DE1072410B - Verfahren zum Herstellen von Speicher anordnungen - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Speicher anordnungenInfo
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Description
Für die Speicherung von in einem binären Code vorliegenden Nachrichten sind sogenannte Matrixspeicher
bekanntgeworden. Diese Speicher bestehen aus einer Vielzahl nach Art einer Matrix angeordneter
Magnetkerne mit zumindest angenähert rechteckiger Hystereseschleife. Jedem einzelnen Element
der Information wird beim Speichern ein bestimmter Kern zugeordnet, und je nach dem Inhalt des Informationselementes
wird der Magnetkern in die eine oder andere der beiden möglichen Remanenzzustände
gebracht.
Die technische Fertigung derartiger Speichermatrizen ist verhältnismäßig kompliziert, zeitraubend
und teuer. Außerdem sind die fertigen Matrixebenen mechanisch sehr empfindlich. Im übrigen hat der
Ausfall eines einzigen Kernes bzw., wenn eine Ersatzzeile vorgesehen sein sollte, zweier Kerne den Ausfall
der ganzen .Matrixebene zur Folge. Es besteht seit langem der Wunsch, die Fertigung derartiger Matrixebenen zu automatisieren. Bis jetzt war es noch nicht
möglich, die aus einzelnen Kernen aufgebauten Matrizen automatisch zu fertigen.
Es ist bekannt, Speicherebenen aus ^Platten zu
fertigen, die aus einem Ferritmaterial bestehen, das im wesentlichen eine rechteckige Hystereseschleife
besitzt. Die einzelnen J5j>eicherzellen innerhalb dieser
Ferritplatte werden durch Löcher ^markiert, durch die die Verbindungsdrähte geführt werden. Diese Löcher
müssen im übrigen aus magnetischen Gründen sehr klein gehalten werden.
Eine derartige Speichermatrix hat aber unter anderem den Nachteil, daß unter den einzelnen Zellen ein
magnetiscfierlNebenschluß zustande kommt, der sich
auf die elektrischen- Eigenschaften der Speicherzellen ungünstig auswirkt.
Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, die einzelnen Kerne, um sie innerhalb der Matrix örtlich
genau festzulegen, durch_ dünne Stege des gleichen Materials wie die Kerne zu einer Platte zj^jre^biryien.
Neben dem magnetischen Nebenschluß zwischen den einzelnen Kernen, der nach wie vor vorhanden ist,
besitzt diese Ausführung den Nachteil, daß sie mechanisch besonders empfindlich ist.
Es ist darüber hinaus auch bekannt, die Magnet^
kerne einer Speichermatrix in gebohrte Platten aus unmagnetischem Material einzusetzen und zu verleimen.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Speicheranordnungen, bei denen die einzelnen
nach Art einer Matrix angeordneten Magnetringkerne in ein nicht; magnetisches Material einge^
jjettet und somit in ihrer räumlichen Läge innerhalb
der Matrix genau definiert sind, so daß die Verdrahtung automatisch erfolgen kann, und bei denen trotz-Verfahren
zum Herstellen
von Speicheranordnungen
von Speicheranordnungen
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München, :
München 2, Witteisbacherplatz 2
München 2, Witteisbacherplatz 2
Dipl.-Ing. Friedrich Ohmann, München,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
dem einjnagnetischer Nebenschluß zwischen den einzelnen
Kernen verm^edeji.jyird. Das Verfahren gemäß
der Erfindung besteht darin, daß nach Art einer Matrix eine Vielzahl von Ferritrohireri. in ein unmagnetisches,
vorzugsweise isolierendes Material ongegossen wird und daß vö~n dem dadurch entstehenden
Block aus unmagnetischem Material und Ferritrohren die einzelnen Matrixebenen abgetrennt, z. B. abgesägt
werden.
Bei der Speichermatrix nach der Erfindung werden also ebenso wie bei den übrigen Matrizen diskrete
Speicherzellen in Matrixanordnung verwendet. Die Lage der Kerne wird aber nicht durch die Leitungen,
sondern mit Hilfe einer isolierenden Vergußmasse in einer Platte gehalten.
Gemäß einer Weiterbildung des Erfindungsgedankens kann die Halteplatte gleichfalls die zum
Anschluß der Matrix notwendigen Lötösen aufnehmen. Die Fig. 1 der Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel
einer Matrixanordnung nach der Erfindung. In dieser Figur sind die einzelnen diskreten, ringförmigen
Speicherzellen mit 1 bezeichnet. Diese Kerne sind nach Art einer Matrix innerhalb der aus Isolierstoff bestehenden Halteplatte 2 angeordnet. Die Halteplatte 2
trägt außerdem die Lötösen 3, über die die durch die
einzelnen Kerne zu ziehenden Leitungen angeschlossen werden können.
Nach der Erfindung wird eine solche Matrixanordnung so hergestellt, daß eine Vielzahl von Ferritrohren
nach Art einer Matrix in die Vergußmasse eingcgOssen und von dem hierbei entstehenden Block
aus Vergußmasse und Ferritrohren die einzelnen Matrixebenen abgetrennt, z.B. abgesägt werden.
Die Fig. 2 der Zeichnung zeigt hierzu ein Ausführungsbeispiel. Die einzelnen Ferritrohre 4 sind von
den Stempeln 5 gehalten und in den Vergußblock 6 nach Art einer Matrix eingegossen. Die einzelnen Stem-
' ' ** .909 70T/159
pel 5 werden durch die Halteebenen 7 so gehalten, daß die Rohre innerhalb des Vergußblockes 6 eine genau
definierte Lage einnehmen. Von dem fertigen Block aus Ferritrohren und Vergußmasse werden die einzelnen
Ebenen, z.B. die Ebene 8, abgetrennt. Diese Ebenen entsprechen dann den in Fig. 1 dargestellten
Ebenen, · . .
Durch die Verwendung von vorzugsweise stranggepreßten
Ferritrohren aus einem magnetischen Material rechteckiger Hystereseschleife kann der Ausschuß
bei der Fertigung weitgehend herabgedrückt werden, da das eigentliche Ferritmaterial vor dem
Einbetten, z. B. Eingießen, hinsichtlich seiner elektrischen bzw. magnetischen Kernwerte geprüft werden
kann. Dies ist bei den. bekannten Matrixebenen, die aus einer einzigen Ferritmasse bestehen, nicht
möglich.
Dadurch, daß die einzelnen Kerne innerhalb einer Ebene eine genau definierte Lage einnehmen, kann die
Verdrahtung sehr einfach maschinell, z. B. mit einer nähmaschiiienartigen Anlage erfolgen. Das zeitraubende
Aufziehen der Kerne auf die Leiter kann also1 bei feiner Matrix nach der Erfindung vollkommen
wegfallen.
Eine Speichermatrix nach der Erfindung jarmöglicht
dann aber auch die Verwendung von gedruckten Schaltungen für die Verdrahtung. Gedruckte Schaltungen
können beispielsweise seitlich auf die Ebenen nach der Erfindung aufgesetzt werden, und die einzelnen
Leiter werden durch die Bohrung der Kerne hindurch verbunden. Dies kann beispielsweise auch dadurch geschehen,
daß in die Bohrung der, einzelnen Kerne, z. B. beim Einbetten in die Isolierstoffplatte, ein Leiterstück
eingelegt wird, das dann seitlich verdrahtet, z. B. mit den gegebenenfalls anzubringenden gedruckten Schaltungen
verlötet wird.
Als Einbettmasse kommen praktisch alle Stoffe, vorzugsweise Isolierstoffe, in Frage, die eine geringe
Permeabilität besitzen. Die Einbettplatte braucht natürlich zwischen den vorzugsweise mit einem gewissen
Abstand eingeketteten Kernen nicht kompakt zu sein, sondern es können zwischen den Kernen auch
Aussparungen (Lüftungsöffnungen) vorgesehen sein.
Claims (5)
1. Verfahren zum Herstellen von Speicheranordnungen,
die aus einer Vielzahl von nach Art einer Matrix angeordneten, in ein nichtmagnetisches
Material eingebetteten, ringförmigen Magnetkernen mit zumindest angenähert rechteckförmiger
Hystereseschleife bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß nach Art einer Matrix eine Vielzahl von
Ferritrohren in ein unmagnetisches, vorzugsweise isolierendes Material eingegossen wird und daß
von dem dadurch entstehenden Block aus unmagnetischem
Material und Ferritrohren die einzelnen Matrixebenen abgetrennt, z. B. abgesägt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ferritrohre vor und vorzugsweise
auch während des Vergießen« auf entsprechend geführte Stempel (Führungsdorne) aufgezogen
werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als unmagnetisches Material
ein spritzbarer Isolierstoff verwendet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenbohrungen
und auch die Seitenflächen der durch die Abtrennung der einzelnen Matrixebenen entstehenden
Matrixringkerne frei von Einbettmaterial bleiben.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in das unmagnetische
und vorzugsweise isolierende Material die zum Anschluß der Matrix notwendigen Lötösen mit
eingebettet werden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 1 111548.
Französische Patentschrift Nr. 1 111548.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 707/159· 12.
Applications Claiming Priority (1)
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| DES0053116 | 1957-04-12 |
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Country Status (5)
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| DE (1) | DE1072410B (de) |
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| GB (1) | GB833958A (de) |
| NL (1) | NL226705A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3252205A (en) * | 1963-02-11 | 1966-05-24 | Gen Dynamics Corp | Thermoelectric units |
| US3276105A (en) * | 1961-04-18 | 1966-10-04 | Alsacienne Constr Meca | Method for making thermocouples |
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- 1958-04-14 GB GB1184358A patent/GB833958A/en not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| NL226705A (de) | |
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| FR1205412A (fr) | 1960-02-02 |
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