DE1070168B - Stereospezifisches Verfahren zur Herstellung von 1, 3 - Dihydroxy - 2 - amino.- alkenen-4 - Google Patents
Stereospezifisches Verfahren zur Herstellung von 1, 3 - Dihydroxy - 2 - amino.- alkenen-4Info
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Description
C O 7 C 8 7 / 2
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
kl. 12 ο 19/03
INTERNAT. KL. C 07 C
PATENTAMT
C 14918 IVb/12 ο
ANMELDETAG: 31. MAI 1957
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT:
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT:
3. DEZEMBER 1959
Die Erfindung betrifft ein neues stereospezifisches Verfahren zur Herstellung von l,3-Dihydroxy-2-aminoalkenen-4
der Formel
R-CH = CH-CHOH
CHNH2-CH2OH
worin R einen Alkyl-, insbesondere einen höheren Alkylrest
bedeutet, und ihren Acylverbindungen in Form ihrer verschiedenen Isomeren, wie der threo- und erythro-Verbindungen,
deren eis- und trans-Formen und ihren optischen Antipoden. Die Erfindung hat in erster
Linie die stereospezifische Herstellung von Verbindungen der Sphingosinreihe zum Gegenstand.
Es ist bekannt, daß dem Sphingosin die Konstitution des trans-erythro-l.S-Dihydroxy^-amino-octadecen^ der
Formel
CH3(CH2
CH H
Stereospezifisches Verfahren
zur Herstellung von 1 ,S-Dihydroxy^-amino-alkenen^
Anmelder: CIBA Aktiengesellschaft, Basel (Schweiz)
Vertreter: Dipl.-Ing. E. Splanemann, Patentanwalt, Hamburg 36, Neuer Wall 10
Beanspruchte Priorität: Schweiz vom 6. Juni, 5. Juli 1956 und 5. April 1957
HC--C-- C- CH9OH
OH NH2
und eine starke spasmolytijche Wirksamkeit zukommt.
Durch Reduktion dieser"7erbindung erhielt man erythro-Dihydrosphingosin
und durch Kondensation von PaI-mitinaldehyd mit /S-Nitroäthanol und anschließende
Reduktion der Nitrogruppe threo-Dihydrosphingosin. Die threo-Sphingosine konnten jedoch bis jetzt noch nicht
synthetisiert werden.
Es wurde nun gefunden, daß man auf einfache Weise 1,3-Dihydroxy-2-amino-alkene-4 stereospezifisch herstellen
kann, wenn man Alkin-2-ale-l mit /S-Nitroäthanol
kondensiert, die erhaltenen 1,3-Dihydroxy-2-nitro-alkine-4 mit einem Aldehyd umsetzt, in den erhaltenen Nitro-mdioxanen,
gegebenenfalls nach Isomerisierung durch Erhitzen oder Behandlung mit alkalischen Mitteln, die
Nitrogruppe reduziert, gegebenenfalls die erhaltene Aminogruppe acyliert, den Dioxanring mit sauren Mitteln
aufspaltet und auf beliebiger Stufe nach der Reduktion der Nitrogruppe die Dreifachbindung in eine Doppelbindung
umwandelt.
Die Kondensation der Alkin-2-ale-l mit /3-Nitroäthanol
kann man in an sich bekannter Weise durchführen. Dabei zeigt es sich, daß in überraschender Weise
bei dieser Reaktion nicht die zu erwartende 1,4-, sondern eine 1,2-Addition an die Carbonylgruppe stattfindet.
Die Umsetzung der erhaltenen l,3-Dihydroxy-2-nitroalkine-4 mit einem Aldehyd, besonders einem aromatischen
Aldehyd, in erster Linie Benzaldehyd, nimmt man vorzugsweise in Gegenwart eines sauren Kondensationsmittels,
wie Zinkchlorid, vor, wobei4-Alkin-l'-yl-5-nitro-m-dioxane erhalten werden. Diese lassen sich leicht
durch Erhitzen oder durch Behandlung mit alkalischen Mitteln isomerisieren. Bei dieser Umlagerung wird die
die threo-Konfiguration aufweisende Nitroverbindung Dr. Cyril Grob, Basel (Schweiz),
ist als Erfinder genannt worden
2
vorzugsweise in die erythro-Konfiguration übergeführt. Man reduziert dann in den erhaltenen Nitro-m-dioxanen
die Nitrogruppe, vorzugsweise mit Aluminiumamalgam.
Die so erhaltene Aminogruppe kann man in an sich bekannter Weise acylieren, wodurch die Spaltung des
Dioxanringes, die sich mit sauren Mitteln, wie verdünnter Salzsäure, vornehmen läßt, wesentlich erleichtert
wird. Auf beliebiger Stufe nach der Reduktion
der Nitrogruppe, d. h. vor oder nach der Aufspaltung des Dioxanringes, läßt sich die Dreifachbindung^Jn eine
Doppelbindung überführen. Dazu verwendet man vorzugsweise
Wasserstoff in Gegenwart eines Lindlar-Katalysators oder eines mit Chinolin vergifteten PaI-
ladium-Katalysators und erhält so eis-Verbindungen.
Zur Herstellung der trans-Isomeren reduziert man vorzugsweise mit einem Alkalimetall, besonders Natrium
oder Kalium, in Gegenwart eines Alkohols oder mit einem Dimetallhydrid, wie Lithium-Aluminiumhydrid.
So erhaltene Amino-diole lassen sich, wenn erwünscht,
in an sich bekannter Weise in Acylderivate oder erhaltene Acylderivate in die freien Amino-diole überführen. Man
kann auch erhaltene Racemate, z. B. durch Behandlung mit optisch aktiver Glutaminsäure oder auf mikro-
biologischem Wege, in ihre optischen Antipoden zerlegen. Je nach den Reaktionsbedingungen erhält man diel
Amino-diole als freie^ Basen od.eL.jn Form ihrer Salze,
vorzugsweise als Salze mit Säuren, wie Halogenwasser-; stoffsäuren, z. B. Salzsäure, Schwefelsäure, Phosphor-·
909 687/413
säuren, Perchlorsäure, Essigsäure, Citronensäure, Oxalsäure, Weinsäure, Ascorbinsäure, Methansulfonsäure,
Oxyäthansulfonsäure, p-Toluolsulfonsäure, Salicylsäure,
p-Aminosalicylsäure oder Acetylsalicylsäure. Die Basen
lassen sich in an sich bekannter Weise in ihre Salze überführen und erhaltene Salze wie üblich in ihre Basen umwandeln.
Das zum vorliegenden Verfahren verwendete Ausgangsmaterial ist bekannt oder läßt sich nach an sich
bekannten Methoden herstellen.
Die neuen Verbindungen können als_Heilmittel oder als
Zwischenprodukte zu deren Herstellung Verwendung finden]
Die Erfindung wird in den nachfolgenden Beispielen beschrieben. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden
angegeben.
In einem 50-cm3-Erlenmeyer-Kolben werden 86 mg
Pottasche in 2 cm3 Methanol auf 0° vorgekühlt und dann gleichzeitig 1 g Hexadecin-2-al-l und 0,38 g Nitroäthanol
zugegeben. Man hält diese Mischung 15 Minuten bei 0° und läßt dann 1 Stunde bei Raumtemperatur stehen.
Man kühlt dann erneut auf 0° ab, macht mit Eisessig und einigen Tropfen Wasser leicht sauer und zieht mit Äther
aus. Die Ätherauszüge werden mit Wasser neutral gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und am Vakuum
eingedampft. Bei Zugabe von Pentan fällt das threo-1 ,S-Dihydroxy^-nitro-octadecin^ der Formel
des Dioxanringes isomeren Verbindung der Formel
O2
CH3(CH2)12-C C
vom F. 33 bis 35°. Nach 2maligem Umkristallisieren aus
Äthanol schmilzt diese Verbindung bei 34 bis 35°.
2,7 g der bei 34 bis 35r schmelzenden m-Dioxanverbindung
werden in 90 cm3 Äther gelöst, 6 cm3 Wasser zugegeben und mit Aluminiumamalgam, hergestellt aus
3 g Aluminium, 14 Stunden bei Zimmertemperatur stehengelassen. Man nutscht den gebildeten Aluminiumschlamm
ab, zieht 3mal mit siedendem Äther aus, engt die vereinigten Ätherauszüge im Vakuum etwas ein und
trocknet sie über Natriumsulfat. Nach dem Entfernen des Äthers erhält man ein farbloses Öl, dem die Formel
H9N.
CH3(C H2)12 — C — C —.'
O O
NO,
CH3(CH2)12—C- C-C C-CH2OH
OH H
aus, das nach 3maligem Umkristallisieren aus Äther—
Pentan bei 74 bis 75° schmilzt.
103 mg reines threo-1,3-Dihydroxy-2-nitro-octadecin-4
werden mit 0,5 cm3 frisch destilliertem Benzaldehyd und zwei Spatelspitzen frisch geschmolzenem und pulveri-
; iertem Zinkchlorid in 5 cm3 abs. Benzol 8 Tage bei 18° geschüttelt. Man filtriert ab, wäscht das Zinkchlorid
2mal mit frischem Benzol aus, befreit im Vakuum das Filtrat vom Benzol und im Hochvakuum vom Benzaldehydüberschuß.
Der Rückstand wird zwischen Äther und Wasser verteilt, die Ätherlösung wird mit 2 n-Natriumcarbonatlösung,
dann mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und im Vakuum eingedampft.
Nach Zugabe von Pentan fallen feine Nadeln von 2-Phenyl-4-pentadecin-l '-yl-5-nitro-m-dioxan der
Formel
| (CH2 | 12 — < | O2 | N | I | / | |
| CH3 | ; = c | O \ |
\ | |||
|
/
/ *\ |
O | |||||
zukommt.
260 mg dieser Verbindung werden in 3 cm3 abs. Pyridin gelöst, mit 2 cm3 Acetanhydrid versetzt und 15 Stunden
bei 18° unter Feuchtigkeitsausschluß stehengelassen. Dann dampft man im Vakuum bei 40° ein, nimmt in
Äther auf, wäscht die ätherische Lösung mit 2 n-Salzsäure, mit 2 n-Natriumcarbonatlösung und mit Wasser,
trocknet sie über Natriumsulfat und dampft ein. Beim Einengen kristallisieren farblose feine Nadeln von 2-PhenyM-pentadecin-l'-yl-S-acetamino-m-dioxan
der Formel
CHXONHx
C Hg (C H^)^ —'
O O
55
vom F. 115 bis 116°. Diese Verbindung läßt sich aus Aceton Umkristallisieren. Die isomere Verbindung der
Formel
CH1COHNx ,H
CH3(CH2J12- C C-'
O O
und vom F. 69 bis 72° aus. Nach 2maligem Umkristallisieren aus Äthanol schmilzt diese Verbindung bei 74
bis 75°.
Man dampft die Mutterlaugen zur Trockne ein und gibt Äthanol zu. Durch Stehen im Eisschrank und Ab- ^^
filtrieren erhält man glänzende Blättchen der in Stellung 2 70 wurde analog aus dem bei 74 bis 75° schmelzendem 2 Phe-
nyW-pentadecin-l'-yl-S'-nitro-m-dioxan als farblose
Platten vom F 111 bis 112° erhalten
103 mg des Acetammo-m-dioxans vom F 115 bis 116°
werden in 4 cm3 Dioxan gelost und mit 4 cm3 2 n-Salz
saure versetzt Man halt das Reaktionsgemisch ^Stunde
bei 70°, stellt mit wenig Tropfen einer Pottaschelosung
alkalisch und verteilt zwischen Chloroform und Wasser Die Chloroformlosung wird mit Wasser gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet und eingedampft Man lost den kristallinen Ruckstand in wenig Athei, kühlt die
Atherlosung ab und erhalt so farbloses threo-1,3-Dihydroxy^-acetammo-octadecin^
der Formel
NHCOCH,
CH3(CH2)]2 —C—C -C— CH2OH
OH H
■vom I* 104 bis 105° Dieses N-Axetammodiol laßt sich
aus Aceton Umkristallisieren
Analoge Hydrolyse des x\cetammo-m-dio\ans vom
F 111 bis 112° ergibt ebenfalls diese Verbindung Der Mischschmelzpunkt zeigt keine Depression
116 mg dieser Verbindung werden in 6 cm3 n-Butanol
gelost und auf einem Ölbad \on 120° erhitzt Zu diesel
Losung gibt man innerhalb von 15 Minuten 200 mg Natrium, und wenn alles Natrium gelost ist entfernt
man den Hauptanteil Butanol im Vakuum Der Ruckstand wird zwischen Äther und Wasser verteilt, der
ätherische Anteil mit 2 n-Salzsaure, dann mit Wasser
gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und am Vakuum eingedampft Der Ruckstand, ein braunes 01,
wird mit wenig Äther versetzt und abgekühlt Man
erhalt so das wachsartige farblose trans-threo-ni -Sphingosin
der Formel
CH3(CH2
CH H
NH9
aus 30 mg Natrium in 3 cm3 abs Ethanol, 1 Stunde am
Ruckfluß gekocht Nach dem Einengen im Vakuum wird zwischen Wasser und Chloroform verteilt, die
Chloroformlosung mit Wasser gewaschen, über Natnumsulfat
getrocknet und eingedampft Man nimmt den farblosen Ruckstand in wenig Äther auf und erhalt
threo-1,S-Dihydroxy^-amino-octadecin-^ das aus Benzol—Pentan
umkristallisiert, ferne Kristalle vom F 83 bis 84° bildet
ίο 90 mg dieser Verbindung werden mit 100 mg Lithium-
\luminmmhydnd m 10 cm3 abs Äther wahrend 6 Stunden
unter Ruhren erwärmt, wobei eine Lithium-Alumimum-Komplexverbmdung
ausfallt Diese wird mit wenig Wasser zersetzt und das Reaktionsgemisch mit 5 cm3
einer 20°/0igen Natrmmhydroxvdlosung gerührt Man
filtriert, trennt die Atherschicht ab, wascht mit Wasser,
trocknet und dampft em Das zurückbleibende wachsartige threo-trans-DL-Sphmgosm wird mit Acetanhydrid
und Pyridin acetyliert und liefert reines Tnacetvlderivat
vom F 68 bis 70°
Die beschriebene Reduktion laut sich vorteilhaft in
Tetrahydrofuran an Stelle von Äther durchfuhren
31 mg Natrium werden in 18 cm! abs Alkohol gelost
und 580 mg der im Beispiel 1 aus 1 ,S-Dihydroxy^-mtrooctadecm-4
mit Benzaldehyd erhaltenen Verbindung vom F 74 bis 75° zugegeben Die Losung verfärbt sich
augenblicklich Nach 15 Minuten säuert man die braune
Losung mit Eisessig an und dampft im Vakuum zur
Trockne ein Den Ruckstand verteilt man zwischen Äther und Wasser wascht den Atheranteil mit Wasser
neutral, trocknet ihn über Natriumsulfat und dampft im
Vakuum zur Trockne em Durch Zugabe von Pentan und mehrfaches Umkristallisieren aus Pentan erhalt man das
in Stellung 5 isomere 2-Phenyl-4-pentadecln-Γ-vl-5-nltrom-dioxan
der Formel
HC
C -C
CH9OH
40
,NO,
C rig (C ^!2) 12 — C ~~ C
OH H
73 mg dieser Substanz werden in 1 cm3 abs Pyndin O O
gelost, mit 1 cm3 Acetanhydrid \ ersetzt und 2 Tage bei \ κ
18° stehengelassen Alan dampft dann im Vakuum bei 45 /\
40° zur Trockne ein, nimmt in Äther auf, wascht die /x H
ätherische Losung mit 2 n-Salzsaure, 2 n-Natnumcarbonatlosung
und Wasser, trocknet über Natriumsulfat und dampft ein Aus Pentan kristallisiert ein \/
Rohprodukt vom F 65 bis 75° Weitere Umkristalh- 50
sation aus Pentan ergab linsenförmige Kristalle vom vom F 58 bis 60° Die Isomerisierung ist nicht voll-F
69 bis 71° des Triacetylderrvats standig
Fuhrt man die Reduktion der Acetylenverbindung Geht man von der entsprechenden Verbindung vom
anstatt mit Natrium—Butanol mit Wasserstoff m Gegen- F 34 bis 35° aus, erhalt man auf analoge Weise em
wart von Lmdlar-Katalysator in abs Alkohol durch, 55 Produkt der Formel
so erhalt man das entsprechende N-Acetvl-cis-threo- H NO2
Di-sphmgosm der Foimel \/
2— C C
HC — (C H2)12 — C H3
HC-C
NHCOCH,
60
O O
C-
CH2OH
OH H
das, aus Aceton umknstallisiert, bei 97 bis 99° schmilzt
Sem Inacetat schmilzt bei 40 bis 41°
107 mg threo-1, S-Dihydroxy^-acetamino-octadecm^
das nach 2mahgem Umkristallisieren aus Alkohol bei 35 bis 36° schmilzt Hier ist die Isomerisierung vollständig
Durch Reduktion der Nitrogruppe und Acetyherung
werden mit einer Natriumalkoholatlosung, hergestellt 70 der Ammogruppe in der dem Beispiel 1 analogen Weise
erhält man das 2-Phenyl-4-pentadecin-l'-yl-5-acetaminom-dioxan der Formel
NHCOCH,
CH3(CHj)12-C-C-
das Tri-acetyl-derivat, das nach Umkristallisieren aus
Äther—Pentan bei 91 bis 92° schmilzt, aus.
Reduktion von erythro-1,3-Dihydroxy-2-acetamino-
octadecin-4 mit Wasserstoff in Gegenwart eines Lindlar-Katalysators
in Feinsprit ergibt nach Aufnahme von 1 Mol Wasserstoff erythro-cis-DL-l.S-Dihydroxy^-acetamino-octadecen-4
der Formel
H C — (C H2J12 —
welches nach Umkristallisieren aus Aceton bei 115 bis 117°
schmilzt.
Aus der isomeren Verbindung erhält man entsprechend eine Substanz der Formel
H. NHCOCH3
CH3(CH2)12—C- C- -f !
O O
O O
die nach Umkristallisieren aus Aceton bei 85 bis 86° schmilzt.
800 mg des Acetamino-m-dioxans vom F. 85 bis 86° werden in 40 cm3Dioxan- 2 η Salzsäure (1:1) gelöst und
das Reaktionsgemisch 1J2 Stunde bei 70° gehalten. Man
stellt dann mit wenigen Tropfen Pottaschelösung alkalisch, engt im Vakuum ein und zieht mit Chloroform aus.
Die Chloroformauszüge werden mit Wasser gut gewaschen und über Natriumsulfat getrocknet, eingedampft und
das zurückbleibende Öl in wenig Äther gelöst. Nach dem Verdünnen mit Pentan und eintägigem Stehenlassen im
Eisschrank erhält man ein feines, schwer filtrierbares erythro-1,3-Dihydroxy-2-acetamino-octadecin-4 das nach
4maligem Umkristallisieren aus Aceton bei 61 bis 62° schmilzt. Es besitzt die Formel
HC-C - C-CH2OH
OH NHCOCH3
OH NHCOCH3
das nach Umkristallisieren aus Äther—Pentan in Rhomben
vom F. 70 bis 71° kristallisiert. Sein Tri-acetyl-derivat schmilzt bei 83 bis 84°.
20
20
100 mg rohes three-cis-1,S-Dihydroxy^-acetaminooctadecen-4
vom F. % bis 98° werden mit 5 cm3 einer 5°/oigen äthanolischen Natriumhydroxydlösung 2 Stunden
am Rückfluß gekocht. Der nach Eindampfen im Vakuum erhaltene Rückstand wird zwischen Chloroform und
Wasser verteilt, die Chloroformlösung gewaschen, getrocknet und eingedampft. Kristallisation aus Acetonitril
liefert reines cis-threo-DL-Sphingosin der Formel
H C — (C H2) 12 — ^ H3
H NH2
H NH2
HC-C- C-CH2OH
OH H
H H
CH3(CH2)12 —
C — C-
CH2OH
OH NHCOCH3
Entsprechende Hydrolyse des Acetamino-m-dioxans vom F. 115 bis 117° gibt ebenfalls diese Verbindung.
200 mg des so erhaltenen erythro-1,3-Dihydroxy-2-acetamino-octadecin-4
werden in 7 cm3 n-Butanol gelöst, auf Siedetemperatur gebracht und innerhalb
von 17 Minuten 200 mg Natrium zugegeben. Man stumpft die Reaktionslösung mit einer gesättigten Ammoniumchloridlösung
ab, zieht mit Chloroform aus, wäscht die Chloroformlösung mit Wasser, trocknet über Natriumsulfat
und dampft im Vakuum ein. Aus Äther—Pentan erhält man erythro-trans-DL-1 ,S-Dihydroxy^-amino-octadecen-4,
das die Konfiguration des natürlichen erythrotrans-Sphingosins aufweist.
70 mg der so erhaltenen Substanz werden in 1 cm3 abs. Pyridin gelöst, mit 1 cm3 Acetanhydrid versetzt und die
Lösung 16 Stunden bei 18° stehengelassen. Man dampft im Vakuum bei 40° zur Trockne ein, nimmt in Äther auf,
wäscht die ätherische Lösung mit 2 η-Salzsäure, dann mit 2 n-Natriumcarbonatlösung und mit Wasser, trocknet
über Natriumsulfat und dampft ein. Beim Einengen fällt vom F. 42 bis 44°, in zu Drusen vereinigten Nadeln.
Analoge Verseifung des erythro-cis-1,3-Dihydroxy-2-acetamino-octadecens-4
vom F. 70 bis 71 ° führt zum ciserythro-DL-Sphingosin, welches nach Kristallisation aus
Benzol—Pentan bei 72 bis 73° schmilzt.
Die im Beispiel 1 und im Beispiel 2 erwähnten Triacetate vom F. 40 bis 41° bzw. 83 bis 84° lassen sich auf folgende
Weise erhalten:
55 mg N-Acetyl-cis-threo-DL-sphingosin vom F. 97 bis
99° werden in 2 cm3 Pyridin gelöst, mit 1,5 cm3 Acetanhydrid
versetzt und 18 Stunden bei 20° stehengelassen.
Man dampft im Vakuum bei 40° zur Trockne ein, nimmt in Äther auf, wäscht die Lösung mit 2 n-Salzsäure,
2 n-Sodalösung und Wasser, trocknet über Natriumsulfat und dampft ein. Aus Pentan fallen nach gutem Kühlen
42 mg Triacetat als rechteckige Plättchen aus, die sich aus Pentan Umkristallisieren lassen; F. 40 bis 41 °.
30 mg erythro-cis-DL-l.S-Dihydroxy^-acetamino-octadecen-4
vom F. 70 bis 71° werden in 2 cm3 Pyridin gelöst, mit 1 cm3 Acetanhydrid versetzt und 5 Stunden bei
Zimmertemperatur stehengelassen. Man dampft im Vakuum bei 40° ein, nimmt in Äther auf, wäscht mit
2 n-Salzsäure, 2 n-Sodalösung und Wasser, trocknet über
Natriumsulfat und dampft ein. Aus Äther—Pentan
fallen 35 mg Triacetylverbindung als Stäbchen aus, die sich aus Äther—Pentan Umkristallisieren lassen; F. 83
bis 84°.
500 mg des im Beispiel 1 beschriebenen 2-Phenyl-4-pentadecin-i'-yl-5-acetamino-m-dioxans
vom F 115 bis 116° werden in 90 cm3 Dioxan gelost und mit 19 cm3
4 n-Salzsaure versetzt Das Reaktionsgemisch wird 1I2 Stunde auf dem Dampfbad erhitzt, dann im Vakuum
etwas eingeengt und Äther zugegeben Die Mischung wird mit Wasser ausgezogen, der wasseng-salzsaure Auszug
mit Pottasche alkalisch gestellt und das ausgefallene Ammo-diol mit Äther extrahiert Man dampft die mit
Wasser gewaschenen, über Natriumsulfat getrockneten Atherauszuge ein und erhalt das threo-1,3-Dihydroxy-2-ammo-octadecin-4,
das, aus Benzol—Pentan umknstallisiei
t, feme Kristalle vom F 83 bis 84° bildet
15
420 mg des im Beispiel 2 beschriebenen 2-Phenyl-4-pentadecin-l'-yl-5-acetamino-m-dioxans
vom F 85 bis 86° werden in 32 cm3 eines Gemisches von Dioxan und
4 n-Salzsaure (1 1) gelost und 1J1 Stunde auf dem Dampfbad
erhitzt Die Losung wird bis zur einsetzenden
Kristallisation am Vakuum eingeengt und dann mit 20 cm3 Äther verdünnt Das in feinen Nadeln ausfallende
Hydrochlond des Ammo-diols wird abfiltriert und zur
vollständigen Entfernung des Benzaldehyds gut mit Äther gewaschen Der Niederschlag wird m Chloroform
aufgeschlemmt und mit 2 n-Natriumcarbonatlosung geschüttelt,
die Chloroformauszuge werden dann mit Wasser gewaschen und über Natriumsulfat getrocknet Dann
entfernt man das Chloroform im Vakuum, lost den Ruckstand in wenig Äther und gibt Pentan zu Man
erhalt so Kristalle des erythro-1,3-Dihydroxy-2-aminooctadecms-4,
die sich aus Äther—Pentan Umkristallisieren
lassen und dann bei 76 bis 77° schmelzen
Claims (4)
1. Stereospezifisches Verfahren zur Herstellung von 1 ,S-Dihydroxy^-ammo-alkenen^ der Formel
R —CH = CH-CHOH-CHNH2-CH2Oh
worm R einen Alkylrest bedeutet, und ihrer Acylverbmdungen
in Form ihrer verschiedenen geometrischen und optischen Isomeren, dadurch gekennzeichnet,
daß man Alkm-2-ale-l mit ß-Nitroathanol
kondensiert, die erhaltenen 1 ,S-Dihydroxy^-mtroalkme-4
mit einem Aldehyd umsetzt, gegebenenfalls die erhaltenen Nitro-m-dioxane durch Erhitzen oder
durch Behandlung mit alkalischen Mitteln lsomerisiert,
in den erhaltenen Nitro-m-dioxanen die Nitrogruppe
reduziert, gegebenenfalls die erhaltene Arrunogruppe
acyhert, den Dioxan ring mit sauren Mitteln aufspaltet und auf beliebiger Stufe vor oder nach der
Aufspaltung des Dioxannnges, aber nachdei Reduktion
der Nitrogruppe die Dreifachbindung in eine
Doppelbindung umwandelt und gegebenenfalls die erhaltenen Amino-diole in die Acyldenvate oder die
erhaltenen Acyldenvate in die Ammo-diole überfuhrt
und bzw oder die erhaltenen Racemate m an sich
bekannter Weise m ihre optischen Antipoden zerlegt und bzw oder die erhaltenen Basen in ihre Salze oder
die erhaltenen Salze in die freien Basen umwandelt
2 Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man alsAldehyd Benzaldehyd verwendet.
3 Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Kondensation mit
einem Aldehyd in Gegenwart von Zmkchlond vornimmt
4 Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Nitrogruppe mittels
Alummiumamalgam reduziert.
© 909 687/413 11
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1070168X | 1956-06-06 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1070168B true DE1070168B (de) | 1959-12-03 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1957C0014918 Pending DE1070168B (de) | 1956-06-06 | 1957-05-31 | Stereospezifisches Verfahren zur Herstellung von 1, 3 - Dihydroxy - 2 - amino.- alkenen-4 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1070168B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1117108B (de) | 1957-07-12 | 1961-11-16 | Ciba Geigy | Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten aliphatischen Amino-diolen |
| DE1131659B (de) | 1958-08-15 | 1962-06-20 | Ciba Geigy | Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten aliphatischen Amino-diolen |
-
1957
- 1957-05-31 DE DE1957C0014918 patent/DE1070168B/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1117108B (de) | 1957-07-12 | 1961-11-16 | Ciba Geigy | Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten aliphatischen Amino-diolen |
| DE1131659B (de) | 1958-08-15 | 1962-06-20 | Ciba Geigy | Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten aliphatischen Amino-diolen |
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