DE1078527B - Vierwalzenfoulard - Google Patents
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Description
- Vierwalzenfoulard Die Erfindung bezieht sich auf einen Foulard mit zwei aus je zwei zusammenarbeitenden Walzen be- stehenden Walzengruppen, bei dem einer Walzengruppe ein Flottentrog zugeordnet ist und die Walzen der anderen Walzengruppe im wesentlichen in gleicher Höhe angeordnet sind und einen eine Behandlungsflüssigkeit aufnehmenden Zwickel bilden, der an den Stirnseiten der Walzen abgedichtet ist. In solchen Foulards wird eine Gewebebahn zweimal in die Behandlungsflüssigkeit getaucht und nach jedesinaligem Tauchen abgequetscht.
- Die Erfindung besteht darin, daß unterhalb des Zwickels eine in zwei geneigte Stellungen schwenkbare Tropfplatte deraxt angeordnet ist, daß ihr Gefälle demFlottentrogder demZwickel nicht zugehörigen Walzengruppe zugewendet oder von ihm abgewendet ist.
- Bei einer bevorzugten Ausführungsforin des Erfindungsgegenstandes ist ein zwischen den Walzengruppen angebrachtes Spritzschutzblech als Anschlag für die Tropfplatte in ihrer Stellung mit vom Flottentrog abgewendetem Gefälle ausgebildet.
- je nach der Stellung der Tropfplatte kann die aus dem Zwickel ablaufende und gegebenenfalls die aus ihm überlaufende Behandlungsflüssigkeit wahlweise in die im Flottentrog befindliche Flotte geleitet oder getrennt von ihr abgeleitet werden. Das Anliegen der Tropfplatte an dem Spritzschutzblech verhindert, daß Spritzer der aus dem Zwickel abtropfenden Flüssigkeit in den Trog gelangen.
- Eine andereAusführungsform desErfindungsgegenstandes ist gekennzeichnet durch ein dachförmiges Ablaufblech unterhalb der Tropfplatte, dessen First parallel zu den Walzenachsen liegt und dessen Flächen etwa die Fortsetzung der Tropfplatte in ihren beiden geneigten Stellungen bilden.
- Durch die Erfindung ist ein Foulard geschaffen, der vielseitiger verwendbar ist als die bisher bekannten Vierwalzenfoulards. Wird die aus dem Zwickel ablaufende Flüssigkeit in den Flottentrog geleitet, so eignet sich der Foulard für ein zweifaches Benetzen der Gewebebahn mit der gleichen Behandlungsflüssigkeit. Außer dieser dem bisher Üblichen entsprechenden Behandlung kann auf dem erfindtings'gemäßen Foulard aber auch ein Behandlungsverfahren durchgeführt werden, bei welchem die Gewebebahn nacheinander mit zwei verschiedenen, voneinander getrennt zu haltenden Behandlungsflüssigkeiten behandelt wird. Ein Beispiel hierfür ist die Anthrasolfärbung, bei welcher die Farbflotte im Flottentrog und die Schwefelsäureoxydationsflotte im Zwickel zur Wirkung gebracht wird. Urn die chemisch aufeinanderwirkenden Flüssigkeiten getrennt zu halten, wird hierbei die Tropfplatte so gestellt, daß ihr Gefälle vom Flottentrog abgewendet ist. Ein Kontinuefärbeverfahren konnte in dieser Weise auf einem Vierwalzenfoulard bekannter Bauweise nicht durchgeführt werden, weil sich bei diesem die Flüssigkeiten nicht sicher getrennt halten ließen und somit die Gefahr bestand, daß die Farbflotte durch Spritzer von Schwefelsäure ausgefällt und zerstört wurde.
- Zur Anwendung für das Kontinuefärben kann der Foulard noch mit an sich bekannten Leitwalzenanordnungen, vorzugsweise oberhalb der beiden Foulardwalzengruppen, versehen werden, welche als Luftgang dienen und so angebracht sind, daß die Stoffbahn nach dem Verlassen der ersten Walzengruppe einer ersten Leitwalzenanordnun 'g und/oder nach dem Verlassen der zweiten Walzengruppe einer zweiten Leitwalzenanordnung zugeführt werden kann. Hierdurch ergibt sich im Vergleich mit den bekannten Kontinuefärbeanlagen eine erhebliche Raumersparnis.
- Der Erfindungsgegenstand ist deutlich verschieden von bekannten Zweiwalzenfoulards mit senkrecht übereinander angeordneten Walzen, bei denen die abgequetschte Flotte in den Flottentrog unterhalb der Walzen zurückläuft oder mittels einer drehbaren Rinne oder einer schwenkbaren Tropfplatte am Zurückfließen gehindert wird. Denn hier liegt gar nicht die mit der Erfindung gelöste Aufgabe vor, wie sich auch nicht die Vorteile ergeben, die mit der schwenkbaren Tropfplatte gemäß der Erfindung bei einem Vierwalzenfoulard der eingangs beschriebenen Art erreicht werden.
- Die einzelnen Merkmale des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles in Verbindung mit den Patentansprüchen.
- Es zeigen in schematisierten Querschnittdarstellungen: Fig. 1, einen Foulard mit. Rückleitung der Flotte in den Flottentrog, Fig. *2 einen anderen Foulard in Anwendung für das Anthrasolfärben.
- je zwei Walzen 1, 2 und 3, 4 bilden zwei Walzengruppen. Die Walzen,2 -und 4 sind fest im - nicht dargestellten - Maschinengestell gelagert, während die Walzen 1 und 3 schwenkbar oder verschieblich sind, um mit bekannten -;-ebenfalls nicht dargestellten - Mitteln an die zugehörigen fest gelagerten Walzen angepreßt zu werden. Die Walzen 3 und 4 bilden einen mit seitlichen Dichtungen 5 versehenen Zwickel 16, welchem die Behandlungsflüssigkeit aus einem Vorratsbehälter 6 zufließt. Unterhalb der Walzen 1 -und 2 ist ein Flottentrog 7 in schräg nach vorn geneigter Stellung angeordnet. Die schräge Anordnung hat den Vorteil, daß die Einsicht in den Trog beim Reinigen und das Herausnehmen eines im Trog befindlichen Verdrängungskörpers 8 auch dann bequem möglich ist, wenn der Trog, wie bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel, senkrecht unterhalb der Walze liegt. Bei dieser Lage des Troges ist die Entfernung, welche die Bahn 9 nach dem Verlassen des Troges bis zu der ersten Walzengruppe zu durchlaufen hat, sehr gering, was sich als besonders vorteilhaft herausgestellt hat. Außerdem hat sich gezeigt, daß eineWarenbahn, die unter der Flotte schräg geführt ist, besonders ruhig läuft, so daß die bei starken Schwingungen der Bahn leicht entstehenden Farbschwankungen in Form von Ouerschattierungen vermieden werden.
- Die Warenbahn 9 läuft über Leitwalzen 10, 11 und 12 der ersten Walzengruppe 1, 2 zu, in welcher die im Flottentrog aufgenommene Behandlungsflüssigkeit ausg quetscht wird. Es ist vorteilhaft, die Walze 12 so anzuordnen, daß die laufende Warenbahn sich vor dem Eintritt in die Ouetschfuge etwa 50 bis 70 mm an die Walze 1 anlegt. Dadurch wird erreicht, daß die ausgequetschte Flüssigkeit nicht oder nur zu geringem Teil an der Warenbahn und zum größeren Teil an der Walze 2 herabläuft, wodurch die Bildung von Farbstreifen verhindert wird. Die ausgequetschte Flüssigkeit fließt in den Flottentrog 7 zurück. Über weitere Leitwalzen 13, 14 und 15 läuft dieWarenbahn der zweiten Walzengruppe 3, 4 zu, wird mit der im Zwickel 16 befindlichen Flüssigkeit zum zweiten Mal behandelt und von den Walzen 3, 4 der zweiten Walzengruppe zum zweiten Mal abgequetscht, um über Leitwalzen 17 und 18 abgeführt zu werden.
- Unterhalb der Walzen 3, 4 ist eine Tropfplatte 19 um die Achse 20 schwenkbar gelagert, welche mit ihrem rechten Ende bis unter den Zwickel 16 reicht. Die Tropfplatte ist aus der mit 19 bezeichneten Lage in die mit 19' (Fig. 2) bezeichnete Lage schwenkbar. In diesen beiden Stellungen ist das Gefälle der Tropfplatte entweder dem Flottentrog 7 zugewendet oder von ihm abgewendet (19'). In der Stellung mit vom Flottentrog abgewendetem Gefälle schlägt die Tropfplatte 19" mit ihrem linken Ende an ein Spritzblech 21 an.
- Unterhalb der Tropfplatte 19 sind zwei Ablaufbleche 22 und 23 vorgesehen. Das linke Ablaufblech 22 ist mit einem Stauwehr 24 versehen und leitet die von den Quetschwalzen ablaufende Flüssigkeit dem Flottentrog 7 zu, wobei das Stauwehr einen gleichmäßigen Überlauf über die ganze Breite des Flottentroges und eine Durchnlischung der Flotte vor ihrem Eintritt in den Flottentrog herbeiführt. An das rechte Ablaufblech 23 schließt sich eine Rinne 25 an, aus der sich ansammelnde Flüssigkeit abgeführt werden kann. - Steht die Tropfplatte 19 in der in Fig. 1 gezeichneten Stellung mit einem dem Flottentrog zugewendeten Gefälle, so fängt sie die aus dem Zwickel 16 ablaufende und die gegebenenfalls aus ihm überlaufende Behandlungsflüssigkeit auf und leitet sie dem Flottentrog 7 zu. Bei der in Fig. 2 dargestellten Stellung der Tropfplatte 19' mit vom Flottentrog abgewendetem Gefälle dagegen ist der Raum unterhalb der Walzen 3, 4 durch die Tropfplatte und das Spritzblech 21 von den Walzen 1, 2 abgetrennt, so daß die aus dem Zwickel ablaufende Flüssigkeit nicht in den Trog zurückfließen kann, sondern der Rinne 25 zufließt.
- Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist zwischen die Leitwalzen 13 und 14 ein aus mehreren Leitwalzen bestehender Luftgang L, für die erstmalig abgequetschte Ware eingeschaltet und anschließend an die Leitwalze 18 ein weiterer ähnlicher Luftgang L2' in dem die Ware dem Luftsauerstoff ausgesetzt ist, bevor sie der weiteren Behandlung zugeführt wird.
- Ein Foulard nach Fig. 1 eignet sich beispielsweise zu Behandlungen, bei denen die Warenbahn zweimal nacheinander mit der gleichen Behandlungsflüssigkeit benetzt und jeweils nach der Netzung abgequetscht werden soll. Auf dem Foulard nach Fig. 2 dagegen kann beispielsweise ein Kontinuefärbeverfahren durchgeführt werden, etwa eine Anthrasolfärbung, bei welcher im Flottentrog 7 die Farbflotte untergebracht ist, die sich in dem ersten Luftgang Li auf der Ware fixieren kann, und im Zwickel zwischen den Walzen 3 und 4 die Schwefelsäureflotte, welche während des Durchlaufes der Ware durch den zweiten Luftgang L2 genügend Zeit hat, um die Oxydation des Farbstoff es zu vollenden. Hinter dem zweiten Luftgang tritt die Ware in eine - nicht dargestellte - Breitwaschmaschine ein.
- Das einen Zwickel bildende Walzenpaar kann als von der Ware zuerst durchlaufene Walzengruppe angeordnet werden, wobei gleichzeitig die Anordnung der Leitwalzen entsprechend abzuwandeln ist.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE- 1. Foulard mit zwei aus je zwei zusammenarbeitenden Walzen bestehenden Walzengruppen, bei dem einer Walzengruppe ein Flottentrog zugeordnet ist und die Walzen der anderen Walzengruppe im wesentlichen in gleicher Höhe angeordnet sind und einen eine Behandlungsflüssigkeit aufnehmenden, seitlich abgedichteten Zwickel bilden, dadurch gekennzeichnet, daß unter ' halb des Zwickels (16) eine in zwei geneigte Stellungen schwenkbare Tropfplatte (19) derart angeordnet ist, daß ihr Gefälle dem Flottentrog (7) der dem Zwickel nicht zugehörigen Walzengruppe (1, 2) zugewendet oder von ihm abgewendet ist.
- 2. Foulard nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein zwischen den Walzengruppen angebrachtes Spritzschutzblech (21) als Anschlag für die Tropfplatte (19) in ihrer Stellung mit vom Flottentrog (7) abgewendeteni Gefälle ausgebildet ist. 3. Foulard nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein dachförmiges Ablaufblech (22, 23) unterhalb der Tropfplatte (19), dessen First parallel zu den Walzenachsen liegt und dessen Flächen etwa die Fortsetzung der Tropfplatte in ihren beiden geneigten Stellungen bilden. 4. Foulard nach einem dqr vorhergehenden An-.spräche, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere (1) der beiden über dem Trog (7) angeordneten Walzen höher liegt als die innere (2) und dab der Trog (7) schräg nach außen geneigt angeordnet ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 949 645, 933 444; USA.-Patentschriften Nr. 2 289 522, 2 240 809.
Priority Applications (1)
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