DE1092943B - Duennwandiger Vorderwandpfeiler fuer Siemens-Martin-OEfen, insbesondere Kippoefen - Google Patents
Duennwandiger Vorderwandpfeiler fuer Siemens-Martin-OEfen, insbesondere KippoefenInfo
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Classifications
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Description
- Dünnwandiger Vorderwandpfeiler für Siemens-Martin-Öfen, insbesondere Kippöfen Den Gegenstand des Hauptpatentes 1055 027 bildet ein dünnwandiger Vorderwandpfeiler für Siemens-Martin-öfen, insbesondere Kippöfen, mit in seine horizontalen Steinfugen eingelegten Blechen, der dadurch gekennzeichnet ist, daß die in seinem mittleren Teil befindlichen Steine durch Verhängen mit einer Trageinrichtung gehaltert sind. Zweckmäßig weist dabei die Trageinrichtung parallel zueinander verlaufende Halteschienen auf, die durch zum Einhängen der Hängeglieder bestimmte Querschienen in Abstand miteinander verbunden sind, und ferner stützen sich bei einer besonderen Ausführungsform die in ihren horizontalen Steinfugen mit Blecheinlagen versehenen, nicht verhängten Steine der Pfeilerseitenteile an der Trageinrichtung ab.
- Es hat sich gezeigt, daß bei dieser Bauweise der Verschleiß von Vorderwandpfeilern geringer und deren Festigkeit somit größer ist als die von dickeren Vorderwandpfeilern der üblichen Art und daß ferner das bislang gefürchtete Einstürzen dieser Pfeiler in außerordentlich wirksamer Weise verhindert werden kann. Ferner gewährleistet die Verwendung einer Steinschar im mittleren Teil der Pfeiler eine gute Kühlung des Mauerwerks, und schließlich kann eine Erneuerung eines ganzen Pfeilers oder eines seiner Teile in sehr kurzer Zeit, ohne Abstellung des Ofens, erfolgen.
- Im Zuge weiterer Forschungsarbeiten konnte nun festgestellt werden, daß die Vorderwandpfeiler, insbesondere an den Seitenteilen, überwiegend durch Temperaturwechsel beansprucht sind, da sich die Abkühlungen beim Chargieren vor allem auf die Seitenteile auswirken, und daß die Beanspruchungen anderer Art sich bei Vorderwandpfeilern nicht in einem solchen Umfang im Verschleiß äußern wie die Beanspruchungen durch Temperaturwechsel. Daraus wurde der Schluß gezogen, daß es erforderlich ist, diese Teile mit temperaturwechselbeständigem, feuerfestem Material zuzustellen. In Verfolgung dieses Gedankens wird nun vorgeschlagen, einen dünnwandigen Vorderwandpfeiler für Siemens-Martin-Öfen, insbesondere Kippöfen, gemäß Hauptpatent 1055 027 mit in seine horizontalen Steinfugen eingelegten Blechen, bei welchem die im mittleren Teil befindlichen Steine durch Verhängen mit einer Trageinrichtung gehaltert sind, in der Weise aufzubauen, daß als Steine in den Seitenteilen gebrannte Chrommagnesitsteine verwendet werden. Durch die Verwendung von gebrannten Chrommagnesitsteinen in den Seitenteilen von Vorderwandpfeilern wird nun überraschenderweise nicht nur der Vorteil erreicht, daß die Seitenteile als solche gegen einströmende Kaltluft bzw. Beanspruchung auf Temperaturwechsel widerstandsfähiger sind, sondern es wird darüber hinaus, wie festgestellt werden konnte, auch der mittlere Teil der Vorderwandpfeiler wesentlich weniger gegen Temperaturwechselbeanspruchungen empfindlich, wodurch die Lebensdauer der gesamten Pfeiler beträchtlich erhöht wird. Dies dürfte darauf zurückzuführen sein, daß widerstandsfähige Seitenteile als eine Art Armierung für den Pfeilermittelteil wirken. Auf alle Fälle wird es jedoch durch die Zustellung der Seitenteile der Vorderwandpfeiler mit gebrannten Chrommagnesitsteinen möglich, den mittleren Teil der Pfeiler aus billigeren, ungebrannten Steinen, zweckmäßig Magnesitchromsteinen, aufzubauen und dadurch die Gesamtkosten für die Zustellung erheblich zu senken. Die an sich nicht gute Temperaturwechselbeständigkeit ungebrannter Magnesitchromsteine wirkt sich in diesem Falle in keiner Weise nachteilig aus, vielmehr wird die fTbergangszeit zwischen grüner und keramischer Bindung in diesen Steinen glatt überbrückt, so daß ihre hervorstechendste günstige Eigenschaft, nämlich die Widerstandsfähigkeit gegen durch Infiltration von Eisenoxyd hervorgerufene Schädigungen (»Bursting«), unvermindert stark zur Geltung kommt. Alles in allem wird durch diese Art der Zustellung eine Haltbarkeit der Vorderwandpfeiler erreicht, wie sie mit einer anderen Zustellung, z. B. unter Verwendung von blechummantelten Steinen in den seitlichen Teilen der Pfeiler, nicht erreicht werden kann. Die ungebrannten Steine im mittleren Teil der Pfeiler können gemäß der Erfindung auch in Form von blechummantelten Steinen vorliegen, und ferner können die Vorderwandpfeiler auch nach außen geneigt sein. Bei Verwendung von blechummantelten Steinen brauchen zwischen diese keine Haltebleche eingelegt zu werden.
- In der "Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
- Fig. 1 zeigt den einen Pfeiler umfassenden Teil der Vorderwand in der Ansicht von außen; Fig. 2 stellt einen Längsschnitt nach Linie 11-II der Fig. 1 dar: in Fig. 3 ist ein Querschnitt nach Linie 111-III der Fig. 1 veranschaulicht, und Fig. 4 zeigt in größerem Maßstab Einzelheiten der Steinverhängung in einem Schnitt nach Linie IV-IV der Fig. 1.
- Der dargestellte Vorderwandpfeiler weist feuerfeste, ungebrannte Steine 1 auf, die durch Verhängung gehalten sind. Wie insbesondere die Fig. 2 und 4 zeigen, werden je zwei übereinanderliegende Steine paarweise von einem gemeinsamen Verhängemittel 2 erfaßt. Diese Verhängemittel bestehen aus Hängeeisen 2, die mit einem T-förmigen Kopf 3 ausgestattet sind, der in unterschnittenen Einhängeöffnungen oder Taschen 4 eingreift, die an der kalten Stirnseite im Stein angeordnet sind. Die Einhängetaschen 4 können zweckmäßig von U-förmigen Metalleinsätzen 4' gebildet sein, die mit den Schenkeln des U im Steinmaterial eingebettet sind.
- Der Schaft der Hängeeisen 2 ist zu einem Haken 5 ausgebildet. Die Hängeeisen 2 sind mittels der Haken 5 in Querschienen 6 eingehängt, die wie die Sprossen einer Leiter zwischen Halteschienen 7 sich erstrecken. Die Halteschienen 7 verlaufen zueinander parallel und werden bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel von je einem Winkelschienenpaar gebildet. Mittels der Halteschienen 7 ist die Trageinrichtung an den Stehern 8 der Vorderwandarmierung befestigt.
- Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, sind nur die ungebrannten Steine 1 der mittleren Pfeilerpartie durch Verhängung gehaltert. Die gebrannten Chrommagnesitsteine 10 der zu beiden Seiten benachbart liegenden Partien sind durch in den Steinfugen eingelegte Haltebleche 11 gehaltert, die, wie Fig. 2 zeigt, in jede zweite Steinfuge eingelegt sind. Bei der erstmaligen Inbetriebsetzung des Ofens -werden die Steine durch die dabei oxvdierenden Haltebleche verfrittet. Die durch die Haltebleche 11 gehalterten Steine 10 stützen sich außen an den Stehern 8 der Vorderwandarmierung ab.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. DünnwandigerVorderwandpfeiler für Siemens-Martin-Üfen, insbesondere Kippöfen, mit in seine horizontalen Steinfugen eingelegten Blechen, bei welchem die im mittleren Teil befindlichen Steine durch -v-erhängen mit einer Trageinrichtung gehaltert sind, nach Patent 1055 027, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenteile der Vorderwandpfeiler mit gebrannten Chrommagnesitsteinen versehen sind.
- 2. Vorderwandpfeiler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere Teil der Pfeiler aus ungebrannten Steinen, zweckmäßig Magnesitchromsteinen, aufgebaut ist.
- 3. Vorderwandpfeiler nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die ungebrannten Steine eine Blechummantelung aufweisen.
- 4. Vorderwandpfeiler nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorderwandpfeiler nach außen geneigt sind.
Priority Applications (1)
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- 1959-01-12 DE DE1959O0006546 patent/DE1092943B/de active Pending
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