches Innengewinde
aufweist, in das ein konischer oder zylindrischer
Gewindebolzen eingedreht ist.
Um den hülsenförmigen Teil des Befestigungsabschnittes 22
ist am Verbinder 14 eine Anlagefläche 35 als Schulterfläche
ausgebildet. Diese Anlagefläche 35 dient der Anlage des
Verbinders 14 an der Stirnseite 15 des ersten Bauteils 10.
Dadurch ist eine genaue Positionierung des Verbinders 14 am
ersten Bauteil 10 gegeben. Schließlich ist in der
Anlagefläche 35 noch eine den hülsenförmigen
Befestigungsabschnitt 22 umgebende Vertiefung 36, die beim
Einführen des Befestigungsabschnittes 22 als Spanraum dienen
kann, ausgebildet. Außerdem kann die Vertiefung 36 den
Einfluß von Graten an der Bohrung 20 der Stirnseite 15 des
ersten Bauteils 10 vermindern.
Der Verankerungsabschnitt 24 des Verbinders 14 hat eine
längliche Erstreckung, die quer zum Befestigungsabschnitt 22
verläuft. Der Verankerungsabschnitt 24 erstreckt sich auf
gegenüberliegenden Seiten des Befestigungsabschnittes 22, so
daß der Verbinder 14 symmetrisch aufgebaut ist. Der
Verbinder 14 ist mit dem Verankerungsabschnitt 24 in der
Montagenut 18 des zweiten Bauteils 12 angeordnet. Die
entsprechende - aus der Fig. 2 ersichtliche - Breite des
Verankerungsabschnittes 24 kann hierzu im Nuthals 37 (Fig.
3) der Montagenut 18 zur Erleichterung des Einführens des
Verankerungsabschnittes 24 etwas Spiel haben.
Am Verankerungsabschnitt 24 schließen sich an die
Anlagefläche 35 zwei leicht geneigte Flächen 38 an. Von den
Flächen 38 gehen durchgehende Bohrungen 39 aus, die den
Verankerungsabschnitt 24 durchdringen. Die Bohrungen 39 sind
beidseitig des Befestigungsabschnittes angeordnet, verlaufen
quer zur Anlagefläche 35 und sind etwas geneigt zur
Längsachse der Durchgangsbohrung 26. Die Neigung ist dabei
so gewählt, daß die Bohrungen von Montagenuten 18 des ersten
Bauteils 10 aus zugänglich sind. Dadurch schließen die
Bohrungen 39 einen spitzen Winkel von ca. 30° ein; der
Winkel zwischen der Durchgangsbohrung 26 und den einzelnen
Bohrungen 39 beträgt somit ca. 15°.
In beiden Bohrungen 39 ist jeweils ein verankerbares
Spreizelement in Form einer Kugel 34 vorgesehen. Damit der
Verankerungsabschnitt 24 gespreizt werden kann, sind die
Bohrungen 39 zumindest teilweise konisch ausgebildet, wobei
der Bohrungsdurchmesser mit zunehmendem Abstand von der
Anlagefläche 35 bzw. zum Nutgrund der Montagenut 18 hin
abnimmt. Außerdem sind die vom Befestigungsabschnitt 22
entfernten Endbereiche 40 des Verankerungsabschnittes 24
jeweils mit einem Schlitz 42 versehen, der im wesentlichen
senkrecht zur Anlagefläche 35 bzw. parallel zur
Längsmittelebene der Montagenut 18 des zweiten Bauteils 12
anordenbar ist. Zur Erleichterung des Einführens der Kugeln
34 weisen die Mündungen der Bohrungen 39 zu den Flächen 38
hin einen größeren Öffnungswinkel auf. Statt der Kugeln 34
können auch andere geeignete Spreizelemente eingesetzt
werden; denkbar sind zum Beispiel Stifte in zylindrischer
oder konischer Form. Haben die Bohrungen keine kreisförmige
sondern eine andere Querschnittsform können Spreizelemente
auch an diese Form angepaßt sein. Es ist auch denkbar, daß
die Bohrungen 39 ein konisches Innengewinde aufweisen, in
das ein zylindrischer oder konischer Gewindebolzen
eingedreht ist.
Zur Montage der Bauteile 10, 12 mit Hilfe des Verbinders 14
wird dieser mit seinem Befestigungsabschnitt 22 zunächst an
der Stirnseite 15 des ersten Bauteils 10 angesetzt und dann
in die Bohrung 20 des ersten Bauteils 10 geschoben, bis die
Anlagefläche 35 des Verbinders 14 an der Stirnseite 15 des
ersten Bauteils 10 zur Anlage kommt. Dadurch ist eine genaue
Positionierung des ersten Bauteils 10 und des Verbinders 14
zueinander gegeben. Hilfreich für die Montage ist, wenn der
Befestigungsabschnitt 22 in der Bohrung 20 etwas Spiel hat.
Nachdem der Verbinder 14 und das erste Bauteil 10 zueinander
ausgerichtet wurden, wird von der Seite 33 des Verbinders 14
die Kugel 34 in die Durchgangsbohrung 26 eingesetzt und zum
Beispiel mit Hilfe eines Stiftes und eines Hammers in
Richtung der Stirnseite 32 des Stirnbereiches 28 des
Befestigungsabschnittes 22 getrieben. In der Bohrung 29 ist
die Kugel 34 hierbei sicher geführt. Die durch den Schlitz
30 getrennten Hälften des Stirnbereiches 28 weiten sich auf
und verklemmen sich in der Bohrung 20. Dadurch hält der
Verbinder 14 sicher am ersten Bauteil 10. Außerdem ist die
Kugel 34 sicher in der Bohrung 39 angeordnet.
Anschließend wird das zweite Bauteil 12 so angesetzt, daß
der Verankerungsabschnitt 24 des Verbinders 14 in der dem
ersten Bauteil 10 zugewandten Montagenut 18 angeordnet ist.
Hierbei wird die Längsseite 16 des zweiten Bauteils 12 an
der Stirnseite 15 des ersten Bauteils 10 mit leichten Druck
angelegt. Dadurch sind die beiden Bauteile 10, 12 exakt
zueinander ausgerichtet. Danach werden die Kugeln 34 in die
Bohrungen 39 des Verankerungsabschnittes 24 eingeführt und
auch zum Beispiel mit Hilfe eines Stiftes und eines Hammers
in Richtung der Seite 33 des Verbinders 14 getrieben. Es ist
ebenfalls eine gute Führung der Kugel 34 in der Bohrung 39
gegeben. Die durch den Schlitz 42 getrennten Hälften des
Verankerungsabschnittes 24 weiten sich auf und verklemmen
sich an den Hinterschnitten der Montagenut 18. Dadurch hält
der Verbinder 14 sicher am zweiten Bauteil 12 und das erste
Bauteil 10 sicher am zweiten Bauteil 12. Es ist zweckmäßig,
die Bohrungen 39 und die Kugeln 34 so zu dimensionieren, daß
der Verankerungsabschnitt 37 den Nuthals 37 der Montagenut
18 nach der Montage sicher hintergreift. Hierbei zeigt es
sich, daß der Halt einer hinterschnittenen Montagenut 18
besser ist als der einer Montagenut ohne Hinterschnitt.
Da die Kugeln 34 in den Bohrungen 20, 29 verankert
verbleiben, ist die Verbindung gegen starke mechanische
Schwingungen gesichert. Durch die Anlagefläche 35 des
Verbinders 14 ist eine genaue Ausrichtung des ersten
Bauteils 10 und somit auch des zweiten Bauteils 12 möglich.
In den Fig. 3 bis 5 ist ein zweiter Verbinder 50
dargestellt. Der Verbinder 50 dient dem Verbinden zweier
Bauteile, wobei nur das zweite Bauteil 52 dargestellt ist.
Bei dem dargestellten zweiten Bauteil 52 handelt es sich im
vorliegenden Ausführungsbeispiel um einen im Aluminium-
Strangpreßverfahren hergestellten Profilstab. Das Bauteil 52
weist entlang seiner Längsseiten 16 Montagenuten 18 auf, die
in der Mitte der Längsseiten 16 verlaufen und
hinterschnitten sind (Fig. 3). Ferner weist das Bauteil 52
eine zentrische, in Längsrichtung des Bauteils 52
verlaufende Bohrung 20 auf. Die Bohrung 20 im Bauteil 52
kann jedoch entfallen.
Der Verbinder 50 weist einen Befestigungsabschnitt 54 und
einen Verankerungsabschnitt 56 auf, die beide in einer
Montagenut 18 des Bauteils 52 anordenbar sind und
beabstandet sind. Der Befestigungsabschnitt 54 und der
Verankerungsabschnitt 56 sind hierbei über einen
vorzugsweise scheibenförmigen Abschnitt 58 miteinander
verbunden.
An dem scheibenförmigen Abschnitt 58 des Verbinders 50 ist
eine Anlagefläche 60 ausgebildet, die zur Anlage an der
Längsseite 16 entlang der Montagenut 18 des Bauteiles 52
ausgebildet ist. Dadurch weist der Verbinder 50 eine
Anlagefläche 60 zur Anlage an einer Außenseite eines der zu
verbindenden Bauteile auf, wodurch die Positionierbarkeit
der Bauteile zueinander verbessert wird.
Der Befestigungsabschnitt 54 hat eine Breite, die ein wenig
geringer als die Breite des Nuthalses 37 der Montagenut 18
ist. Der Befestigungsabschnitt 54 weist eine Gewindebohrung
62 auf, die neben dem Verankerungsabschnitt 56 verläuft. In
der Gewindebohrung 62 kann mit einem nicht dargestellten
Bauteil in Form einer Schraube das bereits erwähnte erste
Bauteil befestigt werden, das zum Beispiel am Abschnitt 58
angedrückt wird.
Der Verankerungsabschnitt 56 ist in der Montagenut 18 des
Bauteils 52 anordenbar. Der Verbinder 50 weist ebenso wie
der Verbinder 14 mindestens eine Bohrung 39 auf, die quer
zur Anlagefläche 60 verläuft, und einen Schlitz 42. In der
Bohrung 39 ist auch ein Spreizelement in Form einer Kugel 34
verankerbar. Damit der Verankerungsabschnitt 56 gespreizt
werden kann, ist die Bohrung 39 zumindest teilweise konisch
ausgebildet, wobei der Bohrungsdurchmesser mit zunehmendem
Abstand von der Anlagefläche 60 bzw. zum Nutgrund der
Montagenut 18 hin abnimmt. Außerdem ist der
Verankerungsabschnitt 56 mit einem Schlitz 42 versehen, der
im wesentlichen senkrecht zur Anlagefläche 60 bzw. parallel
zur Längsmittelebene der Montagenut 18 des Bauteils 52
anordenbar ist. Zur Erleichterung des Einführens der Kugel
34 weist die Mündung der Bohrung 39 zur Anlagefläche 60 hin
einen größeren Öffnungswinkel auf. Statt der Kugel 34 kann
auch ein anderes geeignetes Spreizelement eingesetzt werden;
denkbar ist zum Beispiel ein Stift in zylindrischer oder
konischer Form. Hat die Bohrung keine kreisförmige sondern
eine andere Querschnittsform kann ein Spreizelement auch an
diese Form angepaßt sein. Es ist auch denkbar, daß die
Bohrung 39 ein konisches Innengewinde aufweist, in das ein
zylindrischer oder konischer Gewindebolzen eingedreht ist.
Zur Montage wird der Verbinder 50 mit seinem
Befestigungsabschnitt 54 und seinem Verankerungsabschnitt 56
in die Montagenut 18 des Bauteils 52 eingeführt, bis die
Anlagefläche 60 an der Längsseite 16 zur Anlage kommt.
Dadurch ist eine genaue Positionierung des Verbinders 50 an
dem Bauteil 52 gegeben. Danach wird eine Kugel 34 in die
Bohrung 39 des Verankerungsabschnittes 56 eingeführt.
Hierbei ist die Kugel 34 zunächst gut geführt. Dann wird die
Kugel 34 mit einem stiftförmigen Werkzeug eingetrieben, bis
der Verankerungsabschnitt 56 ausreichend durch die Kugel 34
aufgeweitet wurde. Die Bohrung 39 und die Kugel sind
vorzugsweise so dimensioniert, daß der Verankerungsabschnitt
56 den Nuthals 37 der Montagenut 18 sicher hintergreift.
Durch Hintergreifen des Nuthalses 37 der Montagenut 18 hält
der Verbinder 50 sicherer als in einer Montagenut ohne
Nuthals. Die Kugel 34 ist außerdem selbst fest in der
Bohrung 39 verankert, wodurch eine gute Sicherung gegen
mechanische Schwingungen gegeben ist. Schließlich kann an
der Gewindebohrung 62 ein weiteres Bauteil mit Hilfe einer
Schraube befestigt werden.
Es versteht sich, daß die Erfindung nicht nur auf die Form
der beschriebenen Verbinder 14, 50 beschränkt ist. Verbinder
können zum Beispiel, auch als Winkel ausgebildet sein.
Winkel haben auch zwei Anlageflächen, die an den zu
verbindenden Bauteilen anliegen. An diesen Anlageflächen
können dann ein oder zwei spreizbare Verankerungsabschnitte
ausgebildet sein, die in Montagenuten eines Bauteiles oder
beider Bauteile anordenbar sind. Die Verankerungsabschnitte
weisen ebenfalls Bohrungen auf, die quer zur Anlagefläche
verlaufen, wobei in den Bohrungen jeweils ein verankerbares
Spreizelement vorgesehen ist.
Claims (10)
1. Verbinder (14, 50) für mindestens zwei Bauteile (10, 12,
52), der einen Befestigungsabschnitt (22, 54) aufweist, an
dem mindestens ein erstes Bauteil (10) befestigbar ist, und
der einen spreizbaren Verankerungsabschnitt (24, 56)
aufweist, der in einer Montagenut (18) eines zweiten
Bauteils (12, 52) anordenbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verankerungsabschnitt (24, 56) mindestens eine
Bohrung (39) aufweist und daß wenigstens ein in der
mindestens einen Bohrung (39) verankerbares Spreizelement
(34) vorgesehen ist.
2. Verbinder (14, 50) nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die mindestens eine Bohrung (39)
zumindest teilweise konisch ist, wobei vorzugsweise der
Bohrungsdurchmesser mit zunehmendem Abstand von einer
Anlagefläche (35, 60) des Verbinders (14, 50) abnimmt, und
daß vorzugsweise das wenigstens eine Spreizelement (34) eine
Kugel ist.
3. Verbinder (14, 50) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Montagenut (18) hinterschnitten ist
und daß die Bohrung (39) und das Spreizelement (34) so
dimensioniert sind, daß der Verankerungsabschnitt (24, 56)
den Nuthals (37) der Montagenut (18) hintergreift.
4. Verbinder (14, 50) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Verbinder (14, 50) eine
Anlagefläche (35, 60) zur Anlage an einer Außenseite (15,
16) eines der Bauteile (10, 52) aufweist, zu der die
mindestens eine Bohrung (39) vorzugsweise quer verläuft.
5. Verbinder (50) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Anlagefläche (60) zur Anlage an
einer Längsseite (16) entlang der Montagenut (18) des
zweiten Bauteiles (52) ausgebildet ist, wobei vorzugsweise
ein scheibenförmiger Abschnitt (58) den
Befestigungsabschnitt (54) und den Verankerungsabschnitt
(56) verbindet.
6. Verbinder (50) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Befestigungsabschnitt (54) eine
Gewindebohrung (62) ist, die neben dem Verankerungsabschnitt
(56) verläuft.
7. Verbinder (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Anlagefläche (35) zur Anlage an
einer Außenfläche (15) des ersten Bauteils (10) ausgebildet
ist.
8. Verbinder (14) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Befestigungsabschnitt (22) hülsenförmig ausgebildet
ist, eine Durchgangsbohrung (26) aufweist und in einer
Bohrung (20) des ersten Bauteils (10), die quer zur
Montagenut (18) des zweiten Bauteils (12) verläuft,
anordenbar ist, daß im Stirnbereich (28) des in der Bohrung
(20) angeordneten Befestigungsabschnittes (22) ein Schlitz
(30) ausgebildet ist und daß die Durchgangsbohrung (26) im
Stirnbereich vorzugsweise konisch ausgebildet ist, wobei der
Bohrungsdurchmesser zur Stirnseite (32) hin abnimmt, und daß
um den Befestigungsabschnitt (22) die Anlagefläche (35) als
Schulterfläche ausgebildet ist.
9. Verbinder (14) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verankerungsabschnitt (24) zwei Bohrungen (39)
aufweist, die beidseitig des Befestigungsabschnittes (22)
angeordnet sind.
10. Verbinder (14, 50) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der spreizbare
Verankerungsabschnitt (24, 56) wenigstens einen Schlitz (42)
aufweist, der im wesentlichen senkrecht zur Anlagefläche
(35, 60) und parallel zur Längsmittelebene der Montagenut
(18) des zweiten Bauteils (12, 52) anordenbar ist.
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ID=7629999
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000105184 Ceased DE10005184A1 (de) | 2000-02-05 | 2000-02-05 | Verbinder |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JP2001280312A (de) |
| CH (1) | CH695322A5 (de) |
| DE (1) | DE10005184A1 (de) |
| IT (1) | ITMI20010199A1 (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3144265A (en) * | 1960-03-01 | 1964-08-11 | Alfred Imhof Ltd | Rigid frameworks for use in constructiong racks, cabinets, boxes or like structures |
| DE8903813U1 (de) * | 1989-03-28 | 1989-05-18 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Befestigungselement |
| DE3829998A1 (de) * | 1988-09-03 | 1990-03-15 | Hamuel Werkzeugfab Kirschbaum | Verbindungsstueck fuer die parallelverbindung von profilen |
-
2000
- 2000-02-05 DE DE2000105184 patent/DE10005184A1/de not_active Ceased
-
2001
- 2001-01-31 CH CH1682001A patent/CH695322A5/de not_active IP Right Cessation
- 2001-02-02 IT ITMI20010199 patent/ITMI20010199A1/it unknown
- 2001-02-05 JP JP2001028626A patent/JP2001280312A/ja active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3144265A (en) * | 1960-03-01 | 1964-08-11 | Alfred Imhof Ltd | Rigid frameworks for use in constructiong racks, cabinets, boxes or like structures |
| DE3829998A1 (de) * | 1988-09-03 | 1990-03-15 | Hamuel Werkzeugfab Kirschbaum | Verbindungsstueck fuer die parallelverbindung von profilen |
| DE8903813U1 (de) * | 1989-03-28 | 1989-05-18 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Befestigungselement |
Non-Patent Citations (2)
| Title |
|---|
| DE-B.: Krause, Konstruktionselemente der Fein- mechanik, München Wien, Carl Hanser Verlag, 1993 * |
| DE-Z.: Konstruktion, H. 2/1970, Berlin, Düsseldorf: Springer-Verlag, 1970 * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH695322A5 (de) | 2006-03-31 |
| JP2001280312A (ja) | 2001-10-10 |
| ITMI20010199A1 (it) | 2002-08-02 |
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