DE1070843B - - Google Patents
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf photoelektrische Belichtungsmesser, insbesondere für photographische
Zwecke. Die bisher auf den Markt gebrachten Belichtungsmesser arbeiten durchweg mit einem Photoelement
als lichtempfindlichem Organ und einem elektrischen Drehspulinstrument als Anzeigegerät. Anordnung
und Abmessung des lichtempfindlichen Organs und des Meßinstrumentes sind dabei weitgehend verschieden.
In einem Punkt aber gleichen sich alle diese Anordnungen, nämlich darin, daß die Anzeige des
Meßinstrumentes ihrem Ursprung nach nicht linear ist. Erst durch zusätzliche, meist nur empirisch ermittelte
Maßnahmen wird die Anzeige nachträglich so weit linearisiert, daß sie den Bedürfnissen des praktischen
Gebrauchs halbwegs entspricht. Auch ist die untere Grenzempfindlichkeit derartiger elektrischer
Belichtungsmesser gering, da sie durch die minimalen Photoströme und durch die Grenzempfindlichkeit des
Instrumentes gegeben ist. In der Praxis kann man die Größe des Photoelements nicht beliebig steigern, um
dem Instrument genügend Meßstrom zur Verfügung zu stellen, und ist deshalb gezwungen, die untere
Grenzempfindlichkeit über einem Bereich zu belassen, in welchem photographische Aufnahmen mit den heutigen
hochempfindlichen Filmen und einer lichtstarken Optik noch durchaus möglich sind. In diesen photographischen
Bereichen kann aber aus den oben geschilderten Gründen ein genaues Messen der Belichtungszeiten
mit den bekannten Belichtungsmessern nicht mehr durchgeführt werden. Der Nachteil unlinearer
Instrumentenanzeige bei Verwendung des Photoelements in seiner gebräuchlichen Anordnung
kann auch mit einer Schaltung, bei welcher das Instrument auf Null einspielt, mit herkömmlichen Mitteln
und auf einfache Weise nicht behoben werden. Aus diesem Grunde ist eine direkte Kupplung
des Belichtungsmessers mit gleichförmig geteilten Zeit- und Blendenringen nicht ohne weiteres möglich.
Neben den Vakuumzellen und photoelektrischen Sperrschichtzellen werden in manchen Zweigen der
Technik und Wissenschaft seit geraumer Zeit auch Widerstandsphotozellen verwendet. Für Spezialgeräte
wurden auch schon Brückenschaltungen mit derartigen Widerstandszellen bekannt, welche gegenüber der Verwendung
z. B. von Selensperrschichtzellen gewisse Vorteile bezüglich der Meßempfindlichkeit aufweisen.
Diese Brückenschaltungen enthalten in ihrem einen Brückenzweig die Widerstandszelle, im anderen
Brückenzweig einen Verigleichswiderstand und im dritten das Potentiometer, auf dem ein Schleifer verschiebbar
ist, welcher am Abgleichszweig liegt. Letzterer enthält ein Relais oder ein Meßinstrument und
führt anderen Endes zum Verbindungspunkt der
Anmelder:
Voigtländer Aktiengesellschaft,
Braunschweig, Berliner Str. 53
Dr.-Ing. Fritz Faulhaber1 Schönaich (Württ.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
beiden erstgenannten Brückenzweige. Dem Potentiometerzweig ist eine Stromquelle zugeschaltet.
Diese vorerwähnten Geräte mit Widerstandsphotozelle können aber den für die allgemeine Amateurphotographie
zu stellenden Anforderungen zur Berücksichtigung der vielfältigen photographischen Belange
nicht ohne weiteres gerecht werden, weil sie ihrer Natur nach einen nicht linear verlaufenden Arbeitsbereich,
also eine unlineare Charakteristik, aufweisen. Deshalb hat sich die Verwendung von Widerstandsphotozellen
beim Bau photographischer Belichtungsmesser für die Amateurphotographie bislang praktisch nicht realisieren lassen.
Zur betriebsmäßigen Messung der Farbe von Lichtquellen wurde außerdem ein Vorschlag bekannt, die
Lichtfarbe durch eine einzige Zahl, den Farbindex, zu kennzeichnen, der als das Verhältnis des Blauanteils
zum Rotanteil des Lichtes mittels Standardfiltern gemessen wurde, wobei dieser Messung eine Berechnung
folgen mußte. Um diese Berechnung zu ersparen und statt dessen den Quotienten direkt messen zu können,
sah ein weiter bekanntgewordener Vorschlag vor, eine Brückenschaltung anzuordnen, bei der die Widerstandsbahn
des Abgleichswiderstandes eine spezielle Charakteristik aufwies, welche das Messen mit hinreichender
Genauigkeit ohne Meßbereichsumschaltung ermöglichte.
Eine derartige bekannte Farbtemperaturmessung kann aber mit ihrer prinzipiellen Anordnung ebenfalls
nicht ohne weiteres als Belichtungsmeßeinrichtung verwendet werden. Bei der bekannten Brückenschaltung
müssen nämlich der dort vorliegenden Aufgabe gemäß in beiden Brückenzweigen photoelektrische Organe
liegen, die entsprechend ihren Vorsatzfiltern verschiedene Ströme liefern, welche den entsprechenden
Farbanteilen entsprechen. Diese beiden Ströme wer-
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den dort über das für diesen speziellen Zweck nach einer besonderen Charakteristik verlaufende Potentiometer
durch Nullabgleich miteinander verglichen. Demgegenüber müssen bei einem Belichtungsmesser,
wie er der Erfindung entsprechen und für photographische Zwecke brauchbar sein soll, die photoelektrischen
Bauteile in dem einen Stromkreis liegen und in dem anderen Stromkreis ein Vergleichswiderstand,
damit der von der Beleuchtungsstärke abhängende Photostrom der einzigen angeordneten Zelle durch
Abgleich des Potentiometers gemessen werden kann. Man muß daher auf die schon erwähnte, an sich bekannte
Brückenschaltung für Widerstandszellen zurückgreifen.
Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen photoelektrischen Belichtungsmesser,
insbesondere für photographische Zwecke, zu schaffen, der in einer elektrischen Brückenschaltung mit Widerstandsphotozelle
im einen Brückenzweig, einem Vergleichswiderstand im anderen Brückenzweig, einem ao
Anzeigeinstrument, einer Stromquelle und einem Brüökenpotentiometer von besonderer Widerstandscharakteristik aufgebaut ist und den vielfältigen Belangen
der modernen Amateurphotographie in allen praktisch vorkommenden Meßbereichen, insbesondere
auch denen geringer Beleuchtungen im Aufnahmeraum, gerecht wird. Dabei soll neben der speziellen
Dimensionierung des Brückenpotentiometers gleichzeitig auch die Größe des Vergleichswiderstandes im
anderen Brückenzweig so gewählt werden, daß der Einstellbereich symmetrisch derart unterteilt wird,
daß seine erste Hälfte ebensoviele Lichtwertabschnitte enthält wie seine zweite.
Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß die Widerstandscharakteristik des Brückenpotentiometers S-förmig
aufgebaut ist, daß der Potentiometerschleifer bei gleich großen Schleiferschnitten jeweils verschieden
stark zunehmende bzw. abnehmende Widerstandswerte abgreift und daß gleichzeitig außerdem der genannte
Vergleichswdderstand so bemessen ist, daß der vom Schleifer bestrichene Bereich des Potentiometers
derart symmetrisch zum Gesamtwiderstand des Potentiometers liegt, daß die Mitte des mechanischen
Weges des Schleifers mit der elektrischen Mitte des Potentiometers übereinstimmt.
In der nachfolgenden Beschreibung sind nähere Einzelheiten über den Erfindungsgegenstand erläutert.
Insbesondere ist angegeben, welche mathematischen Formeln für die erfindungsgemäßen Relationen gelten,
nach denen sowohl das Potentiometer als auch der Vergleichswiderstand aufgebaut sein sollen.
Zur Erläuterung der Erfindung sei zunächst die Charkteristik einer Widerstandsphotozelle betrachtet,
wie sie nur für den photographisch interessierenden Teil in Fig. 1 dargestellt ist und im doppellogarithmisehen
Maßstab praktisch eine gerade Linie darstellt. Das hierbei interessierende Kurvenstück ist nach folgenden
Gesichtspunkten herausgegriffen: Für die photographische Technik kommen Belichtungsstärken in
Frage, welche sich, von den höchsten in der freien Natur vorkommenden Beleuchtungsstärken angefangen,
d. h. also von etwa 100 000 Ix bis herunter zu etwa 1 lx, was ungefähr der Beleuchtung einer Kerze
entspricht, erstrecken. Es sei hier eingeschaltet, daß dieser photographisch interessierende Bereich mit seinen
Beleuchtungsstärken nicht voll zur Wirkung kommen kann, bei einem Belichtungsmesser, welcher, wie
eine bevorzugte Aus führungs form des Erfindungsgegenstandes, Mittel zur Bündelung des Meßlichts
aufweist, die naturgemäß das Meßlicht schwächen.
In Fig. 1 sind die Beleuchtungsstärken, welche auf der Zelle des Belichtungsmessers wirksam werden und
welche proportional den Beleuchtungsstärken des zu photographierenden Gegenstandes sind, auf der
Abszisse in logarithmischem Maßstab aufgetragen. Auf der Ordinate ist der Widerstand der Widerstandsphotozelle
bei verschieden starken Beleuchtungen, ebenfalls in logarithmischem Maßstab, aufgetragen.
Auf der Kurve ist bei der Beleuchtungsstärke von 32 000 Ix ein Punkt A markiert, welcher der höchsten
auf der Zelle auftretenden Beleuchtungsstärke entsprechen möge. Seine Lage wurde gemäß den praktischen
Verhältnissen gewählt. Außerdem ist ein Punkt B markiert, welcher etwa in der Gegend von 1 Ix Beleuchtungsstärke
liegt. Er möge dem schwächsten Meßlicht auf der Zelle entsprechen. In der praktischen
Photographie ist es üblich, die Abstufung der Beleuchtungsstärken nach dem Faktor 2 oder annähernd 2 vorzunehmen.
Aus diesem Grunde ergeben sich für den gewählten Bereich zwischen 1 und 32 000 Ix ganz
zwanglos fünfzehn gleiche Teile, da 215~32000 ist.
Da aus physikalischen Gründen die Charakteristik der Widerstandsphotozelle im doppellogarithmischen
Maßstab weitgehend gerade ist, ergeben sich für die gewählten Punkte A und B auf der Ordinate Widerstandswerte,
die mit C und D bezeichnet sind. Die Widerstandswerte C und D entsprechen also dem Endbzw.
Anfangswert der vorkommenden Ix-Werte. Wie die Ix-Werte auf der Abszisse nach dem Faktor 2 gestuft
einen gleichmäßigen Abstand aufweisen, so weisen auch die entsprechenden Widerstandswerte unter
sich gleiche Abstände auf, welche einem Potenzgesetz folgen.
In Fig. 2 is die verwendete Potentiometerschaltung dargestellt. In dieser Figur bedeutet a den Potentiometerabschnitt,
welcher auf der Seite des Vergleichswiderstandes R' liegt, b 'bedeutet den Teil des Potentiometerwiderstandes,
welcher auf der Seite des Photozellenwiderstandes Rz liegt. Mit 5 ist ein Nullinstrument bezeichnet, mit 6 der Potentiometerschleifer,
welcher den Gesamtwiderstand des Potentiometers Rpot in die bereits erwähnten Abschnitte a und b teilt.
Die Spannung der Batterie 7 hat in bekannter Weise •keinen Einfluß auf das Meßergebnis. Dde vorliegende
Erfindung besteht nun in erster Linie darin, die technische Regel dafür anzugeben, wie die Widerstandsabschnitte
a und b des Potentiometerwiderstandes Rpot zu bestimmen sind, damit jeweils lineare Verschiebungen
des PotentiometerschleiferiS 6 oder gleiche Drehwinkel eines Potentiometerknopfes die einzelnen
Punkte auf der Charakteristik, die zwischen A und B (Fig. 1) gelegen sind, derart einstellen, daß diese
jeweils den photographischen Gegebenheiten entsprechend unter dem Faktor 2 dn den Lichtwerten gestuft
sind. Hierzu sei kurz folgende Ableitung gegeben:
Die Ix-Werte gehen mit dem Faktor 2n, die Widerstandswerte gehen mit einem Faktor dn, wobei das
Verhältnis von d" zu 2" der Steigung der Kurve gemäß Fig. 1 entspricht. Der Exponent« 'bedeutet im betrachteten
Beispiel zweckmäßig die im photographischen Gebrauch üblichen Lichtwertzahlen, z.B. 1 bis 15.
Für die Meßbrücke besteht nun folgendeBeziehung:
ja R'
b ~ Rz-
In dieser Formel bedeuten a und b die obenerwähnten Potentiometerabschnitte, R' den Vergleichswiderstand
der Brücke und Rz den jeweiligen Zellenwider-
stand entsprechend dem auftreffenden Meßlicht. Nach dem oben Gesagten verläuft der Zelknwiderstand nach
der Formel
Rt = C1. d«.
Darin bedeutet C1 den Anfangswiderstand, in der Fig. 1 mit C bezeichnet, und d" die exponentielle Stufung
des Widerstandes zwischen den Punkten C und D. Da der Ordinatenabschnitt zwischen C und D gemäß
Fig. 1 in 15 Teile zu unterteilen ist, ist also der Faktor d gleich der fünfzehnten Wurzel aus dem Abstand
zwischen Punkt C und Punkt D, wobei dieser Abstand entsprechend der logarithmischen Skala als Quotient
in der Form -^- anzuschreiben ist.
Nachdem d so bestimmt ist, kann der Brückenwiderstand durch folgende Formel ausgedrückt werden:
d~n+l
In dieser Formel bedeutet b wieder den einen Abschnitt des Potentiometers, welches berechnet werden
soll. Rpot = a + b ist der Gesamtwiderstand des Potentiometers,
N die Gesamtanzähl der Lichtwertstufen, in unserem gewählten Ausführungsibeispiel also 15,
und η die jeweilige Lichtwertstufe, zu welcher der Teilwiderstand b des Potentiometers berechnet werden
soll. In dieser Formel ist vorausgesetzt, daß der Vergleichswiderstand R' die Größe
Λ*
R' = C1 · ys» = C1 · d*
Die Wahl des Vergleichswiderstandes gerade auf diesem Wert hat den Sinn und Zweck, den vom Schleifer
bestrichenen Bereich des Potentiometers symmetrisch zum Gesamtwiderstand des Potentiometers zu
legen, d. h., die Mitte des mechanischen Weges des Schleifers mit der elektrischen Mitte des Potentiometers
in Übereinstimmung zu bringen.
Die angegebene Formel gestattet die Anwendung von beliebigen n, d. h., η kann alle Werte zwischen
— oo und + oo, auch O und gebrochene Werte, annehmen.
Dieser Umstand ist bezüglich der in der Einleitung erwähnten relativen Unempfindlichkeit der bisherigen
Belichtungsmesser außerordentlich wichtig. Es bedeutet einen ganz beachtlichen Fortschritt, daß man mit
Hilfe der erfindungsgemäßen Anordnungen und Formeln sowohl bei sehr hellen als auch bei sehr geringen
Beleuchtungen noch eine ganze Anzahl von Belichtungsmeßstufen zusätzlich zu dem üblichen Stufenbereich
zur Verfügung hat. Dies wirkt sich vor allem in den Bereichen derjenigen Beleuchtungsstärken vorteilhaft
aus, welche unter der Meßgrenze der bisherigen Belichtungsmesser liegen. Es ist mit dem Erfindungsgegenstand
ohne weiteres möglich, die genauen Belichtungszeiten für Bühnenaufnahmen, Innenaufnahmen
ohne zusätzliche Beleuchtung, Dämmerungsaufnahmen usw. zu bestimmen.
Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Potentiometers. Es bedeuten darin Rpol
den gesamten Potentiometerwiderstand, 6 den Potentiometerschleifer, 7 die Batterie, Rz den Zellenwiderstand,
Rr den Vergleichswiderstand, 8 die den einzelnen Potentiorneterzwischenikorttakten zugeordneten
Lichtwertzahlen, 9 je drei Kontakte am Anfang und
Ende der Potentiometerwiderstandsbahn, deren Widerstandswerte gemäß der angegebenen neuen Formel
zusätzlich zu dem bisher in Belichtungsmessern üblichen Bereich errechnet wurde und genaue Lichtmessungen
in sehr hellen bzw. verhältnismäßig dunklen Aufnahmeräume gestatten. Die Zahlen, welche
jeweils zwischen den einzelnen Kontakten an der Potentiometerwicklung eingetragen sind, bedeuten die
Ohmwerte der jeweils zwischen den Kontakten liegenden Teilwiderstände. Besonders hingewiesen sei noch
darauf, daß die Erfindung nicht nur die Bestimmung der Widerstandsstufung für ganze Ldchtwertzahlen
gestattet, sondern auch solche für beliebige Zwischenwerte.
ts In Fig. 4 ist eine Potentiometerwiderstandsbahn Rpot gestreckt gezeichnet. Darin bedeuten die Zahlen 8
an den Kontakten die Lichtwerte wie in Fig. 3. Zwischen den Lichtwertzahlen 1 und 2 bzw. 2 und 3 usf.
sind je zwei weitere Kontakte 10 angeordnet. Diese
so Kontakte 10 stellen Zwischenstufen zwischen den ganzzahligen Lichtwerten dar. Eine erfinderische Besonderheit
des dargestellten Systems, bei welchem der Schleifer 6 des Potentiometers entweder einen einzelnen
Kontakt berührt, ausgezogen dargestellte Schleiferstellung, oder zwei Kontakte kurzschließt,
gestrichelt gezeichnete Schleiferstellung, besteht darin, daß bei nur drei Unterteilungen pro ganzer Stufe in
jeder sechs Einstell- und damit Abgleichmöglichkeiten gegeben sind, d. h., daß von Sechstel zu Sechstel
Blendenwert das Nullinstrument gegebenenfalls eine Nullstelle anzeigen kann. Dies kommt dadurch zustande,
daß für den Fall, in welchem der Potentiometerschleifer die ausgezogen dargestellte Stellung
einnimmt, das zugehörige Brückenverhältnis aus a2 : b2
gebildet wird, während für den Fall, in welchem der Schleifer die gestrichelt gezeichnete Stellung einnimmt,
das Brückerwerhältnis sich wie a2 3 : b2 3 darstellt.
Diese Sechstelung des Einstellbereiches ist vor allem itn Mittelbereich des Potentiometerabgleichs
sehr vorteilhaft zu verwenden, weil man gerade dort eine besonders deutliche Anzeige wünscht.
Ein derart bestimmtes Potentiometer hat noch den 'besonderen Vorteil, daß man damit ausgerüstete Belichtungsmesser
weitgehend unabhängig von den wirkliehen Anfangs- bzw. Endwerten des Zellenwiderstandes
justieren kann. Diese Justage erfolgt vorzugsweise durch Verdrehen des Potentiometers gegenüber seiner
Befestigung am Zeiten-, Blenden- oder Empfindlichkeitsrang der Gesamtanordnung. Hierzu zeigt ein Ausführungsbeispiel
die Fig. 5. Esibedeutendaibei 101 den Zeitring, der über Einsteliglieder die Verschlußgeschwindigkeit
beeinflußt, 102 ein oder mehrere Festhalteklammern, welche mit Schrauben 103 angezogen
werden und den Körper 104 des Potentiometers festhalten. Dieser Körper 104 ist aus nichtleitendem
Werkstoff gefertigt und trägt die Kontakte 105, welche jeweils mit der Widerstandswicklung 106 verbunden
sind. Auf den Kontakten 105 schleift der Schleifer 107, welcher fest am Filmempfindlichkeitsring 108 sitzt.
Dieser Ring 108 steht über eine Stiftsrastung 109,110, 111 mit dem Blendenring 112 in Verbindung. Die
Stiftrastung gestattet eine veränderliche Verbindung zwischen Blendenring 112 und Empfindlichkeitsring
108, mit welcher also die jeweilige Filmempfindlichkeit eingestellt werden kann. Die endgültige Justage
des Belichtungsmessers erfolgt durch Verdrehen des Potentiometefkörpers 104 nach Lösen der Schrauben
103 gegenüber dem Zeitring 101 so lange, bis die richtige Anzeige erreicht ist. Dann wird der Potentidmeterkörper
104 wieder festgeschraubt.
Claims (9)
- Ersetzt man in der obigen Formel für b den Wert b durch den Wertw. Ab (s. Fig.6), dessen Bedeutung weiter unten noch erklärt wird, so erhält man in einfacher Abwandlung die Formelti -—N_ 2lg( R*°* Λ\m-Ab jwelche eine Umformung für die Errechnung von η darstellt, falls m .Ab gegeben ist. Dabei bedeutet m den m-ten Teilwiderstand Ab der Potentiometerwicklung. Das Produkt m. Ab entspricht dem b in der zuerst genannten Formel. Man verwendet letztere Formel dann, wenn etwa folgende Aufgabe vorliegt: Es soll die Unterschiedsempfindlichkeit, das ist der Ausschlag pro Kontaktstufe, des Nullgalvanometers über den gesamten Drehbereich des Potentiometers etwa gleich sein. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Potentiometer aus gleichartigen und gleichwertigen Widerständen, aber mit verschiedenen Abständen ihrer Kontakte hergestellt wird. Fig. 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel. Man erkennt, wie die Kontakte nach der Mitte zu dichter aneinanderstehen. Zwischen den einzelnen Kontakten liegt jeweils der gleiche Widerstand. Die Kontaktabstände werden nach der obigen Formel bestimmt. Trotz ungleicher Kontaktabstände ist auch diese Ausführungsform linear in bezug auf die Lichtwerte, bzw. auf die Zeit-Blenden-Teilung.Will man den Belichtungsmesser nicht mit einem Objektivverschluß, einer Blende oder anderen, genau gleichförmig fortschreitenden photographischen Einflußgrößen kuppeln, so kann man auf die genaue Einhaltung der nach der Formel berechneten Werte verzichten. In diesen Fällen genügt statt eines drahtgewickelten Potentiometerwiderstandes ein solcher mit aufgebrachter Kohlebahn od. dgl., welche eine so gut es das jeweilige Herstellungsverfahren gestattet, S-förmige Kennlinie gemäß der angegebenen Formel aufweist. Ein derartiges Potentiometer hat den Vorteil ganz besonders geringer Herstellungskosten.Patentansprochε-1. Photoelektrischer Belichtungsmesser, insbesondere für photographische Zwecke, der in einer elektrischen Brückenschaltung mit Widerstandsphotozelle im einen Brückenzweig, einem Vergleichswiderstand im anderen Brückenzweig, einem Anzeigeinstrument, einer Stromquelle und einem Brückenpotentiometer von besonderer Widerstandscharaktepistik aufgebaut ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerstandscharakteristik des Brückenpotentiometers S-förmig aufgebaut ist, daß der Potentiometerschleifer bei gleich großen Schleiferschritten jeweils verschieden stark zunehmende bzw. abnehmende Widerstandswerte abgreift und daß gleichzeitig außerdem der genannte Vergleichswiderstand so bemessen ist, daß der vom Schleifer bestrichene Bereich des Potentiometers derart symmetrisch zum Gesamtwiderstand des Potentiometers liegt, daß die Mitte des mechanischen Weges des Schleifers mit der elektrischen Mitte des Potentiometers übereinstimmt.
- 2. Belichtungsmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wiiderstandszunahme desPotentiometers nach der FormelSOt+ 1bemessen ist, während außerdem zugleich der Vergleichswiderstand {K) die GrößeRt=C1-^d* = C1-d*besitzt, wobei die in diesen Formeln verwendeten Symbole den in der Beschreibung definierten Elementen entsprechen.
- 3. Belichtungsmesser nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Brückenpotentiometer aus einer Vielzahl hintereinandergeschalteter Teilwideiistände besteht, von denen jeder mit einem Schaltkontakt für den Potentiometerschleifer versehen ist, wobei entweder die Schaltschritte zwischen den Kontakten oder die zwischen ihnen liegenden Teilwiderstände untereinander gleich sind.
- 4. Belichtungsmesser nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Potentiometer als einfacher Wickelkörper für die einzelnen Teilwiderstandswicklungen mit herausgeführten Kontaktanschlüssen hergestellt ist, durch dessen Mittelachse die Drehachse des Potentiometerschleifers geht.
- 5. BeJichtungsmesser nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Brückenpotentiometer aus aufeinanderfolgenden Widerstandsgruppen besteht, deren Einzelwiderstände in jeder Gruppe unter sich gleich sind und nach der elektrischen Potentiometermitte hin größer werden, wobei jedoch die Kontakta/bstände kleiner wenden können.
- 6. Belichtungsmesser nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der ringförmige Potentiometerkörper justierbar an einem Einstellring befestigt ist, mit welchem eine photographische Einflußgröße, wie Filmempfindlichkeit, Filterfaktor od. dgl., für den Aufnahmeprozeß eingestellt wird.
- 7. Belichtungsmesser nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Potentiometer aus untereinander gleichen Teilwiderständen mit verschiedenen, nach der elektrischen Potentiometermitte hin enger stehenden Kontaktabständen besteht.
- 8. Belichtungsmesser nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Potentiometerschleifer derart ausgebildet und angeordnet ist, daß er bei seiner Verstellung längs der Widerstandstbahn entweder einen einzelnen Kontakt berührt oder zwei benachbarte Kontakte kurzschließt.
- 9. Belichtungsmesser nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Potentiometer mit Kohlewiderstandebahn verwendet ist.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 893 268; deutsche Patentanmeldung U 716 IX/42 h (bekanntgemacht am 10. 12.1953); Paul Gör lieh, Die Anwendung der Fotozellen, Leipzig, 1954, S.42;Hans Thiirrig, Otto-Paul Fuchs, Photowiderstände, Leipzig, 1939, S. 130 bis 133.Hierzu 1 Blatt Zeichnungenο 909 6m/202 12.59
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1070843B true DE1070843B (de) | 1959-12-10 |
Family
ID=595643
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT1070843D Pending DE1070843B (de) |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1070843B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1188931B (de) * | 1957-06-22 | 1965-03-11 | Agfa Ag | Fotoelektrische Einrichtung zur selbsttaetigen Steuerung einer im Objektivstrahlengang eines fotografischen Geraetes angeordneten Blende |
| DE1291534B (de) * | 1965-07-01 | 1969-03-27 | Leitz Ernst Gmbh | Belichtungsmesser mit Brueckenschaltung |
-
0
- DE DENDAT1070843D patent/DE1070843B/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1188931B (de) * | 1957-06-22 | 1965-03-11 | Agfa Ag | Fotoelektrische Einrichtung zur selbsttaetigen Steuerung einer im Objektivstrahlengang eines fotografischen Geraetes angeordneten Blende |
| DE1291534B (de) * | 1965-07-01 | 1969-03-27 | Leitz Ernst Gmbh | Belichtungsmesser mit Brueckenschaltung |
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