DE1092378B - Verfahren und Anlage zum Laden und Abfoerdern von an einer Ladestelle kontinuierlich oder annaehernd kontinuierlich anfallendem Foerdergut - Google Patents
Verfahren und Anlage zum Laden und Abfoerdern von an einer Ladestelle kontinuierlich oder annaehernd kontinuierlich anfallendem FoerdergutInfo
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Description
- Verfahren und Anlage zum Laden und Abfördern von an einer Ladestelle kontinuierlich oder annähernd kontinuierlich anfallendem Fördergut Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Anlage zum Laden und Abfördern von an einer Ladestelle kontinuierlich oder annähernd kontinuierlich anfallendem Fördergut, das besondere Vorteile dann bietet, wenn die Ladestelle häufig verlegt wird.
- Die Erfindung ermöglicht es, unter solchen Voraussetzungen mit besonderem Vorteil die als solche bekannte Förderung mit Bandabschnitten anzuwenden, deren Wirtschaftlichkeit eine möglichst volle Ausnutzung der Ladekapazität der Bandabschnitte bedingt.
- Bisher wird für diesen Zweck meist ein an der Ladestelle angeordneter Zwischenbunker verwendet, in dem sich das Gut während der Intervalle, in denen sich kein Bandabschnitt an der Ladestelle befindet, ansammelt, so daß für die Beladung des eintreffenden Bandabschnitts die erforderliche Gutsmenge zur Verfügung steht.
- Die Notwendigkeit, einen solchen Zwischenbunker vorzusehen, bedeutet aber eine Verteuerung sowohl der Anlage wie auch der Betriebskosten, weil der Bunker, der einen vergleichsweise großen Platz in Anspruch nimmt, bei jeder V orverlegung der Ladestelle mit verlegt werden muß.
- Die Erfindung schafft die Möglichkeit einer gleichmäßigen Beladung der Bandabschnitte mit an einer wandernden Ladestelle z. B. im Streb oder beim Streckenvortrieb anfallendem Gut ohne die Notwendigkeit einer Zwischenbunkerung desselben.
- Das wird gemäß der Erfindung dadurch ermöglicht, daß unter an sich bekannter Förderung des anfallenden Haufwerks mittels eines seilzugbewegten Schrapperkastens, der das Gut nach einem Ladetisch fördert, die Ladekapazität der Bandzüge der Ladekapazität eines Schrapperkastens entsprechend bemessen wird und die Bandzüge längs der Entleerungsstelle des Schrapperkastens mit einer solchen Geschwindigkeit verfahren werden, daß eine fortlaufende vollständige Beladung des Füllquerschnitts des Bandzuges erfolgt, wobei die Abstände der Bandzüge so auf die Fördergeschwindigkeit des Schrapperkastens abgestimmt sind, daß jeweils bis zur Ankunft des nächsten Bandzuges der Schrapperkasten vom Ladetisch zu dem in der Strecke befindlichen, bei ungleichmäßigem Anfall des Fördergutes als Bunker dienenden und gegebenenfalls durch das Hin- und Herziehen des Schrapperkastens in der Strecke verteilten Haufwerkstapel verfahren wird, sich dort belädt und zum Ladetisch zurückkehrt.
- Diese neue Art der Abförderung des Haufwerks ist von besonderer Bedeutung, wenn der Anfall des zum Abfördern verfügbaren Guts zeitlich stark schwankt. Ein Beispiel eines solchen Falles ist die Gewinnung von Kohle von Hand, bei welcher diese Schwankungen sich daraus ergeben, daß die Hauer in bestimmten Perioden - namentlich zu Beginn der Schicht - im wesentlichen mit dem Abbau, in anderen Perioden - namentlich gegen Ende der Schicht - im wesentlichen mit dem Ausbau beschäftigt sind.
- Das neue Verfahren ermöglicht den Ausgleich dieser Schwankungen bzw. die Verteilung der Fördermengen über die ganze Schicht dadurch, daß nunmehr z. B. der Streckenraum bzw. das Streckenort. selbst den Stapelplatz bildet, von welchem durch den in gleichmäßigen Zeitabständen eintreffenden Schrapperkasten während der ganzen Schicht die Kohle aufgenommen und weggeladen wird.
- Das erfindungsgemäße Verfahren ist besonders geeignet für die Verwendung von verhältnismäßig kurzen Bandzügen. Die Zeit, die für das Hin- und Herziehen, Beladen und Entladen des Schrapperkastens zur Verfügung steht, ergibt sich, wenn man die Gesamtdauer der Förderschicht durch die Anzahl der Schrapperladungen teilt, die zum Wegladen der gesamten in der Schicht anfallenden Kohlenmenge benötigt werden. Aus der gleichen Rechnung ergibt sich, in welchen Zeitabständen die Bandabschnitte aufeinanderfolgen müssen.
- Infolge der Zuförderung des Gutes zu der Beladestelle der Bandabschnitte mittels eines Schrapperkastens können die sich als Folge der Verlegung der Ladestelle ergebenden Änderungen der Entfernung zwischen dieser und der Beladestelle der Bandabschnitte im Rahmen der Leistungsfähigkeit der Schrapperanlagen durch bloße Verlängerung des Zugseils des Schrapperkastens überbrückt werden, ohne daß es notwendig ist, die Beladestelle der Bandabschnitte in kleinen Zeitintervallen zu verlegen.
- Durch Schaltvorrichtungen ist Vorsorge gegen gelegentliche Störungen in der zeitlichen Abstimmung zwischen der Schrapperförderung und der Bandal)schnittsförderung zu treffen: Falls an der Entladestelle des Schrapperkastens kein Bandabschnitt zur Verfügung steht, wird der Schrapperkasten vor Erreichen derselben selbsttätig angehalten. Ebenso wird die Bandanlage selbsttätig stillgesetzt, wenn beim Eintreffen eines Bandabschnitts an der Entladestelle der Schrapperkasten noch nicht zur Entladung zur Verfügung steht.
- Eine zur Durchführung des vorstehend gekennzeichneten Verfahrens geeignete Anlage besteht aus einer ansteigenden, den Boden des Schrapperkastens bildenden Führungsbahn, auf der der Schrapperkasten mittels umsteuerbaren Seilzugs verfahren wird und die oberhalb der Tragkonstruktion, auf der die Bandabschnitte verfahren werden, eine Öffnung aufweist, die von dem Profil des Schrapperkastens angepaßten seitlichen Führungswänden umschlossen ist. Gemäii einem besonderen Merkmal der Erfindung schließen die Unterkanten dieser seitlichen Führungswände im Bereich der Öffnung auf eine der Länge des Schrapperkastens entsprechende Länge mit der Führung des Schrapperkastens ab und sind in einem anschließenden Bereich, in dem die Führungswände konvergieren, nach oben gezogen, so daß gewissermaßen eine Schnauze gebildet wird, die bewirkt, daß das durch den sich bewegenden. Bandabschnitt abgezogene Gut auf diesem einen gleichmäßigen, durch entsprechende Ausbildung dieser Schnauze seiner optimalen Beladung entsprechend gestalteten Schüttkegel bildet.
- Es ist ferner, zum Beispiel wenn das Streckenort nicht allzuweit gegenüber dem Streb voreilt, möglich, mittels ein und derselben Anlage sowohl die im Streb gewonnene, wie die beim Vertrieb einer Grundstrecke anfallende Kohle sowie auch die Berge abzufördern.
- In den Zeichnungen sind lediglich beispielsweise und unter Weglassung aller für das Verständnis der Erfindung nicht erforderlichen Einzelheiten das neue Verfahren und die wesentlichen -Merkmale einer zu seiner Durchführung dienenden Anlage veranschaulicht.
- Fig. 1 zeigt schematisch in Seitenansicht die Gesamtanordnung im Falle ihrer Anwendung zur Abförderung der in einem Streb in flacher bis zu halbsteiler Lagerung anfallenden Kohle; Fig. 2 ist eine Aufsicht auf Fig. 1; Fig.3 ist ein Schnitt im wesentlichen gemäß der Linie III-III der Fig. 1 durch die Übergabestelle oberhalb des zu beladenden Bandabschnitts in vergrößertem Maßstabe und Fig.4 ein entsprechender Schnitt im wesentlichen gemäß der Linie IV-IV der Fig. 1.
- In Fig. 1 ist mit 1 schematisch das Traggerüst, auf dem die Bandabschnitte 2, von denen nur ein abfahrender in der Abbildung links angedeutet ist, verfahren werden, bezeichnet.
- Der Schrapperkasten 3, der an seiner vorderen und unteren Seite offen ist, wird durch einen Schrapperhaspel 4 mittels des Seilzuges 4', der vorn über eine an der Firste angeschlagene Rolle 5 und an der entgegengesetzten Seite über Haspeltrommeln 6', 6" läuft, nach Beladung mit Kohle von dem Haufwerkstapel 7, dem die Kohle durch das Strebfördermittel 8 zugeförfiert wird, auf der ansteigenden Führungsbahn 9, die unten geschlossen ist und gleichzeitig seinen Boden bildet, nach oben gezogen.
- Oberhalb der Beladestelle des Bandabschnitts ist die Führungsbahn 9, wie Fig. 2 bei 10 erkennen läßt, unten offen und seitlich durch Wandungen 11', 11" abgeschirmt, die in ihrem vorwärtigen Bereich 12 konvergierend und mit ihren Unterkanten 13 gegenüber der Führungsbahn hochgezogen sind, so daß, wie Fig. 3 erkennen läßt, eine Art Schnauze gebildet wird, die in der oben erläuterten Weise die Bildung eines vorgeschriebenen Schüttkegels auf dem Bandabschnitt durch das aus dem Schrapperkasten im Zuge seiner Fortbewegung über die Öffnung 10 der Führungsbahn ausgetragene, während der Fortbewegung des Bandabschnitts von diesem durch die sich verengende Öffnung fortlaufend abgezogene Gut sichert.
- In Fig. 4 ist der Schrapperkasten 3 zwischen den Seitenwandungen 11', 11" während seiner Entleerungsphase dargestellt.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Laden und Abfördern von an einer Ladestelle kontinuierlich oder annähernd kontinuierlich anfallendem Fördergut durch einen das Gut aufnehmenden und über einen Ladetisch auf einen Bandzugförderer abgebenden Schrapperkasten, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandzüge (2) je die Ladekapazität eines Schrapperkastens (3) besitzen und längs der Entleerungsstelle (10) des Schrapperkastens mit einer solchen Geschwindigkeit verfahren werden, daß eine fortlaufende vollständige Beladung des Füllquerschnitts des Bandzuges erfolgt, wobei die Abstände der Bandzüge so auf die Fördergeschwindigkeit des Schrapperkastens abgestimmt sind, daß jeweils bis zur Ankunft des nächsten Bandzuges der Schrapperkasten vom Ladetisch zu dem in der Strecke befindlichen, bei ungleichmäßigem Anfall des Fördergutes als Bunker dienenden und gegebenenfalls durch das Hin- und Herziehen des Schrapperkastens in der Strecke verteilten Haufwerkstapel (7) verfahren wird, sich dort belädt und seinerseits zum Ladetisch zurückkehrt.
- 2. Anlage zum Beladen von Förderbandabschnitten gemäß dem Verfahren nach Anspruch 1 mit einer, den unteren Abschluß eines auf ihr verfahrenen Schrapperkastens bildenden Führungsbahn, die oberhalb der Beladestelle der Bandabschnitte durch eine nach Art eines Bunkeraustrages ausgebildete Öffnung unterbrochen ist und im Bereich der Öffnung dem Profil des Schrapperkastens angepaßte seitliche Führungswände aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterkanten der seitlichen Führungswände (11) vom Beginn der Öffnung an in einem der Länge des Schrapperkastens (3) entsprechenden Bereich gegen die Führungsbahn (9) abschließen und in einem anschließenden Bereich (12), in dem die Führungswände konvergieren, nach oben gezogen sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 483 053, 717 146, 835 871; USA.-Patentschrift Nr. 1721002; deutsche Patentanmeldung G 1141 VI / 5 d (bekanntgemacht am 4. 10. 1951).
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1092378B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1194804B (de) * | 1961-05-13 | 1965-06-16 | Demag Ag | Schrappanlage fuer den Abbaustreckenvortrieb |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE483053C (de) * | 1925-07-06 | 1929-10-02 | Rembrandt Peale | Foerdervorrichtung, bestehend aus einem bootsaehnlichen Behaelter |
| US1791002A (en) * | 1931-02-03 | Automatic teain control | ||
| DE717146C (de) * | 1938-05-04 | 1942-02-06 | Gewerk Eisenhuette Westfalia | Foerdergefaess mit beim Anzieben eines Schleppseiles sich schliessender Kratzerklappe |
| DE835871C (de) * | 1950-12-05 | 1952-04-07 | Weserhuette Ag Eisenwerk | Verfahren zum Betrieb eines mit eingenem Fahrantrieb versehenen Foerderbandes |
-
1957
- 1957-04-11 DE DEG21879A patent/DE1092378B/de active Pending
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