DE10000516C2 - Abtropffreies Transportverfahren großer Flüssigkeitsmengen mittels teilumhülltem Schwamm - Google Patents
Abtropffreies Transportverfahren großer Flüssigkeitsmengen mittels teilumhülltem SchwammInfo
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- A47L13/16—Cloths; Pads; Sponges
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum abtropf- bzw. auslauffreien Transport optimal
bis maximal großer Flüssigkeitsmengen wie z. B. Wasser, Wasch- oder Reinigungs
flüssigkeiten usw. vom Vorratsbehälter der Flüssigkeit zu deren Anwendungsgebiet
mittels teilumhülltem Schwamm. Hier erfolgt der anschließende Arbeitsvorgang am
eigentlichen Objekt - ebenfalls abtropffrei - nach bekannter Art und Weise. Als Beispiel
sind hier das Reinigen vertikaler Flächen wie z. B. Schaufensterscheiben oder das
Ablösen alter Tapeten von den Wänden durch Einweichen mit Flüssigkeit und
Schwamm erwähnt. Als Stand der Technik sind handelsübliche natürliche, - syn
thetische - oder andere -, wie z. B. Schwämme aus Kunststoff - oder Metallgewebe zu
betrachten. Diese Schwämme haben jedoch die negative Eigenschaft, dass nur eine
geringe Teilmenge der maximal aufnehmbaren Flüssigkeitsmenge vom jeweiligen
spezifischen Schwammstoffgewebe und dessen Porensystem abtropffrei
zurückgehalten wird. Der über dieser Teilmenge liegende, nicht unbeträchtliche
Flüssigkeitsanteil tropft oder läuft wieder aus dem Schwamm heraus. Die Folgen
hiervon sind beträchtliche Flüssigkeitsverluste im Schwamm, ungewollte Benetzung des
Bodenbereichs oder der Umgebung, aber vor allem eine wesentlich verminderte
abtropffreie Transportkapazität an Flüssigkeit im Schwamm selbst zu deren
Einsatzbereich.
Aus der GB-PS 836 238 und aus der FR-PS 11 15 689 sind jeweils quaderförmige
Schwämme bekannt, welche eine flüssigkeitsundurchlässige Hülle aufweisen.
Außerdem beschreibt CH 688 259 A5 einen Reinigungsschwamm, dessen
Halteflächen versiegelt sind und dessen unversiegelter Arbeitsbereich aus der
Versiegelung herausragt. Diese Hülle bzw. Versiegelung umfasst die der
Schwammarbeitsoberfläche gegenüberliegende Fläche sowie den größten Teil der
jeweils anschließenden Halteflächen. Die jeweiligen Enden der Hülle bzw. der
Versiegelung sind parallel zu den jeweiligen Schwammkanten ausgeführt. Sie lassen
somit noch einen gleichmäßig starken Schwammrandstreifen aus der Umhüllung bzw.
aus der Versiegelung hervortreten
Bei einer solchen Ausführung zeigt sich in der Praxis die Schwierigkeit, dass beim
Wischen vertikaler Flächen wie dies bspw. beim Einweichen zum Ablösen von Tapeten
notwendig wird, das abtropffreie Aufbringen eines gleichmäßig dünnen Flüssigkeits
filmes äußerst schwierig ist. Zudem kann bei einem umlaufenden freien Schwamm
randstreifen die gespeicherte Flüssigkeit beim Ansetzen des Schwammes an die Wand
und beim anschließenden Wischen derselben aus diesem nicht umhüllten Schwamm
randstreifen auslaufen und Fußleisten sowie Fußboden benetzen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs beschriebenen
Art zu schaffen, das die genannten Nachteile vermeidet und insbesondere eine optimal
bis maximal große Flüssigkeitstransportkapazität abtropffrei gewährleistet, sowie ein
abtropffreies Verarbeiten dieser Flüssigkeit an vertikalen Arbeitsflächen ermöglicht. Die
hieraus resultierende wesentlich größere Flächenbearbeitung mit nur einer
Schwammfüllung und die damit verbundene Arbeitszeiteinsparung sind weitere Kriterien
der Aufgabenstellung.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruch 1 gelöst. Die
Unteransprüche enthalten Weiterbildungen und Ausgestaltungen.
Nachfolgend werden in Bezugnahme auf die einzelnen Schutzansprüche diese näher
erklärt:
- 1. Der keilförmige Schwammarbeitsbereich hat den Vorteil, dass das natürliche Schwamm-Arbeitsgefühl erhalten bleibt, dass eine relativ große Flüssigkeitsmenge transportiert werden kann und dass beim Ansetzen des Schwammes an die Wand und bei den nachfolgenden Arbeitsvorgängen kein Auslaufen von Flüssigkeit auf den Fußboden oder die Fußleisten erfolgen kann, da die Flüssigkeit über die Kante (5) immer abtropffrei gegen die Wand geleitet wird.
- 2. Der über die Schwammarbeitsoberfläche führende und mit den seitlichen Kanten
der Hülle (8) geschlossen verbundene Hüllenstreifen (7) hat die Aufgabe, die Flüssigkeit
bereits im Bereich der Schwammarbeitsoberfläche abtropffrei gegen die vertikale
Arbeitsfläche zu leiten und wirkt hier bereits flüssigkeitsverteilend und somit der Bildung
von schnell ablaufenden Flüssigkeitsrinnsalen entgegen. Außerdem gibt der Streifen
dem Schwamm in der Hülle einen zusätzlichen Malt.
Ein Stören des Wischvorganges durch den Hüllenstreifen erfolgt nicht, da die glatte Oberfläche des Hüllenstreifens sich widerstandsarm über die vertikale Arbeitsober fläche führen lässt. - 3. Bei der Flüssigkeitsverteilerschürze handelt es sich um eine lappenartige Verlän
gerung der bis zur Arbeitsoberfläche hochreichenden Schwammhülle. (Fig. 3, Pos. 9 und
Fig. 4, Pos. 10) Die aus dem Schwamm austretende Flüssigkeit, die zwangsläufig unter
der Verteilerschürze ihren Weg nach unten nimmt, wird durch die Schürze breitflächig
verteilt. Eine eventuelle Rinnsalbildung bzw. ein zu schnelles Ablaufender Flüssigkeit
wird dadurch vermieden. Die Flüssigkeitsverteilerschürze kann so breit wie eine
Schwammbreitseite sein (Fig. 3, Pos. 9), sie kann aber auch links und rechts darüber
hinausragen (Fig. 4, Pos. 10).
Bei Arbeiten an horizontalen Flächen kann die Schürze in die Hülle hineingefaltet werden und ist somit weder sichtbar noch störend. - 4. Eine am Schwamm nicht fest anliegende Hülle hat den Vorteil, dass der Füllvor gang des Schwammes wesentlich schneller erfolgt als bei einer eng anliegenden Hülle, da durch die Spaltbildung zwischen Hülle und Schwamm eine sehr viel größere Schwammoberfläche zur Aufnahme nachströmender Flüssigkeit zur Verfügung steht. Auch das Auswaschen des Schwammes mit Hülle erfolgt entsprechend schnell.
- 5. Das Befestigen des Schwammes in der Hülle hat den Vorteil, dass die Einheitlichkeit beider Teile gewahrt bleibt und dass keines von beiden verloren geht.
- 6. Bei der flüssigkeitstundurchlässigen elastischen Versiegelung der relevanten Schwammoberflächen besteht der Vorteil in der Einheitlichkeit des Gesamtsystems. Nicht der Schwamm und die Hülle gewährleisten den abtropffreien Flüssigkeitstrans port, sondern der versiegelte Schwamm selbst ermöglicht einen abtropffreien Transport optimal - bis maximal großer Flüssigkeitsmengen.
Da bei allen Ausführungen die Flüssigkeitstransportkapazität gegenüber derjenigen, die
dem natürlichen Flüssigkeitsrückhaltevermögen des Schwammes entspricht, um ein
vielfaches überschreitet, erhöht sich auch die Arbeitseffektivität während eines
Arbeitsvorganges - egal ob an horizontalen oder vertikalen Arbeitsflächen - in gleicher
Weise.
Die Ausbildung eines quaderförmigen Schwammes wird anhand der Fig. 1-4 näher
erläutert.
Der Erfindungsgedanke wird dadurch realisiert, dass der Schwamm (Fig. 1, Pos. 2 bis
Fig. 4, Pos. 2) bis auf einen keilförmigen Schwammarbeitsbereich mit einer
flüssigkeits-undurchlässigen, flexiblen Hülle ummantelt ist. Diese Ummantelung
verhindert, dass bei vollgesaugtem Schwamm und nach oben zeigendem freiem
keilförmigen Schwammarbeitsbereich die Flüssigkeit aus dem Schwamm herauslaufen
kann. Ein sauberes Transportieren optimal bis maximal großer Flüssigkeitsmengen ist
hierdurch auslauffrei gewährleistet. Bei der "optimalen" Flüssigkeitstransportmenge
handelt es sich um jene, die der Anwender selbst vorgibt indem er im
Flüssigkeitsvorratsbehälter auf Hülle und vollgesaugten Schwamm einen gewissen
Druck ausübt und so eine gewünschte Teilmenge der maximal aufnehmbaren
Flüssigkeit aus dem Schwamm herauspresst. Die in Schwamm und - hülle
verbleibende Flüssigkeitsrestmenge ist bei nach oben zeigendem, nicht umhülltem,
keilförmigen Schwammarbeitsbereich natürlich ebenfalls abtropffrei zu transportieren.
Das Flüssigkeitstransportvolumen liegt weit über dem des natürlichen
Schwammrückhaltevermögens.
An dem zu benetzenden Objekt mit z. B. horizontaler Oberfläche, wird der Schwamm mit
Hülle so gewendet, dass der freie keilförmige Schwammarbeitsbereich die zu
bearbeitende Oberfläche berührt, oder gegen diese zeigt. Schwerkraftbedingt läuft nun
die im Schwamm nicht zurückhaftbare Flüssigkeit aus diesem aus und wird auf übliche
Weise verteilt und verarbeitet.
Weist das zu benetzende Objekt eine vertikale Oberfläche auf, wie dies z. B. beim
Ablösen alter Tapeten von ihrem Untergrund (der Zimmerwand) oder beim Reinigen
von Fenster- oder Schaufensterscheiben der Fall ist, dann wird der gefüllte Schwamm
in seiner Umhüllung mit ebenfalls nach oben weisendem freiem keilförmigen
Schwammarbeitsbereich an die Wand herangebracht und so an dieser angesetzt, dass
der bis zur Schwammarbeitsoberfläche hochreichende Hüllenrand (5) zuerst die Wand
berührt. Die beim Hochklappen des Schwammes gegen die vertikale Arbeitsfläche
schwerkraftbedingt über den Hüllenrand auslaufende Flüssigkeit wird somit abtropffrei
direkt an die Wand geleitet.
Der Schwamm wird nun mit seinem gesamten freien keilförmigen Arbeitsbereich
endgültig gegen die Wand hochgeklappt und in nach unten führende flüssigkeits
verteilende Bewegung versetzt. Mit gleichen - aber nach oben führenden Bewegungen
bzw. durch Wegklappen des Schwammes von der Wand kann dieser wieder nach oben
gebracht werden um den Arbeitsvorgang an anderer Stelle neu einzuleiten. Bei
vertikalem Arbeitseinsatz kann ebenso wie bei horizontalem - die Restflüssigkeit je nach
Bedarf durch leichten Druck auf Schwammhülle und Schwamm freigesetzt werden.
Bei vertikalen Arbeitsflächen ist zur besseren gleichmäßigeren Verteilung der über die
Hüllenkante (5) an die Wand geleiteten Flüssigkeit eine Flüssigkeitsverteilerschürze
gemäß Fig. 3, Pos. 9 und Fig. 4, Pos. 10 vorgesehen. Diese Verteilerschürze verhindert,
wie es beim Arbeiten ohne diese Schürze eventuell möglich ist, eine Rinnsalbildung der
an die Wand geleiteten Flüssigkeit. Diese Rinnsale mit ihrer großen
Flüssigkeitsschichtdicke laufen auf kleiner "Rinnsalfläche" schnell nach unten ab. Bei
Einsatz der Verteilerschürze wird die gleiche Flüssigkeitsmenge auf die gesamte
Schwammbreite oder darüber hinaus verteilt. Die Flüssigkeitsschichtdicke bleibt
geringer, der Abflusswiderstand wird hierdurch größer und das Ablaufen der Flüssigkeit
nach unten wird gebremst. Hierdurch wird ein ruhigeres Arbeiten möglich. Der
Haupteffekt liegt aber in der größeren Verweilzeit der Flüssigkeit auf der vertikalen, zu
benetzenden Fläche. Hierdurch wird die spezifische Einwirkzeit erhöht und somit die
Effektivität vergrößert.
Das Reinigen des Schwammes erfolgt in bekannter Art und Weise, durch Auswaschen
entweder mit Hülle oder wenn möglich ohne diese.
Die Befestigung des Schwammes in der Hülle kann so gestaltet sein, dass Schwamm
und Hülle punktförmig oder flächig fest miteinander verbunden sind, oder, dass beide
wieder trennbar z. B. durch Druckknopf-, Klett- oder andere Verfahren miteinander
verbunden sind.
Claims (6)
1. Abtropffreier Schwamm mit einer flexiblen elastischen flüssigkeitsundurchlässigen Hülle,
die mehrere Seilen des Schwammes ganz oder teilweise umhüllt,
dadurch gekennzeichnet, dass bei einem quaderförmigen Schwamm eine Arbeitsfläche ganz
(3) oder teilweise (3') umhüllungsfrei ist und dass die Hülle (2) die restlichen Flächen des
Schwammes so ummantelt, dass sie einen keilförmigen Schwammarbeitsbereich (4) freigibt,
dessen Keilstärke X vom Neigungswinkel der jeweiligen Kanten (12) der Seitenumhüllung
abhängig ist.
2. Schwamm nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle (2) an der Schwammbreitseite, an der sie bis zur freien
Schwammarbeitsoberfläche (5) hoch reicht, so verlängert ist, dass sie in einem Streifen (7) über
dieselbe geführt - und mit den seitlichen Hüllenkanten (8) geschlossen verbunden ist.
3. Schwamm nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle an der Schwammbreitseite, an der sie bis zur
Schwammarbeitsoberfläche hoch reicht oder streifenförmig über die Schwammarbeitsoberfläche
geführt ist, eine Flüssigkeitsverteilerschürze (9, 10) aufweist.
4. Schwamm nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle am Schwamm nicht fest anliegend ausgeführt ist.
5. Schwamm nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schwamm in der Hülle befestigt ist.
6. Schwamm nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schwammhülle durch eine flüssigkeitsundurchlässige,
flexible, elastische Versiegelung der entsprechenden Schwammoberflächen ersetzt ist.
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
| DE2000100516 DE10000516C2 (de) | 2000-01-03 | 2000-01-03 | Abtropffreies Transportverfahren großer Flüssigkeitsmengen mittels teilumhülltem Schwamm |
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|
| DE10000516A1 DE10000516A1 (de) | 2001-08-16 |
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Family
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| FR1111689A (fr) * | 1954-09-22 | 1956-03-02 | Ruggieri Ets | Parachutes |
| GB836238A (en) * | 1957-05-01 | 1960-06-01 | Kay Brothers Ltd | Improvements in or relating to polishing material |
| US3629896A (en) * | 1970-03-23 | 1971-12-28 | Michael Sirnec | Combined washing, drying, scrubbing and scraping implement |
| CH688259A5 (de) * | 1993-01-22 | 1997-07-15 | Martin Schweisstechnik Ag | Reinigungsschwamm. |
-
2000
- 2000-01-03 DE DE2000100516 patent/DE10000516C2/de not_active Expired - Fee Related
- 2000-12-27 DE DE20021995U patent/DE20021995U1/de not_active Expired - Lifetime
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE10000516A1 (de) | 2001-08-16 |
| DE20021995U1 (de) | 2001-03-15 |
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