DE29519925U1 - Schmuckgegenstand - Google Patents
SchmuckgegenstandInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
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- A44C—PERSONAL ADORNMENTS, e.g. JEWELLERY; COINS
- A44C17/00—Gems or the like
- A44C17/02—Settings for holding gems or the like, e.g. for ornaments or decorations
Landscapes
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Description
Helmut Schmidsberger ^], "*. s ^: J# I5£S3e23ember 1995
A-6020 Innsbruck 95-4208/hi
Die Erfindung betrifft einen Schmuckgegenstand mit mindestens
eines Schmuckelement, -e
Eb ist bereits bekannt, die eigentlichen Schmuckelemente von
Schmuckgegenständen, wie beispielsweise Edelsteine, Halbedelsteine,
Perlen, Korallen etc. in Metallen/ insbesondere Gold, zu fassen.
Aufgabe der Erfindung let; es, einen ästhetisch ansprechenden
Schmuckgegenstand zu schaffen, der auf der Basis eigentlicher Schmuckelemente zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten erlaubt.
Gemäß einer ersten Variante der Erfindung wird dies dadurch erreicht,
daß das bzw. die scnauckelement(e) von einer aushärtbaren zumindest im ausgehärteten Zustand transparenten Masse umgeben ist
(sind), wobei die ausgehartete Masse vorzugsweise mechanisch bearbeitet,
insbesondere geschliffen und/oder poliert ist.
Es ist zwar bereits bekannt, beispielsweise Blumen oder Schmetterlinge
für Konservierungszwecke in aushärtbare Massen einzugießen. Gemäß der vorliegenden Erfindung werden nunmehr schmuckelemente,
die grundsätzlich keiner Konservierung bedürfen, wie beispielsweise Edelsteine, Halbedelsteine, synthetische Steine, Glassteine,
Perlen, Korallen etc. dennoch mit einer aushärtbaren transparenten
Masse umgeben, um damit einen neuartigen Schmuckgegenstand zu schaffen. Die aushärtbare Masse läßt sich dann in den verschiedensten
Formen beispielsweise nach einem der bekannten Edelsteinschliffe schleifen und gegebenenfalls polieren. Dies erlaubt für
ein und dasselbe Schmuckeiement zahlreiche Variationsmöglichkeiten.
Iu Inneren der aushäirtbaren Masse wird das bzw, die Schmuckelement
(e) "schwebend" gehalten, was einen bei Schmuckgegenständen neuartigen ästhetischen Eindruck erweckt. Man ist außerdem in der
Lage, das im Inneren befindliche Schmuckelement von allen Seiten zu betrachten, ohne daß beispielsweise die Hinterseite durch eine
Fassung abgedeckt wäre. Durch die geringere Wärmeleitfähigkeit der
ausgehärteten Masse gegenüber Steinen oder Perlen fühlt sich der neuartige Schmuckgegenstand auch auf der bloßen Haut angenehmer
an.
Da aushärtbare Hassen im allgemeinen nur begrenzt temperaturbeständig
sind, bedarf es beim SchleifVorgang besonderer
Vorsicht. Um auch die üblichen rasch rotierenden Schleifmittel
einsetzen zu können, ist gemäß einer zweiten Variante der Erfindung
vorgesehen, daß dais bzw. die Schmuckalement(e) von einer aushärtbaren
zumindest im ausgehärteten Zustand transparenten Masse
umgeben ist (sind), wobei die aushärtbare Masse von einer Hülle aus einem anderen Material umgeben ist, wobei dieses andere Material
vorzugsweise Glas ist. Dieses weitere Material insbesondere Glas erlaubt es, die herkömmlichen Schleifmittel einzusetzen. Ss
wäre aber nicht möglich,, flüssiges Glas direkt um Schmuckelemente,
wie beispielsweise Halbedelsteine, Perlen oder Korallen herumzugießen,
ohne diese S druckelemente zu gefährden und ohne Lufteinschlüße
zu erhalten. Es wird daher gemäß der Erfindung zunächst das eigentliche Schmucküslement mit einer aushärtbaren Masse umgeben,
welche satt und blasenfrei an diesem anliegt, ohne es zu zerstören. Die Außenfläche dieser aushärtbaren Masse kann beispielsweise
eine Kugel sein. Daraufhin kann man diese Kugel mit dem oder den darin enthaltenen Schmuckelement(en) zwischen zwei Glaselemente
einkleben und dann das Glas verschleifen. Insgesamt hat man
dann den optischen Eindruckr als ob das Schmuckelement einfach im
Inneren des geschliffenen Glases enthalten sei.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung insbesondere auch Verfahren zur Herstellung des Schmuckgegenstandes sind in der
nachfolgenden Figurenbeschreibung näher erläutert.
zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Schmuckgegenstandes in einer Vorderansicht,
zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Schmuckgegenstandes in einer perspektivischen Ansicht,
bis 3e zeigen in fünf Schritten ein Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Schmuckgegenstandes,
bis 4b zeigen ein alternatives Verfahren zur Herstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Schmuckgegenstandes.
| Fig. | 1 | 2 |
| Fig. | 3a | |
| Fig. | 4a | |
| Fig. |
Das in Fig. I dargestellte Ausführungsbeispiel eines «rfindungsgeaäßen
Schmuckgegenstandas weist im inneren als Schmuckeleraent 1
einen geschliffenen Edelstein oder Halbedelstein auf. Grundsätzlich eignen sich aber auch andere Schmuckelemente wie beispielsweise
Perlen oder Korallen. Gemäß der Grundidee der Erfindung ist nun dieses Schmuckelem&nt von einer aushärtbaren Masse 2 umgeben,
welche nach dem Aushärten geschliffen oder poliert ist. Grundsätzlich
wäre es auch denkbar, die aushärtbare Masse 2 gleich in einer geschlossenen Form um das schrauckelement l herumzugießen, sodaß
ohne weitere mechanische Bearbeitungsprozesse die Außenform der aushärtbaren Masse durch die Innenform der geschlossenen Form gegeben
ist. Bevorzugt ist aber, wie bereits erwähnt, vorgesehen,
zunächst das schrauckelement 1 einfach mit einer aushärtbaren Hasse
zu umgießen und diese dann zu schleifen.
Das Schmuckelement gemäß Fig. 1 weist noch einen Halter 3 in Form einer öse auf, der beispielsweise eine Kette 4 halten kann. Die
Anbringung eines solchen Halters 3 in der auehärtbaren M&sea 2
bringt keine Probleme und erlaubt es, eine sichere Halterung zu haben, ohne das eigentliche Sohmuakelemsnt 1 beschädigen zu müssen.
Als aushärtbare Massen eignen sich insbesondere solche, die unter Lichteinwirkung aushärten, beispielsweise ein Polymerisationsklebstoff
der Firma RÖHM, welcher unter der Markenbezeichnung Acrifix
192 im Handel erhältlich ist. Es können jedoch auch andere auB-härtbare
Massen, beispielsweise Zwei-Komponenten-Mischungen verwendet werden. Besonders günstig sind aushärtbare Massen, die
Polyraethylmethacrylat «nthalten, weil dieser Stoff verhältnismäßig
einfach zu verarbeiten ist, gute mechanische und chemische Beständigkeit aufweist und außerdem hoch transparent ist. Durch geeignete
Farbbeiaischungen kann auch eine farbige Transparenz erzielt
werden.
Beim AusführungsbeispiiSl gemäß Fig. 2 sind in der prismatisch geschliffenen
aushärtbansn Masse 2 zwei Schmuckelemente 1 an verschiedenen
Stellen eingegossen.
In den Fig. 3a bis 3e ist ein bevorzugtes Verfahren zur Herstellung
eines Schmuckgegenstandes gemä£ der Erfindung gezeigt. Zunächst wird in ein Proberöhrchen 5 aus Glas ein erster Teil 2*
einer aushärtbaren Massie eingegossen und gewartet, bis dieser zumindest
teilweise erstarrt ist. Wenn eine unter Lichteinwirkung aushärtende Masse verwondet wird/ so wird bevorzugt nur so wenig
Licht zugeführt, daß unweigerlich vorhandene Lufteinsahlüsea aus
der aushärtbaren Masse nach oben austreten können, bevor diese erstarrt.
Bei Klebern, die unter UV-Licht aushärten r kann man beispielsweise
dies durch eine Sonnenbestrahlung auf einfache Weise erzielen, wobei in Verbuchen die Aushärtung über mehrere Tage verzögert
worden ist, um «ine vollständige Freiheit von Lufteinschlüsssn zu erzielen. Nach diesem Schritt der in Fig. 3a dargestellt
ist, wird gemäß Fig. 3b nunmehr das eigentliche Schmuckelement, beispielsweise ein Edelstein 1 von oben in das Proberöhrchen
eingelegt. Dieser Edelstein l sinkt dann teilweise in die noch nicht ganz ausgehärtete, aber bereits tragfähige Masse 2* ein.
Es ist günstig, wenn die Masse 2* in Fig. 3b noch nicht voll ausgehärtet
ist, bevor der zweite Teil 2" der aushärtbaren Masse gemäß Fig. 3c in das Proloeröhrchen 5 gegeben wird, um eine gute Verbindung
zwischen den beiden Massen 2· und 2" ohne sichtbare Trennungslinie zu erzielen. Nachdem auch die Masse 2" ausgehärtet ist,
kann beispielsweise durch Zerstören des Proberöhrchens die insgesamt
mit 2 bezeichnete ausgehärtete Masse samt dem darin befindlichen Schmuckelement 1 erhalten werden, wie dies in Fig. 3b gezeigt
ist. Das Schmuckelement l ist durch dieses Verfahren allseitig von
der aushärtbaren Masse 2 umgeben und kann beispielsweise zentrisch in der aushärtbaren Masse angeordnet sein. Daraufhin kann die aushärtbare
Masse beispielsweise durch Schleifen oder Polieren in eine optisch ansprechende Form gebracht werden, wie dies in Fig.
3b gezeigt ist.
Bei dem in den Fig. 4a bis 4b dargestellten Verfahren zur Herstellung
eines Schmuckelementes erfolgt das Umgeben des Schmuckelementee 1 mit einer aushärtbaren Masse 2 über ein Spritzgußverfahren,
bei dem zwei Formhälften 6 und 7 beispielsweise über eine Kolben-
stange 8 mit hoher Kraft zusammengedrückt werden. In diesen Zustand
erfolgt dann ein Einspritzen einer aushärtbaren Hasse über einen Einspritzkanal 9. über geeignete Maßnahmen, beispielsweise
Verschwenken in Richtung des Doppelpfeiles 10, Rann erreicht werden,
daß sich das Schmuckeleaent &igr; im Inneren der auhärtbaren
Masse 2 halt und nicht am Hand der Form anliegt. Spritzgußverfahren sind an sich bekannt und brauchen daher hier im Detail nicht
näher beschrieben werden. Es ist jedoch klar, daß im Spritzgrußverfahren
nicht nur ein Schmuckelement mit einer aushärtbaren Masse umgeben werden kann, sondern daß gleichzeitig mehrere
Schmuckeleraente gemeinsam oder jeweils getrennt mit einer aushärtbaren
Hasse 2 umgebbar sind.
Nach dem öffnen der in Fig. 4a gezeigten beiden Formhälften 6 und
7 kann die ausgehärtete Hasse 2 samt dem darin befindlichen Schmuckelement 1 entnommen werden, im Spritzgußverfahren lassen
sich exakte, beispielsweise kugelförmige Oberflächen herstellen, die grundsätzlich keiner weiteren Behandlung mehr bedürfen, d.h.
die in der Mitte der Fig. 4b gezeigte Kugel aus der aushärtbaren
Masse 2 mit dem darin enthaltenen Schmuckelement 1 kann grundsätzlich auch als solches a.le Schmuckgegenstand verkauft werden.
Wenn man beispielsweise! härtere Oberflächen oder ganz speziell geschliffene
Oberflächen will, ist es gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung günstig, wenn die aushärtbare Masse 2 von
einer Hülle 11a, lib avis einem anderen Material umgeben ist. Als
anderes Material eignet sich insbesondere Glas, welches sich durch hervorragende Bestandicfkeit und leichte Bearbeitbarkeit auszeichnet.
Gemäß Fig. 4b kann die Hülle aus zwei Teilen 11a und 11b bestehen, zwischen denen die ausgehärtete Masse mit dem darin enthaltenen
Schmuckelement; 1 eingelegt ist. Die beiden Teile 11a und 11b dar Hülle können miteinander verklebt werden, wobei bereits
durchsichtige Klebstoffe existieren, sodaß die in Fig. 4a strichliert
gezeichnten Trennungslinien nicht sichtbar sind. Dazu ist es außerdem günstig, wenn die Außenform der Kugel der ausgehärteten
Masse 2 genau den halbkugelförmigen Ausnehmungen 12 der Teile 11a und lib der Hülle entsprechen. Man hat nun gemäß Fig. 4c die Rohversion
eines Schmuekgwgenstandes, bei dem sich im Inneren zumin-
• ·
dest ain eigentliches scjimuckelement, beispielsweise ein geschliffener
Edelstein 1, befindet. Die Außenfläche der Hülle 11a, Hb besteht aus Glas und läßt sich daher durch Schleifen leicht bearbeiten,
wobei Glas mit höheren Schleifgeschwindigkeiten ge*
schliffen werden kann, weil es wesentlich temperaturbeständiger ist als die üblichen aushärtbaren Massen 2. Durch Verwendung
spezieller Glassorten, beispielsweise Bleiglas, läßt sich ein Kristallähnliches Aussehen des Schmuckgegenstandes erzielen, wobei
die Besonderheit darin besteht, daß in Inneren des Schmuckgegenstandes
ein eigentliches Schnuckelement, beispielsweise ein geschliffener
Edelstein oder Halbedelstein, angeordnet ist, welcher "schwebend" gehalten ist und von allen Seiten betrachtbar ist.
Claims (14)
1. Schmuckgegenstand mit mindestens einem Schmuckelement, dadurch
gekennzeichnet, daß das bzw. die Schmuckelement(e) (l) von
einer aushärtbaren zumindest im ausgehärteten Zustand transparenten
Masse (2) umgeben ist (sind), wobei die ausgehärtete Masse vorzugsweise mechanisch bearbeitet, insbesondere geschliffen
und/oder poliert ist.
2. Schmuckgegenstand mit mindestens einem Schmuckelement, dadurch
gekennzeichnet, daß das bzw. die Schmuckelement(e) von einer aushärtbaren zumindest im ausgeharteten Zustand transparenten
Masse (2) umgeben ist (sind), wobei die aushärtbare Masse von
einer Hülle (Ha, lib) aus einem anderen Material umgeben ist.
3. Schmuckgegenstand nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das andere Material Glas ist.
4. Schmuckgegenstand nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
da& die Hülle aus zwei Teilen (Ha, Hb) besteht, zwischen
denen die auegehärtete Masse (2) mit dem darin enthaltenen
schmuckelement (l) bzw. den darin enthaltenen Schmuckelementen
eingelegt ist.
5. Schmuckgegenstand nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daö
die Innenflächen der beiden zusammengefügten Teile (Ha, Hb)
der Hülle bundig an der Außenfläche der ausgehärteten Masse
(2) angrenzen»
6. Schmuckgegenstand nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Außenfläche der ausgehärteten Masse (2) eine Kugel ist und die beiden Teile (Ha, Hb) der Hülle jeweils eine halbkugelfönaige
Ausnehmung zur Aufnahme der Kugel aufweisen.
7. Schmuckgegenstand nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die beiden Teile (Ha, lib) der Hülle miteinander
verklebt sind.
8. Schmuckgegenstandi nach einem eier Ansprüche 2 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Hülle (11a, lib) außen mechanisch bearbeitet,
vorzugsweise geschliffen und/oder poliert ist.
9. Schmuckgegenstancl nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die aushärtbare Hasse (2) das bzw. die Schmuckelement(e) (l) allseitig vollständig umgibt.
10. Schmuckgegenstancl nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die aushärtbare Hasse (2) unter Lichteinwirkung,
insbesondere UV-Lichteinwirkung aushärtbar ist.
11. Schmuckgegenstand nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die aushärtbare Masse (2) eine zwei-Komponenten-Mischung
ist.
12. Schmuckgegenstand nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die aushärtbare Hasse (2) PHHA
(Folymethylmethacrylat) enthält.
13. Schmuckgegenstand nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Sahmuckelement (1) ein vorzugsweise
geschliffener Edelstein oder Halbedelstein ist.
14. Schmuckgegenstand nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß in der aushärtbaren Masse (2) oder in der
Hülle aus einem anderen Material ein Halteelement (3), vorzugsweise eine öse verankert ist*
Applications Claiming Priority (1)
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