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DE1092363B - Verfahren zur Herstellung ungebrannter Tonkoerper hoher Biegefestigkeit - Google Patents

Verfahren zur Herstellung ungebrannter Tonkoerper hoher Biegefestigkeit

Info

Publication number
DE1092363B
DE1092363B DEG27252A DEG0027252A DE1092363B DE 1092363 B DE1092363 B DE 1092363B DE G27252 A DEG27252 A DE G27252A DE G0027252 A DEG0027252 A DE G0027252A DE 1092363 B DE1092363 B DE 1092363B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
clay
flexural strength
production
compounds
pretreated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG27252A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Kurt Stuerzer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
TH Goldschmidt AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by TH Goldschmidt AG filed Critical TH Goldschmidt AG
Priority to DEG27252A priority Critical patent/DE1092363B/de
Publication of DE1092363B publication Critical patent/DE1092363B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B33/00Clay-wares
    • C04B33/02Preparing or treating the raw materials individually or as batches
    • C04B33/13Compounding ingredients
    • C04B33/1315Non-ceramic binders
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B33/00Clay-wares
    • C04B33/02Preparing or treating the raw materials individually or as batches
    • C04B33/13Compounding ingredients

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Silicates, Zeolites, And Molecular Sieves (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung ungebrannter Tonkörper hoher Biegefestigkeit Es ist bekannt, Kaolin als Füllmittel bei der Herstellung von Silikonelastomeren zu verwenden. Weiterhin sind Verfahren bekannt, durch Verkitten von Glimmerflocken mit polymeren Methylsiloxanen, Glimmerprodukte herzustellen, die eine hohe dielektrische Festigkeit und außerdem eine hohe Temperaturbeständigkeit besitzen. Ebenfalls bekannt sind Verfahren zur Herstellung elektrischer Isolierungen aus selbsttragenden Filmen oder Platten aus Tonen, wie Bentonit, die mit Massen aus Methylsiloxanen behandelt worden sind. Man kann diese Körper auch zur Erhöhung ihrer mechanischen Festigkeit mit Glasfasern verstärken. Die Behandlung mit dem Polysiloxan erfolgt hier im Anschluß an die Formgebung der Tonkörper. Es sind auch Verfahren beschrieben, Massen aus Ton und Silikonen als Imprägnierungs-und Konservierungsmittel sowie als Schutzüberzüge für Holz und andere Materialien zu verwenden. Weiterhin lassen sich verschiedenartige anorganische Füllstoffe in Silikonharze einarbeiten, wobei man Preßmassen z. B. für elektrotechnische Zwecke erhält. Zur Herstellung dieser Preßmassen kann man von Lösungen der Siloxanharze in organischen Lösungsmitteln oder auch von wäßrigen Emulsionen ausgehen. Als Füllstoffe werden z. B. Asbest, Glimmer, Kieselgur, Quarz, Schlackenwolle und ähnliche Stoffe verwendet. Die Preßmassen werden in der Hitze ausgehärtet.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung ungebrannter, keramischer Tonkörper hoher Festigkeit aus mit Ammoniumsalzen und/oder amphoteren organischen N-Verbindungen vorbehandeltem Kaolinton durch Verarbeitung mit polymeren, hitzehärtbaren siliciumorganischen Verbindungen. Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens gegenüber den bekannten Verfahren der Silikonkeramik besteht vor allem darin, daß bei Verwendung von mit Ammoniumsalzen und/oder amphoteren organischen RT-Verbindungen behandelten Tonen höhere Biegefestigkeiten erzielt werden, wobei wesentlich geringere Mengen von hitzehärtbaren polymeren siliciumorganischen Verbindungen gebraucht werden.
  • Als Ammoniumsalze sind besonders Ammoniumchlorid, Ammoniumsulfat oder das Ammoniumsalz der a-Aminocapronsäure geeignet. Von den amphoteren organischen Verbindungen eignen sich besonders amphotere organische Stickstoffverbindungen, wie Caprolactam und a-Aminocapronsäure. Als siliciumorganische Verbindungen lassen sich hitzehärtbare, Alkyl-, Aryl-, Alkaryl und/oder Gemische von Alkyl-und Arylgruppen enthaltende siliciumorganische Verbindungen verwenden. Als Lösungsmittel kommen organische Lösungsmittel in Frage, wobei allgemein mit niedrigsiedenden Lösungsmitteln besonders gute Ergebnisse erzielt werden, z. B. mit Methanol, Äthanol, Aceton, Chloroform, Toluol, Decalin, Tetralin, Xylol u. a.
  • Ein mit Ammonverbindungen vorbehandelter Ton liefert bei der Verarbeitung mit hitzehärtbaren Si-organischen Verbindungen bei Härtungstemperaturen von 120 bis 350° C, vorzugsweise bei 20f1° C, Produkte von hoher Festigkeit. Die so gewonnenen ungebrannten Tonkörper zeigen die Beschaffenheit von gebranntem Ton und zeichnen sich dadurch aus, daß sie mechanisch stark beansprucht werden können. Die Biegefestigkeit liegt teilweise höher als die durchschnittliche Festigkeit gebrannter Produkte aus Ton. Bei Verwendung bestimmter Silikonharze lassen sich die erhaltenen Produkte spanabhebend bearbeiten. Führt man die Behandlung des Tones mit Gemischen von Silikonharzen und Ammoniumverbindungen gleichzeitig aus, d. h. löst man Silikonharz und Caprolactam gemeinsam in einem organischen Lösungsmittel und verarbeitet die Lösung zusammen mit getrocknetem, unvorbehandeltem Ton, so erzielt man nur Produkte sehr geringer Biegefestigkeit. Dies zeigt die folgende Gegenüberstellung:
    1 ' 11 ' 111
    Ton -f- 30% Sand . .. . . . . .. . . . . . . . . . . .. . . .. .. . . . . . . . . .. 74% 74% 67%
    Hitzehärtbares Alkyl-Aryl-Polysiloxan ................. 13% 13% 15%
    Lösungsmittel (Toluol) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13% 13% 15 0/0 + 3 %
    Caprolactam
    Biegefestigkeit nach DIN 51030 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57,7 kg/cm2 191,8 kg/cm2 3 bis 10 kg/cm2
    1: Unbehandelter Ton.
    11 : Mit NH4-Salzen und Caprolactam vorbehandelter Ton.
    Die Aushärtungsbedingungen bei den drei Vergleichsversuchen waren die gleichen. Bei gleicher Mischung bzw. Zusammensetzung erhält man je nach den Härtungsbedingungen unterschiedliche Biegefestigkeiten.
  • Vorbehandlung des Tones: Grubenfeuchter oder bei 200° C getrockneter Kaolinton mit einem A1203 Gehalt von 20 bis 40% wird mit einer gesättigten Ammoniumchloridlösung 1 bis 24 Stunden, vorzugsweise 2 Stunden, geschüttelt oder gerührt, wobei Temperaturen von 0 bis 90'C, vorzugsweise 20°C, eingehalten werden. Anschließend filtriert man die Aufschlämmung und behandelt den noch feuchten oder bei Temperaturen unterhalb 200' C getrockneten Ton mit einer wäßrigen Lösung von Caprolactam. Die Lösung soll mindestens 10% Caprolactam enthalten. Mit dieser Lösung wird der bereits mit Ammoniumchlorid vorbehandelte Ton so lange mit der Caprolactamlösung bei 0 bis 90° C, vorzugsweise 20° C, geschüttelt oder gerührt, bis der Ton praktisch kein Caprolactam mehr aus der Lösung aufnimmt. Dazu sind 1 bis 14 Stunden, durchschnittlich 3 Stunden, erforderlich. Die Suspension wird abfiltriert und der i» der beschriebenen Weise vorbehandelte Ton optimal bei 105 bis 110° C getrocknet. Der Reaktionsablauf während der Vorbehandlung des Tones ist nicht bekannt. Es wird vermutet daß das Caprolactam mit dem Kaolinit unter Bildung einer heteropolaren Verbindung reagiert.
  • Der vorbehandelte Ton wird gemahlen und gesiebt. Die Korngröße des getrockneten Produktes soll unterhalb von 0,6 mm, vorzugsweise unterhalb von 0,1 mm, liegen. Die feinkörnige Tonsubstanz wird entweder allein oder gemischt mit Sand oder auch anderen Magerungsinitteln mit Lösungen hitzehärtbarer Alkyl-bzw. Aryl- bzw. Alkyl-Aryl-Polsiloxanen oder mit wäßrigen Emulsionen dieser Silikone angepastet und nach inniger Durchmischung in Formen eingeschlagen. Anschließend können die so geformten Körper in der Form oder nach Entfernung der Form gehärtet werden. Zu diesem Zweck setzt man sie 2 bis 8 Stunden, vorzugsweise 2 Stunden, einer Temperatur von 120 bis 350° C aus. Die Härtung kann auch unter vermindertem Druck oder erhöhtem Druck erfolgen. Beispiele 1. Kaolinton mit einem Al20.i-Gehalt von 38 bis -10% wird 1 Stunde mit einer gesättigten Ammoniumchloridlüsung geschüttelt. Die Aufschlämmung wird 1 Stunde auf 90 bis 95° C erhitzt. Sodann wird der Ton abgefiltert. Der abgefilterte Ton wird dann 1 Stunde mit einer 50%igen wäßrigeii Caprolactam-Lösung geschüttelt. Hierauf wird der Ton abfiltriert und anschließend bei 105 bis 110° C getrocknet, gemahlen und gesiebt. Die Fraktion mit einer Korngröße unterhalb 0,1 mm wird mit einer Lösung eines Alkyl-Polysiloxaii-Harzes in Toluol zu einer formbaren Masse verknetet. Diese besteht vorzugsweise aus 74% Ton, 13% Silikonharz und 130/a Toluol. Die Masse wird nach der Formgebung durch 5stündiges Erhitzen auf 200° C gehärtet. Die Biegefestigkeit (nach DIN 51030) beträgt 191,8 kg/cm2 (Mittel aus zehn Werten).
  • 2. Der nach Beispiel 1 vorbehandelte Ton wird mit einer Lösung eines hitzehärtbaren Alkyl-Aryl-Polysiloxans verknetet und anschließend in einer Form 2 Stunden auf 250° C gehärtet. Die Ausgangsmasse bestand aus 74% Ton, 13°/o Polysiloxan und 13a/0 Toluol. Es resultieren Körper von tonartiger Beschaffenheit, die leicht spanabhebend zu bearbeiten sind und deren Biegefestigkeit 182,4 kg/cm2 beträgt (Mittel aus zehn Werten). Die Produkte eignen sich für chemisch-technische Zwecke, z. B. Elektroisoliermaterial, isolierende Stampf-, Verkleidungs-, Überzugs- und Auskleidungsmassen; Gebrauchskeramik, z. B. Fliesen, Platten, Geschirr; als Füllstoffe für andere Kunststoffe, als Flammschutz- oder korrosionsverhindernde Überzüge u. dgl. Sie können auch mit Asbest, Schlackenwolle, Glasfasern und/oder Draht-bzw. Drahtgeweben verarbeitet werden in dem Sinne, daß nach Einarbeitung der angeführten Materialien Aushärtung erfolgt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Tonkörpern hoher Biegefestigkeit durch Behandlung von Ton, vorzugsweise Kaolinton, mit siliciumorganischen Verbindungen und anschließende Härtung, dadurch gekennzeichnet, daß der Ton mit Ammoniumsalzen und/oder amphoteren organischen N-Verbindungen vorbehandelt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Korngröße des bei 105 bis 110° C getrockneten vorbehandelten Tones unterhalb 0,6 inm, vorzugsweise 0,1 mm, liegt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Härtung des mit Lösungen hitzehärtbarer Silikonharze angeteigten Tones bei Temperaturen von 120 bis 350` C. vorzugsweise lieh 200° C, innerhalb oder außerhalb der Formen erfolgt.
DEG27252A 1959-06-10 1959-06-10 Verfahren zur Herstellung ungebrannter Tonkoerper hoher Biegefestigkeit Pending DE1092363B (de)

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