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DE107353C - - Google Patents

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Publication number
DE107353C
DE107353C DENDAT107353D DE107353DA DE107353C DE 107353 C DE107353 C DE 107353C DE NDAT107353 D DENDAT107353 D DE NDAT107353D DE 107353D A DE107353D A DE 107353DA DE 107353 C DE107353 C DE 107353C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
podium
piano
cover
pianino
rails
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT107353D
Other languages
English (en)
Publication of DE107353C publication Critical patent/DE107353C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10CPIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
    • G10C1/00General design of pianos, harpsichords, spinets or similar stringed musical instruments with one or more keyboards

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Stringed Musical Instruments (AREA)
  • Auxiliary Devices For Music (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 51: Musik-Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom l. März 189g ab.
Man hat zwar schon lange dahin gestrebt, Concert-Pianinos zu bauen, welche denselben starken Ton, also dieselbe Seitenlange und denselben grofsen Resonanzboden besitzen, wie ein grofser Flügel, diesem gegenüber aber den grofsen Vorzug aufweisen, dafs sie bedeutend' weniger Bodenfläche beanspruchen. Jedoch waren die dahin gerichteten Bestrebungen nach Ansicht des Erfinders bisher erfolglos, weil an das Pianino andere Anforderungen gestellt werden, die nicht so leicht zu erfüllen sind. Zunächst ist eine Hauptbedingung die, dafs die Klaviatur in der ülichen Höhe liegen bleiben mufs, in welcher sie bei den bisherigen Klavieren liegt, so dafs der Spieler bequem und in der richtigen Armhaltung dieselbe beherrschen kann. Liefse man aber die Klaviatur in dieser üblichen Höhe und machte das ganze Klavier so hoch, dafs die Saiten die Länge wie beim grofsen Flügel erhielten, aufserdem der Resonanzboden so grofs würde wie bei diesem, so würde der Qbertheil des Klaviers oberhalb der Höhe der Klaviatur gegen den Untertheil unverhältnifsmäfsig hoch und grofs erscheinen und deshalb das ganze Instrument einen ungewöhnlichen Eindruck machen. Es würde dem Räume, worin es steht, nicht mehr zur Zierde, sondern zur Verunstaltung gereichen.
Vorliegende Erfindung soll nun die gestellte Aufgabe der Verlängerung der Saiten und Vergröfserung des Resonanzbodens beim Concert-Pianino bis auf die Gröfse, welche sie beim grofsen Flügel haben, lösen, ohne dafs die vorerwähnten, bei der anderen und nächstliegenden Lösung dieser Aufgabe unvermeidlichen Uebelstände zu Tage treten.
Das Klaviergehä'use α ist zu dem Zwecke mit einem besonderen Untertheil c versehen, über welchem erst die üblichen Beine oder Consolen b beginnen, auf denen oben die Tastatur liegt. Der Untertheil c enthält ein nach der Vorderseite des Klaviers ausziehbares Podium, auf welchem der Spieler erhöht sitzt, so dafs er die Tastatur wieder in derselben Höhenlage vor sich liegen hat, wie bei den bisherigen Pianinos üblich, während dieselbe etwa in der Mitte der Gesammthöhe des Gehäuses α nebst Untertheil c angeordnet ist, so dafs der ganze Bau trotz seiner Erhöhung einen gefälligen Eindruck macht.
Auf beiliegender Zeichnung zeigt Fig. 1 eine perspectivische Vorderansicht des Klaviers bei fortgedachten Vorderwänden, so dafs man darin die grofsen Saitenrahmen mit den Saiten, sowie die sonstige innere Einrichtung liegen sieht, mit Ausnahme der Klaviatur und der Mechanik, welche fortgelassen sind.
Die Fig. 2, 3 und 4 zeigen das untere Ende des Klaviers in einem waagrechten Schnitt durch das Gehäuse α mit oberer Ansicht auf den besonderen Untertheil bezw. einen Querschnitt bezw. die Seitenansicht desselben bei unausgezogenem Podium, während Fig. 5, 6 und 7 bezw. dieselben Schnitte bezw. Ansichten bei ausgezogenem Podium und Fig. 8 bis 10 die entsprechenden Schnitte und Ansichten bei doppelt ausgezogenem Podium darstellen.
Die besondere.Einrichtung ist folgende: Die sogenannte Raste des Pianinos ist mit dem Untertheile zu einem Ganzen verbunden und hat dadurch eine ganz aufsergewöhnliche Höhe bekommen, durch welche die Anbringung des
grofsen Resonanzbodens und der langen Saiten wie beim grofsen Flügel ermöglicht ist.
Der Untertheil besteht aus den beiden im Querschnitt winkelförmigen Seitenwänden c, ,zwischen welchen unten durch den Boden und vorn und oben durch das ausziehbare Podium b und einem besonderen noch über letzterem liegenden Deckel η die Verbindung bezw. der Abschlufs bewirkt ist. Das Podium d stellt gewissermafsen eine umgekehrte, unten und hinten offene Schublade dar, in deren Vorderecken die Füfse e befestigt sind, welche sich bei eingeschobenem Podium in entsprechende Einschnitte an der Vorderseite des Bodens legen, während sie bei ausgezogenem Podium letzteres an seinem sonst freistehenden Vorderende tragen und so in waagrechter Lage erhalten.
Der Deckel η ist ebenfalls nach vorn leicht ausziehbar gemacht, so dafs man den unter ihm bezw. der Decke des Podiums b liegenden Hohlraum benutzen kann, z. B. zum Aufbewahren von Noten u. dergl.
Der Untertheil c und damit auch das Podium d sind so breit gehalten, dafs sie bei eingeschobenem Zustande des Podiums nicht weiter in das Zimmer hineinragen als der Klaviaturkasten, also nicht im Wege sind und keinen gröfseren Raum beanspruchen, als das gewöhnliche Klavier auch beansprucht.
In ausgezogenem Zustande bietet dann das Podium Oberfläche genug, um den üblichen Klavierstuhl oder eine Klavierbank darauf stellen zu können, auf welcher der oder die Spielenden Platz nehmen.
Für besondere Fälle, wo auch noch vor dem Klavierstuhl bezw. der Klavierbank Platz gewünscht wird, z. B. für einen Sänger oder Dirigenten eines Vereins oder dergleichen, dient die gezeichnete besondere Ausführungsform, bei der das Podium d über seine in den Fig. 5 bis 7 gezeichneten Auszugsstellungen hinaus nochmals, also doppelt ausgezogen werden kann, wobei zugleich der Deckel η mit ausgezogen wird, so dafs dann auf diesem der Klavierstuhl oder die Bank Platz erhält.
Die Einrichtung, um hierbei einerseits das Podium, welches alsdann ganz aus dem Untertheil c herausgezogen wird und seine Stütze auf dem Klavierboden verliert, zu stützen und zu führen, andererseits sowohl dieses als auch den Deckel η beim Herausziehen des Podiums sofort mitzunehmen und zu stützen, ist folgende:
Auf dem den Klavierboden nach vorn abschliefsenden senkrechten Brett A:, welches zwischen den beiden Seitenwänden c des Untertheiles angebracht ist, sind beiderseits Führungshülsen i befestigt, in welche die Schienen g laufen, an deren vorderem Ende Füfse f nach unten hin angebracht sind. Das obere Ende der Füfse f, welches einen über die Schienen g so hoch vortretenden Vorsprung bildet, dafs die Oberfläche des Deckels von d leicht über der Oberfläche der Führungshülse i hinweggeht, bildet die Stütze für das hintere freie Ende des Podiums in ganz ausgezogenem Zustande, während auf dem Hinterrande desselben der Vorderrand des mitausgezogenen Deckels η aufruht.
Vorn vor der Schiene g ist ein Querarm / angebracht, gegen welchen Anschläge^ oder Mitnehmer m stofsen, die unter der Decke des Podiums d an deren Hinterrande angebracht sind.
Die Schiene g steht nun für gewöhnlich
dem Gehäuse oder der Hülse / in solcher Stellung, dafs durch Auftreffen der Anschläge pt am Podium gegen die Querarme / einerseits und durch gleichzeitiges Anstofsen von aufwärts gehenden Armen h am hinteren Ende der Schiene g gegen die Hinterkante des Deckels η andererseits der erste Auszug des Podiums begrenzt wird. :
Zieht man nunmehr das Podium noch weiter heraus, so nehmen die Arme h den Deckel: η mit, bis sie gegen das obere Querstück der Führungshülse i treffen und dadurch auch der zweite Auszug begrenzt ist. In dieser Stellung entsteht seitlich zwischen den Seitenwändten des Podiums g und den Wänden c des Untertheiles ein Zwischenraum ρ und ebenso zwischen der hinteren Kante des mitvo.rgezogenen Deckels η und der Vorderwand r des Klaviergehäuses ein entsprechender Zwischenraum q, durch welche Oeffnungen dann auch der Schall des Klaviers in verstärktem Mafse herausdringt, ohne dafs man, wie es sonst bei Concerten in grofsen Räumen zu geschehen pflegt, d;en eigentlichen Klavierdeckel zu öffnen brauchte. Für den Spielenden und den Sänger ist '■ es zudem angenehmer, wenn die Töne des Klaviers hauptsächlich von unten kommen und nicht oben durch den geöffneten Deckel, da sie dieselben so leichter vernehmen und die Töne nicht etwa über sie hinweggehen können.
Bei vollständig eingeschobenem Unterlheil läfst sich dieses Pianino transportiren wie ein gewöhnliches und nimmt auch nicht mehr Raum ein als ein solches. Zudem liegt alsdann die Klaviatur gerade in einer angemessenen Höhe, um auch stehend spielen zu können, was namentlich den Dirigenten von Gesangvereinen, welche abwechselnd sich stehend dem Verein zukehren und hier und da einige Takte mitspielen oder begleiten wollen, sehr angenehm sein dürfte. Bei vorgezogenem Untertheil hat das Instrument das Ansehen eines gewöhnlichen, auf einem schön gearbeiteten Podium stehenden Pianinos. Sowohl für Spieler als auch für Vereinsdirigenten ist das Vorhandensein des Podiums und die erhöhte Lage der Klaviatur auch insofern von grofser Wichtig-
keit und Annehmlichkeit, als ihnen durch Einnähme des erhöhten Platzes die Möglichkeit geboten ist, Alles gleich zu übersehen.
-Zwischen den Beinen b des eigentlichen Pianinos und dem Deckel η bleibt zweckmäfsig ein gröfserer Zwischenraum o, so dafs man ein Wachstuch, einen Teppich oder dergleichen, der die Oberseite des Deckels schützen soll, darunter schieben kann.
Selbstredend können die Anschläge m auch durch Querleisten ersetzt sein, auch können die Arme h gegen Querleisten an der Unterseite des Deckels η greifen; die Querarme I an beiden Schienen g können auch eine andere Form, Lage und Stellung erhalten oder auch durch eine querüber gehende Latte ersetzt sein.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Ein Pianino, gekennzeichnet durch einen vorspringenden, aus zwei mit der Rast verbundenen Seitenwänden (c) und einem zwischen diesen liegenden, nach vorn ausziehbaren Podium (d) bestehenden Untersatz, zu dem Zwecke, dem Resonanzboden und der Saitenlänge die Abmessungen des Flügels geben zu können.
    2. Eine Ausführungsform des durch Anspruch ι gekennzeichneten Pianinos, bei welcher das Podium (d) zweimal herausgezogen werden kann und beim zweiten Auszug auch den Deckel (n) des Untertheiles mitnimmt, indem in Führungshülsen (i) liegende Schienen (g) durch gegen die Querarme (I) an ihrem Vordertheil wirkende Anschläge (m) am hinteren Ende auf der Unterseite der Decke des Podiums (d) mitgenommen werden und hierbei ihrerseits durch aufwärts gehende Arme (h) an ihrem hinteren Ende von hinten gegen den Deckel (n) greifen und diesen mitnehmen, während zugleich der Hinterrand des Podiums (d) und der Vorderrand des Deckels (n) durch am vorderen Ende der Schienen (g) befestigte Füfse (f) gestützt werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT107353D Active DE107353C (de)

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