DE1610884A1 - Verfahren und Anordnung zum Nassbehandeln von Textilbahnen u.dgl. - Google Patents
Verfahren und Anordnung zum Nassbehandeln von Textilbahnen u.dgl.Info
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Description
Aitos Dr. Ing. Wsior-iife
Komrr.i..i.v r.zlhdiaft
Hamburg ^3, Scjv/albsnplotz 18
Telefon Sam.-Nr. 0} U 41
Verfahren und Anordnung zum Naßbehandeln von Textilbahnen und dergl»
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Naßbehandeln, vorzugsueise
M- sehen,von laufenden Textilbahnen sowie eine Anordnung zur
Durchführung dieses Verfahrens, insbesondere die spezielle Aus- %
bildung eines Zwischenquetschwerkes.
Es ist bekannt, insbesondere beim Waschen, Entsäuern und ähnlichen
llaßbehandlungen den Gesamtbehandlungsvorgang in mehrere voneinander
getrennte Behandlungsbereiche zu unterteilen und zwischen df.-ri einzelnen Bereichen eine Zwischenabquetschung vorzunehmen.
Box diesen Behandlungen läuft die aus der Ware herausgepreßte FIobte
im * Llgerneinen an der Warenbahn entlang zurück in das vorangehende
Β',-h-''udlungsabteil. Es hat sich nun gezeigt, daß eine derartige Abführung
der ab- und ausgequetschten Flotte sich auf die Behandlungsi/irkungen
der jeweiligen Naßbehandlung außerordentlich ungünstig
auswirkt. Um zu optimalen Wirkungen für die Ware zu kommen, ist es
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vielmehr erforderlich, die Behandlungsflotte und die aus der Ware ausgequetschte Flotte gezielt zu führen. Dazu ist es aber - . ■
erst einmal erforderlich, diese Flotten genau zu erfassen. Das ist bei der bekannten Art der Zv.-ischena.bquetschung, bei der vom
'^uetschwerk ein Undefiniertes Gemisch von auf der Ware befindlicher
Flotte des vorangegangenen Behandlungsbereiches und in. der Ware befindlicher etwa auszuwaschender Flüssigkeit in das
vorangehende Abteil zurückläuft, nicht möglich. Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die in der Quetschfuge
entstehende eigentliche Quetschflotte einwandfrei zu erfassen, d.h. sie zunächst von der von der Ware als Oberflächenfilm mitgerissenen
Flüssigkeit zu trennen und sie mit dem Ziel der Erreichung optimaler Behandlungsleistungen an den dafür am besten
geeigneten Stellen wieder in den Behandlungsprozeß einzuführen.
Erfindungsgemäß wird dazu ein Verfahren zum Naßbehandeln, insbesondere
von laufenden Textilbahnen und dergl., bei dem der Gesamtbehandlungsvorgang
in mehrere, vorzugsweise durch Abquetschungen voneinander getrennte Behandlungsbereiche unterteilt ist, vorgeschlagen,
bei dem die Warenbahn nach Durchlaufen der Behandlungsflotte eines jeden Behandlungsbereiches einer zweistufigen Zwischenabquetschung
unterworfen wird. Die Behandlungsflotte wird vorteilhaft im Gegenstrom zur Laufrichtung der Warenbahn geführt
und der Gesamtbehandlungsvorgang in mindestens 5 bis 8Behandlungsbereiche mit anschließsnden Flottenabquetschungen aufgeteilt. In
den von der Warenbahn nacheinander durchlaufenen Behandlungsbe-.
reichen soll ein konstantes oder nur stetig sich änderndes Konzentrationsgefälle
zwischen Textilgut und Behandlungsflotte herrschen. Die vorzugsweise an den Abquetschstellen der einzelnen Behandlungsbereiche abgeführten Flottenmengen sollen an Stellen gleicher oder
ähnlicher Konzentration in den Behandlungsflottenstrom wieder eingeführt
werden.
Bei einer Anordnung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
soll hinter jedem Behandlunj;sabteil oder -besreich einerNaßbehandlungsanlage
ein zweistufigem Zwischenquetschwerk für Vor- und
Hauptabquetschung vorgesehen sein. Das Zwischenquetschwerk für die
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Hauptabquetschung soll vorteilhaft als horizontales Zweiwalzenquetschwerk
ausgeführt sein, dessen eine Hauptquetschwalze mit einer leichten Vorquetschwalze für die Vorabquetschung zusammenarbeitet.
Der erfindungsgemäße Zweck wird natürlich auch erreicht, wenn das Quetschwerk für die Vorabquetschung von dem. Quetschwerk
für die- Hauptabquetschung getrennt angeordnet ist.
Anhand der Zeichnungen soll die Erfindung nachfolgend noch näher erläutert werden. Auf den Zeichnungen zeigen
Fig, 1 ein Waschabteil mit einem Zwischenquetschwerk,
bei dem das Vorquetschwerk mit dem Hauptquetschwerk eine Einheit bildet und
Fig. 2 die getrennte Anordnung von Vor-und Zwischenquetschwerk.
In einem Waschabteil 10 befindet sich die Flotte 12, die beispielsweise
zum Waschen einer Warenbahn 19 dienen möge. Diese Warenbahn
wird durch untere und obere Umlenkwalzen 11 durch das Waschabteil hindurchgeführt. Hinter dem Waschabteil befindet sich ein Zwischenquetschwerk,
das, wie die Figur erkennen läßt, zwei horizontal zueinander angeordnete 'walzen 13 für die Hauptabquetschung aufweist
sowie eine Vorquetschwalze 1*f, die mit einer der Walzen 13 zusammenarbeitet.
Zv/ischen der Vorabquetschung und der Hauptabquetschung
umlauft die Bahn noch eine Umlenkwalze 15 und kann über einen Breithalter
16 geführt werden. Unter den Walzen 13 ist ein Führungsblech 17 angeordnet, durch das von den Walzen 13 abtropfende Flotte in
das Waschabteil 10 zurückgeführt wird.
Die Anordnung nach Fig. 2 unterscheidet sich von der nach Fig. 1
im wesentlichen dadurch, daß das Zwischenquetschwerk aus einem
Quetschwerk mit den Walzen' 18 für die Vorabquetschung und einem davon getrennten Quetschwerk mit den Walzen 13 für die Hauptabquetschung
besteht.
Die Anordnung nach den Figuren arbeitet nun beispielsweise so, daß
in dem VorquetscTawerk ein leichtes Vorabquetschen von 1|?Q bis 200 %
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insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten auf ca. 100 bis 120 %
erfolgt. Dadurch wird der von der Ware mitgerissene Flottenfilm, der keine wesentlich höhere Konzentration als das Waschwasser
im vorhergehenden Abteil aufweist, entfernt und kann in das Waschabteil zurückgeleitet werden. Diese Flotte kann damit
nicht mehr die im Hauptquetschwerk ausgepreßte Flotte verdünnen und somit deren getrennte V/eiterverv/endung wegen der starken
Konzentrationsherabsetzung verhindern. Nach der Vorabquetschung läuft die Warenbahn in das Hauptquetschwerk, in welchem eine
Abquetschung von 100 bis 120 % auf 80 bis 90 /ö mit hohem Austausch
der Konzentration im Material erfolgt, ein. Wie die Figuren zeigen, kann dieses Quetschwerk vorzugsweise als horizontales
Ziveiwalzenquetschwerk ausgebildet sein. Durch die Ivarenführung
und Walzenanordnung ist eine leichte Sammlung und Abführung der in kleinen Mengen anfallenden konzentrierten Quetschflotte mug- ■
lieh. Diese läuft nicht mehr an der Ware entlang und kann darum
auch nicht die Ware verschmutzen, z.B. den weißen Fond bei Druckwalzen,
wie das bei der früheren Art der Abquetschung häufig geschah. Wegen der geringen anfallenden M-jnge von Abquetschflotte
ist auch deren Abführung und Wiedereinführung an der richtigen Stelle durch die nur kleinen erforderlichen Leitungsquersclmitto
erleichtert.
Das erfindungsgemäße Verfahren gibt auch eine ideale Möglichkeit
für die automatische Regelung von Waschmaschinen, dr. die Konsentration
der im Hearptquetschverk anfallenden Flotte in einem direkten Zusammenhang mit der noch gegebenen Konzentration in der
Ware selbst steht. Als Meßfühler für die Regelapparaturen können beispielsweise Leitfähigkeitselektroden, pH-Messer oder Meßgeräte
für die Trübung der Flotte benutzt werden, wie diese ganz allgemein bekannt und gebräuchlich sind. In Abhängigkeit von diesen
Meßergebnissen können vom Regler beispielsweise in Abhängigkeit,
der Differenz zwischen Ist- und Sollwert die Warengeschwindigkeit,
der Frischwasserzulauf oder die Zugabe von Chemikalien geregelt werden.
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Claims (7)
1) Verfahren zum Naßbehandeln, insbesondere Waschen, von laufenden
Textilbahnen und dergl., bei dem der Gesamtbehandlungsvorgang in
mehrere vorzugsweise durch Äbquetschungen voneinander getrennte Behandlungsbereiche unterteilt ist, dadurch gekennzeichnet, daß
die Warenbahn nach Durchlaufen der Behandlungsflotte eines jeden Behandlungsbereiches einer zweistufigen Zwischenabquetschung
unterworfen wird.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlungsflotte
im Gegenstrom zur Laufrichtung der Warenbahn geführt
wird und der Gesamtbehandlungsvorgang in mindestens 5 bis 8 Behandlungsbereiche
mit anschließenden Flottenabquetschungen aufgeteilt ist.
3) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in
den von der Warenbahn nacheinander durchlaufenen Behandlungsbereichen
ein konstantes oder nur stetig sich änderndes Konzentrationsgefälle zwischen Textilgut und Behandlungsflotte herrscht.
h) Verfahren nach Anspruch 35 dadurch gekennzeichnet, daß die vorzugsweise
an den Abquetschstellen der einzelnen Behandlungsbereiche abgeführten Flottenmengen an Stellen gleicher oder ähnlicher
Konzentration in den Behandlungsflottenstrom wieder eingeführt
v/erden.
5) Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis h,
dadurch gekennzeichnet, daß hinter jedem Behandlungsabteil (10) oder -bereich einer Naßbehandlungsanlage ein zweistufiges Zwischenquetschwerk
(13» I'+» 18) für Vor- und Hauptabciuetschung
vorgesehen ist.
6) Anordnung nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, daß das Z./ischanquetschv/erk
für die Hauptabquetschung als horizontales,Zweiv;alzenquetßchwerk
(13) ausgeführt ist, denoeri eine Haupt quetschwalze
mit einer leichten Vorquetachwfilx1· (\kj für die Vorabquetßchung
zueararaenarbeitet.
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-G-
7) Anordnung nach Anspruch 5i dadurch gekennzeichnet, daß das
Quetschwerk (18) für die Vorabquetschung von dem Quetschwerk für die Hauptabquetschung (13) getrennt angeordnet ist.
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