DE1078569B - Verfahren zur Herstellung von Alkoholen und Ketonen durch Oxydation von cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Alkoholen und Ketonen durch Oxydation von cycloaliphatischen KohlenwasserstoffenInfo
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Description
Es ist bekannt, cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe
durch Behandlung mit Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen in flüssiger Phase in mehreren hintereinandergeschalteten
Reaktionsgefäßen in Alkohole und Ketone überzuführen. Zur Erhöhung der Ausbeute und zur Vermeidung der Bildung unerwünschter
Nebenprodukte werden die Oxydationsprodukte nach den einzelnen Oxydationsstufen gewaschen.
Bei den meisten Verfahren wird in den Oxydationsstufen mit geringem Umsatz gearbeitet, um die Ausbeute,
die bekanntlich mit steigendem Umsatz fällt, zu erhöhen. Es sind deshalb große Mengen nicht -umgesetzter
Ausgangsstoffe aus dem Oxydationsgemiseh abzutrennen. Zur destillaiäven Abtrennung dieser nicht
umgesetzten Ausgangsstoffe vor der eigentlichen Trennung der Oxydationsprodukte ist ein verhältnismäßig
großer Energieaufwand nötig.
Aus der deutschen Patentschrift 859 465 ist bereits bekannt, daß die Oxydation von Cyclohexaü einen
exothermen Verlauf nimmt und daher durch eine äußere Beheizung der Reaktionsgefäße lediglich zum
Anspringen gebracht werden muß. Die bei der Reaktion frei werdende Wärme macht eine weitere Beheizung
der Reaktionsgefäße nach dem Ingangkommen der Reaktion überflüssig. Aus der USA.-Patentschrif.t
261.5 921 ist ferner bekannt, daß man die frei werdende Reaktionswärme beispielsweise zur
Vorwärmung der Ausgangsstoffe ausnutzen karnn.
Es wurde nun gefunden, daß ,man das Verfahren wärmewirtsehaftlich .am günstigsten, durchführt, wenn
man das jedes ReaktionsgefäB verlassende heiße Reaktionsgemisch, das durch Einführen der zu oxydierenden
Stoffe und Sauerstoff oder .sauerstoffhaltige
Gase bei einer unterhalb .der Reaktionstemperater gelegenen
Temperatur und unter erhöhtem Druck in die hiniereinandergeschalteten •ReaktJQns.gefäße:, in denen
sich die Reakbionsteikrehmer ,in kreisender Bewegung
befinden,, erhalten wurde, unter dem Reaktionsdruck durch einen Wärmeaustauscher leitet, in dem .es seine
Wärme .mittelbar .an das jiach dem letzten Gefäß «anfallende
gewaschene und weitgehend -sntspannte flüssige Gemisch aus den Oxydationsprodukten und Ausgangsstoffen
abgibt unddasin den Wärmeaustauschern teilweise verdampfte .Gemisch durch .Destillation in
die Oxydationsprodukte .und den nicht umgesetzten
Ausgangsstoff /zerlegt. Vorteilhaft arbeitet man dabei so, daß man den Rest der Wärme des Oxydationsgemiaches
nach Durchgang durch -,den .ersten Wärmeaustauscher
in meinem zweiten Warm.ea.ustaus.cher .an
den zu oxydierenden .Ausgangsstoff .-abiübxt.
Als Ausgangsstoffe verwendet man ,CyelqpaEafnne,
wie Cyclohexan oder Cyclooctan.
Der Ausgangsstoff und .der Sauerstoff bzw. dieXuft
werden wie .üblich zusammen oder getrennt.dem,ersten
Verfahren zur Herstellung
von Alkoholen und Ketonen
durch Oxydation von cycloaZiphatiscfcien
Kohlenwasserstoffen
Anmelder:
Badische Anilin- & Soda-Fabrik
Aktiengesellschaft
Ludwigshafen/Rheiii
Dr. Hans Joachim Waldjnann, LiudwigshMen/Rhein,
Dipl.-Ing. Ernst Plauth, Bad Dürkheim,
und Dr. Otto Göhre, Heidelberg,
sind als Erfinder genannt worden
Reaktiojjsgef äJ3 zugeführt. Man yerfährt dabei so, daß
man den zu oxydierenden Stoff bei einer Temperatur
einführt, die zweckmäßig .mindestens 1<Ω, -vorteilhaft
15 bis 40° C untechalib 4er Reaktionstemperatur,, bei
der die Oxydation in 4sm Reakti©nsgef;äß verlauft,
liegt.. Der Sauerstoff bzw,, die !Luft wenden zweckmäßig
in kalitem =od.er leicht vorgewärmtem .Zustand
in das ReaktionsgefW>, gegsbieaenfaUs zusammen matt
den jeweils -verwmdeteti. .Katalysatoren, ,eingeführt.
Durch die Einführung de-s Katalysators mit ;dem
Sauerstoff bzw.. der JLuft ist es möglich, .denselben in
feiner Verteilung zu halten. Al« .Kaialygataren .kann
man 'bei .Kobalt, Titan, Vanadium, ,Chrom oder
Mangan, zweckmäßig in -.olioslifsher Form, &. B. in
Farm -der .Naphthenate, Acetate -pdsr .For-miatg, v.erwende.n.
.Als besonders vArteilhait .hat sieh die "Verwendung
-von .Kobaltnaphthenat erwiesen,.
Die P-eaktianstempeiratur .liegt .z-wischen -ϊ.ξ$ und
18.0'°-C, insbesondere 12-5 :bis 150° C, -ttnd ;d^r JRe^ktionsdruck
fzwischen .3 ynd SCXat, -vorteilhaft 3 :«ϊΐ4
35 at.
Als Reaktionsgefäß kann.manRührgefäß&oder-ye,rtikale
Reaktionstürme imit irahiriörin-igen Einsätzen,
deren.En.den von den Böden ,des.Re^ktionsge|äßes entfexnt
sind, verwenden, .so daß ,durch die jEinführung
der Ausgangsstoffe -Wild ^jfer Xtftft im unteren Teil
des Reaktipnsgefäiies ein ,Umlauf ^des -©.Qäyfdatioiisgemisches
,möglich ist. .Dieser Umlauf .kann &ηΦ sffiit
Hilfe van außen .angebrachten ~
905 768/433
bewirkt werden. Vorteilhaft wird der Umlauf so groß gewählt, daß die Umlaufmenge mindestens der
lOfachen, vorteilhaft der 20- bis 50fachen Menge, bezogen auf die zugeführten Ausgangsstoffe, entspricht.
Die Temperatur des Umlaufs kann gegebenenfalls durch eingebaute Kühlaggregate gesenkt werden.
Das erhaltene Oxydationsgemisch wird dann nach erfolgtem Wärmeaustausch mit dem teilweise oder
ganz entspannten und gewaschenen Oxydationsprodukt der letzten Stufe in einem dem ersten Reaktionsgefäß
nachgeschalteten Wärmeaustauscher in üblicher Weise mit Wasser gewaschen.
Die Wasserwäsche kann nach jedem Reaktionsgefäß, mindestens aber nach dem letzten Reaktionsgefäß in der aus den Patenten 1 009 625 und 1 046 610
bekannten Verfahrensweise durchgeführt werden.
Nach der Trennung des Oxydationsgemisches von dem Waschwasser wird das Oxydationsgemisch, gegebenenfalls
nach einer Aufheizung mit Sauerstoff bzw. Luft, zusammen oder getrennt dem nächsten
Reaktionsgefäß zugeführt. Das aus diesem Reaktionsgefäß entnommene Oxydationsgemisch wird dann
zweckmäßig wieder in einem Wärmeaustauscher, durch den als wärmeaufnehmender Stoff das entspannte
gewaschene Oxydationsgemisch aus dem ersten Wärmeaustauscher geleitet wird, abgekühlt, gewaschen
und vom Waschwasser getrennt. Man kann auf diese Weise zwei bis sechs Reaktionsgefäße oder
mehr mit anschließendem Wärmeaustauscher verwenden. Das flüssige Oxydationsgemisch der letzten
Stufe wird vorteilhaft mit frischem Wasser gewaschen, während das Oxydationsgemisch aus den
vorhergehenden Oxydationsstufen mit dem Waschwasser der letzten Stufe behandelt wird. Zweckmäßig
behandelt man das mit Wasser gewaschene Oxydationsgemisch der letzten Oxydationsstufe mit einer
wäßrigen Lösung von Alkalihydroxyd oder -carbonat, z. B. mit einer 5- bis 35°/oigen Lösung, bei erhöhter
Temperatur, z. B. bei 50 bis 95° C. Anschließend wird die Alkalihydroxyd- oder -carbonatlösung von dem
Oxydationsgemisch getrennt und dies nochmals mit Wasser gewaschen. Hierauf wird das Oxydationsgemisch ganz oder teilweise entspannt, wobei der
Druck zweckmäßig mindestens 10, vorzugsweise bis 20 at unterhalb des Reaktionsdruckes liegen soll, und
in den Wärmeaustauscher nach der ersten Oxydationsstufe geführt. Vorteilhaft entspannt man bis auf einen
Restdruck von weniger als 3 at. Man kann den Druck aber auch so weit reduzieren, daß er unter 760 mm Hg
liegt. In diesem Wärmeaustauscher nimmt das gewaschene, entspannte Oxydationsgemisch einen Teil
der Wärme des aus dem ersten Reaktionsgefäß kommenden Oxydationsgemisches, das noch unter dem
Reaktionsdruck steht, durch indirekten Wärmeaustausch auf. Dabei verdampft ein erheblicher Teil
des in dem gewaschenen, entspannten Oxydationsgemisch befindlichen unveränderten Ausgangsstoffes.
Das teilweise verdampfte Oxydationsgemisch wird zweckmäßig auch durch die weiteren Wärmeaustauscher
geführt, die sich hinter den Reaktionsgefäßen für die folgenden Oxydationsstufen befinden
und die die gleiche Wärmemenge abgeben können, so daß zumindest der unveränderte Ausgangsstoff in dem
Gemisch vor der eigentlichen Destillation weitgehend in den dampfförmigen Zustand übergeführt wird. Die
wärmewirtschaftlich günstigsten Ergebnisse erhält man, wenn das gewaschene Oxydationsprodukt, wie
schon erwähnt, auf weniger als 3 at, ζ. B. auf 1 at, entspannt wird, wobei durch die rückgewonnene
Wärme bis zu 80% des nicht umgesetzten cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffs verdampft werden.
Anschließend wird das teils flüssige, teils dampfförmige Oxydationsgemisch durch Destillation von
den restlichen Teilen des unveränderten Ausgangs-Stoffs getrennt. Die Temperatur im Sumpf der Destillationskolonne
liegt dabei 20 bis 80° C über der Siedetemperatur des Ausgangsstoffs. Man arbeitet zweckmäßig
nach dem Verfahren der Patentanmeldung B 39037 IVb/12 o. Die Trennung des Oxydationsproduktes
in Alkohole und Ketone erfolgt hierauf bei erhöhter Temperatur. Das Oxydationsgemisch, das
aus dem Reaktionsgefäß kommt und bereits einen Teil seiner Wärme zur Verdampfung nicht umgesetzter
Ausgangsstoffe in dem ersten Wärmeaustauscher an das gewaschene, entspannte Oxydationsprodukt abgegeben
hat, kann durch einen zweiten Wärmeaustauscher geführt werden, in dem es weitere Wärme
an die zu oxydierenden Ausgangsstoffe abgibt.
Der Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, daß durch den indirekten Wärmeaustausch zwischen dem
heißen unter dem Reaktionsdruck stehenden Oxydationsgemisch und dem gewaschenen, ganz oder teilweise
entspannten Oxydationsgemisch der letzten Stufe die nachfolgende Destillation des Gemisches bei
kleinstem Energiebedarf durchgeführt werden kann. Dadurch ist es möglich, den Wärmeinhalt des Oxydationsgemisches
nach jeder Stufe weitgehend für die Destillation auszunutzen. Würde man ohne den beschriebenen
Wärmeaustausch arbeiten, so müßte die Wärme des das Reaktionsgefäß verlassenden Oxydationsgemisches
durch Kühlung abgeführt und die für die Destillation der Gesamtmenge der unveränderten
Ausgangsstoffe nötige Energie neu aufgebracht werden.
Für die Durchführung der Oxydation selbst und die Behandlung der Oxydationsprodukte mit Wasser und
gegebenenfalls Alkalihydroxyd oder -carbonatlösungen wird Schutz im Rahmen der vorliegenden Erfindung
nicht beansprucht.
9 ms Cyclohexan, bestehend aus frischem Cyclohexan
und nicht umgesetztem Cyclohexan, das durch Destillation von den Oxydationsprodukten abgetrennt
wurde, werden bei 60'° C durch Leitung 1 dem Wärmeaustauscher
2, in dem es auf 70° C und anschließend dem Wärmeaustauscher 3 zugeführt, in dem es auf
80° C vorgewärmt wird. Die restliche Wärme wird dem Ausgangsstoff in dem gasbeheizten Vorwärmer 4
zugeführt. Bei einer Temperatur von 100° C gelangt das Cyclohexan in den Reaktionsofen 5 von 4 m3
Inhalt. Dieser Reaktionsofen besitzt ein Einsatzrohr, dessen Durchmesser um ein Fünftel bis ein Drittel
kleiner ist als der innere Durchmesser des Gefäßes.
Außerdem ist dieses Rohr in seiner Länge um ein Viertel kürzer als die innere Höhe des Reaktionsofens
und derart im Gefäß inneren angeordnet, daß zwischen den Rohrenden und den Enden des Gefäßes ein
Zwischenraum bleibt. Gleichzeitig werden in dieses Gefäß durch Leitung 6 und Pumpe 7 300 m3 Luft und
15 g Kobalt in Form einer Lösung von Kobaltnaphthenat in Cyclohexan eingeführt. Die Reaktionstemperatur beträgt 140° C und der Druck 25 at. In
dem Reaktionsgefäß wird durch die von unten eingeführten Ausgangsstoffe und die Luft eine dauernde
Strömung erzeugt, die das Reaktionsgemisch innerhalb des Einsatzrohres nach oben und von dort im Raum
zwischen dem Einsatzrohr und der Außenwand wieder abwärts führt. Ein Teil des Oxydationsgemisches entweicht
aus dem oberen Teil des Reaktionsgefäßes 5
durch Leitung 8 mit einer Temperatur von 140° C, wird aus Leitung 11 mit 135 kg Waschwasser vermischt
und gelangt ohne Entspannung in einen Wärmeaustauscher 9 mit drucktragender Wand, in
dem es seine Wärme durch die Rohrwandungen an das gewaschene, auf Atmosphärendruck entspannte Oxydationsgemisch
abgibt und dadurch auf 90° C abgekühlt wird. Dann gelangt das Oxydationsgemisch des Ofens 5 durch Leitung 10 in den Wärmeaustauscher
3, in dem es weitere Wärme an den zu oxydierenden Ausgangsstoff abgibt und dabei selbst
auf 80° C abgekühlt wird. Das Oxydationsgemisch gelangt durch Leitung 12 in das Abscheidegefäß 13, in
dem die gas- und dampfförmigen Anteile und das Waschwasser wieder abgetrennt werden. Die gas- und
dampfförmigen Anteile entweichen durch Leitung 14, das Waschwasser, das die untere Schicht bildet, wird
durch Leitung 15 abgezogen. Das gewaschene Oxydationsgemisch wird über Leitung 16 bei einer Temperatur
von etwa 80° C in den beheizten Vorheizer 17 geführt und dort auf 100° G aufgewärmt. Im Reaktionsofen 18; der von gleicher Größe und Bauart wie der
Ofen 5 ist, wird die oxydative Behandlung unter gleichen Bedingungen wiederholt, d. h., es werden über
die Leitung 19 und Pumpe 20 stündlich 300 m3 Luft und 15 g Kobalt eingeführt und das Gemisch auf
140° C aufgeheizt. Das 140° C heiße Oxydationsgemisch
wird aus Leitung 11 mit 135 kg Waschwasser vermischt, durch Leitung 21 dem Wärmeaustauscher
22 zugeleitet, in dem es seine Wärme an das den Wärmeaustauscher 9 verlassende entspannte Oxydationsgemisch
abgibt und mit 90° C durch Leitung 23 in den Wärmeaustauscher 2 gelangt, in dem es weitere
Wärme an das zu oxydierende Cyclohexan abgibt. Das auf 80° C abgekühlte Oxydationsgemisch wird
durch Leitung 24 dem Abscheidegefäß 25 zugeleitet. Die flüchtigen Anteile entweichen durch Leitung 26,
Waschwasser wird durch Leitung 27 abgezogen, und das flüssige Oxydationsgemisch wird durch Leitung
28 entnommen. Aus der Leitung 29 wird das Oxydationsgemisch nun mit 250 kg frischem Wasser gemischt
und anschließend in das Abscheidegefäß 30 gebracht, in dem es vom Waschwasser wieder abgetrennt
wird. Das Waschwasser fließt durch Leitung 11 ab und wird geteilt dem Oxydationsgemisch in den Leitungen
12 und 24 vor den Abscheidegefäßen 13 und 25 zugesetzt. Das flüssige gewaschene Oxydationsgemisch
verläßt durch Leitung 31 den Abscheider 30 und wird durch Leitung 32 stündlich mit 120 kg einer
15 '"/»igen Natronlauge vermischt und Abscheidegefäß
33 zugeführt. Aus diesem wird durch Leitung 34 die Lauge abgezogen. Das flüssige Oxydationsgemisch
wird durch Leitung 35 entnommen und mit 120kg frischem Wasser aus Leitung 29 gemischt und in das
nachfolgende Abscheidegefäß 36 geführt. Die wäßrige Lösung wird über die Leitung 37 abgezogen, während
das Oxydationsgemisch über die Leitung 38 entnommen und durch Ventil 39 auf Atmosphärendruck entspannt
über die Wärmeaustauscher 9 und 22 in die Destillationsanlage geführt wird. Aus dem Oxydationsgemisch werden 8,5 m3 Cyclohexan
durch Destillation abgetrennt. In einer zweiten Destillationsstufe erhält man 110 kg Cyclohexanon
und 160 kg Cyclohexanol.
Durch den Wärmeaustausch zwischen dem heißen, aus den beiden Oxydationsgefäßen kommenden Oxydationsgemisch
mit dem gewaschenen entspannten Oxydationsgemisch werden von den im Oxydationsgemisch enthaltenen 8,5 m3 Cyclohexan 6 m3 verdampft.
Dadurch werden etwa 360000 kcal bei der nachfolgenden Destillation eingespart. Diese Wärmemenge
kann jedoch nicht für die nachfolgende Destillation eingespart werden, wenn man die Entspannung
des Reaktionsgemisches bereits vor erfolgtem Wärmeatistausch
durchführt.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Alkoholen und Ketonen durch Oxydation von cycloaliphatischen
Kohlenwasserstoffen in flüssiger Phase bei Temperaturen von 100' bis 180° C und unter einem
Druck von 3 bis 50 at in mehreren hintereinandergeschalteten Reaktionsgefäßen und gegebenenfalls
in Gegenwart von Oxydatiomskatalysatoren, unter Einführen der zu oxydierenden Stoffe und Sauerstoff
oder sauerstoffhaltiger Gase bei einer unterhalb der Reaktionstemperatur liegenden Temperatur
und unter erhöhtem Druck in die hintereinandergeschalteten Reaktionsgefäße, in denen sich
die Reaktionsteilnehmer in kreisender Bewegung befinden, Ausnutzen der frei werdenden Reaktionswärme
durch Wärmeaustausch und Aufarbeiten der Oxydationsprodukte durch Destillation, nachdem sie Wasserwäschen und gegebenenfalls
Wäschen mit Alkalihydroxyd oder -carbonat unterworfen wurden, dadurch, gekennzeichnet, daß
das jedes Reaktionsgefäß verlassende heiße Reaktionsgemisch zunächst unter dem Reaktionsdruck
durch einen Wärmeaustauscher geleitet wird, in dem es seine Wärme indirekt an das nach dem letzten
Gefäß anfallende gewaschene und ganz oder teilweise entspannte flüssige Gemisch aus Oxydationsprodukt
und Ausgangsstoff abgibt und dann erst ganz oder teilweise entspannt wird und das in
den Wärmeaustauschern teilweise verdampfte Gemisch in üblicher Weise durch Destillation in
Oxydationsprodukt und Ausgangsstoff zerlegt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das aus dem Reaktionsgefäß kommende
heiße Reaktionsgemisch nach Durchgang durch den ersten Wärmeaustauscher in einen zweiten
Wärmeaustauscher geführt wird, in dem es weitere Wärme an den zu oxydierenden Ausgangsstoff
abgibt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 009 625;
deutsche Patentschrift Nr. 859 465;
USA.-Patentschrift Nr. 2 615 921.
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 009 625;
deutsche Patentschrift Nr. 859 465;
USA.-Patentschrift Nr. 2 615 921.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
©909 768/433 3.60
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|---|---|---|---|
| DEB46223A DE1078569B (de) | 1957-09-28 | 1957-09-28 | Verfahren zur Herstellung von Alkoholen und Ketonen durch Oxydation von cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEB46223A DE1078569B (de) | 1957-09-28 | 1957-09-28 | Verfahren zur Herstellung von Alkoholen und Ketonen durch Oxydation von cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1078569B true DE1078569B (de) | 1960-03-31 |
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ID=6967874
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|---|---|---|---|
| DEB46223A Pending DE1078569B (de) | 1957-09-28 | 1957-09-28 | Verfahren zur Herstellung von Alkoholen und Ketonen durch Oxydation von cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1078569B (de) |
Cited By (4)
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