DE1067945B - - Google Patents
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf Einanodenstromrichtergefäße mit Gas- bzw. Metalldampfentladung,
bei denen die Kathode einen über einen Isolierzylinder von dem innenliegenden aktiven Teil getrennten
äußeren inaktiven Teil für den Rücklauf des kondensierten Metalldampfes bzw. Quecksilbers aufweist.
Bei solchen Stromrichtergefäßen hat sich ergeben, daß bei einer spezifisch hohen Belastung des
Gefäßes in unerwünschter Weise auf dem inaktiven Teil der Kathode ein Brennfleck hervorgerufen
werden kann, nachdem der Brennfleck auf dem aktiven Teil der Kathode zum Erlöschen gekommen
ist. Das Erlöschen des Brennfleckes auf dem aktiven Teil kann offenbar verschiedene Ursachen haben.
Eine dieser Ursachen kann darin bestehen, daß der Anodenstrom beim Stromnulldurchgang eine sehr
große Steilheit aufweist, die zum Erlöschen des Kathodenfleckes führen kann. Hierdurch kann, da bei
diesem Vorgang im allgemeinen das Potential des Kessels auf einen erhöhten Wert ansteigt, ein Brennfleck
auf dem inaktiven Teil dadurch erzeugt werden, daß der metallische Kessel über eine von ihm getragene
Isolierschicht mit dem Kathodenquecksilber nach Art eines kapazitiven Zünders zusammenarbeitet.
Eine weitere Ursache für das Erlöschen des Brennfleckes auf dem aktiven Teil der Kathode kann eine
Folgeerscheinung davon sein, daß das von dem Kessel auf den inaktiven Teil der Kathode abtropfende
kondensierte Quecksilber zur Bildung eines Quecksilberfadens Anlaß gibt. Der entstandene Quecksilberfaden
bildet dann eine Kurzschlußbrücke zwischen Kessel und Kathode. Der Kessel wird infolgedessen
von seinem betriebsmäßigen Potential auf das Potential der Kathode heruntergerissen. Das hat eine
Einströmung der im Plasma enthaltenen positiven Ladungsträger in die nunmehr vergrößerte Kathodenoberfläche
zur Folge, so daß der Einstrom der positiven Ladungsträger in den Kathodenfleck abgeschwächt
wird und somit dessen Lebensbedingungen verringert werden, so daß infolgedessen der Kathodenfleck
zum Erlöschen kommt.
Reißt der zwischen Kessel und inaktivem Teil der Kathode gebildete Quecksilberfaden ab, so entsteht an
der Abreißstelle ein Zündfunken, der auf dem inaktiven Teil der Kathode zur Bildung eines Brennfleckes
Anlaß geben kann. Die Entstehung solcher Brennflecke auf dem inaktiven Teil sind eine sehr
nachteilige Erscheinung, denn sie können durch ihre örtliche Erwärmung der Kathode zu einer thermischen
Überlastung auf dem inaktiven Teil der Kathode und damit zu einer Zerstörung des Kathodenbehälters
führen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Lösung, durch welche diesem Nachteil vorgebeugt wird. Bei einer
Schutzschaltung
für Einanodenstromrichtergefäße
mit Gas- bzw. Metalldampfentladung
für Einanodenstromrichtergefäße
mit Gas- bzw. Metalldampfentladung
Anmelder:
Siemens-Schuckertwerke
Aktiengesellschaft,
Berlin und Erlangen,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Siemens-Schuckertwerke
Aktiengesellschaft,
Berlin und Erlangen,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Dr.-Ing. Werner Schmalenberg, Berlin-Siemensstadt,
und Dipl.-Ing. Reinmar Hübner-Kosney,
Berlin-Schlachtensee,
sind als Erfinder genannt worden
und Dipl.-Ing. Reinmar Hübner-Kosney,
Berlin-Schlachtensee,
sind als Erfinder genannt worden
Schutzschaltung für Einanodenstromrichtergefäße mit Gas- bzw, Metalldampfentladung, bei denen die Kathode
einen über einenTsolierzylinder von dem aktiven Teil getrennten inaktiven Teil aufweist, werden zur
Beseitigung bzw. Vorbeugung eines Brennfleckes auf dem inaktiven Teil der Kathode gemäß der Erfindurig
die Abweichungen in der PotentialdifFerenz zwischen Hilfselektroden und der Kathode vom betriebsmäßigen
Wert, welche abhängig von dem Erlöschen des Brennfleckes auf dem aktiven Teil der Kathode
entweder zufolge einer sehr großen Steilheit beim StiOmnulldurchgang des Verbraucherstromes oder abhängig
von dem Abreißen eines zwischen Kessel und inaktivem Teil der Kathode durch das zurückfließende
kondensierte Quecksilber gebildeten Ouecksi Iberfadens stattfindet oder welche bereits abhängig
von der Entstehung der leitenden Brücke in Form dieses Quecksilberfadens auftreten, zur Einleitung
einer neuen Zündung eines Kathodenfleckes auf dem aktiven Teil der Kathode benutzt.
Durch die Zündung eines neuen Brennfleckes auf dem aktiven Teil der Kathode erlischt dann erfahrungsgemäß
ein auf dem inaktiven Teil der Kathode bestehender Brennfleck wegen der für ihn bestehenden ungünstigeren Lebensbedingungen.
Im Rahmen dieser grundsätzlichen Lösung ergeben sich erfindungsgemäß verschiedene Lösungswege. So
kann nach dem einen Lösungsweg bereits das Absinken der betriebsmäßig zwischen Kessel und Kathode
bestehenden Spannungsdifferenz, welches mit der Bildung der Kurzschlußbrücke aus dem Queck-
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silberfaden zwischen dem Kessel und dem inaktiven Teil der Kathode entsteht, für die Herbeiführung
einer erneuten Zündung eines Brennfleckes auf dem aktiven Teil der Kathode benutzt werden. Eine solche
Anordnung, z. B. auf der Grundlage eines Spannungsrückgangrelais, hat den Vorzug, daß sie auf jeden
Fall, wenn eine solche Kurzschlußbriicke entstanden ist, zu einer vorsorglichen erneuten Zündung eines
Brennfleckes auf dem aktiven Teil führt, und zwar auch dann, wenn der Brennfleck in Wirklichkeit gar
nicht verschwunden ist. Eine solche Schutzschaltung stellt dann auf jeden Fall eine vorbeugende Maßnahme
dar, so daß bereits, bevor der Hauptbrennfleck zufolge des gebildeten Quecksilberkurzschlußfadens zum Erlöschen
kommt, die Maßnahme der erneuten Zündung eines Brennfleckes auf dem aktiven Teil eingeleitet
wird.
Nach den weiteren Lösungswegen wird das Hochreißen der Spannungen ausgenutzt, welches zwischen
Hilfselektroden des Gefäßes und der Kathode entsteht, sobald der Brennfleck auf dem aktiven Teil zum Erlöschen
gekommen ist, oder die erhöhte Spannung, welche dann zwischen einer Hilfselektrode und der
Kathode besteht, sobald sich zufolge des Abreißens des Quecksilberfadens zwischen Kessel und Kathode
durch den dabei entstehenden Funken ein Brennfleck auf dem inaktiven Teil der Kathode gebildet hat. In
diesem Sinne kann erfindungsgemäß nach der einen Lösung abhängig von dem Ansteigen der Erregeranoden-Kathoden-Spannung,
welches mit dem Erlöschen des Brennfleckes auf dem aktiven Teil auftritt,
über den betriebsmäßigen Erregeranoden-Kathoden-Spannungswert die erneute Zündung eines Brennfleckes
auf dem aktiven Teil der Kathode eingeleitet werden. Nach der anderen Lösung kann die erneute
Zündung eines Brennfleckes auf dem aktiven Teil eingeleitet werden abhängig von der Erhöhung des
Erregeranoden - Kathoden - Spannungswertes, welche dann zustande kommt, wenn der Brennfleck auf dem
inaktiven Teil der Kathode gezündet worden ist.
Es gibt auch Entladungsgefäße, bei denen eine für den Zündvorgang benutzte Hilfsanode während des
Betriebes des Gefäßes weiterhin als Erregeranode benutzt ist. Auch in einem solchen Falle kann die Erfindung
vorteilhafte Anwendung finden. Die Einleitung der Zündung eines neuen Brennfleckes auf dem
aktiven Teil der Kathode kann dann abhängig von der Abweichung erfolgen, welche in der Spannung
zwischen dieser Zünderregeranode und der Kathode beim Erlöschen des Brennfleckes bzw. nach der Entstehung
des Brennfleckes auf dem inaktiven Teil von dem betriebsmäßigen Wert auftritt.
Die Erfindung ist auch dann anwendbar, wenn in einem Entladungsgefäß eine besondere Zündanode
neben einer oder mehreren besonderen Erregeranoden benutzt wird und somit die eigentliche Zündanode
nach Abschluß des Zündvorganges nicht mehr an einer besonderen Spannungsquelle liegt. Mit dem Auftreten
eines Brennfleckes auf dem inaktiven Teil entsteht dann auch eine gegenüber der betriebsmäßigen Spannungsdifferenz
erhöhte Spannungsdifferenz zwischen dieser Zündanode und der Kathode. Diese Abweichung
kann im Sinne der Erfindung für die Steuerung der Zündeinrichtung zur Erzeugung eines Brennfleckes
auf dem aktiven Teil der Kathode ausgenutzt werden.
Mit dem Auftreten eines Brennfleckes auf dem inaktiven Teil der Kathode tritt auch eine Erhöhung
der betriebsmäßig zwischen Kessel und Kathode bestehenden Spannung auf. Diese Abweichung vom normalen
betriebsmäßigen Spannungswert zwischen
Kessel und Kathode kann erfindungsgemäß ebenfalls ausgenutzt werden, um die Einleitung der Zündung
eines Brennfleckes auf dem aktiven Teil herbeizuführen.
Wird erfindungsgemäß das Ansteigen der Erregeranoden-Kathoden-Spannung über den betriebsmäßigen
Wert für die Einleitung der Steuerung der Zündeinrichtung für die Zündung eines Kathodenfleckes
auf dem aktiven Teil der Kathode benutzt, so ist zu berücksichtigen, daß dieser angestiegene Spannungswert
nur sehr kurzzeitig auftritt. Es erweist sich daher als zweckmäßig, in einem solchen Falle eine
Schaltung zur Steuerung der Zündeinrichtung zu benutzen, welche bereits auf Grund dieses kurzzeitigen
Wertes ihre Aufgabe erfüllt. Es wird daher für diese Zwecke vorzugsweise eine entsprechende Schaltung
benutzt, welche bereits auf Grund eines ihr zugeführten Impulses die Steuerung der Zündeinrichtung
herbeiführt. In einer solchen Schaltung empfiehlt es sich dabei sinngemäß, Glieder zu benutzen, welche
mit einer sehr geringen Eigenzeit arbeiten. Solche Einrichtungen würden vorzugsweise Röhrenschaltungen
mit Elektronenröhren oder Gasentladungsröhren, wie z. B. auch Glimmröhren bzw. Glimmrelais
oder Schaltungen sein, die mit Transistoren arbeiten, wobei die letzteren insbesondere den Vorzug
der größeren Lebensdauer ihrer Schaltelemente aufweisen.
Entsprechende Ausführungsbeispiele für die Anwendung der Erfindung veranschaulichen die Figuren
der Zeichnung.
In Fig. 1 bezeichnet 1 ein Einanodenstromrichtergefäß mit der Kathode 2, dem gegenüber deren Behälter
über die Isolation 3 elektrisch getrennten Kessel 4, der Hauptanode 5, der Zündanode 6 und der
Erregeranode 7. Die Quecksilberkathode 2 ist durch einen in den Kathodenbehälter eingesetzten Isolierzylinder
8 in einen inneren aktiven Teil 9 und einen äußeren inaktiven Teil 10 getrennt. In den letzteren
fließt das beim Betrieb des Stromrichtergefäßes an den Kesselwänden 4 kondensierte Quecksilber zurück.
An dem Stromrichtergefäß ist gegenüber der Zündanode 6 eine Spritzzündeinrichtung 11 vorgesehen,
durch welche das Gefäß gezündet wird. Die Spritzzündeinrichtung 11 wird von einer an den Spannungsklemmen 12 und 13 liegenden Spannungsquelle über
die Hilfseinrichtung 14 gespeist. Die Einrichtung 14 ist derart aufgebaut, daß die Spritzzündeinrichtung
11 kommandomäßig von Hand gesteuert werden kann. Sie ist jedoch außerdem derart eingerichtet, daß sie
abhängig von der Spannung wirksam wird, welche zwischen der Erregeranode 7 und der Kathode 2 besteht,
wenn diese Erregeranoden-Kathoden-Spannung einen Wert annimmt, der den betriebsmäßigen Erregeranoden-Kathoden-Spannungswert
überschreitet. Hierfür sind die Erregeranode 7 über die Leitung 15
und die Kathode 2 über die Leitung 16 mit der Einrichtung 14 verbunden.
In Fig. 2 ist eine Schaltungsanordnung wiedergegeben, wie sie beispielsweise für die Einrichtung 14
nach Fig. 1 gewählt werden kann. In dieser Schaltung bezeichnet 17 ein Stromtor. An dessen Gitter-Kathoden-Strecke
ist über die Klemmen 18 und 19 die Erregeranoden-Kathoden-Strecke durch die Leitungen
15 bzw. 16 angeschlossen. 20 bezeichnet eine Gleichspannungsquelle,
welche für die Erregeranoden- Kathoden-Spannung als Vergleichsspannung wirksam ist,
so daß also eine Steuerung des Stromtores erst dann stattfindet, wenn die Gegenspannung 20 überwunden
wird. Zur Speisung der Anoden-Kathoden-Strecke
des Stromtores 17 dient eine an die Klemmen 19 und 21 angeschlossene Gleichspannungsquelle. In der
Anodenzuleitung des Stromtores 17 liegt ein Reihenwiderstand 22 und die Betätigungsspule 23 für den
Schalter 24, welcher die Kontaktbrücken 25 bis 27 besitzt. Die Kontaktbrücke 25 arbeitet mit den ruhenden
Gegenkontakten 28 und 29, die Kontaktbrücke 26 mit den ruhenden Gegenkontakten 30 und 31 und die Kontakte
27 mit den ruhenden Gegenkontakten 32 und 33 zusammen. In der Zuleitung zwischen der Klemme
21 und dem Kontakt 30 liegt der Widerstand 34, in der Zuleitung zwischen der Klemme 21 und dem
ruhenden Kontakt 32 der Widerstand 35. An die Klemmen 36 und 37 ist die Spule der Spritzzündeinrichtung
11 nach Fig. 1 angeschlossen. Überschreitet der an den Klemmen 15 und 16 auftretende
Spannungswert der Erregeranoden-Kathoden-Strecke des Stromrichtergefäßes 1 infolge eine am inaktiven
Teil der Kathode gebildeten Brennfleckes seinen betriebsmäßigen Wert, so wird das Stromtor 17 so gesteuert,
daß es an seiner Anoden-Kathoden-Strecke durchlässig wird. Hierdurch wird die Betätigungsspule 23 des Schalters 24 gespeist, so daß dessen
Schaltbrücken in die Einschaltstellung geführt werden. 38 bezeichnet einen zweipoligen Schalter,
durch den die Spritzzündeinrichtung 11 von Hand kommandomäßig bedient werden kann. Die ruhenden
Kontakte des zweipoligen Schalters 38 sind mit 39 bis 42 bezeichnet. Seine beiden Schaltbrücken tragen
die Bezeichnungen 43 und 44. Die ruhenden Kontakte 39 und 40 sind an die ruhenden Kontakte 32
und 33 angeschlossen, die ruhenden Kontakte 41 und 42 an die ruhenden Kontakte 30 und 31. 47 bezeichnet
eine motorische Steuereinrichtung für das Schal to rgan 48, welches mit den ruhenden Gegenkontakten
49 und 50 zusammenarbeitet. Wie das symbolische Zeichen (~) an der Wirkungslinie
zwischen dem Symbol der motorischen Steuereinrichtung 47 und dem Schaltorgan 48 andeutet, kann
dieses Schaltorgan an sich über die motorische Steuereinrichtung, sobald der Motor in Gang gesetzt
ist, periodisch geöffnet und geschlossen werden, um auf diese Weise eine Erregerspule für die Spritzzündeinrichtung
entsprechend periodisch zu speisen und jeweils in der Zwischenzeit zwischen zwei Speise-Perioden
der Erregerspule der Spritzzündeinrichtung den von ihr betätigten Pumpenkolben wieder in seine
Ausgangsstellung zurückkehren zu lassen. Die motorische Steuereinrichtung für das Schaltorgan 48 ist
außerdem derart eingerichtet, daß die Schaltbrücke 48 jeweils in der Ausgangsstellung der Steuereinrichtung
47 vor deren erneuter Speisung die beiden Gegenkontakte 49 und 50 überbrückt. Auch nach
Abschaltung von 47 von den eigentlichen Steuerleitungen wird noch durch die Wirkung von 47 die
Überbrückung der Kontakte 49 und 50 herbeigeführt. Auf diese Weise ist über die Kontakte 48 bis 50 im
Ruhezustand die Erregerspule der Spritzzündeinrichtung bereits über die Klemme 19 an den einen Pol
derjenigen Spannungsquelle angeschlossen, welche an den Klemmen 19 und 21 liegt.
Wird also durch eine an der Erregeranoden-Kathoden-Strecke auftretende Spannung, die gegenüber
dem betriebsmäßigen Wert dieser Spannung erhöht ist, der Schalter 24 in die Einschaltstellung übergeführt,
so wird durch die Überbrückung der Kontakte 30 und 31 durch die Schaltbrücke 26 auch
der zweite Pol der Spule der Spritzzündeinrichtung an die Spannungsquelle 19 und 21 angeschlossen, so
daß ein erster Spritzzündvorgang durchgeführt wird.
Durch die Überbrückung der Kontakte 28 und 29 des Schalters 24 durch die Schaltbrücke 25 wird die
Anoden-Kathoden-Strecke des Stromtores 17 überbrückt, so daß dieses zum Erlöschen kommt. Gleichzeitig
wird jedoch ein Selbsthaltestromkreis für die Speisung der Spule 23 des Schalters 24 geschaffen.
Dieser Stromkreis verläuft von der Klemme 21 über den Widerstand 22, die Spule 23, die Kontakte
29, 25, 28, die Leitung 46, die Schaltkontakte 50, 48,
49 und die Leitung 45 zurück zur Klemme 19. Durch das Überbrücken der ruhenden Kontakte 32 und 33
durch die Schaltbrücke 27 wird auch die motorische Steuereinrichtung 47 für das Schaltorgan 48 an Spannung
gelegt und beginnt daher zu arbeiten, indem sie nach dem erfolgten Spritzzündvorgang die Kontaktbrücke
48 von den Gegenkontakten 49 und 50 abhebt, wodurch der Selbsthaltestromkreis für den Schalter
24 bzw. dessen Betätigungsspule 23 unterbrochen wird und daher die Schaltbrücken des Schalters 24 von
den Gegenkontakten abgehoben werden. Wie bereits angeführt, ist aber die motorische Steuereinrichtung
47 derart eingerichtet, daß sie die Kontaktbrücke 48 nach ihrem Abheben von den Gegenkontakten 49 und
50 auch selbsttätig anschließend wieder in die Ausgangsstellung zurückführt, in welcher die Kontakte
49 und 50 überbrückt sind. Ist inzwischen auf dem aktiven Teil der Kathode ein entsprechender Brennfleck
gebildet worden, so ist die Erregeranoden-Kathoden-Spannung an den Klemmen 18 und 19 des
Stromtores auf einen solchen Wert abgesunken, daß das Stromtor 17 nicht mehr gezündet wird. Besteht
aber die Störung in dem Stromrichtergefäß noch, so hat die Erregeranoden-Kathoden-Spannung an den
Klemmen 18 und 19 noch einen entsprechenden erhöhten Wert, und es wird das Stromtor 17 erneut gezündet,
so daß über die Betätigungsspule 23 der Schalter 24 wieder eingeschaltet wird. Es wiederholt
sich dann ein erneutes Spiel für die Durchführung einer Spritzzündung, wie es bereits geschildert
worden ist.
Tritt bei dem Entladungsgefäß der Betriebsfall ein, daß die Erregung erlischt und kein Kathodenfleck sowohl
im inaktiven als auch im aktiven Teil vorhanden ist, so wird durch das Ansteigen der Erregeranodenspannung
auf den Leerlaufwert die Steuereinrichtung 14 für die Einleitung eines neuen Zündspritzvorganges
zum Ansprechen gebracht. Die Schaltung übernimmt somit auch die Funktion der üblicherweise für das
Erlöschen vorgesehenen Wiederzündeinrichtung.
Durch ein Betätigen des zweipoligen Schalters 38 in seiner Einschaltrichtung, wobei dessen Schaltbrücken
43 und 44 die Gegenkontakte 39 und 40 bzw. 41 und 42 überbrücken, wird über die Kontakte 41
und 42 der zweite Pol der Erregerspule der Spritzzündeinrichtung über die Klemme 36 an Spannung
gelegt, und gleichzeitig wird über die Kontakte 39, 43 und 40 die motorische Steuereinrichtung der
Schaltbrücke 48 an Spannung gelegt. Solange also der zweipolige Schalter 38 in der Einschaltstellung gehalten
wird, arbeitet die Spritzzündeinrichtung, und zwar mit einer entsprechenden periodischen Wiederholung
der Spritzvorgänge, die durch das Arbeiten der motorischen Steuereinrichtung 47 bestimmt ist,
welche die Schaltbrücke 48 steuert. Bei der Freigabe des Schalters 38 kommt die Spritzzündeinrichtung
außer Betrieb, aber die Steuereinrichtung 47 sorgt auch in diesem Falle wieder dafür, daß auf jeden Fall
die Schaltbrücke 48 in die Stellung übergeführt wird, in welcher sie die beiden Kontakte 49 und 50 überbrückt.
Claims (4)
1. Schutzschaltung für Einanodenstromrichtergefäße mit Gas- bzw. Metalldampfentladung, bei
denen die Kathode einen über einen Isolierzylinder von dem aktiven Teil getrennten inaktiven Teil
aufweist, zur Beseitigung bzw. Vorbeugung eines Brennfleckes auf dem inaktiven Teil der Kathode,
dadurch gekennzeichnet, daß Abweichungen in der Potentialdifferenz zwischen Hilfselektroden und
der Kathode vom betriebsmäßigen Wert, welche abhängig von dem Erlöschen des Brennfleckes auf
dem aktiven Teil der Kathode entweder zufolge einer sehr großen Steilheit beim Stromnulldurchgang
des Verbraucherstromes oder abhängig von dem Abreißen eines zwischen Kessel und aktivem
Teil der Kathode durch das zurückfließende kondensierte Quecksilber gebildeten Quecksilberfadens
stattfinden oder welche bereits abhängig von der Entstehung der leitenden Brücke in Form
dieses Quecksilberfadens auftreten, zur Einleitung einer neuen Zündung eines Kathodenfleckes auf
dem aktiven Teil der Kathode benutzt werden.
2. Schutzschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß abhängig von dem Absinken
der betriebsmäßig zwischen Kessel und Kathode bestehenden Spannungsdifferenz, welches durch die
Bildung eines Quecksilberfadens zwischen Kessel und inaktivem Teil der Kathode entsteht, die erneute
Zündung eines Brennfleckes auf dem aktiven Teil· der Kathode eingeleitet wird.
3. Schutzschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß abhängig von dem Hochreißen
der Erregeranoden-Kathoden-Spannung, welche mit dem Erlöschen des Brennfleckes auf
dem aktiven Teil einsetzt, über den betriebsmäßigen Erregeranoden-Kathoden-Spannungswert die erneute
Zündung eines Brennfleckes auf dem aktiven Teil eingeleitet wird.
4. Schutzschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß abhängig von der Erhöhung
des Erregeranoden - Kathoden - Spannungswertes nach Zünden des unerwünschten Kathodenfleckes
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1067945B true DE1067945B (de) | 1959-10-29 |
Family
ID=593366
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1067945D Pending DE1067945B (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1067945B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1176287B (de) * | 1960-01-01 | 1964-08-20 | English Electric Co Ltd | Anordnung zum Nachweis von Fehl-zuendungs- bzw. Zuendversagerzustaenden in einem Quecksilberdampf-Entladungsgefaess einer Stromrichteranlage |
| DE1182755B (de) * | 1960-01-01 | 1964-12-03 | English Electric Co Ltd | Anordnung zum Nachweis von Durchzuendungszustaenden in dem Quecksilberdampf-Entladungsgefaess einer Stromrichteranlage |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE405669C (de) * | 1919-12-17 | 1924-11-07 | Johannes Nienhold | Einrichtung zum Betrieb von Quecksilberdampfgleichrichtern, die auf elektrischem Wege gezuendet werden |
-
0
- DE DENDAT1067945D patent/DE1067945B/de active Pending
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|---|---|---|---|---|
| DE405669C (de) * | 1919-12-17 | 1924-11-07 | Johannes Nienhold | Einrichtung zum Betrieb von Quecksilberdampfgleichrichtern, die auf elektrischem Wege gezuendet werden |
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| DE1176287B (de) * | 1960-01-01 | 1964-08-20 | English Electric Co Ltd | Anordnung zum Nachweis von Fehl-zuendungs- bzw. Zuendversagerzustaenden in einem Quecksilberdampf-Entladungsgefaess einer Stromrichteranlage |
| DE1182755B (de) * | 1960-01-01 | 1964-12-03 | English Electric Co Ltd | Anordnung zum Nachweis von Durchzuendungszustaenden in dem Quecksilberdampf-Entladungsgefaess einer Stromrichteranlage |
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