DE1096075B - Auswuchtmaschine, bei welcher die Unwucht im Auslauf gemessen wird - Google Patents
Auswuchtmaschine, bei welcher die Unwucht im Auslauf gemessen wirdInfo
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Description
Es sind Auswuchtmaschinen bekannt, bei denen ein schwingend gelagerter Wuchtkörper bis über seine
sich aus der Wuchtkörpermasse und den Federkonstanten der Lager ergebenden Resonanzzahl angetrieben
wird und dann ausläuft. Wenn der Wuchtkörper in die Resonanzdrehzahl kommt, dann führt er sehr weite
Schwingungen aus. Deren Phasenlage läuft dann bekanntlich der Erregerkraft, also der durch die Unwucht
hervorgerufenen Fliehkraft, um genau 90° nach. Wenn man nun ein Stück Kreide od. dgl. in die
Nähe des Wuchtkörpers hält, so stößt dieser in der Resonanz jedesmal daran, wenn er seine größte Auslenkung
aus der Mittellage hat. Dadurch wird auf dem Wuchtkörper ein mehr oder weniger langer Strich
markiert, der 90° gegenüber der Unwucht versetzt ist. Üblicherweise wird der Wuchtkörper dann noch
einmal mit entgegengesetztem Drehsinn angetrieben und in der Resonanz wiederum wie vorher die Stelle
der größten Auslenkung ermittelt und markiert. Die Unwucht liegt dann in der Mitte zwischen diesen beiden
Stellen. Dieses Verfahren ist verhältnismäßig primitiv und wird den modernen Anforderungen der
Auswuchttechnik in keiner Weise mehr gerecht.
In der Regel wird bei neueren Maschinen die Phasenlage der Unwucht dadurch gemessen, daß mit dem
Wuchtkörper ein Generator umläuft, der eine Wechselspannung vorgegebener Phase liefert. Mit dieser
Wechselspannung wird die Meßspannung verglichen, beispielsweise mittels eines phasengesteuerten Gleichrichters
oder auch eines Wattmeters. Die Phasenlage der Wechselspannung wird dann so lange verändert,
bis das Anzeigeinstrument Null anzeigt. Dann ist die Hilfswechselspannung genau 90° gegen die Meßspannung
phasenverschoben.
Die Meßspannung wird entweder von Tauchspulen abgenommen, die in Lagerebenen angeordnet und zum
Ausgleich von Restmomenten in bestimmter Weise gegeneinandergeschaltet sind, oder von kraftmessenden
Gebern, die ebenfalls in den Lagerebenen angeordnet sind und beispielsweise von Bariumtitanatelementen
gebildet werden können. Es ist dabei erforderlich, die Auswuchtung bei einer bestimmten
vorgegebenen Drehzahl vorzunehmen, da einmal die Unwuchtkräfte, zum anderen aber auch die Phasenverschiebungen,
die in der Schaltung z. B. durch Siebglieder auftreten, von der Drehzahl abhängen.
Für viele, insbesondere kleine Wuchtkörper ist es nun erforderlich, den Wuchtkörper bei der Messung
möglichst von allen äußeren Kräften zu isolieren, wie sie z. B. durch den Antrieb über einen üblichen Mitnehmer
entstehen können. Man hat versucht, solche Wuchtkörper mittels eines Bandes anzutreiben, das
über den Wuchtkörper gelegt wird; bei anderen Maschinen wird der Wuchtkörper mit Preßluft angetrie-Auswuchtmaschine,
bei welcher die Unwucht im Auslauf
gemessen wird
Anmelder:
Losenhausenwerk,
Düsseldorfer Maschinenbau A,-G.,
Düsseldorf-Grafenberg, Schlüterstr. 19
Karl Hilgers und Nikolaus Reuland, Düsseldorf,
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
ben. Es hat sich jedoch gezeigt, daß auch bei dieser Art des Antriebes Störungen durch den Antrieb auftreten,
welche die Meßgenauigkeit ungünstig beeinflussen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile der bekannten Auswuchtmaschinen zu vermeiden.
Die Erfindung benutzt eine Auswuchtmaschine, bei welcher der auszuwuchtende Körper angetrieben
und dann von den Antriebsmitteln entkuppelt wird und ausläuft und bei welcher die Unwucht
im Auslauf gemessen wird. Erfindungsgemäß wird die Drehzahl des auslaufenden Wuchtkörpers gemessen,
wobei der Drehzahlmesser eine Arretiervorrichtung für eine Unwuchtanzeigeeinrichtung steuert.
Durch die Verwendung eines berührungslos arbeitenden Drehzahlmessers läßt sich erreichen, daß der
Wuchtkörper vollkommen frei von allen äußeren Kräften in seinen Lagern läuft. Zweckmäßigerweise ist
auf dem Wuchtkörper eine Marke angebracht, die photoelektrisch abgetastet wird, und der Drehzahlmesser
so ausgebildet, daß er die Impulshäufigkeit der photoelektrischen Impulse zählt. Derartige Drehzahlmesser
sind an sich bekannt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung stark schematisch dargestellt.
Ein Wuchtkörper 1 wird von einem Motor 2 über eine Kupplung 3 angetrieben. Die durch die Unwucht
hervorgerufenen Lagerkräfte werden durch Bariumtitanatelemente 4, 4' gemessen und zur Bestimmung
der Phasenlage der Unwucht über einen Verstärker 5 einem phasenempfindlichen Gleichrichter 6 zugeführt.
Der phasenempfindliche Gleichrichter 6 kann von einer Hilfswechselspannung gesteuert werden, deren Phase
009 680/263
in bekannter und daher nicht näher dargestellter Weise lichtelektrisch von einer oder mehreren
Marken 8 auf dem auszuwuchtenden Körper 1 gesteuert wird. Die Ausgangsspannung wird einem
Meßinstrument 7 zugeführt, welches eine Komponente der zu messenden Unwucht anzeigt. Zur Messung
einer um 90° dazu versetzten Unwuchtkomponente kann in bekannter Weise ein zweiter phasenempfindlicher
Gleichrichter vorgesehen sein, der von einer entsprechenden zweiten Hilfswechselspannung ge- ίο
steuert wird.
Zur Messung der Unwucht in der zweiten Lagerebene kann die Anordnung auf den zweiten Geber 4'
umgeschaltet werden. Soll die Unwucht nicht in den Lagerebenen, sondern in anderen Ausgleichsebenen
gemessen werden, so sind die Geber in bekannter Weise über Spannungsteiler, die nach Maßgabe der
Abstände von Lager- und Ausgleichsebene eingestellt werden, gegeneinandergeschaltet.
Auf dem Wuchtkörper sind Marken 8 angebracht, die von einer Lampe 9 angeleuchtet und von einem
Phototransistor IO abgetastet werden. Der Phototransistor 10 steuert einerseits, wie oben geschildert, die
Hilfswechselspannung, die z. B. von einem Multivibrator 11 erzeugt wird. Zum anderen werden die
photoelektrischen Impulse einem elektronischen Drehzahlmesser 12 zugeführt. Dort werden sie in Impulse
definierter Höhe und Länge umgewandelt und einem Gleichstrominstrument 13 zugeführt, dessen Ausschlag
direkt proportional der Drehzahl des Wuchtkörpers ist. Das Gleichstrominstrument 13 besitzt
einen Kontakt 14, über den bei Erreichen einer bestimmten, vorgegebenen Solldrehzahl der Stromkreis
eines Arretiermagneten 15 geschlossen wird, der von einer Stromquelle 16 gespeist wird. Der Arretiermagnet
15 arretiert dann die Anzeige des Instruments 7 und sonstiger etwa noch vorgesehener Meßinstrumente
für die Unwuchtanzeige.
Der Wuchtkörper 1 wird jetzt über seine Meßdrehzahl hinaus von dem Motor 2 angetrieben. Dann wird
die Kupplung 3 gelöst. Der Wuchtkörper 1 läuft aus. Dabei ändert sich die Anzeige am Instrument 7
natürlich mit der Drehzahl. Sobald die Solldrehzahl (Meßdrehzahl) erreicht ist, zieht der Magnet 15 an
und arretiert die bei dieser Drehzahl sich ergebende richtige Anzeige am Instrument 7.
Statt eines phasengesteuerten Gleichrichters, der von einer Hilfswechselspannung gesteuert wird, kann
man auch eine bistabile Kippstufe (Flip-Flop-Schaltung) vorsehen, an welcher die Meßspannung als
Anodenspannung anliegt und die von den photoelektrischen Impulsen umgeschaltet wird.
Claims (3)
1. Auswuchtmaschine, bei welcher der auszuwuchtende Körper angetrieben und dann von den
Antriebsmitteln entkuppelt wird und ausläuft und bei welcher die Unwucht im Auslauf gemessen
wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahl des auslaufenden Wuchtkörpers (1) gemessen wird
und der Drehzahlmesser (12) eine Arretiervorrichtung (15) für eine Unwuchtanzeigeeinrichtung
(7) steuert.
2. Auswuchtmaschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung eines berührungslos
arbeitenden Drehzahlmessers (9,10,12,13,14).
3. Auswuchtmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Wuchtkörper (1)
eine oder mehrere Marken (8) angebracht sind, die photoelektrisch abgetastet werden, und daß der
Drehzahlmesser (12, 13) die Impulshäufigkeit der photoelektrischen Impulse zählt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 680/263 12.60
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL32165A DE1096075B (de) | 1959-01-09 | 1959-09-09 | Auswuchtmaschine, bei welcher die Unwucht im Auslauf gemessen wird |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3076342X | 1959-01-09 | ||
| DEL32165A DE1096075B (de) | 1959-01-09 | 1959-09-09 | Auswuchtmaschine, bei welcher die Unwucht im Auslauf gemessen wird |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1096075B true DE1096075B (de) | 1960-12-29 |
Family
ID=25985188
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL32165A Pending DE1096075B (de) | 1959-01-09 | 1959-09-09 | Auswuchtmaschine, bei welcher die Unwucht im Auslauf gemessen wird |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1096075B (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1161703B (de) * | 1964-01-23 | Dr Hermann H Beissbarth München · | Verfahren zur Ermittlung der Große von Unwuchten rotierender Korper | |
| DE1226336B (de) | 1960-04-05 | 1966-10-06 | Losenhausenwerk Duesseldorfer | Auswuchtmaschine |
| DE1248335B (de) | 1960-04-05 | 1967-08-24 | Losenhausen Maschb Ag | Verfahren zum Auswuchten von Rotoren |
| DE4028336A1 (de) * | 1990-09-06 | 1992-03-19 | Hofmann Werkstatt Technik | Verfahren und vorrichtung zum messen der unwucht eines rotors, insbesondere kraftfahrzeugrades |
-
1959
- 1959-09-09 DE DEL32165A patent/DE1096075B/de active Pending
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1161703B (de) * | 1964-01-23 | Dr Hermann H Beissbarth München · | Verfahren zur Ermittlung der Große von Unwuchten rotierender Korper | |
| DE1226336B (de) | 1960-04-05 | 1966-10-06 | Losenhausenwerk Duesseldorfer | Auswuchtmaschine |
| DE1248335B (de) | 1960-04-05 | 1967-08-24 | Losenhausen Maschb Ag | Verfahren zum Auswuchten von Rotoren |
| DE4028336A1 (de) * | 1990-09-06 | 1992-03-19 | Hofmann Werkstatt Technik | Verfahren und vorrichtung zum messen der unwucht eines rotors, insbesondere kraftfahrzeugrades |
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