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Trenneinrichtung für perforierte Formularbänder Die Erfindung betrifft
eine Trenneinrichtung für perforierte Formularbänder, wie sie beispielsweise bei
Buchungsmaschinen verwendet werden.
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Es ist bereits eine Trennvorrichtung für Papierbahnen bekannt, die
aus einer mit einem auf ihrem Umfang befestigten Messer versehenen Trommel sowie
einem entsprechenden feststehenden Gegenblock besteht. Das zu trennende Papierband
gleitet über den Gegenblock und wird bei Drehung der Trommel durch das Messer an
der Kante des mit ihm zusammenwirkenden Gegenblocks abgeschert.
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Weiterhin ist es bekannt, zur Trennung von Papierbahnen zwei Walzen
verschiedener Umlaufrichtungen zu verwenden, die an ihrem Umfang je mit einem feststehenden,
parallel zur Drehachse liegenden Messer bestückt sind. Beim Trennvorgang scheren
die beiden Messer im Zusammenwirken die mit Führungsvorrichtungen zwischen die beiden
Walzen geleitete Papierbahn ab.
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Auch gibt es bereits eine Anordnung, bei der die beiden gegeneinanderlaufenden
Walzen mit schraubenlinienförmig angebrachten Messern ausgerüstet sind, die gegeneinander
scheren.
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Bei einer anderen bekannten Anordnung ist die Papierbahn zwischen
zwei Walzen geführt, von denen die eine, an ihrem Umfang gegeneinander um 180° versetzt,
zwei feststehende, parallel zur Drehachse verlaufende Trennmesser aufweist, während
die andere Walze, deren Umfang nur halb so groß wie der der Messertrommel ist, mit
einer entsprechenden parallel zur Drehachse verlaufenden Nut versehen ist. Die Trennung
des durch entsprechende Rollen gestreckt gehaltenen Papierbandes erfolgt jeweils
beim Eintauchen der Messer in die Nut während der im Verhältnis 1 : 2 synchronen
Drehung der beiden Walzen in gegenläufigen Richtungen.
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Weiterhin ist es bekannt, bei Fernschreibgeräten eine Blatt-Trennvorrichtung
zu verwenden, bei der das quer zur Laufrichtung perforierte Papierband durch Spannen
mittels Abreißrollen über ein Trennelement in Form eines Messers abgetrennt wird.
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Auch ist eine Vorrichtung zum Abtrennen eines mittels Walze geführten
Papierbandes bekannt, bei der ein Schläger mit feststehenden Messern zusammenwirkt
und das Papier über diesen abschlägt.
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Gegenstand der Erfindung ist eine Trennvorrichtung für perforierte
Formularbänder, die gekennzeichnet ist durch eine mit Führungsstiften für das Band
und mit einem oder mehreren OOuerschlitzen versehene Trommel sowie eine achsparallel
zu dieser Trommel verlaufende und sie antreibende Welle, die mit Trägern für Trenndrähte
oder -seile zum Eintauchen in den oder die Querschlitze versehen ist.
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Diese Trommel ist teilweise mit einem parallel zum Trommelmantel verlaufenden
Führungsblech umgeben, das ein besonders sicheres Fördern des Formularbandes gewährleistet.
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Die Vorteile der Einrichtung gemäß der Erfindung sind darin zu sehen,
daß ein einfaches, sicher wirkendes Hilfsmittel geschaffen ist, das sich zur Trennung
von beispielsweise Kontenauszügen, die bei Sparkassen in erheblichen Stückzahlen
täglich als Band anfallen, besonders eignet. Mit der gekennzeichneten Einrichtung
läßt sich eine große Arbeitsgeschwindigkeit erreichen, die um so mehr ins Gewicht
fällt, als die Arbeit des Trennens der einzelnen Formulare bisher vorwiegend von
Hand ausgeführt werden mußte und dabei leicht Beschädigungen der Auszüge durch ungenaues
Abreißen eintraten.
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Das Gerät ist nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel dargestellt
und beschrieben.
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Fig. 1 zeigt das Gerät in teilweise geschnittener Vorderansicht; Fig.2
stellt einen Seitenschnitt durch das Gerät dar.
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An einem Sockel 1 sind mittels Winkelstücken 2 zwei Seitenwände 3
verschraubt, die miteinander durch vier Querstücke 4 verbunden sind. In den beiden
Seitenwänden ist in Buchsen 21 drehbar auf einer Achse 20 eine aus seitlichen Gußteilen
23 sowie vier sich über nahezu 90° des Umfanges erstreckenden Mantelblechen 24 zusammengesetzte
Trommel drehbar gelagert. Zwischen den Mantelblechen 24 befinden sich Schlitze 25,
denen Aussparungen 26 in den seitlichen Gußteilen 23, die übrigens zum Zwecke der
besseren Papierführung an ihrem Rand leicht abgeschrägt sind, entsprechen. Ferner
weist die Trommel an ihren Umfang seitlich Zapfen 27 auf, die zur Ausrichtung und
zum Transport der als Band eingeführten Formulare dienen. Die Trommel wird von einem
oberhalb liegenden, an einem Ende abgewinkelten Führungsblech 28 mit geringem Abstand
etwa über
einen Winkel von 90° umschlossen. Innerhalb der Trommel
befindet sich eine nicht dargestellte, aus Kunststoff gefertigte Scheibe, die einen
solchen Durchmesser aufweist, daß sie die beim Trennen entstehenden Schwingungen
des in die Schlitze 25 eingeführten Trenndrahtes dämpft.
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Eine zweite in den Seitenwänden 3 mittels Buchsen 11 drehbar gelagerte
Welle 10, die an ihrem einen Ende mit einer Handkurbel 13 versehen ist, trägt an
ihrem anderen Ende ein Zahnrad 12, das mit einem auf der Welle 20 verstifteten Zahnrad
22 doppelten Umfanges kämmt. Auf der Welle 10 sind drei mit Gummi belegte, gegen
die Trommel auf der Welle 20
drückende Rollen 14 befestigt. Weiterhin befinden
sich, auf ihr aufgeklemmt, zwei Halter 15 für je zwei Gummistreifen 15a, deren Funktion
später noch beschrieben wird. Außerdem dient die Welle 10 zur Lagerung zweier Pendelstücke
16, die mittels Rollen 16a leicht gegen die Mantelfläche 24 der Trommel drücken.
Schließlich sind auf der Welle 10 seitlich zwei Träger 17 verstiftet, zwischen denen
das in Nuten eingelegte Trennelement in Form eines Drahtes oder Seiles 18 ausgespannt
ist.
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Vorgesehen sind ferner noch ein Ablegekasten 30,
ein Anlegekasten
31 für den Formularstreifen sowie eine Schutzhaube 32 und Schutzfüße 33.
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Die Funktion der Einrichtung ist folgende: Das zu trennende Formularband,
das beispielsweise in Zickzackform im Kasten 31 aufbewahrt wird, wird mit seinem
Anfang so auf die Trommel aufgebracht, daß das erste Formular ein Mantelblech ganz
bedeckt und mit seinen der Abheftung dienenden Löchern die zugehörigen Zapfen 27
umschließt. Beim Drehen der Handkurbel 13 im Uhrzeigersinn wird dann das
Formularband unter Führung des Bleches 28 zur gegenüberliegenden Trommelseite geführt,
wo die Abtrennung der einzelnen Formulare mittels der Drähte 18 erfolgt, die sich
in die parallel zur Drehachse verlaufenden Schlitze 25 hineindrücken und dabei die
Perforierung zerreißen. Beim Austreten des Drahtes aus dem Schlitz wird das abgetrennte
Formular, das vom Draht ein wenig mitgenommen wird, mittels der Rollen 16a weiter
gegen die Trommel gedrückt und dann anschließend, wenn es vom Trenndraht völlig
frei ist und die untersten der Rollen 16a passiert hat, mittels der Gummistreifen
15a so von der Trommel gestreift, daß es in den Ablegekasten 30 gelangt.