DE1091786B - Schmucksteinfassung, insbesondere fuer Brillenverzierungen - Google Patents
Schmucksteinfassung, insbesondere fuer BrillenverzierungenInfo
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- DE1091786B DE1091786B DEK37867A DEK0037867A DE1091786B DE 1091786 B DE1091786 B DE 1091786B DE K37867 A DEK37867 A DE K37867A DE K0037867 A DEK0037867 A DE K0037867A DE 1091786 B DE1091786 B DE 1091786B
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A44—HABERDASHERY; JEWELLERY
- A44C—PERSONAL ADORNMENTS, e.g. JEWELLERY; COINS
- A44C17/00—Gems or the like
- A44C17/04—Setting gems in jewellery; Setting-tools
Landscapes
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft eine Schmucksteinfassung, welche insbesondere für Brillenverzierungen in Doubleausführung,
bestehend aus einer Steinauflage mit Steinbett, vorzugsweise einer Steinauflageplatte mit
Durchlochung, an deren Ränder zur Steinhalterung umlegbare Stutzen vorgesehen sind, verwendet wird,
des weiteren sich aber auch für Ohr- und Ansteckschmuck sowie Hals-, Arm- und Fingerschmuck, wie
beispielsweise zur Dekorgestaltung von Ziehgliederarmbändern, eignet.
Es sind Schmucksteinfassungen bekannt, welche aus einer Steinauflage bestehen, die zur Aufnahme der
Schmucksteine mit trichterförmigen Steinbetten bzw. konischen Durchlochungen versehen sind, an deren
Steinbett- bzw. Lochungsrändern umlegbare Stutzen zur Steinhalterung vorgesehen sind. Diese Umlegstutzen
werden bisher, insbesondere bei Fassungen aus Messing oder Aluminium, durch Auspressen mit der
Fassung aus einem Stück gebildet oder aber, insbesondere bei Edelmetallfassungen, durch Anlöten von
Zapfen erzeugt. In beiden Fällen müssen die Grundfassungen kräftig sein, um die bisherige Weiterverarbeitung
zu ermöglichen, so daß diese Fassungen für Brillenverzierungen oder auch für die Verzierung von
Ziehgliederbändern zu stark auftragen, zumal an Brillenrändern nur flache Verzierungen verwendbar
sind und bei Ziehgliederbändern der verfügbare Raum für die Federunterbringung u. dgl. benötigt wird.
Außerdem ist auch die Verwendung von Doublefassungen, wie diese für Brillenverzierungen wegen des Angriffs
von unedlem Material durch das Zelluloid üblich sind, nicht möglich, da einerseits aus Doublematerial
die Zapfen nicht durch Verformung gewonnen und andererseits auch nicht durch Anlöten erhalten werden
können, ohne daß die Edelmetallhaut verletzt wird. Schließlich können die Schmucksteine in diesen Fassungen
auch nur von Fachleuten gefaßt und bei Beschädigungen auch nicht mehr ausgewechselt werden.
Es sind aber auch schon Steinfassungsarten bekanntgeworden, die ein Auswechseln der Schmucksteine
gestatten. Es handelt sich dabei um Steinaufnahmen mit als Steinsitz dienenden konischen Durchlochungen
in der Steinaufnahmeplatte, wobei besondere Deckplatten mit gegenkonischen Öffnungen die
Steine halten und auf der Schauseite freilegen. Bei dieser Befestigungsart läßt sich jedoch kaum eine
differenzierte Regulierung der Steinspannung erreichen, weil die beiden flachen, einander nicht übergreifenden
Platten — Steinaufnahme- und Deckplatte — aufeinandergepreßt sind.
Man hat auch vorgeschlagen, die Grundplatte in der sie in an sich bekannter Weise seitlich umgreifenden
Abdeckplatte durch Verschraubung, vorzugsweise von der Rückseite des Zierstückes her, zu befestigen, so
Schmucksteinfassung,
insbesondere für Brillenverzierungen
insbesondere für Brillenverzierungen
Anmelder:
Fa. Heinrich Kirchherr,
Pforzheim, Werner-Siemens-Str. 20
Pforzheim, Werner-Siemens-Str. 20
Kurt Deeg, Pforzheim,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
daß die Steinspannung einstellbar ist. Bei dieser vorgeschlagenen Fassungsart werden jedoch sowohl eine
Grund- als auch eine Abdeckplatte benötigt, die im Abstand voneinander stehen, wodurch einerseits eine
gewisse Stärke nicht zu unterschreiten ist und andererseits die Schmucksteine nicht zu ihrer vollen plastischen
Wirkung kommen, wie dies vielfach erwünscht ist.
Demgegenüber kennzeichnet sich die erfindungsgemäße Schmucksteinfassung, insbesondere für Brillenverzierungen
in Doubleausführung, bestehend aus einer Steinauflage mit Steinbett, vorzugsweise einer
Steinauflageplatte mit Durchlochung, an deren Ränder zur Steinhalterung umlegbare Stutzen vorgesehen sind,
dadurch, daß als Umlegstutzen die glatten Endzapfen von neben den Steinbett- bzw, Lochrändern rückseitig
in der Steinauflage eingeführten dünnen Schraubstiften, \Orzugs\veise in Dreiecksanordnung, in lösbarer
und damit für die Schmucksteine an sich bekannter auswechselbarer Ausführung dienen.
Hierdurch wird eine besonders flach und zierlich zu haltende Schmucksteinfassung geschaffen, die überall,
wo dies erwünscht ist, ohne viel aufzutragen, angebracht werden kann und wobei die Schmucksteine
weitgehend frei liegen und damit nichts von der bei Schmuck erwünschten plastischen Wirkung einbüßen.
Bei der Anwendung für Brillenverzierungen kann für die Fassung dubliertes Material verwendet werden,
da keine sichtbaren Schnittkanten auftreten, wobei auch ein einfaches Anbringen dieser erfmdungsgemäßen
Schmucksteinfassungen an allen nur gewünschten Teilen, z. B. an den verschiedensten Konstruktionen
von dehnbaren Armbändern, möglich ist, ohne hierfür die Bandkonstruktion ändern zu müssen,
wie dies bisher zur Herstellung von schmucksteinbesetzten dehnbaren Armbändern erforderlich war.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich daraus, daß nun nicht
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mehr wie bisher das fertige Schmucksteinband od. dgl. abschließend zum Glänzen der Metallteile geschwabbelt
werden muß, wobei die meist rückseitig mit Folie belegten Schmucksteine durch die Flüssigkeitsbehandlung
leicht an Glanz verlieren. Schließlich kann die Fassung der Steine gemäß der Erfindung von Hilfskräften
bewerkstelligt werden, wobei durch Feinregulierung bei der Verschraubung einerseits ein zu großer
Druck auf die Steine vermieden und andererseits auch ein späteres Nachfassen bei geschädigten Steinen einfach
durch Auswechseln derselben sowie gegebenenfalls der Schrauben ermöglicht wird.
In der Zeichnung sind beispielsweise Ausführungsformen von Steinfassungen gemäß der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigen
Fig. 1 und 2 die Teilansicht und Draufsicht einer Brille mit erfindungsgemäßer Verzierung,
Fig. 3 bis 6 die Brillenverzierung nach Fig. 1 und 2 mit und ohne Schmucksteine sowie deren Querschnitte,
Fig. 7 die vergrößerte Darstellung des Querschnitts ao
der Ausführungsform nach Fig. 5 und
Fig. 8 und 9 die Ansicht und den Querschnitt einer erfindungsgemäßen Brosche.
Die Brillenfassung 1 mit Verzierung besteht aus einer Steinauflage 2 mit konisch angeschnittenen
Durchlochungen 3. In diese Durchlochungen 3 werden die Schmucksteine 4 eingesetzt und von Schraubstiften
5, welche neben den Lochrändern 3 von der Rückseite her in die Steinauflage 2 eingeschraubt sind, mit
deren umlegbaren Endzapfen 6 gehalten. Die Endzapfen 6 der Schraubstifte 5 sind glatt und abgerundet
und dienen so gleichzeitig der Zentrierung beim Einschrauben. Nach dem Fassen liegen somit die Schmucksteine
4 weitgehend frei und erzeugen so die erwähnte plastische Wirkung.
Das in Fig. 8 und 9 dargestellte Schmuckstück, eine Brosche 7, hat eine Steinauflage 8 mit trichterförmigen
Steinbetten 9, die der Aufnahme der Schmucksteine 10 dienen, welche wiederum mit Schraubstiften 11, die
neben den Steinbetträndern von der Rückseite her eingeschraubt sind und durch deren umlegbare Endzapfen
gehalten werden. Die geschlitzten Köpfe der Schraubstifte 11 sind auf der Rückseite der Steinauflage
8 versenkt angeordnet. Die Schraubstifte 11 können, insbesondere bei Verwendung an Doublefassungen,
goldplattiert oder aus einer Hartgoldlegierung hergestellt sein, da diese infolge ihrer Kleinheit kaum
Goldgewicht geben. Auch hier bleibt die plastische Wirkung der Schmucksteine 10 erhalten und wird ein
Fassen und Auswechseln beschädigter Steine durch Hilfskräfte ermöglicht.
Claims (3)
1. Schmucksteinfassung, insbesondere für Brillenverzierungen in Doubleausführung, bestehend
aus einer Steinauflage mit Steinbett, vorzugsweise einer Steinauflageplatte mit Durchlochung, an
deren Ränder zur Steinhalterung umlegbare Stutzen vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß als
Umlegstutzen die glatten Endzapfen (6,12) von neben den Steinbett- (9) bzw. Lochrändern (3)
rückseitig in der Steinauflage (2, 8) eingeführten, dünnen Schraubstiften (5,11) in lösbarer und damit
für die Schmucksteine (4,10) an sich bekannter auswechselbarer Ausführung dienen.
2. Schmucksteinfassung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die glatten Endzapfen
(6,12) der Schraubstifte (5,11) abgerundet sind und so gleichzeitig der Zentrierung beim Einschrauben
dienen.
3. Schmucksteinfassung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die geschlitzten
Köpfe der Schraubstifte (11) auf der Rückseite der Steinauflage (8) versenkt sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 1 567 516;
französische Patentschriften Nr. 387 582, 807 480, 202.
USA.-Patentschrift Nr. 1 567 516;
französische Patentschriften Nr. 387 582, 807 480, 202.
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 1 066 778.
Deutsches Patent Nr. 1 066 778.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 629/33 10.60
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK37867A DE1091786B (de) | 1959-05-30 | 1959-05-30 | Schmucksteinfassung, insbesondere fuer Brillenverzierungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK37867A DE1091786B (de) | 1959-05-30 | 1959-05-30 | Schmucksteinfassung, insbesondere fuer Brillenverzierungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1091786B true DE1091786B (de) | 1960-10-27 |
Family
ID=7221172
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK37867A Pending DE1091786B (de) | 1959-05-30 | 1959-05-30 | Schmucksteinfassung, insbesondere fuer Brillenverzierungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1091786B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3919489A1 (de) * | 1989-02-18 | 1990-12-20 | Stemme Otto | Befestigungsanordnung |
| DE19835585A1 (de) * | 1998-08-06 | 2000-02-17 | Heimerle & Meule Gmbh |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR387582A (fr) * | 1908-02-26 | 1908-07-17 | Henri Guerre | Mode de fixation des brillants aux boitiers de montres et à tous bijoux |
| US1567516A (en) * | 1924-03-05 | 1925-12-29 | Ernst A Kirchner | Gem setting |
| FR807480A (fr) * | 1936-06-24 | 1937-01-13 | Maynier & G Pincon V | Système de montage de pierres pour joaillerie, bijouterie ou autres applications |
| FR816202A (fr) * | 1937-01-09 | 1937-08-03 | Perfectionnements au montage et à la fixation des pierres précieuses ou autres | |
| DE1066778B (de) | 1959-10-08 | Fa. Heinrich Kirchherr, Pforzheim | Schmucksteinfassung |
-
1959
- 1959-05-30 DE DEK37867A patent/DE1091786B/de active Pending
Patent Citations (5)
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|---|---|---|---|---|
| DE1066778B (de) | 1959-10-08 | Fa. Heinrich Kirchherr, Pforzheim | Schmucksteinfassung | |
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| DE3919489A1 (de) * | 1989-02-18 | 1990-12-20 | Stemme Otto | Befestigungsanordnung |
| DE19835585A1 (de) * | 1998-08-06 | 2000-02-17 | Heimerle & Meule Gmbh |
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