DE1097391B - Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Herstellen von rohrfoermigen und offenen, aus mehreren Teilprofilen zusammengefuegten und laengsnahtverschweissten Profilen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Herstellen von rohrfoermigen und offenen, aus mehreren Teilprofilen zusammengefuegten und laengsnahtverschweissten ProfilenInfo
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- DE1097391B DE1097391B DEW22985A DEW0022985A DE1097391B DE 1097391 B DE1097391 B DE 1097391B DE W22985 A DEW22985 A DE W22985A DE W0022985 A DEW0022985 A DE W0022985A DE 1097391 B DE1097391 B DE 1097391B
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Description
DEUTSCHES
Es ist ein Verfahren zum Herstellen eines aus mehreren Teilprofilen zusammengefügten offenen Profils
bekannt, bei dem die einzelnen Teilprofile mit in dieselbe Richtung zeigenden offenen Seiten fortschreitend
nebeneinander in einem einzigen Walzwerk aus bandförmigem Material geformt und danach unter
Verdrillen eines Teiles von ihnen um die Längsachse zum Gesamtprofil zusammengeführt und verbunden
werden. Dieses bekannte Verfahren wurde zum Herstellen von stromführenden Leitschienen für Obusse
vorgeschlagen. Die Teilprofile bestehen aus verschiedenem Material, und zwar aus Blech und mit Isoliermaterial
umhüllten Kupferfolien; ihre Verbindung erfolgt durch Einbiegen und Bördeln.
Die Erfindung bezieht sich demgegenüber auf die Herstellung von rohrförmigen und offenen Profilen,
insbesondere von Rohren, wobei zwei oder mehrere Metallblechstreifen zu Teil- bzw. Vorprofilen geformt
und diese Vorprofile sodann unter Bildung der erwünschten Profilform miteinander verschweißt werden.
So pflegt man beispielsweise in der Rohrherstellung zunächst zwei im Querschnitt halbkreisförmige
Rinnenprofile herzustellen, diese zusammenzuführen und dann mittels Widerstandsschweißung zu verbinden.
Das Verschweißen der beiden halbkreisförmigen Profile erfolgt dabei derart, daß die beiden Schweißnähte
senkrecht übereinanderliegen. Um hierbei kontinuierlich arbeiten zu können, mußte man je ein besonderes
Walzwerk mit lotrechten Wellen für die Formung jedes der beiden Streifen zu einem Vorprofil verwenden
und diese synchronisieren. Für jeden Rohrquerschnitt sind eigene Werkzeugsätze (Formrollen,
Elektrodenrollen usw.) erforderlich. Bei einem Programmwechsel sind daher erhebliche Umbauzeiten an
zwei Walzwerken für das Wechseln der Werkzeuge aufzuwenden, so daß die Herstellung kleinerer Men-'
gen unwirtschaftlich und der Ausnutzungsgrad einer solchen Anlage gering ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein kontinuierliches Herstellen von Profilen, insbesondere
Rohren oder Hohlprofilen, zu ermöglichen, bei dem die angeführten Mangel vermieden, d. h. die Anlagekosten
und Umbauzeiten vermindert und Stillstandszeiten möglichst weitgehend vermieden werden.
Erfindungsgemäß wird dies durch die Anwendung des eingangs in Verbindung mit dem Herstellen von
Obus-Drähten beschriebenen Verfahrens zum kontinuierlichen Herstellen von aus mehreren Teilprofilen
zusammengefügten Profilen erreicht, bei dem die einzelnen Teilprofile mit in dieselbe Richtung zeigenden
offenen Seiten fortschreitend nebeneinander und daher unter Benutzung eines einzigen Walzwerks aus Band
geformt und danach unter Verdrillen eines Teiles von ihnen um die Längsachse zum Gesamtprofil zusammen-Verfahren
und Vorrichtung
zum kontinuierlichen Herstellen
von rohrförmigen und offenen,
aus mehreren Teilprofilen zusammengefügten und längsnahtverschweißten
Profilen
zum kontinuierlichen Herstellen
von rohrförmigen und offenen,
aus mehreren Teilprofilen zusammengefügten und längsnahtverschweißten
Profilen
Anmelder:
Alfred Wögerbauer, Linz (Österreich)
Alfred Wögerbauer, Linz (Österreich)
Vertreter: Dipl.-Ing. W. Meissner, Berlin-Grunewald,
und Dipl.-Ing. H. Tischer, München 2, Tal 71,
Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
Österreich vom 5. April 1957
Österreich vom 5. April 1957
Alfred Wögerbauer, Linz (Österreich),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
geführt und verbunden werden. Durch die Anwendung jenes bekannten Vorgehens wird nun auch bei der
Herstellung der hier in Rede stehenden nahtgeschweißten Profile, z. B. Rohre, erreicht, daß man mit einem
einzigen Walzwerk auskommt und damit zu geringeren Anlagekosten und Umbauzeiten gelangt. Abweichend
von dem bekannten Vorgehen ist es im Falle der Erfindung erforderlich, nach dem Formen der Teilprofile
mindestens eines von ihnen in eine Lage zu verdrillen, in der sich die freien Kanten sämtlicher Teilprofile
zur Bildung des Hohlprofils und zum anschließenden stampfen Verschweißen der Kanten unmittelbar
gegenüberstehen.
Es werden also zum Unterschied von dem beim Herstellen von Rohren bisher üblichen Vorgehen alle
Teil- bzw. Vorprofile, die zusammen nach Verschweißung das erwünschte Profil ergeben, auf derselben
Formstrecke bzw. Walzstrecke gebildet. Verglichen mit der früheren Arbeitsweise sind daher in
jedem Gerüst der Walzstrecke zwei Stempel- und zwei Gesenkrollen angeordnet, so daß man mit der halben
Anzahl von Gerüsten auskommt. Erst am Ende der Form- bzw. Walzstrecke werden die parallel in
gleicher Ebene nebeneinanderlaufenden Teil- bzw. Vorprofile oder mindestens eines von ihnen so gegen-
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einander verdrillt, daß die zu verschweißenden Kanten zusammengeführt werden. Um die hierbei gegebenenfalls
auftretenden Spannungen gering zu halten, wird die Einrichtung zum Verdrillen nicht unmittelbar
hinter den Formeinrichtungen der Vorprofile angeordnet, sondern dazwischen ein angemessener Abstand
vorgesehen.
Die Erfindung kann mit Vorteil zur Herstellung von Hohlprofilen, wie Rundrohren, Rechteckrohren,
Dreieckrohren, Sechseckrohren od. dgl., oder zur Herstellung von offenen Profilen, z. B. Kreuzprofilen, verwendet
werden. Bei der Herstellung von Rundrohren und Rechteckrohren werden im allgemeinen beide der
rinnenförmigen oder winkelförmigen Teil- bzw. Vorprofile, und zwar das eine im Uhrzeigersinn und das
andere im Gegenuhrzeigersinn, verdrillt; es ist jedoch
auch möglich, nur eines der Teilprofile zu verdrillen, um die Stellung zu scharren, in der sich die zu verschweißenden
Kanten einander unmittelbar gegenüberstehen. Die zu verschweißenden Kanten müssen keine
Endkanten der Teil-bzw. Vorprofile sein. Bei der Herstellung von Kreuzprofilen aus winkelförmigen Vorprofilen
kann man erfindungsgemäß auch so vorgehen, daß man die durch die Abwinkelung gebildeten Kanten
Rücken an Rücken zusammenführt und mittels einer Schweißnaht verbindet.
Eines der wichtigsten und bevorzugten Anwendungsgebiete der Erfindung ist die Herstellung von
Rundrohren mit beliebig wählbarem Durchmesser aus Streifen, die zu rinnenförmigen Vorprofilen geformt
werden. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung erhalten die Streifen eine Form, die im Querschnitt
aus je zwei Viertelkreisbögen mit einem dazwischenliegenden Flachstück wählbarer Länge besteht. Diese
Vorprofile werden am Ende der Formstrecke um je 90° aus ihrer Lageebene so zueinander verdrillt, daß
ihre Kanten einander gegenüberstehen, und unter Bildung eines Flachovalrohres durch zwei Schweißnähte
verbunden; anschließend wird das Flachovalrohr zu einem Rundrohr umgeformt, wie es an sich grundsätzlich
bekannt ist. Es können mit der Erfindung alle Rohrquerschnitte mit den gleichen, im Querschnitt
viertelkreisförmigen Formungsteilen hergestellt werden, indem nur das Flachstück zwischen diesen beiden
viertelkreisförmig ausgebildeten Formungsteilen ausgetauscht wird, was mit einem sehr geringen Arbeitsund
Kostenaufwand möglich ist. Die auf diese Weise herstellbaren Rohre mit kleinstem Durchmesser erhält
man, wenn man das flache Zwischenstück ganz wegläßt; der Durchmesser eines solchen Rohres ist 2r,
wenn r den Radius der im Querschnitt viertelkreisförmigen Formungsstücke bedeutet. Die Rohre mit
größtem Durchmesser erhält man, wenn man die längsten flachen Zwischenstücke, die auf der Welle
zwischen den beiden im Querschnitt viertelkreisförmigen Formungsstücken noch Platz finden, einsetzt.
Wenn / die Länge der flachen Zwischenstücke und r
den Radius der viertelkreisförmigen Formungsteile bedeutet, ist der Durchmesser des herzustellenden
9 7
Rohres 2r+—.
π
π
Dieses Vorgehen ist bei Rohren mit einer Schweißnaht grundsätzlich vorbekannt. Hier wird auch ein in
der Querschnittsbreite ständig gleichbleibendes, flachovalartiges Vorprofil erzeugt, bei dem nur die flachen
Bereiche der Querschnittslänge entsprechend dem jeweils gewünschten Durchmesser des Rundrohres
variiert werden, während die auf der einen Seite runden und auf der anderen Seite über Rundungen in
ebene Bereiche übergehenden Verbindungsstrecken der Flachteile und damit die Umgebung der Nahtstelle
immer dieselbe Form beibehalten. Unterschiedlich ist insoweit beim Erfindungsgegenstand der vollkommen
symmetrisch flachoval gestaltete Querschnitt des — im Gegensatz zu dem bekannten Fall zweiteiligen — Vorprofils,
der eine stabilere Lage der zu verbindenden Kanten beim Schweiß Vorgang bewirkt, als dies bei
dem bekannten flachovalartigen Vorprofil der Fall ist, das im Schlitzkantenbereich eben ist.
ίο Die Umformung eines· bei Verwendung von flachen"
Zwischenstücken hergestellten Flachovalrohres zu einem Rundrohr kann in bekannter Weise hinter der
Schweißmaschine mittels einer Formeinrichtung, beispielsweise mittels einer Mehrwalzenkalibriermaschine,
durchgeführt werden. Man kann diese Umformung zu einem Rundrohr aber zu einem beliebigen Zeitpunkt
vornehmen. In manchen Fällen ist es vorteilhafter, die Flachovalrohre als solche zu stapeln oder zu versenden,
da sie in diesem Zustand weniger Platz einnehmen, und die Umformung zum Rundrohr erst vor
endgültiger Verwendung, z. B. an der Baustelle, vorzunehmen.
Das für die Herstellung von Rundrohren beschriebene Verfahren ist ohne wesentliche Änderungen auch
für Rechteckrohre, Sechskantrohre und ähnliche Querschnitte anwendbar. Bei der Herstellung von Rechteckrohren
können U-förmig geformt Vorprofile für Rechtecke verschiedenen Querschnittes mit den gleichen
Werkzeugen, z. B. Formwalzen, gefertigt werden, wenn deren Abstände auf den Wellen der Formmaschinen
sinngemäß verstellt werden. Zwischen den Formwalzen können zylindrische Zwischenrollen angeordnet
werden. Zum Aufbringen solcher Zwischenrollen auf die Wellen müssen im allgemeinen die
Außenständer der Formwalzmaschinen und alle vorgesetzten Rollen entfernt werden. Um dies zu vermeiden,
sieht eine im folgenden noch genauer beschriebene, besondere Ausgestaltung der Erfindung zweiteilige
Zwischenrollen vor. Diese sitzen z. B. mit einem Konus zwischen den eigentlichen Formwalzen
und werden von ihnen gehalten. Beim Umbau auf eine andere Größe können dann die Außenständer der
Formwalzmaschine stehenbleiben. Es braucht nur die Werkzeugbefestigung gelöst und wieder angezogen zu
werden.
Sollen nach der Erfindung Quadratrohre oder Rohre mit annähernd quadratischem Querschnitt hergestellt,
werden, so kann man diese als Rechtecke betrachten und gemäß dem bereits angegebenen Verfahren herstellen.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, Quadratrohre durch Zusammenschweißen zweier
Winkelprofile herzustellen. Hierbei werden zwei nebeneinander geformte Winkel um 90° gegeneinander
verdrillt, mit den freien Kanten zusammengeführt und sodann die Kanten miteinander verschweißt. Mit
diesem Verfahren können Quadratrohre verschiedener Abmessungen hergestellt werden, ohne daß wesentliche
Umstellungen an den Werkzeugen, z. B. Vorprofilformrollen, vorgenommen werden müssen. Nach dem
Schweißen können die Quadratrohre durch Kalibrierwerkzeuge (Ziehsteine, Formrollen), die beim Programmwecheel
nur einer Anstellung, nicht aber eines Werkzeugwechsels bedürfen, auf enge Maßtoleranzen
gebracht werden. Es können also sämtliche Quadratrohre, die in den Dimensionsbereich der Anlage fallen,
mit einem Universalwerkzeugsatz hergestellt werden. Bei relativ scharfkantigen Quadratrohren (Eckradius
kleiner als zweifache Wanddicke) sieht die Erfindung vor, daß die winkelförmigen Vorprofile nur durch Abschrägen
der Kanten (Walzen oder Hobeln) zur
Schweißung vorbereitet werden. Bei der Herstellung von Quadratrohren mit stärker gerundeten Kanten
kann man dagegen auch so vorgehen, daß zunächst die Kanten des flachen Ausgangsstreifens um etwa 45°
angebogen und anschließend die Winkel geformt werden. Während im ersteren Fall zwei Winkelnähte die
Vorprofile zu einem Quadratrohr verbinden, handelt es sich im zweiten Fall um eine Verbindung mittels
Stumpfnähten.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht die Herstellung von Dreieckrohren aus drei Streifen vor.
Bei dieser Ausführungsform werden die Ränder dreier Streifen um etwa 60° aufgebogen. Während der Mittelstreifen
unverdrillt durch die Anlage läuft, werden die beiden äußeren Streifen zueinander um 120° verdrillt,
so daß sich je zwei Vorprofilkanten gegenüberstehen. Wird die Schweißung als Widerstandsschweißung
ausgeführt, so können entweder drei Schweißtransformatoren, die von je einer Phase eines Drehstromnetzes
gespeist werden, vorgesehen werden, oder es können drei Schweißstellen parallel an der gleichen
Wechselstromphase angeschlossen sein.
Die Schweißung kann nach einem beliebigen Verfahren durchgeführt werden. Als besonders geeignet
haben sich die konduktive und die induktive Variante der elektrischen Kerbeffektschweißung erwiesen. Verfahren
dieser Art sind bekannt. Es können mit diesen Verfahren beliebige metallische Werkstoffe, wie
unlegierte und legierte Stähle, Chromstähle, Aluminium- und Magnesiumlegierungen, Titan, Kupfer
u. a., geschweißt werden.
Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung wird Vorsorge getroffen, daß die verschiedenen
Schweißnähte, die zur Bildung des gewünschten Profils gelegt werden, untereinander gleichwertig sind.
Erfindungsgemäß können zu diesem Zweck bei der konduktiven Kerbeffektschweißung die Elektrodenrollen
schwenkbar angeordnet sein. Ist z. B. die obere Naht kühler als die untere, so werden die Elektrodenrollen
derart geschwenkt, daß sich ihr Abstand auf der oberen Seite verringert. Dadurch verringert sich
der elektrische Widerstand der oberen Schweißstelle (kürzerer Kerb); der Strom und die Schweißtemperatur
steigen an. Das Schwenken kann durch einen (vom Schweißer oder automatisch betätigten) Mechanismus
erfolgen.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele für die Durchführung der Erfindung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung eine Gesamtanlage im Aufriß und
Fig. 2 im Grundriß, die zur Herstellung von Rundrohren dient;
Fig. 3 zeigt zehn Querschnitte I bis X der Streifen, der Vorprofile und des Rohres und erläutert fortschreitend
die einzelnen charakteristischen Stadien des Herstellungsverlaufes;
Fig. 4 gibt in ähnlicher Weise wie die Fig. 3 sieben Querschnitte von Streifen, Vorprofilen und einem
Rechteckrohr wieder, welche die charakteristischen Stadien der Herstellung eines solchen Rechteckrohres
bezeichnen;
Fig. 5 zeigt sieben Querschnitte bei der Herstellung eines Quadratrohres nach dem gleichen Schema wie
die Fig. 4;
Fig. 6 zeigt eine Einzelheit bei dem Verschweißen von winkelförmigen Vorprofilen zu einem Quadratrohr;
Fig. 7 zeigt eine Einzelheit nach dem Verschweißen solcher winkelförmiger Vorprofile zu einem Quadratrohr
; Fig. 8 stellt sieben Querschnitte der Herstellung eines Quadratrohres nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung dar;
Fig. 9 zeigt sechs Querschnitte bei der Herstellung eines Dreieckrohres, die den charakteristischen Herstellungsstadien
des Verfahrens entsprechen;
Fig. 10 zeigt ebenfalls sechs charakteristische Querschnitte bei der Herstellung eines Dreieckrohres nach
einer anderen Ausführungsform des Verfahrens;
Fig. 11 erläutert sechs charakteristische Querschnitte bei der Herstellung eines offenen Profils aus
zwei Streifen;
Fig. 12 ist ein schematischer Vertikalschnitt durch eine Formungseinrichtung entlang der Linie XII-XII
der Fig. 2;
Fig. 13 zeigt eine geteilte Zwischenrolle in Ansicht und im Schnitt;
Fig. 14 ist ein schematischer vertikaler Schnitt durch die Schweißeinrichtung, etwa entlang der Linie
XIV-XIV der Fig. 2; in
Fig. 15 und 16 ist in schematischer Weise das Prinzip von vorzugsweise anzuwendenden Schweißverfahren
erläutert.
Im Beispiel nach den Fig. 1 und 2 dienen als Vormaterial für die kontinuierliche Herstellung von Rundrohren
zwei möglichst lange Bänder aus Stahlblech, die, zu Bunden 1 und 2 gehaspelt, am Kopf der Anlage
angeordnet werden. Mit Hilfe einer Stumpfschweißeinrichtung 3 werden die Enden der verbrauchten
Bunde in bekannter Weise mit den Anfängen der folgenden neuen Bunde zu endlosen Bändern vereinigt,
die z. B. über eine (nicht gezeichnete) Schlaufe der Anlage zugeführt werden. Der intermittierend arbeitende
Treibrollensatz 4 dient zur Umlenkung und Bildung der Schlaufe. Der Rollensatz 5 lenkt die Bänder
erneut um und führt sie kontinuierlich der weiteren Anlage zu. Eine hoch-tief-verstellbare Doppelrolle 6
kann zur Entspannung der Bänder benutzt werden. Handelt es sich um verzunderte, also warmgewalzte
Bänder, so kann der durch die Rollen 4, 5 und 6 gelockerte Zunder in einer Reinigungseinrichtung 7 z. B.
durch Bürsten gesäubert werden. In den hintereinander angeordneten Rollenpaaren 8/9, 10/11, 12/13
und 14/15 der Formstrecke werden die beiden Bänder stufenweise fortschreitend zu den Halbschalen 16 und
17 umgeformt. An Stelle der Formrollen könnten auch Ziehmatrizen od. dgl. verwendet werden, es muß jedoch
für den Vortrieb der Bänder, z. B. durch Treibrollen, vorgesorgt sein.
Nach Passieren der Formeinrichtungen werden die parallel nebeneinanderlaufenden Vorprofile um je 90°
verdrillt. Das rechte Vorprofil 16 wird entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn, das linke Vorprofil 17 im Uhrzeigersinn
gedreht und beide konvergierend so zusammengeführt, daß sich die bisher äußeren und bisher
inneren Kanten der Vorprofile gegenüberstehen. Sodann erfolgt die gleichzeitige, fortschreitende Schweißung
der beiden Nähte. Hierzu eignen sich, wie erwähnt, eine Reihe von Schweißverfahren. Es ist möglich,
mit autogener Gasschmelzschweißung, mit elektrischer Lichtbogenschweißung, mit elektrischer Widerstandsschweißung
(Johnston - Verfahren) oder anderen Schweißverfahren zu arbeiten.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt die Schweißung mit der konduktiven Variante der elektrischen
Kerbeffektschweißung. Es könnte aber auch deren induktive Variante vorgesehen werden. In den
Fig. 15 und 16 sind diese beiden Varianten schematisch erläutert. Das Prinzip besteht darin, daß bei konduktiver
oder induktiver Zuführung des elektrischen
Stromes in der Weise, daß der Strom den zwischen den zu verbindenden Teilen gebildeten Kerb umfließen
muß, eine so hohe Stromkonzentration auftritt, daß die für die Schmelzung des Metalls erforderliche Erhitzung
eintritt. Diese Art des Schweißens hat sich für das erfindungsgemäße Verfahren als besonders
vorteilhaft gezeigt.
Bei dem Beispiel nach Fig. 1 und 2 werden die Vorprofile nach dem Verdrillen durch zwei Rollenpaare
18/19 und 20/21 geführt. Diese sind in Querrichtung verstellbar, wie durch die Doppelpfeile angedeutet ist.
Die inneren Rollen 19 und 20 wirken als Spreizrollen und drücken gemeinsam mit dem in Längsrichtung
verstellbaren Dorn 22 die Vorprofile 16 und 17 an die Schweißstromrollen 23 und 24. Im Punkt 25 treffen
sich die Kanten der Vorprofile und verschweißen. Die beiden Schweißstromrollen erhalten über eine (nicht
gezeichnete) Stromquelle einen elektrischen Hochstrom niedriger Spannung zugeführt, der von einer Rolle zur
anderen den Umweg über die beiden zu schweißenden Stellen der Vorprofile machen muß und dort infolge
des Kerbeffektes eine hohe Stromkonzentration mit entsprechender Erhitzung verursacht. Um ein Abgleiten
der Kanten aneinander (Versetzen) zu verhindern und die Schweißnaht warm zu formen, sind hinter den
Schweißnahtspitzen Druckrollen 26 und 27 (Fig. 1) angeordnet. Zwei Schneidwerkzeuge 28 und 29 entfernen
sodann den äußeren Schweißgrat. In ähnlicher Weise können die Schweißnähte innen bearbeitet werden,
wobei die erfindungsgemäße Anordnung gegenüber der Anordnung für Einnahtrohre durch beste Zugänglichkeit
und kurze Hebelarme entscheidende Vorteile bietet.
Der Schweißeinrichtung ist in nicht zur Erfindung gehöriger Weise eine Einrichtung zur Wärmebehandlung
30 nachgeordnet. Dies kann entweder eine Kühleinrichtung oder ein Nachwärmgerät sein. Sie kann
auch unbenutzt bleiben.
Das Rohr verläßt die Schweiß einrichtung als hochkant
gestelltes Flachovalrohr. In den Rollenpaaren 31/32, 33/34, 35/36 wird das Flachovalrohr stufenweise
zu einem Rundrohr umgeformt und mit Hilfe der vier in einer Ebene liegenden Rollen 37 bis 40
kalibriert.
Das Umformen der Flachovalrohre zu Rundrohren kann auch in bekannter Weise nach anderen Verfahren,
wie Ziehen oder Expandieren, erfolgen. Bei großen Entfernungen zwischen Herstellungs- und Verwendungsort
ist es möglich, die bessere Stapelmöglichkeit und den kleineren Frachtraum der Flachovalrohre zu
nutzen und das Umformen erst nahe dem Verwendungsort durchzuführen.
Der dargestellten Anlage kann in üblicher Weise eine mitlaufende Einrichtung zum Ablängen nachgeordnet
sein.
Die einzelnen charakteristischen Stadien der erfindungsgemäßen Herstellung von Rundrohren aus zwei
Flachstreifen sind der Fig. 3 zu entnehmen. Diese zeigt im Schnitt I (entsprechend der Schnittlinie I-I der
Fig. 2) die unverformten Flachstreifen, in den Schnitten // und /// ( entsprechend den Schnittlinien
H-II und III-III der Fig. 2) Zwischenstation der
Vorprofile, im Schnitt IV (entsprechend der Schnittlinie IV-IV der Fig. 2) die endgültige Form der Vorprofile,
im Schnitt V (entsprechend der Schnittlinie V-V der Fig. 2) die Vorprofile um je 45° gegeneinander
verdrillt, im Schnitt VI (entsprechend der Schnittlinie VI-VI der Fig. 2) die Vorprofile um je 90°
verdrillt kurz vor der Schweißung, im Schnitt VII (entsprechend der Schnittlinie VII-VII der Fig. 2) das
fertiggeschweißte Rohr in Flachovalform, in den Schnitten VIII und IX (entsprechend den Schnittlinien
VIII-VIII und IX-IX der Fig. 2) Zwischenstadien der Umformung vom Flachovalrohr zum
Rundrohr und schließlich im Schnitt X (entsprechend der Schnittlinie X-X der Fig. 2) das fertige Rundrohr.
Nach dem Schema der Fig. 3 zeigt Fig. 4 die einzelnen charakteristischen Stadien bei der Herstellung
von Rechteckrohren aus zwei Flachstreifen, die zunächst zu U-Profilen geformt und dann fortschreitend
um 90° verdrillt und verschweißt werden.
Die Fig. 5 gibt in gleicher schematischer Darstellung die Herstellungsstadien von relativ scharfkantigen
Quadratrohren aus zwei Flachstreifen wieder, wobei die Streifen zu winkelförmigen Vorprofilen geformt
und um 90° zueinander verdrillt werden. Wenn solche relativ scharfkantigen Quadratrohre hergestellt
werden sollen, muß, wie aus der Darstellung ersichtlich, eine Winkelschweißung vorgenommen werden.
Die Vorbereitung der Kanten der Vorprofile für diese Schweißung kann durch Abschrägen oder Schaben an
irgendeiner Stelle beim Durchgang durch die Formungsrollen erfolgen.
In Fig. 6 sind im vergrößerten Maßstab zwei an den Kanten der Schenkel 41, 42 abgeschrägte, winkelförmige
Vorprofile unmittelbar vor der Verschweißung dargestellt. Die Vorprofile berühren sich zunächst mit
den durch die inneren Abschrägungen gebildeten Flächen. Bei der nun folgenden Schweißung wird entlang
der beiden Schweißnähte das engschraffiert gezeichnete Material aufgeschmolzen und durch Druckanwendung
verdrängt. Erfindungsgemäß weist die der Schweißstelle nachgeordnete Druckrolle das Profil 43
auf, so daß die verschweisten Quadratrohrkanten die gleichen Rundungen erhalten, welche die unverschweißten
Kanten 44 und 45 beim Formen der Vorprofile angenommen haben. Fig. 7 stellt ein Quadratrohr
mit in dieser Weise verschweißten Kanten nach Passieren der Druckrolle dar. Der dabei entstehende
Innengrat 46 kann entweder belassen oder entfernt werden.
Fig. 8 zeigt in gleicher Darstellung die charakteristischen Herstellungsstadien der Herstellung eines
Quadratrohres mit abgerundeten Kanten aus zwei Flachstreifen, die zu winkelförmigen Vorprofilen geformt
und um 90° zueinander verdrillt werden. Bei dieser Ausführungsform werden durch eine entsprechende
Ausbildung der Formwalzen die Kanten der Vorprofile aufgebogen, so daß nach der Verdrillung
der Vorprofile um je 90° die Kanten stumpf aufeinandertreffen. Hier ist also keine Abschrägung der
Kanten vor der Verschweißung nötig. Die nach dieser Ausführungsform hergestellten Rohre haben stärker
abgerundete Kanten als jene, die gemäß der Ausführungsform nach Fig. 5 bis 7 hergestellt sind.
Fig. 9 zeigt in ähnlicher Darstellung wie früher die charakteristischen Herstellungsstadien eines Dreieckrohres
mit abgerundeten Kanten aus drei Streifen. Die Streifen werden zunächst durch die Formungseinrichtung
etwas aufgebogen und drei im Querschnitt etwa trogförmige Vorprofile geformt. Dann werden die beiden
äußeren Profile um je 120° zueinander verdrillt, während das mittlere Profil unverdrillt bleibt, und die
stumpf aufeinandertreffenden Kanten durch drei Schweißnähte miteinander verbunden.
Fig. 10 gibt in gleicher Darstellung die charakteristischen Herstellungsstadien eines relativ scharfkantigen
Dreieckrohres aus drei Streifen wieder. Wie ersichtlich, werden zunächst drei winkelförmige Vorprofile
mit einem Öffnungswinkel von 60° geformt und
die beiden äußeren Vorprofile wieder um je 120° zueinander verdrillt, während das mittlere Vorprofil
unverdrillt bleibt. Die stumpf aufeinandertreffenden Kanten werden miteinander verschweißt. Zum Unterschied
gegen die Ausführungsform nach Fig. 9 liegen die Schweißnähte nicht an den Kanten, sondern etwa
in der Mitte der Flächen des Dreieckrohres.
Fig. 11 zeigt eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens in ähnlicher Darstellung,
die zur Herstellung von offenen Profilen verwendet werden kann. Bei diesem Beispiel wird ein Kreuzprofil
aus zwei flachen Streifen hergestellt. Die Streifen werden zunächst zu winkelförmigen Vorprofilen geformt
und dann um 90° so verdrillt, daß sie Rücken an Rücken aneinanderzuliegen kommen. Mittels einer
Schweißnaht werden dann diese Kanten unter Bildung eines Kreuzprofils verschweißt.
In Fig. 12 ist eine mit Vorteil für das erfindungsgemäße Verfahren anwendbare Formungseinrichtung
dargestellt, die zum Formen von Rinnenprofilen für die Herstellung von Rundrohren über das Zwischenstadium
eines Flachovalrohres gemäß Fig. 3 dient. Die Vorrichtung umfaßt einen (nicht dargestellten)
Ständer, in dem die obere Welle 47 und die untere Welle 48 gelagert sind. Mit der oberen Welle 47 ist der
Stempelrollensatz und mit der unteren Welle 48 der Gesenkrollensatz fest verbunden. Der S temp el rollensatz
besteht aus den Arbeitsscheiben 49 und 50, der Zwischenrolle 51 und den Distanzringen 52 und 53.
Der Gesenkrollensatz besteht aus den Arbeitsrollen 54 und 55 sowie einer Zwischenrolle 56.
Wie ersichtlich, besitzen die Arbeitsscheiben 49 und 50 und die mit diesen zusammenarbeitenden Arbeitsrollen 54 und 55 eine im Querschnitt viertelkreisförmige
Arbeitsfläche, so daß dem Streifen 58 an den Randteilen ein im Querschnitt viertelkreisförmiges
Profil verliehen wird. Die zylindrischen Zwischenrollen 51 und 56 sind in an sich bekannter Weise auswechselbar;
ihre Länge entspricht der Länge des flachen Zwischenstückes zwischen den viertelkreisförmigen
Krümmungen des herzustellenden Vorprofils.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform können die zylindrischen Zwischenrollen in an sich bekannter
Weise zweiteilig ausgeführt sein, wie es in Fig. 13 für die Zwischenrolle 56 des Gesenkrollensatzes erläutert
ist. Die Zwischenrolle kann aus zwei Halbschalen 56 und 56' bestehen, die auf der Welle 48 befestigt
sind. Als Befestigungsmittel können Bolzen oder Haltestifte (nicht dargestellt) benutzt werden. Sehr
vorteilhaft ist jedoch die in den Fig. 12 und 13 dargestellte Befestigungsmöglichkeit, wobei die Teile 56
und 56' der Zwischenrolle an beiden Enden (57 und 57') dachförmig abgeschrägt und die Arbeitsrollen 54
und 55 ebenfalls dementsprechend konisch ausgebildet sind. Die konischen Teile der Arbeitsrollen 54 und 55
übergreifen, wie aus Fig. 12 ersichtlich, die dachförmig abgeschrägten Teile der Zwischenrolle und halten
die beiden Teile 56 und 56' auf der Welle 48 fest. Diese zweiteilige Ausführungsform der Zwischenrollen
ist beim Austauschen der Zwischenrollen, was bei Änderung des Durchmessers des herzustellenden
Rohres vorgenommen werden muß, von großem Vorteil; denn man braucht hierzu nichts weiter zu tun, als
die Befestigung der Arbeitsrollen 54 und 55 zu lokkern und diese auseinanderzuschieben, sodann die beiden
Halbschalen der nächsten Zwischenrolle auf die Welle aufzulegen und die Befestigung der Teile 54
und 55 wieder anzuziehen. Die Arbeitsrollen 54 und 55 selbst werden jedoch nie ausgewechselt, und die Teile
des Ständers, in dem die Welle 48 gelagert ist, brauchen bei einem Programmwechsel ebenfalls nie
entfernt zu werden.
In gleicher Weise wie die Zwischenrolle 56 des Gesenkrollensatzes kann auch die zylindrische Zwischenrolle
51 des Stempelrollensatzes geteilt ausgeführt sein, obwohl dies in der Zeichnung nicht dargestellt
ist. Die Stempelrollen 49 und 50 brauchen nur ausgetauscht zu werden, wenn die Wandstärke des herzustellenden
Rohres geändert werden soll. Sonst wird bei einer Änderung des Rohrdurchmessers, ebenso wie
beim Gesenkrollensatz, nur die Zwischenrolle 51 ausgetauscht. In jedem Fall ist hervorzuheben, daß bei
Verwendung dieser Vorrichtung im Gegensatz zu den bekannten Einrichtungen nur ein relativ kleiner Werkzeugbestand
erforderlich ist und die Montagearbeiten bei einem Programm wechsel auf ein Minimum herabgesetzt
sind.
Wie bereits kurz erwähnt, wird nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung Vorsorge getroffen,
daß für die Schweißnähte, die zur Bildung des gewünschten Profils gelegt werden, eine gleichmäßige
Güte gewährleistet wird. Es werden Maßnahmen getroffen, welche gleiche Schweißtemperaturen sichern.
Wird z. B. die konduktive Variante der elektrischen Kerbeffektschweißung zur Herstellung von Rundrohren
gemäß dem Schema nach Fig. 3 benutzt, so werden erfindungsgemäß die beiden Schweißstromrollen
derart angeordnet, daß die Abstände zu den Schweißnähten verändert werden können. In Fig. 14
ist dies an einem Beispiel näher erläutert. DieSchweißstromrollen sind in diesem Fall um zwei der Rohrachse
möglichst nahe liegende Achsen schwenkbar angeordnet.
Der elektrische Strom wird über einen Transformator mit der Primärwicklung 59 von der Sekundärwindung
60 den beiden Schlitten 61 und 62 zugeführt. An den Bolzen 63 und 64 sind die Stromrollenträger
65 und 66 schwenkbar gelagert. Sie können über eigene Organe, z. B. die Stangen 67 und 68, derart geschwenkt
werden, daß die unteren Schweißstromrollen 69 und 70 kleinere Wege zueinander zurücklegen als die oberen
Schweißstromrollen 71 und 72. Der Schweißstrom kann den oberen Rollen entweder über einen zweiten
Transformator (nicht gezeichnet) oder über die Zwischenscheiben 73 und 74 zugeführt werden. Er wird an
den nahtnahen Teilen den Vorprofilen 75 und 76 zugeführt. Erweist sich die obere Naht als kühler als die
untere, so sind die Schweißstromrollen zueinanderzuschwenken. Ist die untere kühler als die obere, so sind
die Schweißstromrollen auseinanderzuschwenken. Sind beide zu kühl, so ist der Strom zu erhöhen. Ist der Abstand
der Schweißnahtspitze von den Schweißstromrollen zu groß, so sind die Schlitten 61 und 62 und
damit die Schweißstromrollen einander zu nähern.
Die Erfindung bietet gegenüber den in Anwendung befindlichen Verfahren und Einrichtungen eine Reihe
von Vorteilen. Da die Vorprofile für die Werkzeuge, z. B. Formrollen, von beiden Seiten zugänglich sind
und durch die Werkzeuge völlig umschlossen werden können, ermöglicht die Erfindung eine erheblich
größere Freizügigkeit in bezug auf die Rohrquerschnitte. Sie gestattet die unmittelbare Herstellung
von Formen, die bisher durch einen nachfolgenden Ziehvorgang hergestellt werden mußten. Die Freizügigkeit
betrifft auch die relative Wanddicke. Es können neben den üblichen Rohren sowohl relativ
dünnwandige als auch relativ dickwandige erzeugt werden. Ebenso ist es möglich, Rohre mit Sicken,
Nuten oder Absätzen durch Zusammenschweißen entsprechend geformter Vorprofile herzustellen.
009 699/191
Claims (9)
1. Die Anwendung des Verfahrens zum kontinuierlichen
Herstellen von aus mehreren Teilprofilen zusammengefugten Profilen, bei dem die einzelnen
Teilprofile mit in dieselbe Richtung zeigenden offenen Seiten fortschreitend nebeneinander in
einem einzigen Walzwerk aus Band geformt und danach unter Verdrillen eines Teiles von ihnen um
dieLängsachse zum Gesamtprofil zusammengeführt und verbunden werden, auf die Herstellung aus
mehreren schalenartigen Teilprofilen zusammengesetzter sowie längsnahtgeschweißter Hohlprofile,
insbesondere Rohre, mit der Maßgabe, daß nach dem Formen der Teilprofile mindestens eines von
ihnen in eine Lage verdrillt wird, in der sich die freien Kanten sämtlicher Teilprofile zur Bildung
des Hohlprofils und zum anschließenden stampfen Verschweißen der Kanten unmittelbar gegenüberstehen.
2. Verfahren nach Anspruch 1 zum Herstellen von Rundrohren, bei dem zunächst ein flaches,
ovalförmiges sowie nahtgeschweißtes Vorprofil mit einer von dem Durchmesser des späteren Rohres
unabhängigen gleichbleibenden Querschnittsbreite, jedoch von diesem abhängiger Querschnittslänge
erzeugt und dieses anschließend beispielsweise durch Ziehen zum Rundrohr umgeformt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß zwei Streifen zu zwei rinnenförmigen Teilprofilen geformt werden, die
im Querschnitt aus je zwei Viertelkreisbögen mit einem dazwischenliegenden Flachstück wählbarer
Länge bestehen, und diese Teilprofile sodann um je 90° aus ihrer Lageebene zueinander verdrillt
werden, worauf die Kanten unter Bildung eines Flachovalrohres miteinander verschweißt und das
Flachovalrohr zu einem Rundrohr umgeformt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 zur Herstellung von Vierkantrohren, dadurch gekennzeichnet, daß
die Streifen zu winkelförmigen Teilprofilen geformt und gegebenenfalls deren Kanten vor dem
Verschweißen abgeschrägt oder die Endteile der zu verschweißenden Teilprofile eingebogen werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 zur Herstellung von Dreikantrohren, dadurch gekennzeichnet, daß
drei Streifen zu winkelförmigen Teilprofilen geformt und die beiden äußeren Teilprofile sodann
gegeneinander verdrillt werden, während das mittlere Teilprofil unverdrillt bleibt, worauf die Kanten
aller Teilprofile unter Bildung eines Dreikantrohres verschweißt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschweißung der Kanten
der Teilprofile in bekannter Weise induktiv oder konduktiv unter Ausnutzung des elektrischen
Kerbeffektes durchgeführt wird.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 5, gekennzeichnet durch zur
Formung der Teilprofile bekannte, hintereinander angeordnete Formeinrichtungen, insbesondere
Formwalzgerüste, auf deren Wellen je zwei oder mehr Formwalzwerkzeuge nebeneinander angeordnet
sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Formwalzwerkzeuge, insbesondere
die Formrollen, in Ebenen senkrecht zur Wellenachse geteilt und durch parallel zur Wellenachse
geteilte Distanz- bzw. Zwischenrollen auf eine wählbare Profilbreite einstellbar sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herabsetzung der Verdrehspannungen
zwischen den Formeinrichtungen und der Schweiß einrichtung ein entsprechender
Abstand vorgesehen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 6 bis 8 mit einer konduktiven Schweiß einrichtung, die je zwei
Schweißstromrollen zur Herstellung je einer Schweißnaht aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schweißrollen um parallel zur Rohr- bzw. Profilachse angeordnete Achsen schwenkbar gelagert
sind, d. h. der Abstand der Schweißstromrollen von den Schweißnähten änderbar ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 724547, 317 946;
deutsche Auslegeschrift G9088Ib/7a (bekanntgemacht
am 22.11.1956);
deutsche Patentanmeldungen H9195Ib/7b
kanntgemacht am 13.11.1952), R7676Ib/7b
kanntgemacht am 12. 3.1953);
kanntgemacht am 13.11.1952), R7676Ib/7b
kanntgemacht am 12. 3.1953);
britische Patentschriften Nr. 123 052, 695 102;
USA.-Patentschriften Nr. 2158 656, 2 502 012,
632.
632.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
© 009 699/191 1.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT1097391X | 1957-04-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1097391B true DE1097391B (de) | 1961-01-19 |
Family
ID=3685427
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW22985A Pending DE1097391B (de) | 1957-04-05 | 1958-03-20 | Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Herstellen von rohrfoermigen und offenen, aus mehreren Teilprofilen zusammengefuegten und laengsnahtverschweissten Profilen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1097391B (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE2813635A1 (de) * | 1978-03-30 | 1979-10-04 | Wuppermann Gmbh Theodor | Verfahren und einrichtung zur herstellung von profilen und hohlkoerpern aus mehreren metallenen streifen konstanter dicke |
| DE4034734A1 (de) * | 1990-10-30 | 1992-05-07 | Mannesmann Ag | Verfahren und vorrichtung zum waermebehandeln der schweissnaht von laengsnahtgeschweissten, aus thermomechanisch gewalzten baendern eingeformten rohren |
| DE102008021464A1 (de) * | 2008-04-29 | 2009-11-05 | Martin Buschendorf | Eigensteifes Bauelement, Verfahren und Einrichtung zu seiner Herstellung |
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-
1958
- 1958-03-20 DE DEW22985A patent/DE1097391B/de active Pending
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| US4377732A (en) | 1978-03-30 | 1983-03-22 | Theodor Wuppermann Gmbh | Method of and apparatus for the production of profile members and hollow bodies from a plurality of metal strips of constant thickness |
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