DE1064265B - Tachograph - Google Patents
TachographInfo
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Classifications
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01P—MEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
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- G01P1/12—Recording devices
- G01P1/122—Speed recorders
- G01P1/125—Speed recorders with recording discs
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Description
Das Hauptpatent 1 016 038 betrifft einen Tachographen mit auslöschbarer Registrierung durch in
Schlitzen der umlaufenden Registrierfläche geführte Schieber. Durch ein Schrittschaltwerk wird die Registrierfiäche
absatzweise weitergeschaltet, und zwar gemäß dem Abstand der in ihr enthaltenen radialen
Führungsschlitze für die Registrierschieber. Während der Standzeiten der Registrierfläche wird jeweils ein
Schieber, der einen Umlauf beendet hat, zunächst durch einen im Takte des Schrittschaltwerkes arbeitenden
Rückstellfinger in die Ausgangslage zurückgeführt, sodann wird noch während der gleichen
Standzeit dieser rückgestellte Schieber durch einen ebenfalls taktmäßig arbeitenden Einstellfinger in die
neue Registrierstellung bewegt. Dieselbe wird bestimmt durch einen vom Geschwindigkeitsmeßwerk
gesteuerten Anschlag, dessen schräg ansteigende Kante von einem Abfangstift abgetastet wird.
Beim Ausführungsbeispiel des Hauptpatents enthält die schrittweise umlaufende Registrierscheibe
sechzig Radialschlitze in gleichmäßigen Abständen. Die darin geführten Schieber bzw. Registrierstifte
zeigen in Form einer Punktkurve die während der zuletzt gefahrenen 1200 m in Abständen von je 20 m
Fahrstrecke festgestellten Momentan-Geschwindigkeiten.
Da das Instrument sich in der Praxis bewährt hat, sind die Anforderungen an die Meßgenauigkeit desselben
gestiegen. So wird zunächst gewünscht, die Intervalle von einem Meßwert zum anderen zu kürzen.
Das ist bis zu einem gewissen Grade ohne weiteres möglich durch eine einfache Übersetzungsänderung,
wonach die Fortschaltungen der Registrierscheibe und die damit funktionell verbundenen Vorgänge der
Rückstellungen und Neueinstellungen der Registrierschieber beispielsweise in Abständen von IOm Fahrstrecke
erfolgen. Dadurch wird zwar die GesamtRegistrierstrecke und die in Form der erwähnten
Punktkurve stehenbleibende Aufzeichnung der einzelnen Momentan-Geschwindigkeiten auf 600 m verkürzt.
Das kann jedoch ohne weiteres hingenommen werden, da beispielsweise im Falle eines Zusammenstoßes
des Fahrzeuges genaue Aufzeichnungen über das Fahrverhalten vor allem auf der kurz zuvor zurückgelegten
Fahrstrecke von Interesse und dokumentarischen Wert ist. Bei weiteren Kürzungen der Meßintervalle
auf 5 m oder sogar 2 m hat es sich jedoch herausgestellt, daß die demgemäß zu steigernden Geschwindigkeiten
des Schrittantriebs sowie der Rückstellungen und anschließenden Neueinstellungen der
Registrierschieber zu einer Überlastung der betreffenden Antriebs- und Schaltmittel führt, so daß die
notwendige Präzision der taktmäßigen Arbeit derselben beeinträchtigt bzw. in Frage gestellt ist.
Tachograph
Zusatz zum Patent 1 016 038
Anmelder:
»HICO«
»HICO«
Feinmechanische Werkstätte Hildebrandt, Beil & Co.,
Berlin SW 61, Gitschiner Str. 15
Berlin SW 61, Gitschiner Str. 15
Reinhold Wendrich, Berlin-Neukölln,
ist als Erfinder genannt worden
Zunächst sind daher Maßnahmen erwünscht, um die Geschwindigkeit der Arbeit der Stellfinger und
der von dem Abfangstift ausgeführten Abtastungen des vom Geschwindigkeitsmeßwerk gesteuerten Anschlages
zu erhöhen.
Ferner ist es erwünscht, die bei dem bekannten Instrument nach dem Hauptpatent durch Parallaxewirkung
entstehende Beeinträchtigung der Genauigkeit der Ablesung der durch die Registrierstifte gebildeten
Punktkurve zu vermeiden.
In manchen Fällen wird auch gewünscht, den Bereich der Geschwindigkeitsmessungen und der entsprechenden
Zeigeranzeigen des Instrumentes zu vergrößern, ohne jedoch die Höchstgrenze der Geschwindigkeitsregistrierungen
heraufzusetzen.
Schließlich sind noch besondere Maßnahmen erwünscht, um die bei einer Erhöhung der Arbeitsgeschwindigkeit des Instrumentes notwendige Präzision
der Arbeitstaktfolge zu gewährleisten.
Erfindungsgemäß sind daher bei dem bekannten Tachographen nach dem Hauptpatent die nachstehend
aufgeführten konstruktiven Änderungen vorgenommen, die bezüglich ihrer Wirkungen und praktischen
Bedeutung anschließend noch im einzelnen näher erläutert werden.
a) Die Arbeitsbahn des Rückstellers ist neben derjienigen des Einstellfingers angeordnet. Die obere
Anschlagkante des als breite Kulisse ausgeführten Rückstellers ist entsprechend den Abständen der
Radialschlitze der Registrierscheibe treppenförmig abgestuft. Die Hin- und Herbewegung des Rückstellers
erfolgt durch eine Exzenterscheibe, deren Hub etwas größer ist als die Stufenhöhe der Anschlagkante
des Rückstellers.
909 609/143
b) Die vorderen Enden der Registrierstifte erstrekken sich nur bis zur Oberseite der Registrierscheibe,
die in den Sektorflächen zwischen den Radialschlitzen konzentrische, die Schlitzlängen
gleichmäßig unterteilende Kreisbogenabschnitte aufweist.
c) Die Nase des von der Zeigerwelle hin- und herbewegten Schiebers hat eine an das obere Ende
ihrer Schrägkante anschließende, ebenfalls von dem Abfangstift beaufschlagte, horizontale Kante.
d) Die Drehlage der Zeigerwelle wird über ein Räderpaar übertragen auf eine Kurvenscheibe, deren
spiralförmig ansteigende Kante jeweils in einem Scheitelpunkt von dem Abfangstift abgetastet
wird. Der zunächst spiralförmig ansteigende Rand der Kurvenscheibe setzt sich fort in einen Abschnitt
mit konstantem Radius.
e) Sowohl die Kurbel mit ihrer Schaltklinke zur Schrittschaltung der Registrierscheibe als auch
die Exzenterscheibe zur taktmäßigen Betätigung des Rückstellen als auch ferner die Kurvenscheibe
zur taktmäßigen Betätigung des Einstellfingers sind auf einer gemeinsamen Welle fest verbohrt angebracht.
Die Zeichnungen zeigen zwei beispielsweise Ausführungsformen.
Fig. 1 ist die Frontansicht des Instrumentes;
Fig. 2 ist die Seitenansicht desselben, teilweise geschnitten;
Fig. 3 ist die Teilaufsicht der feststehenden, durchsichtigen inneren Abdeckscheibe;
Fig. 4 ist die Teilaufsicht der umlaufenden Registrierscheibe, teilweise aufgebrochen;
Fig. 5 ist in der oberen Hälfte der Schnitt, in der unteren Hälfte die Seitenansicht der Registrierscheibe;
Fig. 6 ist die Aufsicht auf den Transportmechanismus für die nur teilweise dargestellte Registrierscheibe;
Fig. 7 ist die raumbildliche Darstellung der ersten Ausführungsform des hinter der Registrierscheibe
befindlichen Antriebs- und Registriermechanismus;
Fig. 7 a ist die Darstellung eines etwas anders dargestellten Teiles der Fig. 7;
Fig. 8 ist die raumbildliche Darstellung der zweiten Ausführungsform des Antriebs- und Registriermechanismus.
Das in Fig. 1 und 2 dargestellte Instrumentengehäuse 1 enthält in seiner rückwärtigen Hälfte 1'
eine (an sich bekannte und daher nicht abgebildete) von der Welle 2 angetriebene Geschwindigkeitsmeßeinrichtung,
welche die Zeigerwelle 3 betätigt. Der auf dem vorderen Ende derselben befindliche Zeiger 4
spielt hinter einer zweckmäßig auf der Unterseite der Frontscheibe 5 angebrachten Geschwindigkeitsskala.
Die Frontscheibe ist bei diesem Ausführungsbeispiel in einem um das Scharnier 6 schwenkbaren und
durch das Schloß 7 feststellbaren Deckelring 8 angeordnet. Derselbe könnte auch auf dem vorderen Gehäuseteil
1" fest verschraubt sein.
Die Hauptantriebswelle 2 treibt eine Nebenwelle 9 (Fig. 7) an, und die Registrierscheibe 17 wird in
gleichmäßigen kleinen Absätzen sprungweise bewegt durch die von der Nebenwelle 9 über das Ritzelpaar
9', 10' angetriebene Fortschaltwelle 10, deren vorderes Ende eine Kurbel 11 mit einer Schaltklinke
12 trägt. Dieselbe greift, angedrückt durch die Feder
13 (Fig. 6) in einen Zahnkranz 14 ein, der den ortsfesten Trägerring 15 umgreift und bei jeder Umdrehung
der FortschaltwjeHe 10 um je eine Zahn-
distanz weitergeschaltet wird. Der andere Schenkel der Feder 13 drückt eine Rücksperrklinke 16 gegen
den Zahnkranz 14. Derselbe hat beim vorliegenden Ausführungsbeispiel sechzig Zähne, so daß der Zahnkranz
in sechzig Schaltschritten eine volle Umdrehung ausführt.
Der Trägerring 15 ist vorn abgedeckt durch eine undurchsichtige Deckscheibe 38, die ein Fenster für
das dahinter befindliche Kilometerzählwerk 39 aufweist, welches von der Nebenwelle 9 aus angetrieben
wird.
Die mit dem Zahnkranz 14 fest verbundene Registrierscheibe 17 besteht aus drei miteinander verschraubten
Platten, die in regelmäßigen Abständen — im vorliegenden Ausführungsbeispiel sechzig —
Radialschlitze besitzen. Dieselben dienen als Führungsbahnen für die darin verschiebbaren Registrierstifte
19. In der mittleren Platte der Registrierscheibe 17 befinden sich Radialschlitze 18', die etwas breiter
sind als die Radialschlitze 18 in den beiden äußeren Platten. Dadurch sind langgestreckte, kastenförmige
Führungsbahnen für die Haltekörper 19' gebildet, die leicht federnd gegen die beiden äußeren Platten der
Registrierscheibe 17 anliegen, ,so daß die Registrierstifte 19, wenn sie auf eine noch zu erläuternde Weise
verschoben werden, jeweils an bestimmten Stellen zwischen den beiden Enden der Radialschlitze 18
stehenbleiben. Zweckmäßig sind die Stirnflächen der Registrierstifte 19 weiß, damit sie sich auf der schwarzen
Vorderfläche der Registrierscheibe 17 besser abheben.
Die Verschiebung der Registrierstifte 19 erfolgt durch Finger, die in einer bestimmten Taktfolge arbeiten
und die aus der Registrierscheibe 17 herausstehenden rückwärtigen Enden der Registrierstifte 19
verschieben. Bei der bekannten Ausführungsform nach dem Hauptpatent 1 016 038 arbeiten während
einer Standzeit der Registrierscheibe 17 die beiden Stellfinger kurz nacheinander auf der gleichen Bahn.
Jedesmal, wenn durch eine Fortschaltung der Registrierscheibe 17 ein Radialschlitz 18 derselben unter
den Einstellfinger 21 gelangt und dann bis zum nächsten Schaltschritt stehenbleibt, schiebt zunächst
der Rückstellfinger diesen Registrierstift 19 nach außen und kehrt dann sofort in seine untere Ruhelage
zurück. Der Hub des Rückstellfingers entspricht der Länge des Radialschlitzes 18. Sofort nach der Rückstellung
des Registrierstiftes 19 erfolgt eine Neueinstellung desselben durch den Einstellfinger 21, und
zwar noch während der gleichen Standzeit der Registrierscheibe.
Das auf der Zeigerwelle 3 befindliche Ritzel 27 kämmt mit der Zahnkante eines geradlinig geführten
Schiebers 28, der somit ständig bei wechselnder Geschwindigkeit des Fahrzeuges hin und her verschoben
wird. Der den Einstellfinger 21 tragende Schwenkhebel 23 erhält eine taktmäßige Hin- und Herschwenkung
durch die Schubstange 29, deren Anschlagstift 30 auf dem Umfang einer Kurvenscheibe 31 aufliegt.
Dieselbe wird über ein Zwischenrad32 von der Nebenwelle 9 angetrieben, und ihr Profil ist so geformt, daß
auf eine steile Abfallkante eine schnell wieder ansteigende Auflaufkante folgt. Der von der Zeigerwelle 3
hin- und hergesteuerte Schieber 28 besitzt eine schräg ansteigende Nase 33, die mehr oder weniger, je nach
der momentanen Geschwindigkeit des Fahrzeuges, unter den an der Schubstange 29 befindlichen Abfangstift
34 gelangt. Wenn nun der Anschlagstift 30 an der Steilkante der Kurvenscheibe 31 herabfällt, dann
wird diese Bewegung mehr oder weniger aufgehalten
durch das Auftrefien des Abfangstiftes 34 auf die Nase 33. Bei geringer Fahrgeschwindigkeit ist die
Abwärtsbewegung der Schubstange 29 größer, bei höherer Geschwindigkeit ist sie dagegen kleiner, weil
die Nase 33 den Abfangstift 34 eher aufhält. Der Ein-Stellfinger 21
wird also bei höherer Geschwindigkeit nur wenig, bei geringerer Geschwindigkeit dagegen
weiter nach unten bewegt. Die hierdurch erzielte Verschiebung des jeweiligen Registrierstiftes 19 ist also
eine Aufzeichnung der Momentan-Geschwindigkeit des Fahrzeuges.
Sobald der Einstellfinger 21 durch die Kurvenscheibe 31 wieder in seine obere Ausgangslage zurückgeführt
ist, bewirkt die Schaltklinke 12 eine Weiterschaltung der Registrierscheibe 17 um einen
Schritt, und es wiederholen sich dann die zuvor geschilderten Vorgänge der Rückstellung und Neueinstellung
eines Registrierstiftes.
Die Zeitlänge eines zwischen zwei Schaltschritten liegenden Intervalls wird nun von zwei Faktoren bestimmt;
das sind
a) ein konstanter Faktor, nämlich die durch entsprechend gewählte Übersetzung eingestellte Länge
der Meßstrecke von beispielsweise 20 m, und
b) ein variabler Faktor, nämlich die auf dieser Meßstrecke gefahrene Geschwindigkeit von beispielsweise
60 km/h.
In diesem Beispielsfall würde also die Zeitdauer des Intervalls 1,2 see betragen, von denen etwa 0,4 see
auf den Schaltschritt und 0,8 see auf die Standzeit entfallen, während welcher zunächst die Rückstellung
und sodann die Neueinstellung eines Registrierschiebers erfolgt. Bei einer Meßstrecke von IOm und bei
einer auf derselben gefahrenen Geschwindigkeit von 120 km/h würde die für Rückstellung und Neueinstellung
eines Registrierschiebers zur Verfügung stehende Zeit nur noch 0,2 see betragen.
Die vorliegende Zusatzerfindung ist zunächst darauf gerichtet, bei einer zwecks Erhöhung der Meßgenauigkeit
vorgenommenen Verkleinerung der Meßstrecke (beispielsweise auf 2 m) die dadurch (bei der
bisher bekannten Konstruktion des Gerätes nach dem Hauptpatent) veranlaßte zu starke Steigerung der
Arbeitsgeschwindigkeit der beiden Stellfinger zu vermeiden. Erfindungsgemäß läßt man nicht mehr während
einer Standzeit auf ein und denselben Registrierschieber zuerst den Rücksteller und sodann den Einstellfinger
einwirken. Der Rücksteller wird nicht mehr wie bisher in der Bahn des Einstellfingers hin- und
herbewegt, sondern neben derselben, so daß dem Einstellfinger für seinen Hin- und Rückgang die ganze
Standzeit zur Verfügung steht.
Die das erste Ausführungsbeispiel der vorliegenden Zusatzerfindung veranschaulichende Fig. 7 zeigt
hauptsächlich solche Konstruktionsteile, die bereits durch die Fig. 7 des Hauptpatents bekannt und mit
den gleichen Bezugsziffern versehen sind. Neu ist hier die Anordnung und Ausbildung sowie der Antrieb
des Rückstellers 22. Derselbe ist als breite Kulisse ausgeführt, und seine obere Anschlagkante ist
treppenförmig abgestuft. Eine auf der Fortschaltwelle 10 befindliche Exzenterscheibe 24 bewirkt eine gleichmäßige
Auf- und Abwärtsbewegung der Schubstange 26, deren unteres ringförmiges Ende 25 die Exzenterscheibe
24 umgreift und deren oberes, durch einen Stift 26' geführtes Ende den Rücksteller 22 trägt. Die
beispielsweise dargestellten fünf Stufen des Rückstellers sind nun auf fünf Radialschlitze 18 der Registrierscheibe
17 gerichtet. Der Hub der Exzenterscheibe 24 ist so bemessen, daß er etwas größer ist
als die Stufenhöhe des Rückstellers 22. Ein von einer niedrigeren Stufe desselben während einer Aufwärtsbewegung
etwas angehobener Registrierstift 19 bleibt in dieser neuen Lage stehen, während der Rücksteller
wieder abwärts bewegt wird. Nach einer Weiterschaltung der Registrierscheibe 17 wird der erwähnte Registrierstift
19 dann von der nächsthöheren Stufe des Rückstellers 22 wieder etwas angehoben usf., bis die
oberste Stufe des Rückstellers 22 ihn bis an 'das obere Ende seines Radialschlitzes 19 befördert hat. Der
nächste Schaltschritt der Registrierscheibe 17 befördert diesen vollkommen zurückgestellten Registrierstift
19 unter den Einstellfinger 21, der nun sofort in Aktion treten kann, ohne erst, wie bisher, den Rückstellvorgang
abwarten zu müssen. Hinter dem undurchsichtigen Sektor 37 der durchsichtigen inneren
Abdeckscheibe 35 vollziehen sich, ohne das Auge zu stören, die Rückstell- und Einstellvorgänge.
Der Umstand, daß bei dem vorliegenden Ausfühführungsbeispiel die in Erscheinung tretende Punktkurve
um fünf in der stufenweisen Rückführung befindliche Registrierstifte gekürzt wird, ist ziemlich
belanglos. Selbst bei dichter Meßfolge von z.B. 2m geben die ablesbar bleibenden vierundfünfzig Registrierstifte
noch eine den Geschwindigkeitsverlauf auf 108 m Fahrstrecke klar darstellende Punktkurve.
Bei den bisher bekannten Tachographen der hier in Betracht gezogenen Art sind auf einer vor der Registrierscheibe
angeordneten durchsichtigen Abdeckscheibe zwecks Ablesung der Registrierstifteinstellungen
konzentrische Kreise angebracht. Diese Anordnung hat sich jedoch als nicht sehr zweckmäßig erwiesen,
da sie verschiedene Fehlerquellen 'enthält. Ist nämlich die Abdeckscheibe nicht von vornherein absolut
genau zentriert oder erfährt sie während der Benutzungszeit des Instrumentes durch die fortwährenden
Erschütterungen eine wenn auch nur geringe exzentrische Verschiebung, so wird dadurch die Ablesegenauigkeit
in einem nicht zu vernachlässigenden Grade beeinträchtigt. Vor allem aber führt der
— wenn auch geringe — Höhenunterschied zwischen den Stiftenden und der Abdeckscheibe zu unvermeidbaren
Ablesefehlern durch eine als Parallaxe bezeichnete scheinbare Verschiebung. Das ist nicht nur bei
schräg auf die Registrierfläche gerichtetem Blick der Fall, sondern auch bei einer (regelmäßig in Schadensfällen
als Dokumentation vorzunehmenden) photographischen Aufnahme der Registrierfläche.
Erfindungsgemäß werden derartige Nachteile dadurch vermieden, daß die Registriermittel und die
Ablesemittel in ein und derselben Ebene angeordnet werden, indem nämlich die vorderen Enden der Reigistrierstifte
19 sich nur bis zur Oberseite der Registrierscheibe 17 erstrecken, die in den Sektorflächen
zwischen den Radialschlitzen 18 konzentrische, die Schlitzlängen gleichmäßig unterteilende Kreisbogenabschnitte
36 aufweist. Die vor der Registrierscheibe 17 mit geringem Spiel ortsfest angebrachte durchsichtige
Abdeckscheibe 35 hat gemäß vorliegender Erfindung also keine konzentrischen Kreise als Ablesemittel,
sondern nur noch einen undurchsichtigen Sektor 37., der eine den auf der Registrierscheibe 17
befindlichen Kreisbogenabschnitten 36 entsprechende Geschwindigkeitsbezifferung trägt.
Bei dem vorliegenden ersten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 ist noch die durch das Hauptpatent bekannte
Verwendung eines von der Zeigerwelle 3 hin- und hergesteuerten Schlittens 28 gezeigt, dessen Nase
33 an ihrer schräg ansteigenden Anschlagkante von einem Abfangstift 34 abgetastet wird. Durch die hier-
Claims (8)
1. Tachograph nach Patent 1 016 038, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsbahn des Rückstellen
(22) neben derjenigen des Einstellfingers (21) angeordnet ist.
2. Tachograph nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Anschlagkante des als
breite Kulisse ausgeführten Rückstellen (22) entsprechend den Abständen der Radialschlitze (18)
der Registrierscheibe (17) treppenförmig abgestuft ist.
3. Tachograph nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hin- und Herbewegung des
Rückstellen (22) durch eine Exzenterscheibe (24) erfolgt, deren Hub etwas größer ist als die Stufenhöhe
der Anschlagkante des Rückstellen.
4. Tachograph nach Patent 1 016 038, dadurch gekennzeichnet, daß die vorderen Enden der Registrierstifte
(19) sich nur bis zur Oberseite der Registrierscheibe (17) erstrecken, die in den Sektorflächen
zwischen den Radialschlitzen (18) konzentrische, die Schlitzlängen gleichmäßig unterteilende
Kreisbogenabschnitte (36) aufweist.
5. Tachograph nach Patent 1 016 038, dadurch gekennzeichnet, daß die Nase (33) des von der
Zeigerwelle (3) hin- und herbewegten Schiebers (28") eine an das obere Ende ihrer Schrägkante
anschließende, ebenfalls von dem Abfangstifft (34) beaufschlagte, horizontale Kante (33') aufweist.
6. Tachograph nach Patent 1 016 038, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehlage der Zeigerwelle
(3) über ein Räderpaar (27', 28') übertragen wird auf eine Kurvenscheibe (33"), deren spiralförmig
ansteigende Kante jeweils in einem Scheitelpunkt von dem Abfangstift (34) abgetastet wird.
7. Tachograph nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der zunächst spiralförmig ansteigende
Rand der Kurvenscheibe (33") sich fortsetzt in einen Abschnitt (33'") mit konstantem
Radius.
8. Tachograph nach Patent 1 016 038, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Kurbel (11) mit
ihrer Schaltklinke (12) zur Schrittschaltung der Registrierscheibe (17) als auch die Exzenterscheibe
(24) zur taktmäßigen Betätigung des Rückstellen (22), als auch ferner die Kurvenscheibe
(SI') zur taktmäßigen Betätigung des Einstellfingers (21) auf einer gemeinsamen Welle
(10) fest verbohrt angebracht sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
® 90» 609/143 8.59
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH35683A DE1064265B (de) | 1959-02-21 | 1959-02-21 | Tachograph |
| DEH36897A DE1095015B (de) | 1959-02-21 | 1959-07-13 | Tachograph |
| CH177160A CH380992A (de) | 1959-02-21 | 1960-02-17 | Tachometer mit vorübergehender Speicherung der Geschwindigkeitsanzeige |
| BE587777A BE587777A (fr) | 1959-02-21 | 1960-02-18 | Tachymètre à emmagasinage temporaire de l'indication de vitesse. |
| FR818989A FR1248926A (fr) | 1959-02-21 | 1960-02-19 | Compteur-indicateur de vitesse avec dispositif pour l'enregistrement momentané de la vitesse utilisable notamment sur les véhicules automobiles |
| GB1163660A GB895897A (en) | 1959-02-21 | 1960-04-01 | Improvements in speedometers |
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
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| DEH36897A Pending DE1095015B (de) | 1959-02-21 | 1959-07-13 | Tachograph |
Family Applications After (1)
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| CH (1) | CH380992A (de) |
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1960
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- 1960-02-18 BE BE587777A patent/BE587777A/fr unknown
- 1960-02-19 FR FR818989A patent/FR1248926A/fr not_active Expired
- 1960-04-01 GB GB1163660A patent/GB895897A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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