DE1099248B - Landwirtschaftliches Geraet, dessen Rahmen an dem Kraftheber eines Schleppers angelenkte Stuetzteile aufweist - Google Patents
Landwirtschaftliches Geraet, dessen Rahmen an dem Kraftheber eines Schleppers angelenkte Stuetzteile aufweistInfo
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Description
DEUTSCHES
kl. 45 a 51/04
INTERNAT. KL. A 01 L·
PATENTAMT
M35611III/45a
ANMELDETAG: 15. OKTOBER 1957
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUS LEGE S CHRIFT: 9. FEB RUAR 1961
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUS LEGE S CHRIFT: 9. FEB RUAR 1961
Die Erfindung bezieht sich auf ein landwirtschaftliches Gerät, dessen Rahmen an dem Kraftheber eines
Schleppers angelenkte Stützteile aufweist, so daß die Einziehkraft des Gerätes in den Boden über die Stützteile
auf die Treibräder des Schleppers übertragen wird und der Kraftheber zum Einstellen der Arbeitstiefe des
Gerätes verwendbar ist.
Manche Schlepperanbaugeräte sind breit, unter Umständen sogar erheblich breiter als der Schlepper, der
sie trägt. Das ordnungsgemäße Arbeiten solcher breiten Geräte verlangt, daß sie der Bodenkontur folgen und
zum Boden parallel bleiben können, unabhängig von der Stellung des Schleppers. Um dies zu erreichen, ist
es bekannt, an den seitlichen Enden eines solchen Gerätes Spur- oder Furchenräder vorzusehen, so daß das
Gerät in einer festgelegten Höhe über dem Boden und parallel zu ihm gehalten wird. Bei diesen Konstruktionen
geht aber in weitem Umfang die für die Zugleistung so wesentliche Anlagekraft am Boden verloren,
die vom Gewicht des Gerätes hergeleitet und in manchen Fällen durch die Einziehkraft des Gerätes in
den Boden verstärkt wird und auf die Treibräder des Schleppers übertragen werden muß.
Um ferner die Arbeitstiefe der Bodenwerkzeuge am Gerät verändern zu können, muß man Verstelleinrichtungen
vorsehen, durch die die Furchenräder in senkrechter Richtung relativ zum Gerät verstellt werden
können oder mit denen man die Werkzeuge relativ zum Rahmen des sie tragenden Gerätes verstellen kann.
Es ist weiterhin bekannt, zwischen einem Anbaugerät und dem Kraftheber eines Schleppers Kupplungsteile
vorzusehen, welche aus Seitenketten bestehen, die die unteren Lenker mit den Hubarmen der Hubwelle
des Krafthebers verbinden. Die Ketten unterstützen das Gerät in normalem Betrieb; sie gestatten jedoch,
daß das Gerät an irgendeiner Seite nach oben schwenkt, wobei die Kette an dieser Seite gelockert und die Unterstützung
durch den Kraftheber aufgehoben wird. Somit wird in diesem Fall ausschließlich eine verringerte
Kraft von dem Gerät auf die Treibräder des Schleppers übertragen, so daß diese Räder ihre Anlagekraft am
Boden verlieren können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Anbaugerät zu entwickeln, bei dem das gesamte Gewicht
oder ein wesentlicher Teil des Gewichtes des Geräts unmittelbar vom Schlepper getragen wird, das unabhängig
von der Stellung des Schleppers parallel zum Boden gehalten wird und das relativ zum Schlepper
vertikal einstellbar ist, ohne daß die Parallellage zum Boden aufgehoben wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein landwirtschaftliches
Gerät der obengenannten Art vorgeschlagen, das sich dadurch auszeichnet, daß zwischen dem Geräterahmen
und dem Kraftheber Stützteile angeordnet
Landwirtschaftliches Gerät,
dessen Rahmen an dem Kraftheber
eines Schleppers angelenkte
Stützteile aufweist
Anmelder:
Massey-Harris-Ferguson Inc.,
Racine, WiS. (V. St. A.)
Racine, WiS. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. F. Thieleke, Patentanwalt,
Braunschweig, Wendentorwall 1 a
Braunschweig, Wendentorwall 1 a
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 17. Oktober 1956
V. St. v. Amerika vom 17. Oktober 1956
Everett Winßeld Todd, Dearborn, Mich. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
sind, die eine Winkelbewegung des Gerätes um eine in Fahrtrichtung liegende Längsachse gestatten, und daß
das Gerät an jeder Seite ein relativ zum Rahmen vertikal bewegbares Spurglied aufweist, zwischen
welchen eine starre Querverbindung vorgesehen ist, so daß beim Heben oder Senken eines der beiden Spurglieder
relativ zum Rahmen das andere gleichzeitig angehoben oder abgesenkt wird, und daß die Spurglieder
mit einer Kraft auf den Boden wirken, die ausreicht, um das Gerät gegenüber dem Schlepper um eine in
Fahrtrichtung liegende Längsachse zu verschwenken.
Weitere Kennzeichen und Merkmale der Erfindung
ergeben sich aus den Unteransprüchen und der folgen-
4.0 den Beschreibung vorteilhafter, beispielsweiser Ausführungsformen.
Fig. 1 ist eine Draufsicht auf den Schlepper mit angekuppeltem Gerät;
Fig. 2 zeigt die zugehörige Seitenansicht, in der einige Teile weggelassen sind und der hydraulische
Kraftheber mit seiner Wirkungsweise angedeutet ist; Fig. 3 ist eine vergrößerte Seitenansicht des hinteren
Schlepperendes mit dem Aushebemechanismus in der gesenkten Arbeitsstellung des Gerätes;
Fig. 4 stellt die zugehörige Hinteransicht nach der Linie 4-4 von Fig. 3 dar,
Fig. 5 ist eine senkrechte Ansicht des Gerätes nach der Linie 5-5 von Fig. 2 mit Schnitt durch die Lenker
des Hubgestänges;
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Fig. 6 ist eine Seitenansicht einer anderen Ausführungsform.
Nach den Zeichnungen ist das Gerät an einen Schlepper 7 mit der bekannten Dreipunktkupplung angebaut.
Das Aushebegestänge besteht aus dem auf Druck beanspruchten oberen Lenker 11 und den auf
Zug beanspruchten beiden unteren Lenkern 12 und 13, die an einem Kraftheber 14 hängen. Der Kraftheber
wird hydraulisch von dem Druckzylinder 16 aus angetrieben, indem eine Hubwelle 17 gedreht wird, um
die unteren Lenker 12 und 13 zu heben; läßt man das hydraulische Druckmedium aus dem Zylinder ausfließen,
so senken sich die Lenker unter der Schwerkraft. Es sind auch die üblichen Vorkehrungen getroffen,
um Zu- und Abfluß des Druckmediums zum Druckzylinder 16 sowohl von Hand als auch automatisch zu
steuern.
Zum Kraftheber gehören zwei Hubarme 21 und 22, die fest auf der Hubwelle 17 sitzen, so daß sie übereinstimmend
auf und nieder schwingen, wenn der Kraftheber bestätigt wird. Auf jeder Seite des Schleppers
befindet sich eine Hilf siebeinrichtung mit je einem Kipphebel 24, der etwa in seiner Mitte mittels
eines Gelenkbolzens 26 am freien Ende des Hubarmes 21 bzw. 22 angelenkt ist. Das vordere Ende des Kipphebels
24 ist mit einem Anschlag 27 ausgestattet, der sich an die Unterseite des Hubarmes 21 anlegt, um die
Rechtsdrehung (Uhrzeigersinn) des Kipphebels 24 gegenüber dem Hubarm 21 zu begrenzen. Bei der Aufwärtsschwingung
des Hubarms 21 bildet der Anschlag 27 eine in einer Richtung wirksame Hubverbindung
mit dem Hubarm 21, die eine Aufwärtsbewegung auch des Kipphebels 24 herbeiführt. Diese Verbindung ermöglicht
dem Kipphebel 24 eine begrenzte Schwenkbewegung unabhängig von dem Hubarm 21 und auch
unabhängig von dem anderen Kipphebel, der auf der anderen Seite des Schleppers dem zweiten Hubarm 22
zugeordnet ist.
Die Hubarme 21 und 22 sind mit den unteren Lenkern 12 und 13 durch einen Ausgleichmechanismus
verbunden, der durch die Fig. 3 und 4 veranschaulicht wird. Er enthält einen Hängelagerträger 32, der an
seinen Enden mit Achsstummeln 33 in den Hubarmen 21 und 22 gelagert ist. Er trägt zwei drehbare Rollen
34, über die ein Seil 36 läuft, dessen Enden an die unteren Lenker 12 und 13 angeschlossen sind. Diese
Anordnung bietet den unteren Lenkern 12 und 13 die Möglichkeit, gegenläufig zueinander in senkrechter
Richtung zu schwingen und doch von den Hubarmen 21 und 22 getragen zu werden. Wenn also der Lenker
12 aus der dargestellten Lage nach unten bewegt wird, so hebt sich der andere Lenker 13 um denselben Betrag.
Gleichzeitig liefert das Seil 36 eine Verbindung zur Lastübertragung zwischen den Hubarmen und den
unteren Lenkern, so daß sich das an letzteren angeschlossene Gerät in seinem Bodenarbeitsbereich in
senkrechter Querebene bewegen läßt. Wenn das Gerät aus seiner Arbeitslage zur Bodenbearbeitung durch die
Rollen 34 und das Seil 36 ausgehoben wird, kommen die einseitig wirksamen Verbindungen zwischen den
Hubarmen 21 und 22 und den ihnen zugeordneten Kipphebeln 24 zur Wirkung, um die Kipphebel 24 als
Hilfshubhebel anzuheben; diese sind mit den unteren Lenkern durch ein Paar Hubstangen 37 verbunden. Es
wird also die Aufwärtsschwenkung der Kipphebel 24 wirksam, um das Gerät in seine Transportstellung zu
heben. Während dieses Anhebens des Geräts wird das Seil 36 schlaff.
Die soeben beschriebene Hebevorrichtung gestattet dem an die unteren Lenker 12 und 13 angeschlossenen
! Gerät ein Verkanten gegenüber dem Schlepper, d. h. ein Schwenken um eine in Fahrtrichtung liegende
Längsachse, wenn das Gerät seine Arbeitslage auf dem Boden einnimmt; es kann aber in dieser Arbeitslage in
senkrechter Richtung immer noch z. B. hinsichtlich der Arbeitstiefe verstellt werden, und zwar unabhängig
von seiner Fähigkeit zum Verkanten gegenüber dem Schlepper. Das heißt, es kann sich das Gerät an der
einen oder der anderen Seite frei heben oder senken,
ίο weil ein solches Verkanten dadurch ermöglicht wird,
daß das Seil 36 nach der einen oder der anderen Seite über die Rollen 34 laufen kann, das Gerät aber trotzdem
durch die Hubarme 21 und 22 vollständig getragen wird. Erst wenn das Gerät aus seiner Arbeitslage zur
Bodenbearbeitung ausgehoben worden ist, kommen die Kipphebel 24 zur Wirkung, um das Gerät starr in einer
zum Schlepper unverkantbaren Lage zu halten.
Das im Ausführungsbeispiel dargestellte Gerät ist eine Vierreihen-Pflanzvorrichtung, die, wie Fig. 1
ao zeigt, eine wesentlich größere Breite hat als der Schlepper 7, an den sie angebaut ist. Der Rahmen des Geräts
enthält eine lange Werkzeugschiene 41, die sich in der Querrichtung erstreckt und als Träger für verschiedene
Bestandteile der Maschine dient, z. B. Bodenbearbeitungswerkzeuge 42, Behälter 43 für Saatgut
und Düngemittel und die zugehörigen Antriebseinrichtungen. Der Rahmen enthält auch Einrichtungen
zum Anschluß der Werkzeugschiene 41 an das Hubgestänge des Schleppers, nämlich eine Schiene 44, die
vor der Werkzeugschiene 41 liegt und mit ihr durch starre Querstützen 46 verbunden ist. Aus ihrer Mitte
ragt eine aufrechte Stütze 47 nach oben, an deren oberem Ende der obere Lenker 11 mit einem Gelenkbolzen
51 angeschlossen ist. Wie in Fig. 3 und 5 gezeigt ist, sind zwei nach unten weisende Stützen 48 mit
Querabstand an der Aushebeschiene 44 befestigt und durch Universalgelenke 49 mit den unteren Lenkern 12
und 13 verbunden. So wird das Gerät vom Kraftheber des Schleppers mittels der drei Lenker 11,12 und 13
getragen, so daß es gegenüber dem Schlepper in senkrechter Richtung zwischen einer Arbeitsstellung zur
Bodenbearbeitung und einer ausgehobenen Transportstellung senkrecht bewegt werden kann. Da nun die
unteren Lenker sich in senkrechter Richtung frei gegeneinander bewegen können, so kann sich das Gerät
gegenüber dem Schlepper verkanten, wenn die Werkzeuge 42 sich in Arbeitsstellung am Boden befinden.
Wie aus Fig. 1 bis 3 hervorgeht, besteht die Spureinrichtung, mit der das Gerät entsprechend der Bodenkontur
geführt wird, aus einer Querachse 53, die sich durch die hohle Werkzeugschiene 41 erstreckt. Sie ist
etwas länger als die Schiene 41, und ihre Enden stehen aus Lagerböcken 54 vor. Diese Böcke sind starr mit den
Enden der Werkzeugschiene verbunden, z. B. angeschweißt, und bilden die Lager für die Querachse 53.
Tragarme 56 sind in genau paralleler Lage zueinander durch die Querachse 53 starr verbunden. In der normalen
Arbeitsstellung des Geräts zur Bodenbearbeitung erstrecken sich diese Tragarme von der Werkzeugschiene 41 aus nach unten und vorn. An ihren
freien Enden sind sie zu Achsstummeln 57 umgebogen, deren Achsen miteinander fluchten; sie tragen zwei
Bodenführungsglieder in Gestalt drehbarer Spurräder 58 und 59. Die Tragarme 56 mit den Spurrädern können
als eine Einheit gegenüber der Werkzeugschiene 41 auf und nieder schwingen. Wie die Fig. 1 und 2
erkennen lassen, sitzen die Räder ein Stück vor der Werkzeugschiene 41 und infolgedessen auch vor den
Bodenbearbeitungswerkzeugen 42.
Das Aufwärtsschwingen der Spurräder 58, 59 ist nicht begrenzt, wohl aber ihr Abwärtsschwingen, und
zwar durch Anschläge, die zu den Tragarmen 56 gehören ; wenn das Gerät in der Transportstellung steht,
so werden die Räder ihm gegenüber durch Anschläge abgestützt. Wie die Fig. 3 und 5 erkennen lassen, gehört
zu dem Rad 58 ein Anschlag in Gestalt einer Stange 61, deren vorderes Ende nach außen umgebogen
ist, um als Gelenkzapfen 62 in ein Böckchen 63 einzutreten, das starr am vorderen Ende des Tragarms 56
vorgesehen ist. Ein Stück der Stange 61 vor ihrem hinteren Ende ist längsverschieblich in einem Kloben
64 geführt, der mittels Zapfens 66 drehbar in dem am Ende der Werkzeugschiene 41 starr befestigten Lagerbock
54 gelagert ist. An diesem Ende trägt die Stange 61 eine verstellbare Anschlagmutter 67, mit der man
die Stellung bestimmen kann, in der sie an dem Kloben 64 zur Anlage kommt, um die Abwärtsbewegung des
Tragarms 56 und des Rades 58 zu begrenzen. Eine entsprechende Einrichtung befindet sich auf der anderen
Seite an dem Tragarm 56 für das andere Spurrad 59.
Es ist Vorsorge getroffen, um die Spurräder 58, 59 nach unten zu drücken, damit sie am Boden zur Wirkung
kommen. Unter normalen Umständen, d. h. bei ebenem Boden, rollen also beide Räder auf dem Erdboden
und werden von ihm getragen. Die erwähnte Druckkraft muß ausreichen, um das Gerät gegenüber
dem Schlepper zu verkanten, damit es parallel zum Boden bleibt, auch wenn dieser nicht mehr eben ist. In
dem Beispiel nach Fig. 1 bis 5 wird die erforderliche Abwärtskraft vom Gewicht der Räder 58, 59 geliefert,
die als schwere Körper ausgeführt sind. Für ein Gerät der dargestellten Art hat sich ein Radgewicht von je
68 bis 701 kg als ausreichend erwiesen. Dieses Gewicht wird bei ebenem Boden vom Boden gleichmäßig getragen,
und die Belastung aus dem Gewicht des gesamten Geräts und den auf die Werkzeuge und damit
auf das Gerät abwärts wirkenden Bodenreaktionskräften übernimmt der Schlepper.
Es ist klar, daß die Arbeitstiefe der Werkzeuge 42 durch Betätigung des Schlepperkrafthebers verändert
werden kann; und es ist unnötig, die Stellung der Spurräder nachzustellen oder die Werkzeuge gegenüber der
Werkzeugschiene 41 zu verstellen. Wenn das Gerät 6 in Böden von unebener Oberfläche zu arbeiten hat, so
haben beide Spurräder ihre Tendenz, in Berührung mit dem Boden zu bleiben, und sie zwingen das Gerät zu
seitlichem Verkanten gegenüber dem Schlepper. Da die Räder gegenüber dem Gerät nur als Einheit schwenken
können, wird die Welle 53 und damit die Werkzeugschiene 41 im großen und ganzen zum Boden parallel
gehalten.
Wenn das Gerät gezwungen wird, sich gegenüber dem Schlepper zu verkanten, so geht folgendes vor
sich: Es sei angenommen, daß eine Erhebung des Bodens das rechte Spurrad aufwärts drücke, dann
strebt es, das linke Spurrad gleichermaßen anzuheben. Dies ruft eine Abwärtskraft auf der linken Seite des
Geräts hervor, das sich infolgedessen um eine zentrale Längsachse verschwenken wird, bis es wieder parallel
zum Boden ist. Wenn statt dessen das rechte Spurrad an eine Bodenvertiefung läuft, dann ist es bestrebt,
sich zu senken und das linke Spurrad ebenfalls nach unten mitzunehmen. Dies ruft eine Abwärtskraft auf
der rechten Seite des Geräts hervor, wodurch es um dieselbe zentrale Längsachse verschwenkt, bis es wieder
seine zum Boden parallele Lage erreicht hat.
Bei manchen Feldarbeiten kann es zweckmäßig sein, Räder von normalem Gewicht zu verwenden und sie
gegenüber dem Gestellrahmen mittels einer oder mehrerer Federn nach unten zu drücken, wie es in dem
Beispiel nach Fig. 6 veranschaulicht ist. Hier ist auf jeder der Stangen 61 eine Druckfeder 71 abgestützt,
um zwischen dem Kloben 64 und einem Anschlagbund 72 zur Wirkung zu kommen, der axial verstellbar mittels
einer Stellschraube 73 auf jeder Stange 61 befestigt ist. Die Federn 71 kommen infolgedessen
zwischen der Schiene 41 und den Rädern 58 bzw. 59 zur Wirkung, um diese nach unten zu drücken.
Normalerweise drücken beide Federn nach oben auf das Gerät wegen des Bodendrucks gegen die Räder, die
beide auf dem Boden aufliegen; bei ebenem Boden mag jede Feder eine Druckkraft von beispielsweise 45 kg
ausüben. Wird das rechte Spurrad durch eine Bodenerhebung nach oben gedrückt und drückt es die zugehörige
Feder zusammen, so daß sie eine Kraft von etwa 90 kg ausübt, so ist gleichzeitig das linke Rad
bestrebt, ebenfalls hochzugehen, ohne das aber wirklich zu tun, und seine Feder wird ebenfalls auf 90 kg
zusammengedrückt. Da aber nur das rechte Rad auf dem Boden aufsitzt, so muß der Bodendruck aufwärts
auf das rechte Rad im ganzen 180 kg betragen: dies ist die Verkantkraft, und diese Aufwärtskraft bringt das
Gerät in bezug auf den Schlepper zum Verkanten, bis das Gerät wieder parallel zum Boden steht. Kommt
statt dessen das rechte Rad an eine Bodensenke, so ist es jetzt ununterstützt, und so wirkt jetzt die ganze
Bodenreaktion, also 90 kg, nach oben auf das linke Rad. Dies ist dann wieder die Verkantkraft.
In diesem Falle wird, da die Federn 71 auf gegenüberliegenden Seiten des Geräts zwischen der Werkzeugschiene
41 des Geräts und den Spurrädern 58, 59 zur Wirkung kommen, wenigstens ein kleiner Teil des
Gerätgewichts von den Rädern getragen, wenn sich das Gerät in seiner Arbeitslage zur Bodenbearbeitung befindet.
Das bedeutet, daß die Federwirkung in einem gewissen Umfang die Zugkraftbelastung vermindert,
die vom Gerät über das Hubgestänge auf die Hinterräder des Schleppers übertragen wird.
Claims (7)
1. Landwirtschaftliches Gerät, dessen Rahmen an dem Kraftheber eines Schleppers angelenkte
Stützteile aufweist, so daß die Einziehkraft des Gerätes in den Boden über die Stützteile auf die
Treibräder des Schleppers übertragen wird und der Kraftheber zum Einstellen der Arbeitstiefe des
Gerätes verwendbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Geräterahmen (41, 44) und dem
Kraftheber (17, 21, 22) Stützteile (12, 13, 36, 34, 24) angeordnet sind, die eine Winkelbewegung des
Gerätes um eine in Fahrtrichtung liegende Längsachse gestatten, und daß das Gerät an jeder Seite
ein relativ zum Rahmen (41, 44) vertikal bewegbares
Spurglied (52) aufweist, zwischen welchen eine starre Querverbindung (53) vorgesehen ist,
so daß beim Heben oder Senken eines der beiden Spurglieder relativ zum Rahmen das andere
gleichzeitig angehoben oder abgesenkt wird, und daß die Spurglieder (52) mit einer Kraft auf den
Boden wirken, die ausreicht, um das Gerät gegenüber dem Schlepper um eine in Fahrtrichtung
liegende Längsachse zu verschwenken.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spurglieder schwere Räder (58, 59)
sind, die ihre Anlagekraft am Boden aus ihrem Gewicht herleiten.
3. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spurglieder Räder (58, 59) sind, die
ihre Anlagekraft am Boden aus einer oder meh-
reren Federn (71) herleiten, die gegen den Geräterahmen (41, 44) wirken.
4. Gerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Querverbindung zwischen
den Rädern (58, 59) eine Achse (53) ist, die in Lagern am Rahmen drehbar ist und an beiden
Enden seitlich gerichtete Tragarme (56) mit koaxialen Achsstummeln trägt, auf denen die
Spurräder drehbar sind, während die Tragarme übereinstimmend mit der Verbindungsachse (53)
auf- und niederschwenken können.,
5. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß beide Tragarme (56) radial aus der Querachse
(53) nach vorn und unten vorstehen, so daß die Spurräder (58, 59) vor den Bodenbearbeitungs-Werkzeugen
(42) des Gerätes herlaufen.
6. Gerät nach einem der vorhergehenden Anspräche, gekennzeichnet durch einen Anschlag (67),
der am Rahmen (41, 44) vorgesehen ist, um die Ab-
wärtsschwenkung der auf dem Boden aufliegenden Spurglieder (52) relativ zum Rahmen zu begrenzen,
wenn das Gerät in seine Transportlage angehoben wird.
7. Gerät nach den Ansprüchen 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeuge des Gerätes
von einem hohlen Werkzeugbalken (41) getragen werden, der ein Bestandteil des Geräterahmens
ist und daß die Verbindung zwischen den Spurgliedern eine Achse (53) ist, die in dem Werkzeugbalken
drehbar ist, sich durch den Werkzeugbalken hindurch erstreckt und über seine Enden
vorsteht.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 831024, 837 330,
519;
Deutsche Patentschriften Nr. 831024, 837 330,
519;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1691624;
britische Patentschrift Nr. 698 415.
britische Patentschrift Nr. 698 415.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 109 509/143 1.61
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US1099248XA | 1956-10-17 | 1956-10-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1099248B true DE1099248B (de) | 1961-02-09 |
Family
ID=22330302
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM35611A Pending DE1099248B (de) | 1956-10-17 | 1957-10-15 | Landwirtschaftliches Geraet, dessen Rahmen an dem Kraftheber eines Schleppers angelenkte Stuetzteile aufweist |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1099248B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1141825B (de) | 1960-03-11 | 1962-12-27 | South African Farm Impl | Anbaugeraet fuer Ackerschlepper mit hydraulischem Kraftheber und Dreipunkt-Aufhaengung |
| DE1218199B (de) | 1963-01-24 | 1966-06-02 | Massey Ferguson Inc | Hubvorrichtung fuer am Heck eines Schleppers anzubauende landwirtschaftliche Bodenbearbeitungsgeraete |
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-
1957
- 1957-10-15 DE DEM35611A patent/DE1099248B/de active Pending
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