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DE1161703B - Verfahren zur Ermittlung der Große von Unwuchten rotierender Korper - Google Patents

Verfahren zur Ermittlung der Große von Unwuchten rotierender Korper

Info

Publication number
DE1161703B
DE1161703B DENDAT1161703D DE1161703DB DE1161703B DE 1161703 B DE1161703 B DE 1161703B DE NDAT1161703 D DENDAT1161703 D DE NDAT1161703D DE 1161703D B DE1161703D B DE 1161703DB DE 1161703 B DE1161703 B DE 1161703B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
size
inertia
determining
unbalances
rotating bodies
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1161703D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hermann H Beissbarth München ·
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Publication date
Publication of DE1161703B publication Critical patent/DE1161703B/de
Pending legal-status Critical Current

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  • Testing Of Balance (AREA)

Description

  • Verfahren zur Ermittlung der Größe von Unwuchten rotierender Körper Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung der Größe von Unwuchten rotierender Körper.
  • Beim Wuchten von Rotationskörpem, beispielsweise Fahrzeugrädern od. dgl., müssen verschiedene Tabellen verwendet oder Einstellungen der Maschinen vorgesehen werden, die, etwa nach Radgrößen geordnet, Zugehörigkeiten von Auswuchtgewichtsgrößen zu den ermittelten Amplituden des schwingenden Teils der Maschinen angeben. Für jede Größe oder Gruppe von Größen der Räder sind dann Kurven oder Tabellen vorhanden, auf denen die den jeweiligen Amplituden zugehörigen Gewichte in einer bestimmten Gewichtseinheit angegeben sind.
  • Es hat sich nun bei Wuchtmaschinen, insbesondere bei solchen, die nach dem Auslaufverfahren arbeiten, erwiesen, daß diese aus Versuchen ermittelten Tabellen oder Einstellungen elektrischer Organe auf bestimmte Werte nicht mit den eingestellten Verhältniswerten von Wuchtamplituden zu Gewichtsangaben übereinstimmen, so daß sich Abweichungen bis zu 10 und mehr Prozent ergeben, die nur durch Probelauf und entsprechendes Nachwuchten beseitigt werden können. Diese Abweichungen liegen aber weit über den bei diesen Wuchtmaschinen zulässigen Arbeitstoleranzen. Ferner werden dem Bedienungspersonal immer wieder neue Aufgaben gestellt, besonders, wenn in Rädern neuer Typen, für welche die Werte in den Tabellen noch nicht enthalten sind, die dynamischen Unwuchten zu beseitigen sind. So ist das Personal auf empirische Schätzungen angewiesen.
  • Es ist zwar bereits bekannt, daß Räder verschiedener Abmessungen bei gleichen Hebelarmverhältnissen, also gleichen Momenten der Ausgleichsgewichte, verschiedene Ergebnisse zeigen können. Beispielsweise ist es bekannt, daß Unterschiede der Gewichtssumme der Räder plus Reifen bei gleicher angegebener Reifengröße bis zu 40°/o betragen können und daß diese Unterschiede in die Messung der dynamischen Unwucht eingehen und die Ergebnisse gegenüber den Sollwerten der Tabellen verfälschen.
  • Es ist deshalb vorgeschlagen worden, bestimmte Dimensionen der Räder nach ihrer Größe, nämlich Durchmesser, Breite und Gewicht, »abzutasten«, um so eine genaue Einstellung hinsichtlich der Größe zu ermöglichen und bessere Ergebnisse in der Praxis zu erzielen. Diese Vorschläge sind jedoch grundsätzlich nicht richtig; sie bedingen außerdem einen so großen baulichen Aufwand, daß eine praktische Einführung schon deshalb nicht in Betracht kommen kann.
  • Es war zwar weiterhin bekannt, daß das Massenträgheitsmoment bzw. das Gewicht des Prüfkörpers und dessen Schwerpunktlage bei Wuchtmaschinen, bei denen ein entsprechender Schwingweg gemessen wurde, eine entscheidende Rolle spielt und in die Messung mit eingeht. Es wurde auch erwähnt, daß das Gewicht und der Schwerpunkt des Prüfkörpers von Bedeutung seien. Nach dem bisherigen Stand der Technik wird die starre Wuchtmaschine, bei der keine Schwingwege, sondern Kräfte gemessen werden, als die Möglichkeit angegeben, das Problem der Massenträgheit zu vermeiden.
  • Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe soll daher nach einem anderen Gesichtspunkt gelöst werden. Dieser geht davon aus, daß dem Massenträgheitsmoment der zu wuchtenden Körper eine wesentliche Rolle zukommt, so daß dessen Wert zu ermitteln ist, der als Kennwert bei der Bestimmung der Unwuchtgröße dient.
  • Diese Massenträgheit ist z. B. bei Fahrzeugrädern bei gleichen angegebenen Felgendimensionen infolge der verschienen Massengröße, deren Verteilung und deren Anordnung zu den Bezugsachsen, also auch zur Einstellung der Räder zu den vorhandenen Schwingungsmittelpunkten, so verschieden groß, daß die obenerwähnten Unterschiede in der Größenanzeige der Unwuchten auftreten.
  • Wenn also das Massenträgheitsmoment als Kennwert des zu prüfenden Rades berücksichtigt wird, erfolgt die Korrektur, die zur Erzielung richtiger Meßergebnisse der Amplitudenangabe bzw. ihrer Umrechnung in Gewichtsgrößen notwendig ist, da bisher bei der empirisch erfolgten Aufstellung der Tabellen jeweils nur das Trägheitsmoment stillschweigend in die Messung aufgenommen wurde, das dem betreffenden Eichrad entsprach.
  • Die Erfindung geht weiter davon aus, daß die Federkonstante der Wuchtmaschinen einer Type praktisch gleich oder mit zusätzlichen Mitteln gleich einstellbar ist und die Reibungskräfte in praktisch gleicher Größe auftreten. Bei gleichen Federkonstanten und gleicher Reibung und bekannter geometrischer Anordnung der Ausgleichsgewichte ist durch Zuhilfenahme des Massenträgheitsmomentes als bisheriger Unbekannten eine feste Beziehung zur Amplitude, insbesondere in der Schwingungsresonanz, gegeben.
  • Die Erfindung betrifft dementsprechend ein Verfahren zur Ermittlung der Größe der Unwucht, bei welchem außer der eigentlichen Unwuchtmessung das Massenträgheitsmoment des Prüflings einschließlich der schwingenden Teile der Auswuchtmaschine in bezug auf die Schwingachse der Maschine ermittelt wird, und ist dadurch gekennzeichnet, daß zur Ermittlung dieses Massenträgheitsmomentes die Drehzahl des Prüflings in der Resonanz gemessen wird.
  • In der Zeichnung ist das erfindungsgemäße Verfahren an Hand einer besonders geeigneten Vorrichtung näher beschrieben.
  • Gemäß der Erfindung wird das Massenträgheitsmoment des zu wuchtenden Körpers 1 - eines Fahrzeugrades - einschließlich des schwingenden Teils der Wuchtmaschine, wie der um die Achse 3 schwingenden Welle 2 mit dem Befestigungsflansch für das Rad 1 und mit der Schreibscheibe 4, durch Ermittlung der Drehzahl des Prüflings in der Resonanz ermittelt.
  • Diese Ermittlung erfolgt beispielsweise mittels eines Drehzahlmessers 5, der über einen Magnetgeber 6 an die umlaufende Welle gekuppelt ist. Der Druckknopf 7 erlaubt beispielsweise, den Drehzahlanzeiger in der gemessenen Lage festzuhalten. Diese Drehzahl des zu prüfenden Gegenstandes in der Resonanz ist ein brauchbarer Faktor als Maß für die Massenträgheit.
  • Sind nun Kurven oder Tabellen vorhanden, die aus Versuchen mit verschiedenen Rädern aufgestellt wurden und bei deren Ermittlung ein jeweilig unbekanntes Trägheitsmoment mitgemessen wurde, so ist bei Berücksichtigung eines nach dem Verfahren der Erfindung ermittelten Massenträgheitskennwertes -also des Frequenzfaktors - eine Korrektur der Beziehung Amplitude-Ausgleichsgewichtsgröße möglich.
  • Wird beispielsweise für ein Rad mit einem Reifen der Größe 6,70 13 für das eine Amplitude von 30 mm einer Gewichtsgröße von 40 g entspricht, eine Tabelle Nr. 3 verwendet und nach Feststellung des Trägheitsfaktors ermittelt daß das zu prüfende Rad eine größere Massenträgheit, also eine kleinere Resonanzfrequenz besitzt, so muß dann die Wahl des Gewichts nach der Tabelle Nr. l erfolgen, nach der eine Amplitude von 30 mm einer Gewichtsgröße von 48 g, d. h. in der Praxis 50 g, entspricht, um einen restfreien Ausgleich der Unwucht zu erreichen.
  • Es können nun aber auch für Räder, bei denen nur die Reifengrößen bekannt, diese selbst aber tabellenmäßig nicht erfaßt sind, nach Ermittlung des Trägheitsfaktors eine richtige Tabelle aufgestellt werden.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zur Ermittlung der Größe der Unwucht, bei welchem außer der eigentlichen Unwuchtmessung das Massenträgheitsmoment des Prüflings einschließlich der schwingenden Teile der Auswuchtmaschine in bezug auf die Schwingachse der Maschine ermittelt wird, d a d u r c h gekennzeichnet, daß zur Ermittlung dieses Massenträgheitsmomentes die Drehzahl des Prüflings in der Resonanz gemessen wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentanmeldung P 818 IXb/42k (bekanntgemacht am 15. 5. 1952); deutsche Auslegeschriften Nr. 1 047 482, 1096075; deutsche Patentschrift Nr. 572099; französische Patentschrift Nr. 1 201 955.
DENDAT1161703D Verfahren zur Ermittlung der Große von Unwuchten rotierender Korper Pending DE1161703B (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1161703B true DE1161703B (de) 1964-01-23

Family

ID=601250

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT1161703D Pending DE1161703B (de) Verfahren zur Ermittlung der Große von Unwuchten rotierender Korper

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1161703B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1225416B (de) 1963-08-29 1966-09-22 Dr Hermann H Beissbarth Auswuchtvorrichtung zur Ermittlung der Groesse von Unwuchten umlaufender Koerper
DE4235614A1 (de) * 1992-10-22 1994-04-28 Ako Werke Gmbh & Co Verfahren zur Ermittlung der Unwucht einer beladenen Waschmaschinentrommel

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DE572099C (de) * 1930-06-29 1933-03-10 Irion & Vosseler Schnittgeschwindigkeitsmesser
DE1047482B (de) * 1954-04-01 1958-12-24 Losenhausenwerk Duesseldorfer Vorrichtung zur Erzeugung eines Hilfswechselstromes bei Unwuchtmessungen
FR1201955A (fr) * 1957-09-06 1960-01-07 Schenck Gmbh Carl Procédé et dispositif de détermination du déséquilibre dynamique des pièces tournantes
DE1096075B (de) * 1959-01-09 1960-12-29 Losenhausenwerk Duesseldorfer Auswuchtmaschine, bei welcher die Unwucht im Auslauf gemessen wird

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