DE2012265A1 - Photoelektrische Registriereinrichtung zur Reproduktion eines Originals - Google Patents
Photoelektrische Registriereinrichtung zur Reproduktion eines OriginalsInfo
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Description
2012295
LINOTYPE-PAUL LIMITED LONDON / England
Photoelektrische Registriereinrichtung zur Reproduktion eines Originals
Die Erfindung bezieht sich auf eine photoelektrische Registriereinrichtung
zur Reproduktion eines Originals, mit einer Vorrichtung zur sukzessiven Erzeugung linearer Lichtschreibspuren
auf einem feststehenden photographischen Negativ mittels eines
periodisch abgelenkten Lichtstrahls, einer Schaltung zur Helligkeitsmodulation des Lichtstrahls sowie einem zwischen Lichtquelle und photographischem Negativ angeordneten, beweglichen
Strahlablenksystem, welches die linearen Lichtspuren derart auf das photographische Negativ richtet, dass eine Folge von parallel
nebeneinander angeordneten Reproduktionslinien erzeugt wird.
Derartige Einrichtungen sind insbesondere als automatische, photographische
Drucksetzmaschinen bekannt und arbeiten mit einer Katodenstrahlröhre oder anderen Systemen zur Ablenkung eines Lichtstrahls,
beispielsweise mit einem Laser oder mit bewegten Spiegeln, wie es insbesondere in der britischen Patentschrift 1 124 967 beschrieben
wird. Gewöhnlich werden als Schreibröhren dienende Katodenstrahlröhren rasterweise derart gesteuert, dass vollständige
Buchstaben reproduziert werden. Auf diese Weise lassen sich jedoch
5110. PZ. 12D.
l2/jOfamfU6u
00Ö8U/ii5-ß .
nur verhältnismässig geringe Arbeitsgeschwindigkeiten erzielen, und ausserdem schliesst dieses Prinzip technische Schwierigkeiten
ein.
Es ist auch bereits bekannt (britische Patentschrift Nr. 671 660, insbesondere Fig. 2), einzelne Buchstaben nicht insgesamt mittels
eines auf dem Schirm der Röhre erzeugten flächenförmigen Rasters, sondern mit Hilfe einer linearen, stets in der gleichen Lage bleibenden
Licht spur dadurch zu reproduzieren, dass Schreibröhre und Re-™
produktionsfläche relativ zueinander senkrecht zur Orientierung der
Schreibspur bewegt werden.
Es ist ferner bekannt, bewegte optische Systeme zwischen einer feststehenden
Schreibröhre und dem ebenfalls feststehenden photographischen
Material zu verwenden, beispielsweise bei Farbbild-Funkanlagen (USA-Patent 2 567 240), beim elektromechanischen, photographischen
Druck von Seiten (USA-Patent 2 787 654, britische Patentschrift 69I 763 und britische Patentschrift 80I 481) sowie auch beim elektrostatischen
Kopieren (USA-Patent 2 952 796). Kompliziertere Reproduktionssysteme mit rasterweise arbeitenden Schreibröhren werden ferner
^ beispielsweise in der britischen Patentschrift 965 613 beschrieben. Mit
verbesserten elektronischen Schaltungen ausgerüstete Reproduktionseinrichtungen
sind beispielsweise durch die britische Patentschrift 1 110 991 bekannt.
Allen bisher bekan^nten photographischen Reproduktionseinrichtungen
einschliessuch der mit feststehenden Schreibröhren und feststehendein
photogr aphis chem Negativ sowie einem bewegten Strahlablenksystem
arbeitenden Einrichtungen ist der Nachteil gemeinsam, dass sogenannte unterschnittene Buchstaben bzw. überhängende oder sich überlappende
Buchstaben sowie miteinander verbundene Buchstaben oder Zeichen nicht oder nur in unvollständiger Weise reproduziert werden können.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu vermeiden
und eine Einrichtung zu schaffen, welche mit einfachen Mitteln unterschnittene, überhängende bzw. sich übe rlappende Bildbereiche,
insbesondere Buchstaben, zu reproduzieren erlaubt.
Ausgehend von einer photographischen Registriereinrichtung der
eingangs beschriebenen Art ist die Erfindung zur Lösung dieser Aufgabe
durch eine Einstellvorrichtung zur automatischen Veränderung des Abstandes benachbarter Reproduktionslinien gekennzeichnet.
Vorzugsweise ist die Anordnung derart getroffen, dass die normale Breite eines zu reproduzierenden Bildbereichs, insbesondere eines
Buchstabens, durch die vom Strahlablenk system zurückgelegte
lineare Strecke bestimmt ist, wobei dieses System auf einem in"
Richtung der Achse der Schreibröhre verschiebbaren Schlitten montiert ist und die als Schreibröhre verwendete Kathodenstrahlröhre
ausser der zur Erzeugung der linearen Lichts ehr eib spur en erforderlichen
Horizontalablenkung auch eine stetig erfolgende Vertikalablenkung während der Reproduktion eines Buchstabens erfährt. Auf
diese Weise wird der normale Bereich eines Buchstabens auf dem
photographischen Negativ in Schreibrichtung um eine bestimmte Strecke in Folge der Vergrösserung des Abstandes der aufeinander
folgenden, senkrecht zur Schreibrichtung orientierten Reproduktion slinien
erweitert, und es entsteht eine Ueberlappung zwischen dem Beginn der Reproduktion eines Buchstabens und dem Ende der Reproduktion
des vorangehenden Buchstabens. Der lineare Schlittenweg entspricht also einer zu reproduzierenden Textzeile. Zur Reproduktion einer Textseite
ist, was hier nicht interessiert, der Film relativ zum Strahlsystem
nach Beendigung jeder Zeile senkrecht zur Schreibrichtung um einen Zeilenschritt zu bewegen.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
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Fig. 1 : die schematische Ansicht eines photographischen Schreibsystems,
Fig. 2 : die linienweise Reproduktion auf einem Film,
Fig. 3 : die linienweise Reproduktion eines Buchstabens auf
einem Film,
Fig. 4 : die schematische Darstellung einer mit einer Kathodenstrahlröhre
arbeitenden Lese- bzw. Abtasteinrichtung,
Fig. 5 : die bei Reproduktionen mit bisher bekannten Einrichtungen
auftretenden Lücken in horizontalen Strichen,
Fig. 6 : das Beispiel einer Lftiterschneidung bzw. Ueberlappung
zweier Buchstaben ("f" und Iri"),
Fig. 7 : das gemäss der vorliegenden Erfindung verwendete "Miniraster",
Fig. 8 : das Beispiel zweier sich überlappender Buchstabenbereiche
auf dem Film,
Fig. 9 ί die Reproduktion eines Buchstabens,
Fig. 10 : die Reproduktion des Buchstabens "ftr, dessen "Systembreite"
den überhängenden Endabschnitt des oberen Bogens nicht einschliesst, und
Fig. 11 : ein Blockschaltbild einer mit einer Leseröhre und einer Schreibröhre arbeitenden Einrichtung nach der Erfindung.
Mit der photographischen Schreibeinrichtung nach Fig.l lässt sich gemäss
der Erfindung zur Lösung der erwähnten Aufgabe ein sogenanntes "Mini-Raster" erzexigen, welches entsprechend der Identität der individuollen
Buchstaben gesteuert wird, wobei der Ausdruck "Mini-Raster"
insbesondere auf den sehr engen Linienabstand und nicht in erster Linie aiif die Anzahl der Linien hinweisen soll.
Nach Fig.] erfahrt der ilingendo Punkt der aus einer Katlmdimst rahl-
n IMi !U W 1 1 S IS
BAD ORIGINAL
röhre bestehenden Schreibröhre T nur horizontale Ablenkungen. Wenn
keine Helligkeitsmodulation des Lichtpunktes vorhanden ist, erscheinen also auf dem Schirm der Röhre horizontale Linien. Das'
vcrri Schirm ausgehende Licht wird mittels einer festen Kollimatorlinse L in ein paralleles Bündel umgewandelt,
Ein Schlitten C, welcher horizontal längs der Achse der Sehreibröhre
bewegbar ist, trägt einen Planspiegel M, welcher um 45
gegen die Horizontale geneigt ist, eine Objektivlinse O sowie ein
optisches Gitter G. Oberhalb der Linse O befindet sich ein photo- J
graphischer Film F, auf welchem das Bild auf dem Röhrenschirm, ■
nach Reflexion am Spiegel M , durch die Linse O scharf abgebildet
wird. Die Anordnung ist derart getroffen, dass die horizontalen Linien des Lichtpunktes unabhängig von der horizontalen Lage des
Schlittens den Film längs entsprechender scharfer Linien gleichförmig belichten.
Wenn der Schlitten eine stetige horizontale Bewegung, in der Darstellung.nach
Fig. 1 zum Beispiel von links nach rechts1, aμsführt,
während der Lichtpunkt der Schreibröhre eine Folge linearer Linien
beschreibt, dann wird auf dem Film eine entsprechende Reihe von Λ
im Abstand voneinander befindlicher paralleler Linien registriert.
Wenn der Schlitten beispielsweise mit 14 Zoll je Sekunde bewegt wird
und der Lichtpunkt 9 100 Spuren je Sekunde beschreibt» dann werden auf dem Film 650 Linien je Zoll oder ejfcwa 250 Linien je Zentimeter
belichtet.
Die Grosse des Lichtpunktes wird derart eingestellt, dass sich die auf
dem Film registrierten Linien gerade berühren. Bei Abwesenheit einer Lichtpunktmodulation erscheint daher auf dem Film, wie auf Fig.
dargestellt, für jede Schlittenbewegung ein belichteter'Balken11, dessen
Höhe durch die Brennweiten der imAbbildungssystem Verwendeten
Linsen sowie durch die Länge der linearen Lichtpunkt spur en auf dem
Röhrenschirm bestimmt ist.
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Wenn der Lichtpunkt während aufeinanderfolgender Spuren moduliert wird, d.h. die Lichtintensität zwischen hell und dunkel variiert
wird, lassen sich Buchstaben oder Zeichen auf dem Film registrieren, wie es für den Buchstaben E auf Fig. 3 dargestellt ist.
Die Helligkeitssteuerung des Lichtpunktes wird später beschrieben.
Für eine gute Reproduktion ist es wesentlich, dass die Sukzessive auf dem Film registrierten Linien einen genauen Abstand voneinander
haben. Im betrachteten System hängt dieser Abstand von zwei Faktoren ab:
(i) der Frequenz der linearen Spuren auf dem Röhrenschirrn und
(ii)der Bewegungsgeschwindigkeit des Schlittens,
Da die Schlittenbewegung nur sehr schwierig mit dem erforderlichen
Genauigkeitsgrad steuerbar ist, ist in das Schlittenantriebs system ein Lagenbezugssystem eingebaut, welches aus dem bewegten Gitter G
(Fig.l), einer stationären Photozelle P und einer stationären Lichtquelle
S.besteht. Das Gitter besteht aus einem Glasstreifen, der wenigstens so lang wie die maximale, vom Schlitten zurückgelegte
We g. strecke ist, und weist 650 Linien je Zoll auf. Zwischen den Linien befinden sich transparente Abstände, deren Breite näherungsweise
so gross wie die Linienbreite ist, so dass das Verhältnis von Linien —
zu Abstandsbreite 1:1 beträgt. Der Strahl der Lichtquelle S fällt durch das mit dem Schlitten C bewegte Gitter G auf die feste Photozelle P,
so dass das auf die Zelle P einfallende Licht durch die Gitterlinien unterbrochen wird. Auf diese Weise wird am Ausgang der Photozelle P
eine elektrische Impulsfolge erzeugt, wobei jeder einzelne Impuls der Bewegung des Schlittens um 1/650 Zoll entspricht. Diese Impulse werden
verstärkt und dienen dazu, den Beginn jeder linearen Ablenkung des Lichtpunktes der Schreibröhre zu steuern. Auf diese Weise sind die auf
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■- 7 -
dem Film erzeugten Abstände benachbarter Linien unabhängig
von der Geschwindigkeit des Schlittens konstant.
Das bekannte Abtastsystem? Das oben beschriebene Schreibsystem
zur Reproduktion von Buchstaben erfordert ein Modulations signal zur Helligkeitssteuerung des Lichtpunktes der Schreibröhre. Dieses
Modulations signal wird durch die gleichzeitige Abtastung eines oder
einer Anzahl transparenter photographischer Originalbilder auf einer opaken Matrixplatte erzeugt. Das Grundprinzip dieses Abtastsystems-besteht
in folgendem: . (J
Gleichzeitig mit der Lichtpunktablenkung der Schreibröhre wird der
Lichtpunkt einer Leseröhre abgelenkt, welche ebenfalls durch die elektrischen Impulse aus der erwähnten Photozelle P gesteuert wird.
Der Lichtpunkt der Leseröhre wird nicht moduliert, sondern hat
während einer linearen Ablenkung die gleiche Helligkeit, Aufeinanderfolgendelinearablenkungen
-jind jedoch durch eine während des Rücklaufs
angelegte, senkrecht zur Richtung der Abtastspuren gerichtete Ablenkspannung um einen kleinen Abstand voneinander getrennt, so
dass der Abtaststrahl der Leseröhre ein übliches Raster beschreibt/
derart, dass eine rechteckige Fläche durch aufeinanderfolgende,
■■■'"■- ■-"■ ■■■■■■ - ■'- ■ · ä
parallel zueinanderliegende Spuren abgetastet wird, wie auf Fig. 4 ™
schematisch dargestellt. Danach wird das. vom Lichtpunkt einer
Leseröhre IT ausgehende Licht durch eine Linse LL auf eine Mat rixplatte
M. fokussiert, welche ein transparentes photographisches
Negativbild des zu reproduzierenden Buchstabens aufweist. Das durch
das transparente Buchstabenbild durchtretende Licht fällt, über ein
Kondensoxlinsensystem GL, auf die Photokathode eines Photovervieliachers
PM, dessen Ausgangs signal die Helligkeit der Schreibröhre steuert.
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Bei Bewegung des Schlittens werden also durch die Ausgangsimpulse der Photozelle P (Fig.l) einerseits sukzessive gegeneinander versetzte
lineare Lesespuren an der Leseröhre und andererseits übereinanderliegende lineare Schreibspuren auf der Schreibröhre T
erzeugt, wobei der schreibende Lichtpunkt hell oder dunkel ist, je nach dem der Photovielfacher PM Licht durch das Buchstabennegativ
erhält oder nicht.
Um viele verschiedene Buchstaben zu reproduzieren, muss selbstverständlich
das Abtastsystem komplizierter als hier beschrieben ausgebildet sein; im allgemeinen sind die Rasterbereiche klein und
werden auf verschiedene Abschnitte des Schirms der Schreibröhre gerichtet; um die verschiedenen Buchstaben abzutasten, welche in
Form einer Koordinatenmatrix angeordnet sind. Ein derartiges System ist beispielsweise in der englischen Patentschrift 1 110 991
beschrieben.
(i) Eines der Probleme des beschriebenen Systems besteht darin, dass
die Zeit zwischen dem Ende einer Schreibspur und dem Beginn der folgenden sehr kurz ist. Wenn die Reproduktion eines Buchstabens
beendet ist und die eines neuen begonnen werden soll, dann müssen alle dazu erforderlichen Schaltoperationen innerhalb dieser sehr
kurzen Zeit ausgeführt werden. Bei hohen Betriebsgeschwindigkeiten hat es sich als sehr unpraktisch erwiesen, alle diese Operationen so
rasch, wie es erforderlich wäre, durchzuführen. So ist diejenige Zeit, welche für eine lineare Ablenkung benötigt wird, d.h. also die Zeitspanne
eines Gitter im pulses, zur Umschaltung auf einen neuen Buchstaben
erforderlich. Ausserdem wird die erste Spur der Leseröhre dazu benutzt, um die exakte Lage des neuen Buchstabens auf der Buchstabenmatrix"zu
suchen", so dass die erste Linearablenkung nicht zur
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eigentlichen Abtastung zur Verfügung steht. Das dazu erforderliche
"X-Korrektur^-System wird in der englischen Patentschrift 1 110 991
beschrieben. Aus diesen Gründen muss zu Beginn der Abtastung bzw. Reproduktion dieses Buchstabens eine Dunkelperiode vorhanden sein,
während welcher nichts geschrieben werden kann. In dem bekannten Abtastsystem entspricht diese Dunkelperiode dem Verlust zweier
Schreibspuren. Wenn auch dieser Umstand für die meisten normalen
Buchstaben und Zeichen keinen wesentlichen Nachteil bedeutet, so wirkt er. sich doch dann unerwünscht aus, wenn Buchstaben oder j
Zeichen zu reproduzieren sind, die in der horizontalen Richtung miteinander verbunden sind. Ein typisches und häufig vorkommendes
Beispiel dafür ist ein horizontaler Strich oder eine horizontale Linie,
wie sie beispielsweise zur Begrenzung am Ende einer Spalte oder zur Bildung einer Tabelle oder eines Rechtecks verwendet wird.
Daher müssen derartige horizontale Striche aus vielen kurzen, in der horizontalen Richtung miteinander verbundenen Strichen zusammengesetzt
werden. Wenn keine durchgehende Verbindung der Einzelstriche möglich ist, dann ist das resultierende typographische Bild kaum annehmbar,
wie beispielsweise auf Fig. 5 dargestellt.
■ . ι
(ii) Ein weiterer Nachteil des bekannten Systems besteht darin, dass
man keine Unter schneidung mit normalen Letterntypen erzielen kann. Von "unter schnittenen Buchstaben" spricht man dann, wenn zwei oder
mehrere aufeinanderfolgende Buchstaben derart reproduziert werden,
dass sich die von aneinander grenzenden Teilen der individuellen Buchstaben eingenommenen horizontalen Bereiche überlappen.Ein
typisches und häufig vorkommendes Beispiel ist die Folge der Kleinbuchstaben
"f* und "i", welche, wie auf·Fig. 6 dargestellt, gewöhnlich
so reproduziert werden, dass der obere Teil des "f" das "i" überlappt.
Ein Abtastsystem, welches nicht in der Lage ist, aufeinanderfolgende Buchstaben miteinander zu verbinden, kann offensichtlich auch keine
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derartige Ueberlappung von Buchstaben erzeugen, ausgenommen
bei Verwendung einer Kursivschrift als Sonderfall, wie es im obengenannten britischen Patent beschrieben wird.
Das neue, elektrisch gesteuerte, sich überlappende Schreibsystem, wie es im folgenden erläutert wird, beseitigt die obenerläuterten
Nachteile: es liefert einerseits eine Pause zwischen aufeinanderfolgenden Buchstaben und andererseits eine Buchstabenunter schneidung.
Das auf Fig. 6 dargestellte Beispiel zeigt klar, dass es ein derartiges
Schreibsystem ermöglichen muss, einen bestimmten Buchstaben gegebenenfalls innerhalb eines Bereichs zu reproduzieren, welcher denjenigen
Bereich einschliesst, in welchem der vorangehende Buchstabe bereits reproduziert worden ist. Ein Weg zur Lösung dieses Problems
besteht darin, den Schlitten nach der Reproduktion eines Buchstabens anzuhalten und ihn um eine kurze Strecke zurückzubewegen, bevor
er wieder zur Reproduktion des folgenden Buchstabens in Vorwärtsrichtung bewegt wird. Es ist jedoch einleuchtend, dass es die Trägheit
des Schlittens praktisch unmöglich macht, auf diese Weise eine einigermassen
hohe Schreibgeschwindigkeit, d.h. einige hundert Buchstaben je Sekunde, zu erzielen.
Der gewünschte Effekt lässt sich jedoch auch auf elektrischem Wege
erzielen. Bei der Anordnung nach Fig. 1 liegen die ein und denselben Buchstaben erzeugenden Lichtpunktspuren der Schreibröhre T auf der
selben horizontalen Linie, da an diese Röhre keine vertikale Ablenkspannung angelegt ist. Diese zur Reproduktion des Buchstabens erforderliche
Vertikalablenkung wird erst durch die Schlittenbewegung eingeführt. Wenn nun jedoch eine langsam wachsende Vertikalablenkung
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in Aufwärts richtung an die Schreibröhre T während der Reproduktion
eines Buchstabens angelegt wird, während sich also der Schlitten mit dem Spiegel M in der Darstellung nach Fig. Γ nach rechts bewegt,
dann wird diese Vertikalablenkung bei der Reproduktion des Buchstabens auf dem Film F der Spiegelbewegung überlagert. Durch einen
Rücklauf dieser Vertikalablenkung am Ende eines Buchstabens wird
bewirkt, dass der mögliche Reproduktionsbereich des folgenden Buchstabens innerhalb der Breite des vorangehenden Buchstabens
liegt. ' . ·
Was die Pause anbelangt, welche zur Neueinstellung des Rasters
der Leseröhre auf die Position zur Abtastung eines folgenden Buchstabens
erforderlich ist, so reicht eine gesamte Vertikalablenkung von beispielsweise zwei Gitterlinien aus, da der Rücklauf erfordert,
dass der Schlitten um zwei Gitterlinien vorwärts bewegt wird, bevor
er korrekt zur Reproduktion der ersten Linie des folgenden Buchstabens ' positioniert ist.
Die Vertikalablenkung kann jedoch auch dazu benutzt werden, um zusätzlich
eine Unter schneidung zu erzeugen, und zwar in folgender Weise: ' S
Bei der üblichen Letternzusammensetzung schliesst die relative Breite
eines unter schneidbar en Buchstabens eine Ueberlappung bzw. ein
Ueberhängen aus; durch Verwendung derselben Technik beim Computer des vorliegenden Systems lässt sich eine Unter schneidung erreichen.
Der Computer bestimmt nicht nur die Zahl der Gitterlinien, welche durch die Art des Buchstabens und die Punktgrösse bedingt ist, sondern
erweitert die Breite des Rasters um einen Betrag, welcher im Falle eines überhängenden Buchstabens ausreicht, dass das Raster den
ganzen Buchstaben einschliesslich des überhängenden Bereichs tiberdeckt,
während die Anzahl der Linien im Raster konstant bleibt.
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Wenn nunmehr die modulierten Linien normal von einer festen Lage auf der Schreibröhre ausjge schrieben werden, dann würde ein vollstandiger
überhängender Buchstabe in der Länge einer Linie für
diesen Buchstaben abzüglich seines überhängenden Bereichs geschrieben. Da jedoch, wie erwähnt, eine langsam fortschreitende
Vertikalablenkung an der Schreibröhre während des Schreibens eines Buchstabens stattfindet, wird der überhängende Buchstabe in seiner
korrekten Breite geschrieben, und der Rücklauf ermöglicht es, dass
der folgende Buchstabe unter dem überhängenden Bereich geschrieben wird.
Da das Schreibraster für alle Buchstaben zur Erzeugung der erwähnten
Pause bzw. des erwähnten Abtands verwendet werden soll, wird die zusätzliche Vertikalablenkung, die für eine Unter schneidung
erforderlich ist, im Leerlauf auch auf alle nicht unterschnittenen
Buchstaben angewendet, um einen gleichmässigen Betrieb zu gewährleisten.
Der Computer bestimmt den Betrag der "Unterschneidungs"-Bewegung, welche für einen Buchstaben erforderlich ist, und addiert
dazu einen konstanten Abstand von "zwei Gitterlinien" ; auf diese Weise wird die gesamte Vertikalablenkung AB (Fig. 7) auf der Leseröhre
für einen besonderen Buchstaben gesteuert, wie es weiter unten
beschrieben wird.
Der Rücklauf beim Schreiben kann durch Bewegung der Spur auf dem Schirm der Schreibröhre in einer Richtung senkrecht zu ihrer Länge
oder der line ar abtastung erreicht werden, d.h. durch eine "Bildfeld11·
zeitbasis. Die erste, dem ersten Gitterimpuls für einen neuen Buchstaben
entsprechende Spur befindet sich in einer bestimmten Anfangslage, die auf Fig. 7 mit A bezeichnet ist. Wenn die Abtastung und das
Schreiben fortschreitet, dann bewegen sich die linearen Spuren sukzessive in Vertikalrichtung, d.h. in Y-Richtung über den Schirm der Röhre, so
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dass sich die letzte Spur für den Buchstaben beispielsweise in der auf Fig. 7 mit B bezeichneten Lage befindet. Es sei der Einfachheithalber
angenommen, dass die Y-Ablenkung einem Abstand von fünf Gitterlinien auf dem Film entspricht und dass die Reproduktion
des Buchstabens eine Schlittenbewegung entsprechend zehn Gitterlinien erfordert; dann' befinden sich die auf dem Film geschriebenen
Linien relativ zum Gitter in den auf Fig. 8 schematisch dargestellten Lagen. Der Abstand der Linien ist nicht mehr gleich der
Teilung des Gitters, sondern um 50 % grosser, weil zehn geschrie- *
bene Linien den Raum von fünfzehn Gitterlinien einnehmen.
Nach Beendigung des Schreibens des Buchstabens wird die Y-Ablenkung
der Schreibröhre rasch auf ihren ursprünglichen Wert gebracht, so
dass die erste Spur für den folgenden Buchstaben die Anfangslage A
einnimmt. Die erste Spur des folgenden Buchstabens liegt auf dem Film (Fig. 8) an der mit P2 bezeichneten Stelley und einige der folgenden
Linien überstreichen daher einen Teil des bereits vom vorangehenden Buchstaben eingenommenen Bereich, der sich nach Fig. 8 zwischen
der ersten Spur P und der letzten Spur Q dieses Buchstabens erstreckt. Mit diesem System ist es daher möglich, nicht nur aufeinander- m
folgende Buchstaben miteinander zu verbinden, sondern auch, wenn notwendig, Ueberlappungen der Buchstabenbereiche zu erzeugen.
Diese Kombination einer stetigen Bewegung eines Linsensystems mit einer stufenweisen oder stetigen Bewegung der linearen Schreibspuren
einer Schreibröhre ergibt die Vorzüge des oben erwähnten, sich überlappenden Schreibsystems.
Wenn Buchstaben längs eines Zeilentextes geschrieben werden, dann muss jiedem Buchstaben ein bestimmter-Raum in horizontaler Richtung
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zugemessen werden. Dieser Raum wird als "relative Breite" des
Buchstabens bezeichnet. Das absolute Mass des LinienabStandes
ist der "Punkt", wobei 72. 27 Punkte auf ein Zoll fallen. Jeder Letter
ist eine maximale Buchstabenbreite von χ Punkten zugeordnet, welche das "Em des Systems" genannt wird, und die individuellen Buchstabenbreiten
werden in achtzehntel Teilen des "Em",genannt "Einheiten", gemessen und betragen beispielsweise y Einheiten.
Wenn eine Letter eine Breite von 6 Punkten hat, dann bedeutet das, dass
^ das Em des Systems 6 Punkte beträgt, d.h. also ungefähr 6/72 =
1/12 Zoll breit ist.und jede Einheit für eine derartige Letter beträgt
näherungsweise l/ (12 χ 18) = l/2l6 Zoll. Die Beziehung zwischen
Punkten (72 je Zoll) und Gitterlinien auf dem Schlitten (650 je Zoll)
entspricht also ungefShr neun Gitterlinien je Punkt.
Die relativen Breiten aller Buchstaben in Einheiten und das in Punkten
angegebene erforderliche "Em" werden elektronisch in den Steuerkreisen
gespeichert. Wenn ein Buchstabe geschrieben werden soll, berechnet die Maschine, welchen Raum dieser Buchstabe in horizontaler
Richtung einnimmt. Die Antwort dieser Berechung muss in An- ^ zahl Gitterlinien angegeben werden. Zum Beispiels
Anzahl der Gitterlinien für einen Buchstaben =
(9X) "Em" in Punkten χ relative Breite in Einheiten
(18) 2
Ein Grossbuchstabe "M" (18 Einheiten relative Breite) im 6 Punktsystem
benötigt also 54 Gitterlinien, um korrekt reproduziert werden
zu können. Ein Kleinbuchstabe "i" (6 Einheiten) benötigt nur 18 Linien.
009844/1156
Da die Breite eines zu schreibenden Buchstabens mit seipe r Punktzuordnung
variiert, ändert sich die Zahl'der Gitterlinien auf dem
Schlitten entsprechend der Breite des Buchstabens während des Betriebs mit der Punktezahl. Da der abzutastende Originalbuchstabe zur Erzeugung der Anzahl der erforderlichen Schreiblinien
eine konstante Breite hat und durch ein Abtastraster mit konstanter Breite abgetastet werden muss, ist es erforderlich, dass die Abstände
der Rasterlinien mit der Zahl der Gitterlinien entsprechend der geschriebenen, durch die Punktgrösse bestimmten Buchstabenbreite variieren. Auf diese Weise ändert sich die Zahl der vertikalen ä
Linien im Abtastraster auf dem Schirm der Leseröhre, wie sie durch das Ergebnis der obigen Berechnung bestimmt wird, nicht nur mit der
Identität des Buchstabens (für. einen engen Buchstaben wie "i" ist
das Raster eng, für einen breiten Buchstaben wie "M" dagegen breit), sondern auch für denselben Buchstaben entsprechend der Punktgrösse.
Folglich variiert die Anzahl der Linien in der konstanten Breite des
Abtastrasters für einen besondern Buchstaben, und der Abstand zwischen aufeinanderfolgenden Rasterlinien (in X Richtung) wird durch
die'Systembreite" gesteuert. In bekannten Anordnungen ist die Breite
jedes Rasters bei der Ablesung derart gewählt, dass ihre Projektion M
auf das photographische Original genau gleich der Breite des Buch- *
stabens ist, welche abgetastet wird. In anderen Worten sind die Rasterlinien
genau dem Buchstaben angepasst. Gewöhnlich, jedoch nicht immer, schliesst die Breite eines Buchstabens einen kleinen leeren Raum auf
beiden Seiten ein, wie auf Fig. 9 für den Fall des Buchstabens E dargestellt, für welchen die Systembreite ( SET WIDTH) bzw. "Em" angegeben
ist.
In der vorliegenden Anordnung hat die Buchstabenmatrix transparente
Buchstaben auf einem opaken Untergrund,, und die Buchstaben sind der-
009844/1T56
art voneinander getrennt angeordnet, dass das Raster für einen Buchstaben
breiter als normalerweise üblich gewählt und seitlich in geeigneter Weise positioniert werden kann. "Wenn ein Buchstabe geschrieben
wird, dann erscheint seine erste zu schreibende Linie in der unteren Stellung A (Fig. 7) und seine letzte zu schreibende
Linie in der oberen Stellung (B) im Raster der Schreibröhre; da die Y-Ablenkung der Schreibröhre nach Beendigung des Schreibens
eines Buchstabens sofort verschwindet, kehrt die Linie in die untere Lage zurück, so dass die Rasterlinie, welche in der Darstellung nach
Fig.l das rechte Ende der Linse O passiert hat, nunmehr durch das
linke Ende der Linse verläuft und den Film F an einer Stelle belichtet, welche innerhalb des vorangehenden Rasterbereichs liegt, wie durch
den Punkt P2 auf Fig. 8 angedeutet.
Bei Buchstaben, welche unter schnitten werden bzw. einander überlappen
können, schliesst die relative Breite den Ueberlappungsbereich nicht
ein, da ja die relative Breite bestimmt, wo der folgende Buchstabe erscheinen soll. Würde diese Breite irgendwelche überhängenden Teile
einschliessen, dann könnte der folgende Buchstabe nicht so geschrieben werden, dass er eine XJeberlappung bildet. Daher endet auf Fig. 6 die
relative Breite des Buchstabens "fir an der gestrichelt dargestellten
mittleren Linie, wo die relative Breite des Buchstabens "i11 anfängt.
Das rechte Ende des unteren Bogens des "f" reicht jedoch in den Bereich
der relativen Breite des "i".
Infolgedessen muss das Raster der Leseröhre, welches ein vollständiges
"f" abtasten soll, breiter als die relative Breite sein, wenn unterschnittene
Buchstaben reproduziert werden sollen. Zu diesem Zwecke kann einmal die Rasterbreite proportional zur relativen Breite des
abzutastenden Buchstabens gemacht werden; zum andern ist es auch
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möglich, die Rasterbreite um einen konstanten Betrag zu vergrössern.
Eine proportionale Verbreiterung ist technisch einfacher zu erreichen,
da man zu diesem Zwecke lediglich eine Vergrösserung der Amplitude der an die Leseröhre angelegten X-Ablenkung benötigt.
So kann beispielsweise dieses Signal um ein Sechstel vergrössert werden, so dass ein einer Breite von 18 Einheiten entsprechendes
Raster 21 Einheiten breit wird oder ein einer Breite Ik
von 6 Einheiten entsprechendes Raster auf 7 Einheiten verbreitert ~"
wird. Bei der Anordnung nach der Erfindung wurde vorzugsweise die letztbeschriebene Lösung gewählt.
Der wegen dieser Verbreiterung zusätzlich abgetastete Bereich kann
entweder insgesamt auf der rechten oder auf der linken Seite eines Buchstabens liegen oder aber gleichmässig auf beide Buchstabenseiten
verteilt sein, je nach dem, wie der Buchstabe auf dem Original gezeichnet ist. Im folgenden sei angenommen, dass diese "Extrabreite"
vollständig auf der rechten Seite des Buchstabens liegt, wie auf Fig.
für ein den Buchstaben "f" abtastendes Raster dargestellt. Diese zu- ^
sat zliche Breite auf der rechten Seite der relativen Buchstabenbreite ^
reicht aus, um den überhängenden Bereich des oberen Bogens zu
erfassen. Die Anzahl der Abtastlinien im Raster ist immer noch gleich
der entsprechend der früher angegeben Formel berechneten Zahl, welche auf der Systembreite basiert, jedoch ist der Abstand zwischen
den Linien vergrössert.
Um einen unerwünscht grossen Abstand zwischen den Buchstaben zu
vermeiden und Ueberlappungen bzw. Unter schneidungen zu erzeugen,
sorgt man vorzugsweise für einen Vorlauf der aufeinanderfolgenden
0 0 9 8 4 k 11 1 5 6
Linien eines Buchstabens auf dem Schirm der Schreibröhre während des Schreibens und für einen Rücklauf der Linie auf eine feste Anfangslage,
bevor der folgende Buchstabe beginnt. Das kanp insbesondere sehr einfach durch eine Kopplung desselben Signals, welches
zur X-Ablenkung der Leseröhre dient, mit der Y-Ablenkung der
Schreibröhre erreicht werden. X- und Y beziehen sich auf die in den Figuren dargestellten Orientierungen. Die resultierenden Linienabstände
auf den Schirmen beider Röhren sind jedadh unterschiedlich,
der Abstand auf dem Schirm der Schreibröhre ist geringer.
Wenn ein Buchstabe abgetastet wird, dann verlaufen die aufeinanderfolgenden
Abtastlinien auf dem Schirm der Leseröhre von links nach rechts zur Bildung eines Rasters und gleichzeitig bewegt sich der
Schreibstrahl aus seiner horizontalen Anfangslage auf eine höhere Lage. Wenn die Abtastung des Buchstabens beendet, d.h. die korrekte
Anzahl von Linien abgetastet worden ist, dann wird die X-Ablenkung an der Leseröhre rasch in ihre Anfangslage auf die linke Seite des
Rasters und gleichzeitig die Schreiblinie ebenfalls in ihre Anfangs Stellung
zurückgebracht. Die Stärke des Y-Ablenksignals, das an die Schreibröhre
angelegt wird, muss derart bemessen sein, dass sich die Schreib- ^ spur um einen Abstand bewegt, welcher in der Hlmebene einem Bruchteil,
d.h. einem Sechstel der Anzahl der Gitterlinien des Abtastrasters Äquivalent ist.
So gilt beispielsweise für die Abtastung eines 18 Einheiten breiten
Buchstabens (ein '! Em") mit einer 6-Punkt-Breite folgendes:
(a) Die Zahl der zur Reproduktion dieses Buchstabens erforderlichen
Gitterlinien beträgt 54 (9 Linien auf einen Punkt χ 6).
(b) Die Zahl der Rasterlinien auf der Leseröhre beträgt daher 54.
(c) Die X-Ablenkung der Leseröhre wird um ein Sechstel erweitert,
so dass diese Linien 21 Einheiten auf dem photographischen Original
überdecken. Q09844Z11Be
(d) Während der Abtastung bewegt sich der fliegende Punkt über
den Schirm der Schreibröhre längs einer Strecke derart, dass die Schreiblinie in der Filmebene um 54/6 = 9 Gitterlinien verschoben
wird.
(e)Da der Schlitten mit dem Linsensystem um 54 Gitterlinien verschoben
wird, überdecken die Schreiblinien einen gesamten horizontalen Abstand von 54 + 9 = 63 Gitterlinien auf dem Film.
Ein und dieselbe Einstellung der Y-Ablenkung der Schreibröhre g
gilt für alle Einheiten-Breiten. Für unterschiedliche Systembreiten
jedoch ist eine andere Einstellung erforderlich, weil sich die Zahl
der Linien in den Rastern proportional zur Systembreite ändert. Aus diesem Grunde ist eine Reihe von Verstärkern mit Voreinstellung
erforderlich. Dabei kann die Anordnung derart getroffen sein, dass jeweils ein Verstärker für jede der erforderlichen Systembreiten
eingeschaltet wird, während alle anderen Verstärker abgeschaltet werden.
Auf Fig. 11 ist ein Blockschaltbild der Anordnung dargestellt. Mit 1 und
2 sind der horizontale Zeitbasis-Verstärker bzw. der Verstärker zur
Horizontalablenkung der Leseröhre bezeichnet; diese Schaltungen (|
werden* auch im bekannten System benötigt, wie es in der britischen
Patentschrift 1 110 991 beschrieben ist.' Zur Steuerung der Schreibröhre
dient ein System aus drei Verstärkern VDA 3, 4 und 5 zur Vertikalablenkung mit einstellbaren Verstärkungsfaktoren, welche
den benötigten Systembreiten proportional sind. Diese Verstärker sind
nur dann in Betrieb, wenn sie durch entsprechende Steuersignale über
die Leitungen 3A, 4A oder 5A eingeschaltet werden. Der Ausgang irgendeines Verstärkers steuert über den Ablenkverstärker 6 die
Vertikalablenkung "der Schreibspur. Der Aufbau dieser Schaltungen ist
an sich bekannt und daher nicht näher dargestellt.
009644/1156
-ZO-
Mit der Anordnung nach der Erfindung kann daher eine grössere Breite abgetastet werden, als es der Einheitsbreite jedes Buchstabens
entspricht. Ebenso kann eine grössere Breite als die Einheitsbreite jedes Buchstabens auf dem Film F (Fig.l) belichtet
werden. Nach der Reproduktion jedes Buchstabens jedoch beginnt die Reproduktion des folgenden Buchstabens innerhalb eines Bereichs,
welcher teilweise bereits vom vorangehenden Buchstaben überdeckt wurde. Daher lassen sich in einfacher Weise unterschnittene,
überhängende bzw. überlappende Buchstaben korrekt reproduzieren, wenn man nur dafür sorgt, dass das Ausmass der
Unterschneidung bzw. der Ueberlappung durch einen entsprechend
grossen Bereich des erweiterten Rasters erfasst wird.
0098ΛΛ/1156
Claims (11)
- PATENTANSPRUECHE'^LJ Photographische Registriereinrichtung zur Reproduktion eines Originals, mit einer Vorrichtung zur sukzessiven Erzeugung linearer Lichts ehr eibspuren auf einem feststehenden photographischen Negativ mittels eines periodisch abgelenkten Lichtstrahls, einer Schaltung zur Helligkeitsmodulation des Lichtstrahls sowie einem zwischen Lichtquelle und photographischem Negativ angeordneten, beweglichen Strahlablenksystem, welches die linearen M Lichtspuren derart auf das photographische Negativ richtet, dass eine Folge von parallel nebeneinanderliegenden Reproduktionslinien erzeugt wird, gekennzeichnet durch eine Einstellvorrichtung zur automatischen Aenderung des Abstarides benachbarter Reproduktionslinien.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Einstellvorrichtung der Abstand benachbarter Reproduktionslinien vergrösserbar ist.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durchdie Einstellvorrichtung alle Abstände zwischen benachbarten Reproduk- , ((tionslinien in der gleichen Weise veränderbar sind.
- 4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur sukzessiven Erzeugung der linearen Lichtschreibspuren eine Kathodenstrahlröhre mit Horizontal- und Vertikalablenkung ist und die Horizontal-Ablenkung die linearen Lichtschreibspuren erzeugt, während die Vertikal-Ablenkung Teil der erwähnten Einstellvorrichtung ist.0 0984 kl 1156
- 5. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erwähnte Einstellvorrichtung zur Variation der zu erzeugenden Abstandsänderung steuerbar ist.
- 6. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Strahlablenksystem auf einem Schlitten angeordnet ist, welcher zur Erzeugung einer Reproduktionszeile von Bildbereichen, insbesondere Buchstaben, längs einer festen Strecke in Richtung der Achse des Lichtstrahls bewegbar ist und ein optisches System zur Ablenkung des Lichtstrahls im rechten Winkel auf das parallel zum Schlitten orientierte photographische Negativ trägt, dass die Schlittenbewegung die Breite der na cheinander zu reproduzierenden Bildbereiche, insbesondere Buchstaben, definiert, dass die erwähnte Einstellvorrichtung durch Vergrösserung des Abstandes benachbarter Reproduktionslinien die Breite eines Bildbereichs, insbesondere eines Buchstabens, derart erweitert, dass zwischen dem Ende eines auf dem photographischen Negativ reproduzierten Bildbereichs und dem Beginn des folgenden zu reproduzierenden Bildbereichs, insbesondere Buchstabens,eine Ueberlappung stattfindet, und dass der Anfangs strahl oder die Anfangsstrahlen bei der Reproduktion jedes Bildbereichs, insbesondere jedes Buchstabens, austastbar ist bzw. sind.
- 7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Austastung einstellbar sind.
- 8. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erwähnte Einstellvorrichtung proportional zur relativen Breite eines zu reproduzierenden Bildbereichs, insbesondere eines Buchstabens, steuerbar ist.
- 9. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch ge-0098U/ 1 1 56kennzeichnet, dass die erwähnte Einstellvorrichtung durch eine Mehrzahl von Verstärkern mit vorgebbarem Verstärkungsfaktor selektiv steuerbar ist.
- 10. Einrichtung nach den Ansprüchen 4 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die erwählten einstellbaren Verstärker wahlweise die Vertikal-Ablenkung der als Schreibröhre dienenden Karthodenstrahlröhre beeinflussen.
- 11. Einrichtung nach den Ansprüchen 1, 4 und 6, zum photographischen (| Druck γοη Texten mit einer Buchstabenmatrix als Orignal, welches die zu reproduzierenden Buchstaben als Transparentbilder aufweist, mit einer aufeinanderfolgende ausgewählte Buchstaben rasterweise " abtastenden Kathodenstrahlröhre sowie einem hinter der Buchstabenmatrix angeordneten Photodetektor, das sen Aus gangs signale die Modulation der Schreibspuren erzeugen, dadurch gekennzeichnet,- dass die Ablenkungen von Lese- und Schreibröhre durch ein. mit dem Schlitten bewegtes optisches Gitter photoelektrisch gesteuert und synchronisiert sind und dass die die Horizontal-Ablenkung der Leseröhre steuernden Signale gleichzeitig die Vertikal-Ablenkung der Schreibröhre steuern.009844/1156ι ^Leerseite
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