DE1091152B - Schutzscheibe fuer einen Fernsehempfaenger - Google Patents
Schutzscheibe fuer einen FernsehempfaengerInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04N—PICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
- H04N5/00—Details of television systems
- H04N5/64—Constructional details of receivers, e.g. cabinets or dust covers
- H04N5/65—Holding-devices for protective discs or for picture masks
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schutzscheibe aus durchsichtigem Kunststoff für einen Fernsehempfänger,
die am rückwärtigen Teil eines das Bildfenster begrenzenden Rahmens elastisch gehaltert ist und
eine uhrglasähnliche Wölbung aufweist.
Gelegentlich implodiert eine Bildröhre, worunter das plötzliche Einbrechen der Außenluft in den großen
evakuierten Hohlraum der Bildröhre zu verstehen ist. Zum Schutz gegen die umherfliegenden Glassplitter
besteht die Vorschrift, auf der dem Betrachter zugewandten Seite der Bildröhre eine Schutzscheibe vorzusehen.
Zwischen Schutzscheibe und Bildschirm ist in der Regel ein das Bildfenster begrenzender Rahmen
angeordnet. Ist die Schutzscheibe aus einem Mehrschichtglas hergestellt, so wird sie durch den Implosionsdruck
zerkrümelt, wobei auch ein feiner Glassplitterregen vor der Schutzscheibe niedergeht. Weiter
sind aus Kunststoffmaterial minderer Festigkeit hergestellte Schutzscheiben bekannt, die einen mittleren
der Bildschirmkrümmung angepaßten Klarsichtteil dicht vor dem Bildschirm und einen äußeren, das
Bildfenster begrenzenden Rahmen aufweisen. Derartige Schutzscheiben werden bei einer Implosion
kreuz und quer durchgerissen. Ferner sind Schutzscheiben in ebener Ausführung vor dem Blendrahmen
bzw. in vertikaler Richtung flach gekrümmt verlaufende Schutzscheiben aus elastischem Kunststoff bekannt;
bei ihnen kann bei einer Implosion aus dem Raum zwischen der Bildröhre und der Schutzscheibe
so viel Luft in den Unterdruckraum einströmen, daß eine Verformung der Schutzscheibe überhaupt nicht
bzw. nur in geringem Maße erforderlich ist.
Es ist ferner eine verhältnismäßig aufwendige Anordnung mit einer starren Schutzscheibe der eingangs
näher bezeichneten Gattung bekannt, die im Falle der Implosion wie ein Ventil wirkt. Diese Schutzscheibe
weist einen Randteil auf, der bis unter eine ringförmige Gehäuseabdeckung reicht und mittels mehrerer
innen angeordneter Federn gegen diese Gehäuseabdeckung gedrückt wird. Im Falle einer Implosion
der Bildröhre drückt die Außenluft die Schutzscheibe entgegen der Kraft der Federn von der Gehäuseabdeckung
nach innen ab, wodurch die Außenluft zwischen dem Randteil der Schutzscheibe und der Gehäuseabdeckung
in das Innere des Gerätegehäuses eindringt. Ferner wird der Druckausgleich durch Vorsehen
einer Vielzahl Löcher im Randteil der Schutzscheibe beschleunigt, welche vor Eintreten der Implosion
durch Anlage an der Gehäuseabdeckung geschlossen gehalten werden und durch welche im Falle
der Implosion nach Abdrücken der Schutzscheibe die Außenluft direkt in das Gerätegehäuse eindringen
kann.
Durch die Erfindung werden die vorerwähnten Schutzscheibe für einen Fernsehempfänger
Anmelder:
Max Grundig,
Fürth (Bay.), Kurgartenstr.37
Fürth (Bay.), Kurgartenstr.37
Hans Vollard, Erlangen-Bruck,
und Erich Moshage, Erlangen,
sind als Erfinder genannt worden
Mängel bekannter Anordnungen vermieden. Die Erfindung betrifft eine Schutzscheibe der eingangs näher
bezeichneten Gattung, die sich erfindungsgemäß dadurch auszeichnet, daß der Kunststoff eine derartige
Elastizität aufweist, daß die Schutzscheibe im Falle einer Implosion der Bildröhre nur vorübergehend entgegen
ihrer Wölbung eingedrückt wird und sodann selbsttätig ihre ursprüngliche Lage und Form wieder
annimmt. Diese Ausbildung der Schutzscheibe bietet ferner den Vorteil, daß sie der Wirkung des bei der
Implosion kurzzeitig im Bereich des vorherigen BiIdröhrenhohlraums
wirksam werdenden Unterdruckkegels angepaßt ist, indem die Schutzscheibe in der Mitte des Unterdruckkegels wesentlich stärker nachzugeben
vermag wie in dessen Randbereich. Sie ist insbesondere für die raumsparenden Fernsehgeräte
mit flacherem Gehäuse mit Vorteil zu verwenden, die mit einer Bildröhre mit größerem Ablenkwinkel, z. B.
von 110°, ausgerüstet sind und bei denen die Schutzscheibe ohne Gefahr für den Betrachter möglichst
dicht vor dem Bildschirm angeordnet werden kann.
Im folgenden wird an Hand der Fig. 1 bis 3 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben. Von
diesen Figuren zeigt die Fig. 1 (links) die Vorderansicht der linken Hälfte der Bildmaske mit der
Schutzscheibe, die Fig. 2 (rechts) die Rückansicht der linken Hälfte des Rahmens mit der Schutzscheibe sowie
die Fig. 3 den Schnitt A-B durch die Fig. 2 nebst einen Teil der Bildröhre in vergrößertem Maßstab.
Bei der vorgeschlagenen Bildröhrenanordnung ist die Schutzscheibe 1 dicht vor dem Bildschirm 2
sitzend, z. B. in nur 2 mm Entfernung vor dem Bildschirm, angeordnet. Die Schutzscheibe 1 weist im
wesentlichen die gleiche Krümmung auf wie der Bildschirm 2, sie ist nur wenig größer als der Bildschirm
und stützt sich mittels eines schmalen Kunststoff-
009 628/151
schaumstreifens 3 gegen die Bildröhre 14 ab. Die aus
einem elastischen Kunststoffmaterial gespritzte, gepreßte oder gegossene Schutzscheibe 1 weist seitlich
herausragende mitangegossene, mitangespritzte bzw. mitangepreßte Augen 4 auf, die einen Teil der vorgeschlagenen
elastischen Halterung der Schutzscheibe 1 bilden. Die Elastizität des Schutzscheibenmaterials
muß so groß sein, daß die Schutzscheibe 1 dem Implosionsdruck ohne weiteres zu folgen vermag,
so daß sie dann die beispielsweise durch die Strich-Punktierung 5 angedeutete Lage mit entgegengesetzter
Krümmung einzunehmen und aus diesem Zustand ohne weiteres wieder in die ursprüngliche Lage zurückzufedern
vermag. Dabei ist die Wandstärke der Schutzscheibe 1 so zu bemessen, daß einmal die vorerwähnte
elastische Membranwirkung besteht und zum anderen, daß sie den Druck der nach einer Implosion
herumfliegenden Glas- und sonstigen Teile der Bildröhre 14 bei der auf die Implosion folgenden Reaktion
aushält. Dabei richtet sich die Wandstärke der Schutzscheiix;
1 auch jeweils nach der Größe des Bildschirms 2.
Wichtig ist ferner bei der vorgeschlagenen Anordnung die elastische Lagerung des Randteils der
Schutzscheibe 1 am bzw. im hinteren Teil des Bildrahmens 6. Durch diese Ausbildung wird die zerstörungsfreie
\rerformbarkeit der Schutzscheibe 1 unterstützt
und eine mechanische Entlastung des die Schutzscheibe tragenden Rahmens 6 erreicht, der vorzugsweise
gleichfalls aus einem mechanisch festen, durch die Implosion nicht zerstörbaren elastischen
Kunststoff gespritzt, gegossen oder gepreßt wird. Der elastischen Halterung der Schutzscheibe an dem bzw.
in dom hinteren Rahmenteil dienen elastisch nachgebende Blechwinkel 9, die mit ihrem einen Schenkel 7
breit, aber nur in geringer Tiefe über den Randteil 8 der Schutzscheibe 1 ragen und sich mit ihrem anderen
Schenkel gegen eine Aussparung auf der Rückseite des Rahmens 6 abstützen. Diese Blechwinkel 7, 9 werden
von verhältnismäßig schwachen Schrauben, z. B. Messingschrauben 10, gehalten, die in in den Augen 4
des Rahmens 6 sitzenden Mutterteilen 11 verschraubt sind. Die mitangespritzten usw. Halteaugen 4 der
Schutzscheibe 1 sind — wie aus der Fig. 3 ersichtlich ■— einerseits zwischen einem Schenkel 7 der Befestigungswinkel
9 und andererseits unter Zwischenlage eines Schaumstoffpolsters 12 und eines Halteblechs
13 auf den Halteaugen 11 des Rahmens 6 elastisch lagert, so daß auch die halternden Randteile 4
der Schutzscheibe 1 der bei einer Implosion auftretenden mechanischen Verformung der Schutzscheibe
zunächst folgen und anschließend wieder elastisch in die ursprüngliche Lage zurückfedern können. Bei der
vorgeschlagenen Ausbildung werden bei einer Implosion weder der Rahmen 6 noch die Schutzscheibe 1
zerstört, so daß ein einwandfreier Schutz für die Betrachter erreicht ist.
Claims (4)
1. Schutzscheibe aus durchsichtigem Kunststoff für einen Fernsehempfänger, die am rückwärtigen
Teil eines das Bildfenster begrenzenden Rahmens elastisch gehaltert ist und eine uhrglasähnliche
Wölbung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoff eine derartige Elastizität aufweist, daß
die Schutzscheibe (1) im Falle einer Implosion der Bildröhre (2) nur vorübergehend entgegen ihrer
Wölbung eingedrückt wird und sodann selbsttätig ihre ursprüngliche Lage und Form wieder
annimmt.
2. Schutzscheibe nach Anspruch 1, 'dadurch gekennzeichnet, daß die Bildröhre (2) durch eine
vorzugsweise geschlossene elastische Zwischenschicht (3) gegen die Schutzscheibe (1) abgestützt
ist.
3. Schutzscheibe nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch vorzugsweise mehrere verteilt
vorgesehene Halteteile (9) an dem Rahmen (6), welche Halteteile breit, aber nur in geringer Tiefe
über den Randteil (8) der Schutzscheibe (1) ragen.
4. Schutzscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auch der Rahmen (6) aus einem
elastischen Kunststoffmaterial und derart ausgebildet ist, daß er dem Implosionsdruck standhält.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Gebrauchsmuster Nr. 1666 651,
257, 1 781837;
britische Patentschrift Nr. 749 183;
USA.-Patentschrift Nr. 2 224 287.
Deutsche Gebrauchsmuster Nr. 1666 651,
257, 1 781837;
britische Patentschrift Nr. 749 183;
USA.-Patentschrift Nr. 2 224 287.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 628/151 10.60
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG26919A DE1091152B (de) | 1959-04-23 | 1959-04-23 | Schutzscheibe fuer einen Fernsehempfaenger |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG26919A DE1091152B (de) | 1959-04-23 | 1959-04-23 | Schutzscheibe fuer einen Fernsehempfaenger |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1091152B true DE1091152B (de) | 1960-10-20 |
Family
ID=7123070
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG26919A Pending DE1091152B (de) | 1959-04-23 | 1959-04-23 | Schutzscheibe fuer einen Fernsehempfaenger |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1091152B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1163372B (de) * | 1961-03-11 | 1964-02-20 | Loewe Opta Ag | Implosionsschutzeinrichtung fuer Fernsehbildroehren |
| DE1165655B (de) * | 1962-10-23 | 1964-03-19 | Imp Rundfunk Und Fernsehwerk G | Fernsehempfaenger mit durchsichtiger Kunststoff-Implosionsschutzfolie |
| US3136850A (en) * | 1962-03-30 | 1964-06-09 | Rca Corp | Television receiver cabinet |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2224287A (en) * | 1939-03-10 | 1940-12-10 | Vern W Busch | Television apparatus |
| DE1622257U (de) * | 1951-01-31 | 1951-04-19 | Max Grundig | Fernsehroehre. |
| DE1666651U (de) * | 1953-09-19 | 1953-11-12 | Sueddeutsche Telefon App Kabel | Fernsehempfaenger mit schutzscheibe. |
| GB749183A (en) * | 1952-12-02 | 1956-05-23 | Pye Ltd | Television receiver cabinet |
| DE1781837U (de) * | 1958-05-09 | 1959-01-29 | Max Braun Fa | Gehaeuse fuer fernsehempfaenger. |
-
1959
- 1959-04-23 DE DEG26919A patent/DE1091152B/de active Pending
Patent Citations (5)
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