DE1081342B - Schleifmatte - Google Patents
SchleifmatteInfo
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Description
- Schleifmatte Die Erfindung betrifft eine Schleifmatte, insbesondere für die Holzbearbeitung, bei der eine Stahlwolleschicht einseitig auf einer Unterlage -aus Papier, Gewebe oder Kunststoff befestigt ist.
- Die bisher üblicherweise bei Bandschleifmaschinen, Schleifrutschern und Schmirgelschleifern verwendeten Schmirgelpapier- oder Leinwandbänder haben den Nachteil, daß sich die zwischen den mehr oder minder grobkörnigen Schleifpartikeln befindlichen Zwischenräume verhältnismäßig rasch mit den aus der bearbeiteten Oberfläche abgetragenen Partikelchen und den von der Unterlage des Schleifbands abgerissenen Schleifkörnern füllen mit dem Ergebnis, daß sich auf der bearbeiteten Oberfläche unerwünschte Schleifrisse, Riefen, Kratzer und evtl. Brennspuren bilden, und daß die Schleifwirkung rasch vermindert wird. Dies ist auch der Grund dafür, daß in der Hclzbearbeitungstechnik vorwiegend verhältnismäßig grobes Glas- oder Schmirgelpapier verwendet wird.
- Die Erfindung betrifft eine Schleifmatte, die diese genannten Nachteile nicht besitzt. Als wirksames Schleifmittel wird Stahlwolle verwendet, die gegenüber den bekannten körnigen Schleifpartikeln den Vorteil hat, daß sich mit ihr eine in sich elastische Schleiffläche bilden läßt, deren Poren und Öffnungen sich nicht vollsetzen, da die feinen Holzpartikelchen einerseits von den Hohlräumen der tieferen Schichten der Stahlwolle aufgenommen werden und anderseits durch die leichte Verschiebbarkeit der einzelnen Stahlwollefasern gegeneinander leicht wieder aus der Stahlwolleschicht herausbefördert werden können.
- Es ist an sich bekannt, zum sogenannten Spänen und Bohnern von Parkett, Linoleum und ähnlichen Fußböden Stahlwolle in den verschiedensten Formen und Feinheitsgraden zu verwenden. Unter anderem ist es bekannt, die Stahlwolle zu einem Fäustling zu formen, der im wesentlichen aus einer Tasche aus Textilgewebe besteht, deren Vorderteil auf beiden Seiten mit einer aufgenähten Stahlwolleschicht versehen ist. Es ist ferner bekannt, Stahlwollestränge zu flechten und etwa in Form von Kreisscheiben oder Zylinderringen - beispielsweise in Verbindung mit Bohner- oder Schleifmaschinen - zu verwenden, wobei die durch die Flechten gebildeten flachen Ringmatten unter den um eine vertikale Achse rotierenden Bürstenteller einer Bohnermaschine od. dgl. gelegt und von den in die Stahlwolle eingreifenden Borsten mitgenommen werden. Die hierbei auftretende mechanische Beanspruchung ist jedoch nicht vergleichbar mit den an den Umlenkrollen von Bandschleifmaschinen wirksam werdenden Zentrifugalkräften. Diese Zentrifugalkräfte erfordern eine gute, die Elastizität der schleifenden Oberfläche nicht beeinträchtigende Befestigung der Stahlwolle auf ihrer Unterlage. Das bekannte Aufnähen der Stahlwolle auf eine Unterlage ist hierfür nicht geeignet, da dadurch die Elastizität der schleifenden Oberfläche verringert und die Nähte beim Arbeiten sehr schnell durchgescheuert werden, so daß sich der Stahlwollebelag in einzelnen Fetzen von seiner Unterlage ablöst.
- Auch hat man an Stelle von Glaspapier auf Gewebeunterlagen aufgenähte Stahlwollelagen für Tischlerarbeiten und zum Polieren von Holz herangezogen.
- Nach der Erfindung werden diese Nachteile durch die Verwendung eines aus einzelnen Stahlwollesträngen geflochtenen Zopfs vermieden, der einzeln oder zu mehreren auf die Unterlage aufgeklebt ist. Dabei können die Zöpfe auf der Unterlage einzeln und parallel nebeneinander liegen und beispielsweise von einem sie umrahmenden Zopf umgeben sein. Es kann jedoch auch ein einzelner Zopf in Form einer ebenen Spirale auf der Unterlage angeordnet werden.
- Die einander übergreifenden, das Geflecht bildenden, weitgehend parallelisierten Stahlwollestränge sind nur streckenweise, d. h. an den Stellen, an denen die Stränge die sie tragende Rückwand mit ihrer Unterseite tangieren, durch den Klebstoff fest mit der Rückwand verbunden. Das Auseinandergehen der Stränge, die aus vielen Stranglänge aufweisenden Stahlfäden gebildet sind, wird durch den nicht absolut parallelen Verlauf dieser Einzelfäden verhindert, sie liegen vielmehr zur Erzielung des erforderlichen inneren Zusammenhaltes eines Strangs mehr oder weniger unregelmäßig in diesem. Da die außenliegenden, nicht verklebten Abschnitte der einzelnen Stränge mit den zugehörigen unteren verklebten Abschnitten im wesentlichen nur infolge dieser unregelmäßigen Lage und des nicht ganz parallelen Verlaufs der Stahlfäden, und dadurch eine Art Querverband bildend, zusammenhängen, ist es wichtig, daß diese Außenabschnitte streckenweise durch die unmittelbar neben der Kreuzungsstelle mit ihrer Unterseite an der Rückwand festgeklebten Strangabschnitte, die die äußeren kreuzen, zusätzlich gehalten werden. Für die gute Haftung der Stahlwolle auf der Rückwand wird also erfindüngsgemäß der Umstand ausgenutzt, daß bei einem aufgeklebten Stahlwollestranggeflecht die außenliegenden Strangabschnitte eines jeden Strangs durch die unteren, aufgeklebten Abschnitte des ihn kreuzenden Querstrangs überdeckt und dadurch gehalten werden, wobei die unteren Abschnitte bei senkrecht nach außen auf die Stahlwolleschicht ausgeübten Kräften im wesentlichen- nur auf - Zug in Richtung der Strangachse beansprucht sind. Dies ist insbesondere für endlose Schleifmaschinenbänder wichtig, weil hier an den Umlenkstellen auch bei verminderter Bandgeschwindigkeit erhebliche Zentrifügalkräfte wirksam werden.
- Die Erfindung ist in der Beschreibung und in den drei Figuren der Zeichnung in Form einiger Ausführungsbeispiele einer Schleifmatte näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 die Aufsicht auf eine Schleifmatte, bei der die Stahlwolleschicht aus fünf parallel nebeneinanderliegenden Zöpfen 1 gebildet ist, deren Enden durch die quer zu der Längsrichtung der Zöpfe verlaufenden Nähte 2 zusätzlich an der Rückwand 3 gesichert sind, Fig.2 die Aufsicht auf eine Schleifmatte, deren Stahlwolleschicht aus drei parallel nebeneinanderliegenden Zöpfen 4 besteht, um die ein etwa die vierfache Länge aufweisendes Zopfstück 5 als Umrahmung angebracht ist und Fig. 3 die Aufsicht auf eine Schleifmatte, bei der die Stahlwolleschicht aus einem spiralförmig verlaufenden Zopf 6 besteht.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Schleifmatte, insbesondere für die Holzbearbeitung, bei der eine Stahlwolleschicht einseitig auf einer Unterlage aus Papier, Gewebe oder Kunststoff befestigt ist, gekennzeichnet durch die Verwendung eines aus einzelnen Stahlwollesträngen geflochtenen Zopfes, der einzeln oder zu mehreren auf die Unterlage aufgeklebt ist.
- 2. Schleifmatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zöpfe (1) auf der Unterlage (3) einzeln und parallel nebeneinander liegen.
- 3. Schleifmatte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zöpfe (1) von einem diese _ umrahmenden Zopf (5) umgeben sind.
- 4. Schleifmatte nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine spralartige Anordnung (6) eines Zopfes auf der Unterlage. In Betracht gezogene Druckschriften: Schweizerische Patentschrift Nr. 248 893; USÄ.-Patentschriften Nr. 2 627145, 2 508 073, 2164 286, 1606 884, 1569 854, 1497 114, 1469 404, 75349 7; Fertigungstechnik, November 1953, S.464 und 465; Lüttgen, Die Technologie der Klebstoffe, S.353 bis 362; Neues großes _ Handbuch der Textilkunde, 1956, S. 693; Glafey, Textil-Lexikon, 1937, S.254 bis 259.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE (1) | DE1081342B (de) |
Citations (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US2164286A (en) * | 1937-03-22 | 1939-06-27 | Internat Steel Wool Corp | Metallic wool abrading ring |
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-
1955
- 1955-11-08 DE DEH25410A patent/DE1081342B/de active Pending
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