DE1068616B - Vorrichtung zum Dosieren, Formen und Verpacken von plastischen Nahrungs- und Genußmitteln wie Butter, Margarine, Speiseeis u. dgl - Google Patents
Vorrichtung zum Dosieren, Formen und Verpacken von plastischen Nahrungs- und Genußmitteln wie Butter, Margarine, Speiseeis u. dglInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Dosieren, Formen und Verpacken von plastischen
Nahrungs- und Genußmitteln, bestehend aus einem
um eine waagerechte Achse rotierenden Dosierzylinder mit mehreren je einen Dosierkolben aufnehmenden Dosier-
bzw. Formkammern, welche mit ihren an der Ümfangsfläche des Dosierzylinders liegenden öffnungen
nacheinander in den Bereich eines Füllschuhes und einer Verpackungszelle gelangen, wobei die Dosierkolben
in der Füll- und Ausstoß stellung durch außerhalb des Dosierzylinders angeordnete Steuermittel
betätigt werden.
Bei einer bekannten Einrichtung zum Dosieren und gegebenenfalls auch zum Formen von plastischem Material
besteht das außerhalb des Dosierzylinders angeordnete Steuermittel aus einem doppelarmigen V-förmigen
Hebel, dessen beide Arme "wechselweise auf RoHenanschläge einwirken, die ihrerseits am Ende
eingr durch einen Schlitz in der Kolbenbahn nach außen hindurchtretenden Achse sitzen. An jedem einzelnen
der paarweise miteinander verbundenen und einander diametral gegenüberliegenden Dosierkolben
ist sojph eine Achse befestigt. Durch Betätigung des
V-förmigen Hebels gegen die Rollenanschläge wird beispielsweise mit dem Zurückweichen des in der Füllstellung
befindlichen Dosierkolbens gleichzeitig auch der gegenüberliegende, in der Ausstoßstellung befindliche
Kolben nach außen verschoben, so daß während des gleichen Zeitraumes sowohl die Füllung der Dosierkammer
mit plastischem Material als auch die Entfernung der Dosiereinheit aus der Dosierkammer
sich vollziehen kann.
Bei einer anderen bekanntgewordenen Dosiereinrichtung sind innerhalb eines absatzweise umlaufenden
Dosierzylinders die beiden sich gegenüberliegenden Dosierkolben ebenfalls verbunden, wobei mit dem Eindrücken
des einen Kolbens durch einen außerhalb des Dosierzylinders angeordneten Stößel der andere Kolben
die Dosiereinheit vor sich her nach außen drückt. Der nunmehr eingedrückte, die Dosierkammer freigebende
Kolben kommt nach einem 90°-Schaltschritt des Dosierzylinders vor eine Füllöffnung, aus der die
Dosierkammer mit einer mehr oder weniger genauen Materialeinheit versorgt wird. Ein gleichbleibendes
Gewicht bei der einzelnen abgeteilten Dosiereinheit läßt sich aus dem Grunde nicht erreichen, da das Material
in einen mit Luft gefüllten geschlossenen Hohlraum hineingedrückt wird. Bei unterschiedlichem Materialdruck
wird das Luftpolster mehr oder weniger zusammengepreßt, die Dosierkammer nimmt also ein
mehr oder weniger großes Materialvolumen auf, so daß erhebliche Gewichtsunterschiede bei den einzelnen
Dosiereinheiten auftreten. Auch bei der zuerst genannten Dosiereinrichtung, bei der mittels des V-förmigen
Vorrichtung zum Dosieren, Formen
und Verpacken von plastischen Nahrungsund Genußmitteln, wie Butter, Margarine, Speiseeis u. dgl.
und Verpacken von plastischen Nahrungsund Genußmitteln, wie Butter, Margarine, Speiseeis u. dgl.
Anmelder:
Benz & Hilgers Maschinenfabrik,
Düsseldorf, Münsterstr. 246
Düsseldorf, Münsterstr. 246
Hugo Erlinghagen, Düsseldorf-Holthausen,
und Hans Bongartz, Düsseldorf,
sind als Erfinder genannt worden
Hebels der in der Fülistellung befindliche Dosierkolben
zurückgeholt wird, ergeben sich ungenaue und ungleiche Gewichte der einzelnen Dosiereinheiten, da
das mechanische Zurückziehen des Kolbens mittels des Hebels ohne Rücksicht auf das jeweils von der Konsistenz
abhängige Fließvermögen des Materials erfolgt.
Gemäß der Erfindung werden nicht nur die vorerwähnten Nachteile und Übelstände beseitigt, sondern
es verbinden sich damit eine Reihe von Vorteilen, die im folgenden näher erläutert werden.
Ein wesentliches Merkmal der Erfindung besteht darin, daß jedem einzelnen Dosierkolben eine gesonderte
Betätigungsvorrichtung zugeordnet ist, die es ermöglicht, die Kolbenbewegung des Füllens der Dosierkammern
der jeweiligen Konsistenz des Füllgutes anzupassen.
Wie aus den die weitere erfindungsgemäße Ausbildung der Vorrichtung behandelnden Unteransprüchen
im einzelnen zu entnehmen ist, bestehen diese Betätigungsvorrichtungen aus Steuermittelgruppen, die
innerhalb eines völlig vom Dosierzylinder trennbaren Steuerkopfes untergebracht und mit dem Dosierzylinder
mitbewegbar sind, sowie aus außerhalb des Steuerkopfes angeordneten Steuermittelgruppen, welche die
innerhalb des Steuerkopfes liegenden Teile derart beeinflussen, daß die Füll- und Ausstoßzeiten für das
Material unabhängig voneinander verschieden und variierbar sind. Damit soll, wie erwähnt, erreicht werden,
daß das Zurückweichen des Kolbens in der Füllstellung zwecks Freigabe der Dosierkammer nur in
Anpassung an das von der jeweiligen Konsistenz ab-
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ängige Fließvermögen des Materials vor sich geht, wodurch bei den einzelnen unter einem gleichbleibenen
Druck hergestellten Dosiereinheiten die gewünschte rorm und das vorbestimmte Gewicht gewährleistet ist.
Weiterhin ermöglicht die Anordnung der an zwei enachbarten Arbeitsstellen von außen auf die Dosierolben
einwirkenden Steuerorgane die Unterbringung er Füllstation in der Ebene der Dosierzylinderachse
nd einer dazu um 90° versetzt senkrecht unter der )osierzylinderachse liegenden Ausstoßstation. Durch
^e seitliche Anordnung der Füllorgane zum Dosierylinder
kann die gesamte Bauhöhe der Maschine so liedrig wie möglich gehalten werden, während der
lach unten erfolgende Ausstoß die Formhaltigkeit ader einzelnen Dosiereinheit garantiert.
Eine weitere vorteilhafte Lösung von erfinderischem "harakter besteht in der Schwenkbarkeit des ganzen
jteuerkopfes. Mit wenigen Handgriffen läßt sich lieser aus dem Bereich des Dosierzylinders entfernen
md ist dann mit Bezug auf seine Inneneinrichtung, velche die dem natürlichen Verschleiß am meisten
mterworfenen Steuerorgane enthält, leicht zugängich. Darüber hinaus bildet der Steuerkopf in der Ar-
>eitsstellung, in der er einerseits mit seiner drehbaren Inneneinrichtung eine formschlüssige Verbindung mit
lern Dosierzylinder eingeht und mit seinem Gehäuse mdererseits leicht lösbar am Maschinenrahmen be-
:estigt ist, ein Gegenlager für den üblicherweise nur liegend gelagerten Dosierzylinder. Es versteht sich
ron selbst, daß die doppelseitige Lagerung dem Dosierzylinder einen ruhigen und schlagfreien Lauf und
iem Hauptlager eine wesentliche längere Lebensdauer garantiert.
Wieder ein anderer Gegenstand der Erfindung besteht in der Anordnung eines für alle Kolben gemeinsamen
Anschlages für die innere Kolbenhubbegrenzung in Verbindung mit je einem äußeren Anschlag, der
als Austrittsbegrenzung für jeden einzelnen Dosier kolben dient. Durch Einwirkung einer Sicherung auf
die äußeren Anschläge wird die Inbetriebnahme des Dosierzylinders selbsttätig blockiert. Dies erscheint
insbesondere dann notwendig, wenn nach der täglichen Reinigung des Dosierzylinders die ausgebauten Kolben
versehentlich ungesichert in die Dosierkammer eingesetzt werden, wodurch, würde der Dosierzylinder
nunmehr in Bewegung versetzt, die über die Umfangsfläche des Dosierzylinders heraustretenden Kolben
schwere Zerstörungen an den Maschinenteilen hervorrufen, die, wie beispielsweise der Füllschuh, unmittelbar
gegen die Umfangsfläche des Dosierzylinders anliegen.
Schließlich sei noch die besondere Ausgestaltung der an die Mantelfläche des Dosierzylinders angrenzenden
Innenfläche eines an sich bekannten Füllschuhes erwähnt, durch die der bisher an allen Dosiereinrichtungen
auftretende Übelstand des seitlichen Materialaustritts am Füllschuh völlig beseitigt worden ist.
Der Gegenstand der Erfindung ist an Hand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher er
läutert, und zwar zeigt
Fig. 1 die Dosiereinrichtung im Querschnitt nach der in Fig. 2 gezeigten Linie I-I,
Fig. 2' die Dosiereinrichtung im Längsschnitt nach der in Fig. 1 gezeigten Linie II-II,
Fig. 3 Einzelheiten eines Dosierkolbens und der mit ihm zusammenarbeitenden Steuer- und Anschlagorgane
in perspektiver Ansicht,
Fig. 4 den der Füllöffnung vorgelagerten Teil des Füllschuhes im Schnitt und in Ansicht gegen dessen
innere Mantelfläche und
Fig. 5 die Gesamtanordnung der Dosiervorrichtung mit einem dem Dosierzylinder vorgelagerten und von
diesem abschwenkbaren Steuerkopf in Draufsicht.
Besagte Vorrichtung zum Dosieren und Formen von plastischen Nahrungs- und Genußmitteln ist gemäß
dem gewählten Ausführungsbeispiel mit einer Einrichtung zum Verpacken der dosierten Formstücke
vereinigt. Durch den sowohl für einen Dosier- als auch für einen Verpackungszylinder gemeinsamen Maschinenrahmen
1 ist eine waagerecht gelagerte und absatzweise geschaltete Hohlwelle 2 hindurchgeführt, deren
als Flansch ausgebildetes Ende an der Seitenwand eines Dosierzylinders 3 befestigt ist. Die Mantelfläche
des Dosierzylinders 3 ist teilweise von einem Füllschuh 4 umgeben, der seinerseits an eine Materialleitung
5 angeschlossen ist.
Der Teil des Füllschuhes 4, welcher mit Bezug auf die Drehrichtung des Dosierzylinders 3 der Füllöffnung
6 α vorgelagert ist, weist eine dem Verlauf der Kolbenbahn folgende Ausnehmung 4 α auf, die von der
Einlaufstelle des Dosierkolbens 8 bis zur vorderen Begrenzung der Füllöffnung 6 α zunehmend flacher wird
und sich derart verjüngt, daß die an der Füllöffnung 6 a endende Ausnehmung 4 c gegenüber dem einlauf enden
Dosierkolben 8 um einen schmalen Spalt zurückspringt.
Die mit der Materialleitung 5 in Verbindung stehende
Durchlaßöffnung 6 innerhalb des Füllschuhes 4 ist in waagerechter Ebene zur Drehachse des Dosier zylinders
3 angeordnet und weist eine dem Dosierzylinder 3 zugekehrte Füllöffnung 6 α von einem solchen
Öffnungsquerschnitt auf, der genau dem eines der vier im Dosierzylinder 3 eingelassenen Dosier- und Formkammern
7 entspricht. In jeder der vier Dosierkammern 7 ist ein Dosierkolben 8 verschiebbar geführt,
dessen Arbeitsfläche der Umfangsfläche des Dosierzylinders 3 angepaßt ist. Der einzelne gegenüber seiner
Dosier- und Formkammer 7 ausreichend abgedichtete Dosierkolben 8 (Fig. 3) ist an seinem Schaft 8 a mit
einer Zahnstange 9, mit einer Kolbennase 10 und mit einem weiteren Anschlag 11 versehen, dessen konische,
sich nach außen verjüngende Anschlagfläche 12 konkav ausgebildet ist. Damit ist bereits unter Einbeziehung
einer durch die Hohlwelle 2 hindurchgehenden und axial verschiebbaren Stange 13, welche an ihrem
in den Dosierzylinder 3 hineinragenden Ende einen konischen Zapfen 14 aufweist, der feste Bestand an
Einzelteilen im und am Dosierzylinder 3 erschöpft.
Die gesamte Betätigung der einzelnen Dosierkolben 8 geht von einem Steuerkopf 15 aus, der als eine vom
Dosierzylinder 3 getrennte Einheit diesem unmittelbar vorgeschaltet ist. Zu diesem Zweck ist die der Antriebsseite gegenüberliegende Seitenwand des Dosierzylinders
3 mit einer zentralen Bohrung versehen, in die ein Flansch 16., der selbst Teil einer drehbaren Inneneinrichtung
des Steuerkopfes 15 ist, eingreift. Zwecks Übertragung der Drehbewegung des Dosierzylinders 3
auf den Flansch 16 ist letzterer mit einer über seine zylindrische Mantelfläche vorstehenden keilförmigen
Nase 17 ausgestattet, die beim Einführen des Flansches 16 selbsttätig in eine Keilnut der Dosierzylinderseitenwand
eingreift.
Zur Inneneinrichtung des Steuerkopfes 15 gehören ferner vier parallel zur Symmetrieachse des Steuerkopfes
15 verlaufende und von dieser gleich weit entfernte Wellen 18., welche an ihren in den Bereich des
Dosierzylinders 3 hineinreichenden Ende mit je einem Zahnsegment 19 ausgerüstet sind. Etwa am mittleren
Teil jeder Welle 18 ist ein Rollenhebel 20 befestigt, dessen freies Ende eine frei drehbare Rolle 21 trägt.
Die Rollen 21 sind dabei so angeordnet, daß jeweils die an zwei sich gegenüberliegenden Wellen 18 sitzenden
Rollen 21 in einer Ebene liegen, während jeweils zwei benachbarte Rollen 21 in zwei verschiedenen Ebenen
etwa um eine Rollenbreite zueinander versetzt sind. Der fest auf der Welle 18 sitzende Rollenhebel 20 besitzt
ferner einen Ansatz 22, in dessen Einkerbung das obere Ende einer spiralförmigen Drehfeder 23 geführt ist.
Diese Anordnung gilt jedoch nur für die beiden Rollenhebel 20, bei denen die Rollen 21 mit Bezug auf ihren
Abstand zum vorderen Wellenende diesem näher sind als die beiden anderen Rollen (Fig. 2). Bei diesen ebenfalls
an Rollenhebeln 20 sitzenden Rollen 21, deren Abstand vom Wellenende größer ist, sind die entsprechenden
Wellen 18 mit verstifteten, in Höhe der benachbarten Rollenhebel 20 angeordneten Büchsen 24
versehen. Jede der beiden Büchsen 24 nimmt das Ende einer Drehfeder 23 auf, deren anderes Ende in einem
für alle Wellen 18 gemeinsamen Widerlager 25 befestigt ist. Dadurch, daß jede Drehfeder 23, die linksgängig
und vorgespannt ist, einerseits mit der Welle 18, andererseits mit dem von der Welle 18 unabhängigen
Widerlager 25 fest verbunden ist, wird erreicht, daß alle Rollenhebel 20 mit ihren Rollen 21 mit einer
gleichmäßigen Kraft nach außen gedrückt werden. Eine feststehende Führungskurve 26, deren innere Kurvenbahn
27 breit genug ist, um allen Rollen21 nacheinander als Führung zu dienen, zwingt die Rollen 21 gegen
die Wirkung der Drehfedern 23 in einen engeren Kreisbogen hinein. Im Drehbereich der Füllstellung sind
auf einer feststehenden Achse 28 zwei nebeneinanderliegende Naben 29, 31 frei drehbar angeordnet, von
denen die Nabe 29 den Schwenkhebel 30, 'die Nabe 31 dagegen den Schwenkhebel 32 trägt. Jeder der beiden
Schwenkhebel 30, 32 dient zur Führung von zwei sich gegenüberliegenden und in einer Ebene liegenden
Rollen 21. Die bei den Schwenkhebeln 30, 32 übereinstimmende Führungsbahn 33 setzt sich unmittelbar
am Ende der Führungskurve 26 anschließend mit dem gleichen der Kurvenbahn 27 eigenen Kreisbogen fort.
An jedem Schwenkhebel 30, 32 ist ein durch eine Gehäuseöffnung des Steuerkopfes 15 nach außen hindurchtretender
Steuerhebel 34,35 angelenkt. Eine am Steuerkopf 15 einerseits und am Steuerhebel 34, 35 andererseits
befestigte Zugfeder 36, 37 zieht den Schwenkhebel 30, 32 mit Unterstützung der nach außen
drückenden Rollen 21 in die äußere Schwenkstellung. Die jeweilige Stellung des in seiner Länge verstellbaren
Steuerhebels 34, 35 wird durch je einen auf sein vorderes Ende einwirkenden, unabhängig vom Steuerkopf
15 im Maschinengehäusel hin-und herverschiebbar geführten Stößel 38, 39 bestimmt. Am anderen
Ende tragen die Stößel 38, 39 nicht dargestellte Rollen, die mit ebenfalls nicht dargestellten Steuerkurven zusammenarbeiten.
An der anderen Seite des Steuerkopfes 15 sitzt auf einer im Maschinengehäuse 1 untergebrachten, parallel
zur Dosierzylinderachse verlaufenden Welle 40 ein durch eine Öffnung in den Steuerkopf 15 hineinragender
Ausstoßhebel 41, dessen am vorderen Ende liegende Angriffsfläche 42 so dimensioniert ist, daß sie
die in zwei verschiedenen Ebenen angeordneten Rollen 21 zu fassen vermag. Der Ausstoßhebel 41 erhält seine
Pendelbewegung von einem auf der gleichen Welle 40 sitzenden Hebel 43, der seinerseits über eine nicht dargestellte
Rolle von einer Steuerkurve aus betätigt wird.
Eine durch den ganzen Steuerkopf 15 zentral hindurchgeführte Tragstange 44 ist an ihrem dem Dosierzylinder
3 zugekehrten Ende mit einem Leistenkreuz 45 versehen, dessen Oberkante mit der des Flansches
16 bündig verläuft. Die vier Enden des Leistenkreuzes 45 tragen in die vier Dosierkammern 7 hineinragende
Anischlagböckchen 46, die sich vor die Kolbennasen 10 der eingeführten Dosierkolben 8 legen. Die
Anschlagböckchen 46 lassen sich mit Hilfe der Tragstange 44 aus dem Bereich der Dosierkammern 7
herausziehen, wobei das Leistenkreuz 45 einschließlich der Anschlagböckchen 46 innerhalb eines im Flansch
16 frei gelassenen Raumes versenkt werden kann.
Das dem Leistenkreuz entgegengesetzte Ende der Tragstange 44 weist eine Eindrehung 47 sowie einen Kugelgriff 48 auf. Eine am ortsfesten Teil des Steuerkopfes 15 befestigte Haube 49 dient als Widerlager für die drehbare Inneneinrichtung des Steuerkopfes 15, zu der auch die Tragstange 44 gehört. Am abgeflachten Kopf der Haube 49 ist eine Schraube 50 eingelassen, die als Drehpunkt für einen in die Eindrehung 47 der Tragstange 44 eingreifenden Sperrbügel 51 dient.
Das dem Leistenkreuz entgegengesetzte Ende der Tragstange 44 weist eine Eindrehung 47 sowie einen Kugelgriff 48 auf. Eine am ortsfesten Teil des Steuerkopfes 15 befestigte Haube 49 dient als Widerlager für die drehbare Inneneinrichtung des Steuerkopfes 15, zu der auch die Tragstange 44 gehört. Am abgeflachten Kopf der Haube 49 ist eine Schraube 50 eingelassen, die als Drehpunkt für einen in die Eindrehung 47 der Tragstange 44 eingreifenden Sperrbügel 51 dient.
In einer den Sperrbügel 51 und die Haubenwand 49 durchziehenden Bohrung 52 sitzt ein federbeeinflußter
Sperrstift 53 derart, daß er von innen gegen den Sperrbügel 51 anliegt. Kann der Sperrbügel 51 nicht
in seine vorschriftsmäßige Sperrstellung einrücken, stößt der mit einer innerhalb des Steuerkopfes 15 angeordneten,
nicht gezeichneten elektrischen Schalteinrichtung verbundene Sperrstift nach außen vor und
setzt damit den Antrieb für den Dosierzylinder 3 außer Betrieb. Der ganze Steuerkopf 15 ist über einen
Schwenkarm 54 um den Drehpunkt 55 gegenüber dem Maschinenrahmen 1 schwenkbar verbunden. Zwei beiderseits
des Steuerkopfes 15 angeordnete, den Tragarm 54 einerseits und den Maschinenrahmen 1 bzw.
die Materialleitung 5 andererseits verbindende Befestigungsschrauben 56 und 57 sichern nicht nur den
Steuerkopf 15 vor Eigenbewegungen, sondern sie garantieren gleichzeitig dem Dosierzylinder 3, dessen
formschlüssige Verbindung zum Steuerkopf 15 als Gegenlager wirkt, einen ruhigen und völlig schlagfreien
Lauf.
Die Wirkung ist wie folgt: Wie insbesondere aus Fig. 1 ersichtlich, erreichen die Arbeitsflächen der
beiden links und oben dargestellten Dosierkolben 8 die Umfangsfläche des Dosierzylinders 3. Dies wird durch
den nach außen gerichteten Druck der Rollen 21 gegen die kreisbogenförmige Kurvenbahn 27 bewirkt. In
dieser Stellung unterläuft jeder Dosierkolben 8, an dessen Arbeitsfläche ein feiner Materialfilm haftengeblieben
ist, die Ausnehmung 4α des Füllschuhes 4 derart, daß weder der Film mit dem Füllschuh 4 in
Berührung kommt, noch ein Austritt des Materials aus der Füllöffnung 6 α in die Ausnehmung 4 α zu befürchten
ist. Im Gegensatz zu allen bekannten Einrichtungen, bei denen sich der Materialfilm an der dicht
am Dosierzylinder anliegenden Innenfläche eines Füllschuhes oder eines Gehäuses seitlich herausquetschen
kann, wodurch die Maschine bereits nach kurzem Lauf verschmiert wurde, bleibt der mit der Ausnehmung 4 α
versehene Füllschuh 4 und damit auch die Maschine frei von jeder Verunreinigung.
Der in der Füllstellung angekommene und mit seiner Arbeitsfläche nach innen bis an die Peripherie des
nunmehr stillstehenden Dosierzylinders 3 heranreichende Dosierkolben 8 wird, nachdem die ihm zugeordnete
Rolle 21 von der festen Kurvenbahn 27 auf den den gleichen Kreisbogen fortsetzenden Schwenkhebel
32 übergewechselt hat, durch den Druck des durch die Materialleitung herangeführten Materials so
weit nach innen verdrängt, bis die Anschlagfläche 12 an dem einen vorbestimmten Kolbenhub zulassenden
Claims (9)
1. Vorrichtung zum Dosieren, Formen und Verpacken von plastischen Nahrungs- und Genußmitteln,
wie Butter, Margarine u. dgl., bestehend aus einem um seine waagerechte Achse umlaufenden
Dosierzylinder mit mehreren je einen Dosierkolben enthaltenden Dosier- bzw. Formkammern, welche
mit ihren an der Umfangsfläche des Dosierzylinders liegenden öffnungen nacheinander in den Bereich
eines Füllschuhes und einer Verpackungszelle gelangen, wobei die Dosierkolben in der Füll-
und Ausstoßstellung durch außerhalb des Dosier-Zylinders angeordnete Steuermittel betätigt werden,
dadurch gekennzeichnet, daß jedem einzelnen Dosierkolben (8) eine gesonderte Betätigungsvorrichtung
zugeordnet ist, die es ermöglicht, die Kolbenbewegung während des Füllens der Posierkammer
(7) der jeweiligen Konsistenz des Füllgutes anzupassen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsvorrichtung für
dieposierkolben (8) aus zwei verschiedenen Steuer-
mjttelgruppen" (Iß bis 21 und 38 bis 42) besteht, von der die eine an der Dosierzylinderdrehbewegung
teilnehmende und mit den einzelnen Dosierkolben (8) ständig zusammenarbeitende Gruppe
(18 bis 21) mit Einrichtungen versehen ist, auf welche die die Dosierkammerfüllung steuernden
Teile (38, 39) der zweiten Gruppe (38 bis 42) im Sinne einer von der Füllgutkonsistenz abhängigen
Beeinflussung der Kolbenbewegung der in der Füllstellung befindlichen Dosierkolben (8) einwirkt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mit den Dosierkolben (8)
unmittelbar zusammenarbeitende Steuermittelgruppe (18 bis 21) innerhalb eines koaxial zum
Dosierzylinder (3) angeordneten, leicht lösbar am Maschinenrahmen (1) befestigten Steuerkopfes
(15) untergebracht ist, während die z-vyeite, aus örtlich getrennten, jedoch zeitlich zusammenwirkenden
Steuerorganen (38, 39 und 40 bis 42) bestehende Gruppe außerhalb des Steuerkopfes (15)
gelagert ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet:, daß der einzelne Dosierkolben
(8) an seinem Schaft (8 a) mit einer Zahnstange
(9) versehen ist, in die jeweils ein an einer im Steuerkopf (15) drehbar gelagerten Welle (18)
sitzendes Zahnsegment (19) eingreift, während ein ebenfalls an der Welle (18) befestigter Rollenhebel
(20) eine an einer offenen Kurvenbahn (27) ablaufende Rolle (21) trägt, die an dem von der
Kurvenbahn (27) unbeeinflußten Teil ihres Umlaufweges durch einen im Steuerkopf (15) ortsfest
gelagerten und von außen betätigten Schwenkhebel (30, 32) sowie durch einen davon unabhängigen,
von außen auf die Rolle (21) einwirkenden Ausstoßhei)el (41) steuerbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der einzelne an seinem Schaft
(8q) mit ejner vorspringenden Kolbennase (10)
versehene Dosierkolben (8) durch ein mit Bezug
auf die Umfangsfläche des Dosierzylinders (3) vor der Kolbennase (10) sitzendes Anschlagböckchen
(46) in seiner Bewegung nach außen begrenzt ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die einem Leistenkreuz (45) zugehörigen
Anschlagböckchen (46) mit einer durch den Steuerkopf (15) zentral hindurchgeführten
Tragstange (44) verbunden und mittels dieser aus dem Bereich der Kolbennasen (10) entfernbar
sind, derart, daß die außerhalb des Steuerkopfes (15) zu betätigende Tragstange (44) nach Lösen
eines Sperrbügels (51), der mit einer auf eine elektrische Schalteinrichtung wirkenden Stiftsicherung
(53) arretierbar ist, herausgezogen werden kann.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß dem Dosierkolben (8) an dem
Teil seiner am Füllschuh (4) entlangführenden Bahn, an dem er mit seiner Arbeitsfläche bis an
die Umfangsfläche des Dosierzylinders (3) heranreicht, eine in die Innenfläche des Füllschuhes (4)
eingelassene Ausnehmung (4 a) zugeordnet ist, deren Breite und Tiefe mit Bezug auf die Drehrichtung
des Dosierzylinders (3) derart abnimmt, daß die an der vorderen Begrenzung der Füll-
öffnung (6 a) auslaufende Ausnehmung (4<z) einen
schmalen Spalt gegenüber dem Dosierkolben (8) bildet.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerkopf (15) an einem
um einen Drehpunkt (55) mit dem Maschinenrahmen (1) verbundenen Schwenkarm (54) befestigt
ist, wobei die Antriebsverbindung vom Dosierzylinder (3) zu der an der Dosierbewegung
ίο teilnehmenden Inneneinrichtung des Steuerkopfes
(15) beim Einschwenken desselben durch eine in eine an der Seitenwand des Dosierzylinders (3)
eingelassene Keilnut selbsttätig einrastende keilförmige Nase (17) herstellbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß durch beiderseits des Steuerkopfes
(15) in den Schwenkarm (54) eingelassene Befestigungsschrauben (56, 57) eine leicht lösbare
Verbindung zwischen dem Steuerkopf (15) und dem Maschinenrahmen (1) herstellbar ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 961 741, 1 545 513,
163 449, 2 653 430, 2 666 229.
USA.-Patentschriften Nr. 961 741, 1 545 513,
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Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1068616B true DE1068616B (de) | 1959-11-05 |
Family
ID=593920
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1068616D Pending DE1068616B (de) | Vorrichtung zum Dosieren, Formen und Verpacken von plastischen Nahrungs- und Genußmitteln wie Butter, Margarine, Speiseeis u. dgl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1068616B (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1111561B (de) | 1959-05-02 | 1961-07-20 | Benz & Hilgers Maschinenfabrik | Vorrichtung zum Dosieren, Formen und Verpacken von plastischen Nahrungs- und Genussmitteln wie Butter, Margarine u. dgl. |
| DE1206347B (de) | 1962-03-09 | 1965-12-02 | Benz & Hilgers G M B H | Vorrichtung zum selbsttaetigen und fortlaufenden Dosieren und Abfuellen oder Formen und Verpacken von plastischen Stoffen, wie Butter, Margarine u. dgl. |
| DE1261047B (de) * | 1964-08-03 | 1968-02-08 | Erwin Behn | Fuellvorrichtung fuer Ventilsaecke |
| DE1290474B (de) * | 1966-07-13 | 1969-03-06 | Benz & Hilgers Gmbh | Verpackungsmaschine fuer plastische Nahrungs- und Genussmittel |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US961741A (en) * | 1909-05-18 | 1910-06-14 | Noah W Workman | Measuring and filling machine. |
| US1163449A (en) * | 1911-05-12 | 1915-12-07 | Ladislas Penkala | Machine for molding plastic materials. |
| US1545513A (en) * | 1917-03-24 | 1925-07-14 | Peters | Machine for molding and wrapping plastic and analogous material |
| US2653430A (en) * | 1949-01-15 | 1953-09-29 | Clarence W Vogt | Method of and apparatus for producing packaged units of commodities |
| US2666229A (en) * | 1949-11-08 | 1954-01-19 | Clarence W Vogt | Method and apparatus for producing accurately measured plastic masses |
-
0
- DE DENDAT1068616D patent/DE1068616B/de active Pending
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