DE1088530B - Fuehrerbremsventil - Google Patents
FuehrerbremsventilInfo
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Description
Anmelder:
Knorr-Bremse G.m.b.H.,
München 13r Moosacher Str. 80
München 13r Moosacher Str. 80
Erich Falke, München,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Führerbremsventil
Die Erfindung betrifft ein Führerbremsventil für
Schienenfahrzeuge mit mindestens einer Bedienungsanlage und einem an beliebiger Stelle angebrachten,
den Druck in der Hauptluftleitung überwachenden Druckregler.
Bekannte Ausführungsformen derartiger Führerbremsventileinrichtungen
weisen an den Bedienungsständen angeordnete, über ein mechanisches Gestänge miteinander gekuppelte Handgriffe auf, wobei der
Druckregler an einer günstigen Stelle an das mechanische Gestänge angeschlossen ist. Diese Ausführungsform
bedingt jedoch infolge der umfangreichen Mechanik große Bedienungskräfte, trotz teurer und
oftmaliger Reparaturen eine durch den Totgang der 15 :
Mechanik verursachte, ruckende und ungenaue Ein- 2
stellung des Druckreglers und auch eine an die Mechanik gebundene Anordnung der Einzelteile der Füh- richtung der eingangs dargestellten Art, welche bererbremsventileinrichtung.
triebssicher arbeitet, welche bei geringstem Bedie-
Um diese Nachteile zu mindern, ist es bekannt- 20 nungsaufwand eine feinfühlige und feinstufige Steuegeworden,
an den Bedienungsstellen kleine Druckreg- rung des Hauptluftleitungsdrucks gewährleistet und
ler anzubringen, die über dünne Steuerleitungen ein
den Druck in der Hauptluftleitung überwachendes
Relaisventil steuern. Bei dieser Bauart ist jedoch an
den Druck in der Hauptluftleitung überwachendes
Relaisventil steuern. Bei dieser Bauart ist jedoch an
jedem Bedienungsstand ein Druckregler sowie eine 25 daß die Verstelleinrichtung des Druckreglers mit
besondere Ventileinrichtung zur Auswahl des das Re- einem Elektromotor gekoppelt ist, der mittels an der
laisventil steuernden Druckreglers erforderlich. Bedienungsanlage angeordneter Druckknopfschalter
Es ist auch bereits bekannt, an den Führerständen elektrisch steuerbar ist.
Druckluft-Druckknopfventile anzuordnen, mit deren Weitere günstige Ausgestaltungen der Führer-
Hilfe eine Steuerkammer eines im Ruhezustand in die 30 bremsventileinrichtung sind in der Beschreibung aus-Hauptluftleitung
Regeldruckhöhe einspeisenden Re- führlich dargelegt und können den Unteransprüchen
laisventils be- oder entlüftet und so vermittels der entnommen werden.
Beeinflussung des Relaisventils der Druck in der In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der
Hauptluftleitung variiert werden kann. Jedoch ist Erfindung schematisch dargestellt, wobei die zur Aushierbei
der durch die Druckknopfventile überwachte 35 rüstung eines Bedienungsstands erforderlichen Teile
Druckluft-Vorsteuerkreis nicht selbstnachspeisend, so von einer strichpunktierten Linie umgeben sind.
bei welcher die Anordnung der Einzelteile völlig freizügig gewählt werden kann.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß. also durch Undichtigkeiten in den Leitungen oder
Ventilen,, über längere Zeiten betrachtet, ein ungewolltes
Lösen oder Anlegen der Bremsen hervorgerufen werden kann.
Ebenfalls, bereits bekannt ist eine FührerbremsventiMnrichtung,
bei welcher mittels an den Bedienungsständen, angeordneter Druckknopf ventile ein
Stellzylinder beaufschlagbar ist, dessen Kolben über
An eine von einer nicht gezeigten Druckluftquelle mit Druckluft aufgeladene Behälterleitung 1 sind über
Zweigleitungen ein Druckregler 3, ein Magnetventil 5 und über einen Leitungsdruckregler 7 ein weiteres
Magnetventil 9 angeschlossen. Das Magnetventil 5 verbindet in seinem Ruhezustand einen mit der Steuerkammer
Il eines von einem Kolben 13 gesteuerten Absperrventils 15 verbundenen Raum 17 über eine
einen Kuxbeitrieb einen, die Hauptluftleitung direkt 45 Entlüftung 19 mit der Außenluft und im erregten Zu-
oder über ein Relaisventil indirekt überwachenden stand seiner Magnetspule 21 mit der Behälterleitung 1.
Druckregler zu verstellen vermag. Diese Bauart weist jedoch den Nachteil auf, daß der Stellzylinder und
damit der- Druckregler nur schwer auf Zwischenstellungen
einstellbar ist und somit eine schlechte, nur grobe Steuerung des Drucks in der Hauptluftleitung
bedingt.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht in der Schaffung einer Führerbremsventilein-
Das Absperrventil 15 sperrt bei mangelnder Beaufschlagung
seiner Steuerkammer 11 eine vom Druckregler 3 zu einer Hauptluftleitung 23 führende Ausgangsleitung
25 ab. An der Verstellwelle 27 des Druckreglers 3 sind ein mit einer Schnecke 29'im Eingriff
stehendes Schneckenrad 31 und, isoliert, eine Schaltscheibe 33" eines Stufenschalters, die ständig mit
einem Schleif stück 35 in Verbindung steht und ent-
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sprechend ihrer Stellung Kontakt mit einem oder mehreren von vier in bestimmten Schaltwinkeln zueinander
angeordneten Stufenkontakten 37, 39, 41 und 43 erhält, drehfest angebracht. Auf der Antriebswelle
der Schnecke 29 sind ein kleines Zahnrad 45 und ein großes Zahnrad 47 befestigt, die ständig im Eingriff
stehen mit zwei entsprechenden, drehbar auf einer von einem Elektromotor 49 antreibbaren Welle 51 gelagerten
Zahnrädern 53 und 55. Zwischen den beiden Zahnrädern 53 und 55 ist eine von einem an einem Festpunkt
57 gelagerten Hebel 59 steuerbare Kupplungsvorrichtung 61 angeordnet, die wechselweise eines der
Zahnräder 53 und 55 drehfest mit der Welle 51 kuppelt. Der Druckregler 3 ist in seinen nicht dargestellten,
pneumatischen Steuer- und Regeleinrichtungen ähnlich den bekannten, selbstregelnden Führerbremsventilen
aufgebaut und weist wie diese einen Ausgleichbehälter 63 und einen über eine nicht gezeigte
Drosselstelle ständig entlüfteten, bei seiner Druckbeaufschlagung den von dem Druckregler aus der Behälterleitung
1 in die Hauptluftleitung 23 eingesteuerten Druck über eine besondere, ebenfalls nicht gezeigte
Ventileinrichtung erhöhenden Zeitbehälter 65 auf. Ein nur im erregten Zustand seiner Magnetspule
67 ein Absperrventil 69 offenhaltendes Magnetventil 71 ist zusätzlich zu einer Drossel 73 in eine den Zeitbehälter
65 mit der Hauptluftleitung 23 verbindende Zweigleitung 74 eingeschaltet. Das Magnetventil 9
öffnet bei Erregung seiner Magnetspule 75 ein den Luftdurchtritt aus einem über den Leitungsdruckregler
7 beaufschlagten Raum 77 in einen mit einem weiteren Magnetventil 79, einem Hilfsventil 81 und einer
Eingangsseite eines Doppelrückschlagventils 83 verbundenen Raum 85 überwachendes Ventil 87. Das
Magnetventil 79 öffnet bei Erregung seiner Magnet-5pule89
ein den Raum 85 entlüftendes Ventil 91. Das Hilfsventil 81 weist einen einerseits vom Druck des
Raums 85, andererseits von der Kraft einer Feder 93 beaufschlagten Kolben 95 auf, der in seiner oberen,
aus der Figur ersichtlichen Endlage ein zentrisch zu ihm angeordnetes, einen Federraum 97 entlüftendes
Ventil 99 offenhält. Eine im Kolben 95 exzentrisch angebrachte Drosselbohrung 101 verbindet den Federraum
97 mit dem Raum 85. Die Ausgangsseite des Doppelrückschlagventils 83 ist mit einem Bremszylinder
103 und, die zweite Eingangsseite mit einer Rohrleitung 105 verbunden, die zu einem nicht dargestellten,
von der Hauptluftleitung 23 gesteuerten Brems-Steuerventil führt. Ein Leitungsast 107 führt von der
Hauptluftleitung 23 zu einer am Bedienungsstand angeordneten Notbremseinrichtung, die einen Handhebel
109 aufweist, der bei Betätigung einen elektrischen Schalter 111 schließt und ein die Hauptluftleitung
über einen großen Querschnitt entlüftendes Ventil 113 öffnet. An dem Bedienungsstand sind in einer Abdeckplatte
115 sechs Druckknöpfe 117, 119, 121, 123, 125 und 127 geführt, von welchen drei (121,123,125)
durch einzelne Federn 129, 131 und 133, zwei (117, 119) durch das Zusammenwirken je zweier Federn
135 und 137 bzw. 139 und 141 und einer (127) durch eine ein Ende eines an der Deckplatte 115 gelagerten
Wipphebels 143 von letzterer abdrückenden Federl45 in ihren oberen dargestellten Ruhelagen gehalten
werden.
Die elektrische Ausrüstung der Führerbremsventileinrichtung weist eine Stromquelle 147 auf, deren
negativer Pol geerdet ist und deren positiver Pol über eine Leitung 149 zu einem Pol 151 eines zweipoligen
Druckschalters 152 führt, der entgegen der Kraft einer am Druckschalter direkt angreifenden Feder 153
von der Feder 145 über den Wipphebel 143 geschlossen gehalten wird. Vom Druckschalter 151 führen
Drahtleitungen zu einer andererseits geerdeten Kontrollampe 155, zu drei je einem der Druckknöpfe 121,
123 und 125 zugeordneten, durch deren Federn 129, 131, 133 im Ruhezustand geöffneten Druckschaltern
157, 159 und 161 sowie über eine in Stromflußrichtung zum Druckschalter 151 sperrende Diode 163 und
eine weitere Drahtleitung 164 zum Schleifstück 35 und zur andererseits geerdeten Magnetspule 21 des
Magnetventils 5. Die Ausgangsleitung 165 des Druckschalters 157 führt zur Spule 89 des Magnetventils 79,
diejenige (167) des Druckschalters 159 zur Spule 75 des Magnetventils 9 und diejenige (169) des Druckschalters
161 zur Spule 67 des Magnetventils 71. Sämtliche Magnetspulen sind an ihrem zweiten Pol
geerdet.
Die Läuferspule des Elektromotors 49 ist mit der Ausgangsseite eines Polwechselschalters 171 verbunden,
dessen einer Eingangspol 173 geerdet und dessen anderer Eingangspol 175 mit einem zusammen mit
dem Pol Wechselschalter 171 betätigbaren, eine Verbindungsleitung zum Schleifstück 35 überwachenden
Druckschalter 177 sowie mit einem Pol der andererseits geerdeten Feldwicklung 179 des Elektromotors
verbunden ist. Eine Feder 181 hält den Polwechselschalter 171 in einer Schaltstellung und den Druckschalter
177 geöffnet; ein Elektromagnet 183 schaltet bei seiner Erregung den Polwechselschalter um und
schließt den Druckschalter 177.
Der Druckknopf 117 liegt auf einer Schaltwippe 185 auf, die sich einerseits auf die Feder 137 und andererseits
auf einen durch die Feder 135 in seiner oberen Schaltstellung gehaltenen Druckschalter 187
abstützt, der in dieser seiner Ruhestellung einen Kontakt 189 geschlossen und einen Kontakt 191 unterbrochen
hält. Der Druckknopf 119 liegt ebenfalls auf einer sich einerseits auf die Feder 141 und anderer^
seits auf einen durch die Feder 139 geöffnet gehaltenen Druckschalter 193 sich abstützende Schaltwippe
195 auf. Den beiden einander zugekehrten Enden der Schaltwippen 185 und 195 ist ein zweipoliger, durch
eine Feder 197 in seiner oberen, die Kontakte 199 und 201 unterbrechenden Stellung gehaltener Druckschalter
203 zugeordnet. Bei Betätigung eines der Druckknöpfe 117 oder 119 wird zuerst der Druckschalter
187 bzw. 193 und anschließend gegen einen wesentlich verstärkten Schaltwiderstand der Druckschalter
203 umgeschaltet.
An dem im Ruhezustand vermittels einer Feder 205 den aus den Zahnrädern 55 und 47 bestehenden langsamen
Gang vermittels der Schaltkupplung 61 einschaltenden Hebel 59 ist der Anker eines Elektromagneten
207 angelenkt, der bei Erregung ein Umschalten der Schaltkupplung 61 bewirkt, so daß der
aus den Zahnrädern 53 und 45 bestehende Schnellgang eingerückt wird. Ein Pol des Elektromagneten
207 ist geerdet und der andere, zusammen mit dem abgesondert liegenden Stufenkontakt 37 des Stufenschalters,
über eine Leitung 209 mit einem Pol des Kontakts 201 und des Schalters 111 sowie über eine
diese Stromfluß richtung freigebende Diode 211 mit einem Pol des Kontakts 189 verbunden. Der noch
freie Pol des Kontakts 189 ist zusammen mit einem Pol des Druckschalters 193 durch eine über den zweiten
Schaltpol 213 des Druckschalters 152 führende Leitung 215 mit dem Eingangspol 175 des Polwechselschalters 171 verbunden. Vom mittleren (41) der drei
dicht beieinander liegenden Stufenkontakte des Stufenschalters
führt eine Leitung 217 zum noch freien Pol
des Schalters 111 und zu je einem Pol der beiden
Kontakte 199 und 201. Der zweite Pol des Kontakts 199 ist über eine diese Stromfluß richtung freigebende
Diode 223 mit einem Pol des Kontakts 191 und über eine Leitung 225 mit dem Stufenkontakf43 des Stufenschalters
verbunden. Der noch freie Pol des Druckschalters 193 ist über eine Leitung 221 mit dem Stufenkontakt
39 des Stufenschalters verbunden. Vom noch freien Pol des Kontakts 191 führt eine Leitung
den Leitungsdruckregler 7 reduzierten Druck in den Raum 85 einströmt. Die Beaufschlagung des Kolbens
95 drückt diesen nieder und schließt das Ventil 99. Auch nach erfolgtem Druckausgleich zwischen den
5 Räumen 85 und 97 bleibt das Ventil 99 infolge der nunmehr bestehenden Flächendifferenz der druckbeaufschlagten
Flächen des Kolbens 95 geschlossen. Die Druckluft strömt aus dem Raum 85 über das sich
entsprechend einstellende, die entlüftete Leitung 105
227 zur andererseits geerdeten Spule des Elektro- io absperrende Doppelrückschlagventil 83 in den Bremsmagneten
183. zylinder 103 ein. Bei Freigabe des Druckknopfsl23 Die Stufenkontakte 37, 39, 41 und 43 des Stufen- bleibt der augenblicklich erreichte Druck im Bremsschalters
sind bestimmten Regelstellungen des Druck- zylinder 103 bestehen, und bei Betätigen des Druckreglers
3 zugeordnet: Bei soeben geöffnetem Kontakt knopfs 121 wird durch Erregung der Magnetspule89
41 und geschlossenen Kontakten 39 und 37 füllt der 15 des Ventils 91 das Magnetventil 79 geöffnet und so-Druckregler
die Hauptluftleitung 23 mit dem Druck mit der Raum 85 und der Bremszylinder 103 entder
Behälterleitung 1 auf, bei soeben geöffneten Kon- lüftet, wobei sich auch der Kolben 95 unter allmähtakten
37 und 43 und geschlossenen Kontakten 39 und licher Öffnung des Ventils 99 langsam anhebt.
41 regelt der Druckübersetzer in die Hauptluftleitung Zur Durchführung einer Stufen- oder Vollbremsung
Regel druckhöhe ein, d. h. er befindet sich in Fahrt- 20 mittels der indirekt wirkenden Bremsanlage wird der
Stellung; bei soeben geöffnetem Kontakt 39 und ge- Druckknopf 119 leicht, bis zur Schließung des Druckschlossenen
Kontakten 41 und 43 ist die Vollbrems- schalters 193, niedergedrückt und damit ein Stromstellung
und bei soeben geöffnetem Kontakt 41 und kreis von der Stromquelle 147 über den Druckschalter
geschlossenem Kontakt 43 die die Hauptluftleitung 23 151, die Diode 163, den Schleifkontakt 35 und den
über große Querschnitte mit der atmosphärischen Luft 25 Stufenkontakt 39 des Stufenschalters, die Leitung 221,
verbindende Schnellbremsstelkmg erreicht. die Druckschalter 193 und 213, die Leitung 215, den
Die Wirkungsweise der vorstehend beschriebenen Eingangspol 175, die Läufer- und Ständerwicklung
Führerbremsventileinrichtung ist folgende: des Elektromotors 49 zur Erde und über diese zurück
Bei Inbetriebnahme des Bedienungsstands wird der zur Stromquelle 147 geschlossen. Die Sperrwirkung
bis dahin geöffnete Doppelschalter 152 geschlossen, 30 der Diode 211 verhindert hierbei einen Stromfluß
so daß die Druckschalter 157, 159 und 161, die Kon- durch die Leitung 209. Der Elektromotor 49 läuft an
trollampe 155 und über die Leitung 164 das Magnet- und dreht über das Zahnradgetriebe 55, 47 langsam
ventil 5 und der Schleifkontakt 35 des Stufenschalters die Verstellwelle 27 des Druckreglers 3 entgegen dem
unter Spannung gesetzt werden. Das Magnetventil 5 Uhrzeigersinn, und zwar bei Teilbremsungen bis zur
schließt die Entlüftung 19 und öffnet die Verbindung 35 Freigabe des Druckknopfs 119 und bei Vollbremsundes
Raums 17 zur Behälterleitung 1; in die Steuer- gen bis zur Öffnung der Verbindung des Stufenkonkammer
11 strömt Druckluft ein und öffnet das bis takts 39 mit dem Schleifkontakt 35. Nach der hierdahin
geschlossene Ventil 15, wodurch der Druck- durch bedingten Unterbrechung des angeführten
regler 3 mit der Hauptluftleitung 23 verbunden wird. Stromkreises verbleibt der Druckregler 3 in der
In Fahrtstellung des Druckreglers setzt der Stufen- 40 augenblicklich erreichten Stellung und steuert einen
schalter die Kontakte 41 und 39 und damit, über die dieser entsprechenden, gegen den Regeldruck vermin-Leitungen
217 und 221, den Schalter 111, je einen Pol derten Druck in die Hauptluftleitung 23 ein, wodurch
der Kontakte 199 und 201 und den Druckschalter 193 das nicht gezeigte Brems-Steuerventil die Rohrleitung
unter Spannung. Alle diese Schalter sind jedoch in 105 beaufschlagt und über das nunmehr den Raum 85
Ruhestellung geöffnet. Sobald in die Hauptluftleitung 45 absperrende Doppelrückschlagventil 83 in den Brems-23
Regeldruckhöhe eingesteuert ist, entlüftet das nicht zylinder 103 Druckluft einsteuert,
gezeigte Brems-Steuerventil die Leitung 105 und über Bei der Schnellbremsung wird der Druckknopf 119
das Doppelrückschlagventil 83 den Bremszylinder 103. zur Schließung der Druckschalter 193 und 203 gänz-Die
Magnetventile 9 und 79 sind ebenso wie das Ma- lieh niedergedrückt; außer in dem bereits beschriebegnetventil
71 geschlossen; der Raum 85 ist über die 50 nen Stromkreis erfolgt nunmehr noch ein Stromfluß
Drosseldüse 101 und das geöffnete Ventil 99 entlüftet, über den Stufenkontakt 41, die Leitung 217, den geso
daß sich in ihm auch bei eventueller Undichtigkeit schlossenen Kontakt 201 und die Leitung 209 über die
des Ventils 87 kein Druck aufbauen kann. Magnetspule 207 zur Erde und von der Leitung 209
Zur Durchführung der Dichtheitsprobe der Brems- außerdem parallel zum Druckschalter 193 über die
anlage wird während deren Dauer der Druckknopf 55 Diode 211 und den Kontakt 189 zur Leitung 215. Die
127 niedergedrückt und hiermit durch öffnen des Erregung der Magnetspule 207 bewirkt eine Umschal-Druckschal
ters 151 der Stromfluß durch die Magnet- tung der Kupplungsvorrichtung 61 entgegen der Kraft
spule 21 unterbrochen. Der Steuerraum 11 wird hier- der Feder 205, so daß nunmehr der Elektromotor 49
durch über die Entlüftung 19 mit atmosphärischer die Verstellwelle 27 über das Zahnradpaar 53, 45
Luft beaufschlagt und das Absperrventil 15 geschlos- 60 schnell antreibt und, infolge der Überbrückung des
sen, so daß der Druckregler 3 von der Hauptluftlei- Stufenkontakts 39 durch den Stufenkontakt 41 und
tung 23 abgetrennt wird. Nach Beendigung der Dicht- die Druckkontakte 201 und 189, bis zur Öffnung des
heitsprobe wird durch Freigabe des Druckknopfs 127 Stufenkontakts 41 verstellt, in welcher Regelstellung
der Druckregler 3 zwecks Nachspeisung wieder mit der Druckregler 3 die Hauptluftleitung 23 gänzlich
der Hauptluftleitung 23 über den Leitungszweig 25 65 entlüftet und somit eine rasch einsetzende Schnellverbunden,
bremsung herbeiführt. Die Diode 223 verhindert hier-Beim Bremsen mittels der direkt wirkenden Bremse bei einen Stromfluß vom Stufenkontakt 43 über die
wird durch Niederdrücken des Druckknopfs 123 das Leitung 225 zum Druckkontakt 199.
Magnetventil 9 erregt und das Ventil 87 geöffnet, so Zum Lösen der Bremsen wird der Druckknopf 117
daß aus der Behälterleitung 1 Druckluft mit durch 7° zur Öffnung des Kontakts 189 und Schließung des
Kontakts 191 des Druckschalters 187 leicht niedergedrückt; der Druckschalter 203 wird hierbei nicht
betätigt. Hierdurch wird ein Stromkreis von unter Spannung stehenden Schleifkontakt 35 über den Stufenkontakt
43, die Leitung 225, den Kontakt 191 und die Leitung 227 durch die Magnetspule 183 zur Erde
geschlossen. Entgegen der Federkraft 181 werden der Polwechselschalter 171 umgeschaltet und der Schalter
177 geschlossen, so daß ein Stromfluß von der Leitung 164 über den Schalter 177 und die Läufer- und
Ständerwicklung des Elektromotors 49 zur Erde erfolgt. Der Elektromotor treibt daher über das Zahniadpaar55
und 47 die Verstellwelle 27 langsam im Uhfzeigersinn an, bis der Stufenkontakt 43 geöffnet
wird und der Elektromagnet 183 abfällt, womit die Fahrtstellung des Druckreglers 3 erreicht ist. Durch
vorzeitiges Freigeben des Druckknopfs 117 kann das Lösen beliebig unterbrochen werden.
Zur Auslösung eines Füllstoßes wird während
dessen Dauer der Druckknopf 117 zur Schließung der Druckschalter 187 und 203 völlig niedergedrückt, wodurch
der Stufenkontakt 41 über die Leitung 217, den Kontakt 201 und die Leitung 209 vermittels Erregung
des Elektromagneten 207 den Schnellgang 53, 45 des Verstellantriebs einschaltet und über den Kontakt 199
und die Diode 223 den Stufenkontakt 43 in der Stromversorgung des Kontakts 191 und damit des Elektromagneten
183 überbrückt. Der Elektromotor dreht die Verstellwelle 27 also nunmehr bis zur öffnung des
Stufenkontakts 41 schnell im Uhrzeigersinn, wodurch die Hauptluftleitung 23 über den Druckregler 3 mit
dem gegen den Regeldruck stark überhöhten Druck der Behälterleitung 1 aufgefüllt wird. Bei Freigabe
des Druckknopfs 117 kehren die Druckschalter 187 und 203 in ihre dargestellten Ausgangslagen zurück;
der unter Spannung stehende Stufenkontakt 37 hält durch Erregung des Elektromagneten 207 den Schnellgang
53, 45 eingeschaltet und setzt über die Leitung 209. und die Diode 211 sowie den Kontakt 189 und
die Leitung 215 den Elektromotor 49 derart in Bewegung, daß die Verstellwelle 27 entgegen dem Uhrzeigersinn
schnell bis zur Unterbrechung des Stufenkontakts 37, also in die Fahrtstellung, gedreht wird.
Um zur völligen. Lösung von überladenen Bremsen eine geringe, langsam abklingende Druckerhöhung in
der Hauptluftleitung über die Regel druckhöhe herbeizuführen, ist durch Niederdrücken des Druckknopfs
125 und Schließen des Druckschalters 161 die Spule 67 des Magnetventils 71 kurzzeitig zu erregen.
Aus der Hauptluftleitung 23 strömt hierbei Druckluft über das geöffnete Ventil 69, die Drossel 73 und
die Rohrleitung 74 in den Zeitbehälter 65 ein, so daß der Druckregler 3 in üblicher, nicht näher zu beschreibender
Weise eine Drucksteigerung in die Hauptluftleitung 23 einsteuert. Nach Freigabe des Druckknopfs
125 und Abfall des Magnetventils 71 baut sich der in den Zeitbehälter eingesteuerte Druck über die nicht
gezeigte Entlüftungsdüse langsam ab.
Bei Betätigung, der Notbremseinrichtung stößt ein
am Handgriff 109 angebrachter Nocken das Ventil auf und schließt den Schalter 111. Das Ventil 113
entlüftet die Hauptluftleitung in die freie Atmosphäre, und der Schalter 111 schließt zwei Stromkreise, die
von dem unter Spannung stehenden Stufenkontakt 41 ausgehen und die Leitung 217, den Schalter 111, einesteils
die Leitung 209 und den Elektromagnet 207 und anderenteils die; Diode 211, den Kontakt 189, die Leitung
215, den Eingangspol 175 des Wechselschalters und den Elektromotor 49 umfassen. Der Elektromagnet
207 schaltet den Schnellgang 53., 45 ein, und
der Elektromotor bewegt die Verstellachse 27 entgegen dem Uhrzeigersinn schnell in die Schnellbremsstellung,
in welcher durch Öffnen des Stufenkontakts 41 die beiden genannten Stromkreise unterbrochen
werden. Zusätzlich zum Ventil 113 wird die Hauptluftleitung
23 nunmehr über den Druckregler 3 entlüftet.
An die Leitungen 149, 164, 165, 167, 169, 209, 215, 217, 221, 225 und 227 ist eine beliebige Anzahl weiterer,
die von der strichpunktierten Linie umgebenen Geräte aufweisender Bedienungsstellen anschließbar,
wobei jeweils lediglich der Leitung 164 die Stromfluißrichtung
zum Schleifkontakt 35 freigebende Dioden 229 vorzuschalten sind. Die Abdeckplatte 115 kann
dann zusammen mit ihren Druckknöpfen und dem Wipphebel 143 abnehmbar gestaltet und für ein Fahrzeug
in einmaliger Ausführung vorhanden sein, so daß also an den nicht besetzten Bedienungsständen
keine Betätigungseinrichtung vorhanden ist und daß als weitere Sicherheit gegen unbefugte Eingriffe der
Schalter 152, der sich mit Abnahme der Deckplatte 115' unter der Kraft der Feder 153 'öffnet, die Stromversorgung
für die nachfolgenden Schaltelemente unterbricht. Bei einer anderen Ausführungsform ist
die Deckplatte 115 festmontiert und der Schalter 152 nur mittels eines Schlüssels aus seiner absperrbaren,
die Leitungen 149 und 215 unterbrechenden Stellung in seine den Bedienungsstand'einschaltende Schließstellung
zu bringen.
Bei dieser letztgenannten Ausführungsform erweist es sich als besonders vorteilhaft, den Schalter 152
nicht zweipolig, sondern fünfpolig auszuführen und zusätzlich die Leitungen 217, 221 und 225 durch ihn
zu unterbrechen.
Claims (9)
1. Führerbremsventil für mit selbsttätigen Druckluftbremsen ausgerüstete Schienenfahrzeuge
mit mindestens einer Bedienungsanlage und einem an beliebiger Stelle angebrachten, den Druck in
der Hauptluftleitung überwachenden Druckregler, dadurch: gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtung
(27) des Druckreglers (3) mit einem Elektromotor (49) gekoppelt ist, der mittels an der Bedienungsanlage angeordneter Druckknopfschalter elektrisch
steuerbar ist.
2. Führerbremsventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtung (27)
des Druckreglers (3) mit einem elektrischen Stufenschalter (33) gekoppelt ist, dessen jeder
Schaltstufe (37, 39, 41 bzw. 43) ein bestimmter Druckregelzustand des Druckreglers (Füll-, Fahrt-,
Vollbrems- und/oder Schnellbremsstellung) zugeordnet ist und der den Elektromotor (49) bei Erreichen
der den Sehaltstufen (37, 39, 41 bzw. 43) zugeordneten Stellungen des Druckreglers (3)
während der Betätigung der diesen Stellungen zugeordneten
Druckknopfschalter stillsetzt.
3. Führerbremsventil nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stufenschalter
(33) zwischen der Fahrt- und der Füllstellung des Druckreglers eine zusätzliche Schaltstellung (37)
aufweist, durch welche nach Freigabe des der Füllstellung zugeordneten Druckknopfes (117)
eine selbsttätige Rückführung des Druckreglers (3) in die Fahrtstellung bewirkt wird.
4. Führerbremsventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtung (27)
des Druckreglers (3) über ein elektrisch schalt-
bares, einen Normal- (47, 55) und einen Schnellgang (45,53) aufweisendes Schaltgetriebe mit dem *
Elektromotor (49) verbunden ist.
5. Führerbremsventil nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit Betätigen
der den Stellungen »Füllen« und »Schnellbremsen« zugeordneten Druckknopfschalter automatisch
der Schnellgang (45, 53) des Schaltgetriebes eingeschaltet wird.
6. Führerbremsventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Bedienungsanlage ein
verriegelbarer Schalter (152) angeordnet ist, mit dessen Hilfe ein die Rohrverbindung (25) zwi-,·
sehen der Hauptluftleitung (23) und dem Druckregler (3) überwachendes Magnetventil* (5) betätigbar
ist.
7. Führerbremsventil nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich an der Bedienungsanlage Druckknopfschalter (157
und 159) für eine den Druck im Bremszylinder (103) über, Magnetventile (9 und 79) unmittelbar
steuernde, direkt wirkende Bremseinrichtung vorgesehen sind.
8. Führerbremsventil nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß an der Bedienungsanlage ein Notbremsventil angeordnet ist,
bei dessen Betätigung zusätzlich zur mechanischen öffnung seines Luftauslasses (113) aus der Hauptluftleitung
(23) ein eine Schnellbremsung mittels des Druckreglers (3) herbeiführender elektrischer
Kontakt (111) geschlossen wird.
9. Führerbremsventil nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche
mit einem über eine Düse mit der Atmosphäre verbundenen Zeitbehälter, bei dessen
Druckbeaufschlagung durch den Druckregler in die Hauptluftleitung ein gegen die Regeldruckhohe
erhöhter Druck eingesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeitbehälter aus einer Druckluftquelle
über ein mittels eines Druckknopfschalters (161) elektrisch steuerbares Magnetventil
(71) mit Druckluft beaufschlagbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 590/12 8.60
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK37912A DE1088530B (de) | 1959-06-05 | 1959-06-05 | Fuehrerbremsventil |
| FR798002A FR1237318A (fr) | 1959-06-05 | 1959-06-19 | Système de commande du freinage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK37912A DE1088530B (de) | 1959-06-05 | 1959-06-05 | Fuehrerbremsventil |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1088530B true DE1088530B (de) | 1960-09-08 |
Family
ID=7221186
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK37912A Pending DE1088530B (de) | 1959-06-05 | 1959-06-05 | Fuehrerbremsventil |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1088530B (de) |
| FR (1) | FR1237318A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1192229B (de) | 1959-07-28 | 1965-05-06 | Westinghouse Freins & Signaux | Elektropneumatische Fuehrerbremsventil-einrichtung, insbesondere fuer Schienenfahrzeuge |
-
1959
- 1959-06-05 DE DEK37912A patent/DE1088530B/de active Pending
- 1959-06-19 FR FR798002A patent/FR1237318A/fr not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1192229B (de) | 1959-07-28 | 1965-05-06 | Westinghouse Freins & Signaux | Elektropneumatische Fuehrerbremsventil-einrichtung, insbesondere fuer Schienenfahrzeuge |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1237318A (fr) | 1960-07-29 |
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