DE10000794C2 - Nachtreibeeinrichtung - Google Patents
NachtreibeeinrichtungInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01K—ANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
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Description
Die Erfindung betrifft eine Nachtreibeeinrichtung.
Nachtreibeeinrichtungen dienen dazu, Tieren in abge
grenzten Räumen, beispielsweise Laufgängen, zu treiben.
Herkömmlich werden hierzu Stöcke und Stangen benutzt,
um beispielsweise Kühen durch leichte Schläge auf das
Hinterteil zu verdeutlichen, daß sie sich vorwärts be
wegen wollen.
Mit zunehmender Personalknappheit wird
jedoch gerade bei unzugänglichen Gängen für die Tiere,
an denen ein Treiber an der Seite nicht Platz findet,
auch das Bedürfnis empfunden, die Kühe zu treiben. Dies
kann durch die automatisierte Nachtreibevorrichtung
nach der Erfindung erfolgen.
Aus der US 3 487 497 ist eine für Schlachtvieh konzi
pierte Nachtreibeeinrichtung bekannt.
Erfindungsgemäß wird das Nachtreiben von Tieren in ab
gegrenzten Räumen mittels eines Treibbügels mit einer
Vorrichtung nach einem der unabhängigen Ansprüche ge
löst. Der Treibbügel, der an einem Seil befestigt ist,
das oberhalb der Tiere in Treibrichtung angeordnet,
ggf. über zusätzliche (Führungs-) Rollen geführt ist,
wird dabei motorisch angetrieben. Die Unteransprüche
geben vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung wie
der.
Unter anderem ist vorteilhaft, für den Treibbügel eine
Ablage am Seil zu schaffen, so daß er nach Beendigung
des Treibens folgende Arbeitsläufe nicht behindert.
Hierzu wird vorgeschlagen, am Treibbügel einen Hand
griff vorzusehen.
Der Treibbügel selbst wird aus einer Horizontalstange
und einer Mehrzahl von Vertikalstangenelementen beste
hen, die zaunartig in Höhe der Hinterteile der Tiere
herabhängen. Durch die Anbringung an einem Seil ist die
Konstruktion in alle Richtungen sehr flexibel, so daß
auch bei einem Stehenbleiben der Tiere keine Schäden
oder Verletzungen entstehen können. Durch die Bauart
des Treibbügels aus Aluminium ist eine sehr leichte
Konstruktion ermöglicht.
Führungsrollen, die an der Decke befestigt sind, werden
mit pendelnden Stützrollen versehen, so daß diese Seil
spannung geringsten Zugkräften ausgesetzt ist. Gleich
zeitig ermöglicht die pendelnde Stützrolle, die von
oben im Bereich der von unten abstützenden Führungsrolle
das Seil verspannt, ein Ausheben des Seils und
ermöglicht den schwingungsarmen Lauf der gesamten Anla
ge.
Außer über eine vom Landwirt zu betätigende Fernsteue
rung über Tastschalter wird die Anlage auch durch End
abschalter an den beiden äußeren Positionen des Treib
bügels nahe der Wand geschaltet.
Gegebenenfalls sind noch zusätzlich Treibehilfen, wie
akustische über eine Hupe, oder über im Treibbügel vor
gesehene - nach Machart eines Weidezaungerätes - elek
trische Impulse abgebende Abschnitte möglich, wenn wie
vorgeschlagen die gesamte Konstruktion isoliert gegen
über Erde vorgesehen wird.
Die Isolation kann inbesondere leicht in der dem moto
rischen Antrieb gegenüberliegenden Spannrolle, die als
federbelastete Spannrolle (federnd zur Wand hin gezo
gen) ausgebildet ist, im Spannmechanismus vorgesehen
werden.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben
sich aus nachfolgender Beschreibung eines bevorzugten
Ausführungsbeispiels anhand der beigefügten Zeichnung.
Dabei zeigt:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht der Seilbe
festigung bei einer geschlossenen Seil
schlaufe als Tragseil,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des Treibbügels
in Arbeitsstellung, und
Fig. 3 eine weitere Ansicht des Treibbügeln in
Ruhestellung.
In Fig. 1 ist das Seil 10 als Seilschlaufe dargestellt,
die zwischen zwei Wänden 12, 14, über eine Spannvorrich
tung 16, die federvorbelastet und vorteilhafterweise
isoliert ausgeführt ist, gespannt wird, wobei in die
Spannvorrichtung eine Umlenktrommel 18 integriert ist,
die das Seil 10 bei einem an der anderen Wand vorgesehe
nen motorischen Antrieb 20 umlenkt.
An der Decke oder auch an der Wand sind eine Mehrzahl
von weiteren (Führungs-) Rollen 22 mit Universalhaltern
24 angebracht. Jeweils neben den unteren Führungsrollen
sind pendelnd aufgehängte Paare von Stützrollen 26 vor
gesehen, die das Seil von oben her belasten, wären die
Führungsrollen von unten her das Seil stützen. Eine pen
delnde Aufhängung 28 ist ebenfalls an dem Deckenhalter
befestigt.
Mit Bezugszeichen 30 ist schließlich ein Spannschloß für
das Seil dargestellt, an dem Treibbügel und gff. auch
eine Ablageeinrichtung für den Treibbügel angesetzt
sind.
In der Fig. 2 ist der Treibbügel 32 dargestellt, wie er
aus einer horizontalen Stange 34 mit vertikalen Ab
schnitten 36 versehen, vom Seil herabhängt. Ein Hand
griff 38 dient zur Anhebung des Treibbügels zum Ablegen
auf einer mit einer hackenförmigen Aufnahme 40 versehe
nen Ablage, die an einem weiteren Punkt 42 am Seil vor
gesehen ist.
Vorteilhafterweise ist diese Ablage 40 über eine Stange
44 mit dem Ansatzpunkt des Treibbügels verbunden. Der
Handgriff 38 ist zudem mit der Horizontalstange 32 des
Treibbügels gelenkig verbunden, so daß er bei einem in
die Aufnahme 40 eingelegten Treibbügel wiederum nach un
ten herabhängt.
In der Fig. 3 ist weiter dargestellt, daß der Treibbügel
vorteilhafterweise über eine der hakenförmigen Aufnahme
40 ähnlichen Befestigung an der Horizontalstange 44 im
Punkt 48 gelagert ist, so daß nicht nur punktuell im
Punkt 48 am Seil angegriffen wird, sondern zwei
Angreiforte 30, 42 am Seil bestehen bleiben.
Der Vorteil der beabstandeten Angreiforte 30, 42, die
zudem noch jeweils zur Befestigung der sie verbindenden
Stange 44 dienen, liegt darin, daß damit geringere Ver
kippkräfte auf einzelne Seilabschnitte ausgeübt werden.
Die federvorgespannte Spanneinrichtung 16, 18 ist ebenso
wie die übrigen Befestigungen für das Seil 10 vorteil
hafterweise isolierend ausgebildet.
Ein ebenfalls isolierter motorischen Antrieb 20 bewirkt
beim Aktivieren der Einrichtung einen Umlauf des Seils
10, das in Form eines durch Spannschlösser 30 geschlos
senem Rings vorgesehen ist.
Es bleibt zu vermerken, daß ohne Probleme auch kurvige
Strecken mit der Nachtreibeeinrichtung versehen werden
können, und daß auch ohne zusätzlichen Aufwand ein Ver
satz beispielsweise an der Decke ausgeglichen werden
kann.
Nicht dargestellt in den Zeichnungen ist eine weitere
Ausführung der Nachtreibeeinrichtung, bei der ebenfalls
ein im wesentlichen in Richtung des Treibens gespanntes
Seil 10 oberhalb der zu treibenden Kühe, das über Rollen
22 geführt ist, und das einen am Seil befestigten
Treibbügel 32 trägt, vorgesehen ist, dieses aber durch
zwei abwechselnd betreibbare Motoren 20 an jedem Ende des
Seils an einer das Seil aufrollenden Trommel bewegt
wird, wobei beim Aktivieren eines der Motore die Trommel
am anderen Ende gebremst, weiteres Seil zur Verlagerung
des Treibbügels zur Verfügung stellt, um ein Durchhängen
des Seils zu vermeiden. Einer weiteren Spanneinrichtung
bedarf es hier nicht.
Bei der Ausführung der Nachtreibeeinrichtung mit einer
gespannten, geschlossenen Seilschlaufe 10 jedoch wird
neben einer nicht angetriebenen Umlenkrolle 18 an einer
dem Motor gegenüberliegenden Wand nur ein an eine belie
bige Rolle 18, 22 angesetzter Motor 20 nötig.
Claims (8)
1. Nachtreibeeinrichtung insbesondere für Kuhställe,
gekennzeichnet durch eine im wesentlichen in Richtung
des Treibens gespannte, geschlossene Seilschlaufe (10)
oberhalb der zu treibenden Tiere, die über Rollen (18,
22) hin und zurück umgelenkt geführt ist, und die einen
am Seil befestigten Treibbügel (32) trägt, wobei als
Antrieb des Treibbügels ein an eine der das Seil (10)
tragenden Rollen (18, 22) angesetzter Motor (20) vorge
sehen ist.
2. Nachtreibeeinrichtung insbesondere für Kuhställe,
gekennzeichnet durch ein im wesentlichen in Richtung
des Treibens gespanntes Seil (10) oberhalb der zu trei
benden Tiere, das über Rollen (22) geführt ist, und das
einen am Seil befestigten Treibbügel (32) trägt, wobei
als Antrieb des Seils zwei abwechselnd betreibbare
Motoren (20) an jedem Ende des Seils an einer das Seil
aufrollenden Trommel vorgesehen sind, und wobei beim
Aktivieren eines der Motoren (20) die Trommel am ande
ren Ende gebremst gegen ein Durchhängen des Seils, wei
teres Seil zur Verlagerung des Treibbügels zur Verfü
gung stellt.
3. Nachtreibeeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß der Treibbügel (32) an zwei
voneinander beabstandeten Orten (30, 42) mit einer die
se Orte verbindende Stange (44) angesetzt ist.
4. Nachtreibeeinrichtung, nach einem der vorangehenden
Ansprüche, gekennzeichnet durch eine isolierende,
federvorgespannte Spanneinrichtung (16, 18) für das
Seil (10).
5. Nachtreibeeinrichtung, nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß alle Befesti
gungsorte des Seils (10) elektrisch isoliert ausgebil
det sind.
6. Nachtreibeeinrichtung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, gekennzeichnet durch eine an der die beiden
Befestigungsorte verbindenden Stange (44) am dem herab
hängenden Treibbügel gegenüberliegenden Ende angeordne
te, hakenförmige Aufnahme (40) zur horizontalen Lage
rung des Treibbügels (32) in einer nicht störenden
Stellung.
7. Nachtreibeeinrichtung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Handgriff (38) an
dem Treibbügel, der gelenkig an einem Punkt (46) mittig
an der Horizontalstange (34) des Treibbügels angeordnet
ist.
8. Nachtreibeeinrichtung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, gekennzeichnet durch zwischen den Enden des
Seils oder der Seilschlaufe angeordnete, weitere Füh
rungsrollen (22) für das Seil (10), die mit pendelnden,
von oben auf das den Treibbügel tragende Seil (10) auf
liegenden Stützrollen (26) versehen sind, zur Verhinde
rung eines Aushebens des Seils (10) aus den Führungs
rollen.
Priority Applications (1)
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- 1999-01-15 DE DE29900454U patent/DE29900454U1/de not_active Expired - Lifetime
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2000
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