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Gegenstand
der Erfindung ist ein Verfahren zum Warmfließformbiegen und eine Vorrichtungzur Ausführung dieses
Verfahrens nach dem Oberbegriff der Patentansprüche 1 und 11.
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Aus älteren Anmeldungen
des gleichen Anmelders ist bekannt, mit sogenannten Vier-Rollen-Biegemaschinen
auch empfindliche und dünnwandige,
geschlossene, halboffene und offene Profile zu biegen.
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Die
Biegung erfolgt in Form von zwei- oder auch von dreidimensionalen
Formgebungen.
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Bei
der Umformung von Profilen z. B. aus Magnesiumlegierungen oder auch
bei hochfesten Stählen
hat sich herausgestellt, dass ein reines Kalt-Umformbiegen nicht
ausreicht. Durch die hohe Festigkeit des umzuformenden Materials
und einer damit verbundenen Sprödigkeit
bedingt, reicht die Umformfähigkeit
nicht aus, das Profil zufriedenstellend umzuformen. Bei bestimmten
Umformgraden bricht das Profil, reißt aus oder wird in anderer
Weise beschädigt,
so dass es bisher nicht möglich
war, solche empfindlichen Profile zu biegen.
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Insbesondere
bei dünnwandigen
Profilen hat es sich herausgestellt, dass diese Profile zum Ausbeulen
neigen und eine Umformung bisher nicht möglich war.
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Der
Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein neuartiges Verfahren
zur Biegeumformung von dünnwandigen
und empfindlichen, offenen, halboffenen und geschlossenen Profilen
vorzuschlagen, welches betriebssicher arbeitet.
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Zur
Lösung
der gestellten Aufgabe ist die Erfindung durch ein Verfahren nach
der technischen Lehre des Anspruches 1 gekennzeichnet.
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Wesentlich
ist, dass mindestens die in der Biegewalzzone angeordneten Rollen
beheizt sind.
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In
einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen,
dass die dort angeordneten und einander gegenüberliegenden Rollen, die sich
an den einander gegenüberliegenden
Wänden des
Profils anlegen, entsprechend beheizt sind.
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Zwar
wird in der folgenden Beschreibung für mindestens eine dieser beiden
Rollen der Begriff „Walzrolle" verwendet. Dies
ist jedoch nicht wortgetreu zu verstehen, denn diese Rollen haben
funktionell nicht mehr ausschließlich eine Auswalzaufgabe, sondern
sie dienen zusätzlich
der Formführung
des Profils in der Biegewalzzone. Die eigentliche Biegung des Profils
erfolgt im Abstand zwischen der in Einlaufrichtung hinten liegenden
Biegerolle und mindestens einer im Abstand in Einlaufrichtung vorne
angeordneten Stützrolle.
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Die
Erfindung ist jedoch nicht auf die beheizte Anordnung von Walzrollen
im Bereich der Biegewalzzone beschränkt. Es können selbstverständlich auch
weitere Rollen beheizt werden, insbesondere die in Einlaufrichtung
vor der Biegewalzzone angeordneten Stützrolle und die gegenüberliegende
Gegenrolle, welche eine Abstützung
des zu biegenden Profils gegenüber
der in Einlaufrichtung vorne liegenden Biegerolle ermöglich.
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Statt
der beschriebenen Vier-Rollen-Biegemaschine können deshalb auch andere Rollen-Biegemaschinen
beheizt ausgeführt
werden. Die Erfindung wird deshalb nur beispielhaft anhand einer Vier-Rollen-Biegemaschine
erläutert.
Die technische Lehre nach der Erfindung gilt jedoch für alle bekannten
Biegeverfahren.
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Für die Ausbildung
der Beheizung gibt es ebenfalls verschiedene Ausführungsformen,
die alle vom Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung umfasst
sein sollen.
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In
einer ersten bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen,
dass die in der Biegewalzzone einander gegenüberliegend angeordneten Walzrollen
(nämlich
die obere Walzrolle und die gegenüberliegende Mittelrolle) elektrisch
leitfähig (hoch-stromführend) ausgebildet
sind. Zu diesem Zweck trägt
jede Walzrolle einen außenliegenden stromführenden
Mantel, der radial einwärts
durch einen Isolierring von einem inneren Träger elektrisch isoliert ist,
wobei der Träger
in an sich bekannter Weise drehfest mit der Welle verbunden ist.
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Die
gegenüberliegende
Rolle ist in gleicher Weise ausgebildet. Wird nun ein relativ hoher
Strom von z. B. 1000 bis 2000 Ampere auf die eine Rolle aufgegeben,
dann ergeben sich eine Reihe unterschiedlich verlaufender Strompfade,
die sich mindestens teilweise durch das zu biegende Profil erstrecken.
Aufgrund entsprechender Widerstandserwärmung wird das Profil hochwirksam
lediglich in der Biegewalzzone gezielt erwärmt. Diese Strompfade gehen – wie ausgeführt – teilweise
durch das zu biegenden Profil hindurch. Teilweise verlaufen die Strompfade
jedoch auch nach innen in Richtung auf einen im Bereich der Biegewalzzone
gehaltenen Dornschaft, über
dessen Dornstange ebenfalls ein Teil der Stromflüsse nach außen abgeleitet wird. Dadurch
erfolgt die Widerstandserwärmung
auch im Innenraum des Profils.
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Ein
weiterer Stromfluss erfolgt durch die einander gegenüberliegenden
Rollen direkt unter elektrischer Zwischenschaltung des leitfähigen Profils,
so dass lediglich die Biegewalzzone konzentriert und mit hohem Wirkungsgrad
mit sehr hohen Temperaturen aufgeheizt wird.
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Bei
der Umformung von dünnwandigem
Magnesiumprofilen bzw. Magnesiumlegierungsprofilen werden hierbei
Temperaturen in der Biegewalzzone von etwa zwischen 150 bis 200 °C erzeugt.
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Bei
der Umformung von hochfesten Stahlblechprofilen werden hingegen
Temperaturen im Bereich zwischen 700 und 900 °C bevorzugt.
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Wichtig
bei dieser Ausführungsform
ist, dass konzentriert lediglich in der Biegewalzzone eine relativ
hohe Erwärmung
stattfindet. Diese Erwärmung wird
bevorzugt durch die genannte Stromfluss-Widerstandsheizung erzeugt.
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Hierauf
ist die Erfindung jedoch nicht beschränkt. Die Erfindung kann auch
vorsehen, dass die einander gegenüberliegenden Walzrollen mit
an sich bekannten Heizpatronen bestückt sind, welche die Walzrollen
vorheizen.
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Ebenso
ist es möglich,
Heizwendeln in die einander gegenüberliegenden Walzrollen einzulegen,
um diese ebenfalls über
einen entsprechenden Stromfluss aufzuheizen.
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Neben
der hier genannten Widerstandsstromflussheizung und der Beheizung
mit einzelnen Heizelementen ist in einer Weiterbildung der Erfindung
vorgesehen, dass die Walzrollen durch andere Heizmittel aufgeheizt
werden, wie z. B. durch flüssige Heizmittel,
die in den Innenraum der Walzrollen geleitet werden, durch Warmluftheizmittel,
welche unmittelbar auf die Rollen wirken, durch Infrarot oder durch induktive
Erwärmung
der Walzrollen.
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Ebenso
können
diese Walzrollen mit Hilfe von Laser-Energie aufgeheizt werden.
Alle genannten Heizverfahren können
auch untereinander kombiniert werden.
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Die
Erfindung ist auch nicht auf die Aufheizung der Walzrolle und der
dieser bezüglich
der Biegewalzzone gegenüberliegenden
Mittelrolle beschränkt.
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In
einer Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen, dass auch senkrecht
zu den beiden erwähnten
Rollen vorgesehene, sogenannte Vertikalwalzrollen zusätzlich aufgeheizt
sind. Es werden hierbei sämtliche
Heizverfahren angewendet, wie sie vorstehend beschrieben wurden.
Die genannten Vertikalwalzrollen legen sich an der Seitenwand des
zu biegenden Profils an und führen
dort konzentriert die Wärme
in das zu biegende Profil in die Seitenwand ein.
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Insbesondere
wenn die vorher erwähnte Stromflussheizung
verwendet wird, ergeben sich auch Stromflusspfade, welche sich über die
Vertikalwalzrollen erstrecken.
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Die
Erfindung ist nicht auf die Beheizung von Walzrollen im Bereich
der Biegewalzzone beschränkt,
sondern es ist in einer Weiterbildung vorgesehen, dass die in der
Einlaufrichtung vorne liegenden Rollen beheizt sind. Es handelt
sich hierbei um die Stützrolle
und die der Stützrolle
gegenüberliegende
Gegenrolle, die sich wiederum beide an den einander gegenüberliegenden
Wänden
des Profils anlegen.
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Auch
diese beiden Rollen können über sämtliche
vorbeschriebenen Heizmechanismen beheizt werden. Die Beheizung in
diesem Bereich entspricht dann einer Vorwärmung des Profils, welches
dann endgültig
in der Biegewalzzone konzentriert aufgeheizt und erwärmt wird.
Damit wird die Umformung auch empfindlicher Profile wesentlich verbessert.
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Durch
die kontrollierte Anordnung von Strompfaden, die sich dadurch ergeben,
dass sich die einander gegenüberliegenden
Walzrollen in der Biegewalzzone elektrisch leitfähig an das Profil anlegen,
ergeben sich genau definierte Strompfade, so dass es durch die Anlegung
des Stromes möglich
ist, die Temperatur in der Biegewalzzone auf +–1 °C genau zu regeln.
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Zur
Regelung werden entsprechende Temperatursensoren an den einander
gegenüberliegenden
Walzrollen angeordnet, welche den Stromfluss durch die Anordnung
regeln.
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In
einer Weiterbildung der Erfindung ist es im Übrigen vorgesehen, dass auf
der Einlaufseite des Profils, nämlich
im Bereich der Maschinenbrücke eine
weitere Vorwärmung
stattfindet. Diese Vorwärmung
kann aus einem Heizkanal bestehen, in dessen Innenraum eine Anzahl
von mehreren hintereinander angeordneten Heizstationen angeordnet
sind.
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Diese
Heizstationen können
in beliebiger Weise eine vordefinierte Erwärmung des Profils erbringen.
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Es
wird hierbei jedoch bevorzugt, dass jede Heizstation als Strahlungsheizung
(IR-Heizung) ausgebildet ist. Neben der Strahlungsheizung können jedoch
auch noch andere Heizmechanismen verwendet werden, wie z. B. Induktionsheizungen
und bevorzugt andere berührungslose
Heizverfahren.
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Mit
der gegebenen technischen Lehre ergibt sich der Vorteil, dass auch
sehr empfindliche Magnesium und Magnesiumlegierungen bzw. Aluminium-Magnesium-Legierungen
auch bei dünnstwandigen
Wandstärken
erstmals sicher umgeformt werden können, ohne dass es zu einem
Bruch oder einem Ausbeulen des Profils kommt.
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Zur
Abstützung
des Profils von der Innenseite wird im Innenraum des Profils ein
Dornschaft mitgeführt,
der an einer Dornstange befestigt ist.
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Hierbei
wird es bevorzugt, wenn am vorderen Ende eine Gliederkette angeordnet
ist, die abstützend
im Innenraum des Profils verläuft
und aus der Biegezone heraus in den Bereich der Biegerolle hineinreicht,
um so der Biegerolle ein entsprechendes Gegenlager zu bieten.
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Damit
wird eine Abstützung
des Profils gegenüber
der Biegerolle erreicht, so dass die Biegerolle nicht das Profil
noch nachträglich
deformieren kann.
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Hier
ist es in einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass der
Dornschaft beheizt ist. Wie bereits schon vorhin angegeben, erfolgt
die Beheizung bevorzugt über
die beschriebene Stromflussheizung.
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Für die Beheizung
des Dornschaftes können jedoch
auch alle anderen vorher genannten Heizmechanismen einzeln und/oder
in Kombination untereinander verwendet werden, insbesondere eine
Strahlungsheizung, eine Flüssigkeitsheizung,
eine Laserheizung und dergleichen mehr.
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Der
Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht
nur aus dem Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination
der einzelnen Patentansprüche
untereinander.
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Alle
in den Unterlagen, einschließlich
der Zusammenfassung offenbarten Angaben und Merkmale, insbesondere
die in den Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung, werden
als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in
Kombination gegenüber
dem Stand der Technik neu sind.
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Im
Folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg
darstellenden Zeichnungen näher
erläutert.
Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung weitere
erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
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Es
zeigen:
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1:
schematisiert dargestellte perspektivische Ansicht einer Warmfließformbiegemaschine nach
der Erfindung
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2:
eine vergrößerte teilweise
Darstellung des Biegekopfes im Schnitt
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3:
die Darstellung der Warmfließformbiegemaschine
nach 1 mit weiteren Einzelheiten
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4:
ein Schnitt gemäß der Linie
IV-IV in 3
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5:
ein Schnitt gemäß der Linie
V-V in 3
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In 1 ist
eine Maschinenbrücke 1 dargestellt,
auf der eine Reihe von hintereinander angeordneten Führungsstationen 3, 4, 5 befestigt
ist. An der hinteren Seite der Maschinenbrücke ist eine Dornhaltestation 2 für die Halterung
von 2 Dornstangen 6, 7 angeordnet.
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Die
Führungsstationen 3, 4, 5 dienen
sowohl zur Führung
der Dornstangen 6, 7 als auch zur Führung eines
nicht näher
dargestellten, umzuformenden Profils 21.
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In
nicht näher
dargestellter Weise ist dieses Profil 21 in einem Einspannkopf 8 eingespannt,
der mit einem Schubschlitten 9 verbunden ist.
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Der
Schubschlitten 9 wird über
Antriebe 10 in Längsrichtung
der Maschinenbrücke 1 angetrieben verfahren,
um so das umzuformende Profil 21 in den Biegekopf 70 einzuschieben.
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Aus
den 2 und 3 gehen weitere Einzelheiten
hervor.
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Die 3 zeigt,
dass es in einer Ausführungsform
wesentlich ist, dass dem umzuformenden Profil 21 ein Heizkanal 30 zugeordnet
ist.
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Dieser
Heizkanal besteht aus einer Reihe von hintereinander angeordneten
Heizstationen 31, 32, 33, von denen jede
Heizstation mehrere Strahler 34, 35 aufweist.
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Ferner
sind in dem Heizkanal 30 noch Führungsrollen 37 angeordnet,
welche pendelnd gelagert sind und mit Hilfe von Federelementen 38 gegen das
umzuformende Profil 21 angestellt werden.
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Der
Schnitt durch den Halbkanal 30 ist in 4 dargestellt.
Dort sind die einzelnen, vorher erwähnten Teile im Schnitt gezeichnet.
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Anstatt
von 2 Dornstangen 6, 7 – wie in 1 dargestellt – wird hier
nur eine einzige Dornstange 6 verwendet.
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Anhand
der 2 und 3 wird nun der erfindungsgemäße neue
Biegekopf 70 näher
erläutert.
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Er
besteht im Wesentlichen aus einer Mittelrolle 11, die auf
einer Drehachse 12 drehbar gelagert ist und beispielsweise
in Pfeilrichtung 29 drehend angetrieben ist.
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Der
Mittelrolle 11 liegt – dem
biegenden Profil gegenüber
-eine Walzrolle 14 gegenüber, so dass durch diese beiden
Walzrollen 11, 14 eine Biegewalzzone 40 für das umzuformende
Profil 21, 21' definiert wird.
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So
kann die Walzrolle 14 angetrieben sein und zusätzlich arbeitet
der Schubschlitten 9 in Richtung der Längsachse des Profils 21,
um dieses durch die Biegewalzzone 40 hindurchzuschieben.
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Im
Innenraum des Hohlprofils ist hierbei im Bereich der Biegewalzzone 40 ein
Dornschaft 25 angeordnet, der bevorzugt aus mehreren Elementen besteht.
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Das
hintere Ende des Dornschaftes 25 wird durch ein erstes
Stützelement 26 gebildet,
welches im Zwischenraum zwischen einer Stützrolle 17 und einer
die dem gegenüberliegenden
Gegenrolle 18 angeordnet ist.
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Im
Bereich der Biegewalzzone 40 bildet der Dornschaft 25 ein
zweites Stützelement 27 aus,
welches ein Einbeulen oder ein Einbruch des Profils im Bereich der
Biegewalzzone 40 verhindert.
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Im
Bereich nach vorne ist der Dornschaft 25 mit einer Gliederkette 28 verbunden,
die aus einzelnen, gelenkig miteinander verbundenen Gliedern besteht,
die sich an der Innenwand des Hohlprofils anlegen, wobei die Gliederkette 28 bis
in den Bereich der Biegerolle 13 führt.
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Die
Biegerolle 13 ist verschwenkbar ausgebildet und kann in
beliebiger Weise auf das zu biegende Profil 21' zugestellt
werden, um so eine definierte Biegung zu erreichen.
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Die
Biegung des umzuformenden Profils erfolgt also bevorzugt durch die
Einwirkung der Biegerolle 13 auf das umzuformende Profil 21,
wodurch ein entsprechender Gegendruck von der im Abstand dahinter
angeordneten Stützrolle 17 erreicht
wird.
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Die
Umformung (ein Warmfließformbiegen) erfolgt
jedoch im Bereich der Biegewalzzone 40.
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Die 5 zeigt,
dass im Bereich der Biegewalzzone 40 noch weitere Walzrollen
angeordnet werden können,
welche sich an die obere und untere Seitenwand des Profils anlegen.
Die Vertikalwalzrollen 15, 16 sind in 5 dargestellt.
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Sinn
dieser Vertikalwalzrollen ist, noch zusätzlich das Profil im Bereich
der Seitenwand zu führen
und ein Ausbrechen in diesem Bereich zu verhindern.
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Es
ist im Übrigen
nicht näher
dargestellt, dass auch im Bereich der Stütz- und der Gegenrolle 17, 18 wiederum
in senkrechter Ebene hierzu weitere Vertikalwalzrollen 19, 20 angeordnet
sein können,
so wie dies in 2 angedeutet ist.
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Das
gesamte Profil 21 liegt im Übrigen auf einem Auflagetisch 22 auf,
um ein Herabsinken des Profils zu verhindern.
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Der
Biegekopf weist im Übrigen
einen Boden 23 und einen oberen Deckel 24 auf.
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Wichtig
ist nun die elektrische Stromflussheizung im Bereich der Biegewalzzone 40,
wie sie anhand der 2 näher dargestellt ist.
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Zunächst ist
erkennbar, dass die obere Walzrolle 14 auf einem Schubschlitten 65 drehbar
gelagert ist, der in Richtung auf das zu biegende Profil zu und wegstellbar
ausgebildet ist.
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An
diesem Schubschlitten 25 wird nun der eine Pol einer Stromflussquelle
angelegt, während der
andere Pol der Stromflussquelle elektrisch leitfähig mit der gegenüberliegenden
Mittelrolle 11 verbunden wird.
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Es
kommt daher zur Ausbildung der Strompfade 55–64,
die in der Zeichnung mit den Strompfaden A1 bis A10 im Einzelnen
eingetragen sind.
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Beispielsweise
erstreckt sich der Strompfad A1 von der Mittelrolle 11 über den
elektrisch leitfähigen
Mantel 41 auf die Oberfläche des Profils 21 und wird
dort in Form des Strompfades 62 (A8) umgeleitet und fließt über das
Profil ab.
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Der
Strompfad A3 geht in den Strompfad A4 über. Der Strompfad A5 geht
in den Strompfad A6 über.
Der Strompfad A7 geht in den Strompfad A8 über. Der Strompfad A9 geht
in den Strompfad A10 über.
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Alle
Strompfade sind miteinander vernetzt und elektrisch leitfähig miteinander
verbunden.
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Durch
die Einleitung eines relativ großen Stromes, der über den
elektrisch leitfähigen
Mantel 41 der Walzrolle 14 auf das elektrisch
leitfähige
Profil 21 fließt,
und von diesem Profil auf den elektrisch leitfähigen Mantel 41 der
Mittelrolle 11 ergeben sich konzentrierte hoch energiereiche
Heizzonen im Bereich der Biegewalzzone 40, so dass das
empfindliche Profil konzentriert nur im Bereich dieser Umformzone aufgeheizt
wird.
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Es
ist noch dargestellt, dass die gleichen Heizmechanismen mit den
Strompfaden auch im Bereich der senkrecht hierzu angeordneten Vertikalwalzrollen 15, 16 angeordnet
sein können.
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Ebenso
ist dargestellt, dass auch der Dornschaft 25 elektrisch
leitfähig
ausgebildet ist, wobei die Stützelemente 26, 27 ebenfalls
elektrisch leitfähig sind
und der Strom dann schließlich über die
Dornstange 6 nach hinten abgeleitet wird.
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Die 2 zeigt
im Übrigen,
dass auch die Stützrolle 17 und
die Gegenrolle 18 in der gleichen Weise elektrisch beheizt
sind, wobei ein entsprechender Stromfluss über den Schubschlitten 66 eingeleitet
wird und der Gegenpol beispielsweise elektrisch leitfähig mit
dem Mantel der Gegenrolle 18 verbunden ist.
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Es
ergeben sich dann die Strompfade 45–54 mit den in der
Zeichnung eingetragenen Bezeichnungen B1 bis B10.
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Auch
hier kommt es zu einer vielfältigen
Verzweigung der Strompfade, wobei diese Stromflussbeheizung im Bereich
der Stützrolle 17 und
der Gegenrolle 18 als Vorwärmung für die eigentliche Beheizung
in der Biegewalzzone 40 anzusehen ist.
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Auch
hier kann es vorgesehen sein, dass senkrecht hierzu verlaufende
Vertikalwalzrollen 19, 20 angeordnet sind, die
in der gleichen Weise beheizt sein können.
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Die
Biegerolle 13 ist im Übrigen
auch auf einem Schubschlitten 67 gelagert, wobei jedoch
die Biegerolle 13 nicht beheizt ist.
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Wie
bereits schon eingangs erwähnt,
besteht jede durch Stromflussheizung beheizte Rolle 11, 14, 17, 18, 15, 16, 19, 20 aus
einem elektrisch leitfähigen Mantel 41,
der über
einen elektrisch isolierenden Isolierring 43 von einem
gegebenenfalls leitfähigen
Träger 42 isoliert.
ist. Der jeweilige Träger 42 ist
dann jeweils mit der Welle 44 drehfest verbunden.
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Zur 3 wird
noch angemerkt, dass das auslaufseitige Ende des Heizkanals 30 mit
einer Abschlussplatte 39 versehen ist, um eine unzulässige Entweichung
der dort entwickelten Wärme
aus dem Heizkanal 30 zu verhindern.
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Der
gesamten Heizeinrichtung ist ein entsprechend dimensionierter Transformator
zugeordnet, der die entsprechenden Stromleistungen zur Verfügung stellt.
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Der
wesentliche Unterschied des erfindungsgemäßen Warmfließformbiegeverfahrens
zum Kaltfließformbiegen
liegt darin, dass beim Kaltfließformbiegen
die Biegerollen eine gewisse Eindringtiefe in das Material des umzuformenden
Profils benötigt wird,
um einen Gefügefluss
zu erreichen. Dieser Gefügefluss
wird durch einen Walzeffekt erzielt und dieser durch eine bestimmte
Eindringtiefe des Profilquerschnitts in das umzuformende Profil
erreicht. Hier liegt ein wesentlicher Unterschied zu dem neuartigen erfindungsgemäßen Warmfließformbiegen, weil – wie vorher
dargestellt – die
eigentlichen Walzrollen, nämlich
die Mittelrolle 11 und die Walzrolle 14 keine
eigentliche Auswalzung des Profils mehr vornehmen, sondern lediglich
eine Stützfunktion
und eine Stromleitung übernehmen.
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Aufgrund
der Widerstandserwärmung
in der Walzbiegezone 40 wird eine Erwärmung im Gefüge des umzuformenden
Profils erzeugt, um das Gefüge biegefähig zu machen.
Ein entsprechendes Magnesiumprofil wäre bei Raumtemperaturen nicht
umformbar. Hier wird die vorher erwähnte verdrehte Erwärmung in
der Biegewalzzone ermöglicht,
um das Gefüge
der Magnesiumlegierung fließfähig zu machen und
eine Umformung im Bereich zwischen der Biegerolle 13 und
der im Abstand davon angeordneten Stützrolle 17 zu ermöglichen.
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Auf
ein hochfestes Stahlmaterial bezogen bedeutet dies, dass dieses
hochfeste Stahlmaterial in der Biegewalzzone im Temperaturbereich
zwischen 700 bis 1000 °C
aufgeheizt werden muss, um ebenfalls einen Gefügefluss in der Biegewalzzone
zu ermöglichen
und hierdurch erstmals die Umformung dieses Profils zu erreichen.
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- 1
- Maschinenbrücke
- 2
- Dornhaltestation
- 3
- Führungsstation
- 4
- Führungsstation
- 5
- Führungsstation
- 6
- Dornstange
- 7
- Dornstange
- 8
- Einspannkopf
- 9
- Schubschlitten
- 10
- Antrieb
- 11
- Mittelrolle
- 12
- Drehachse
- 13
- Biegerolle 13' 13''
- 14
- Walzrolle
- 15
- Vertikalwalzrolle
- 16
- Vertikalwalzrolle
- 17
- Stützrolle
- 18
- Gegenrolle
- 19
- Vertikalwalzrolle
- 20
- Vertikalwalzrolle
- 21
- Profil 21'
- 22
- Auflagetisch
- 23
- Boden
(Biegekopf)
- 24
- Deckel
- 25
- Dornschaft
- 26
- Stützelement
(hinten)
- 27
- Stützelement
(vorne)
- 28
- Gliederkette
- 29
- Pfeilrichtung
- 30
- Heizkanal
- 31
- Heizstation
- 32
- Heizstation
- 33
- Heizstation
- 34
- Strahler
(oben)
- 35
- Strahler
(seitlich)
- 36
- Führung (Schubschlitten
-
- 9)
- 37
- Führungsrolle
- 38
- Federelement
- 39
- Abschlussplatte
- 40
- Biegewalzzone
- 41
- Mantel
- 42
- Träger
- 43
- Isolierung
- 44
- Welle
- 45
- Strompfad
B1
- 46
- Strompfad
B2
- 47
- Strompfad
B3
- 48
- Strompfad
B4
- 49
- Strompfad
B5
- 50
- Strompfad
B6
- 51
- Strompfad
B7
- 52
- Strompfad
B8
- 53
- Strompfad
B9
- 54
- Strompfad
B10
- 55
- Strompfad
A1
- 56
- Strompfad
A2
- 57
- Strompfad
A3
- 58
- Strompfad
A4
- 59
- Strompfad
A5
- 60
- Strompfad
A6
- 61
- Strompfad
A7
- 62
- Strompfad
A8
- 63
- Strompfad
A9
- 64
- Strompfad
A10
- 65
- Schubschlitten
- 66
- Schubschlitten
- 67
- Schubschlitten
- 68
-
- 69
-
- 70
- Biegekopf