[go: up one dir, main page]

DE1066190B - Verfahren zur Herstellung von kristallwasserhaltigen Perhydratverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von kristallwasserhaltigen Perhydratverbindungen

Info

Publication number
DE1066190B
DE1066190B DENDAT1066190D DE1066190DA DE1066190B DE 1066190 B DE1066190 B DE 1066190B DE NDAT1066190 D DENDAT1066190 D DE NDAT1066190D DE 1066190D A DE1066190D A DE 1066190DA DE 1066190 B DE1066190 B DE 1066190B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
crystallization
water
parts
perhydrate
weight
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1066190D
Other languages
English (en)
Inventor
Düsseldorf Dr. Valentin Habernickel
Original Assignee
Henkel a Cie. G.m.b.H., Düsseldorf-FIolthausen
Publication date
Publication of DE1066190B publication Critical patent/DE1066190B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B15/00Peroxides; Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof; Superoxides; Ozonides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT 1066190 ANMELDETAG:
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT:
AUSGABE DER
PATENTSCHRIFT:
DBP 1066190 KL.12i 16
INTERNAT. KL. COIb 10. DEZEMBER 1956
!..OKTOBER 1959 17.MÄRZ 1960
STIMMT DBEREIN MIT AUSLEGESCHRIFT 1 066 190 (H 2W7801 IVa /13 i)
Aus der Literatur und Praxis ist die Herstellung zahlreicher kristallwasserhaltiger Perhydrate bekannt. Eine übliche Methode zur Herstellung von kristallwasserhaltigen Perhydraten besteht darin, daß man aus einer wäßrigen Lösung, die Wasserstoffperoxyd und ein anorganisches Salz enthält, durch Einengen bzw. Verdampfen das Perhydrat zur Abscheidung bringt. · Häufig wird so verfahren, daß durch einen erheblichen Überschuß an H2O2 die Abscheidung herbeigeführt oder zumindest bei der eingangs genannten Methode begünstigt wird. Derartige Verfahren sind relativ unwirtschaftlich, zumal sich im allgemeinen stets merkliche Verluste an H2O2 nicht vermeiden lassen. Auch hat sich auf Grund des erfindungsgemäßen Verfahrens herausgestellt, daß zahlreiche durchaus beständige und technisch wertvolle kristallwasserhaltige Perhydratverbindungen überhaupt nicht nach den bisher bekannten Arbeitsweisen erhalten wurden und somit bisher nicht bekannt waren.
Es wurde nun gefunden, daß man unter Vermeidung der eingangs angeführten Mängel zahlreiche neue kristallwasserhaltige Perhydratverbindungen, die bemerkenswerte technische Vorteile gegenüber den bisher bekannten Perhydratverbindungen mit sich bringen, herstellen kann, wenn man sich der nachstehend näher erläuterten Arbeitsweise bedient. :
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung kristallwasserhaltiger Perhydratverbindungen besteht darin, daß man in Gegenwart eines indifferenten Verdünnungs- oder Suspensionsmittels auf anorganische Salze, welche Kristallwasser zu binden vermögen — mit Ausnahme von Natriumtripölyphosphat—, nur solche Mengen an H2O2 und Wasser einwirken läßt, welche vollständig an das anorganische Salz addiert werden, oder äquivalente Ausgangsprodukte der genannten Komponenten in Mengenverhältnissen, die dem .entsprechen, aufeinander einwirken läßt. Wie weiterhin gefunden wurde, läßt man zweckmäßigerweise anorganische Salze, welche Kristallwasser zu binden vermögen, H2O2 und Wasser oder äquivalente Ausgangsprodukte der genannten Komponenten in Gegenwart eines indifferenten Verdünnungs- oder Suspensionsmittels in solchen stöchiometrischen Mengenverhältnissen aufeinander einwirken, die der Zusammensetzung von Verbindungen der allgemeinen Formel
Verfahren zur Herstellung
von kristallwasserhaltigen
Perhydratverbindungen
Patentiert für:
Henkel & Cie. G.m.b.H.,
Düsseldorf-Holthausen
χ H2O
entsprechen, wobei A ein anorganisches Salz, welches Kristallwasser zu binden vermag, χ und y Vielfache von 1I2 darstellen und die Summe aus χ und y nicht größer ist als die Anzahl Mol Kristallwasser, die das anorganische Salz maximal zu binden vermag.
Als anorganische Salze können für das vorliegende Verfahren grundsätzlich alle die anorganischen Salze verwendet werden, welche kristallwasserhaltige VerDr. Valentin Habernickel, Düsseldorf,
ist als Erfinder genannt worden
bindungen zu bilden vermögen. Insbesondere kommen dabei die Salze der Orthophosphorsäure und solcher Phosphorsäuren, die wasserärmer sind als die Orthophosphorsäure — mit Ausnahme von Natriumtripölyphosphat —, der Kohlensäure, der Kieselsäure, der Borsäure und der Schwefelsäure in Frage. Vorzugsweise wird man die Alkali- oder auch die Erdalkalisalze verwenden, da diese im allgemeinen besonders leicht zugänglich sind.
Geeignete Verbindungen sind . daher insbesondere Dinatriumphosphat, Trinatriumphosphat, Natriumpyrophosphate, Natriummetaphosphate oder die entsprechen-
den Kalisalze der soeben angeführten Verbindungen. Weiterhin Natrium- oder Kaliummetasilicat, Natriumcarbonat, Magnesiumcärbonat, Borax, Natriumsulfat und ähnliche Salze.
Bei der praktischen Durchführung des Verfahrens ist es vorteilhaft, von Wasserfreien anorganischen Salzen oder solchen Salzen auszugehen, welche nur teilweise Kristallwasser enthalten. Die anorganischen Salze können dabei z. B. in indifferenten organischen Verdünnungsmitteln, welche einerseits beständig gegen Wasserstoff superoxyd sein müssen und andererseits nicht oder nur ' in unbedeutendem Maße Wasserstoffperoxyd und Wasser lösen, suspendiert werden und anschließend mit der eingestellten H2O2-Lösung zur Reaktion gebracht werden. Man kann jedoch auch unter kräftigem Rühren das wasserfreie anorganische Salz in eine Suspension aus eingestellter H2O2-Lösung und dem organischen Verdünnungsmittel eintragen. An Stelle des anorganischen Salzes, H2O2 und H2O kann man auch äquivalente Ausgangsprodukte der genannten Komponenten in entsprechenden Mengenverhältnissen aufeinander einwirken lassen.
Unter äquivalenten Ausgangsprodukten sind solche zu verstehen, welche zu genau den gleichen Gemischen führen, wie man sie bei Anwendung von anorganischen
909 733/300
Salzen, welche Kristallwasser zu binden vermögen, Wasserstoffperoxyd und Wasser erhält.
So kann man beispielsweise statt Na2CO3, H2O2 und H2O als Ausgangskomponenten auch Na2O2, CO2, welches eingeleitet wird, und Wasser verwenden. Eine andere Möglichkeit besteht beispielsweise, wenn man kristallwasserhaltige Perhydrate der Orthophosphorsäure erhalten will, darin, daß man nicht vom Trinatriumphosphat ausgeht, sondern Dinatriumphosphat NaOH, H2O und H2O2 verwendet. Auch kann man in diesem Fall weiterhin gewünschtenfalls die Natronlauge und das Wasserstoffperoxyd durch Natriumperoxyd und Wasser ersetzen. Schließlich ist es bei der Herstellung von Perhydraten des Natriumsulfats nicht unbedingt erforderlich, von Na2SO4, H2O und H2O2 auszugehen, sondern man kann statt dessen auch die entsprechenden Mengen Schwefelsäure, Natriumperoxyd und Wasser verwenden.
Die Mengenverhältnisse sind selbstverständlich in allen diesen Fällen so zu wählen, daß genau die gleichen Verhältnisse vorliegen, als wenn als Ausgangsprodukte ein anorganisches Salz, Wasser und Wasserstoffperoxyd verwendet worden wären.
Als inerte organische Verdünnungs- oder Suspensionsmittel, welche- bei den erfindungsgemäßen Verfahren angewandt werden können, kommen beispielsweise in Frage: Tetrachlorkohlenstoff, "Chloroform, Dekahydronaphthalin, Benzol, Toluol, Xylol, Benzin, Hexachlorbenzol, gechlorte Kohlenwasserstoffe, welche 2 bis 4 Kohlenstoff atome im Molekül enthalten, wie z. B. Trichloräthan und Tetrachloräthan und ähnliche Verbindungen. Als inertes organisches Verdünnungs- oder Suspensionsmittel wird vorzugsweise eine leichtflüchtige organische Verbindung, z. B. Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, Trichloräthan, Tetrachloräthan oder Gasolin mit einem Siedepunkt im Bereich von 20 bis iOO° C, vorzugsweise um 60° C, verwendet, da diese Verdünnungsmittel ein einfaches Trocknen der Reaktionsprodukte an der Luft gestatten.
Weiterhin soll das zur Anwendung gelangende inerte Verdünnungs- oder Suspensionsmittel, wie bereits erwähnt, kein Wasserstoffperoxyd und Wasser lösen. Vorzugsweise sollte die Löslichkeit im Wasser nicht mehr als 1% betragen. Das Verdünnungsmittel muß weiterhin auch eine Verbindung sein, die bei der Umsetzungstemperatur nicht mit irgendeinem von den anwesenden Stoffen reagiert. Verbindungen mit derartigen Eigenschaften sind gewöhnlich nichtpolare Flüssigkeiten. Die Menge des inerten orp .nischen Verdünnungs- oder Suspensionsmittels, wr" -he vorzugsweise jeweils angewandt wird, beträgt 2 bis 10 Gewichtsteile pro Gewichtsteil anorganisches Salz.
Der Umsatz der Komponenten in Gegenwart eines inerten Verdünnungs- oder Suspensionsmittels wird bei einer Temperatur von 0 bis 55° C, vorzugsweise 5 bis 40° C, durchgeführt, da, wie gefunden wurde, Produkte, die bei Temperaturen oberhalb 40° C hergestellt wurden, wesentlich schlechtere Haltbarkeit aufweisen.
Die Aufarbeitung ist denkbar einfach. Das ausgefallene, im allgemeinen kristalline Reaktionsprodukt wird durch Filtration oder sonstige geeignete Verfahren, z.B. scharfes Absaugen, Schleudern oder Zentrifugieren, vom Verdünnungsmittel abgetrennt. In manchen Fällen erhält man zunächst ölartige Produkte, die jedoch nach einiger Zeit in kristalline Verbindungen übergehen und erst dann abgetrennt werden. Man erhält das Perhydrat dabei praktisch in fast trockener Form. Die letzten Reste des Suspensionsmittels können entweder durch einfaches Lagern an der Luft oder im Vakuum bei Zimmertemperatur entfernt werden. Das abgetrennte Verdünnungsmittel kann ohne vorherige besondere Behandlung für einen neuen Ansatz jeweils wieder verwendet werden.
Behandelt man die so erhaltenen kristallwasserhaltigen Perhydratverbindungen vorsichtig eine Zeitlang yorzugsweise bei leicht erhöhten Temperaturen im Vakuum, so kann man im allgemeinen insbesondere solchen kristallwasserhaltigen Perhydratverbindungen, welche mehrere Mol Kristallwasser enthalten, 1 oder mehrere Mol Kristallwasser entziehen, ohne daß ein Verlust an Wasserstoffperoxyd eintritt. Man kommt auf diese Weise- zu neuen Produkten oder auch zu Perhydratverbindungen,. welche durch die eingangs erwähnten technisch relativ unwirtschaftlichen Methoden zugänglich sind. Es ist jedoch im allgemeinen nicht erforderlich, diese Maßnahme dmrehzuführen, sofern man nicht aus wissenschaftlichen Gründen derartige Verbindungen herstellen will.. Die nach dem beschriebenen Verfahren erhaltenen kristallwasserhaltigen Perhydratverbindungen sind nämlich auch ohne weiteren Abbau des Kristallwassers vorzüglich für technische Zwecke geeignet.
Die nach dem neuen Verfahren herstellbaren kristallwasserhaltigen Perhydratverbindungen lassen sich durch, die allgemeine Formel
A · χ H2O -y H2O2
zusammenfassen, wobei A ein anorganisches Salz ist,, welches Kristallwasser zu binden vermag, χ sowie y Vielfache von 1J2 darstellen und die Summe aus χ und y nicht größer ist als die Anzahl Mol Kristallwasser, diedas anorganische Salz maximal zu binden vermag.
Wie hieraus hervorgeht, kann somit einerseits die
■Summe der Anzahl Mol H2O2 +H2O, welche die neue Perhydrat verbindung jeweils enthält, den gleichen Wert erreichen wie die maximale Anzahl Mol Kristallwasser, welche das anorganische Salz zu binden vermag, oder aber auch kleiner sein. Naturgemäß ist, wie bei der Bindung des Kristall wassers, die Bindung einer bestimmten Anzahl von Mol H2O und H2O2 bevorzugt, die oft. mit den bisherigen Erfahrungen über die Bindefestigkeit verschiedener Hydratisierungsstufen eines bestimmten anorganischen Salzes übereinstimmen. Im allgemeinen lassen sich Perhydratverbindungen herstellen, bei denen die Summe der Anzahl Mol an H2 O2 + H2 O in der Perhydratverbindung der maximalen Anzahl Mol Kristallwasser, aber zumindest einer bevorzugten Zahl entspricht,.
welche das betreffende anorganische Salz zu binden vermag.
Es ist daher prinzipiell möglich, aus den Verbindungen,
welche die maximale Anzahl an Mol H2O2 und H2O enthalten, durch mehr oder minder vorsichtigen Abbau die gewünschten niederen Hydratisierungsstufen darzustellen. Jedoch sind in zahlreichen Fällen mehrere niedere Hydratisierungsstufen bekannt, bei denen somit die Summe aus H2O2 und H2O nicht den maximalen Wert erreicht und die sich außerordentlich leicht bei'Anwendung entsprechender Mengenverhältnisse bilden.
Von den nach dem erfindungsgemäßen Verfahren besonders leicht herstellbaren Perhydratverbindungen seien die nachstehenden erwähnt, ohne daß, wie sich aus den oben gemachten Ausführungen ergibt, diese Zusammenstellung einen Anspruch auf Vollständigkeit der prinzipiell herstellbaren Verbindungen haben könnte. Von der Gruppe der neuen Perhydrate· aus Salzen von Phosphorsäuren sind folgende zu nennen:
Na3PO4-8'H2O-2 H2O2
Na3PO4 · 8 H2O · H2O2 Na2HPO4 · 8 H2O · 1,5 H2O2
Na3PO4 · 6 H2O · H2O2 Na2HPO4 · 6 H2O · 2 H2O2
Na3PO4 · 2 H2O · 2 H2O2 Na2HPO4 · 5 H2O · H2O2
Na3PO4 · H2O · 2 H2O2 Na2HPO4 · 2 H2O- H2O2
Na3PO4-2 H2O-H2O2
Na4P2O7
■ 8 H9O ■ 2 H9O,
Na1P51O7 · 3 H9O · 2 H9O
2^2
K3PO4-2 H2O-H2O2
K2HPO4 · 5 H2O · H2O2
K2HPO4 · 2 H2O · H2O2 Na4P2O7 · 2 H2O · 2 H2O2
(NaPOg)3 · 2 H2O ■ 2 H2O2 K4P2O7 · 2 H2O · H2O2
(NaPOJ3-2H2O-H2O2
Weiterhin sind besonders zu erwähnen die Perhydrate, welche sich von der Kieselsäure bzw. Kohlensäure herleiten, und zwar
Na2SiO3 · 3 H2O · 2 H2O2
Na2SiO3 · 4 H2O · H2O2
Na2SiO3 · 2 H2O · 2 H2O2
Na2CO3 · 9 H2O · H2O2
Na2CO3 · 5 H2O · 2 H2O2
Na2CO. · 3 H2O · 2 H9O,
2O2
Schließlich sind als weitere wertvolle Perhydrate, die außerhalb der bereits angeführten Gruppen liegen, die Verbindungen
Na2B4O7-5 H2O-H2O2
Na2SO4-OH2O-H2O2
Na2B4O7 · 3 H2O · H2O2
MgCO3-4 H2O-H2O2
20
zu erwähnen.
Darüber hinaus hat sich gezeigt, daß gerade die neuen Perhydratverbindungen, welche gegenüber den bisher bekannten Perhydraten im allgemeinen einen relativ höheren Kristallwassergehalt aufweisen, hinsichtlich ihrer Stabilität diesen nicht nachstehen und im Gemisch mit anderen Stoffen im allgemeinen beständiger sind, zumal auch die weniger hydratisierten Perhydrate leichter zu einer Wasseraufnahme neigen. Letztere gibt im übrigen bei Verwendung der bisher bekannten Perhydrate leicht Anlaß zum Zusammenbacken der Wasch- und Bleichmittel, sofern keine zusätzlichen Maßnahmen ergriffen werden.
Die neuen Perhydratverbindungen besitzen auch ohne Zusatz eines Stabilisierungsmittels eine hohe Stabilität. Durch den Zusatz von kleinen Mengen eines Stabili- ,35 sierungsmittels etwa 0,05 bis 5 %, vorzugsweise 0,1 bis 2 Gewichtsprozent wird eine praktisch unbegrenzte Stabilität der Perhydrate erzielt. Als Stabilisator können dabei angewendet werden Verbindungen wie Tetranatriumpyrophosphat, Kaliumpyrophosphat, Natriumsilicat, Kaliumsilicat, Sn Cl2 und vorzugsweise Magnesiumsilicat oder Mischungen davon, z. B. eine Mischung aus Natriumsilicat und Magnesiumsilicat. Es kommen auch organische Verbindungen als Stabilisator in Frage, z. B. Orthooxychinolin oder Pyridincarbonsäuren wie Trimesitinsäure, Nicotinsäure u. a. Der H2 O2-Verlust der so stabilisierten Produkte beträgt, wie Untersuchungen ergeben haben, im allgemeinen nicht mehr als 0,3°/0 etwa innerhalb eines Jahres.
Beispiel 1
164Gewichtsteile wasserfreies Trinatriumorthophosphat werden in der vierfachen Gewichtsmenge Chloroform suspendiert. Anschließend werden unter Rühren bei einer Temperatur von etwa 15 bis 200C 212 Gewichtsteile einer H2O2-Lösung, welche auf 8 Mol H2O 2 Mol H2O2 enthält, langsam etwa innerhalb 40 Minuten zu der Suspension hinzugefügt und noch kurze Zeit nachgerührt. Nach einigen Minuten setzt sich das gebildete Perhydrat ab. Zu dem gleichen Ergebnis gelangt man, wenn man statt dessen bei gleicher Arbeitsweise von 200 Gewichtsteilen Na3PO4 ■ 2 H2O ausgeht und 176 Gewichtsteile einer H2O2-Lösung, welche auf 6 Mol H2O 2 Mol H2O2 enthält, hinzufügt.Danäch wird das kristalline Reaktionsprodukt, dessen Zusammensetzung der Formel
Na3PO4-8 H2O-2 H2O2
entspricht, von dem Suspensionsmittel durch Filtration abgetrennt und gegebenenfalls noch anhaftende Reste des Suspensionsmittels durch Trocknen des Reaktions-
Produktes an der Luft entfernt. Man erhält etwa 374 Teile Na3PO4 · 8 H2O · 2 H2O2, dessen Gehalt an H2O218,6% beträgt.
Beispiel 2
Bei gleicher Arbeitsweise wie im Beispiel 1 erhält man unter Anwendung der nachstehend im einzelnen angeführten Mengen an Trinatriumphosphat oder Dinatriumphosphat bzw. der entsprechenden Kalisalze neue kristalline Orthophosphatperhydrate der nachstehend angegebenen Zusammensetzung. Die dabei anzuwendenden Mengen an H2O und H2O2 werden jeweils wie auch im Beispiel 1 in Form einer wäßrigen Wasserstoffperoxydlösung hinzugefügt. Gewünschtenfalls kann man auch, wie im einzelnen nachstehend jeweils angegeben, an Stelle von kristallwasserfreien Phosphaten solche Phosphate verwenden, die teilweise Kristallwasser enthalten. Der Umsatz erfolgt praktisch in allen Fällen quantitativ.
Man erhält:
1. Na3PO4-8 H2O-H2O2 (Gehalt an H2O2 9,9 °/0) aus Na3PO4, H2O und H2O2 im Molverhältnis 1:8:1 oder aus Na3PO4-2 H2O, H2O, H2O2 im Molverhältnis 1:6:1.
2.Na3PO4-OH2O-H2O2 (Gehalt an H2O2 11,1 °/o) aus Na3PO4, H2O und H2O2 im Molverhältnis 1:6:1 oder aus Na3PO4-2 H2O, H2O, H2O2 im Molverhältnis 1:4:1.
3. Na3PO4-2 H2O-2 H2O2 (Gehalt an H2O2 25,6%) aus Na3PO4, H2Ound H2O2Im Molverhältnis 1:2:2.
4. Na3PO4-H2O-2 H2O2 (Gehalt an H2O2 27,4%) aus Na3 P O4, H2 O und H2 O2 im Molverhältnis 1:1:2.
5. Na2HPO4 ■ 8 H2O · 1,5 H2O2 (Gehalt an H2O215%) aus Na2HPO4, H2O und H2O2 im Molverhältnis 1:8:1,5.
6. Na2HPO4 · 6 H2O · 2 H2O2 (Gehalt an H2O2 21 %) aus Na2HP O4,H2 O und H2O2 im Molverhältnis 1:6:2.
7. Na2HPO4 ■ 5 H2O · H2O2 (Gehalt an H2O2 12,5%) aus. Na2 H P O4 ■ H2 O · H2 O2 im Molverhältnis 1:5:1.
8. Na2HPO4 · 2 H2O · 2 H2O2 (Gehalt an H2O2 27,8%) ausNa2 H P O4, H2 O und H2 O2 im Molverhältnis 1:2:2.
9. K3PO4 · 2 H2O · H2O2 (Gehalt an H2O2 12%) aus K3PO4, H2O und H2O2 im Molverhältnis 1 : 2 :1.
10. K2HPO4 · 5 H2O · H2O2 (Gehalt an H2O2 11,4%) aus K2 H P O4, H2 O und H2 O2 im Molverhältnis 1:5:1.
11. K2 H P O4-2 H2 O-H2 O2 (Gehalt an H2O2 13,9%) aus K2 H P O4, H2 O und H2 O2 im Molverhältnis 1:2:1.
Zu den gleichen Ergebnissen gelangt man schließlich in allen angeführten Beispielen, wenn als Suspensionsmittel an Stelle von Chloroform die gleiche Menge Tetrachlorkohlenstoff verwendet.
Beispiel 3
376 g Na3PO4 · 8 H2O · 1 H2O2, welche, wie im Beispiel 2 beschrieben, hergestellt wurden, werden etwa 1 Stunde bei etwa 35 bis 400C im Vakuum bei einem Druck von 25 Torr behandelt. Bei dieser Behandlung werden dem Produkt 6 Mol Kristallwasser entzogen, so daß man als Endprodukt rund 268 g der Verbindung Na3PO4 · 2 H2O · 1 H2O2 mit einem Gehalt an Wasserstoffperoxyd von 14,6% erhält.
Beispiel 4
Eine Suspension von 1178 Teilen,iDinatriumphosphatdihydrat und 40 Teilen gepulvertem Ätznatron in 400 Teilen Chloroform- versetzt man innerhalb 1 Stunde bei 100C mit 124 Teilen einer H2O2-Lösung, welche 27,5% H2O2 enthält. Das gebildete Trinatriumphosphat-Octahydrat-Monoperhydrat mit 9,9% H2O2 wird durch
1 Oöö
Zentrifugieren abgetrennt und an der Luft getrocknet. Ausbeute 374 g.
Beispiel 5
533 Teile wasserfreies Pyrophosphat werden in 2000 Teilen Trichloräthan suspendiert und die Mischung bei 25°C mit 392 Teilen 34,70Z0IgCm H2O2 versetzt. Man rührt so lange, bis die anfangs ölige Schicht auf dem Trichloräthan in ein kristallines Produkt übergegangen ist. Dann wird vom Suspensionsmittel abgetrennt und der Rückstand an der Luft getrocknet. Man erhält etwa 825 Teüe Pyrophosphat-Perhydrat mit 14,2% H2O2, entsprechend der Verbindung Na4P2O7 · 8 H2O · 2 H2O2.
Zu dem gleichen Ergebnis gelangt man, wenn man bei sonst gleicher Arbeitsweise an Stelle des wasserfreien Pyrophosphats 604 g Na4P2O7 ■ 2 H2O sowie 324 g H2O2-Lösung, welche auf 6 Mol H2O 2 Mol H2O2 enthält, hinzufügt.
Verwendet man bei gleicher Arbeitsweise als Ausgangsprodukt 533 Gewichtsteile wasserfreies Pyrophosphat und 232 Gewichtsteile 58%iges H2O2 als Ausgangsprodukte, so erhält man ein kristallwasserhaltiges Perhydrat, entsprechend der Formel
Na4P2O7 · 3 H2O · 2 H2O2.
Der Gehalt dieser Verbindung in Wasserstoffperoxyd beträgt 17,5%.
Bringt man unter den gleichen Arbeitsbedingungen 533 Gewichtsteile wasserfreies Pyrophosphat und 208 Gewichtsteile 66%iges H2 O2 aufeinander zur Einwirkung, so erhält man die Verbindung Na4P2O7 · 2 H2O ■ 2 H2O2. Der Gehalt dieser Verbindung an Wasserstoffperoxyd beträgt 18,4%.
Man gelangt zu der gleichen Verbindung, wenn man das Perhydrat der Formel
Na4P2O7 · 8 H2O · 2 H2O2
im Vakuum bei etwa 60° C und bei einem Druck von 35 Torr eine Zeitlang behandelt. Bei dieser Behandlung werden dem Ausgangsprodukt 6 Mol Kristallwasser entzogen.
Die Verbindung K4P2O7 ■ 2 H2O · H2O2 (Gehalt an H2O2 8,5%) erhält man, wenn man unter den angegebenen Arbeitsbedingungen von 330 Gewichtsteilen wasserfreiem Kaliumphosphat und 70 Gewichtsteilen 49%iger H2O2-Lösung ausgeht.
Die Umsetzung erfolgt in allen angegebenen Fällen mit praktisch 100%iger Ausbeute.
Beispiel 6
In 700 Gewichtsteile CCl4 werden 300 Gewichtsteile kristallwasserfreies Trimetaphosphat unter Rühren suspendiert. Anschließend werden langsam 70 Gewichtsteile einer 48,5%igen Wasserstoffperoxydlösung hinzugefügt und noch eine Zeitlang nachgerührt. Die Temperatur während der Umsetzung beträgt 15 bis 20° C. Anschließend wird das gebildete Perhydrat, welches der Formel (NaPO3)3 · 2 H2O · H2O2 entspricht, abfiltriert und vom anhaftenden Verdünnungsmittel durch Trocknen an der Luft befreit. Der Wasserstoffperoxydgehalt der so erhaltenen Verbindung beträgt 9,2%.
Bei sonst gleicher Arbeitsweise erhält man aus 306 Gewichtsteilen Trimetaphosphat (wasserfrei) und 104 Gewichtsteilen 66%iger H2O2-Lösung ein kristallisiertes Perhydrat, welches der Formel (NaPO3)3 · 2 H2O · 2 H2O2 entspricht und dessen H2O2-Gehalt 16,5 % beträgt. Die Ausbeute beträgt in beiden Fällen praktisch 100%.
Beispiel 7
In 1000 Gewichtsteile Chloroform werden 212 Gewichtsteile Natriummetasilicat-monohydrat, welches vorher fein gepulvert wurde, suspendiert. Zu dieser Suspension fügt man bei Temperaturen zwischen-30 und 40° C und unter Rühren 88 Gewichtsteile 38,6%iges H2O2 langsam hinzu. Man läßt dann den Ansatz kurze Zeit stehen, bis sich das Perhydrat vollständig in kristallisierter Form abgeschieden hat, und trennt es durch Filtration von dem Suspensionsmittel ab. Nach anschließendem kurzem Trocknen im Vakuum erhält man ungefähr 230 Gewichtsteile Metasilicat-Perhydrat, welches der Formel
Na2SiO3-4 H2O-H2O2
entspricht. Der Wasserstoffperoxydgehalt dieser Verbindung beträgt 14,7%.
Bei gleicher Arbeitsweise erhält man aus 140 Gewichtsteilen Metasilicat-monohydrat und 86 Gewichtsteilen 79%igem H2O2 ein Perhydrat, welches der Formel Na2SiO3-2 H2O-2 H2O2 entspricht. Der H2O2-Gehalt dieser Verbindung beträgt 30%.
Verwendet man als Ausgangsprodukt bei gleicher Arbeitsweise 140 Gewichtsteile Metasilicat-monohydrat und 104 Gewichtsteile 66%ige H2O2-Lösung, so erhält man als Perhydrat eine Verbindung, welche der Formel Na2SiO3-3 H2O-2 H2O2 entspricht. Der H2O2-Gehalt dieser Verbindung beträgt 27,8 %.
Die Umsetzung erfolgt in allen drei Fällen mit praktisch 100%iger Ausbeute.
Beispiel 8
In 600 Gewichtsteile CCl4 oder in 750 Gewichtsteile Chloroform werden 106 Gewichtsteile Natriumcarbonat (wasserfrei) suspendiert und bei einer Temperatur von etwa 10°C langsam 196 Gewichtsteile 17,4%ige H2O2-Lösung hinzugefügt. Während der Hinzufügung der H2O2-Lösung wird gerührt und dies noch eine Zeitlang fortgesetzt. Nach etwa 1 Stunde hat sich das Perhydrat als kristalliner Körper abgeschieden. Das Perhydrat, welches der Formel Na2CO3 · 9 H2O · H2O2 entspricht (H2O2-Gehalt 11,25%), wird abfiltriert und an der Luft getrocknet.
Zu derselben Verbindung gelangt man unter Anwendung der gleichen Arbeitsbedingungen, wenn man als Ausgangskomponenten 232 Gewichtsteile Na2 C O3 · 7 H2 0 und 70 Gewichtsteile 50%ige H2O2-Lösung verwendet.
Versetzt man eine Suspension aus 200 Gewichtsteilen Tetrachlorkohlenstoff und 106 Gewichtsteilen Na2CO3 (wasserfrei) bei einer Temperatur von etwa 10° C langsam mit 122 Gewichtsteilen 56%iger H2O2-Lösung unter Rühren, so erhält man anfangs ein öliges Produkt, welches jedoch nach etwa 2 Stunden in eine feste Perhydrat verbindung übergeht. Diese wird durch Filtration abgetrennt und entspricht der Zusammensetzung
Na2CO3 ■ 3 H2O · 2 H2O2
(H2 O2-Gehalt 29,7 %). Die Ausbeute beträgt 320 Gewichtsteile.
Bei gleicher Arbeitsweise erhält man aus 106 Gewichtsteilen Na2C O3 (wasserfrei) und 158 Gewichtsteilen 43%iger H2O2-Lösung die Verbindung Na2CO3 · 5 H2O · 2 H2O2 in praktisch 100%iger Ausbeute. Der H2O2-Gehalt dieser Verbindung beträgt 25,8 %.
Beispiel 9
Man vermischt 180 Teile Wasser mit 450 Teilen Chloroform, kühlt die Mischung auf -1O0C, verrührt mit 78 Teilen gemahlenem Na2O2 und leitet, sobald sich eine ölige, homogene Schicht auf dem Suspensionsmittel abgeschieden hat, bei 0 bis 5°C unter kräftigem Rühren so lange CO2 ein, bis die ölige Schicht eben beginnt, in ein kristallines Produkt überzugehen. Man rührt noch 1I2 Stunde bei Zimmertemperatur, saugt vom Suspensions-
mittel ab und trocknet an der Luft. Man erhält etwa 300 Teile Soda-Perhydrat-9-Hydrat mit 11,25% H2O2.
Beispiel 10
Zu einer Suspension von 402 Gewichtsteilen Borax '5 (wasserfrei) in etwa 5000 Gewichtsteilen Tetrachlorkohlenstoff werden 248 Gewichtsteile einer 24,4%igen H2O2-Lösung hinzugefügt. Die Zugabe erfolgt bei einer Temperatur von 25 bis 30° C unter Rühren. Der Ansatz wird dann etwa 2 Stunden stehengelassen, von Zeit zu Zeit durchgerührt und zwecks besserer Abscheidung des kristallinen Perhydrats dabei auf etwa O0C abgekühlt. Dann wird das gebildete Perhydrat, welches der Formel Na2B4O7 · 5 H2O · H2O2 entspricht, durch Filtration von dem Suspensionsmittel abgetrennt. Die Ausbeute beträgt 550 g, der H2O2-Gehalt der so erhaltenen Verbindung beträgt 10,5%.
Verwendet man bei sonst gleicher Arbeitsweise als Ausgangskomponenten 402 Gewichtsteile Borax (wasserfrei) und 88 Gewichtsteile einer 40%igen H2O2-Lösung, ao so erhält man in praktisch 100%iger Ausbeute ein Perhydrat der Zusammensetzung Na2 B4 O 7 · 3 H2 O · H2 O2. Der H2O2-Gehalt dieser Verbindung beträgt 11,7%.
Beispiel 11 a_
In 600 Gewichtsteilen Benzol werden 142 Gewichtsteile Natriumsulfat (wasserfrei) suspendiert und unter Rühren bei Temperaturen von etwa 10° C 140 Gewichtsteile einer 24%igen H2O2-Lösung langsam hinzugefügt. Man läßt den Ansatz dann noch kurze Zeit stehen undv trennt das gebildete Perhydrat durch Zentrifugieren- von dem Suspensionsmittel ab. Man erhält 282 g eines Perhydrats von der Zusammensetzung Na2SO4 · 6 H2O · H2O2. Der . Gehalt dieser Verbindung an Wasserstoffperoxyd beträgt 12%.
35
Beispiel 12
78 Teile gemahlenes Natriumperoxyd werden in 500 Teilen CGl4 suspendiert, die Suspension auf 0°C gekühlt und langsam mit 206 Gewichtsteilen 47,5%iger Schwefelsäure versetzt. Nach etwa 1 Stunde hat sich das Natriumsulfat-Hexahydrat-Monoperhydrat mit 12% H2O2 als kristalliner Körper abgeschieden, welches durch Zentrifugieren abgetrennt und anschließend getrocknet wird.
Beispiel 13
84 Gewichtsteile wasserfreies Magnesiumcarbonat werden in der vierfachen Gewichtsmenge Gasolin (Siedepunkt etwa 50 bis 9O0C) suspendiert und langsam bei einer Temperatur von etwa 20° C 106 Gewichtsteile 33%ige H2O2-Lösung hinzugefügt. Nach kurzer Zeit scheidet sich eine feste Perhydrat verbindung ab, welche der Formel MgCO3 · 4 H2O · H2O2 entspricht und durch Filtration von dem Suspensionsmittel gewonnen wird. Die Ausbeute andieserVerbindung beträgt 190g, der H2O2-GeImIt 17,8%.

Claims (10)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von kristallwasserhältigen Perhydratverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man in Gegenwart eines indifferenten organischen Verdünnungs- oder Suspensionsmittels auf anorganische Salze, welche Kristallwasser zu binden vermögen, mit Ausnahme von Natriumtripolyphosphat, nur solche Mengen Wasserstoffperoxyd und Wasser einwirken läßt, die vollständig an die anorganischen Salze addiert werden, oder äquivalente Ausgangsprodukte der genannten Komponenten in Mengenverhältnissen, die dem entsprechen, aufeinander einwirken läßt.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man anorganische Salze, welche Kristallwasser zu binden vermögen, sowie H2O2 und H2O oder äquivalente Ausgangsprodukte in stöchlometrischen Mengenverhältnissen aufeinander einwirken läßt, die der Zusammensetzung von Verbindungen der allgemeinen Formel
A ■ χ H2O -y H2O2
entsprechen, wobei A ein anorganisches Salz, welches Kristallwasser zu binden vermag, χ sowie y jeweils Vielfache von 1I2 darstellen und die Summe aus χ und y nicht größer ist als die Anzahl Mol Kristallwasser, die das anorganische Salz maximal zu binden vermag.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als anorganische Salze, welche Kristallwasser zu binden vermögen, Salze der Phosphorsäuren, der Kieselsäure oder der Kohlensäure verwendet.
4. Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Salze von Phosphorsäuren, die wasserärmer sind als die Orthophosphorsäure, insbesondere Pyrophosphate, Metaphosphate oder Polyphosphate — mit Ausnahme von Natriumtripolyphosphat — als anorganische Salze verwendet werden.
5. Verfahren gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als anorganische Salze Borax oder Natriumsulfat verwendet werden.
6. Verfahren gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als anorganisches Salz Dinatriumphosphat, Trinatriumphosphat, Dikaliumphosphat, Trikaliumphosphat, Tetranatriumpyrophosphat, Tetrakaliumpyrophosphat, Natriummetaphosphat, Natriummetasilicat, Natriumcarbonat oder Magnesiumcarbonat verwendet werden.
7. Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die anorganischen Salze in wasserfreier oder nur teilweise kristallwasserhaltiger Form verwendet werden.
8. Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß leicht flüchtige organische Verdünnungs- bzw. Suspensionsmittel, vorzugsweise in der 2- bis lOfachen Gewichtsmenge, bezogen auf das anorganische Salz, verwendet werden.
9. Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponenten bei Temperaturen von 0 bis 55°C, vorzugsweise 5 bis 40°C, aufeinander zur Einwirkung gebracht werden.
10. Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß den anfallenden kristallwasserhaltigen Perhydratverbindungen Teile des Kristallwassers durch übliche Methoden, vorzugsweise mit Hilfe des Vakuums, entzogen werden.
© 909 630/309 9.59 (909 733/3J)O/3,60),
DENDAT1066190D Verfahren zur Herstellung von kristallwasserhaltigen Perhydratverbindungen Pending DE1066190B (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1066190B true DE1066190B (de) 1960-02-25

Family

ID=592347

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT1066190D Pending DE1066190B (de) Verfahren zur Herstellung von kristallwasserhaltigen Perhydratverbindungen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1066190B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3339232A1 (de) Verfahren zur herstellung eines calcium-phosphor-apatits
DE1248654B (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphonsäuren und deren Salzen
DE3717143A1 (de) Verfahren zur herstellung von dihydrocarbylsubstituiertem dithiocarbamat von molybdaen vi
DE1133726B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Perhydrate von Acylierungsprodukten der phosphorigen Saeure
DE1039069B (de) Verfahren zur Herstellung von als Schmiermittelzusatzstoffe geeigneten Gemischen aus Alkylphenolaten und Alkylsalicylaten mit einem hohen Gehalt an einem mehrwertigen Metall
DE2124795A1 (de) Kristallines Aluminium-Silizium-Phosphat und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1066190B (de) Verfahren zur Herstellung von kristallwasserhaltigen Perhydratverbindungen
DE2404434A1 (de) Verfahren zur herstellung einer festen phosphorsaeureverbindung
DE762903C (de) Herstellung von Polyphosphaten
DE1275059B (de) Verfahren zur Herstellung von aliphatischen Hydroxydiphosphonsaeuren
DE2645777C2 (de)
EP0002282B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Natriumtripolyphosphat
EP0127783B1 (de) Verfahren zum Phlegmatisieren von wasserunlöslichen Peroxycarbonsäuren
CH420097A (de) Verfahren zur Herstellung von Alkali-stärkephosphaten
DE818941C (de) Verfahren zur Herstellung von Pentaenen (Vitamin A und dessen Derivaten)
DE2165101A1 (de) Verfahren zum Herstellen von Phosphorsäureestern von Fettsäuremono- oder diglyceriden
AT271496B (de) Verfahren zur Herstellung von Hydroxydiphosphonsäuren
DE926842C (de) Verfahren zur Herstellung von neutralen Estern der Phosphorsaeure
DE555055C (de) Herstellung stabiler Wasserstoffsuperoxyd-Phosphat-Verbindungen
DE1019280B (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd
DE1119237B (de) Verfahren zur Herstellung von Alkalihypophosphiten
AT164508B (de) Verfahren zur Herstellung von Hexachlorcyclohexanen
DE977382C (de) Verfahren zur Herstellung von Bindemitteln fuer feuerfeste und keramische Produkte in Form waessriger Loesungen von Silikaten
AT286927B (de) Verfahren zur herstellung von perboraten
DE2006484A1 (de) Neues Verfahren zur Herstellung des Phosphorsaureesters von Creatinol (Crea tinol orthophosphat)