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Vorrichtung zum Umbinden von Packstücken mit Bindematerial Die Erfindung
beziellt sich auf eine Vorrichtung zum Umbinden von Packstiicken mit Bindematerial,
z. B. Ballen, I(isten, Pakete u. dgl. mit einem Metallband.
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Es sind bereits Maschinen zum Umbinden von packstücken bekannt, bei
welchen ein endloses, biegbaumes Bindematerial, z. B. ein Metallband, von einer
Vorratsstelle längs einer rund um die Verpackung verlaufenden Fiihrung geführt wird,
um so eine Schleife um die Verpackung zu bilden. Das Bindematerialende pird von
einem Greifer festgehalten und die Schleife angezogen, worauf das Verschweißen und
Abschneiden des Bindematerials erfolgt. Bei diesen Maschinen liegt das Bindematerial
frei in der Führung und wird in dieser vorwärts geschoben und rund um die Verpackung
berumgeleitet. Diese Führungen sind an und für sich äußerst zweckmäßig. da sie nicht
nur sehr einfach in der Herstellung sind, sondern keine mechanischen Halteteile
aufweisen, die störanfällig sind.
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Leider sind diese Führungen in ihrer Anwendung sehr begrenzt, da
sie nur bis zu einem gewissen, von den Festigkeitseigenschaften des Bundes und dessen
Gewicht pro Laufmeter abhängenden, größten Durchmesser verwendbar sind. Wird bei
einem gegebenen Band diese höchstzulässige Grenze überschritten, so fällt das Band
nach oder während des Einschiebens in die Führung aus dieser heraus. Dies führt
zu unerwünschten Banddeformati onen, welche den störungsfreien Betrieb in Frage
stellen.
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Die erwähnte, gegen das Packstück hin offene Fühtung beschränkt also
die Anwendharkeit der Maschine bezüglich Packstückgröße und Bandmaterial, was offensichtlich
einen schweren Nachteil bedeutet. Das Band wird bei dieser I(onstruktion zuwenig
gehalten.
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Im Gegensatz dazu weist die Vorrichtung gemäß dem USA.-Patent 2 215
121 eine Bandführung auf, in welcher von den Förderrollen weg das Band in einer
sehr engen Führung geführt wird, um dessen Ausknicken zu verhüten. Wie aus den Figuren
ersichtlich ist, benötigt das straffe Führen des Bandes eine große Anzahl beweglicher
und durch das Band zu betätigenide Teile. Diese verteuern nicht nur die Maschine.
sondern setzen infolge ihrer Trägheit der möglichen Verpackungsfrequenz Grenzen.
Es ist zudem allgemein bekannt, daß im Aufbau komplizierte Maschinen viel störanfälliger
sind als einfache Maschinen. Im weiteren stellen derart enge Führungen an die Maßhaltigkeit
der Teile höhere Anforderungen als weite, offene Kanäle.
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Tn einer andern bekannten Vorrichtung ist die dem Paket zugekehrte.
innere Seite der Führung mit fingerartigen Halteorganen versehen, welche einerseits
ein Herausfallen des Bandes aus der Führung verhüten und andererseits bei genügendem
Zug auf das
Band durch Deformation der Finger dieses Band freigeben sollen.
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Die Herstellung einer derartigen Führung ist sehr teuer. Da auch
hier bei jedem Umbindungsvorgang bei der Freigabe des Bandes alle Finger betätigt
werden, so sind, um Deformationen der Finger und zu hohe Bandrückzugskräfte der
Rollen (große Bandbeschleunigung) zu verhüten, der Frequenz auch hier Grenzen gesetzt;
denn geringste bleibende Fingerdeformationen gegen, um den Einschiebevorgang des
Bandes zu stören, da der Bandanfang an dem nach innen deformierten Finger folgenden
Finger anstößt und aus der Führung geworfen werden kann. Zudem sind Bandführungskanäle,
welche durch das Bindematerial zu betätigende, bewegliche Führungsorgane aufweisen,
gegen Verschmutzungen, Bandfehler, Holzteile von Kisten, Schweißunreinigkeiten usw.
viel anfälliger als Führungskanäle, welche keine beweglichen Teile besitzen.
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Einerseits gibt es also Führungen, welche im Betrieb einwandfrei
arbeiten können, da sie nur als Früh. rung für das Bindematerial und nicht zugleich
als Halteorgan dienen müssen. Die Konstruktion ist aber nur beschränkt verwendbar
Anderseits sind Führungen bekannt, welche den Nachteil der Verwendungsgrenzen der
vorgenannten Führungen nicht aufweisen, jedoch mit mechanischbeweglichen Haltemitteln
ausgerüstet sind, die diesen Fiihrungen eine große Trägheit verleihen und damit
ein langsameres Arbeiten zulassen als die freien Führungen.
Zudem
sind derartige Fiihrungsmittel teuer, auf geringste Bandtoleranzen angewiesen, störanfälliger
und die Maschine schwer einstellbar bezüglich des verwendeten Bindematerials.
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Die Erfindung bezweckt die Schaffung einer Vorrichtung zum Umbinden
von Packstiicken, welche die Vorteile beider bekannten Vorrichtungen besitzt, ohne
deren Nachteile aufzuweisen. Eine derartige Vorrichtung kann über längere Zeitdauer
Packstücke größter, heute bekannter Ausmaße mit hohen Frequenzen vollautomatisch
umbinden.
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Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß
entlang der'Führung des Bindematerials Haltemagnete oder Saugvorrichtungen vorgesehen
sind, die ein Herausfallen des Bindematerials aus der Führung verhindern.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
schematisch dargestellt.
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Die Vorrichtung zum Umbinden von Packstücken mit einem Metallband
weist in an sich bekannter Weise Förderrollen I, eine Spannvorrichtung II, eine
Vorschubvorrichtung III, eine Nachschub-Abschaltvorrichtung IV, eine Klemmvorrichtung
V, eine Schneidvorrichtung VI, eine Schweißvorrichtung VII, eine Greifervorrichtung
VITI, eine Ringführung IX, eine Antriebsvorrichtung X und eine Steuereinrichtung
XI auf. Der Aufbau und die Ausbildung der Teile 1-VIll, X und XI bildet nicht den
Gegenstand der Erfindung und wird auch nicht näher erläutert.
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Das Verschlußband wird durch die Rollen I über die Teile II bis VITI
in die Ringführung IX geleitet.
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Diese Ringführung IX weist einen ringförmigen Führungskanal 55 auf,
in welchem mehrere Magnete oder Saugvorrichtungen 57 vorgesehen sind, die das Bindematerial
zwangläufig im Ring behalten, ihm aber erlauben, sich in der Führung fortzubewegen.
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In der beschriebenen Weise wird ermöglicht, Packstiicke beliebiger
Größe mit Bindematerial zu umwickeln, indem ein entsprechend großer Führungsring
gebraucht werden kann. Die Größe des Ringdurchmessers ist nicht mehr beschränkt,
sondern kann beliebig gewählt werden.
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P T r. Nr T\Zsl>FI.(. IT Vorrichtung zum Umbinden von Packstücken,
wie z. B. Ballen, Kisten, Pakete od. dgl. mit steifem Bindematerial, z. B. mit einem
Metallband, bei welcher das endlose, biegsame Bindematerial von einer Vorratsrolle
abgezogen und in einer rund um den Verpackungsgegenstand verlaufenden, zum Verpackungsgegenstand
offenen Gleitführung geführt wird. so daß eine Schleife um die Verpackung gebildet
wird, dadurch gekennzeichnet, daß entlang der Führung (55) des Bindematerials Haltemagnete
oder Saugvorrichtungen (57) vorgesehen sind, die ein Herausfallen des Bindematerials
aus der Führung verhindern.