DE1087851B - Verfahren zur bergsenkungsicheren Abdichtung der Stossfugen der Rohrschuesse von Betonvorpress-rohrleitungen und fuer das Verfahren geeignete Rohrschuesse - Google Patents
Verfahren zur bergsenkungsicheren Abdichtung der Stossfugen der Rohrschuesse von Betonvorpress-rohrleitungen und fuer das Verfahren geeignete RohrschuesseInfo
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Description
Bei Betonvorpreßrohrleitungen werden bekanntlich beim Vorpressen die einzelnen Rohrschüsse mittels in
die Stoßfugen eingelegter druckübertragender Mittel, wie Holzkeile oder Hartholzringe, gegeneinander abgestützt
und nach Beendigung der Vorpreßarbeiten diese von außen nicht mehr zugänglichen Abstützeinlagen
von innen entfernt sowie von innen durch ein z. B. bituminöses oder plastisches Kunststoff-Dichtungsmittel
bzw. wasserdichten Mörtel ersetzt. Diese bekannten Maßnahmen zur Abdichtung der Stoßfugen
der Rohrschüsse von Betonvorpreßrohrleitungen sind nicht bergsenkungssicher, was in Bergbaugebieten
außerordentlich nachteilig ist. Die eingelegten, z. B. bituminösen Dichtungsmittel lassen zwar im allgemeinen
ein Zusammendrücken zu, folgen aber nicht oder nur unwesentlich der Bewegung der Stoßfläche der
Stoßfugen, wenn diese sich, z. B. bei durch Bergsenkung bedingter Verlagerung der einzelnen Rohrschüsse,
nicht aufeinander zu, sondern voneinander weg bewegen.
Im übrigen sind, wenn auch nicht für bergsenkungssichere Abdichtungen im einzelnen, die verschiedensten
Stoßfugen-Abdichtungen für Rohrleitungsschüsse aus Beton und anderen Werkstoffen bekannt.
So ist die Verwendung von die Stoßstelle überdeckenden Dichtungsstreifen bei Betonrohrleitungen
bekannt und hat man auch bereits zur Erzielung einer gewissen Beweglichkeit der Rohrleitung an Stoßfugendichtungsstreifen
Dehnfalten im Mittelteil vorgesehen, wobei die Dehnfalte in eine offene Stoßfuge hineinragt.
Auch ist es bekannt, die Stoßfuge von Betonrohren überdeckende Dichtungsmittel anzukleben oder
auch eine mit Dichtungsmasse auszufüllende Stoßfuge durch eingelegte Ringe oder durch Streifen abzuschließen.
Endlich ist es bekannt, an Rohrenden, die mit einem die Stoßfuge überdeckenden Bauteil versehen
sind, eine Vertiefung vorzusehen, wenn das genannte Bauteil nicht über die Rohraüßenwätide hervorragen
soll. Die Gestaltung einer bergsenkungssicheren Abdichtung der Stoßfugen von Betonvorpreßrohrleitungen
haben die bekannten Maßnahmen allerdings nicht nahegelegt.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die Stoßfugen der Rohrschüsse von Betonvorpreßrohrleitungen
so abzudichten, daß auch in Bergsenkungsgebieten eine einwandfreie Abdichtung gewährleistet ist.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur bergsenkungssicheren
Abdichtung der Stoßfugen der Rohrschüsse von Betonvorpreßrohrleitungen und besteht
darin, daß die beim Vorpressen in bekannter Weise durch druckübertragende Einlagen an den Stoß stellen
gegeneinander abgestützten Rohrschüsse vor dem Vorpressen in das Erdreich an der Stoßstelle mit einem
die beiden Rohrenden umfassenden, in eine dafür vor-
Verfahren zur bergsenkungsicheren
Abdichtung der Stoßfugen
der Rohrschüsse von Betonvorpreßrohrleitungen und für das Verfahren
geeignete Rohrschüsse
der Rohrschüsse von Betonvorpreßrohrleitungen und für das Verfahren
geeignete Rohrschüsse
Anmelder:
August Hautzel,
Witten/Ruhr, Fismerstr. 8
Witten/Ruhr, Fismerstr. 8
August Hautzel, Witten/Ruhr,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
gesehene Vertiefung eingelegten druck- und dehnungsbeweglichen Dichtungsstreifen mit an sich bekannter,
balgartiger Mittelfalte umgeben, der Dichtungsstreifen nach außen hin durch eine Schutzbandage abgedeckt,
danach in bekannter Weise die Rohrschüsse bis ,".n
Endstellung vorgepreßt, die Abstützungseinlagen von innen entfernt und in die von dem Dichtungsstreifen
abgedichtete Stoßfuge eine z. B. bituminöse oder aus zähplastischem Kunststoff bestehende Dichtungsmasse
eingebracht werden. Der druck- und dehnungsbewegliehe Dichtungsstreifen kann auf die Rohrenden in an
sich bekannter Weise aufgeklebt sein.
Eine bevorzugte Ausführung ist dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem druck- und dehnungsbeweglichen
Dichtungsstreifen und der Dichtungsmasse ein das eine gegen das andere Dichtungsmittel
abschirmender Ring angeordnet wird. Auch kann es vorteilhaft sein, die in die Stoßfuge eingefüllte .Dichtungsmasse
nach innen in an sich bekannter Weise durch einen Sprengring abzuschießen.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind vor allem darin zu sehen, daß nicht mehr wie bisher ein
einziges Dichtungsmittel in Form einer möglicherweise plastischen, aber Dehnungen nicht oder nur
schlecht aufnehmenden Dichtungsmasse vorgesehen ist, sondern vielmehr eine ,derartige Dichtung erreicht ist,
daß an den Stoßstellen, wie bei einem Balg, eine Bewegung der Rohrschüsse gegeneinander auch im Sinne
einer Dehnung erfolgen kann, wodurch auch im Bergsenkungsgebiet eine sichere Abdichtung gewährleistet
009 588/224
ist. Besonders vorteilhaft ist dabei der Vorschlag der Erfindung, zusätzlich zu der von innen einzubringenden
bituminösen oder zähplastischen Kunststoff-Dichtungsmasse einen die beiden Rohrenden umfassenden
druck- und dehnungsbeweglichen Dichtungsstreifen mit balgartiger Mittelfalte anzuordnen, weil auf diese
Weise eine überaus wirksame Doppeldichtung der Stoßstellen der Rohrschüsse erzielt wird.
Die Erfindung betrifft auch eine Rohrleitung zur Durchführung des beschriebenen Verfahrens. Die Rohrleitung
ist dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der Rohrschüsse außen zum Einlegen eines druck- und
dehnungsbeweglichen Dichtungsstreifens in an sich bekannter Weise eine Vertiefung aufweist, die so tief ist,
daß der Dichtungsstreifen mit der Schutzbandage nicht über den Außenquerschnitt der Rohre hervorragt. In
der Vertiefung ruht das Dichtungsmittel sicher, so daß gewährleistet ist, daß der Dichtungsstreifen auch nach
dem Vorpressen der Rohre sich noch in der vorgeschriebenen Stellung befindet. Da erfindungsgemäß
zweckmäßig die druckübertragenden Einlagen zwischen den Rohrwandungen nicht über die gesamte
Breite der letzteren angeordnet werden, um einen freien
Fugenraum zu schaffen, in den balgartig der elastisch nachgiebige oder dehnbare Dichtungsstreifen eingebracht
werden kann, empfiehlt es sich, entsprechend die in bekannter Weise vorgesehenen Armierungen der
Betonrohre an den Rohrenden zu dimensionieren.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung erläutert;
es zeigt
Fig. 1 eine zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens eingerichtete Betonrohrleitung mit aufgelegtem
Dichtungsstreifen und Schutzbandage sowie eingelegtem druckübertragendem Mittel und Ring, im
Längsschnitt,
Fig. 2 .die gleiche Leitung nach Herausnahme der druckübertragenden Einlage und
Fig. 3 die gleiche Leitung nach Einbringen der Dichtungsmasse und des Sprengringes.
Die in den Figuren lediglich in Wandungsausschnitten 1,2 angedeutete Rohrleitung ist eine Betonrohrleitung,
wie sie als Vorpreßrohrleitung Verwendung findet. An den Stoßstellen besitzt die Wandung eine
Ausnehmung 3, so daß ein Dichtungsstreifen 4 in diese 4^
Vertiefung eingelegt werden kann und auch eine darauf aufgebrachte Schutzbandage 5 noch in der Vertiefung
3 ruht. Dieser Dichtungsstreifen 4 ist mit der Betonrohrleitung 1,2, beispielsweise durch einen Kunstharzkleber,
verklebt. Zwischen den Stoßstellen befindet sich zunächst eine druckübertragende Einlage 6 aus
Hartholz, über dieser befindet sich ein Ring 7. In dieser Form wird die Rohrleitung 1, 2 vorgepreßt. Befindet
sie sich in Endstellung, so wird von innen her die druckübertragende Einlage 6 herausgenommen, beispielsweise
herausgestemmt, der Ring 7 bleibt jedoch in seiner Lage. Es ist daher möglich, wie es Fig. 3
andeutet, in den so frei gewordenen Teil der Fuge noch eine_ weitere Abdichtung in Form einer bituminösen
oder zähplastischen Kunststoff-Dichtungsmasse 8 einzubringen sowie nach innen hin noch einen Sprengring
9 gegen die Dichtungsmasse 8 anzulegen.
Claims (6)
1. Verfahren zur bergsenkungssicheren Abdichtung der Stoßfugen der Rohrschüsse von Betonvorpreßrohrleitungen,
dadurch gekennzeichnet, daß die beim Vorpressen in bekannter Weise durch
druckübertragende Einlagen (6) an den Stoßstellen gegeneinander abgestützten Rohrschüsse (1, 2)
vor dem Vorpressen in das Erdreich an der Stoßstelle mit einem die beiden Rohrenden umfassen-'
den, in eine dafür vorgesehene Vertiefung (3) eingelegten druck- und dehnungsbeweglichen Dichtungsstreifen
(4) mit an sich bekannter balgartiger Mittelfalte umgeben, der Dichtungsstreifen nach
außen hin durch eine Schutzbandage (5) abgedeckt, danach in bekannter Weise die Rohrschüsse
(1, 2) bis in Endstellung vorgepreßt, die druckübertragenden Einlagen (6) von innen entfernt
und in die von dem Dichtungsstreifen (4) abgedichtete Stoßfuge eine z. B. bituminöse oder aus
zähplastischem Kunststoff bestehende Dichtungsmasse (8) eingebracht werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der druck- und dehnungsbewegliche
Dichtungsstreifen (4) auf die Rohrenden in an sich bekannter Weise aufgeklebt wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem druck-
und dehnungsbeweglichen Dichtungsstreifen (4) und der Dichtungsmasse (8) ein das eine gegen
das andere Dichtungsmittel abschirmender Ring (7) angeordnet wird.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die in die Stoßfuge eingefüllte
Dichtungsmasse (8) nach innen in an sich bekannter Weise durch einen Sprengring (9) abgeschlossen
wird.
5. Rohrleitung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Enden der Rohrschüsse (1, 2) außen zum Einlegen eines druck- und
dehnungsbeweglichen Dichtungsstreifens (4) in an sich bekannter Weise eine Vertiefung (3) aufweist,
die so tief ist, daß der Dichtungsstreifen (4) mit der Schutzbandäge (5) nicht über den
Außenquerschnitt der Rohre (1, 2) hervorragt.
6. Rohrleitung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrenden in an sich bekannter
Weise armiert sind, wobei die Armierung so ausgebildet ist, daß sie das Vorpressen der
Rohre (Ij 2) über nur einen Teil der Wandstärke ausmachende druckübertragende Einlagen (6), die
nach außen hin einen Teil der Stoßfuge zum Einlegen des Dichtungsstreifens (4) frei lassen, zuläßt.
In Betracht gezogene-Druckschriften;
Deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 750 648;
französische Patentschriften Nr. 1024824, 741838; britische Patentschrift Nr. 649 620;
USA.-Patentschriften Nn 2 721 159, 2 180695,
586, 1404787.
Deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 750 648;
französische Patentschriften Nr. 1024824, 741838; britische Patentschrift Nr. 649 620;
USA.-Patentschriften Nn 2 721 159, 2 180695,
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Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH31303A DE1087851B (de) | 1957-10-07 | 1957-10-07 | Verfahren zur bergsenkungsicheren Abdichtung der Stossfugen der Rohrschuesse von Betonvorpress-rohrleitungen und fuer das Verfahren geeignete Rohrschuesse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH31303A DE1087851B (de) | 1957-10-07 | 1957-10-07 | Verfahren zur bergsenkungsicheren Abdichtung der Stossfugen der Rohrschuesse von Betonvorpress-rohrleitungen und fuer das Verfahren geeignete Rohrschuesse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1087851B true DE1087851B (de) | 1960-08-25 |
Family
ID=7151597
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH31303A Pending DE1087851B (de) | 1957-10-07 | 1957-10-07 | Verfahren zur bergsenkungsicheren Abdichtung der Stossfugen der Rohrschuesse von Betonvorpress-rohrleitungen und fuer das Verfahren geeignete Rohrschuesse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1087851B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1166565B (de) * | 1959-05-14 | 1964-03-26 | August Hautzel | Betonvorpressrohrleitung |
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- 1957-10-07 DE DEH31303A patent/DE1087851B/de active Pending
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