DE1065405B - Verfahren zur Herstellung von a-Monochlorisobutyronitril - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von a-MonochlorisobutyronitrilInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
kl. 121
INTERNAT. KL. C 07 C
PATENTAMT
B 49266 IVb/12 ο
ANMELDETAG: 12. JUNI 1958
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 17. SEPTEMBER 1959
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 17. SEPTEMBER 1959
Für die Herstellung von a-Monochlorisobutyronitril
sind mehrere Verfahren bekannt. So beschreibt die USA.-Patentschrift 2 283 237 die Gasphasenchlorierung
von Isobutyronitril bei 460° C in einem Nickelreaktor. Neben viel nicht umgesetztem Ausgangsstoff
erhält man hierbei ein Gemisch aus a- und /J-Chlorisobutyronitril.
Eine Nacharbeitung dieses Verfahrens ergab, daß außerdem erhebliche Mengen an a,/J-Dichlorisobutyronitril
entstehen, die die Weiterverarbeitung zu Methacrylnitril stören. Nach der USA.-Patentschrift
2 175 810 läßt sich die Chlorierung des Isobutyronitrils in flüssiger Phase bei Siedetemperatur
durchführen. Auch hierbei erhält man α,/3-Dichlorisobutyronitril
in erheblicher Menge. In der USA.-Patentschrift 2 174 756 wird beschrieben, daß bei der
Chlorierung von flüssigem Isobutyronitril bei 45 bis 65° C unter Zutritt von Sonnenlicht ein Gemisch aus
a- und /?-Chlorisobutyronitril neben höher chlorierten
Produkten entsteht. Schließlich findet sich in der bereits zitierten USA.-Patentschrift 2 283 237 der
Hinweis, daß man neben höherchlorierten Verbindungen allein das α-Chlorisobutyronitril erhält, wenn man
die Chlorierung in flüssiger Phase bei 50 bis 60° C und unter Beleuchtung mit starkem elektrischem Licht
vornimmt. Nach den beiden letztgenannten Arbeitsweisen entstehen aber, wie die Nacharbeitung ergab,
immerhin 15 bis 18°/» höherchlorierte Produkte, insbesondere «,/?-Di chlor isobutyronitril.
Es wurde nun gefunden, daß man bei der Herstellung des rt-Monochlorisobutyronitrils durch Photochlorierung
des Isobutyronitrils in flüssiger Phase den Anteil der höherchlorierten Produkte auf etwa 5%
zurückdrängen kann, wenn man die Photochlorierung bei einer Temperatur zwischen 20 und 50° C, vorzugsweise
zwischen 30 und 40° C. in Gegenwart von Titantetrachlorid vornimmt.
Man kann das neue Verfahren z. B. so ausführen, daß man das Isobutyronitril und das Titantetrachlorid
in einem Reaktionsgefäß mit Mischvorrichtung und Quecksilbcrtauchlampe vorlegt. Man verwendet zweckmäßig
1 bis lOfl/oo, vorzugsweise 2 bis 5°/oo Titantctrachlorid.
Unter gutem Rühren wird Chlor eingeleitet, nachdem man die im Reaktionsgefäß befindliche
Luft mit einem Inertgas, ζ. Β. Stickstoff, verdrängt hat. Man kann die Chlorierung auch unter
einem Überdruck an Chlor durchführen. Die Reaktion ist exotherm; die Reaktionswärme und die durch die
Tauchlampe erzeugte Wärme werden durch Kühlung abgeführt. Es empfiehlt sich, die Reaktion unterhalb
50° C durchzuführen, weil sonst mehr höherchlorierte Produkte entstehen. Das Fortschreiten der Reaktion
kann z. B. an Hand der Gewichtszunahme verfolgt werden. Da im Reaktionsgemisch immer etwas Chlor
und vor allem Chlorwasserstoff gelöst bleiben, leitet Verfahren zur Herstellung
von a-Monochlorisobutyronitril
von a-Monochlorisobutyronitril
Anmelder:
Badische Anilin- & Soda-Fabrik
Aktiengesellschaft,
Ludwigshafen/Rhein
Dr. Horst Kerber, Ludwigshafen/Rhein,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
man Chlor nicht nur bis zur Erreichung der theoretisch errechneten Gewichtszunahme ein, sondern
zweckmäßig einen 10- bis 2O°/oigen Überschuß über
die berechnete Menge. Man befreit dann das Reaktionsgemisch durch langsames Erwärmen auf 100° C
von Chlor und Chlorwasserstoff und destilliert es anschließend bei Atmosphärendruck oder unter
a5 schwach vermindertem Druck.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch kontinuierlich durchgeführt werden. Man führt dazu in
einem korrosionsbeständigen Rohr, in dem sich eine Anzahl von Tauchlampen befindet, den Chlorstrom
von unten und das Isobutyronitril mit dem Katalysator im Gegenstrom von oben ein. Die Reaktionstemperatur
wird durch Außenkühlung gehalten. Nach dem Entgasen wird das Gemisch destilliert und das nicht
umgesetzte Isobutyronitril in den Prozeß zurück-
geführt.
Das nach dem neuen Verfahren erhältliche a-Monochlorisobutyronitril
dient zur Herstellung von Methacrylnitril, das ein Ausgangsstoff für Polymerisate ist.
J0 Beispiel
In einem Reaktionsgefäß mit gut wirksamem Rührer, mit Kühleinrichtung, einer Quecksilbertauchlampe,
einem mit Fritte versehenen Gaseinleitungsrohr und einem Rückflußkühler befinden sich 2000 Gc-
wichtsteile Isobutyronitril und 4 Gewichtsteile Titantetrachlorid.
Man verdrängt die im Reaktionsgefäß befindliche Luft mit Stickstoff, nimmt die Quecksilbertauchlampe
in Betrieb und leitet unter Rühren bei 35° C stündlich 30 000 Volumteile Chlor ein. Nach
etwa 12 Stunden ist die theoretische Menge Chlor aufgenommen. Man vermindert die Chlorzufuhr und
leitet so lange weiteres Chlor ein, bis die Gewichtszunahme des Gemisches 17% mehr als die theoretische
beträgt, was weitere 6 Stunden in Anspruch nimmt.
Claims (3)
1. Siedepunkt 103 bis 105° C: 100 Gewichtsteile
2. Siedepunkt 105 bis 115° C: 120 Gewichtsteile
3. Siedepunkt 115 bis 117° C: 2 506 Gewichtsteile
Die erste Fraktion ist reiner Ausgangsstoff, die dritte Fraktion erMonochlorisobutyronitril. Aus dem
Destillationsrückstand, der 200 Teile beträgt, werden durch Destillation unter vermindertem Druck 80 Gewichtsteile
α./3-Dichlorisobutyronitril vom Siedepunkt
bis 80° C/30 Torr gewonnen.
P A T Ii N T Λ N S P H U C. Il
Verfahren zur Plerstellung von ct-Monochlorisobutyronitril
durch Photochlorierung von Isobutyronitril in flüssiger Phase bei erhöhter Temperatur,
dadurch gekennzeichnet, daß man die Photochlorierung, bei einer Temperatur zwischen 20 und 50° C,
vorzugsweise zwischen 30 und 40° C, in Gegenwart von Titantetrachlorid vornimmt.
© 909 628/413 9.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1065405B true DE1065405B (de) | 1959-09-17 |
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| DENDAT1065405D Pending DE1065405B (de) | Verfahren zur Herstellung von a-Monochlorisobutyronitril |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1065405B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0009788A1 (de) * | 1978-10-11 | 1980-04-16 | Bayer Ag | Verfahren zur Herstellung von Monochlorazetonitril |
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- DE DENDAT1065405D patent/DE1065405B/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0009788A1 (de) * | 1978-10-11 | 1980-04-16 | Bayer Ag | Verfahren zur Herstellung von Monochlorazetonitril |
| US4270998A (en) * | 1978-10-11 | 1981-06-02 | Bayer Aktiengesellschaft | Process for the preparation of optionally substituted acetonitriles monohalogenated in the α-position |
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