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DE1097428B - Verfahren zur Herstellung von Toluylsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Toluylsaeuren

Info

Publication number
DE1097428B
DE1097428B DER12018A DER0012018A DE1097428B DE 1097428 B DE1097428 B DE 1097428B DE R12018 A DER12018 A DE R12018A DE R0012018 A DER0012018 A DE R0012018A DE 1097428 B DE1097428 B DE 1097428B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
acids
xylenes
toluic
xylene
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER12018A
Other languages
English (en)
Inventor
Chester M Himel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Richfield Oil Corp
Original Assignee
Richfield Oil Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Richfield Oil Corp filed Critical Richfield Oil Corp
Publication of DE1097428B publication Critical patent/DE1097428B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/16Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation
    • C07C51/21Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with molecular oxygen
    • C07C51/255Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with molecular oxygen of compounds containing six-membered aromatic rings without ring-splitting
    • C07C51/265Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with molecular oxygen of compounds containing six-membered aromatic rings without ring-splitting having alkyl side chains which are oxidised to carboxyl groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Toluylsäuren Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von Toluylsäuren aus Xylolen.
  • Es ist schon vorgeschlagen worden, Toluylsäuren durch Oxydation von Xylolen in flüssiger Phase mit einem sauerstoffhaltigen Gas, wie Luft,oder mit Sauerstoff angereicherter Luft und unter Verwendung eines Katalysators, wie z. B. eines Kobalt-, Mangan- oder Cersalzes, herzustellen. Gemäß diesem Verfahren wird das Xylol im Gemisch mit einem Lösungsmittel oxydiert, das gegen Oxydation inert ist und das fähig ist, den Katalysator und das Xylol zu lösen, z. B. Tetrachlorkohlenstoff, Benzol oder organische Carbonsäuren einschließlich Essigsäure oder Buttersäure. Die Verwendung eines Lösungsmittels bei der Durchführung der Umsetzung ist unerwünscht, da die Lösungsmittel kostspielig sind, die Rückgewinnung der Lösungsmittel ein schwieriges Problem darstellt und da sie nicht wirklich inert sind. Durch Nichtanwendung eines Lösungsmittels vermeidet man zwar unerwünschte Kosten für deren Beschaffung und Rückgewinnung, jedoch wurde festgestellt, daß die Nicht anwendung eines Lösungsmittels insofern ein weiteres Problem aufwirft, als die Reaktionsbedingungen des erwähnten Verfahrens drastisch geändert werden müssen, damit nicht eine überschüssige Menge an Phthalsäuren bei der Oxydation anfällt. So wird in der britischen Patentschrift 666 709 zwar die Oxydation von p-Xylol zu p-Toluylsäure beschrieben.
  • Jedoch sind die dort angewandten Oxydationsbedingun gen andere als die der Erfindung und führen dazu, daß neben Toluylsäure auch Phthalsäuren gebildet werden.
  • In der niederländischen Patentschrift 63 987 wird die Herstellung von Toluylsäuren aus Benzol enthaltenden Xylolen unter Anwendung eines Kobalt- oder Mangansalzes als Katalysator bei erhöhten Temperaturen und Drücken beschrieben. Die in dieser Patentschrift beschriebene Umsetzung führt zur Umwandlung von 700/, oder mehr Xylolen, wobei als Nebenprodukte Dicarbonsäuren, wie beispielsweise Phthalsäuren, gebildet werden.
  • Auch in dieser Patentschrift werden die erfindungsgemäß anzuwendenden Bedingungen weder beschrieben noch nahegelegt.
  • In der deutschen Patentschrift 767 366 wird die Herstellung von p-Toluylsäure aus p-Xylol sowie die Herstellung von Gemischen von Toluylsäuren aus Gemischen isomerer Xylole beschrieben. Die dem Verfahren gemäß dieser Patentschrift verwendeten Ausgangsmaterialien enthalten offensichtlich nicht wie die gemäß der vorliegenden Erfindung verwendeten Äthylbenzol. Die Patentschrift enthält ferner keine Angaben über die Bildung von verunreinigenden Phthalsäuren, deren Nicht auftreten ein wesentliches Kennzeichen der Erfindung ist. Es werden daher auch keinerlei Angaben darüber gemacht, wie die Bildung solcher Verunreinigungen vermieden werden kann.
  • Es wurde nun ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von Toluylsäuren mit großer Geschwindigkeit und in guter Ausbeute durch Oxydation von Xylolen gefunden, wobei ein Minimum an Phthalsäure erzeugt wird, ohne daß ein Lösungsmittel verwendet wird. Erfindungsgemäß wird das xylolhaltige Material, das im wesentlichen aus Xylolen sowie bis zu 16 Gewichtsprozent Äthylbenzol, bezogen auf das Gewicht von Xylolen und Äthylbenzol, und bis zu etwa 30 Gewichtsprozent Paraffinen und Naphthenen, bezogen auf das Gewicht der Xylole, Äthylbenzole, Paraffine und Naphthene, besteht, bei einer Temperatur von 1500 C und einem Druck von 13,25 atü so lange oxydiert, bis 34,8 bis 47,7 OIo der ursprünglich in dem Reaktionsgemisch anwesenden aromatischen Verbindungen in sauerstoffhaltige Verbindungen umgewandelt sind.
  • Um die Bedeutung der Einhaltung dieser Reaktionsbedingungen zur Erzielung einer stark selektiven Umsetzung aufzuzeigen, soll im folgenden ein Beispiel aufgeführt werden, das die Oxydation bei Bedingungen innerhalb und außerhalb der obigen Bereiche betrifft.
  • Beispiel Bei der Durchführung dieser Versuche wurde das folgende Verfahren angewandt: Die Umsetzungen erfolgten unter Rühren in einem Autoklav von 3,8 1 Fassungsvermögen aus rostfreiem Stahl, der mit Rückflußkühler und Rückdruckregulator zur Drucküberwachung ausgestattet war. Am Boden des Reaktionsgefäßes wurde neben dem Rührer Luft zugeleitet. Die Xylole und der Katalysator wurden in den Autoklav gegeben, Druck und Temperatur eingestellt und dann Luft mit einer Geschwindigkeit von 0,77 m3 (gemessen bei Atmosphärendruck) durchgeleitet. Für das im Ansatz 12 der folgenden Tabelle angewendete Verfahren wurden 1750 g Paraxylol und 4,5 g Kobaltotoluat als Katalysator in den Autoklav gegeben, die Temperatur der Beschickung wurde auf 1650 C erhöht und 2 Stunden und 50 Minuten bei einem Druck von 12,2 atü Luft eingeleitet. Nach dieser Zeit waren etwa 1,8 m3 Luft, gemessen bei Normaltemperatur und -druckbedingungen, zugeleitet worden, wobei 74,7 01o der Beschickung umgewandelt worden waren. Während der Umsetzung variierte die Temperatur zwischen 165 und 1700 C. Dann wurde der Autoklav auf Zimmertemperatur gekühlt, geöffnet und das Reaktionsprodukt auf seinen Gehalt an Xylol, neutralen Oxydationsprodukten, Toluylsäuren, Phthalsäuren und Estern analysiert. Die in der Tabelle angegebenen prozentualen Mengen an Estern und Phthalsäuren sind in Kilogramm je 100 kg gebildete Toluylsäuren angegeben. Die Ausbeute in Gewichtsprozent für die rohen Toluylsäuren wurde durch Division des Gewichtes der isolierten Oxydationsprodukte durch das Gewicht des nicht zurückgewonnenen Xylols bestimmt.
  • Luftoxydation von Xylolen
    o/ Ausbeuten
    An- Um- Druck Tempe- rohe Analyse der rohen
    satz wand- ratur Toluyl- Toluylsäuren
    lung säuren lo Phthal-
    at °C !s 01, slo Ester säure
    1 26,8 1 150 93 27,8 0,4
    2 32,8 6,25 150 103 11,5 2,7
    3 34,8 13,25 150 99 6,0 3,3
    4 40,3 3,1 150 105 21,7 2,9
    5 41,7 6,25 150 107 12,4 4,4
    6 47,7 1 150 93 31,8 2,0
    7 47,7 13,25 150 109,5 0,0 4,5
    8 52,5 3,1- 150 115 12,0 5,8
    9 58,5 6,25 150 108 14,5 6,9
    10 68,2 13,25 150 119 0,0 10,5
    11 72,0 3,1 150 119 1,41 14,0
    12 74,7 13,25 - 167 114 2,0 11,2
    Bei den Ansätzen 3 und 7 betrug die maximale Menge an gebildeter Phthalsäure nur 4,5 0J0, und die Menge an gebildeten Estern betrug .6 bzw. 001,. Bei Anwendung des gleichen Druckes (13,25 at), jedoch bei Umwand- lungen von mehr als 500/o (Ansätze 10 und 12), d. h. bei Bedingungen, wie sie gemäß der niederländischen Patentschrift 63 987 zur Anwendung kommen, wurde zwar nur eine minimale Menge an Estern gebildet, jedoch war die Menge an gebildeter Phthalsäure mehr als zweimal so groß wie die in den Ansätzen 3 und 7 bei einer Umwandlung von weniger als 5001, gebildete.
  • Für die Ansätze 2 und 5 der Tabelle wurde ein Druck von nur 5,25 at angewandt, während die übrigen Bedingungen in den beanspruchten Bereich fielen. Es wurde nur wenig Phthalsäure gebildet, jedoch war die Menge an gebildeten Estern zweimal so groß wie bei Anwendung der beanspruchten Bedingungen.
  • Bei einer Überprüfung der in dieser Tabelle zusammengestellten Werte ergibt sich eindeutig die Überlegenheit des beanspruchten Verfahrens, d. h., es ergibt sich, daß die beanspruchten Reaktionsbedingungen eingehalten werden müssen, wenn eine optimale Selektivität der Umsetzung erzielt werden - soll.
  • PATENTANSPROCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Toluylsäuren durch Oxydation eines xylolhaltigen Kohlenwasserstoffgemisches in flüssiger Phase mit einem sauerstoffreichen Gas in Anwesenheit eines in dem Reaktionsgemisch löslichen Kobalt-, Mangan- oder Cersalzes als Katalysator, dadurch gekennzeichnet, daß man ein im wesentlichen aus Xylolen sowie bis zu 16 Gewichtsprozent Äthylbenzol und bis zu etwa 30 Gewichtsprozent Paraffinen und Naphthenen, jeweils bezogen auf das Gewicht des Gemisches bestehendes Gemisch bei einer Temperatur von 150= C und einem Druck von 13,25 atü bis zu einem Umwandlungsgrad der ursprünglich in - dem Reaktionsgemisch anwesenden aromatischen Verbindungen in sauerstoffhaltige Verbindungen von 34,8 bis 47,7 /o oxydiert.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein xylolhaltiges Material, das etwa 8 bis 16 Gewichtsprozent Äthylbenzol und etwa LQ bis etwa 30 Gewichtsprozent Paraffine und Naphthene, jeweils bezogen auf das Gewicht des Gemisches, enthält, verwendet.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein xylolhaltiges Material, das im wesentlichen aus Xylolen sowie aus etwa 8 bis etwa 16 Gewichtsprozent Äthylbenzol, bezogen auf das Gewicht des Gemisches, besteht, verwendet.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 767366; niederländische Patentschrift Nr. 63987; britische Patentschrift Nr. 666 709.
DER12018A 1952-07-01 1953-06-30 Verfahren zur Herstellung von Toluylsaeuren Pending DE1097428B (de)

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DER12018A Pending DE1097428B (de) 1952-07-01 1953-06-30 Verfahren zur Herstellung von Toluylsaeuren

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
NL63987C (de) *
GB666709A (en) * 1948-02-02 1952-02-20 California Research Corp Preparation of aromatic para dicarboxylic acids
DE767366C (de) * 1940-07-14 1952-06-19 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Oxydationsprodukten der Methylbenzole

Patent Citations (3)

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