DE1063573B - Verfahren zum Veredeln von Polyaethylenterephthalat-Faeden, -Fasern bzw. daraus gefertigten textilen Gebilden - Google Patents
Verfahren zum Veredeln von Polyaethylenterephthalat-Faeden, -Fasern bzw. daraus gefertigten textilen GebildenInfo
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- D06M—TREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
- D06M13/00—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
- D06M13/08—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with halogenated hydrocarbons
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Veredeln von Textilgut aus Polyäthylenterephthalat. Die Veredlung,
die sich unter anderem sowohl im Formfestmachen der genannten Gebilde als auch in einer
Kräuselung der Fäden und Fasern auswirkt, wird durch eine Behandlung des Textilgutes mit chlorierten
aliphatischen Kohlenwasserstoffen erreicht.
Es wurde bereits vorgeschlagen, Fäden oder Fasern aus synthetischen Polykondensaten mit gesättigtem
Dampf oder mit einer inerten heißen Flüssigkeit zu behandeln. Es wird damit eine Schrumpfung und
gleichzeitig eine Verbesserung der Formbeständigkeit erreicht. Diese Heißdampf- oder Heißluftbehandlung
niuß bei sehr hohen Temperaturen und unter Druck durchgeführt werden, wenn man den gewünschten
Effekt überhaupt erreichen will. Durch die relativ hohen Temperaturen ist allerdings eine Schädigung
der Fäden und der daraus gefertigten Gebilde unvermeidbar. Die Fäden, insbesondere die Polyäthylenterephthalat-Fäden,
werden durch diese Behandlung entweder teilweise abgebaut oder neigen zur Vergilbung,
so daß in jedem Falle diese Art der Behandlung sich nachteilig auswirkt.
Bezüglich des Kräuseins von Fäden oder Fasern aus synthetischen Hochpolymeren hat man bereits
vorgeschlagen, die Fäden nach dem Verstrecken in heiße Bäder einzubringen, welche aus wäßrigen
Lösungen anorganischer oder organischer Salze bestehen. Weiterhin wurde vorgeschlagen, Lösungen von
organischen oder anorganischen Säuren, wie Milchsäure, Glycolsäure, Chlorwasserstoffsäure, sowie von
entsprechenden Salzen, wie Natriumlactat, Ammoniumchlorid, zum Kräuseln zu verwenden. Die
genannten Kräuselungsbäder eignen sich indessen nur für das Kräuseln von Fäden bzw. Fasern aus Polyamiden.
Wenn man die bei den Polyamiden bekanntgewordenen Erfahrungen auf Fäden oder Fasern,
welche aus Polyäthylenterephthalat bestehen, übertragen will, so werden mit den genannten Bädern von
anorganischen oder organischen Salzen bzw. Säuren keine oder nur sehr ungenügende Effekte erzielt.
Es wurde gefunden, daß sich Textilgut aus Polyäthylenterephthalat, welches in Form von Fäden,
Fasern bzw. daraus gefertigten textlien Gebilden vorliegt, in besonders vorteilhafter Weise veredeln läßt,
wenn man das Textilgut mit chlorierten aliphatischen Kohlenwasserstoffen bei Temperaturen zwischen 40
und 80° C bis zu 10 Minuten behandelt. Die Veredlung wirkt sich dahingehend aus, daß überraschenderweise
durch die Art der Behandlung ein starker Schrumpf des Textilgutes eintritt, der unter anderem
eine Verbesserung des Formfestmachens bedeutet. Neben der Verbesserung des Formfestmachens wird
gleichfalls eine Versteifung der Faser erreicht, so daß Verfahren zum Veredeln
von Polyäthylenterephthalat-Fäden,
-Fasern bzw. daraus gefertigten
textlien Gebilden
von Polyäthylenterephthalat-Fäden,
-Fasern bzw. daraus gefertigten
textlien Gebilden
Anmelder:
Vereinigte Glanzstoff-Fabriken A. G.,
Wuppertal-Elberfeld, Am Laurentiusplatz
Wuppertal-Elberfeld, Am Laurentiusplatz
Dr. Wolfgang Jurgeleit, Obernburg/M.r
Dr. Karl Macura, Klingenberg/M.,
und Dr. Erhard Siggel, Laudenbach/M.,
sind als Erfinder genannt worden
und Dr. Erhard Siggel, Laudenbach/M.,
sind als Erfinder genannt worden
ihre Verarbeitung auf der Karde begünstigt wird. Gleichzeitig tritt auch eine leichte Aufrauhung der
Oberfläche ein, welche die Aufnahmefähigkeit für die Avivage verbessert, so daß die Verarbeitung glatt
verläuft. Weiterhin gelingt es, Fäden und Fasern aus Polyäthylenterephthalat zu kräuseln, wenn sie der
erfindungsgemäßen Behandlung unterworfen werden.
Die Wirkung der Behandlung ist im wesentlichen darauf zurückzuführen, daß die in den Polyestern
enthaltenen cyclischen trimeren Glycolterephthalate durch die chlorierten Kohlenwasserstoffe extrahiert
werden. Diese cyclischen Trimeren sind in den chlorierten Kohlenwasserstoffen löslich, so daß sie
aus dem Textilgut herausgelöst werden. Der Befund, daß durch eine kurzfristige Behandlung von textlien
Polyäthylenterephthalatgebilden mit chlorierten aliphatischen Kohlenwasserstoffen eine Veredlung eintritt,
ist insofern überraschend, als die gleiche Behandlung bei anderen synthetischen Fäden bzw.
Fasern, z. B. bei Polyamiden, zu keinem Ergebnis führt. Werden z. B. Polyamide mit chlorierten Kohlenwasserstoffen
behandelt, so tritt ein Schrumpf überhaupt nicht ein.
Es sind insbesondere folgende chlorierte aliphatische Kohlenwasserstoffe für die Behandlung des
Polyäthylenterephthalat-Textilgutes wirksam: Chloroform, Trichloräthylen, Dichlorbutan, Tetrachlorbutan,
s-Dichloräthylen, 1,2-Dichloräthan, Pentachloräthan u. a. Die Behandlungsdauer muß auf einen relativ
kurzen Zeitraum, und zwar bis zu 10 Minuten, beschränkt bleiben. Es ist bereits möglich, eine gute
Wirkung bei einer Einwirkungsdauer von 2 bis 6 Mi-
909 608/411
Claims (3)
1. Behandlung mit ChloiOform 15%,
2. Behandlung mit Wasserdampf von 100° C 1,3 %,
3. Behandlung mit Wasserdampf von 130° C 7,8%.
Beispiel 4
Ein Fadenkabel aus Polyäthylenterephthalat mit Einzelfäden vom Titer 1,4 den wurde nach dem Verstrecken
in heißes Chloroform (60° C) 5 Min. lang eingetaucht. Das Fadenkabel zeigte eine gute Kräuselung
von etwa 95 bis 100 Bogen je 100 mm; es war bei der Behandlung um etwa 16% geschrumpft, zugleich
hatte sich die Dehnung von 56 auf 87% erhöht, während die Festigkeit nur geringfügig abgenommen
hatte, und zwar von 43 auf 37,5 Rkm.
Beispiel 5
Ein Fadenkabel der gleichen Art, wie im Beispiel 4 beschrieben, wurde 5 Min. lang in siedendes Methylenchlorid
getaucht. Unter Schrumpfung von etwa 27% trat eine Kräuselung von 89 Bogen je 100 mm auf.
Die Dehnung nahm von 56 auf 66% zu, während die Festigkeit von 43 auf 39 Rkm abnahm.
Beispiel 6
Ein Fadenkabel aus Polyäthylenterephthalat mit Einzelfäden vom Titer 1,6 den wurde 3 Min. lang bei
60° C in Chloroform getaucht. Unter Schrumpfung von 28% ergab sich eine Kräuselung von 110 bis
115 Bogen je 100 mm. Gleichzeitig nahm die Dehnung von 52 auf 87% zu, während sich die Festigkeit von
42 auf 37 Rkm verringerte.
PATENTANSPRUCH:
Verfahren zum Veredeln von Polyäthylenterephthalat-Fäden, -Fasern bzw. daraus gefertigten
textlien Gebilden, dadurch gekennzeichnet, daß man Polyätliylenterephthalat-Textilgut mit chlorierten
aliphatischen Kohlenwasserstoffen bei Temperaturen zwischen 40 und 80° C bis zu 10 Minuten behandelt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Britische Patentschrift Nr. 609 943.
Britische Patentschrift Nr. 609 943.
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 1 044 756.
Deutsches Patent Nr. 1 044 756.
© 909 608/411 8.59
Priority Applications (6)
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|---|---|---|---|
| BE551520D BE551520A (de) | 1955-12-06 | ||
| NL211886D NL211886A (de) | 1955-12-06 | ||
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE1063573B true DE1063573B (de) | 1959-08-20 |
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Family Applications (1)
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Citations (2)
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- 1955-12-06 DE DEV9847A patent/DE1063573B/de active Pending
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- 1956-10-16 FR FR1158413D patent/FR1158413A/fr not_active Expired
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Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Also Published As
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