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DE1000569B - Schnellverfahren zur Herstellung von Arznei- oder Lebensmitteln in Drageeform mit sehr niedrigen Zerfallszeiten - Google Patents

Schnellverfahren zur Herstellung von Arznei- oder Lebensmitteln in Drageeform mit sehr niedrigen Zerfallszeiten

Info

Publication number
DE1000569B
DE1000569B DEA23081A DEA0023081A DE1000569B DE 1000569 B DE1000569 B DE 1000569B DE A23081 A DEA23081 A DE A23081A DE A0023081 A DEA0023081 A DE A0023081A DE 1000569 B DE1000569 B DE 1000569B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
food
production
dragees
coating
drugs
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA23081A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Walther Awe
Dr Hans-Joerg Freudenstein
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DR WALTHER AWE
Original Assignee
DR WALTHER AWE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by DR WALTHER AWE filed Critical DR WALTHER AWE
Priority to DEA23081A priority Critical patent/DE1000569B/de
Publication of DE1000569B publication Critical patent/DE1000569B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K9/00Medicinal preparations characterised by special physical form
    • A61K9/20Pills, tablets, discs, rods
    • A61K9/28Dragees; Coated pills or tablets, e.g. with film or compression coating
    • A61K9/2806Coating materials
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    • A61K9/2833Organic macromolecular compounds
    • A61K9/2853Organic macromolecular compounds obtained otherwise than by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds, e.g. polyethylene glycol, polyethylene oxide, poloxamers, poly(lactide-co-glycolide)
    • AHUMAN NECESSITIES
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    • A61K9/2833Organic macromolecular compounds
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    • A61K9/2866Cellulose; Cellulose derivatives, e.g. hydroxypropyl methylcellulose
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    • A61K9/2893Tablet coating processes

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
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  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Medicinal Preparation (AREA)

Description

  • Schnellverfahren zur Herstellung von Arznei- oder Lebensmitteln in Drageeform mit sehr niedrigen Zerfallszeiten Die Herstellung von Dragees erfordert, wie bekannt, im all;gemeinen mehrere Tage und geht nach Herstellung der Drageekerne zum Auftragen der tSberzugsschichten in folgenden Arbeitsgängen vor sich: a) Andecken, b) Auftragen, c) Glätten, d) Färben, e) Polieren.
  • Dabei werden verschiedene Sirupe sowie Andeck-und Auftragpuder verwendet. Das Färben erfolgt erst gegen Ende des Dragiervorganges d). Die Zerfallszeit dieser Dragees beläuft sich je nach Größe im Durchschnitt auf 20 bis 30 Minuten, ist aber zum Teil beträchtlich länger.
  • Diese technischen Nachteile regten aus folgenden Gründen dazu an, die Herstellungs- und Zerfallszeit zu verkürzen sowie eine immer gleichmäßige Färbung zu erzielen.
  • Das Dragieren pharmazeutischer Präparate ist nach den hisher üblichen Methoden insofern unwirtschaftlich, als sehr lange Zeiten für die angeführten Arbeitsgänge erforderlich sind.
  • Bei dler Applikation von Arzneimitteln ist, abgesehen von einer gegebenenfalls beabsichtigten lang dauernden Zerfallszeit, in den meisten Fällen der therapeutische Erfolg von der schnellen Wirkung des verwendeten Präparates abhängig, die einen schnellen Zerfall voraussetzt.
  • Das Durchfärben von Anfang an gewährleistet eine gleichmäßige Färbung der Dragees.
  • Gegenstand der Erfindung ist nun ein Schnellverfahren zur Herstellung von Arzneimitteln in Drageeform mit sehr niedrigen Zerfallszeiten, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man eine einzige gefärbte Dragieremulsion bei etwa 500 C auf die im Dragierkessel rotierenden Kerne aufträgt und anschließend poliert. Fiir die Dragieremulsion verwendet man erfindungsgemäß Weizenstärke und Natrium-Zellulose-Glykolat neben Zucker und Wasser. Beide Substanzen beschleunigen das Auflösungsvermögen des Drageemantels. Die im Dragierkessel rotierenden Kerne erwärmt man während des Dragierens durch eine vor der Offnung des Kessels angebrachte Infrarotlampe, z. B. Infrarotstrahler, kontinuierlich.
  • Das Polieren der Dragees nimmt man mit einer ro0/oigen Lösung von Polyäthylenoxyd-Präparaten, die gegebenenfalls kleine Anteile von Fettsäuren, Fettsäure-Estern oder ätherartig gebundenen Komponenten erhalten, in Chloroform vor.
  • Durch das erfindungsgemäße Verfahren erzielt man verkürzte Herstellungs- und Zerfallszeiten und gleichmäßige Durchfärbung der auf die Kerne aufgetragenen Deckschichten. Im günstigsten Fall lassen sich gleichmäßig überzogene und polierte sowie haltbare und während eines Zeitraumes von 3 Minuten zerfallende Dragees innerhalb von etwa 3 Stunden herstellen. Ein vorhergehendes Behandeln der Drageekerne mit einem magensaftresistenten Lack ist vor dem Auftragen der Dragieremulsion ohne weiteres möglich. Dadurch kann ein Zerfall im Magen vermieden werden und tritt erst im Darm ein. Das eriindungsgemäße Verfahren eignet sich auch für Süßwarendragees als Lebensmittel, soweit nicht gerade für diese eine langsame Auflösung erovünscht ist.
  • I. Dragier- und Poliergang. Auf I kg rotierender Drageekerne werden bei schnellster Gangart und weitgehendster Schrägstellung des Kessels 10 cm3 Dragieremulsion in dünnem gleichmäßigem Strahl aufgetragen und bis zur mäßigen Trockene etwa 3 bis 5 Minuten laufen gelassen. Anschließend werden sofort wieder 10 cm3 Emulsion in gleicher Weise aufgetragen. Dieses Auftragen wird, bevor die Kerne völlig trocken laufen, je nach Größe der Kerne so lange fortgesetzt, bis zwei Drittel der erforderlichen Schichtdicke erreicht sind, das letzte Drittel der Emulsion wird in Anteilen von nur 5 cm3 aufgetragen, die Kerne werden bis zur mäßigen Trockene nur noch etwa 2 Minuten laufen gelassen. Der Verbrauch beträgt etwa 700 bis 800g der Dragieremulsion auf I kg Kerne. Ein Zusammenkleben sowie Anhaften der Kerne an der Kesselwandung tritt bei Einhalten der Vorschrift nicht ein. Nach halbstündigem Trocknen der Dragees im Trockenschrank bei 300 C werden in den inzwischen gereinigten leeren Dragierkessel 20 cm3 einer Io°/oigen Lösung eines Polyäthylenoxyd-Präparates in Chloroform bei schnellster Gangart des Kessels gleichmäßig eingetragen. Nach 5 Minuten Laufzeit werden die Dragees in den Kessel gegeben und weitere 20 cm3 der gleichen Lösung mittels eines Sprays nach und nach aufgetragen. Nach Verdunsten des Chloroforms läßt man zwischen den Dragees zwanzig Leinen- oder Flanelläppchen von 3 X 3 cm Größe laufen. - Die Dauer des Gesamtvorganges beträgt bei richtiger Steuerung der Einzelstufen etwa 3 Stunden.
  • 2. Herstellung der Emulsion. In 1 kg eines 6o0/oigen Zuckersirups wird die erforderliche Menge einer gut wasserlöslichen Drageefarbe gelöst. Anschließend werden 6 g Natrium-Zellulose-Glykolat unter dauerndem Rühren nach und nach eingetragen Zu der sirupösen Flüssigkeit gibt man 100 g Weizenstärke, rührt gut um und läßt die Mischung in einem Rührgerät zweimal je 3 Minuten bei schnellster Gangart laufen.
  • Es ist bereits bekannt, in der Wärme zu dragieren; auch hat man bereits Stärke zu Dragilerdüssigkeiten hinzugesetzt. Mit einer stärkehaltigen Zuckerlösung allein läßt sich das Schnellverfahren jedoch nicht durchführen.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Schnellverfahren zur Herstellung schnell zerfallender Arznei- und Lebensmitteldragees, da- durch gekennzeichnet, daß eine einzige aus Wasser, Zucker, Stärke und Zellulosederivaten vom Typ der Zelluloseäther und -ester, insbesondere Natrium-Zellulose-Glykolat bestehende Emul sion, bei etwa 500 C auf die im Dragierkessel rotierenden Kerne aufgetragen wird, worauf die Dragees nach etwa halbstündigem Trocknen bei 300 C poliert werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Dragieremulsion, die z. B.400 g Wassrer, 600 g Rohrzucker, ioogWeizenstärke und 6 g Natrium-Zellulose-Glykolat enthält.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch I, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Lösung von Polyäthylenoxyd-Präparaten in organischen Lösungsmitteln als Poliermittel.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Io°/oigen Lösung von Polyäthylenoxyd in Chloroform als Poliermittel.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Arends, Die Tablettenfabrikation, 1950, S. 34; Weichherz-Schröder, Fabrikationsmethoden für galenische Arzneimittel und Arzneiformen, I930, S. 249, 250, 256, 258, 259.
DEA23081A 1955-07-18 1955-07-18 Schnellverfahren zur Herstellung von Arznei- oder Lebensmitteln in Drageeform mit sehr niedrigen Zerfallszeiten Pending DE1000569B (de)

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DEA23081A DE1000569B (de) 1955-07-18 1955-07-18 Schnellverfahren zur Herstellung von Arznei- oder Lebensmitteln in Drageeform mit sehr niedrigen Zerfallszeiten

Publications (1)

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DE1000569B true DE1000569B (de) 1957-01-10

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ID=6925348

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DEA23081A Pending DE1000569B (de) 1955-07-18 1955-07-18 Schnellverfahren zur Herstellung von Arznei- oder Lebensmitteln in Drageeform mit sehr niedrigen Zerfallszeiten

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DE (1) DE1000569B (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1228757B (de) * 1962-06-28 1966-11-17 Haessle Ab Verfahren zur Herstellung eines in Wasser und Magensaft rasch zerfallenden UEberzuges auf festen Arzneiformen
US4369173A (en) * 1974-11-27 1983-01-18 Wickhen Products, Inc. Antiperspirant compositions
EP0207041A3 (de) * 1985-06-12 1988-03-16 "Galephar" Arzneimitteltabletten zur bequemen Verabreichung von Pellets, deren Herstellung und Verwendung

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
None *

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1228757B (de) * 1962-06-28 1966-11-17 Haessle Ab Verfahren zur Herstellung eines in Wasser und Magensaft rasch zerfallenden UEberzuges auf festen Arzneiformen
US4369173A (en) * 1974-11-27 1983-01-18 Wickhen Products, Inc. Antiperspirant compositions
EP0207041A3 (de) * 1985-06-12 1988-03-16 "Galephar" Arzneimitteltabletten zur bequemen Verabreichung von Pellets, deren Herstellung und Verwendung

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