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Lichttonfilmabtastgerät Die Erfindung bezieht sich auf Lichtttonfilmabtastgeräte
zur Abtastung von Lichttonfilmen in Zackenschrift, Doppeliackenschrift, Vielzackenschrift,
Sprossenschrift oder anderen bekannten Schriftarten, wobei das Gerät gegebenenfalls
als Anbaugerät an einen üblichen Bildfilmprojektor ausgebildet ist. Bisher verwendet
man in diesen Lichttonfilmgeräten Photozellen zur photoelektrischen Umwandlung des
Abtastlichtes in elektrische Tonfrequenzströme. Diese Photozellen sind räumlich
verhältnismäßig große Gebilde und können daher nicht ohne weiteres unmittelbar an
der Tonsteuerstelle angeordnet @verden. Man benötigt deshalb einen Lichtleitstab,
oder ähnliche optische Mittel, um der Photozelle das Abtastlicht von der Tonsteuerstelle
zuzuleiten. Ferner besitzen die Photozellen einen hohen inneren Widerstand, können
also an ein längeres Kabel nicht ohne weiteres angeschlossen werden und benötigen
einen besonderen Photozellenvorverstärker, der eine Impedanzwandlung und eine Vorverstärkung
der Photozellenspannung vor dem Lautsprecherendverstärker vornimmt. Da dieser Vorverstärker
in der Nähe des Projektors angeordnet werden muß, ist er den vom Projektor ausgehenden
elektrischen Störungen und mechanischen Erschütterungen ausgesetzt. Es sind auch
bereits photoelektrische Umformer bekannt, welche erschütterungsunempfindlich sind.
Jedoch können durch Erschütterungen Bewegungen des photoelektrischen Umformers gegenüber
dem Lichtstrahl verursacht werden, die als Störmodulation sich auswirken. Ferner
ist es bekannt, die lichtempfindliche Fläche von Photozellen mit einem Abtastlichtfleck
zu beaufschlagen, welcher kleiner als diese Fläche ist. Infolge von Inhomogenitäten
des Materials kann bei einer derartigen Anordnung eine durch Erschütterungen hervorgerufene
Bewegung der Abtastlichtfläche auf der lichtempfindlichen Fläche ein störendes Signal
bewirken. Durch die Erfindung werden diese Nachteile beseitigt. Bei der Verwendung
einer bestimmten Art-von Photowiderständen ist- es bekannt, eine lichtempfindliche.
Fläche `vorzusehen, welche kleiner als die Abbildung der Tonspur sein kann. Gleichzeitig
ist jedoch eine besonders aufwendige Optik erforderlich, um eine möglichst große
Aüsnutzung des Lichtes zu erreichen.
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Neuerdings sind für die photoelektrische Umwandlung von Licht in elektrische
Ströme sogenannte Phototransistoren bekanntgeworden, die sich durch kleine Abmessungen,
hohen Nutzeffekt und kleinen Innenwiderstand auszeichnen. Das Lichttongerät nach
der Erfindung hat den Vorteil, daß bei Erschütterungen und kleinen Bewegungen des
Phototransistors keine störende Lichtmodulation stattfinden kann. Das Lichttonfilmabtastgerät
nach der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß die auf den Phototransistor geworfene
Lichtfläche etwa zweifach größer ist als die lichtempfindliche Fläche des Phototransistors.
Diese Fläche braucht natürlich nicht quadratisch zu sein, sondern kann auch eine
rechteckige, runde oder andere Form besitzen. Bei den bisher bekannten Photozellengeräten
wird das -Abtastlicht auf eine wesentlich größere Fläche von etwa 2 cm2 der Photozelle
geworfen. Bei dem Lichttongerät nach der Erfindung wird der Vorteil erreicht, daß
bei Erschütterungen und kleinen Bewegungen des Phototransistors keine Lichtmodulation
stattfinden kann. Man kann auch ein ursprünglich mit Photozellenab.tastung arbeitendes
Gerät mittels einer Zusatzoptik oder einer Auswechseloptik auf Phototransistorabtastung
umstellen, wobei das bisher auf eine größere Fläche der Photozelle fallende Abtastlicht
auf eine Fläche von etwa 5 mm2 oder weniger des Phototransistors konzentriert wird.
Die kleinen räumlichen Abmessungen des Phototransistors bieten die Möglichkeit,
den Phototransistor unmittelbar in die Schwungbahnrolle des Lichttonfilmgerätes,
an der die Abtastüng- des Filmes erfolgt, einzubauen und dem Phototransistor das
Abtastlicht vorzugsweise ohne Lichtleitstab direkt zuzuleiten.
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Wenn man in einem bisher für Photozellenbetrieb eingerichteten Lichtttongerät
die Photozelle einfach durch einen Phototransistor ersetzen würde, so ginge sehr
viel von dem bisher durch die Photozelle ausgenutzten Licht verloren, da die lichtempfindliche
Fläche des Phototransistors wesentlich kleiner ist als bei der Photozelle. Wenn
man nach der Lehre der Erfindung das Abtastlicht jedoch entsprechend stark konzentriert,
so erhält man am Ausgang des Phototransistors bei der Lichttonfilmabtastung eine
Tonfrequenzspannung in der Größenordnung von 1 Volt. Diese Spannung reicht aus,
um den für die Lautsprecherwiedergabe in einem Kinotheater vorgesehenen
Leistungsverstärker
ohne weitere Vorverstärkung voll auszusteuern. Der bisher notwendige empfindliche
hochohmige Photozellenverstärker kann durch die Verwendung des Phototransistors
vermieden werden. Der Ausgangswiderstand des Phototransistors kann so niederohmig
gewählt werden, daß ein verhältnismäßig langes kapazitätsbehaftetes Tonfrequenzkabel
anschließbar ist, welches bis zu dem meist in einem Verstärkergestell- entfernt
vom Projektor untergebrachten Leistungsverstärker reicht, ohne daßdurch dieses kapazitätsbehaftete
Tonfrequenzkabel eine Benachteiligung der hohen Tonfrequenzen auftritt. Eine mit
dem erfindungsgemäßen Lichttonfilmabtastgerät arbeitende Kinowiedergabeanlage benutzt
also vorteilhafterweise keinen Photozellenverstärker und verwendet ein langes Tonfrequenzkabel,
welches von dem an den Bildprojektor angebauten Lichttongerät unmittelbar bis zum
Hauptverstärkergestell führt.
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Die Erfindung und weitere Einzelheiten sind an Hand von Zeichnungen
näher erläutert.
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In Fig. 1 ist ein nach der Erfindung aufgebautes und vorzugsweise
für den Anbau an einen Bildfilmprojektor ausgebildetes Lichttonabtastgerät A in
Seitenansicht gezeigt. Dieses arbeitet vorteilhaft mit sogenannter V owärtsabtastung.
Der Film F ist über eine Schwungbahnrolle R geführt, auf deren Umfang die Tonsteuerstelle
in bekannter Weise angeordnet ist. Weitere Führungsrollen, Filterrrollen, Schleifenfängerrollen
sind in bekannter Weise vorgesehen und im einzelnen nicht dargestellt. Das Licht
von einer Tonlampe L wird über einen Kondensator K, einen Spalt S und ein Objektiv
0 auf den Film F geworfen und wird hinter dem Film von einem Lichtleitstab G aufgefangen
und zum Phototransistor Tr geleitet. Eine Zusatzoptik ZO ist erfindungsgemäß vorgesehen,
um das Abtastlicht auf eine Fläche von etwa 5 mm2 oder kleiner auf dem Phototransistor
Tr zu konzentrieren. Wenn man die Zusatzoptik vermeiden will, kann man auch das
Objektiv 0 gegen ein anderes Objektiv auswechseln, welches das Licht entsprechend
stark konzentriert.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.2 entfällt der Lichtleitstab
G, und der Phototransistor Tr wird unmittelbar hinter den Tonsteuerstelle innerhalb
der Schwungbahnrolle R angeordnet.
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Ein Ausführungsbeispiel einer Gesamtanlage unter Verwendung des erfindungsgemäßen
Lichttonfilmgerätes ist in Fig. 3 gezeigt. Das LichttonabtastgerätA ist in bekannter
Weise an den Bildfilmprojektor P angebaut. Entfernt davon steht ein Hauptverstärkergestell
V, und die elektrische Verbindung zwischen dem Lichttongerät und dem Hauptverstärkergestell
erfolgt mit Hilfe eines langen Kabels ohne Zwischenschaltung eines besonderen Photozellenvorverstärkers.
Der Ausgangswiderstand des Phototransistors wird hierfür mit Rücksicht auf den Scheinwiderstand
dieses Kabels entsprechend niedrig bemessen. Vom Hauptverstärkergestell V gehen
die verstärkten Tonfrequenzströme in bekannter Weise auf die im Saal untergebrachten
Wiedergabelautsprecher WL.
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Die kleinen räumlichen Abmessungen des Phototransistors ermöglichen
in einfacher Weise die Ausbildung des Lichttonabtastgerätes als Mehrspurabtastgerät
für stereofonische Mehrspurfilme od. dgl. Mehrere Phototransistoren, nämlich zwei,
drei oder vier, werden dann nebeneinander im Lichttongerät angeordnet, und es sind
optische Mittel zur Strahlaufteilung vorgesehen, die dafür sorgen, daß das von der
Tonlampe L ausgehende Licht sämtliche Lichttonspuren des Filmes ausleuchtet und
auf die einzelnen Phototransistoren verzweigt wird.