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Elektrischer Brotröster Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen
Brotröster mit zwei oder mehreren mit Abstand voneinander angeordneten flachen Heizelementen,
zwischen denen ein oder mehrere der Aufnahme des zu röstenden Brotes dienende Halter
von einer Zuführungsstellung in eine Röststellung eingeführt werden, die mit einer
Schutzwand ausgerüstet sind, die das Brot in der Zuführungsstellung vor der Wirkung
der Heizelemente schützt.
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Ziel der Erfindung ist es, den Brothalter nur dann zwischen die Heizelemente
des Brotrösters schwenken zu können, wenn nach Inbetriebnahme des Gerätes die Heizelemente
und die ihnen zugeordneten Teile eine für den sofortigen Röstvorgang erforderliche
Temperatur erreicht haben. Dieses Ziel wird gemäß der Erfindung durch eine Sperrvorrichtung
für den oder die bewegbaren Halter erreicht, die bewirkt, daß der oder die Halter
so lange nicht aus der Zuführungsstellung in die Röststellung bewegbar sind, bis
die Heizelemente und die ihnen zugeordneten Teile eine bestimmte, für den Röstvorgang
günstige Temperatur erreicht haben.
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Vorzugsweise wird der neue Brotröster so ausgebildet, daß die Bewegung
eines Handbetätigungsknopfes zur Erregung der Heizelemente eine Feder zur Bewegung
der Halter in die Röststellung und ferner eine Feder zur Rückführung des oder der
Halter in die Zuführungsstellung spannt, wobei die Rückführfeder durch einen Hebel
so lange gespannt gehalten wird, bis die an einer Schaltuhr eingestellte Röstzeit
verflossen ist, nachdem die Sperrvorrichtung die Bewegung des Halters in die Röststellung
durch die erste Feder freigegeben hat.
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Eine Ausführungsform eines Brotrösters gemäß der Erfindung ist beispielsweise
in den schematischen Zeichnungen dargestellt. Diese zeigen in Fig. 1 eine Seitenansicht
und in Fig. 2 eine Frontansicht der Röstvorrichtung, während Fig. 3 einen Einzelauschnitt
darstellt.
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Der in den Zeichnungen dargestellte Brotröster enthält einen festen
Rahmen 1, der zwei parallele, vertikale Röstkammern bildet, die jeweils zwei im
Abstand angeordnete, vertikal stehende Heizelemente enthalten, die in der Zeichnung
jedoch nicht eigens dargestellt sind. Der Rahmen sitzt auf Füßen 18 und ist von
einem äußeren Gehäuse 17 umschlossen. Dieses Gehäuse weist an einem Ende eine Öffnung
auf, so daß der Brothalter 5, 7 in die Röststellung und aus ihr herausbewegt werden
kann. Der Brothalter für jede Röstkammer hat L-förmige Gestalt und sitzt auf einer
Welle 9, die drehbar im Rahmen 1 gelagert ist. Befindet sich der Halter in der dargestellten
Zuführungsstellung, dann ragt sein Arm 5 horizontal vom Gehäuse 17 vor und bildet
ein Auflager zur Aufnahme einer Brotscheibe, die durch sich zwischen den Armen 5,
7 des L-förmigen Halters erstreckende Drähte festgehalten wird, während der andere
Arm 7 des Halters vertikal steht und ein Schutzschild bildet, welches das Ende der
entsprechenden Röstkammer abschließt und das Brot vor der Einwirkung der Heizelemente
schützt. Bei einer 90°-Drehung der Welle 9 im Uhrzeigersinn nach Fig. 1 werden die
Brotscheiben in die Röstkammern zwischen die Heizelementpaare eingeführt und sitzen
dann auf den Armen 7 auf, während die zuerst horizontal stehenden Arme 5 das Ende
der Röstkammern abschließen.
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Ein Ende der Welle 9 sitzt drehbar in einer Hülse 14 (vgl. Fig. 3),
welche aus dem Gehäuse 17 vorsteht und einen Handbetätigungsknopf 15 trägt. Ein
an der Hülse 14 befestigter Betätigungsarm 12 trägt einen Querstift 19, dessen beide
Enden mit einem auf der Welle 9 sitzenden Hebel 10 bzw. mit einem Beladungsarm 8,
der drehbar auf der Hülse 14 sitzt, in Eingriff gebracht werden können. Eine Schraubenfeder
11 sitzt zwischen den Teilen 12 und 10, und eine zweite Feder 13 ist zwischen dem
Arm 8 und dem festen Rahmen 1 angeordnet. Der Arm 8 kann durch eine Schaltuhr od.
dgl., die allgemein bei 4 angedeutet ist und sich von außerhalb des Gehäuses 17
mit Hilfe einer Spindel 16 einstellen läßt, zurückgehalten werden. Auf der Halterwelle
9 sitzt ferner ein Hebel 6, dessen oberes Ende gegen eine Schulter eines Armes 2
anliegt, der schwenkbar an dem festen Rahmen 1 im Raum zwischer
den
beiden Röstkammern angeordnet ist. Der Arm 2 wird durch eine Feder - nach oben (aus
der Bahn des Hebels 6) gedrückt. Diese Aufwärtsbewegung wird jedoch durch einen
Bimetallstreifen 3 begrenzt, welcher über einer Einstellschraube von oben auf den
Arm 2 drückt.
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Vor Beginn des Röstvorganges wird der Knopf 15 im Uhrzeigersinn nach
Fig. 1 um einen rechten Winkel gedreht, wodurch sich auch die Hülse 14 und der Arm
12 drehen. Der Ar r- 8 wird dabei nach unten in die Stellung 8 a geschwenkt und
die Feder 13 gespannt. In dieser Stellung wird der Arm 8 durch die Klinke der Schaltuhr
4 festgehalten. Bei dieser Bewegung des Hebels 8 wird auch der- Stromschalter für
die Heizelemente betätigt. Bei der Bewegung des Armes 12 wird ferner die Feder 11
gespannt, jedoch wird, falls der Röster noch eine zu niedrige Temperatur aufweist,
die Bewegung des Brothalters durch den Eingriff des Armes 2 mit dem Hebel 6 verhindert.
Heizt sich der Röster nach und nach auf, dann biegt sich der Bimetallstreifen 3
nach oben, so daß sich der Arm 2 heben kann. Hat die Röstkammer die richtige Temperatur
erreicht, wird der Hebel 6 frei, und der Halter wird durch die Feder 11 in die Röststellung
gedreht. Diese Bewegung des Brothalters bzw. die Bewegung des Armes 2 oder des Bimetallstreifens
3,, welcher die Bewegung des Halters ermöglicht, löst die Schaltuhr aus. Nach Ablauf
einer bestimmten Zeit, die sich durch die Spindel 16 einstellen läßt, gibt die Schaltuhr
den Arm 8 frei, und die Feder 13 führt den Arm 8 und damit auch den Brothalter in
die Ausgangsstellung zurück. Gleichzeitig wird der Heizkreis unterbrochen. Will
man vor Beendigung des automatischen Zeitablaufes den Röstzustand des Brotes prüfen
oder den Toast herausziehen, dann dreht man den Knopf 15 gegen den Uhrzeigersinn
nach Fig. 1, so daß sich die Hülse 14, der Arm 12, der Hebel 10 und damit der Brothalter
in die Ausgangsstellung bewegen. Bei einer im Uhrzeigersinn erfolgenden Bewegung
des Knopfes 15 kehren diese Teile in die Röststellung zurück. Ist der Röster zu
Beginn des Röstvorganges bereits warm, dann vermindert sich die Verzögerung vor
dem Einlaufen des Halters in die Röststellung. Wird ein Röstvorgang unmittelbar
nach dem Ende des vorhergehenden Röstvorganges eingeleitet, dann ist gewöhnlich
keine Verzögerung notwendig, und die Verzögerungsvorrichtung wird so eingestellt,
daß der Arm 2 vom Hebel 6 frei ist, so daß der Brothalter bei einer im Uhrzeigersinn
erfolgenden Drehung des Knopfes 15 unmittelbar in die Röststellung bewegt wird.
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Die hier beschriebene und dargestellte Konstruktion läßt sich in der
verschiedensten Weise ändern, wovon im folgenden einige bekannte Beispiele erwähnt
werden sollen.
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Der Brothalter kann an Stelle einer Drehbewegung auch eine Gleitbewegung
zwischen Zuführungs- und Röststellung ausführen. Man kann an den gegenüberliegenden
Enden des Rösters zwei Brothalter für abwechselnde Benutzung vorsehen. Die Abschirmung
des Brotes von der Einwirkung der Heizelemente während der anfänglichen Verzögerungsperiode
kann durch bewegliche Verschlüsse oder Blenden erfolgen, die bei der Bewegung des
Brothalters oder der Verzögerungsvorrichtung betätigt werden.
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Der von Hand betätigte Zuführungsarm der oben beschriebenen Konstruktion
kann durch eine automatische Vorrichtung zur Einleitung der Bewegung des Brothalters
-in, die Zuführungsstellung ersetzt werden. Der Häuptschälter kann auch beim Auflegen
des Brotes auf den Halter automatisch betätigt werden, oder man kann einen von Hand
zu betätigenden Schalter Vorsehen. Erreicht das wärmeempfindliche Element seine
- kritische Temperatur, dann können Vorrichtungen ausgelöst werden, die die Bewegung
des Brothalters einleiten oder eine Klinke auslösen, so daß die Bewegung des Halters
freigegeben wird. Am Ende der Röstperiode können die Schaltuhren auch den Rücklauf
des Brothalters in die Zuführungsstellung durch Einschalten entsprechender Vorrichtungen
oder durch Auslösen einer Feder bewirken, welche bei der Bewegung des Halters in
die Röststellung oder durch die Schaltuhr in der Röstperiode gespannt wird. Die
Schaltuhren können gleichzeitig die Antriebsvorrichtungen bilden und dann die Form
eines Uhrwerkes, eines Elektromotors, eines Bimetall-oder eines Heißleiterelementes
haben.
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Die Vorrichtungen zur Verzögerung der Bewegung des Brothalters in
die Röststellung können ferner als Schaltuhren für die Bestimmung der Röstperioden
dienen. So kann beispielsweise. durch die Heizelemente ein Bimetallelement von grober
thermischer Masse erhitzt werden, bis es eine bestimmte Temperatur erreicht, worauf
es den Brothglter in die Röststellung laufen läßt und seine eigene Beheizung unterbricht,
während die Röstperiode selbst durch die anschließende Abkühlung des Bimetalls bestimmt
wird.