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DE1059444B - Verfahren zur Herstellung von Thionophosphorsaeureestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Thionophosphorsaeureestern

Info

Publication number
DE1059444B
DE1059444B DEF21920A DEF0021920A DE1059444B DE 1059444 B DE1059444 B DE 1059444B DE F21920 A DEF21920 A DE F21920A DE F0021920 A DEF0021920 A DE F0021920A DE 1059444 B DE1059444 B DE 1059444B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
concentration
acid esters
preparation
killed
thionophosphoric acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF21920A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Gerhard Schrader
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to BE562750D priority Critical patent/BE562750A/xx
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF21920A priority patent/DE1059444B/de
Priority to CH5255657A priority patent/CH364250A/de
Priority to US696628A priority patent/US2976312A/en
Priority to FR1187441D priority patent/FR1187441A/fr
Priority to GB38895/57A priority patent/GB867534A/en
Publication of DE1059444B publication Critical patent/DE1059444B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/06Phosphorus compounds without P—C bonds
    • C07F9/16Esters of thiophosphoric acids or thiophosphorous acids
    • C07F9/165Esters of thiophosphoric acids
    • C07F9/1651Esters of thiophosphoric acids with hydroxyalkyl compounds with further substituents on alkyl

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

deutsches
Thionophosphorsäureester, die als von Mehylolverbindungen abgeleitet zu betrachten sind und die durch folgende Formel veranschaulicht werden sollen, sind nicht bekannt:
RSCH2O-
0-R2
(Hierin bedeutet R den Rest eines — gegebenenfalls substituierten — aliphatischen, aromatischen oder aliphatisch-aromatischen Kohlenwasserstoffs; R1 und R2 sind Alkylreste mit einer Kohlenstoffzahl von bevorzugt Ibis 4.)
Es wurde die Beobachtung gemacht, daß überraschenderweise die leicht zugänglichen a-Chlormethylthioäther, die z. B. aus Liebigs Annalen der Chemie, Bd. 563 (1949), S. 54 bis 63, Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, Bd. 69 (1936), S. 1612, oder der deutschen Patentschrift 845 511 bekannt sind, mit be-Verfahren zur Herstellung
von Thionophosphorsäureestern
Anmelder:
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen-Bayerwerk
Dr. Gerhard Schrader, Wuppertal-Cronenberg,
ist als Erfinder genannt worden
hebigen 0,0-Dialkylphosphiten inGegenwart von Schwefel so reagieren, daß unter Entwicklung von Chlorwasserstoffsäure direkt die gewünschten 0,0-Dialkylthionophosphorsäureester entstehen:
RSCH2-Cl + HO —P(
OR1
0Rs
Im allgemeinen wird diese Reaktion bei Temperaturen, die um 120 bis 13O0C liegen, durchgeführt. Bei diesen Temperaturen ist in verhältnismäßig kurzer Zeit die Entwicklung von Salzsäure und die Anlagerung von Schwefel beendet. Es ist auch möglich, die Reaktion in Gegenwart von inerten organischen Lösemitteln durchzuführen. Es ist dann jedoch empfehlenswert, nur solche Lösemittel, in denen sich Chlorwasserstoff wenig löst und die einen Siedepunkt von 120 bis 1400C haben, zu verwenden. Bewährt haben sich hier vor allem Chlorbenzol und Xylol.
Die neuen Ester zeichnen sich durch gute kontaktinsektizide und starke systemische Wirkung z. B. bei Blattläusen und Milben aus. Sie können wie Phosphorsäureester bekannter Art, d. h. bevorzugt mit üblichen Lösungs- oder Verdünnungsmitteln vermischt, angewandt werden.
Beispiel 1
OC.H,
C2H5S CH2-O
OC2H6
23ga-Chlormethyl-äthylthioäther (Kp. S3 6O0C) werden bei Zimmertemperatur in 28g 0,0-Diäthylphosphit gelöst. Zu dieser Lösung gibt man 3,2 g Schwefel. Dann erwärmt man das Reaktionsprodukt kurz auf 125°C. Unter Ent-Il .OR1
-^ R-S-CH2-O-P^ +HCl
OR2
Wicklung von Salzsäure steigt die Temperatur auf 1300C. Man hält noch S Minuten bei 130° C, die Salzsäureentwicklung ist dann beendet. Das Reaktionsprodukt wird in Benzol aufgenommen, mit einer 4°/oigen wäßrigen Natriumkarbonatlösung geschüttelt und dann mit Natriumsulfat getrocknet. Nach dem Abdestillieren des Lösemittels bleibt der neue Ester als gelbes, wenig wasserlösliches Öl zurück. Unter einem Druck von 0,01 mm Quecksilbersäule siedet der Ester bei 75 bis 78° C.
Analyse:
Berechnet S 26,2 %, P 12,7 %;
gefunden S 25,97%, P 13,0%.
An der Ratte per os zeigt die neue Verbindung eine DL96 von 2,5 mg/kg.
Blattläuse werden in Konzentrationen von 0,001 % zu 80°/0 abgetötet, Spinnmilben bei einer Konzentration von 0,01 zu 100 %. Außerdem zeigt die Verbindung bei dieser Konzentration eine starke ovizide Wirkung. Raupen werden in O,l%iger Konzentration 100%ig abgetötet.
Beispiel 2
Cl-/
1_ Äi-i. r.·.
* OC2H6
909 557/455
28 g 0,0-Diäthylphosphit werden in 50 ecm Xylol gelöst. Dazu gibt man unter Rühren 6,4 g Schwefel. Bei 125° C tropft man dann 40 g a-Chlormethyl-p-chlorphenylthioäther (Kp. ι 910C) zu. Man hält die Temperatur noch 5 Minuten bei 125 bis 13O0C und arbeitet dann, wie im Beispiel 1 beschrieben, auf. Es werden 30 g des neuen Thionophosphorsäureesters vom Kp.0;01 12O0C erhalten.
Analyse:
Berechnet 010,9°/,,
S 19,5
Beispiel 3
— s-CH, -ο — p;
,OC2H5
^OC2H5
An der Ratte zeigt die neue Verbindung eine D L50 von 100 mg/kg.
Blattläuse werden noch bei einer Konzentration von 0,001 °/0 zu 90 % abgetötet, Spinnmilben bei. einer Konzentration von 0,01 % zu 100 °/0. Das Präparat zeigt bei einer Konzentration von 0,1 °/0 eine starke systemische Wirkung. Raupen werden in O,i°/„iger Konzentration zu 100% abgetötet.
P 9,5°/ ■
gefunden Cl 11,2%, S 19,46%, P 10,2%
An der Ratte per os zeigt der neue Ester eine D L95 von 5 mg/kg.
Spinnmilben werden in einer Konzentration von 0,001 % zu 100 % abgetötet. Außerdem zeigt die Verbindung dieser Konzentration eine starke ovizide Wirkung. Raupen werden bei einer Konzentration von 0,1 % 100%ig vernichtet. Blattläuse werden mit Konzentrationen von 0,01 % sicher abgetötet.
Beispiel 4
Il
CH,
b— s · CH2 · o —:
OC2H5
OCH5
28 g Ο,Ο-Diäthylphosphit werden in 50 ecm Xylol gelöst. Dazu gibt man unter Rühren 6,4 g Schwefel. Dann tropft man bei 1250C 46 g a-Chlormethyl-(3,4-dichlorphenyl)-thioäther (Kp11 12O0C) zu. Man hält 10 Minuten bei 130 bis 1350C und arbeitet dann in der vorher beschriebenen Weise auf. Es werden 65 g des neuen Esters als schwachgelbes wasserunlösliches Öl erhalten. Unter einem Druck von 0,01 mm Quecksilbersäule läßt sich der Ester nur unter Zersetzung destillieren.
Analyse:
Berechnet S 17,4%, P 8,5 %;
gefunden S 16,7%, P 8,9 %.
28 g Ο,Ο-Diäthylphosphit werden in 50 ecm Xylol, gelöst. Man gibt 6,4 g Schwefel dazu und tropft bei 110 bis 115°C 35 g ot-Chlonnethyl-p-methylphenylthioäther (Kp.t 90° C) zu. Dann hält man noch 10 bis 15 Minuten bei 115° C so und arbeitet in üblicher Weise auf. Man erhält 40 g des neuen Esters als wasserlösliches gelbes Öl. Unter einem Druck von 0,01 mm Quecksilbersäule siedet der Ester bei 130 bis 132°C.
Analyse:
Berechnet S 20,9%, P 10,1 <>/0;
gefunden S 21,2%, P 9,8%.
An der Ratte zeigt dieser Ester eine DL50 von 50 mg/kg. Spinnmilben werden bei einer Konzentration von 0,01 % sicher abgetötet. Außerdem zeigt die Verbindung bei dieser Konzentration eine starke ovizide Wirkung. Blattläuse werden noch in einer Konzentration von 0,01 % abgetötet.
35

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung von Tliionophosphorsäureestem, dadurch gekennzeichnet, daß O,O-Dialkylphosphite mit Schwefel und a-Chlormethylthioäthern, gegebenenfalls in Gegenwart eines inerten Lösemittels, bei erhöhten Temperaturen umgesetzt werden.
DEF21920A 1956-12-13 1956-12-13 Verfahren zur Herstellung von Thionophosphorsaeureestern Pending DE1059444B (de)

Priority Applications (6)

Application Number Priority Date Filing Date Title
BE562750D BE562750A (de) 1956-12-13
DEF21920A DE1059444B (de) 1956-12-13 1956-12-13 Verfahren zur Herstellung von Thionophosphorsaeureestern
CH5255657A CH364250A (de) 1956-12-13 1957-11-12 Verfahren zur Herstellung von Thionophosphorsäureestern der a-Oxy-methylthioäther
US696628A US2976312A (en) 1956-12-13 1957-11-15 Process for making thionophosphoric acid esters of alpha-hydroxy-methyl-thioethers
FR1187441D FR1187441A (fr) 1956-12-13 1957-12-03 Esters thionophosphoriques des alpha-hydroxyméthyl-thioéthers et leur procédé de production
GB38895/57A GB867534A (en) 1956-12-13 1957-12-13 Process for the production of thionophosphoric acid esters

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DE1059444B true DE1059444B (de) 1959-06-18

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BE (1) BE562750A (de)
CH (1) CH364250A (de)
DE (1) DE1059444B (de)
FR (1) FR1187441A (de)
GB (1) GB867534A (de)

Families Citing this family (2)

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US3246052A (en) * 1962-12-26 1966-04-12 Universal Oil Prod Co Halogenated aromatic phosphate esters
US3462530A (en) * 1964-06-12 1969-08-19 Stauffer Chemical Co S-chlorophenoxy-methyl,thio,dithio phosphonates or phosphates as insecticides and acaricides

Family Cites Families (5)

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Also Published As

Publication number Publication date
BE562750A (de)
FR1187441A (fr) 1959-09-10
CH364250A (de) 1962-09-15
GB867534A (en) 1961-05-10
US2976312A (en) 1961-03-21

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