DE1097114B - Vorrichtung und Verfahren zum Greifen und Verankern eines Spannstabs vorzugsweise fuer Betonbauteile - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zum Greifen und Verankern eines Spannstabs vorzugsweise fuer BetonbauteileInfo
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E04C5/08—Members specially adapted to be used in prestressed constructions
- E04C5/12—Anchoring devices
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Description
- Vorrichtung und Verfahren zum Greifen und Verankern eines Spannstabs vorzugsweise für Betonbauteile Die Verankerung von dicken Spannstäben in einem Ankerkörper zum Zwecke der Übertragung der Zugspannung auf den vorzuspannenden Betonbauteil kann auf verschiedene Weise vorgenommen werden. Bekannt und am einfachsten ist die Anordnung eines Gewindes. Für hochwertige Spannstähle ist insbesondere das Rollgewinde vorteilhaft. Es sind ferner Verfahren bekannt, bei denen der Vorspannstab durch Keile verschiedener Ausführung gefaßt und durch Klemmwirkung festgehalten wird.
- Die Erfindung geht davon aus, daß es zwar grundsätzlich zweckmäßig ist, einen Zugstab an einer wenigstens gewindeähnlichen Profilierung zu fassen, daß jedoch das Gewinde insoweit nachteilig erscheint, als man die Verankerungsmutter entsprechend dem Dehnweg des Spannliedes nachdrehen muß, so daß bei großen Dehnwegen die Gewinde sehr lang werden müssen. Zwischenverankerungen sind zudem gar nicht möglich, ohne daß die Spannglieder getrennt werden. Diese Nachteile werden erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch behoben, daß statt der Gewindemuttern Keilbacken verwendet werden. Die Profilierung des Spannstabs braucht dann nur noch an ganz bestimmten Stellen vorgesehen zu werden, nämlich dort, wo das Spannwerkzeug angreift und dort, wo der Stab am Bauteil festgelegt werden soll. Bei einer bekannten Anordnung sind Verdickungen des Spannstabs im Abstand des Dehnwegs angestaucht. Dabei sind jedoch örtliche Spannungsspitzen kaum vermeidbar, und die verhältnismäßig starke Verformung kann zu ungünstigen Gefügeänderungen führen.
- Demgegenüber werden erfindungsgemäß am Spannstab aufeinanderfolgende Ringwülste und Rillen spanlos erzeugt zum Eingriff passend profilierter Keilbacken, deren Rücken sich gegen eine kegelige Widerlagerfläche stützt.
- Die Krafteinleitung ist dabei längs der Verformungsstelle gleichmäßig. Es werden also örtliche Spannungsspitzen vermieden, und der Stab kann an beliebiger Stelle gegenüber dem Bauteil festgelegt werden.
- Der Anpreßkeil kann aus etwas weicherem Material als der Spannstahl gemacht werden. Ferner kann die Breite der Ringwülste am Stab nur einen Bruchteil der Breite der Rillen betragen. An den Keilbacken, die den Spannstahl umfassen, sind entsprechend die Rillen schmal und die Wülste breit. Das Verhältnis dieser Breiten zueinander entspricht vorteilhaft dem Verhältnis der Festigkeit des Spannstahls zur Festigkeit der Keilbacken, da bei beiden jeweils die Wülste auf Abscheren beansprucht werden. Dabei läßt sich eine wirksame Profilierung bei kleinstem Formeinfluß für den Spannstahl erreichen.
- Die Herstellung dieser Riffelung kann durch Pressen oder im Walzverfahren erfolgen, auf alle Fälle spanlos und so, daß die Außenhaut nicht abgeschält zu werden braucht oder durch irgendwelche Kerben die Festigkeit beeinträchtigt wird.
- Die Stäbe werden nun zum Spannen und Verankern an den Stellen dieser Riffelung durch mehrteilige, vorzugsweise dreiteilige Keilbacken mit entsprechender Gegenriffelung gefaßt. Die Keilbacken werden in ihrer Lage um den Stab herum durch eine offene Ringfeder und entsprechende Führungen so gehalten, daß beim Spannen die Riffelung der Keilbacken auf dem Stab gleitet. Wenn dann im Zuge der Stabdehnung die Riffelung des Spannstabes sich in den Ankerkörper hineinbewegt, rasten die Keilbacken in die Riffelung am Spannstab ein. Wenn die Spannkraft der Spannpresse nachläßt, setzen sich die Keilbacken mit dem Spannstab in der kegeligen Bohrung des Ankerkörpers fest. Es tritt hierbei zwischen Spannstahl und Keilbacken kein Schlupf ein, es kann also auch nicht die Oberfläche des Spannstahls verletzt werden. Der Keilschlupf gegenüber dem Ankerkörper kann durch entsprechende Neigung des Keilrückens außerordentlich gering gehalten werden. Ein zweiter Satz gleicher Keilbacken hat die Aufgabe, den Spannstahl im Bereich der Riffelung am äußersten Ende zu fassen und die Wirkung der Spannpresse auf den Spannstahl zu üb-rtragen.
- Die Verankerungsriffelung kann sogar noch auf der Baustelle angebracht werden. Dadurch ist sie bevorzugt für den Freivorbau prädestiniert. Schließlich ist noch darauf hinzuweisen, daß durch die erfindungsgemäße Profilierung der kürzestmögliche Keil ausgeführt werden kann, mit verhältnismäßig steiler Keilneigung, wodurch die Spreizkräfte, welche jede Keilverankerung im Gefolge hat, auf ein Minimum beschränkt werden können.
- In Fig. 1 ist ein Spannstab a vor dem Spannen dargestellt, der übertrieben gezeichnete Ringwülste b, b' und die Ringtäler c, c' aufweist. Entsprechend der voraussichtlichen Dehnlänge ist am Stab .eine zweite, der ersten völlig gleiche Riffelung vorgesehen. Eine Zugvorrichtung greift über geriffelte Keilbacken f' am Spannstab an. Die gleichen Keilbacken f sind in Fig. 2 nach dem Vorspannen eingerastet dargestellt, wobei der Federring e den Zusammenhalt der Keilbacken f sichert. Der Ankerkörperg, gegen welchen sich die Keilbacken stützen, ist nur schematisch angedeutet.
- Bevor der Spannstab unter Spannung gesetzt wird, liegt also die Endriffelung noch dicht vor oder noch innerhalb des Bauwerkbetons, die eigentliche Verankerungsriffelung noch innerhalb des Hüllrohres, und die Keilbacken f für die Verankerung liegen ohne Pressung am Spannstab an (Fig. 1). Sobald die Dehnung des Spannstabs erfolgt ist, kommen die Keilbacken f in den Bereich der Riffelung; es öffnet sich dann der Federring e beim Durchziehen der Riffelung und drückt die Keilbacken schließlich in die Riffelung, so daß beim Nachlassen der Spannpresse nun die Keilwirkung einsetzt (Fig.2). Der Ankerkörper g besitzt aufgeschraubte Sektoren mit dem Anschlag da, der die Keilbacken am Heraustreten aus dem Ankerkörper hindert. DieKeilbacken können auchdurchandereVorrichtungen zurückgehalten werden. Diese Anschläge können nach dem Vorspannen ausgebaut und wiedergewonnen werden. Der Ankerkörper trägt zweckmäßig einen Ringwulst, welcher in das Hüllrohr eingreift. Zwischen den Keilbacken ist genügend Platz, um den üblichen Einpreßmörtel in das Rohr zu bringen. Der herausstehende Spannstab kann abgeschnitten und die Ankergrube ausbetoniert werden.
- Fig.3 zeigt Schnitte nach der Linie I-II der Fig. 2 und läßt die Anordnung der Keilbacken f und der sektorförmig angeordneten Anschläge da erkennen.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung zum Greifen und Verankern eines Spannstabs vorzugsweise für Betonbauteile, der am Ende Verformungsstellen aufweist, deren Abstand vom Dehnweg abhängig ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannstab (a) an den Verformungsstellen spanlos erzeugte Ringwülste (b) zwischen Rillen (c) trägt zum Eingriff passend profilierter Keilbacken (f), deren Rücken sich gegen eine kegelige Widerlagerfläche stützt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringwülste (b) am Stab etwa im Verhältnis der Festigkeit der Keilbacken zur größeren Festigkeit des Spannstabs schmaler sind als die ringförmigen Rillen (c) des Spannstabs.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Keilbacken (f) durch einen Federring (e) zusammengehalten sind.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die kegelige Öffnung der Ankerplatte (g) durch sektorförmig angeordnete Anschläge (la) mit Winkelquerschnitt abgedeckt ist.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß um den Spannstab drei Keilbacken angeordnet sind.
- 6. Verfahren zum Spannen und Verankern eines Stabs mit einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Spannwerkzeug das Stabende an der äußeren Verformungsstelle ergreift und den Stab so weit dehnt, bis die innere Verformungsstelle durch die Ankerplatte (g) hindurchtritt, während die Verankerungskeilbacken (f) am Stab entlanggleiten, durch die Kraft des Federrings (e) in die innere Verformungsstelle einrasten und sich dann mit ihrem Rücken gegen die kegelige Widerlagerfläche der Ankerplatte (g) stützen. In Betracht gezogene.Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 751631.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB46515A DE1097114B (de) | 1957-10-23 | 1957-10-23 | Vorrichtung und Verfahren zum Greifen und Verankern eines Spannstabs vorzugsweise fuer Betonbauteile |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEB46515A DE1097114B (de) | 1957-10-23 | 1957-10-23 | Vorrichtung und Verfahren zum Greifen und Verankern eines Spannstabs vorzugsweise fuer Betonbauteile |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1097114B true DE1097114B (de) | 1961-01-12 |
Family
ID=6967956
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEB46515A Pending DE1097114B (de) | 1957-10-23 | 1957-10-23 | Vorrichtung und Verfahren zum Greifen und Verankern eines Spannstabs vorzugsweise fuer Betonbauteile |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1097114B (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Citations (1)
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-
1957
- 1957-10-23 DE DEB46515A patent/DE1097114B/de active Pending
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