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DE1121122B - Schaltungsanordnung zum Steuern der Durchschaltemagnete (Bruecken) von Koordinaten- oder Codesschienen-Mehrfachschaltern - Google Patents

Schaltungsanordnung zum Steuern der Durchschaltemagnete (Bruecken) von Koordinaten- oder Codesschienen-Mehrfachschaltern

Info

Publication number
DE1121122B
DE1121122B DET16274A DET0016274A DE1121122B DE 1121122 B DE1121122 B DE 1121122B DE T16274 A DET16274 A DE T16274A DE T0016274 A DET0016274 A DE T0016274A DE 1121122 B DE1121122 B DE 1121122B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bridge
bridges
winding
potential
marker
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DET16274A
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Gunnar Brunberg
Bernhard Lillsunde
John Sture Lindenhaell
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Telefonaktiebolaget LM Ericsson AB
Original Assignee
Telefonaktiebolaget LM Ericsson AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Telefonaktiebolaget LM Ericsson AB filed Critical Telefonaktiebolaget LM Ericsson AB
Publication of DE1121122B publication Critical patent/DE1121122B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q3/00Selecting arrangements
    • H04Q3/0004Selecting arrangements using crossbar selectors in the switching stages
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H67/00Electrically-operated selector switches
    • H01H67/22Switches without multi-position wipers
    • H01H67/26Co-ordinate-type selector switches not having relays at cross-points but involving mechanical movement, e.g. cross-bar switch, code-bar switch
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H67/00Electrically-operated selector switches
    • H01H67/22Switches without multi-position wipers
    • H01H67/32Switches without multi-position wipers having a multiplicity of interdependent armatures operated in succession by a single coil and each controlling one contact or set of contacts, e.g. counting relay

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)
  • Monitoring And Testing Of Exchanges (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zum Steuern der Durchschaltemagnete (Brücken) von Koordinaten- oder Codesschienen-Mehrfachschaltern in Fernsprechanlagen mit mehreren Wahlstufen und einem zentralen Markierer, der zum Verbinden einer rufenden mit einer gerufenen Leitung in jeder Wahlstufe einen der sich auf individuellen Prüfadern als frei markierenden Durchschaltemagnete (Brücken) auswählt und betätigt.
Die in einer solchen Fernsprechanlage benutzten Mehrfachschalter können als Koordinatenschalter ausgebildet sein, bei denen eine Brücke, die zu einer ausgewählten Kontaktsatzgruppe gehört, einen in dieser Gruppe markierten Kontaktsatz betätigt, sobald und solange ihr Magnet erregt wird.
Die Mehrfachschalter können auch zu einer anderen, nämlich der sogenannten Codeschienen-Bauart gehören, bei der ein gemeinsamer Arbeitsmagnet (Brücke) eine oder mehrere aus einer Anzahl Kontaktgruppen beeinflußt. Die Wahl des zu betätigenden Kontaktsatzes erfolgt nicht mit einem einzigen von mehreren anschlußindividuellen Wählmagneten (Stangen), sondern mit Hilfe von einer Gruppe von Anschlüssen gemeinsamen Codeschienen, die durch ihre Stellung bestimmen, welcher Kontaktsatz der Gruppe von dem Arbeitsmagnet (Brücke) betätigbar sein soll.
Um die Brücken in Betriebsstellung betätigt zu halten, ist bei den bekannten Anordnungen neben einer Prüfader eine besondere gemeinsame Halteader erforderlich, an die sich die Brücken zum Halten beispielsweise parallel anschalten. Die Rückstellung erfolgt durch Unterbrechung des zu den Brücken fließenden Stromes mittels Auftrennung der Halteader am beteiligten Verbindungskreisrelaissatz (oder an einer beteiligten Leitungsübertragung). Die Durchschaltung der Halteader als vierte Ader über mehrere Wahlstufen erfordert selbstverständlich ein größeres Kontaktvielfach bzw. verringert im Falle einer bestimmten, beispielsweise konstruktiv vorgegebenen Kontaktzahl pro Kontaktsatz das Fassungsvermögen des Mehrfachschalters.
Zweck der Erfindung ist es, besondere Halteadern überflüssig zu machen und dadurch eine bessere Ausnutzung der verfügbaren Kontakte in Fernsprechanlagen zu ermöglichen, die mit Mehrfachschaltern in Koordinaten- oder Codeschienen-Bauart arbeiten.
Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß jede Brücke unabhängig vom Fortbestehen der durch sie durchgeschalteten Verbindung so lange betätigt gehalten wird, bis der Markierer beim nächsten Anruf an alle sich als in der Zwischenzeit Schaltungsanordnung zum Steuern
der Durchschaltemagnete (Brücken)
von Koordinaten- oder Codesschienen-Mehrfachschaltern
Anmelder:
Telefonaktiebolaget LM Ericsson, Stockholm
Vertreter:
Dr.-Ing. H. Ruschke, Berlin-Friedenau, Lauterstr. 37, und Dipl.-Ing. K. Grentzenberg, München 27,
Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
Schweden vom 14. Februar 1958 (Nr. 1430)
Karl Gunnar Brunberg. Segeltorp (Schweden).
John Sture Lindenhäll, Galion, Ohio (V. St. A.),
und Bernhard Lillsunde, Hagersten (Schweden).
sind als Erfinder genannt worden
frei geworden markierenden Brücken ein Rückstellpotential anschaltet, so daß nur diese zurückgestellt werden, während die noch besetzten Brücken weiterhin betätigt bleiben.
Eine freie, aber nicht zurückgestellte Brücke muß in die Ruhestellung zurückgestellt werden, anstatt einen neuen Verbindungsaufbau zu erwarten, weil betätigt bleibende freie Brücken Störungen, beispielsweise Doppelverbindungen, verursachen können.
Die Brücken können selbstverständlich ohne eine durchgeschaltete Halteader gehalten werden. Sie können z. B. durch einen eigenen Haltekontakt einen Selbsthaltestromkreis schließen, oder die Brücke kann mittels eines Permanentmagnets gehalten werden. Im Falle eines Koordinaten-Mehrfachschalters können die Brücken auch mittels mechanischer Verriegelung betätigt gehalten werden. Bei einem Coderelaisschalter können sie beispielsweise durch Federkraft ständig betätigt gehalten werden; die Rückstellung der Brücke ist nur so lange nötig, wie an Stelle der bei der letzten Verbindung geschlossenen Kontakte
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andere Kontakte zur Durchschaltung einer neuen dreikontaktigen Umschaltkontaktsätzen sind innerVerbindung auszuwählen sind. halb der Brücke miteinander verbunden und an den
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen dreiadrigen Eingang der Brücke angeschlossen.
ausführlich beschrieben. Es zeigt Durch gleichzeitiges wahlweises Markieren je eines
Fig. 1 Wahlstufen in einem Fernsprechamt mit 5 Umschaltkontaktsatzes mit nur drei Kontakten und je
Koordinaten-Mehrfachschaltern, eines Kontaktsatzes mit neun Kontakten bei Betäti-
Fig. 2 und 3 ein ausführliches Schaltbild einer gung einer der Brücken SLA 1 usw. ist es möglich,
Fernsprechvermittlungsanlage, bei welcher der Er- eine dreiadrige Verbindung von dem Eingang der
findungsgedanke angewandt ist und bei der die Brücke wahlweise zu einem von dreißig Teilnehmern
Brücken sich selbst über einen eigenen Haltekontakt io bzw. zu dessen Teilnehmerschaltung zu erhalten. Die
erregt halten, ; Koordinaten-Mehrfachschalter der zweiten Wahlstufe
Fig. 4 ein Schaltbild, das einen Teil des Schalt- arbeiten entsprechend.
bildes nach Fig. 2 ersetzt und eine andere Lösung Der Markierer, der einen freien Verbindungsweg
zeigt, bei der die Brücken durch Permanentmagnete durch die Wahlstufen aufzusuchen hat, weist einen
betätigt gehalten werden. 15 Identifizierer auf mit zehn an je ein Markierrelais A 0
Fig. 1 zeigt zwei Wahlstufen, von denen jede bis A9 angeschlossenen horizontalen Drähten und Koordinaten-Mehrfachschalter SLA bzw. SLB auf- mit neun an je ein Markierrelais B 0 bis BS angeweist, über die Teilnehmer Al, A 2 mit abgehenden schlossenen vertikalen Drähten. Diese Drähte bilden oder ankommenden Leitungsübertragungen FUR ein Koordinatensystem mit neunzig Kreuzungsbzw. FlR unter dem Einfluß eines Markierers M ver- 2° punkten, von denen jeder zu einem Teilnehmer gebunden werden können, der durch Ausprüfen be- hört. Die sich in den entsprechenden Kreuzungsstimmt, welche Brücken frei sind. Wenn beispiels- punkten kreuzenden Drähte verbindet fallweise ein weise der Teilnehmer A 1 über die ankommende Arbeitskontakt, der geschlossen wird, wenn der Teil-Leitungsübertragung FIR und die Brücken SLA 1 nehmer den Hörer abhebt und sein Leitungsrelais LR und SLB1 verbunden ist, so ist ihre c-Ader in be- 25 anspricht. Falls beispielsweise der Teilnehmer 00 kannter Weise als besetzt markiert. Bei einem neuen seinen Hörer abhebt, zieht das Markierrelais A 0 Anruf von einem oder für einen anderen Teilnehmer über eine Ruheumschaltkontaktkette der Markierwählt der Markierer eine Brücke von denjenigen relais AO bis A 9 an und schaltet ein Relais AA ein, Brücken aus, die als unbesetzt markiert sind. Da die das anzieht und einerseits Haltestrom zu dem Brücken nach dem Ende der Verbindung von der 3° Markierrelais A 0 von seinem Arbeitskontakt liefert frei werdenden c-Ader aus zurückgestellt werden, und andererseits Minus von dem Ruhekontakt eines befinden sich unter den an ihrer c-Ader als frei Relais ABL an die Wicklung des Markierrelais B 0 markierten Brücken zunächst auch solche, die noch schaltet, das bereits mit Plus über den Trennkontakt nicht zurückgestellt worden sind, beispielsweise des Leitungsrelais Li? verbunden ist und somit an- SLA 2, und solche, die zurückgestellt sind, beispiels- 35 zieht. Durch Betätigung des Markierrelais A 0, das weise SLA 3. Der Markierer schaltet deshalb zunächst die Einerstelle des rufenden Teilnehmers anzeigt, ein Rückstellpotential an die Wicklung aller als frei und des Markierrelais B 0, das die Zehnerstelle des markierten Brücken, wodurch auch die noch be- rufenden Teilnehmers anzeigt, ist der rufende Teiltätigten, also in Betriebslage befindlichen, aber bereits nehmer in bekannter Weise identifiziert,
frei gewordenen Brücken zurückgestellt werden. Das 40 Das Markierrelais B 0 schaltet ein Relais BA ein, Rückstellpotential kann verschiedene Polarität und das seinerseits über einen Arbeitskontakt von BO ein Größe unabhängig davon haben, in welcher Weise Anschaltrelais ANl einschaltet, falls der Teilnehmer die Brücke gehalten wird. Es kann z. B. solche wie vorausgesetzt eine der Nummern 00 bis 29 hat. Polarität haben, daß die Wicklung kurzgeschlossen Dieses verbindet die Einschalt- und die Prüfadern wird, wenn die Brücke über ihren eigenen Halte- 45 der Brücken des ersten Koordinaten-Mehrfachkontakt gehalten wird, oder solche Polarität haben, schalters mit dem Markierer. Wenn der Teilnehmer daß es die bestehende Magnetisierung aufhebt, wenn zu der zweiten oder dritten Dreißigergruppe gehört, die Brücke von einem Permanentmagneten gehalten zieht ein entsprechendes nicht näher dargestelltes wird, oder es kann ein sogenanntes »Überplus- Anschaltrelais AN 2 bzw. A N 3 an.
potential« sein, d. h. größer als das normale positive 50 Das Relais BA schaltet ferner zwei Hilfsrelais FKA Potential sein. Durch Anschaltung des Rückstell- und VKA an. Das Hilfsrelais FKA legt über Widerpotentials werden alle nicht zurückgestellten, jedoch stände MO bis M 9 Minuspolarität an die Prüf ädern freien Brücken ausgelöst. der Brücken und an entsprechende Prüf relais FO
Fig. 2 und 3 zeigen ein ausführliches Schaltbild bis F9 an. Falls die Prüfader einer Brücke kein Pluseiner Fernsprechanlage gemäß der Erfindung. Es 55 potential hat, d. h., wenn eine Brücke frei ist, wird sind nur je zwei der Brücken in den Koordinaten- das ihr gerade entsprechende Prüfrelais über den Mehrfachschaltern SLA und SLB dargestellt, die je entsprechenden Widerstand eingeschaltet. In dieser dreizehn Stangenstellungen haben, in denen Kontakt- Weise ziehen die Prüf relais FO bis F 9 aller freien sätze durch Betätigung einer beliebigen der freien Brücken an. Das zu einer besetzten Brücke ge-Brücken durchgeschaltet werden können. Zu jeder 60 hörende Prüfrelais kann jedoch nicht anziehen, da der ersten zehn Stangenstellungen (fünf Ziffern- die Prüfader einer solchen Brücke von der belegten stangen) gehört in jeder Brücke je ein Kontaktsatz oder belegenden Leitungsübertragung her (Fig. 3) von neun Kontakten, während zu jeder der letzten Pluspotential führt.
drei Stangenstellungen je ein Kontaktsatz mit je drei Das Hilfsrelais VKA hat Pluspolarität an ein
Kontakten gehört. Diese drei Stellungen werden mit 65 Relais FA gelegt, das über seine Arbeitskontakte
einer Umschaltstange erhalten, die auch in ihrer positives Haltepotential an alle Prüfrelais anschaltet,
Mittelstellung einen Kontaktsatz markiert. Einander die angezogen haben. Über einen Arbeitskontakt der
entsprechende, also gleichnamige Kontakte in den betätigten Prüfrelais wird schließlich Pluspotential
als Rückstellsignal über eine niederohmige Haltewicklung des Hilfsrelais VKA an alle diejenigen Brücken angeschaltet, deren Prüf relais F angezogen haben. Diese Brücken werden daher durch Kurzschließen ihrer Wicklung zum Abfall gebracht.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist jede Brücke des Mehrfachschalters mit einem Haltekontakt versehen, über den ihre Wicklung VO bis V 9 auch dann erregt bzw. sie selbst betätigt gehalten wird, wenn die Gesprächsverbindung beendet ist.
Die Brücken der Mehrfachschalter gemäß dem Schaltbild nach Fig. 3 erfordern dagegen keinen solchen Haltekontakt, da sie in der üblichen Weise von ihrer Leitungsübertragung aus gehalten werden. Gemäß der Erfindung werden alle freien, aber noch betätigten Brücken mit Hilfe des Markierers zurückgestellt. Das mit seiner niederohmigen Haltewicklung im gemeinsamen Teil des Stromkreises für das Rückstellsignal liegende Hilfsrelais VKA wird von Minuspolarität nur über den Haltekontakt einer oder mehrerer der betätigten, aber als frei geprüften Brücken gehalten, so daß es abfällt, sobald alle freien Brücken zurückgestellt worden sind. Es legt Pluspotential an eine Umschaltkontaktkette für die Relis F an und schaltet ein bisher alle angezogenen Prüfrelais haltendes Relais FA ab, so daß alle Prüfrelais F mit Ausnahme desjenigen abfallen, das mit dem Pluspotential über die Umschaltkontaktkette verbunden ist. Ferner zieht ein Relais FB an, über dessen Ruhekontakt die Hilfsrelais FKA und VKA an Pluspotential angeschaltet worden waren, und schaltet sie wieder ab. Ein weiterer Kontakt des Relais FB schaltet über einen Ruhekontakt des Relai FA ein Relais FC ein zum Zeichen dafür, daß die Auswahl einer freien Brücke durchgeführt ist, und über seine Kontakte schaltet es die durch die Markierrelais A 0 und B 0 bzw. durch das Prüfrelais der ausgewählten Brücke markierten Wicklungen der Ziffern- und Umschaltstangen ein und bereitet die Betätigung der gewählten Brücke vor. die als solche durch das einzige noch betätigte F-Relais bestimmt ist.
Die Wahl einer freien Brücke in dem Koordinaten-Mehrfachschalter der nächsten Wahlstufe erfolgt in bekannter Weise durch Ausprüfen mit Hilfe einer Prüfkette von Relais G, die eine freie der abgehenden Leitungsübertragung FUR 0 bis FUR 18 ermittelt. Die dieser fest zugeordnete Brücke der zweiten Wahlstufe wird nach der Freiprüfung selbsttätig eingeschaltet, ebenso die ausgewählte Brücke der ersten Wahlstufe. Die Leitungsübertragung wird belegt und gibt Pluspotential als Besetztkennzeichen auf die nunmehr bis zur Teilnehmerschaltung durchgeschaltete Prüfader c, so daß deren Besetztrelais BR anspricht und den nicht mehr benötigten Markierer auslöst. Der weitere Verbindungsaufbau erfolgt in üblicher Weise.
Bei der Auslösung der Verbindung wird die Prüfader von der Leitungsübertragung aus vom Pluspotential abgetrennt, so daß sie sich als frei markiert. Die in der zweiten Wahlstufe benutzte Brücke wird in bekannter Weise freigegeben.
Die benutzte Brücke der ersten Wahlstufe bleibt jedoch in ihrer betätigten Lage, bis sie von dem Markierer bei dem nächsten Anruf zurückgestellt wird.
Wenn ein Anruf ankommt, wird eine ankommende Leitungsübertragung FIR belegt, und die empfangenen Ziffernstromstoßreihen werden durch Ansprechen je eines der Markierrelais A 0 bis A 9 und BQ bis BS gespeichert. Von diesem Zeitpunkt ab ist der Vorgang genau der gleiche wie bei einem abgehenden Gespräch. Der Markierer sucht nach einer freien Brücke in der ersten Wahlstufe durch Ausprüfen der c-Ader des Verbindungsgliedes und wählt eine freie Brücke aus.
Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung können die Brücken anstatt sich selbst durch einen eigenen Kontakt zu halten mit Hilfe von Permanentmagneten betätigt gehalten werden, die bei Betätigung der Brücke magnetisiert werden und infolge ihrer Remanenz in diesem Zustand bleiben. Brücken dieser Bauart können dadurch zum Abfallen gebracht werden, daß ein Gleichstrom durch ihre Wicklung geschickt wird, dessen Richtung entgegengesetzt zu der Richtung des bei der Brückenbetätigung magnetisierenden Stromes ist, so daß der ao Permanentmagnet aberregt wird. Dies erfolgt jedoch nicht, bevor der Markierer gerufen worden ist, wie zuvor erwähnt wurde.
Fig. 4 zeigt ein Schaltbild dieser Ausführungsform des Erfindungsgedankens mit Permanentmagneten. Dieses Schaltbild ersetzt den umrahmten und mit dem Bezugszeichen 4 bezeichneten Teil des Schaltbildes gemäß Fig. 2. Die Arbeitsweise der Anordnung ist genau die gleiche wie in dem vorher beschriebenen Fall, bis auf das Rückstellen der freien Brücken. Das in der beschriebenen Weise an die Wicklungen der freien Brücken angelegte Rückstellsignal bewirkt hier nicht einen Kurzschluß der Wicklungen, sondern eine Gegenmagnetisierung durch Stromumkehrung gegenüber dem Betätigungsstrom. Ein parallel zum Arbeitskontakt der Brücke liegender Gleichrichter ist in Reihe mit jeder Wicklung geschaltet, um zu verhindern, daß beim Rückstellsignal fälschlicherweise auch die nicht magnetisierten Magnete in entgegengesetztem Sinn magnetisiert werden. Nur durch die Wicklungen der Brücken, die frei, aber nicht zurückgestellt sind, kann ein Rückstellstrom fließen. Wenn alle freien Brücken zurückgestellt sind, wird somit der Rückstellstrom wie beim ersten Ausführungsbeispiel unterbrochen, so daß das mit seiner niederohmigen Haltewicklung im gemeinsamen Teil des Rückstellstromkreises liegende Hilfsrelais VKA abfällt. Die weiteren Vorgänge sind genau die gleichen wie in dem vorhergehenden Fall.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die beiden dargestellten Ausführungsformen begrenzt, sondern es ist eine große Anzahl von Abänderungen möglich, ohne den Rahmen der Erfindung zu überschreiten. Beispielsweise kann wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 ein positives Potential » + « fest an ein Ende der Brückenwicklung gelegt werden und sich die Brücke selbst durch ihren eigenen Kontakt über einen Haltewiderstand an ein negatives Haltepotential » — « anschalten und erregt halten. Das Rückstellen der freien Brücken kann aber auch dann statt durch Kurzschließen der Wicklung durch Gegenerregung mittels eines »Überpluspotentials« E erfolgen, das über den Rückstellstrcmkreis an das freie Wicklungsende angeschaltet wird. Es ist größer als das in der Fernsprechanlage verwendete Pluspotential und bewirkt daher einen dem Haltestrom entgegengesetzten Strom. In diesem Falle darf die niederohmige Haltewicklung des Hilfsrelais VKA, durch welche der Rückstellstrom bei der
zuerst beschriebenen Ausführungsform (Fig. 2, 3) fließt, im Gegensatz zu dieser nicht vom Rückstellstrom durchflossen werden. Der Rückstellstromkreis kann statt dessen zur Umgehung des Hilfsrelais VKA beispielsweise mittels eines Schalters OK an das »Uberpluspotential« E angeschaltet werden, dessen Anschaltung durch einen Arbeitskontakt des Hilfsrelais VKA in genau der gleichen Weise durchgeführt werden kann, wie bei dem zuerst beschriebenen Ausführungsbeispiel. Das Hilfsrelais VKA muß in diesem Falle lediglich verzögert abfallen, um die freien Brücken mit Sicherheit zurückstellen zu können, bevor das Hilfsrelais VKA abfällt. Die übrigen Vorgänge verlaufen genau wie bei der zuerst beschriebenen Ausführungsform.
Es kann auch eine Kombination des Haltens durch eigenen Kontakt und durch Remanenz im Magnetkreis angewendet werden, um die erforderliche Leistung zum Halten der Brücke zu vermindern. Die Brücke kann auch mechanisch verriegelt und mittels des Markierers in der oben beschriebenen Weise zurückgestellt werden.

Claims (5)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Schaltungsanordnung zum Steuern der Durchschaltemagnete (Brücken) von Koordinatenoder Codesschienen-Mehrfachschaltern in Fernsprechanlagen mit mehreren Wahlstufen und einem zentralen Markierer, der zum Verbinden einer rufenden mit einer gerufenen Leitung in jeder Wahlstufe einen der sich auf individuellen Prüfadern als frei markierenden Durchschaltemagnete (Brücken) auswählt und betätigt, dadurch ge kennzeichnet, daß jede Brücke unabhängig vom Fortbestehen der durch sie durchgeschalteten Verbindung so lange betätigt gehalten wird, bis der Markierer beim nächsten Anruf an alle sich als in der Zwischenzeit frei geworden markierenden Brücken ein Rückstellpotential anschaltet, so daß nur diese zurückgestellt werden, während die noch besetzten Brücken weiterhin betätigt bleiben.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Brücke mit einer Wicklung einerseits fest an ein Potential ( + ) geschaltet ist und nach ihrer Betätigung sich selbst durch einen eigenen Haltekontakt (C) an dem anderen Ende der Wicklung erregt hält und daß der Markierer bei einem Anruf als Rückstellpotential an den Haltekontakt jeder freien Brücke ein Potential mit der Polarität des an die Wicklung fest angeschlossenen Potentials legt, so daß die Wicklung im wesentlichen kurzgeschlossen wird.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Brückenmagnet permanentmagnetisierbar ist und bei Betätigung die Brücke infolge Remanenz erregt hält und daß der Markierer bei einem Anruf an die Wicklung der freien Brücke ein Gegenmagnetisierungspotential legt.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein parallel zum Haltekontakt liegender Gleichrichter in Reihe mit der Wicklung geschaltet ist, um bei der Gegenmagnetisierung bei der Rückstellung eine zu hohe Magnetisierung der zurückgestellten Magnete in entgegengesetzter Richtung zu verhindern.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklung an ihrem einen Ende fest an ein Potential ( + ) geschaltet ist und sich nach Betätigung selbst durch einen eigenen Haltekontakt an dem anderen Ende der Wicklung erregt hält und daß der Markierer bei einem Anruf als Rückstellpotential an den Haltekontakt jeder freien Brücke ein Potential mit einer solchen Polarität (E) legt, daß die Richtung des durch die Wicklung fließenden Stromes entgegengesetzt zu der Richtung des Haltestromes ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 955 064.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 109 758/111 12.61
DET16274A 1958-02-14 1959-02-13 Schaltungsanordnung zum Steuern der Durchschaltemagnete (Bruecken) von Koordinaten- oder Codesschienen-Mehrfachschaltern Pending DE1121122B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
SE143058 1958-02-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1121122B true DE1121122B (de) 1962-01-04

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ID=20258169

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DET16274A Pending DE1121122B (de) 1958-02-14 1959-02-13 Schaltungsanordnung zum Steuern der Durchschaltemagnete (Bruecken) von Koordinaten- oder Codesschienen-Mehrfachschaltern

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