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DE1090267B - Schaltungsanordnung fuer selbstablaufende Relaisketten in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer selbstablaufende Relaisketten in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen

Info

Publication number
DE1090267B
DE1090267B DES64193A DES0064193A DE1090267B DE 1090267 B DE1090267 B DE 1090267B DE S64193 A DES64193 A DE S64193A DE S0064193 A DES0064193 A DE S0064193A DE 1090267 B DE1090267 B DE 1090267B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
relay
switching
chain
circuit arrangement
arrangement according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES64193A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Kurt Fischer
Anton Greiter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES64193A priority Critical patent/DE1090267B/de
Publication of DE1090267B publication Critical patent/DE1090267B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H67/00Electrically-operated selector switches
    • H01H67/22Switches without multi-position wipers
    • H01H67/24Co-ordinate-type relay switches having an individual electromagnet at each cross-point
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q3/00Selecting arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Relay Circuits (AREA)

Description

DEUTSCHES
In Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen werden zur Durchführung von Abzählvorgängen unter anderem Relaisketten verwendet, die je nach Verwendungszwepk durch Impulse gesteuert "werden oder bei ihrer Anlassung selbst ablaufen. Anwendungsmöglichkeiten bestehen als Prüfverteiler, Zahlengeber oder Relaiswähler.
Bei den impulsgesteuerten Relaisketten ist die Zählbzw. Fortschaltegeschmindigkeit bestimmt durch den zeitlichen Abstand der einzelnen Impulse einer Impulsfolge, bei den selbstablaufenden Relaisketten dagegen durch die Ansprech- und Abfallzeiten der einzelnen Kettenrelais oder der diesen zugeordneten zeitbestimmenden Schal tmittej, wie Kondensatqren, Gleichrichter oder Kurzschlußwicklungen.
Bei der Verwendung von schnellschaltenden Relais stößt die Realisierung solcher Relaisketten allerdings auf Schwierigkeiten, wenn die Zähl- oder Fortschaltedauer wesentlich größer sein soll als die Arbeitszeit des verwendeten Relaistyps. Der Aufwand an zeitbestimmenden Schaltmitteln ist dabei erheblich. Fordert man außerdem exakte Fortschaltegeschwindigkeiten, so sind insbesondere bei nipjitjustierten Relais mit Einzelankerkontakten — gemeint sind Relais, deren Kontakte durch je einen individuellen Anker betätigt werden oder deren Kontakte den Anker selbst bilden — und ihren relativ weiten Toleranzen in den Ansprech- und Abfallzeiten noch zusätzliche Regelglieder vorzusehen.
Aufgabe der Erfindung ist es, den Aufwand der zeitbestimmenden Schaltmittel zur Erzielung einer exakten Zähl- oder Fortschaltegeschwindigkeit bei Verwendung schnellschaltender, insbesondere nichtjustierter Relais mit Einzelankerkontakten auf ein Minimum herabzusetzen. Erreicht wird dieses dadurch, daß allen Kettenrelais ein gemeinsames verzögerndes Schaltmittel zugeordnet ist und daß dieses zeitbestimmende Schaltmittel wahlweise den einzelnen Kettenrelais zugeschaltet wird.
Es sind bereits Relaiskettenschaltungen, allerdings impulsgesteuerte, bekannt, bei denen allen Kettenrelais gemeinsame Schaltmittel in Gestalt eines Transformators oder Kondensators vorgesehen sind. In diesen Schaltungsanordnungen dienen die gemeinsamen Schaltmittel im Gegensatz zu der erfmdungsgemäßen Schaltungsanordnung lediglich als Energiespeicher für die Steuerung der Ke.ttenrelais.
Als gemeinsames zeitbestimmendes Schaltmittel bedient sich die Erfindung mit Vorteil einer Schaltdrossel mit rechteckiger Hystereseschleife. Während der Ummagnetisierung der Drossel durch einen Spannungsimpuls wird die Wicklung von einem geringen Strom durchflossen, der praktisch unabhängig ist yon der Höhe der treibenden Spannung. Ist am Schaltungsanordnung für selbstablaufende
Relaisketten in Fernnielde-,
insbesondere Fernsprechanlagen
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Wittelsbactierplatz 2
Dr.-Ing. Kurt Fischer und Anton Greiter, München,
sind als Erfinder genannt worden
Ende der Ummagnetisierung die entgegengesetzte Sättigung erreicht, dann setzt die Drossel der treibenden Spannung keinen Widerstand mehr entgegen. Der Strom springt von dem kleinen Wert während der Ummagnetisierung auf einen Endwert, der durch die Spannung und die äußeren Widerstände im Stromkreis bestimmt wird. Durch den plötzlichen Stromanstieg läßt sich bei Reihenschaltung von Drossel- und Kettenrelais eine definierte Schaltverzögerung erreichen. Durch Ausstattung der Drosselwicklung mit mehreren Wicklungsabgriffen kann die Fortschaltegeschwindigkeit der Relaiskette weitgehend variiert werden.
An Stelle der Schaltdrossel läßt sich derselbe Effekt auch mit einer Parallelschaltung eines Kondensators mit einer Reihenschaltung von Zenerdiode und jeweiligem Kettenrelais erzielen.
Wesentlich bei der Verwendung beider Schaltmittel ist, daß durch den sprunghaften Ausgleichsvorgang die Streuungen der Ansprechzeiten weitestgehend eliminiert werden.
In den Fig. 1 und 2 sind zwei verschiedene Ausführungsbeispiele dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Schaltungsanordnung, bei der die einzelnen Kettenrelais über eine gemeinsame Steuerleitung gesteuert werden, und
Fig. 2 eine Schaltungsanordnung, bei der die Steuerung abwechselnd über zwei getrennte Steuerleitungen erfolgt.
In beiden Schaltungen ist die als gemeinsames zeitbestimmendes Schaltmittel vorgesehene Schaltdrossel mit zwei Wicklungen ausgestattet und jeweils eine der Wicklungen einer der Steuerleitungen zugeordnet. Bei Ansprechen eines wahlweise mit der Schaltdrossel
009 610/96
in Reihe geschalteten Kettenrelais E1, E2 ... Bn schaltet sich dieses Relais über einen eigenen Folgekontakt in einen Haltestromkreis und die Schaltdrossel ab. Zum insbesondere überbrückungsfreien Fortschalten der Kette ist parallel zu jedem Kettenrelais ein Hilfsrelais Hl, HZ ... Hn angeordnet, das durch einen Arbeitskontakt des zugehörigen Kettenrelais eingeschaltet wird und über einen eigenen Arbeitskontakt die Schaltdrossel mit dem nachfolgenden Kettenrelais in Reihe schaltet. Soll die Kette zyklisch arbeiten, so wird der Fortschaltekontakt des letzten Hilfsrelais Hn der Relaiskette parallel zum Anlaßkontakt im Stromkreis des ersten Kettenrelais angeordnet.
Weitere Vorteile beider Schaltungsanordnungen bestehen in der unbeschränkten Erweiterungsfähigkeit hinsichtlich der Zahl der Ausgänge und in dem geringen Verschleiß, da je Ausgang nur ein Relaispaar erregt wird.
Nachstehend sollen nun die einzelnen Schaltungsänordnungen in ihrer Wirkungsweise beschrieben werden: Durch Drücken der Anlaßtaste ST in Fig. 1 spricht das Relais An an und schaltet über seinen Kontakt lan ein Relais C ein, das sich über seinen Kontakt Ic in einen Haltekreis legt. Kontakt 2c schaltet gleichzeitig Spannung an die bereits vorerregte Schaltdrosselwicklung DrII:
1. Erde, DrII, 2c, -.
Dadurch wird erreicht, daß für die gesamte Dauer der Anschaltung der Relaiskette die Schaltdrossel negativ vorerregt bleibt (negative Sättigung der Schaltdrossel). Durch einen Kontakt 2an wird ferner folgender Stromkreis geschlossen:
2. Erde, DrI, 2an, IeI, 3e2, Bl, -.
Der zunächst durch die zur Wicklung Dr II entgegengesetzt gepolte Wicklung Dr I fließende geringe Strom bewirkt eine langsame Ummagnetisierung der Schaltdrossel. Während dieser Zeit kann das Relais El nicht ansprechen. Erst wenn die positive Sättigung der Schaltdrossel erreicht ist und der Strom von dem kleinen Wert während der Ummagnetisierung auf den durch die äußeren Widerstände des Stromkreises 2 bedingten Endwert springt, kann das Relais El ansprechen und schaltet sich über die Arbeitsseite seines eigenen Folgekontaktes 1 e 1 in einen Haltekreis:
3. Erde, IeI, 3e2, El, —.
Erst wenn der Haltekreis geschlossen ist, wird die Ruheseite desselben Kontaktes geöffnet, die Schaltdrossel freigeschaltet und im Stromkreis 1 augenblicklich ummagnetisiert. Über seinen Kontakt 2el schaltet das Relais El das zugehörige Hilfsrelais Hl ein:
4. Erde, IeI, ZeZ, 2*1, Hl, -.
Über den Kontakt 1 h 1 wird die Schaltdrosselwicklung DrI in Reihe zum Kettenrelais £2 geschaltet, so daß dieses analog zum Stromkreis 2 nach neuerfolgter Ummagnetisierung der Schaltdrossel anspricht und wie bei der ersten Schaltstufe über seinen Kontakt Ie2 einen eigenen Haltekreis analog zum Stromkreis 3 schließt, die Schaltdrossel wieder frei- und sein Hilfsrelais H 2 einschaltet.
Durch einen weiteren Kontakt 3 e 2 werden gleichzeitig die Stromkreise3 und 4 der ersten Schaltstufe aufgetrennt und die Relais El und Hl zum Abfall gebracht.
Über den Kontakt l/z2 wird wiederum die nächste (dritte) Schaltstufe eingeschaltet usw. bis zur letzten, - η-ten Schaltstufe mit den Relais En und Hn. Der Haltestromkreis für die Relais En und Hn wird erst aufgetrennt, wenn die Relaiskette neu angelassen wird ■—· erneutes Drücken der Starttaste ST — oder bei zyklischem· Ablauf, wenn der Kontakt Ihn in der ersten Schaltstufe geschlossen hat und das Relais El anspricht.
Der Ansprechkreis des Relais An ist so bemessen, daß es erst nach Ansprechen des Relais H1 der ersten
ίο Schaltstufe wieder abfällt.
Bei Fig. 2 handelt es sich um eine Relaiskette, bei der die einzelnen Kettenrelais in zwei Gruppen zusammengefaßt sind, die über zwei Steuerleitungen abwechselnd gespeist werden. Dabei ist jeder Steuerleitung eine Schaltdrosselwicklung zugeordnet, und zwar derart, daß die Schaltdrossel sich in der Ruhestellung in der negativen Sättigung befindet und daß beide Wicklungen entgegengesetzt gepolt sind.
Durch Drücken der Anlaßtaste ST spricht wiederum das Relais An an und schaltet mit seinem Kontakt an die Wicklung DrI in Reihe mit dem Relais El. Die nachfolgenden Schaltvorgänge entsprechen dabei zunächst denen der Schaltungsanordnung nach Fig. 1 —· Stromkreise 2 bis 4. Bei Anschalten der Wicklung DrII an das Relais E2 durch den Kontakt IhI erfolgt zuerst, von der positiven Sättigung der Schaltdrossel ausgehend, die Ummagnetisierung und mit Erreichen der negativen Sättigung das Ansprechen des Relais E2 in dem Stromkreis:
S. Erde, DrII, IhI, UZ, 3e3, E2, -.
Die folgenden Schaltvorgänge entsprechen wiederum denen der ersten Schaltstufe. Durch den Kontakt Ih2 wird die dritte Schaltstufe eingeschaltet usw. Die Auftrennung der Haltekreise für die Relais En und Hn der letzten Schaltstufe erfolgt wie bei der Schaltungsanordnung der Fig. 1.

Claims (8)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Schaltungsanordnung für selbstablaufende Relaisketten mit in einer oder in zwei Gruppen zusammengefaßten schnellschaltenden Kettenrelais und entsprechend ein oder zwei Steuerleitungen, z. B. für Prüfverteiler, Zahlengeber oder Relaiswähler, in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß allen Kettenrelais ein gemeinsames verzögerndes Schaltmittel zugeordnet ist und daß dieses zeitbestimmende Schaltmittel wahlweise den einzelnen Kettenrelais zugeschaltet wird.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und insbesondere bei Verwendung von nichtjustierten Relais mit Einzelankerkontakten, dadurch gekennzeichnet, daß das den Kettenrelais gemeinsam zugeordnete zeitbestimmende Schaltmittel eine mit den Kettenrelais in Reihe liegende Schaltdrossel mit rechteckiger Hystereseschleife ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltdrossel mit zwei Wicklungen ausgestattet ist.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine der beiden Schaltdrossel wicklungen den Kettenrelais zugeordnet und die andere als vorerregte Rückstellwicklung geschaltet ist.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Aufteilung der Kettenrelais in zwei Gruppen von gerader und ungerader Ordnungszahl jeder dieser Relaisgruppen
eine Schaltdrosselwicklung zugeordnet ist, wobei die beiden Wicklungen entgegengesetzt gepolt sind.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ansprechen eines wahlweise mit der Schaltdrossel in Reihe geschalteten Kettenrelais (E I1 E 2 ... En) über einen Folgekontakt desselben Relais erst ein Haltestromkreis geschlossen und danach die Schaltdrossel abgeschaltet wird.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß insbesondere für Relaisketten mit überbrückungsfreier Fortschaltung parallel zu jedem Kettenrelais ein Hilfsrelais (H 1, H 2 .. . Hn) angeordnet ist, das durch einen Arbeitskontakt des zugehörigen Kettenrelais "eingeschaltet wird und das über einen eigenen Arbeitskontakt die Schaltdrossel mit dem nächsten Kettenrelais in Reihe schaltet.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruchs oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ansprechen eines Kettenrelais das Kettenrelais der vorhergehenden Schaltstufe abgeschaltet wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
® 009 610/96 9.60
DES64193A 1959-07-30 1959-07-30 Schaltungsanordnung fuer selbstablaufende Relaisketten in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen Pending DE1090267B (de)

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DE1090267B true DE1090267B (de) 1960-10-06

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DE (1) DE1090267B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1248110B (de) * 1962-12-11 1967-08-24 Telefunken Patent Schaltungsanordnung zum Durchschalten von Pilotspannungen fuer Zusatzentzerrer in Traegerfrequenz-Weitverkehrssystemen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1248110B (de) * 1962-12-11 1967-08-24 Telefunken Patent Schaltungsanordnung zum Durchschalten von Pilotspannungen fuer Zusatzentzerrer in Traegerfrequenz-Weitverkehrssystemen

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