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DE1064045B - Verfahren zur Herstellung von mehrfach tetrafluoraethylierten aromatischen Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von mehrfach tetrafluoraethylierten aromatischen Verbindungen

Info

Publication number
DE1064045B
DE1064045B DEF17557A DEF0017557A DE1064045B DE 1064045 B DE1064045 B DE 1064045B DE F17557 A DEF17557 A DE F17557A DE F0017557 A DEF0017557 A DE F0017557A DE 1064045 B DE1064045 B DE 1064045B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tetrafluoroethylene
aromatic
compounds
reaction
aromatic compounds
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF17557A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Herbert Bestian
Dr Karl Rehn
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DEF17557A priority Critical patent/DE1064045B/de
Publication of DE1064045B publication Critical patent/DE1064045B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/26Preparation of halogenated hydrocarbons by reactions involving an increase in the number of carbon atoms in the skeleton
    • C07C17/32Preparation of halogenated hydrocarbons by reactions involving an increase in the number of carbon atoms in the skeleton by introduction of halogenated alkyl groups into ring compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von mehrfach tetrafluoräthylierten aromatischen Verbindungen Zusatz zur Patentanmeldung F15693IVb/120 (Auslegeschrift 1 058 980) Gegenstand der Hauptpatentanmeldung F 15693 IVb/12 0 ist ein Verfahren zur Herstellung von in der Seitenkette fluorierten aromatischen Verbindungen, die eine Tetrafluoräthylseitenkette enthalten, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man Tetrafluoräthylen bei erhöhtem Druck und erhöhter Temperatur in Gegenwart von Kohaltcarbonylverbindungen mit aromatischen Verbindungen reagieren läßt. Durch einen tberschuß an der aromatischen Verbindung wird die Bildung von Mono-(tetrafluoräthyl)-derivaten begünstigt.
  • Es wurde nun gefunden, daß nach dem in der Hauptpatentanmeldung beschriebenen Verfahren mlehrfach fluoräthylierte aromatische Verbindungen erhalten werden können, wenn man Tetrafluoräthylen unter den gleichen Bedingungen wie in der Hauptpatentanmeldung mit Mono-(tetrafluoräthyl) -derivaten aromatischer Verbindungen umsetzt.
  • Hierbei treten mehrere Molel<üle Tetrafluoräthylen in das Molekül des Aromaten ein. Die dabei entstehenden Produkte stellen in der Regel Gemische dar, die im wesentlichen Verbindungen der allgemeinen Formel R-Ar- (CF2CF2)yH, wobei z eine ganze Zahl, falls Ar ein Benzolkern ist, 1 bis 5, y mindestens gleich 2 ist, R die unten angegebene Bedeutung hat und Ar einen Arylrest bedeutet, neben geringen Mengen der isomeren Verbindungen der allgemeinen Formel R-Ar- (cF2-cF2W, enthalten, wobei R = H, Alkyl, Aryl, OR, RS und y mindestens gleich 2 ist und x im Falle, daß Ar einen Benzolkern darstellt, höchstens gleich 4 und die Summe von x und y in diesem Falle nicht größer als 6 ist. Die Reaktion wird gleichzeitig mit steigender Tetrafluoräthylenkonzentration begünstigt.
  • Die genannten Verbindungen können auch erhalten werden, wenn man auf ein durch Umsetzung von Tetrafluoräthylen mit aromatischen Verbindungen entstandenes Gemisch noch weiteres Tetrafluoräthylen einwirken läßt. In diesem Falle werden im Reaktion gemisch monofluoräthylierte Verbindungen neben den di- und polyiluorierten Verbindungen erhalten. Auf diese Weise können mehrfach fluoräthvlierte Verbindungen selbstverständlich auch in einem Arbeitsgang aus den aromatischen Ausgangsprodukten und Tetrafluoräthylen erhalten werden.
  • Eine besonders gute Umsetzung läßt sich dadurch erreichen, daß man das Tetrafluoräthylen vorteilhaft mit Wassergas verdünnt und bei den zur Reaktion erforderlichen Drücken und Temperaturen die aromatische Verbindung, in der z. B. Kobalttetracarbonyl gelöst ist, durch eine Pumpe oder Schleuse od. dgl. in den Reaktionsraum allmählich einführt. Das Tetrafluoräthylen kann ferner auch als Gemisch mit Kohlenoxyd in verhältnismäßig hoher Konzentration angewendet werden. Auch durch eine Erhöhung der Katalysatorkonzentration wird die Bildung dieser mlehrfachen Anlagerungsprodukte gefördert.
  • Die verfahrensmäßig herstellbaren neuen Verbindungen eignen sich als Riechstoffe, Schmiermittel und als Zwischenprodukte, beispielsweise für Farbstoffe.
  • Sie lassen sich in bekannter Weise in die Nitro- und Aminoverbindungen überführen. Die Verbindungen sind chemisch wesentlich stabiler als etwa Benzylfluorid.
  • Beispiel 1 300 g Tetrafinoräthylbenzol (n2D0 = 1,4247), in dem 8 g Kobalttetracarbonyl gelöst waren, wurden in einem Autoklav mit 235 g Tetrafluoräthylen vermischt und nach Aufdrücken von 160 at Wassergas angeheizt. Die Reaktion, erkenntlich am Druckabfall, trat bei 1360 C und 238 at ein. Der Druck wurde bei 1550 C durch Nachdrücken von Kohlenoxyd auf 270 at gehalten; die Reaktion war nach 4 Stunden beendet. Nach dem Abkühlen und Entspannen wurden 456 g Flüssigkeit mit n2,0 = 1,3936 erhalten, die fraktioniert destilliert wurde. Nach einem Vorlauf von 19 g hydrierten Fluorkohlenwasserstoffen und 25 g Tetrafluorpropanol, welche durch die Einwirkung von Wasserglas auf Tetrafluoräthylen als Nebenprodukt entstanden waren, wurden 204 g Tetrafluoräthylbenzol zurückerhalten. Der Rückstand wurde mit Dampf destilliert und aus der schweren unteren Schicht des Dampfdestillates nach dem Trocknen 130 g eines Gemisches von etwa gleichen Teilen Bis- und Poly-tetrafluoräthylbenzol erhalten, aus dem die Bis-tetrafluoräthylverbindung durch fraktionierte Destillation abgetrennt wurde.
  • Beispiel 2 In ein aus 600 g Benzol und 279 g Tetrafluoräthylen in Gegenwart von 6,1 g Kobalttetracarbonyl [Co(CO)4]2 bei 180 at aufgedrücktem Wassergas bei einer Temperatur von anfangs 1350 C bis schließlich auf 1870 C ansteigend erhaltenem Gemisch, das im wesentlichen das Mono- (tetrafluoräthyl) -derivat enthält, wird bei 1700 C eine Lösung von 2 g Kobalttetracarbonyl in 350g Benzol innerhalb 60 Minuten in den Autoklav gepumpt und die Reaktion bei 1500 C in weiteren 2 Stunden zu Ende geführt. Nach dem Abkühlen, Entspannen und Abdestillieren des nicht in Reaktion getretenen Benzols wurden 306 g einer wasserhellen Flüssigkeit (n2D0= 1,4127) erhalten, die fraktioniert destilliert wurde. Nach dem bei 630 C/50Torr übergehenden Tetrafluoräthylbenzol (Brechungsindexn2D0 = 1,4247) wurdenbei620 C/13 Torr 80 g einer Fraktion mit einem Brechungsindex nD20 = 1,3926 erhalten, die nach der Analyse ein Bistetrafluoräthylbenzol darstellt, das durch Reaktion von Mono-(tetrafluoräthyl)-benzol mit Tetrafluoräthylen gebildet und wahrscheinlich ein Metaderivat ist.
  • Analyse: CtoHF8 C H F berechnet .......... 43,10°/o, 2.17% 54,65 °/o; gefunden .......... 43,190/o, 2,230/o, 53,95°/o.
  • Bei weiterer Destillation der verbleibenden Anteile (73 g) geht bei 80 bis 830 C/11 Torr ein durch Weiterreaktion entstandenes Tris-tetrafluoräthylbenzol mit n200 = 1,3855 über, und schließlich sieden bis 1190 C/l2Torr weitere höher tetrafluoräthylierte Produkte; im Rückstand bildet sich schließlich ein Kristallisat.
  • Beispiel 3 Eine Mischung aus 1000 g Benzol, 800 g Tetrafluoräthylen, 30 g [Co(CO)4]2 wurde mehrere Stunden bei 135 bis 1400 C unter einem Druck von 160 bis 125 at einer C O/H2-Mischung des Mengenverhältnisses 7 :1 gehalten. Das erhaltene Rohprodukt von 1687 g wurde von überschüssigem Benzol befreit und ergab nach Filtration 73 g eines wachsartigen Produktes, welches 3 bis etwa 25 Teile Tetrafluoräthylen enthielt. Das Filtrat ergab nach fraktionierter Destillation die folgenden Verbindungen: 1. 390 g Tetrafluoräthylbenzol vom Siedepunkt Kp.10 =290 C und vom Brechungsindex n2D =1,4250, 2. 228 g Octafluorbutylbenzol vom Siedepunkt Kp.o =59° C und vom Brechungsindex Sl2D = 1,3930, 3. 73 g Dodecafluorhexylbenzol vom Siedepunkt Kp.10 =85°C und vom Brechungsindex n2,0 =1,3784, 4. 19 g Hexadecafluoroctylbenzol vom Siedepunkt Kp.lo=107° C und vom Brechungsindex n2D = 1,3692.
  • 21 g des Destillationsrückstandes bestanden aus Benzolderivaten mit mehr als 4 Tetrafluoräthyleinheiten.
  • Analysen: Zu 2: C10 H6 F8 (Molekulargewicht=278,15) C H F berechnet .....43,18%, 2,17%, 54,65%; gefunden ......43,19%, 2,23%, 53,95%.
  • Zu 3: C12H6F12 (Molekulargewicht=378,17) berechnet .......... 38,11 1,60%, 60,2901o; gefunden .......... 38,11 e/0, 1,63 0/o, 59,95 0/o.
  • Zu 4: Cl4H6Fl6 (Molekulargewicht=478,19) berechnet .......... 35,166/o, 1,27%, 63,57%; gefunden .......... 35,30°/o, 1,33 %, 62,80°/o.
  • Die Verbindungen, die durch Eintritt von zwei oder mehr Tetrafluoräthylenmolekülen erhalten wurden, enthalten gewisse Mengen von Substanzen, in denen mehrere Kernwasserstoffatome substituiert sind und dile durch fraktionierte Destillation nur schwer ahtrennbar sind. Die Menge dieser Verbindungen ist um so höher, je mehr Tetrafluoräthylgruppen in ein Benzolmolekül eingetreten sind.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Weitere Ausbildung des Verfahrens zur Herstellung von in der Seitenkette fluorierten aromatischen Verbindungen durch Umsetzung von Tetrafluoräthylen mit aromatischen Verbindungen bei erhöhtem Druck und erhöhter Temperatur in Gegenwart von Kobaltcarbonylverbindungen gemäß Patentanmeldung F 15693 IVh/12o, dadurch gekennzeichnet, daß man aromatische Verbindungen, die bereits eine Tetrafluoräthylengruppe am Kern gebunden enthalten, mit Tetrafluoräthylen umsetzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die mono-(ketrafluoräthylierte) aromatische Verbindung unter den Reaktionsbedingungen in das das vorgelegte Tetrafluoräthylen enthaltende Reaktionsgefäß einführt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man eine in einem rohen, bei der Umsetzung von Tetrafluoräthyllen mit einer aromatischen Verbindung entstehenden Gemisch enthaltene mono-(tetrafluoräthylierte) aromatische Verbindung mit Tetrafluoräthylen umsetzt.
DEF17557A 1955-05-18 1955-05-18 Verfahren zur Herstellung von mehrfach tetrafluoraethylierten aromatischen Verbindungen Pending DE1064045B (de)

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