DE1070634B - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D473/00—Heterocyclic compounds containing purine ring systems
- C07D473/02—Heterocyclic compounds containing purine ring systems with oxygen, sulphur, or nitrogen atoms directly attached in positions 2 and 6
- C07D473/04—Heterocyclic compounds containing purine ring systems with oxygen, sulphur, or nitrogen atoms directly attached in positions 2 and 6 two oxygen atoms
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
DEUTSCHES
INTERNAT. KL. C 07 d
PATENTAMT
C07D 473 04
C14497 IVb/12p
ANMELDETAG: 7.MÄRZ1957
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 10. DEZEMBER 1959
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 10. DEZEMBER 1959
Gegenstand der Patentanmeldung C 11744 IVb/ 12 p
ist ein Verfahren zur Herstellung von l-(/?-Oxypropyl)-theobromin,
bei dem man 1-Allyltheobromin in Gegenwart von Wasseranlagerungskatalysatoren, vorzugsweise
Schwefelsäure, mit Wasser reagieren läßt.
Die Anlagerung von Wasser an olefinische Doppelbindungen in Gegenwart von sauren Katalysatoren
ist an sich bekannt. Diese Reaktion hat jedoch nur in besonderen Fällen methodische Bedeutung, da selten
einheitliche Hydratisierungsprodukte entstehen. Keinerlei Aussagen über die Möglichkeit und den Ablauf
einer Hydratisierungsreaktion lassen sich machen, wenn beispielsweise durch Ringsysteme und Einflüsse
verschiedener Art (z. B. sterische Hinderungen) die Wasseranlagerung beeinflußt wird wie in dem vorliegenden
Fall. Aus der deutschen Patentschrift 538 375 ist es bekannt, Quecksilberacetat an 1-Allyltheobromin
und 7-Allyltheophyllin anzulagern, wobei in beiden
Fällen eine Umsetzung eintritt. Völlig überraschenderweise hat sich gezeigt, daß bei den gleichen
Xanthinkörpern die Wasseranlagerung nicht in entsprechender Weise ausläuft. Der Versuch, an das
7-Allyltheophyllin Wasser unter den erfindungsgemäßen Bedingungen anzulagern, zeigt, daß hier
keine Reaktion eintritt, während nach dem Verfahren der Hauptpatentanmeldung 1-Allyltheobromin zu
einem einheitlichen Additionsprodukt in nahezu quantitativer Ausbeute führt. Es war nicht vorauszusehen,
daß auch das erfindungsgemäß verwendete 3-Allylparaxanthin
in einfacher Weise in das einheitliche 3- (/J-Oxypropyl) -paraxanthin übergeführt werden
kann.
Auch hierbei werden Wasseranlagerungskatalysatoren, wie Phosphorsäure, Bortrifmorid, vorzugsweise
Schwefelsäure, verwendet. Die Addition des Wassers an die Doppelbindung der Allylgruppe erfolgt gut in
der gewünschten Stellung. Das gebildete 3-(/?-Oxypropy
1) -paraxanthin läßt sich gabei in befriedigenden Ausbeuten isolieren. Das erhaltene Produkt schmilzt
bei 176 bis 178° C.
Für die Erzielung guter Ausbeuten und eines Produktes
mit hoher Reinheit ist es wichtig, die Temperatur bei der Reaktion in bestimmter Weise einzuhalten.
Zweckmäßig wird hierbei in verschiedenen aufeinanderfolgenden Temperaturstufen gearbeitet. In einer
ersten Stufe ist es vorteilhaft, die Reaktionsmischung auf Temperaturen unter 30° C zu kühlen. In der
zweiten Stufe werden gute Ergebnisse erzielt, wenn man die Reaktionsmischung a'uf zweckmäßig 50 bis
85° C erwärmt. Auch diese Erwärmung kann zweckmäßig stufenförmig durchgeführt werden, indem man
vorteilhafterweise zuerst auf 50 bis 65° C erhitzt und erst dann die Temperatur auf den Höchstwert, zweckmäßig
auf 75 bis 85° C steigert.
Verfahren zur Herstellung
eines /3-Oxypropylxanthins
eines /3-Oxypropylxanthins
Zusatz zur Patentanmeldung C 11744 IVb/12 p
(Auslegeschrift 1 067 025)
(Auslegeschrift 1 067 025)
Anmelder:
Chemiewerk Homburg Aktiengesellschaft, Frankfurt/M., Daimlerstr. 25
Dr. Karl-Heinz Klingler, Langen (Hess.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Nach Erzielung der höchsten Temperatur wird die Reaktionsmischung abgekühlt, mit Wasser verdünnt
und unter Rückfluß gekocht. Nach anschließendem Filtrieren wird die abgekühlte Lösung mit einer
Lauge, insbesondere einer konzentrierten Natronlauge neutralisiert, wobei sich das gebildete 3- (/3-Oxypropyl)-paraxanthin
abscheidet. Das Rohprodukt wird von der Salzlösung abgetrennt, getrocknet und aus Isopropylalkohol
umkristallisiert.
In 5 cm3 konzentrierte Schwefelsäure werden unter
Rühren und Eiskühlung 5 g 3-Allylparaxänthin innerhalb
von 15 Minuten eingetragen. Anschließend wird das Reaktionsgemisch unter Rühren innerhalb von
15 Minuten auf 60° C und im Laufe weiterer 30 bis 40 Minuten von 60 auf 85° C erhitzt. Nach dem Abkühlen
löst man in 23 cm3 Wasser, gibt etwas Tierkohle zu und kocht 3 Stunden unter Rückfluß. Dann
wird filtriert und die abgekühlte Lösung mit konzentrierter Natronlauge neutralisiert. Das so ausgesalzene
3-(/?-Oxypropyl) -paraxanthin wird abgetrennt, getrocknet und aus Isopropylalkohol umkristallisiert.
Man erhält so 1,2 g der reinen Substanz vom Schmelzpunkt 176 bis 178° C. Aus der Isopropylalkohol-Mutterlauge
sind noch weitere 0,8 g 3-(/?-Oxypropyl)-paraxanthin
zu gewinnen.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung eines /3-Oxypropylxanthins
durch Umsetzung der entsprechenden Allylxanthinverbindung mit Wasser in Gegenwart
von Wasseranlagerungskatalysatoren, vor-
909 688/396
zugsweise Schwefelsäure, nach Patentanmeldung C 11744 IVb/12p, dadurch gekennzeichnet, daß '
man hier 3-Allylparaxanthin mit Wasser zu
3-(/J-Oxypropyl) -paraxanthin umsetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn-
.. zeichnet, daß die Umsetzung stufenweise durch-,.,
geführt.,,w:ird, indem in einer ersten Stufe die
' Reaktionsmischung zweckmäßig auf Temperaturen
unter 30° C gekühlt wird, während in einer zweiten Stufe die Reaktionsmischung zweckmäßig
auf Temperaturen "Von 50 bis 85° C erwärmt wird. '"' 3'. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch
, :: ,gekennzeichnet, daß die zweite Stufe mit erhöhter
Temperatur ihrerseits zweistufig ausgeführt wird, wobei die Reaktionsmischung in der ersten Stufe
zweckmäßig auf 50 bis 65° C und in der zweiten Stufe' zweckmäßig bis auf 85° C erwärmt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reaktionsmischung
nach dem Kochen mit Natronlauge neutralisiert, gegebenenfalls filtriert und eindampft und das
erhaltene 3-(/?-Oxypropyl)-paraxanthin aus Isopropanol
umkristallisiert.
In Betracht gezogene Druckschriften:
C. Weygand, Organisch - Chemische Experimentierkunst, 2. Auflage, 1948, S. 260;
C. Weygand, Organisch - Chemische Experimentierkunst, 2. Auflage, 1948, S. 260;
Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, Bd. 32 (1899), S. 3196;
deutsche Patentschrift Nr. 538 375.
©. 909 688/396 12.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1070634B true DE1070634B (de) | 1959-12-10 |
Family
ID=595496
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1070634D Pending DE1070634B (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1070634B (de) |
-
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- DE DENDAT1070634D patent/DE1070634B/de active Pending
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