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DE1099248B - Landwirtschaftliches Geraet, dessen Rahmen an dem Kraftheber eines Schleppers angelenkte Stuetzteile aufweist - Google Patents

Landwirtschaftliches Geraet, dessen Rahmen an dem Kraftheber eines Schleppers angelenkte Stuetzteile aufweist

Info

Publication number
DE1099248B
DE1099248B DEM35611A DEM0035611A DE1099248B DE 1099248 B DE1099248 B DE 1099248B DE M35611 A DEM35611 A DE M35611A DE M0035611 A DEM0035611 A DE M0035611A DE 1099248 B DE1099248 B DE 1099248B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
frame
tractor
ground
track
wheels
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM35611A
Other languages
English (en)
Inventor
Everett Winfield Todd
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
MASSEY HARRIS FERGUSON Inc
Original Assignee
MASSEY HARRIS FERGUSON Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by MASSEY HARRIS FERGUSON Inc filed Critical MASSEY HARRIS FERGUSON Inc
Publication of DE1099248B publication Critical patent/DE1099248B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B51/00Undercarriages specially adapted for mounting-on various kinds of agricultural tools or apparatus
    • A01B51/04Undercarriages specially adapted for mounting-on various kinds of agricultural tools or apparatus drawn by animal or tractor

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Machines (AREA)

Description

DEUTSCHES
kl. 45 a 51/04
INTERNAT. KL. A 01 L·
PATENTAMT
M35611III/45a
ANMELDETAG: 15. OKTOBER 1957
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUS LEGE S CHRIFT: 9. FEB RUAR 1961
Die Erfindung bezieht sich auf ein landwirtschaftliches Gerät, dessen Rahmen an dem Kraftheber eines Schleppers angelenkte Stützteile aufweist, so daß die Einziehkraft des Gerätes in den Boden über die Stützteile auf die Treibräder des Schleppers übertragen wird und der Kraftheber zum Einstellen der Arbeitstiefe des Gerätes verwendbar ist.
Manche Schlepperanbaugeräte sind breit, unter Umständen sogar erheblich breiter als der Schlepper, der sie trägt. Das ordnungsgemäße Arbeiten solcher breiten Geräte verlangt, daß sie der Bodenkontur folgen und zum Boden parallel bleiben können, unabhängig von der Stellung des Schleppers. Um dies zu erreichen, ist es bekannt, an den seitlichen Enden eines solchen Gerätes Spur- oder Furchenräder vorzusehen, so daß das Gerät in einer festgelegten Höhe über dem Boden und parallel zu ihm gehalten wird. Bei diesen Konstruktionen geht aber in weitem Umfang die für die Zugleistung so wesentliche Anlagekraft am Boden verloren, die vom Gewicht des Gerätes hergeleitet und in manchen Fällen durch die Einziehkraft des Gerätes in den Boden verstärkt wird und auf die Treibräder des Schleppers übertragen werden muß.
Um ferner die Arbeitstiefe der Bodenwerkzeuge am Gerät verändern zu können, muß man Verstelleinrichtungen vorsehen, durch die die Furchenräder in senkrechter Richtung relativ zum Gerät verstellt werden können oder mit denen man die Werkzeuge relativ zum Rahmen des sie tragenden Gerätes verstellen kann.
Es ist weiterhin bekannt, zwischen einem Anbaugerät und dem Kraftheber eines Schleppers Kupplungsteile vorzusehen, welche aus Seitenketten bestehen, die die unteren Lenker mit den Hubarmen der Hubwelle des Krafthebers verbinden. Die Ketten unterstützen das Gerät in normalem Betrieb; sie gestatten jedoch, daß das Gerät an irgendeiner Seite nach oben schwenkt, wobei die Kette an dieser Seite gelockert und die Unterstützung durch den Kraftheber aufgehoben wird. Somit wird in diesem Fall ausschließlich eine verringerte Kraft von dem Gerät auf die Treibräder des Schleppers übertragen, so daß diese Räder ihre Anlagekraft am Boden verlieren können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Anbaugerät zu entwickeln, bei dem das gesamte Gewicht oder ein wesentlicher Teil des Gewichtes des Geräts unmittelbar vom Schlepper getragen wird, das unabhängig von der Stellung des Schleppers parallel zum Boden gehalten wird und das relativ zum Schlepper vertikal einstellbar ist, ohne daß die Parallellage zum Boden aufgehoben wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein landwirtschaftliches Gerät der obengenannten Art vorgeschlagen, das sich dadurch auszeichnet, daß zwischen dem Geräterahmen und dem Kraftheber Stützteile angeordnet
Landwirtschaftliches Gerät,
dessen Rahmen an dem Kraftheber
eines Schleppers angelenkte
Stützteile aufweist
Anmelder:
Massey-Harris-Ferguson Inc.,
Racine, WiS. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. F. Thieleke, Patentanwalt,
Braunschweig, Wendentorwall 1 a
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 17. Oktober 1956
Everett Winßeld Todd, Dearborn, Mich. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
sind, die eine Winkelbewegung des Gerätes um eine in Fahrtrichtung liegende Längsachse gestatten, und daß das Gerät an jeder Seite ein relativ zum Rahmen vertikal bewegbares Spurglied aufweist, zwischen welchen eine starre Querverbindung vorgesehen ist, so daß beim Heben oder Senken eines der beiden Spurglieder relativ zum Rahmen das andere gleichzeitig angehoben oder abgesenkt wird, und daß die Spurglieder mit einer Kraft auf den Boden wirken, die ausreicht, um das Gerät gegenüber dem Schlepper um eine in Fahrtrichtung liegende Längsachse zu verschwenken.
Weitere Kennzeichen und Merkmale der Erfindung
ergeben sich aus den Unteransprüchen und der folgen-
4.0 den Beschreibung vorteilhafter, beispielsweiser Ausführungsformen.
Fig. 1 ist eine Draufsicht auf den Schlepper mit angekuppeltem Gerät;
Fig. 2 zeigt die zugehörige Seitenansicht, in der einige Teile weggelassen sind und der hydraulische Kraftheber mit seiner Wirkungsweise angedeutet ist; Fig. 3 ist eine vergrößerte Seitenansicht des hinteren Schlepperendes mit dem Aushebemechanismus in der gesenkten Arbeitsstellung des Gerätes;
Fig. 4 stellt die zugehörige Hinteransicht nach der Linie 4-4 von Fig. 3 dar,
Fig. 5 ist eine senkrechte Ansicht des Gerätes nach der Linie 5-5 von Fig. 2 mit Schnitt durch die Lenker des Hubgestänges;
109 509/143
Fig. 6 ist eine Seitenansicht einer anderen Ausführungsform.
Nach den Zeichnungen ist das Gerät an einen Schlepper 7 mit der bekannten Dreipunktkupplung angebaut. Das Aushebegestänge besteht aus dem auf Druck beanspruchten oberen Lenker 11 und den auf Zug beanspruchten beiden unteren Lenkern 12 und 13, die an einem Kraftheber 14 hängen. Der Kraftheber wird hydraulisch von dem Druckzylinder 16 aus angetrieben, indem eine Hubwelle 17 gedreht wird, um die unteren Lenker 12 und 13 zu heben; läßt man das hydraulische Druckmedium aus dem Zylinder ausfließen, so senken sich die Lenker unter der Schwerkraft. Es sind auch die üblichen Vorkehrungen getroffen, um Zu- und Abfluß des Druckmediums zum Druckzylinder 16 sowohl von Hand als auch automatisch zu steuern.
Zum Kraftheber gehören zwei Hubarme 21 und 22, die fest auf der Hubwelle 17 sitzen, so daß sie übereinstimmend auf und nieder schwingen, wenn der Kraftheber bestätigt wird. Auf jeder Seite des Schleppers befindet sich eine Hilf siebeinrichtung mit je einem Kipphebel 24, der etwa in seiner Mitte mittels eines Gelenkbolzens 26 am freien Ende des Hubarmes 21 bzw. 22 angelenkt ist. Das vordere Ende des Kipphebels 24 ist mit einem Anschlag 27 ausgestattet, der sich an die Unterseite des Hubarmes 21 anlegt, um die Rechtsdrehung (Uhrzeigersinn) des Kipphebels 24 gegenüber dem Hubarm 21 zu begrenzen. Bei der Aufwärtsschwingung des Hubarms 21 bildet der Anschlag 27 eine in einer Richtung wirksame Hubverbindung mit dem Hubarm 21, die eine Aufwärtsbewegung auch des Kipphebels 24 herbeiführt. Diese Verbindung ermöglicht dem Kipphebel 24 eine begrenzte Schwenkbewegung unabhängig von dem Hubarm 21 und auch unabhängig von dem anderen Kipphebel, der auf der anderen Seite des Schleppers dem zweiten Hubarm 22 zugeordnet ist.
Die Hubarme 21 und 22 sind mit den unteren Lenkern 12 und 13 durch einen Ausgleichmechanismus verbunden, der durch die Fig. 3 und 4 veranschaulicht wird. Er enthält einen Hängelagerträger 32, der an seinen Enden mit Achsstummeln 33 in den Hubarmen 21 und 22 gelagert ist. Er trägt zwei drehbare Rollen 34, über die ein Seil 36 läuft, dessen Enden an die unteren Lenker 12 und 13 angeschlossen sind. Diese Anordnung bietet den unteren Lenkern 12 und 13 die Möglichkeit, gegenläufig zueinander in senkrechter Richtung zu schwingen und doch von den Hubarmen 21 und 22 getragen zu werden. Wenn also der Lenker 12 aus der dargestellten Lage nach unten bewegt wird, so hebt sich der andere Lenker 13 um denselben Betrag. Gleichzeitig liefert das Seil 36 eine Verbindung zur Lastübertragung zwischen den Hubarmen und den unteren Lenkern, so daß sich das an letzteren angeschlossene Gerät in seinem Bodenarbeitsbereich in senkrechter Querebene bewegen läßt. Wenn das Gerät aus seiner Arbeitslage zur Bodenbearbeitung durch die Rollen 34 und das Seil 36 ausgehoben wird, kommen die einseitig wirksamen Verbindungen zwischen den Hubarmen 21 und 22 und den ihnen zugeordneten Kipphebeln 24 zur Wirkung, um die Kipphebel 24 als Hilfshubhebel anzuheben; diese sind mit den unteren Lenkern durch ein Paar Hubstangen 37 verbunden. Es wird also die Aufwärtsschwenkung der Kipphebel 24 wirksam, um das Gerät in seine Transportstellung zu heben. Während dieses Anhebens des Geräts wird das Seil 36 schlaff.
Die soeben beschriebene Hebevorrichtung gestattet dem an die unteren Lenker 12 und 13 angeschlossenen ! Gerät ein Verkanten gegenüber dem Schlepper, d. h. ein Schwenken um eine in Fahrtrichtung liegende Längsachse, wenn das Gerät seine Arbeitslage auf dem Boden einnimmt; es kann aber in dieser Arbeitslage in senkrechter Richtung immer noch z. B. hinsichtlich der Arbeitstiefe verstellt werden, und zwar unabhängig von seiner Fähigkeit zum Verkanten gegenüber dem Schlepper. Das heißt, es kann sich das Gerät an der einen oder der anderen Seite frei heben oder senken,
ίο weil ein solches Verkanten dadurch ermöglicht wird, daß das Seil 36 nach der einen oder der anderen Seite über die Rollen 34 laufen kann, das Gerät aber trotzdem durch die Hubarme 21 und 22 vollständig getragen wird. Erst wenn das Gerät aus seiner Arbeitslage zur Bodenbearbeitung ausgehoben worden ist, kommen die Kipphebel 24 zur Wirkung, um das Gerät starr in einer zum Schlepper unverkantbaren Lage zu halten.
Das im Ausführungsbeispiel dargestellte Gerät ist eine Vierreihen-Pflanzvorrichtung, die, wie Fig. 1
ao zeigt, eine wesentlich größere Breite hat als der Schlepper 7, an den sie angebaut ist. Der Rahmen des Geräts enthält eine lange Werkzeugschiene 41, die sich in der Querrichtung erstreckt und als Träger für verschiedene Bestandteile der Maschine dient, z. B. Bodenbearbeitungswerkzeuge 42, Behälter 43 für Saatgut und Düngemittel und die zugehörigen Antriebseinrichtungen. Der Rahmen enthält auch Einrichtungen zum Anschluß der Werkzeugschiene 41 an das Hubgestänge des Schleppers, nämlich eine Schiene 44, die vor der Werkzeugschiene 41 liegt und mit ihr durch starre Querstützen 46 verbunden ist. Aus ihrer Mitte ragt eine aufrechte Stütze 47 nach oben, an deren oberem Ende der obere Lenker 11 mit einem Gelenkbolzen 51 angeschlossen ist. Wie in Fig. 3 und 5 gezeigt ist, sind zwei nach unten weisende Stützen 48 mit Querabstand an der Aushebeschiene 44 befestigt und durch Universalgelenke 49 mit den unteren Lenkern 12 und 13 verbunden. So wird das Gerät vom Kraftheber des Schleppers mittels der drei Lenker 11,12 und 13 getragen, so daß es gegenüber dem Schlepper in senkrechter Richtung zwischen einer Arbeitsstellung zur Bodenbearbeitung und einer ausgehobenen Transportstellung senkrecht bewegt werden kann. Da nun die unteren Lenker sich in senkrechter Richtung frei gegeneinander bewegen können, so kann sich das Gerät gegenüber dem Schlepper verkanten, wenn die Werkzeuge 42 sich in Arbeitsstellung am Boden befinden.
Wie aus Fig. 1 bis 3 hervorgeht, besteht die Spureinrichtung, mit der das Gerät entsprechend der Bodenkontur geführt wird, aus einer Querachse 53, die sich durch die hohle Werkzeugschiene 41 erstreckt. Sie ist etwas länger als die Schiene 41, und ihre Enden stehen aus Lagerböcken 54 vor. Diese Böcke sind starr mit den Enden der Werkzeugschiene verbunden, z. B. angeschweißt, und bilden die Lager für die Querachse 53. Tragarme 56 sind in genau paralleler Lage zueinander durch die Querachse 53 starr verbunden. In der normalen Arbeitsstellung des Geräts zur Bodenbearbeitung erstrecken sich diese Tragarme von der Werkzeugschiene 41 aus nach unten und vorn. An ihren freien Enden sind sie zu Achsstummeln 57 umgebogen, deren Achsen miteinander fluchten; sie tragen zwei Bodenführungsglieder in Gestalt drehbarer Spurräder 58 und 59. Die Tragarme 56 mit den Spurrädern können als eine Einheit gegenüber der Werkzeugschiene 41 auf und nieder schwingen. Wie die Fig. 1 und 2 erkennen lassen, sitzen die Räder ein Stück vor der Werkzeugschiene 41 und infolgedessen auch vor den Bodenbearbeitungswerkzeugen 42.
Das Aufwärtsschwingen der Spurräder 58, 59 ist nicht begrenzt, wohl aber ihr Abwärtsschwingen, und zwar durch Anschläge, die zu den Tragarmen 56 gehören ; wenn das Gerät in der Transportstellung steht, so werden die Räder ihm gegenüber durch Anschläge abgestützt. Wie die Fig. 3 und 5 erkennen lassen, gehört zu dem Rad 58 ein Anschlag in Gestalt einer Stange 61, deren vorderes Ende nach außen umgebogen ist, um als Gelenkzapfen 62 in ein Böckchen 63 einzutreten, das starr am vorderen Ende des Tragarms 56 vorgesehen ist. Ein Stück der Stange 61 vor ihrem hinteren Ende ist längsverschieblich in einem Kloben 64 geführt, der mittels Zapfens 66 drehbar in dem am Ende der Werkzeugschiene 41 starr befestigten Lagerbock 54 gelagert ist. An diesem Ende trägt die Stange 61 eine verstellbare Anschlagmutter 67, mit der man die Stellung bestimmen kann, in der sie an dem Kloben 64 zur Anlage kommt, um die Abwärtsbewegung des Tragarms 56 und des Rades 58 zu begrenzen. Eine entsprechende Einrichtung befindet sich auf der anderen Seite an dem Tragarm 56 für das andere Spurrad 59.
Es ist Vorsorge getroffen, um die Spurräder 58, 59 nach unten zu drücken, damit sie am Boden zur Wirkung kommen. Unter normalen Umständen, d. h. bei ebenem Boden, rollen also beide Räder auf dem Erdboden und werden von ihm getragen. Die erwähnte Druckkraft muß ausreichen, um das Gerät gegenüber dem Schlepper zu verkanten, damit es parallel zum Boden bleibt, auch wenn dieser nicht mehr eben ist. In dem Beispiel nach Fig. 1 bis 5 wird die erforderliche Abwärtskraft vom Gewicht der Räder 58, 59 geliefert, die als schwere Körper ausgeführt sind. Für ein Gerät der dargestellten Art hat sich ein Radgewicht von je 68 bis 701 kg als ausreichend erwiesen. Dieses Gewicht wird bei ebenem Boden vom Boden gleichmäßig getragen, und die Belastung aus dem Gewicht des gesamten Geräts und den auf die Werkzeuge und damit auf das Gerät abwärts wirkenden Bodenreaktionskräften übernimmt der Schlepper.
Es ist klar, daß die Arbeitstiefe der Werkzeuge 42 durch Betätigung des Schlepperkrafthebers verändert werden kann; und es ist unnötig, die Stellung der Spurräder nachzustellen oder die Werkzeuge gegenüber der Werkzeugschiene 41 zu verstellen. Wenn das Gerät 6 in Böden von unebener Oberfläche zu arbeiten hat, so haben beide Spurräder ihre Tendenz, in Berührung mit dem Boden zu bleiben, und sie zwingen das Gerät zu seitlichem Verkanten gegenüber dem Schlepper. Da die Räder gegenüber dem Gerät nur als Einheit schwenken können, wird die Welle 53 und damit die Werkzeugschiene 41 im großen und ganzen zum Boden parallel gehalten.
Wenn das Gerät gezwungen wird, sich gegenüber dem Schlepper zu verkanten, so geht folgendes vor sich: Es sei angenommen, daß eine Erhebung des Bodens das rechte Spurrad aufwärts drücke, dann strebt es, das linke Spurrad gleichermaßen anzuheben. Dies ruft eine Abwärtskraft auf der linken Seite des Geräts hervor, das sich infolgedessen um eine zentrale Längsachse verschwenken wird, bis es wieder parallel zum Boden ist. Wenn statt dessen das rechte Spurrad an eine Bodenvertiefung läuft, dann ist es bestrebt, sich zu senken und das linke Spurrad ebenfalls nach unten mitzunehmen. Dies ruft eine Abwärtskraft auf der rechten Seite des Geräts hervor, wodurch es um dieselbe zentrale Längsachse verschwenkt, bis es wieder seine zum Boden parallele Lage erreicht hat.
Bei manchen Feldarbeiten kann es zweckmäßig sein, Räder von normalem Gewicht zu verwenden und sie gegenüber dem Gestellrahmen mittels einer oder mehrerer Federn nach unten zu drücken, wie es in dem Beispiel nach Fig. 6 veranschaulicht ist. Hier ist auf jeder der Stangen 61 eine Druckfeder 71 abgestützt, um zwischen dem Kloben 64 und einem Anschlagbund 72 zur Wirkung zu kommen, der axial verstellbar mittels einer Stellschraube 73 auf jeder Stange 61 befestigt ist. Die Federn 71 kommen infolgedessen zwischen der Schiene 41 und den Rädern 58 bzw. 59 zur Wirkung, um diese nach unten zu drücken.
Normalerweise drücken beide Federn nach oben auf das Gerät wegen des Bodendrucks gegen die Räder, die beide auf dem Boden aufliegen; bei ebenem Boden mag jede Feder eine Druckkraft von beispielsweise 45 kg ausüben. Wird das rechte Spurrad durch eine Bodenerhebung nach oben gedrückt und drückt es die zugehörige Feder zusammen, so daß sie eine Kraft von etwa 90 kg ausübt, so ist gleichzeitig das linke Rad bestrebt, ebenfalls hochzugehen, ohne das aber wirklich zu tun, und seine Feder wird ebenfalls auf 90 kg zusammengedrückt. Da aber nur das rechte Rad auf dem Boden aufsitzt, so muß der Bodendruck aufwärts auf das rechte Rad im ganzen 180 kg betragen: dies ist die Verkantkraft, und diese Aufwärtskraft bringt das Gerät in bezug auf den Schlepper zum Verkanten, bis das Gerät wieder parallel zum Boden steht. Kommt statt dessen das rechte Rad an eine Bodensenke, so ist es jetzt ununterstützt, und so wirkt jetzt die ganze Bodenreaktion, also 90 kg, nach oben auf das linke Rad. Dies ist dann wieder die Verkantkraft.
In diesem Falle wird, da die Federn 71 auf gegenüberliegenden Seiten des Geräts zwischen der Werkzeugschiene 41 des Geräts und den Spurrädern 58, 59 zur Wirkung kommen, wenigstens ein kleiner Teil des Gerätgewichts von den Rädern getragen, wenn sich das Gerät in seiner Arbeitslage zur Bodenbearbeitung befindet. Das bedeutet, daß die Federwirkung in einem gewissen Umfang die Zugkraftbelastung vermindert, die vom Gerät über das Hubgestänge auf die Hinterräder des Schleppers übertragen wird.

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Landwirtschaftliches Gerät, dessen Rahmen an dem Kraftheber eines Schleppers angelenkte Stützteile aufweist, so daß die Einziehkraft des Gerätes in den Boden über die Stützteile auf die Treibräder des Schleppers übertragen wird und der Kraftheber zum Einstellen der Arbeitstiefe des Gerätes verwendbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Geräterahmen (41, 44) und dem Kraftheber (17, 21, 22) Stützteile (12, 13, 36, 34, 24) angeordnet sind, die eine Winkelbewegung des Gerätes um eine in Fahrtrichtung liegende Längsachse gestatten, und daß das Gerät an jeder Seite ein relativ zum Rahmen (41, 44) vertikal bewegbares Spurglied (52) aufweist, zwischen welchen eine starre Querverbindung (53) vorgesehen ist, so daß beim Heben oder Senken eines der beiden Spurglieder relativ zum Rahmen das andere gleichzeitig angehoben oder abgesenkt wird, und daß die Spurglieder (52) mit einer Kraft auf den Boden wirken, die ausreicht, um das Gerät gegenüber dem Schlepper um eine in Fahrtrichtung liegende Längsachse zu verschwenken.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spurglieder schwere Räder (58, 59) sind, die ihre Anlagekraft am Boden aus ihrem Gewicht herleiten.
3. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spurglieder Räder (58, 59) sind, die ihre Anlagekraft am Boden aus einer oder meh-
reren Federn (71) herleiten, die gegen den Geräterahmen (41, 44) wirken.
4. Gerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Querverbindung zwischen den Rädern (58, 59) eine Achse (53) ist, die in Lagern am Rahmen drehbar ist und an beiden Enden seitlich gerichtete Tragarme (56) mit koaxialen Achsstummeln trägt, auf denen die Spurräder drehbar sind, während die Tragarme übereinstimmend mit der Verbindungsachse (53) auf- und niederschwenken können.,
5. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß beide Tragarme (56) radial aus der Querachse (53) nach vorn und unten vorstehen, so daß die Spurräder (58, 59) vor den Bodenbearbeitungs-Werkzeugen (42) des Gerätes herlaufen.
6. Gerät nach einem der vorhergehenden Anspräche, gekennzeichnet durch einen Anschlag (67), der am Rahmen (41, 44) vorgesehen ist, um die Ab-
wärtsschwenkung der auf dem Boden aufliegenden Spurglieder (52) relativ zum Rahmen zu begrenzen, wenn das Gerät in seine Transportlage angehoben wird.
7. Gerät nach den Ansprüchen 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeuge des Gerätes von einem hohlen Werkzeugbalken (41) getragen werden, der ein Bestandteil des Geräterahmens ist und daß die Verbindung zwischen den Spurgliedern eine Achse (53) ist, die in dem Werkzeugbalken drehbar ist, sich durch den Werkzeugbalken hindurch erstreckt und über seine Enden vorsteht.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 831024, 837 330,
519;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1691624;
britische Patentschrift Nr. 698 415.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 109 509/143 1.61
DEM35611A 1956-10-17 1957-10-15 Landwirtschaftliches Geraet, dessen Rahmen an dem Kraftheber eines Schleppers angelenkte Stuetzteile aufweist Pending DE1099248B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US1099248XA 1956-10-17 1956-10-17

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1099248B true DE1099248B (de) 1961-02-09

Family

ID=22330302

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DEM35611A Pending DE1099248B (de) 1956-10-17 1957-10-15 Landwirtschaftliches Geraet, dessen Rahmen an dem Kraftheber eines Schleppers angelenkte Stuetzteile aufweist

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