[go: up one dir, main page]

DE1081734B - Alkalisch reagierende komplexe Baeder zur elektrolytischen Abscheidung von glatten Metallniederschlaegen - Google Patents

Alkalisch reagierende komplexe Baeder zur elektrolytischen Abscheidung von glatten Metallniederschlaegen

Info

Publication number
DE1081734B
DE1081734B DEO4373A DEO0004373A DE1081734B DE 1081734 B DE1081734 B DE 1081734B DE O4373 A DEO4373 A DE O4373A DE O0004373 A DEO0004373 A DE O0004373A DE 1081734 B DE1081734 B DE 1081734B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
baths
silver
selenium
electrolytic deposition
alkaline reacting
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEO4373A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Chem Dr Hubert Offermanns
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HUBERT OFFERMANNS DIPL CHEM DR
Original Assignee
HUBERT OFFERMANNS DIPL CHEM DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HUBERT OFFERMANNS DIPL CHEM DR filed Critical HUBERT OFFERMANNS DIPL CHEM DR
Priority to DEO4373A priority Critical patent/DE1081734B/de
Publication of DE1081734B publication Critical patent/DE1081734B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D3/00Electroplating: Baths therefor
    • C25D3/02Electroplating: Baths therefor from solutions
    • C25D3/46Electroplating: Baths therefor from solutions of silver

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electroplating And Plating Baths Therefor (AREA)

Description

  • Alkalisch reagierende komplexe Bäder zur elektrolytischen Abscheidung von glatten Metallniederschlägen Es ist bekannt, aus cyankalischen bzw. rhodankalischen- Silberbädern durch Zugabe von Schwefel-, Selen- oder Tellurverbindungen glänzende Metallüberzüge zu erzeugen, deren Glanz durch Zugabe geeigneter Netzmittel noch erhöht werden kann. Die Zugabe solcher Stoffe bewirkt außerdem eine beachtliche Erhöhung der kathodischen Stromdichte gegenüber den normalen alkalisch reagierenden Komplexbädern.
  • Unter alkalisch reagierenden komplexen Silberbädern sind solche zu verstehen, die das abzuscheidende Silber nicht in Form eines einfachen Kations, sondern als zusammengesetztes (komplexes) Ion enthalten und das Silber in gelöster Form, z. B. als Cyanid, und außerdem Alkalimetallverbindungen enthalten. Derartige Bäder können z. B. Silber als Natriumsilbercyanid, ferner Alkalicyanid und Alkalicarbonat enthalten. Sie können auch an Stelle von cyanalkalischen Verbindungen Rhodanide, z. B. Kaliumsilberrhodanid oder Natriumsilberrhodanid und zweckmäßig noch freies Alkalirhodanid enthalten.
  • Es ist in der deutschen Patentschrift 750185 beschrieben, daß der Zusatz von Selen- bzw. Tellurverbindungen eine besonders günstige Wirkung ergeben soll. Bei Silberbädern sollen Überzüge von besonderer Härte und hohem Glanz erzielt werden. Der hohe Glanz, welcher auch in den Vertiefungen auftritt, hat jedoch auch Nachteile. Es zeichnen sich nämlich in den erhaltenen Silberschichten die Grundmaterialfehler in verstärktem Maße ab. Weiterhin sind die Bäder durch Zugabe der glanzfördernden Stoffe stark störungsanfällig, was sich insbesondere in einer Neigung von Porenbildung und mangelnden Glanztiefen-- Streuungen zeigt.
  • In der vorgenannten Patentschrift sind als Beispiele für verwendbare Selen- bzw. Tellurverbindungen Na-Selenit bzw. Na-Tellurit genannt. Diese Verbindungen enthalten das Element in 4wertig positiver Form, d. h. als selenige Säure bzw. deren Salze. In der Praxis wird der Zusatz dieser Verbindungen in einer derartigen Menge verwendet, daß eine Badkonzentration von etwa 2 bis 20 g pro Liter vorliegt. In dem Zusatzpatent 879 048 sind- Konzentrationen von 5 g pro Liter angegeben. In der deutschen Patentschrift 750185 selbst ist im Anspruch 2 angegeben, daß der Selen- bzw. Tellurgehalt im Liter etwa 0,01 bis 20 g pro Liter betragen soll.
  • Es wurde nun gefunden, daß man bei alkalisch reagierenden komplexen Silberbädern mit einer wesentlich geringeren Menge von Selen bzw. Tellur auskommt, wenn man nicht Verbindungen benutzt, in welchen das Element in 4wertig positiver Form gebunden vorliegt, sondern in 2wertig negativer Form.
  • Gibt man z. B. erfindungsgemäß einem normalen cyanalkalischen Silberbad 2wertig negatives Selen, z. B. in Form von Salzen, der. Selenocyanwasserstoffsäure in Mengen bis 0,002 g pro Liter zu, so wird ein äußerst glatter, nicht hochglänzender Silberfilm erhalten, der die Grundmaterialfehler nicht mehr in verstärktem Maße in Erscheinung treten läßt. Der genannte Zusatz ermöglicht außerdem Stromdichten bis 2 Amp/dm2. Bei größeren Zusatzmengen von 2wertig negativen Selenverbindungen wird der Silberfilm glänzend, es treten dabei aber zugleich die unerwünschten Begleiterscheinungen der Glanzsilberbäder auf. Bei genannter Dosierung der 2wertig-negativen Selenverbindung wird ein mattglänzender Silberfilm von hervorragenden Eigenschaften erhalten, der durch leichtes Nachkratzen hochglänzend erscheint und sich leicht polieren läßt.
  • Auf Grund seiner einfachen Zusammensetzung, vor allem, weil organische Zusatzstoffe fehlen, ist das Mattglanzbad nicht stärungsanfällig und hat eine unbegrenzte Lebensdauer.
  • Eine geeignete Zusammensetzung für ein Silberbad ergibt sich z. B. mit einem Metallgehalt von 40 g pro Liter und einem freien Cyannatriumgehalt von 90 bis 120 g pro Liter sowie einem Selenidgehalt von 0,5 mg- pro Liter. Hierbei wird ein mattglänzender, außerordentlich glatter Silberfilm erhalten, der auf Grund seiner einebnenden Wirkung die Grundmaterialfehler nicht mehr verstärkt in Erscheinung treten läßt.
  • Selbstverständlich ist es auch bei den erfindungsgemäßen Bädern möglich, die üblichen Glanzzusätze, wie Schwefel bzw. Schwefelverbindungen, Kondensationsprodukte organischer Säuren, vorzugsweise Fettsäuren, kondensierte Eiweißabbauprodukte, zuzusetzen. Durch derartige Zusätze kann man hochglänzende Silberüberzüge erzielen, wobei sich auch bei solchen Hochglanzbädern auf jeden Fall der Vorteil einer wesentlichen Einsparung von Selen bzw. Tellur und einer betriebssicheren Durchführung des Galvanisierungsvorganges ergibt.
  • Die Ergebnisse bei der Verwendung von Bädern mit Selenit sind etwas unsicher, und es muß aus diesem Grunde ein Überschuß an Glanzzusatz zugesetzt werden.. Gelegentlich findet eine Abscheidung von elementarem Selen statt, wodurch an strombegünstigten Stellen - der zu -galvanisierenden Ware durch die hohe Selenkonzentration im Kathodenfilm eine unnötig hohe Selenabscheidung erfolgt, durch welche Geschmacksstörungen bei Bestecken auftreten können: Alle diese Nachteile werden dadurch vermieden, daß unmittelbar das Selen bzw. Tellur in seiner 2wertig negativen Form zur Verwendung gebracht wird.
  • Aus der deutschen Patentschrift 676 075 ist es zwar bekannt, sauren Nickelbädern Selenverbindungen in Form des 2wertig negativen Ions zuzusetzen; ganz abgesehen davon, daß aus der Verwendbarkeit bei sauren Nickelbädern keineswegs Rückschlüsse für die Verwendung bei alkalischen Bädern mit Sicherheit möglich sind, kannte man dieser Literaturstelle auch nichts darüber entnehmen, daß der Zusatz der Selen-bzw. Tellurverbindungen in Form der 2wertig negativen Ionen besonders hochwirksam und daher vorteilhaft ist. Inder deutschen Patentschrift 676 0.75 werden Konzentrationen von 0,05 bis 0,110/a an Se02 oder einem äquivalenten Selengehalt anderer Selenverbindungen angegeben. Für die niedrigste beschriebene Konzentration von 0,001% Se 02 (d. h, also 10 mg pro Liter) wird erwähnt, daß bei einer derartig geringen Konzentration nur dann noch Glanzwirkung erzielt werden kann, wenn ein Elektrolyt von niedriger Nickelkonzentration bei niedriger Stromdichte verwendet wird. Bei konzentrierteren Elektrolytlösungen seien höhere Konzentrationen nötig, wenn wünschenswerte Ergebnisse erzielt werden sollen.
  • In den Beispielen wird für die Verbindungen, welche das Selen in 2wertig negativer Form gebunden enthalten, sogar jeweils ein höherer Zusatzgehalt angegeben als für Se02.
  • Daß derartig geringe Selenkonzentrationen, wie sie erfindungsgemäß angegeben werden, bei alkalischen Silberbädern bereits ausreichen, konnte man hiernach nicht voraussehen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Alkalisch reagierende Komplexbäder zur elektrolytischen Abscheidung von Silberniederschlägen, welche das Silber in gelöster Form und außerdem Alkalimetallverbindungen enthalten, gekennzeichnet durch einen Gehalt bis zu 2 mg im Liter an solchen Selen- und/oder Tellurverbindungen, in denen das Element in Form des 2wertigen negativen Ions vorliegt.
  2. 2. Bäder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie das Na-Salz der Seleno-cyanwasserstoffsäure enthalten. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1062 079.
DEO4373A 1955-07-16 1955-07-16 Alkalisch reagierende komplexe Baeder zur elektrolytischen Abscheidung von glatten Metallniederschlaegen Pending DE1081734B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEO4373A DE1081734B (de) 1955-07-16 1955-07-16 Alkalisch reagierende komplexe Baeder zur elektrolytischen Abscheidung von glatten Metallniederschlaegen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEO4373A DE1081734B (de) 1955-07-16 1955-07-16 Alkalisch reagierende komplexe Baeder zur elektrolytischen Abscheidung von glatten Metallniederschlaegen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1081734B true DE1081734B (de) 1960-05-12

Family

ID=7350335

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEO4373A Pending DE1081734B (de) 1955-07-16 1955-07-16 Alkalisch reagierende komplexe Baeder zur elektrolytischen Abscheidung von glatten Metallniederschlaegen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1081734B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1109480B (de) 1958-03-29 1961-06-22 Friedr Blasberg G M B H Spezia Cyanidisches Bad zur elektrolytischen Abscheidung glaenzender Silberueberzuege

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1062079B (de) 1955-01-04 1959-07-23 Udylite Res Corp Cyanidisches Bad und Verfahren zur galvanischen Abscheidung von Kupferueberzuegen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1062079B (de) 1955-01-04 1959-07-23 Udylite Res Corp Cyanidisches Bad und Verfahren zur galvanischen Abscheidung von Kupferueberzuegen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1109480B (de) 1958-03-29 1961-06-22 Friedr Blasberg G M B H Spezia Cyanidisches Bad zur elektrolytischen Abscheidung glaenzender Silberueberzuege

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2457582C3 (de) Wäßriges, saures, galvanisches Chrombad auf Cr (IH)-Basis
DE947656C (de) Bad zur galvanischen Herstellung von Kupferueberzuegen
DE2050145A1 (de) Verfahren zum elektrolytischen Nieder schlagen einer Zinn Wismut Verbindung und elektrolytisches Bad zur Durchfuhrung des Verfahrens
DE1496916B1 (de) Cyanidfreies,galvanisches Bad und Verfahren zum Abscheiden galvanischer UEberzuege
DE877233C (de) Bad fuer die Erzeugung galvanischer UEberzuege
DE2610705A1 (de) Saure galvanische kupferbaeder
AT249466B (de) Bad für die elektrolytische Abscheidung glänzender Zinküberzüge
DE2537065C2 (de)
DE845732C (de) Bad fuer die galvanische Vernickelung
DE1081734B (de) Alkalisch reagierende komplexe Baeder zur elektrolytischen Abscheidung von glatten Metallniederschlaegen
DE958795C (de) Bad fuer das galvanische Abscheiden glaenzender UEberzuege von Silber, Gold und Legierungen dieser Metalle
DE759339C (de) Verfahren zur elektrolytischen Herstellung von hellfarbenen, glaenzenden Zinkueberzuegen
CH429356A (de) Selbstregulierendes saures galvanisches Metallbad
DE2315309A1 (de) Goldbad
DE2445537A1 (de) Bad zur galvanischen abscheidung von gold
DE1193334B (de) Waessriges alkylisches Zinkcyanidbad zum galvanischen Abscheiden von hellglaenzenden Zinkueberzuegen
DE2032867A1 (de) Goldbad und seine Anwendung
DE2156945C3 (de) Galvanisches Glanzsilberbad
DE1104282B (de) Bad und Verfahren zum galvanischen Abscheiden von Kupferueberzuegen
DE1496898C3 (de) Verfahren zur galvanischen Ab scheidung von stark glanzenden und eingeebneten Nickelschichten
AT277696B (de) Galvanisches Nickelbad
DE2450527C2 (de) Wäßriges, saures Bad zur galvanischen Abscheidung von halbglänzenden Nickelüberzügen
DE731961C (de) Glanzversilberungsbad
DE836721C (de) Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung glaenzender Silberueberzuege
DE1796337C3 (de) Galvanische Kupferpyrophosphatbäder