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DE1085033B - Photographische Kamera mit Kupplungs-vorrichtungen fuer Objektivblende, Belichtungszeit und Filmempfindlichkeit - Google Patents

Photographische Kamera mit Kupplungs-vorrichtungen fuer Objektivblende, Belichtungszeit und Filmempfindlichkeit

Info

Publication number
DE1085033B
DE1085033B DEV8398A DEV0008398A DE1085033B DE 1085033 B DE1085033 B DE 1085033B DE V8398 A DEV8398 A DE V8398A DE V0008398 A DEV0008398 A DE V0008398A DE 1085033 B DE1085033 B DE 1085033B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
exposure
photographic camera
camera according
slide
lever
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEV8398A
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Greger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Voigtlander AG
Original Assignee
Voigtlander AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Voigtlander AG filed Critical Voigtlander AG
Priority to DEV8398A priority Critical patent/DE1085033B/de
Publication of DE1085033B publication Critical patent/DE1085033B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B7/00Control of exposure by setting shutters, diaphragms or filters, separately or conjointly
    • G03B7/003Control of exposure by setting shutters, diaphragms or filters, separately or conjointly setting of both shutter and diaphragm

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Exposure Control For Cameras (AREA)

Description

DEUTSCHES
Mit photographischen Kameras, bei denen die Belichtungszeit und die Blende unter Berücksichtigung der Lichtempfindlichkeit des benutzten Negativmaterials unabhängig voneinander von Hand einzustellen sind, können bei Sachunkenntnis oder durch Versehen leicht Fehlbelichtungen der Aufnahmen vorkommen. Um möglichst gute Bilder zu gewährleisten, ging man im Kamerabau dazu über, die für die richtige Belichtung notwendigen Einstellvorgänge miteinander zu kuppeln. Die bekanntgewordenen Vorschläge auf diesem Gebiete sind zahlreich. Ihre technische Verwirklichung führte u. a. zu den heute ganz allgemein in der Photographic verwendeten Verschlüssen mit Belichtungswertzahlen, welche von entsprechenden Skalen neuerer elektrischer Belichtungsmesser abgelesen und am Kameraverschluß eingestellt werden können. Darüber hinaus wurde auch bereits vorgeschlagen, nicht nur Blende und Belichtungszeit, sondern dazu noch Filmempfindlichkeit sowie gegebenenfalls den Filterfaktor und den z. B. bei manchen Kunstlichtaufnahmen ins Gewicht fallenden Entfernungsfaktor miteinander zu kuppeln.
Außerdem ist es bekannt, bei vorgegebener Blende oder Belichtungszeit den dazu gehörenden richtigen Wert des anderen Belichtungsfaktors, nämlich die Belichtungszeit oder die Blende, sich abhängig vom Zeigerausschlag eines elektrischen Belichtungsmessers automatisch einstellen zu lassen. Diese automatischen Einrichtungen arbeiten derart, daß entweder der Photozellenstrom die Einstellung direkt bewirkt oder daß der Meßzeigerausschlag mechanisch abgetastet und auf das einzustellende Glied übertragen wird.
Die in der Fachliteratur bekanntgewordenen Einrichtungen dieser Art arbeiten im allgemeinen mit Differentialgetrieben. Der Aufbau solcher Getriebe ist verhältnismäßig kompliziert. Sie setzen sich aus einer Vielzahl von Zahnrädern, einer Kombination von Zahnrädern und Zahnstangen od. dgl. zusammen. Diese Einzelteile müssen mit guter Passung ineinandergreifen, um befriedigende Einstellergebnisse erbringen zu können. Ihre Herstellung ist also aufwendig und teuer. Trotzdem wird die Meßgenauigkeit zu wünschen übriglassen, da sie mit dem Ansteigen der für die Übertragung verwendeten Anzahl von Einzelteilen entsprechend sinkt.
Für die vom Meßwert eines Belichtungsmessers abhängige Belichtungseinstellung an photographischen Kameras ist es auch bekannt, ein. Hebelsystem zum Kuppeln der Einstellelemente für Blende, Belichtungszeit und Filmempfindlichkeit zu verwenden, dessen Drehpunkt für die Berücksichtigung einer Einflußgröße verschoben werden kann. Auf eine derartige automatische Belichtungseinstellvorrichtung bezieht sich die vorliegende Erfindung. Sie gibt eine beson-Photographische Kamera mit Kupplungsvorrichtungen für Objektivblende,
Belichtungszeit und Filmempfindlichkeit
Anmelder:
Voigtländer Aktiengesellschaft,
Braunschweig, Berliner Str. 53
Paul Greger, Braunschweig,
ist als Erfinder genannt worden
ders einfach aufgebaute, lediglich aus Stanzteilen bestehende, daher billig zu erstellende, trotzdem aber sehr zuverlässig und genau arbeitende Konstruktion an, bei welcher der Hebeldrehpunkt zur Berücksichtigung von mehreren voreinzustellenden Belichtungsfaktoren auf einem von zwei parallel hintereinanderliegenden, gegenüber dem Kameragehäuse und gegeneinander verschiebbaren Schiebern angeordnet ist.
Die verschiedenen Werte der einzustellenden Belichtungsfaktoren können im Rahmen der Erfindung entweder auf einer schrittweise unterteilten Skala liegen oder aber auch kontinuierlich veränderbar sein.
Bei schrittweiser Einstellmöglichkeit wird als zweckmäßig empfohlen, die erfindungsgemäße Anordnung derart auszulegen, daß für die Belichtung des Negativmaterials gleichwertige Einstellschritte der verschiedenen Einsteller, z. B. derjenigen für die Objektivblende, die Belichtungszeit, die Filmempfindlichkeit u. dgl., durch gleiche Schaltschritte ihrer miteinander gekuppelten Einstellmittel bewirkt werden. In bevorzugter Ausführungsform wird vorgeschlagen, die Schaltbewegungen sich nur in zueinander parallelen Ebenen vollziehen zu lassen. Die Anzahl der zu kuppelnden Glieder kann jedoch ohne weiteres dadurch erhöht werden, daß man z. B. neben den Schwenkbewegungen der Hebelanordnung auch Drehbewegungen in anderen Ebenen zuläßt, deren ebenfalls genau zu definierenden Schaltschritten, eventuell über weitere Zwischenglieder, bestimmte Einstellwege zusätzlicher Einflußgrößen, wie beispielsweise Filterfaktoren, Entfernungsfaktoren bei Kunstlicht u. ä., zuzuordnen sind.
009 549/148
3 4
Das Hebelsystem, welches die Einstellorgane für bei mit möglichst wenigen und besonders einfachen die Berücksichtigung der Einflußgrößen für die Be- Mitteln auszukommen, wird als weitere zweckmäßige lichtung miteinander kuppelt, wird zweckmäßig mit Ausbildung der Erfindung vorgeschlagen, das Dreheinem zweiarmigen Hebel ausgestattet, an dessen system des elektrischen Belichtungsmessers mit einer Enden leistenförmige Übertragungsglieder als Ver- 5 drehbar gelagerten Nockenwelle zu kuppeln, die derbindungen -zu den Einstellorganen angelenkt sind. art ausgebildet ist, daß ihre den jeweils gemessenen Dieser Hebel ist schwenk- oder drehbar an einem Belichtungswerten entsprechenden Winkeldrehungen Schieber befestigt, welcher für sich allein oder zu- von einem Fühlgliede an Nocken, Stiften, Lappen, sammen mit einem zweiten Schieber gegenüber dem Zähnen od. dgl. abgetastet werden können, die an ihr Kameragehäuse verschoben werden kann. Die beiden io angeordnet sind. Die Abtastung kann bei einer der-Verschiebungsmöglichkeiten für den Hebel drehpunkt artigen Vorrichtung ohne vorheriges Festklemmen können in gleichgerichteten oder unter einem belie- oder sonstiges Arretieren des Meßwerks, seines Zeibigen Winkel zueinander geneigten Bahnen vorge- gers oder seiner Nockenwelle erfolgen. Als einfaches sehen sein. Gleichgerichtete Verschiebung wird als Abtastglied ist eine z. B. durch Federkraft verschiebbevorzugt angesehen. Man erreicht sie auf einfache *5 bare Leiste, Stange od. dgl. mit einem entsprechenden Weise dadurch, daß zwei durch Schlitzführungen ver- Anschlagglied vorgesehen. Diese Leiste, Stange od. dgl. schiebbar miteinander verbundene Schieber parallel beeinflußt die Stellung des einen Hebelarms, an dem 'hintereinander angeordnet werden, die beide auch sie beispielsweise angelenkt sein kann. Sie wird, z. B. gegen das Kameragehäuse verschoben werden kön- durch Betätigen des Auslösemechanismus der Kamera, nen, und von denen einer den Hebel drehpunkt trägt. ao von einer Federkraft od. dgl. längs der Nockenwelle Jedem Schieber kann nun eine Einflußgröße zugeord- soweit verstellt, bis ihr Anschlag gegen einen der Noknet sein. Welche Einflußgrößen im einzelnen Falle ken, nämlich gegen den jeweils dem gemessenen Bezu wählen sind, Blende, Belichtungszeit, Belichtungs- lichtungswert entsprechenden Nocken, stößt. Dabei wert, Filmempfindlichkeit, Filterfaktor oder andere, wird gleichzeitig über den anderen Hebelarm und ein hängt von den jeweiligen Gegebenheiten ab. Ein be- 35 ζ. B. an ihm angelenktes Übertragungsglied entweder vorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem die Belichtungszeit oder die Blende richtig eingestellt, die Blendeneinstellung automatisch erfolgt, sieht vor, Nachfolgend sei die Erfindung an Hand eines geden einen Schieber abhängig von der Filmempfindlich- zeichneten Ausführungsbeispiels noch näher erläutert, keit, den anderen Schieber abhängig von der Einstel- Fig. 1 zeigt den Erfindungsgegenstand in perspeklung der vorzuwählenden Belichtungszeit zu verschie- 3o tivischer Ansicht;
ben. Beide Verschiebungen verändern die Lage des Fig. 2 zeigt den Erfindungsgegenstand in einer an-
auf dem Schiebersystem befestigten Hebel drehpunkts deren perspektivischen Ansicht, wobei gegenüber
der Kupplungseinrichtung. Fig. 1 die vom Belichtungsmesser bewegte Meßwalze
Die Schiebereinstellungen können auf bekannte Art weggelassen, dafür aber eine beispielhafte Ausfüh- und Weise mit den verschiedensten Mitteln bewirkt 35 rungsform der Verschlußauslösung eingezeichnet ist; werden. Aus Gründen möglichst einfacher Erstellung Fig. 3 zeigt den konstruktiven Aufbau des Ausfüh- und größter Funktionssicherheit schlägt die Erfin- rungsbeispiels in teilweise geschnittener Seitenansicht; dung für die Einstellung des Filmempfmdlichkeits- Fig. 4 läßt die Umwandlung der für die Einstelschiebers eine von Hand zu bedienende Rastenscheibe lung der Filmempfindlichkeit vorgesehenen Drehbevor, auf deren Drehachse ein Ritzel festsitzt, welches 4° wegung in eine geradlinige Schiebebewegung erkenin eine entsprechende Verzahnung des Schiebers ein- nen;
greift und diesen beim Drehen der Rastenscheibe von Fig. 5 und 6 zeigen die mit dem elektrischen Meßeiner Filmempfindlichkeitsstufe zur anderen um ent- system verbundene Nockenwalze in Seitenansicht und sprechende, unter sich gleich lange Wegstrecken ver- in Draufsicht.
setzt. Statt des Ritzels könnten auch andere Stellein- 45 Zunächst wird der Empfindlichkeitsgrad des Verrichtungen, wie Kurvenführungen o. dgl., verwendet wendeten Aufnahmematerials auf die Kupplungsvorwerden. Als Kontrolleinrichtung ist ein Fenster vor- richtung gegeben. Dies geschieht durch Drehen einer gesehen, in dem die Empfindlichkeitszahl der jeweils Scheibe 20 mittels eines Knopfs 34. Die Scheibe 20 eingestellten Filmsorte angezeigt wird. Die Übertra- trägt eine Filmempfindlichkeitsskala 19. Vor der gung der Belichtungszeiteinstellung auf das kuppelnde 5° Scheibe 20 befindet sich ein Fenster 31. Die Scheibe Hebelsystem erfolgt vermittels einer Zapfenführung 20 wird so lange gedreht, bis der dem Aufnahmedes zweiten Schiebers in einer kurvenförmigen Aus- material entsprechende Empfindlichkeitswert in einem sparung, welche sich in einem Ansatzstück des Zeit- Fenster 31 erscheint. Im gezeichneten Beispiel bestellrings befindet und die Stellung des Hebeldreh- trägt dieser Wert 18/10°. Jede Einstellung wird durch punkts entsprechend der gewählten Belichtungszeit 55 Einrasten einer Feder 32 in Kerben 33 gegen unbeabbeeinflußt. Der gleiche Effekt wird natürlich auch sichtigtes Verstellen geschützt. Hinter der Scheibe 20 dann erzielt, wenn der Zeitstellring mit einem Zapfen sitzt fest auf der en. Drehachse 35 ein Ritzel 21. Dieses versehen ist, welcher in einer entsprechenden Kur- Ritzel 21 greift in die Stangenzahnung 22 eines Schievenaussparung des Schiebers gleitet. Statt der Be- bers 14 ein und verstellt diesen beim Drehen der lichtungszeit könnte mit gleichen Mitteln und auf 60 Scheibe 20. Dadurch wird der Schieber 14 entspredemselben Wege auch die Blendeneinstellung auf das chend der im Fenster 31 eingestellten Filmempfind-Hebelsystem übertragen werden, falls diese als frei lichkeit verschoben. Mit dem Schieber 14 verschiebt wählbar vorgesehen ist. sich auch der auf ihm sitzende Drehpunkt 6 eines
Die Übertragung des vom Belichtungsmesser ange- Hebels 8. Durch diese Verschiebung des Drehpunkts 6 gebenen Belichtungswerts auf das kuppelnde Hebel- 65 ist der Filmempfindlichkeitswert auf die Kupplungssystem erfolgt vollautomatisch. Jede der für eine vorrichtung gegeben.
solche automatische Übertragung von Meßzeigeraus- Im gezeichneten Ausführungsbeispiel ist angenom-
schlägen auf die Verstellorgane von Objektivblende men, daß die Belichtungszeit frei gewählt und von
oder Belichtungszeit bereits bekanntgewordenen Vor- Hand eingestellt werden kann. Auch diese Einstellung
richtungen kann benutzt werden. Um aber auch hier- 70 muß auf die Kupplungsvorrichtung gegeben werden,
damit sich am Ende richtige Belichtungsdaten ergeben. Die Belichtungszeit wird durch Drehen des Zeitstellrings 24 gewählt. Ihre Einstellung kann über die Marke 37 an einer Skala 38 abgelesen werden. Der Stellring 24 ist mit einem abgewinkelten Lappen 39 und dieser mit einer kurvenförmigen Aussparung 25 versehen, in welcher ein Zapfen 6 α geführt wird. Der Zapfen 6 α ist fest mit einem Schieber 15 verbunden, welcher an der Kamerawand verschiebbar geführt gedacht werden kann. Wird der Zeitstellring 24 gedreht, so wird also der Schieber 15 entsprechend den Kurvensteigungen der Aussparung 25 gegenüber dem Kameragehäuse 16 (Fig. 3) verschoben. Mit dem Schieber 15 wird auch der mit ihm über das Ritzel 21 und die Verzahnung 22 verbundene Schieber 14 entsprechend der Belichtungszeiteinstellung verschoben. Der Hebeldrehpunkt 6 erfährt also eine zweite, diesmal der Zeiteinstellung zugeordnete Verschiebung.
Die zu den eingestellten Werten von Filmempfindlichkeit und Belichtungszeit unter den jeweils herrschenden Beleuchtungsverhältnissen im Aufnahmeraum richtige Blendeneinstellung wird vollautomatisch durch den (im Ausführungsbeispiel nicht gezeichneten) elektrischen Belichtungsmesser bewirkt. Sein elektromagnetisches Drehsystem 26 ist über eine Kupplung 36, die eventuell auftretende Schläge vom Meßwerk abhält, mit einer drehbar gelagerten Nokkenwelle 37 verbunden. Die Nocken, in Fig. 1 als Stifte 28 gezeichnet, sind längs einer schraubenförmigen Mantellinie eines Walzenkörpers 27 angeordnet. Jeder Stift 28 entspricht einer bestimmten Blendenzahl. Die Walze 27 dreht sich um Winkelbeträge, die den vom Belichtungsmesser ermittelten Belichtungswerten proportional sind. Dadurch gelangt jeweils ein Stift 28 in den Abtastbereich eines Anschlagwinkels 29 eines Tastschiebers 13, der, nach entsprechender Auslösung, durch eine Feder 30 längs des Walzenkörpers 27 bewegt wird, bis sein Anschlag 29 gegen einen der Stifte 28 stößt. Der Tastschieber 13 ist an dem einen Armende des um den Drehpunkt 6 schwenkbaren Hebels 8 angelenkt. Das andere Hebelarmende ist über eine Stange 9 mit einem Ansatz des Blendenstellrings 40 verbunden. Zieht nun die Feder 30 das Tastglied 29 in Anschlag gegen einen der Stifte 28, so wird der Hebel 8, dessen Drehpunkt 6 bereits (wie vorstehend beschrieben ist) entsprechend den aufgegebenen Werten von Filmempfindlichkeit und Belichtungszeit verschoben wurde, um einen bestimmten Betrag geschwenkt, und die Stange 9 überträgt diese Verstellung auf den Blendenstellring 40. Damit sind Zeit und Blende abhängig von der Filmempfindlichkeit und dem gemessenen Belichtungswert zum Photographieren richtig eingestellt.
Der am Blendenstellring 40 befestigte Stellzapfen 41 ist in einem Langloch 42 der Übertragungsstange 9 geführt, wobei eine Spannfeder 43 bestrebt ist, den Zapfen 41 in einer Endstellung im Langloch 42 zu halten. Das Langloch42 ist dazu vorgesehen, Schwenkwege des Hebels 8 aufzunehmen, die, z. B. bei der in Fig. 2 dargestellten Ausgangsstellung, über die Verdrehungsgrenzen des Blendenrings 40 hinausgehen.
Für Kontrollzwecke ist auf dem Blendenring 40 eine Marke 44 angebracht, mit deren Hilfe die Blendeneinstellwerte an einer Skala 45 abgelesen werden können.
Die Anordnung der Stifte 28 auf einer Walze 27 ist in den Fig. 5 und 6 besonders dargestellt. Die Anzahl der Stifte 28 kann frei gewählt werden und richtet sich nach der Anzahl der vorgesehenen Blendenstufen. Die in Fig. 6 mit 28 α bezeichneten Stifte sind lediglich als Gegengewichte der Stifte 28 vorgesehen, um die Drehachse 53 möglichst zu entlasten. Eine derartige Entlastung könnte aber auch mit anderen bekannten Mitteln bewirkt werden. Die Steigung der Schraubenlinie, auf der die Stifte angeordnet sind, hängt vom Drehungswinkel des Anzeigebereichs des Meßsystems 26 ab. Statt der gezeichneten Stiftwalze könnten zum Abtasten des gemessenen Belichtungswerts auch Nockenachsen, in entsprechenden Stufen abgewinkelte Blechstreifen, Blechröhren od. dgl. verwendet werden.
In Fig. 2 sind der Kupplungshebel 8 und der Tastschieber 13 in ihrer Ausgangsstellung gezeichnet, in der sie durch eine eingerastete Sperrklinke 46 gehalten werden. Die Auslösung der Meß- und Kuppelvorrichtung sowie des Objektivverschlusses erfolgt im dargestellten Ausführungsbeispiel durch Betätigen eines nicht gezeichneten Auslöseknopfs, der auf einen Stift 47 wirkt. Bewegt sich der Stift 47 abwärts, so nimmt er eine Schiene 48 mit. Vermittels eines in einem Langloch 49 geführten Bolzens wird die Klinke von einer Rastnase 52 des Tastschiebers 13 gezogen, so daß die automatische Lichtwertabtastung und Blendeneinstellung ablaufen kann. Beim weiteren Niedergleiten der Schiene 48 nimmt ein Winkelansatz 50 den Auslösehebel 51 mit und löst dadurch den Kameraverschluß aus. Das Bewirken der beschriebenen Auslösevorgänge ist keineswegs auf die hier beispielhaft erörterte Konstruktion beschränkt.

Claims (9)

Patentansprüche:
1. Photographische Kamera mit über ein Hebelsystem mit verschiebbarem Drehpunkt gekuppelten Einstellgliedern für Blende, Belichtungszeit und Filmempfindlichkeit zur AOm Meßwert eines Belichtungsmessers abhängigen belichtungswertgerechten Belichtungseinstellung, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehpunkt (6) zur Berücksichtigung von voreingestellten Belichtungsfaktoren auf einem von zwei parallel hintereinanderliegenden, gegenüber dem Kameragehäuse (16) und gegeneinander verschiebbaren Schiebern (14, 15) angeordnet ist.
2. Photographische Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Hebelsystem einen zweiarmigen Hebel (8) besitzt, an dessen Enden (10, 11) Übertragungsglieder (Tastschieber 13, Lenker 9) angelenkt sind.
3. Photographische Kamera nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die parallel hintereinanderliegenden Schieber (14, 15) durch Stift-Schlitz-Führung (17, 18) verschiebbar miteinander verbunden sind.
4. Photographische Kamera nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Schieber (14) abhängig von der Einstellung der Filmempfindlichkeit, der andere (15) abhängig von der Belichtungszeiteinstellung verschoben wird.
5. Photographische Kamera nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Filmempfindlichkeit an einer mit Skala (19) versehenen Rastenscheibe (20) eingestellt wird, die mit einem Ritzel (21) fest verbunden ist, welches über eine Zahnstange (22) des den Hebeldrehpunkt (6) tragenden Schiebers (14) den Einstellweg der Scheibe (20) auf diesen Schieber (14) überträgt.
6. Photographische Kamera nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Über-
tragung der Belichtungszeiteinstellung auf das kuppelnde Hebelsystem der um die optische Achse des Aufnahmeobjektivs (23) drehbare Zeitstellring (24) mit einer kurvenförmigen Aussparung (25) versehen ist, in welcher ein Zapfen (6 a) des die S Lage des Hebeldrehpunktes (6) ebenfalls beeinflussenden Schiebers (15) geführt ist.
7. Photographische Kamera nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die einstellende Hebelanordnung von einer den jeweiligen Meßwert eines elektrischen Belichtungsmessers abtastenden Vorrichtung automatisch gesteuert wird.
8. Photographische Kamera nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Drehsystem (26) des Belichtungsmessers mit einer drehbar gelagerten Stiftwelle (27) gekuppelt ist, deren jeweilige Winkeldrehung, die dem jeweils gemessenen Belichtungswert entspricht, vermittels ihrer Stifte (28) von einem Fühlglied (29) des Hebelsystems abgetastet werden kann.
9. Photographische Kamera nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtastung des Belichtungsmeßwertes und seine Übertragung auf das einzustellende Belichtungsorgan beim Betätigen der Bedienungshandhabe für den Objektivverschluß erfolgt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 687 303;
französische Patentschriften Nr. 681 692, 822 377, 503;
USA.-Patentschriften Nr. 2 209 156, 2 422 316, 557 478.
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 1 021 246.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 549/148 6.60
DEV8398A 1955-01-29 1955-01-29 Photographische Kamera mit Kupplungs-vorrichtungen fuer Objektivblende, Belichtungszeit und Filmempfindlichkeit Pending DE1085033B (de)

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