DE10000794A1 - Nachtreibeeinrichtung - Google Patents
NachtreibeeinrichtungInfo
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01K—ANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
- A01K1/00—Housing animals; Equipment therefor
- A01K1/0005—Stable partitions
- A01K1/0017—Gates, doors
- A01K1/0029—Crowding gates or barriers
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Abstract
Nachtreibeeinrichtung insbesondere für Kuhställe, gekennzeichnet durch eine im wesentlichen in Richtung des Treibens gespanntes Seil oder eine geschlossene Seilschlaufe (10) oberhalb der zu treibenden Tiere, die über Rollen (18, 22) hin und zurück umgelenkt geführt ist, und die einen am Seil befestigten Treibbügel (32) trägt, wobei als Antrieb des Treibbügels und des Seils wenigstens ein angesetzter Motor (20) vorgesehen ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Nachtreibeeinrichtung.
Nachtreibeeinrichtungen dienen dazu, Tieren in abge
grenzten Räumen, beispielsweise Laufgängen, zu treiben.
Herkömmlich werden hierzu Stöcke und Stangen benutzt, um
beispielsweise Kühen durch leichte Schläge auf das Hin
terteil zu verdeutlichen, daß sie sich vorwärts bewegen
wollen. Mit zunehmender Personalknappheit wird jedoch
gerade bei unzugänglichen Gängen für die Tiere, an denen
ein Treiber an der Seite nicht Platz findet, auch das
Bedürfnis empfunden, die Kühe zu treiben. Dies kann
durch die automatisierte Nachtreibevorrichtung nach der
Erfindung erfolgen.
Erfindungsgemäß wird das Nachtreiben von Tieren in abge
grenzten Räumen mittels eines Treibebügels mit einer
Vorrichtung nach einem der unabhängigen Ansprüche ge
löst. Der Treibebügel, der an einem Seil befestigt ist,
das oberhalb der Tiere in Treibrichtung angeordnet, ggf.
über zusätzliche (Führungs-) Rollen geführt ist, wird
dabei motorisch angetrieben. Die Unteransprüche geben
vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung wieder.
Unter anderem ist vorteilhaft, für den Treibbügel eine
Ablage am Seil zu schaffen, so daß er nach Beendigung
des Treibens folgende Arbeitsläufe nicht behindert.
Hierzu wird vorgeschlagen, am Treibbügel einen Handgriff
vorzusehen.
Der Treibbügel selbst wird aus einer Horizontalstange
und einer Mehrzahl von Vertikalstangenelementen beste
hen, die zaunartig in Höhe der Hinterteile der Tiere
herabhängen. Durch die Anbringung an einem Seil ist die
Konstruktion in alle Richtungen sehr flexibel, so daß
auch bei einem Stehenbleiben der Tiere keine Schäden
oder Verletzungen entstehen können. Durch die Bauart des
Treibbügels aus Aluminium ist eine sehr leichte Kon
struktion ermöglicht.
Führungsrollen, die an der Decke befestigt sind, werden
mit pendelnden Stützrollen versehen, so daß diese Seil
spannung geringsten Zugkräften ausgesetzt ist. Gleich
zeitig ermöglicht die pendelnde Stützrolle, die von oben
im Bereich der von unten abstützenden Führungsrolle das
Seil verspannt, ein Ausheben des Seils und ermöglicht
den schwingungsarmen Lauf der gesamten Anlage.
Außer über eine vom Landwirt zu betätigende Fernsteue
rung über Tastschalter wird die Anlage auch durch Endab
schalter an den beiden äußeren Positionen des Treibebü
gels nahe der Wand geschaltet.
Gegebenenfalls sind noch zusätzlich Treibehilfen, wie
akustische über eine Hupe, oder über im Treibebügel vor
gesehene - nach Machart eines Weidezaungerätes - elek
trische Impulse abgebende Abschnitte möglich, wenn wie
vorgeschlagen die gesamte Konstruktion isoliert gegen
über Erde vorgesehen wird.
Die Isolation kann inbesondere leicht in der dem motori
schen Antrieb gegenüberliegenden Spannrolle, die als fe
derbelastete Spannrolle (federnd zur Wand hin gezogen)
ausgebildet ist, im Spannmechanismus vorgesehen werden.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus nachfolgender Beschreibung eines bevorzugten Ausfüh
rungsbeispiels anhand der beigefügten Zeichnung. Dabei
zeigt:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht der Seilbe
festigung bei einer geschlossenen Seil
schlaufe als Tragseil,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des
Nachtreibebügels in Arbeitsstellung, und
Fig. 3 eine weitere Ansicht des Nachtreibebügeln in
Ruhestellung.
In Fig. 1 ist das Seil 10 als Seilschlaufe dargestellt,
die zwischen zwei Wänden 12, 14, über eine Spannvorrich
tung 16, die federvorbelastet und vorteilhafterweise
isoliert ausgeführt ist, gespannt wird, wobei in die
Spannvorrichtung eine Umlenktrommel 18 integriert ist,
die das Seil 10 bei einem an der anderen Wand vorgesehe
nen motorischen Antrieb 20 umlenkt.
An der Decke oder auch an der Wand sind eine Mehrzahl
von weiteren (Führungs-) Rollen 22 mit Universalhaltern
24 angebracht. Jeweils neben den unteren Führungsrollen
sind pendelnd aufgehängte Paare von Stützrollen 26 vor
gesehen, die das Seil von oben her belasten, wären die
Führungsrollen von unten her das Seil stützen. Eine pen
delnde Aufhängung 28 ist ebenfalls an dem Deckenhalter
befestigt.
Mit Bezugszeichen 30 ist schließlich ein Spannschloß für
das Seil dargestellt, an dem Treibbügel und gff. auch
eine Ablageeinrichtung für den Treibbügel angesetzt
sind.
In der Fig. 2 ist der Treibbügel 32 dargestellt, wie er
aus einer horizontalen Stange 34 mit vertikalen Ab
schnitten 36 versehen, vom Seil herabhängt. Ein Hand
griff 38 dient zur Anhebung des Treibbügels zum Ablegen
auf einer mit einer hackenförmigen Aufnahme 40 versehe
nen Ablage, die an einem weiteren Punkt 42 am Seil vor
gesehen ist.
Vorteilhafterweise ist diese Ablage 40 über eine Stange
44 mit dem Ansatzpunkt des Treibbügels verbunden. Der
Handgriff 38 ist zudem mit der Horizontalstange 32 des
Treibbügels gelenkig verbunden, so daß er bei einem in
die Aufnahme 40 eingelegten Treibbügel wiederum nach un
ten herabhängt.
Inder Fig. 3 ist weiter dargestellt, daß der Treibbügel
vorteilhafterweise über eine der hakenförmigen Aufnahme
40 ähnlichen Befestigung an der Horizontalstange 44 im
Punkt 48 gelagert ist, so daß nicht nur punktuell im
Punkt 48 am Seil angegriffen wird, sondern zwei Angreif
orte 30, 42 am Seil bestehen bleiben.
Der Vorteil der beabstandeten Angreiforte 30, 42, die
zudem noch jeweils zur Befestigung der sie verbindenden
Stange 44 dienen, liegt darin, daß damit geringere Ver
kippkräfte auf einzelne Seilabschnitte ausgeübt werden.
Die federvorgespannte Spanneinrichtung 16, 18 ist ebenso
wie die übrigen Befestigungen für das Seil 10 vorteil
hafterweise isolierend ausgebildet.
Ein ebenfalls isolierter motorischen Antrieb 20 bewirkt
beim Aktivieren der Einrichtung einen Umlauf des Seils
10, das in Form eines durch Spannschlösser 30 geschlos
senem Rings vorgesehen ist.
Es bleibt zu vermerken, daß ohne Probleme auch kurvige.
Strecken mit der Nachtreibeeinrichtung versehen werden
können, und daß auch ohne zusätzlichen Aufwand ein Ver
satz beispielsweise an der Decke ausgeglichen werden
kann.
Nicht dargestellt in den Zeichnungen ist eine weitere
Ausführung der Nachtreibeeinrichtung, bei der ebenfalls
ein im wesentlichen in Richtung des Treibens gespanntes
Seil 10 oberhalb der zu treibenden Kühe, das über Rollen
22 geführt ist, und das einen am Seil befestigten
Treibebügel 32 trägt, vorgesehen ist, dieses aber durch
zwei abwechselnd betreibbare Motore 20 an jedem Ende des
Seils an einer das Seil aufrollenden Trommel bewegt
wird, wobei beim Aktivieren eines der Motore die Trommel
am anderen Ende gebremst, weiteres Seil zur Verlagerung
des Treibebügels zur Verfügung stellt, um ein Durchhän
gen des Seils zu vermeiden. Einer weiteren Spanneinrich
tung bedarf es hier nicht.
Bei der Ausführung der Nachtreibeeinrichtung mit einer
gespannten, geschlossenen Seilschlaufe 10 jedoch wird
neben einer nicht angetriebenen Umlenkrolle 18 an einer
dem Motor gegenüberliegenden Wand nur ein an eine belie
bige Rolle 18, 22 angesetzter Motor 20 nötig.
Claims (8)
1. Nachtreibeeinrichtung insbesondere für Kuhställe,
gekennzeichnet durch eine im wesentlichen in Richtung
des Treibens gespannte, geschlossene Seilschlaufe (10)
oberhalb der zu treibenden Tiere, die über Rollen (18,
22) hin und zurück umgelenkt geführt ist, und die einen
am Seil befestigten Treibebügel (32) trägt, wobei als
Antrieb des Treibbügels ein an eine der das Seil (10)
tragenden Rollen (18, 22) angesetzter Motor (20) vorge
sehen ist.
2. Nachtreibeeinrichtung insbesondere für Kuhställe,
gekennzeichnet durch ein im wesentlichen in Richtung
des Treibens gespanntes Seil (10) oberhalb der zu trei
benden Tiere, das über Rollen (22) geführt ist, und das
einen am Seil befestigten Treibebügel (32) trägt, wobei
als Antrieb des Seils zwei abwechselnd betreibbare Mo
tore (20) an jedem Ende des Seils an einer das Seil
aufrollenden Trommel vorgesehen sind, und wobei beim
Aktivieren eines der Motoren (20) die Trommel am ande
ren Ende gebremst gegen ein Durchhängen des Seils, wei
teres Seil zur Verlagerung des Treibebügels zur Verfü
gung stellt.
3. Nachtreibeeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß der Treibebügel (32) an zwei
voneinander beabstandeten Orten (30, 42) mit einer die
se Orte verbindende Stange (44) angesetzt ist.
4. Nachtreibeeinrichtung, gekennzeichnet durch eine
isolierende, federvorgespannte Spanneinrichtung (16,
18) für das Seil (10).
5. Nachtreibeeinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß
alle Befestigungsorte des Seils (10) elektrisch iso
liert ausgebildet sind.
6. Nachtreibeeinrichtung nach eine der vorangehenden
Ansprüche, gekennzeichnet durch eine an der die beiden
Befestigungsorte verbindenden Stange (44) am dem herab
hängenden Treibebügel gegenüberliegenden Ende angeord
nete, hakenförmige Aufnahme (40) zur horizontalen Lage
rung des Treibebügels (32) in einer nicht störenden
Stellung.
7. Nachtreibeeinrichtung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Handgriff (38) an
dem Treibebügel, der gelenkig an einem Punkt (46) mit
tig an der Horizontalstange (34) des Treibebügels an
geordnet ist.
8. Nachtreibeeinrichtung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, gekennzeichnet durch zwischen den Enden des
Seils oder der Seilschlaufe angeordnete, weitere Füh
rungsrollen (22) für das Seil (10), die mit pendelnden,
von oben auf das den Treibebügel tragende Seil (10)
aufliegenden Stützrollen (26) versehen sind, zur Ver
hinderung eines Aushebens des Seils (10) aus den Füh
rungsrollen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10000794A DE10000794C2 (de) | 1999-01-15 | 2000-01-11 | Nachtreibeeinrichtung |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29900454U DE29900454U1 (de) | 1999-01-15 | 1999-01-15 | Nachtreibeeinrichtung |
| DE10000794A DE10000794C2 (de) | 1999-01-15 | 2000-01-11 | Nachtreibeeinrichtung |
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|---|---|
| DE10000794A1 true DE10000794A1 (de) | 2000-07-27 |
| DE10000794C2 DE10000794C2 (de) | 2002-10-02 |
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ID=8067896
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE10000794A Expired - Fee Related DE10000794C2 (de) | 1999-01-15 | 2000-01-11 | Nachtreibeeinrichtung |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE29900454U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2833806A1 (fr) * | 2001-12-21 | 2003-06-27 | Jean Michel Carlier | Dispositif destine a regrouper des animaux dans une aire d'attente et a les faire avancer dans une direction definie |
| FR2846193A1 (fr) * | 2002-10-29 | 2004-04-30 | Michel Jean Peyrucat | Dispositif de barrieres automatisees permettant de faire sortir des animaux d'une aire precise. |
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| DD226180A1 (de) | 1984-07-31 | 1985-08-21 | Wtoez Fleischind Veb | Laufgang fuer schlachttiere |
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| DE29718114U1 (de) | 1997-10-13 | 1998-06-10 | Zeller, Norbert, Dipl.-Ing. (FH), 36391 Sinntal | Vorrichtung zum Treiben von Schlachttieren |
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-
1999
- 1999-01-15 DE DE29900454U patent/DE29900454U1/de not_active Expired - Lifetime
-
2000
- 2000-01-11 DE DE10000794A patent/DE10000794C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE10000794C2 (de) | 2002-10-02 |
| DE29900454U1 (de) | 1999-04-08 |
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