DE1058866B - Umhuellung bzw. Armierung aus Metall fuer Gefaesse aus Kunststoff - Google Patents
Umhuellung bzw. Armierung aus Metall fuer Gefaesse aus KunststoffInfo
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Description
- Umhüllung bzw. Armierung aus Metall für Gefäße aus Kunststoff Gefäße aus Kunststoff sind in den verschiedensten Formen und für die verschiedensten Verwendungszwecke bekannt. Für viele Verwendungszwecke besitzen diese Gefäße jedoch nicht die erforderliche mechanische Festigkeit. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Gefäße in rauhen Betrieben verwendet werden sollen. Bisher hat man. in derartigen Betrieben metallische Gefäße benutzt, die wegen ihres großen Gewichts und der Anfälligkeit durch Korrosion nachteilig waren. Dies gilt beispielsweise besonders fiir Milchkannen aus Metall, bei denen die erforderliche Verzinnung nach 3 bis 4 Monaten erneuert werden mußte.
- Bei Gefäßen aus metallischen Werkstoffen hat man Armierungen am Gefäß durch eine Verformung des Gefäßes selbst gehalten. Beispielsweise ist es bekannt, bei Transporteimern aus Aluminium das Gefäßmaterial in eine Kehlung der Armierung einzupressen oder die Armierung durch Löten, Nieten am Gefäß zu befestigen.
- Derartige Armierungen sind sehr aufwendig und für die Massenfertigung von Gefäßen nicht geeignet.
- Auch können die bekannten Armierungen bei Gefäßen aus Kunststoff nicht verwendet werden, da man dort vorteilhafterweise jede nachträgliche Verformung des Gefäßes vermeiden will.
- Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die ge nannten Nachteile zu vermeiden und eine Umhüllung bzw. Armierung aus Metall für Gefäße aus Kunststoff zu schaffen, durch welche es in einfachster Weise möglich wird, Kunststoffgefäße leichter Bauweise bei geringstem Aufwand so auszugestalten, daß sie allen mechanischen und chemischen Beanspruchungen gewachsen sind. Erfindungsgemäß ist auf das fertige Gefäß ohne dessen Verformung eine aus leicht konisch ausgebildeten ring- oder topfförmigen Teilen, insbesondere aus Stahlblech, bestehende Armierung aufgebracht, die infolge ihrer Elastizität mit Ansätzen in Vertiefungen oder hinter Vorsprünge des Gefäßes eingreift. Vorteilhafterweise wird die Umhüllung mit eingezogenem Boden ausgebildet, wobei der am Gefäßboden eng anliegende topfförmige Teil der Umhüllung auch die an den Boden anschließenden Seitenflächen bedeckt und in diesen verankert ist. Die Umhüllung bzw. Armierung kann in der Nähe des Gefäßes mit Handgriffen versehen sein.
- Das Gefäß selbst kann aus verschiedenen Kunststoffen, beispielsweise auf der Basis von Cellulose-Acetat oder Polyamiden, bestehen.
- Besonders vorteilhaft ist es, eine Milchkanne oder eine Gasflasche gemäß der Erfindung herzustellen.
- In den Figuren ist die Erfindung an zwei Beispielen erläutert.
- Fig. 1 zeigt eine Milchkanne, Fig. 2 eine Gasflasche, die beispielsweise im Haushalt als Propan-Butan-Gasbehälter verwendet werden kann.
- In Fig. 1 ist schematisch eine Milchkanne 1 aus Kunststoff dargestellt, die im wesentlichen die bisherige Form, nämlich einen zylindrischen Hohlkörper mit konischem Abschluß, aufweist. Der Boden2 ist eingezogen ausgebildet und von einer eng anliegenden Armierung 3 aus Blech umgeben, welche auch die unteren anschließenden Seitenflächen 4 der Milchkanne umfaßt. Die Armierung 3 ist somit topfförmig gestaltet und nach ihren freien Enden leicht konisch ausgebildet, so daß sie infolge ihrer Elastizität mit Ansätzen 5 in eine entsprechende Nut 6 in der Außenwandung des Kunststoffgefäßes 1 eingreift. Hierdurch ist die Armierung fest mit dem Gefäß verbunden und bildet einen sicheren Schutz für den unteren Teil der Milchkanne.
- Der obere Teil der Milchkanne weist einen konischen Teil 7 auf, an welchen sich der Hals 8 der Kanne anschließt, der durch einen Deckel 9 verschlossen ist.
- Der Deckel 9 und der Hals 8 der Kanne können mit ringförmigen Rillen und Wülsten versehen werden, wodurch ein sicherer dichter Verschluß erreicht wird.
- Der konische Teil 7 ist mit einer ringförmigen Armierung 10 umgeben, die nach unten zu einen zylindrischen Teil 11 aufweist, der ebenfalls leicht konisch nach innen gestaltet ist und mit Ansätzen 12 in entsprechende Nuten 13 der Milchkanne eingreift und so die Armierung 10 fest mit der Kanne 1 verbindet. Die Armierung weist zwei Haltegriffe 14 und 15 auf, die den Transport der Kanne erleichtern.
- Die Milchkanne kann aus einem Kunststoff auf der Basis von Cellulose-Acetat oder Polyamiden bestehen.
- Die Armierungen 3 und 10 können aus Stahlblech gebildet und in ihrer Stärke relativ dünn sein, eventuell ein Drittel der Stärke der Wandung der Kanne 1 betragen. Die Herstellung der Kanne selbst aus Kunststoff kann im Strangpreßverfahren oder durch Blasen erfolgen.
- Die Fig. 2 zeigt eine Gasflasche, wie sie beispielsweise als Behälter für Propan-Butan-Gas im Haushalt verwendet werden kann. Bisher hat man für diese Zwecke sehr schwere Stahlflaschen verwenden müssen.
- Auch hier ist ein einteiliger Knnststofffiaschenkörper 16 vorhanden, der vollständig mit einer dreiteiligen Armierung 17, 18 und 19 umgeben ist. Der Boden 20 ist ebenfalls wie in Fig. 1 eingezogen ausgebildet und mit einem topfförmigen Teil 17 umgeben. Daran anschließend ist eine zylindrische Armierung 18 vorgesehen, an welche sich die Armierung 19 für den oberen Teil anschließt, die mit Henkeln 21, 22 versehen ist und auch den Flaschenhals 23 abschließend umgibt.
- Sämtliche Teile der Armierung bzw. Umhüllung der Flasche bestehen aus Stahlblech und sind leicht konisch ausgebildet, so daß sie mit ihren Ansätzen 24> 25 und 26 in entsprechende Nuten 27 und 28 der äußeren Flaschenwand 16 eingreifen. Der Abschluß der Flasche erfolgt in an sich bekannter Weise durch ein Schraubventil 29.
- PATENTANSPROCHE: 1. Umhüllung bzw. Armierung aus Metall für Gefäße aus Kunststoff, z. B. Kannen oder Flaschen, dadurch gekennzeichnet, daß auf das fertige Gefäß ohne dessen Verformung eine aus leicht konisch ausgebildeten ring- oder topfförmigen Teilen, insbesondere aus Stahlblech, bestehende Armierung aufgebracht ist, die infolge ihrer Elastizität mit Ansätzen in Vertiefungen oder hinter Vorsprünge des Gefäßes eingreift.
Claims (1)
- 2. Umhüllung bzw. Armierung für Gefäße mit eingezogenem Boden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der am Gefäßboden eng anliegende topfförmige Teil der Umhüllung bzw.Armierung auch die an den Boden anschließenden Seitenflächen bedeckt und in diesen verankert ist.3. Umhüllung bzw. Armierung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie in der Nähe des Gefäßhalses mit Haltegriffen versehen ist.In Betracht gezogene Druckschriften: Schweizerische Patentschrift Nr. 202 532; deutsche Patentschriften Nr. 506 617, 812037.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP17974A DE1058866B (de) | 1957-02-15 | 1957-02-15 | Umhuellung bzw. Armierung aus Metall fuer Gefaesse aus Kunststoff |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1058866B true DE1058866B (de) | 1959-06-04 |
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ID=7366790
Family Applications (1)
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Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE1058866B (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE506617C (de) * | 1928-08-11 | 1930-09-06 | Frederiksberg Metalvarefabrik | Befestigung des Fussringes an Transporteimern aus Aluminium, Leichtmetall u. dgl. |
| CH202532A (de) * | 1937-12-24 | 1939-01-31 | Ritter Heinrich | Gefäss aus Aluminium mit Verstärkungsring und Verfahren zu seiner Herstellung. |
| DE812037C (de) * | 1948-09-02 | 1951-08-27 | Franz Remy | Deckel oder Stopfen fuer Milchkannen oder andere Behaelter |
-
1957
- 1957-02-15 DE DEP17974A patent/DE1058866B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| DE812037C (de) * | 1948-09-02 | 1951-08-27 | Franz Remy | Deckel oder Stopfen fuer Milchkannen oder andere Behaelter |
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