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Vorrichtung zum Einspritzen von Brennstoff in den Zylinder einer Brennkraftmaschine
und Brennstoffzuführanlage für mehrzylindrige Brennkraftmaschinen Die Erfindung
betrifft eine Vorrichtung zum Einspritzen von Brennstoff in den Zylinder einer Brennkraftmaschine
mit einem im Takt der Brennkra.ftmaschine mechanisch angetriebenen Pumpenkolben
konstanten Hubes, dessen Pumpenzylinder einen vom Pumpenkolben gesteuerten Brennstoffeinlaß,
durch welchen eine nach Maßgabe des Druckes im Zubringersystem bestimmte Brennstoffladung
eintritt, sowie einen Brennstoffauslaß aufweist, welcher zugleich Düsenaustrittsquerschnitt
ist, durch den die Brennstoffladung in den Zylinder der Brennkraftmaschine eingespritzt
wird, indem der Pumpenkolben den Rauminhalt des Pumpenarbeitsraumes bis auf Null
verringert.
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Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art wird die die Einspritzmenge
bestimmende Drosselwirkung durch ein federbelastetes Ventil erzeugt. Solche beweglichen
Glieder neigen zu Funktionsstörungen, insbesondere infolge von Abnutzung im Laufe
der Betriebszeit. Auch ist die Erzielung genau gleicher Brennstoffeinspritzmengen
bei allen Einspritzvorrichtungen einer mehrzylindrigen Maschine mit gewissen Schwierigkeiten
verbunden. Bei den bekannten Vorrichtungen besteht außerdem die Gefahr, daß vom
Brennraum aus in die Brennstoffzuführkanäle hinter dem Ventil, insbesondere beim
Betrieb mit hoher Drehzahl und kleiner Last, wie er beim Bergabfahren auftritt,
hineingelangtes Gas die genaue Bemessung der Brennstoffladung stört und daß der
Motor beim Wiederöffnen der Drosselklappe nicht sofort anspricht.
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Die Erfindung beseitigt die genannten Mängel, wobei sie von einem
bei mechanisch gesteuerten Einspritzventilen bekannten Brenustoffkreislaufsystem
Gebrauch macht, dadurch, daß die die Brennstoffladung bestimmende Wirkung durch
den als Meßöffnung wirkenden Brennstoffeinlaß erzeugt wird, dem in an sich bekannter
Weise in Strömungsrichtung des Brennstoffes eine den Pumpenzylinder umgebende Ringkammer
vorgelagert ist, welche mit dem Brennstoffzuführkanal und einem Brelinstoffrückführungskanal
verbunden ist, in welchem eine den Brennstoffdruck vor der Meßöffnung mitbestimmende
Verengung angeordnet ist.
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Eine Brennstoffeinspritzanlage für mehrzylindrige Brennkraftmaschinen,
bei der jede Einspritzvorrichtung in dieser Weise ausgebildet ist, kennzeichnet
sich dadurch, daß zur Zuführung des Brennstoffes unter Druck eine an sich bekannte
Einrichtung dient, welche aus einer kontinuierlich fördernden Pumpe, einem Druckregler
sowie je einer allen Einspritzvorrichtungen gemeinsamen Brennstoffzuführ- und -rückführleitung
besteht.
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Andere Ziele und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden
Beschreibung an Hand der Zeichnungen. In den Zeichnungen ist Fig.l eine Seitenansicht
eines Brennstoftzuführaufbaues für die erfindungsgemäße Vorrichtung, Fig. 2 eine
im Schnitt dargestellte vergrößerte Ansicht des links liegenden Endes des in Fig.1
dargestellten Aufbaues, Fig. 3 ein lotrechter Längsschnitt des in Fig. 1 dargestellten
Aufbaues nach Linie 3-3 der Fig. 2, Fig. 4 ein senkrechter Querschnitt nach Linie
4-4 der Fig. 3, Fig. 5 eine schematische Darstellung der vollständigen Anlage, Fig.
6 bis 9 sind Darstellungen verschiedener Stellungen des reglergesteuerten Organs,
das einen Teil des in Fig. 1 dargestellten Aufbaues bildet, Fig. 10 und 11 sind
Längsschnitte durch eine Einspritzvorrichtung gemäß der Erfindung, deren Teile in
verschiedenen Stellungen dargestellt sind, und
Fig. 12 und 13 sind
den Fig. 10 und 11 entspre-@hende Schnitte einer abgeänderten Ausführungsform.
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Wie Fig. 5 zeigt, führt von dem Brennstoffvorratsbehälter 10 eine
Leitung 11 zur Pumpe 12, die vorzugsweise eine Zahnradpumpe ist. Die Zahnradpumpe
12 wird von dem Motor angetrieben und liefert daher eine Fördermenge, die sich mit
der Drehzahl des Motors ändert. Ein handbetätigtes Ventil 13 schaltet gewünschtenfalls
den Motor ab und kann zwischen dem Behälter 10 und der Pumpe 12 in die Leitung 11
ein-,-eschaltet sein.
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Der von der Pumpe geförderte Brennstoff strömt in aer Leitung 14 über
ein Filter 15 zu einem Druckregler 16. Dieser Druckregler 16 führt einen Teil des
von der Pumpe geförderten Brennstoffes über eine Umgehungsöffnung 17 in eine Leitung
20 zu der Ansaugseite der Pumpe zurück.
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Von dem Druckregler 16 strömt der Brennstoff in eine Leitung 21 zu
einer von Hand betätigten Drossel 22. Die Drossel kann zwischen zwei Stellungen
verschoben werden, nämlich einer Leerlaufstellung und °iner Drosselvollstellung.
Die Drossel 22 hat einen 2uerkanal 23, der in allen Stellungen der Drossel mit ,er
Leitung 21 in Verbindung steht und mit einem Ablaufkanal 24 ausgerichtet werden
kann, der Brennstoff dem Motor bei oberhalb der Leerlaufdrehzahl liegenden Drehzahlen
zuführt. Durch Drehen der Drossel 22 kann die Verbindung zwischen den Kariälen 23
und 24 allmählich verkleinert werden, indem Sie Drossel zur Leerlaufstellung bewegt
wird. Die Verbindung ist abgeschaltet, wenn die Drossel ihre Leerlaufstellung erreicht.
Damit der Motor bei Leerlaufstellung arbeitet, hat die Drossel einen Längskanal
25, der mit dem einen Ende des Querkanals 23 in Verbindung steht. Der Längskanal
25 mündet in --inen in der Drossel befindlichen Ringkanal 26, der finit einem
Kanal 27 verbunden ist.
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Der durch die Kanäle 24 und 27 strömende Brennstoffstrom wird von
einem Organ 30 geregelt. Das Or-;an 30 wird von einem Fliehkraftregler betätigt,
der vom Motor getrieben wird und aus dem Schieber-;ehäuse 31 und einem beweglichen
Schieber 32 besteht. Bei Erhöhung der Motordrehzahl versucht der Regler, den Schieber
32 nach rechts, gesehen in Fig. 5, nitgegen der Wirkung einer Federeinrichtung 33
zu schieben.
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Das Schiebergehäuse 31 hat einen Leerlaufzuführkaiial34, der mit dem
Kanal 27 verbunden ist, und -inen Arbeitszuführkanal35, der mit dem Kanal
24 verbunden ist. Der Schieberkörper 31 hat ferner einen Ablaufkanal 36, der wie
die Kanäle 34 und 35 in eine Bohrung des Schiebergehäuses mündet. Der Schieber 32
hat in der Nähe der Kanäle 34, 35 und 36 einen im Durchmesser verminderten Abschnitt
37, der eine Verbindung zwischen den Zuführkanälen 34 bzw. 35 und dem Ablaufkanal
36 herstellt.
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Die Bewegung des Schiebers 32 erfolgt unter Steuerung des Reglers
und der Federeinrichtung 33 in solcher Weise, daß, wenn die Drossel 22 sich in Leerlaufstellung
befindet, d. h. keine Verbindung zwischen den Kanälen 23 und 24 besteht, die auf
dem Schieber 32 befindliche Schulter 40 den Brennstoffstrom durch den L.eerlaufzuführkanal34
steuert. Wenn die Maschine die Leerlaufdrehzahl übersteigen will, schaltet die Schulter
40 den aus dem Zuführkanal 34 kommenden Zustrom ab und verhütet dadurch, daß die
Drehzahl des Motors über diese Leerlaufdrehzahl steigt. Wenn die Drehzahl des Motors
verkleinert wird, bewegt sich der Schieber nach links und öffnet den Kanal 34 wieder,
so daß ein Brennstoffstrom aus dem Kanal 34 in den Kanal 36 strömt. Wird die Drossel
22 in eine oberhalb ihrer Leerlaufdrehzahl befindliche Stellung geschoben, so verschiebt
der Regler infolge der erhöhten Motordrehzahl den Schieber 32, um den Kanal 34 zu
schließen, wobei iedoch Brennstoff aus der Drossel in den Kanal 24 und den Zuführkanal
35 strömt.
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Aus dem Kanal 36 strömt Brennstoff durch einen Kanal 41 zu
einer gemeinsamen Sammelleitung 42, die mit allen Einspritzvorrichtungen 43 verbunden
ist. Der Überschuß des Brennstoffes wird durch eine den Vorrichtungen 43 gemeinsame
Rückleitung 44 und über eine Leitung 45 in den Behälter 10 zurückgeleitet.
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Das reglergesteuerte Organ 30 hat einen Ablaufkanal 46, der von dem
Schieber 32 geöffnet wird. wenn dieser seine Stellung für höchste Drehzahl einnimmt.
In dieser Stellung ist der Brennstoffstrom durch den Zuführkanal35 hindurch von
der Schulter 40 unterbrochen, und es besteht eine Verbindung zwischen dem Ablaßkanal
46 und dem Kanal 36 durch den im Durchmesser kleineren Abschnitt 37 des Schiebers
32. Der Ablaßkanal 46 mündet in das Gehäuse des Brennstoffzuführbauteils. Der aus
dem Gehäuse überfließende Brennstoff wird mittels eines Nippels 47 abgeleitet, der
mit der Leitung 45 verbunden ist, die den Brennstoff in den Behälter 10 zurückführt.
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Wenn der durch den Zuführkanal 35 strömende Brennstoffstrom von dem
Schieber 32 unterbrochen worden ist, arbeitet die Pumpe natürlich noch, und der
von der Pumpe geförderte Brennstoff erzeugt einen erhöhten Druck an dem Druckregler
16. Damit dieser Brennstoff abgelassen werden kann und übermäßige Drücke vermieden
werden, hat der Druckregler 16 eine Ablaßöffnung 50, die unter dem an diesem Zeitpunkt
bestehenden Druck ermöglicht, daß die gesamte Fördermenge der Pumpe über die Leitung
20 der Saugseite der Pumpe wieder zugeführt wird.
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Aus der vorstehenden Beschreibung ist der allgemeine Aufbau der Brennstoffzuführanlage
ersichtlich. Der eigentliche Aufbau dieser Anlage ist in den Fig. 1 bis 4 dargestellt
und enthält einen Brennstoffzuführbauteil, in welchem die Pumpe 12, der Druckregler
16, die Drossel 22 und das reglerbetätigte Organ 30 eingebaut sind. Der Bauteil
ist über die Leitung 11 mit dem Behälter 10 und über die gemeinsame Sammelleitung
42 mit den Einspritzvorrichtungen verbunden. Der Aufbau ist mittels des Anschlusses
47 mit der Rückleitung 45 verbunden.
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Der Aufbau (Fig. 1 bis 4) hat ein Gehäuse 51 mit einem Mittelabschnitt
52 und einem Endabschnitt 53. Die Pumpe 12 ist in einem besonderen Gehäuse 54 (Fig.
1 und 3) untergebracht, kann also zur Untersuchung leicht abgenommen werden, ohne
daß der gesamte Aufbau auseinandergenommen werden muß.
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Die Pumpe 12 ist eine Zahnradpumpe, die mittels einer Welle 55 angetrieben
wird, deren eines Ende in den Mittelabschnitt 52 des Hauptgehäuses ragt und eine
Kupplung 56 trägt, die eine Verbindung mit der Hauptantriebswelle 57 herstellt.
Die Hauptantriebswelle 57 erstreckt sich durch den Mittelabschnitt 52 und den Endabschnitt
53 hindurch und trägt an ihrem Außenende eine von dem Motor getriebene Kupplung
60. Die Saugöffnung der Pumpe 12 ist mit dem Behälter 10 über die Leitung 11 verbunden,
in der ein Abschlußventil 13 (Fig. 1) eingebaut ist.
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Soll ein Tachometer mit dem Motor verbunden werden, so wird der Antrieb
für das Tachometer von der Welle 57 abgeleitet. Zu diesem Zweck ist dann ein Schraubenrad
58 innerhalb des Mittelgehäuses 52 auf der Welle 57 (Fig. 2 und 3) befestigt und
steht im
Eingriff mit einem auf dem unteren Ende der nach oben sich
erstreckenden Tachometerantriebswelle 59 (Fig. 2) befestigten Ritze].
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Der Auslaß der Pumpe 12 ist mit einer Leitung 61 verbunden, die zu
einer Ausbohrung 62 des Gehäuses 52 führt. Ein Filter 15 ist in diese Ausbohrung
62 eingesetzt. Aus dem Filter 15 fließt der Brennstoff in eine Leitung 63 (Fig.
4) des Hauptgehäuses 52, die zum Innenende einer in dem Mittelgehäuse 52 vorgesehenen
und den Druckregler 16 aufnehmenden Bohrung 64 führt. Das Außenende der Bohrung
64 hat eine Erweiterung 65. Der Druckregler besteht aus einer Büchse 66, die in
dem Innenabschnitt der Bohrung 64 gelagert ist und einen Flansch 67 hat, der sich
in der Erweiterung 65 aufsetzt. Die Büchse 66 wird in ihrer Lage von einer becherförmigen
Kappe 70 gehalten. Innerhalb der Büchse gleitet ein rohrförmiger Regler 71, dessen
Innenende zum Innenraum der Bohrung 64 offen ist, so daß der dem Kanal 63 zugeführte
Brennstoff in den Innenraum des Reglers 71 einströmen kann. Der Regler 71 hat einen
Flansch 72, der sich auf den Flansch 67 der Büchse 66 aufsetzt und an diesen Flansch
mittels einer Feder 73 angedrückt wird, die innerhalb der becherförmigen Kappe 70
liegt. Die Nebenschlußöffnung 17 des Druckreglers wird in dem Regler 71 von mehreren
radialen Öffnungen gebildet, deren Querschnittsfläche mittels eines Stiftes 74 einstellbar
ist, der in das Außenende des Reglers 71 eingeschraubt ist und dessen Innenende
sich in die Nähe der die Nebenschlußöffnung 17 bildenden Öffnungen erstreckt.
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Bei dieser Ausführung will der Druck des Brennstoffes, der von der
Pumpe 12 zugeführt wird und in das Innenende der Bohrung 64 eintritt, den Regler
71 nach rechts, gesehen in Fig. 4, gegen den Druck der Feder 73 verschieben, bis
sich die Nebenschlußöffnung 17 zur rechten Seite des auf der Büchse 66 befindlichen
Flansches 67 bewegt hat, so daß ein Teil des Brennstoffes über den Innenraum des
Reglers 71 und die Öffnung 17 zu dem Innenraum der Kappe 70 geleitet wird. Die Kappe
70 hat einen Schlitz 75, der mit dem Kanal 20 (Fig.3) in Verbindung steht. Dieser
Kanal 20 ist in dem Mittelabschnitt 52 vorgesehen und führt zu der Ansaugseite der
Pumpe 12, so daß der in der Umgehungsleitung fließende Brennstoff auf diese Weise
zur Saugseite der Pumpe zurückgeführt wird. Der Regler 71 hat auch eine Ablaßleitung
50, die bei genügend weiter Verschiebung des Reglers 71 nach rechts, gesehen in
Fig. 4, ermöglicht, daß die gesamte Förderung der Pumpe 12 zur Ansaugseite der Pumpe
zurückgeführt wird.
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Der an dem Druckregler vorbeifließende Brennstoff wird über die Leitung
21 (Fig. 4) zur Drossel 22 geführt. Die Drossel 22 ist in einer Bohrung 80 des Mittelabschnittes
52 gelagert und enthält eine in dem Gehäuse des Mittelabschnittes befestigte Büchse
81. Innerhalb der Büchse ist die Drossel 82 drehbar, die an einem Ende zur Außenseite
des Gehäuses vorsteht und dort einen Hebelarm 83 trägt, mittels dessen die Drossel
82 verdreht werden kann. Die Büchse 81 hat eine mit dem Kanal 21 ausgerichtete Öffnung
84 zur Aufnahme von Brennstoff. Die Büchse 81 hat auch eine mit dem Kanal 24 ausgerichtete
Öffnung 85 zur Weiterleitung des Brennstoffes für oberhalb der Leerlaufdrehzahl
liegende Motordrehzahlen und hat außerdem eine Öffnung 86, die mit dem Kanal 27
ausgerichtet ist, um Brennstoff bei Leerlaufdrehzahl zuzuführen. Die Öffnung 84
steht mit dem Längskanal 25 in Verbindung, der durch eine auf der Drossel 82 befindliche
Abflachung gebildet wird, so daß also der Kanal 25 bei allen Stellungen der
Drossel 82 an der Öffnung 84 offen ist. Der Querkanal 23 in der Drossel 82 stellt
eine Verbindung zwischen den Öffnungen 84 und 85 her, hat jedoch gegenüber der Öffnung
85 eine solche Abmessung, daß bei der Drehung der Drossel 82 auf Leerlaufstellung
der Kanal 23 mit der Öffnung 85 nicht ausgerichtet ist und kein Brennstoff durch
diesen Kanal 23 hindurchströmen kann. Wird dagegen die Drossel 82 in ihre voll geöffnete
Stellung bewegt, so ist der Querkanal 23 der Öffnung 85 gegenüber voll geöffnet.
Durch die Drehbewegung der Drossel 82 kann auf diese Weise der Brennstoffstrom zum
Motor entsprechend dem Querschnitt gesteuert werden, den der Querkanal 23 mit der
Öffnung 25 bildet, so daß also die Handdrossel die Drehzahl des Motors zwischen
Leerlaufdrehzahl und Höchstdrehzahl regeln kann.
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Die Abflachung 25 erstreckt sich in Längsrichtung bis zu einem Abschnitt
87 verringerten Durchmessers, von dem der Ringkanal 26 gebildet wird, der eine Verbindung
zwischen dem Längskanal 25 und der mit dem Kanal 27 ausgerichteten Öffnung 86 herstellt.
Der Brennstoff kann also auf diese Weise aus dem Kanal 21 über die Öffnung 84, den
Kanal 25, den Ringkanal 26 zur Öffnung 86 und zum Kanal 27 strömen, um den Motor
auf Leerlaufdrehzahl zu halten.
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Das reglergesteuerte Organ 30 (Fig. 3 und 4) besteht aus einem Körper
oder Gehäuse 31 und einem beweglichen Schieber 32. Der Schieber 32 kann mittels
eines Reglers 90 verschoben werden, wobei der Bewegung des Schiebers 32 durch den
Regler mittels der Federeinrichtung 33 entgegengewirkt wird.
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Der Regler besteht im vorliegenden Falle aus zwei Gewichten 91, die
am Drehpunkt 92 am Träger 93 drehbar gelagert sind. Der Träger 93 ist auf einer
Welle 94 befestigt, die in einem Lager 95 im Endabschnitt 53 des Gehäuses drehbar
gelagert ist. Die Welle 94 ragt in den Innenraum des Mittelabschnittes 52, in dem
sich der Träger 93 befindet. Der Antrieb der Welle 94 erfolgt von der Hauptwelle
57 mittels eines Ritzels 96, das auf der Welle 94 in der Nähe des Trägers aufgesetzt
ist und mit einem von der Hauptwelle 57 getragenen Zahnrad 97 im Eingriff steht.
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Die Reglergewichte 91 haben einwärts gerichtete Arme 100, die an einem
Ring 101 anliegen, der auf dem benachbarten Ende des Schiebers 32 so befestigt ist,
daß dieser nach rechts, gesehen in Fig. 3, bewegt wird, wenn infolge der Erhöhung
der Drehzahl eine Bewegung der Gewichte 91 nach außen erfolgt. Um ein Kleben des
Schiebers 32 in dem Ventilkörper 31 zu verhindern, wird der Schieber 32 ständig
in Umlauf gesetzt. Zu diesem Zwecke trägt der Ring 101 des Ventils 32 zwei Flansche
102, die die Innenenden der Arme 100 auf beiden Seiten umfassen und auf diese Weise
durch den Umlauf des Trägers 93 gedreht werden.
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Der Regler soll den Brennstoffstrom im Motor bei Leerlaufdrehzahl
regeln und soll den Brnnstoffstrom bei höchster Motordrehzahl begrenzen. Dieses
Ziel wird durch die besondere Ausbildung der Federeinrichtung 33 erreicht. Die Federeinrichtung
33 besteht aus einem zylindrischen Gehäuse 103, das auf dem Hauptabschnitt 52 befestigt
ist. Innerhalb des Gehäuses 103 gleitet eine Büchse 104, die einen Kolben 105 trägt,
der an der Stirnseite des beweglichen Schiebers 32 anliegt. Die Büchse 104 hat an
ihrem Außenende einen abgesetzten Teil 106, gegen dessen Schulter 107 sich
eine Feder 110 legt, die innerhalb des Außenendes des Gehäuses 103 untergebracht
ist. Das andere Ende der Feder 110 stützt sich gegen einen
Ln dem
Außenende des Gehäuses 103 verankerten Zing 111. Innerhalb der Büchse 104 liegt
eine zweite eder 112, die sich mit dem einen Ende an den Kolben 105 und mit
ihrem anderen Ende gegen eine auf die schraube 114 aufgeschobene Unterlegscheibe
113 ab-;tützt. Die Schraube 114 ist in das Außenende des ab-;esetzten Abschnittes
106 der Büchse 104 ein-;eschraubt. Das Gehäuse 103 ragt über den Mittelibschnitt
52 hinaus und wird von einer Haube 118 tbgedeckt, die lösbar an dem Abschnitt 52
befestigt st, so daß die Schraube 114 zum Einstellen der Leeraufdrehzahl leicht
zugänglich ist.
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Die Feder 112 wirkt der Bewegung des Schiebers 32 durch den Regler
bei Leerlaufdrehzahl entgegen, während die Feder 110 von dem Regler zusammen-;edrückt
wird, wenn die Drehzahl des Motors ihren Höchstwert erreicht. Läuft der Motor mit
Leerlaufdrehzalil, dann ist die Feder 113 so stark, daß die furch die Bewegung der
Reglergewichte 91 hervor-Zerufene Bewegung des Schiebers 32 auf eine so große Strecke
begrenzt ist, daß die auf dem Schieber 32 be-Sndliche Schulter 40 den Brennstoffstrom
durch den für Leerlaufdrehzahl bestimmten Zufuhrkanal 34 hindurch bei der gewünschten
Leerlaufdrehzahl unterbricht. Die Einstellungen der Motordrehzahl, bei der diese
Unterbrechung erfolgt, kann durch Drehen der in die Büchse 104 eingeschraubten Schraube
114 geregelt werden, um den von der Feder 112 ausgeübten Druck zu ändern.
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Wenn die Drossel 22 über ihre Leerlaufstellung hinausgeschoben wird,
um die Motordrehzahl zu-erhöhen, genügt die Wirkung der Fliehgewichte 91 des Reglers,
um die Feder 112 durch Verschiebung des Kolbens 105 nach rechts, gesehen in Fig.
3, weiter zusammenzudrücken. Bei einerDrehzahl, die etwas oberhalb der Leerlaufdrehzahl
liegt, ist der Kolben 105 so weit nach rechts geschoben worden, daß er an einer
innerhalb der Büchse 104 geformten Innenschulter 115 anliegt. Die Kraft der Reglergewichte
zur weiteren Erhöhung der Motordrehzahl wird also auf die Büchse 104 ausgeübt, da
der Kolben 105 an der Büchse 104 anliegt. Der Bewegung des Kolbens 105 unter der
Wirkung der Reglergewichte wirkt die Feder 110 entgegen. Sobald die Drehzahl des
Motors sich einem vorbestimmten Höchstwert nähert, überwindet die von den Reglergewichten
ausgeübte Kraft den Druck der Feder 110, so daß sich das Ventil 32 weiter nach rechts.
gesehen in Fig.3, bewegen kann, um den Brennstoffstrom durch den Zuführkanal35 zu
unterbrechen.
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Der Körper 31 des reglerbetätigten Organs hat die Form eines Zvlinders.
der mit einem Paßsitz in einer Bohrung im Innenraum des Hauptabschnittes 52 des
Zuführgehäuses liegt. Das Gehäuse 103 der Federeinrichtung 33 ragt ebenfalls in
die Bohrung und hat einen Flansch 116, der in den Boden der Bohrung eingesetzt ist
und von dem Körper 31 in seiner Stellung gehalten wird. Der Schieber 32 ragt durch
eine in dem Körper 31 befindliche Bohrung 117 hindurch und verbindet auf diese «'eise
den Regler 90 mit der Federeinrichtung 33. Der Zuführkanal 34 für die Leerlaufdrehzahl,
der bereits bei der schematischen Ansicht nach Fig. 5 beschrieben worden ist, ist
auch in Fig. 3 ersichtlich und mündet in die Bohrung 117, so daß der Strom durch
diesen Kanal von der Schulter 40 des Schiebers 32 gesteuert werden kann.
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Der Zuführkanal 35. der in der schematischen Ansicht nach Fig. 5 als
ein einziger Kanal dargestellt ist, besteht in der bevorzugten Form aus einer auf
einer Seite des Körpers 31 befindlichen Quernut 120 (Fig.4). Die in dem Mittelgehäuseabschnitt
52 befindliche Bohrung, in der der Körper 31 gelagert ist, schneidet den Kanal 24,
der von der Drossel 22 ausgeht, so daß die Quernut 120 einen Brennstoffstrom von
dem Kanal 24 in den Körper 31 zuläßt. Von der Quernut 120 gehen mehrere gebohrte
Radialöffnungen 121 aus, die in die Bohrung 117 münden, in der der Schieber 32 gelagert
ist. Der auf dem Schieber 32 befindliche abgesetzte Teil 37 liegt an den
Innenenden der radialen Bohrungen 121, so daß der Brennstoff um diesen im Durchmesser
verkleinerten Abschnitt herumströmen kann.
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Der in dem Schieber 32 vorhandene Zuströmkanal 36 wird ebenfalls durch
mehrere radiale gebohrte Öffnungen 112 gebildet, die auf der gegenüberliegenden
Seite der Bohrungen 121 des Körpers von der Bohrung 117 ausgehen. Die Bohrungen
122 münden in eine zweite Ouernut 123 des Körpers 31. Der Mittelabschnitt 52 des
Gehäuses hat einen Kanal 41, der von der Quernut 123 zuerst in waagerechter Richtung
und dann in lotrechter Richtung in dem Gehäuse 52 verläuft und mit einer Leitung
124 in Verbindung steht, die zu der den Einspritzvorrichtungen gemeinsamen Sammelleitung
42 führt.
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Der Körper 31 enthält auch den Ablaßkanal 46, der den Brennstoff aus
dem Kanal 41 abläßt, wenn der Schieber 32 durch den Regler verschoben wird, um den
Brennstoffstrom von den Zuführkanälen 121 zu unterbrechen. Der in dem Körper 31
befindliche Kanal 46 (Fig. 3) verläuft von der Lagerbohrung 117 für das Ventil 32
zu einem in dem Körper 31 geformten Kanal 125, der sich in Längsrichtung dieses
Körpers erstreckt und in den Innenraum des Gehäuses 52 mündet. Wenn die Schulter
40 des Schiebers 32 den Brennstoffstrom unterbricht, der durch den die Bohrung 121
enthaltenden Kanal 35 hindurchfließt, wird der Kanal 46 von dem Schieber 32 geöffnet,
so daß der Druck des Brennstoffes in der zu den Einspritzvorrichtungen führenden
Leitung 41 durch Ablassen des Brennstoffes in den Innenraum des Gehäuses aufgehoben
werden kann. Der auf diese Weise in das Gehäuse abgelassene Brennstoff zusammen
mit dem nach dem Durchsickern aufgefangenen Brennstoff füllt den Innenraum des Gehäuses
und kann aus dem an der Oberseite des Mittelabschnittes 52 befindlichen Nippel 47
überfließen, um zu dem Brennstoffbehälter 10 durch die Leitung 45 zurückzufließen,
die auch den von den Einspritzvorrichtungen kommenden Rückfluß aufnimmt.
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Die gemeinsame Sammelleitung 42, von der der Brennstoff allen Einspritzvorrichtungen
43 angeführt wird, ist mit diesen über die Zweigleitungen 126 verbunden, die zu
den innerhalb der Einspritzvorrichtungen geformten Kanälen führen, die sich durch
diese hindurch erstrecken und mittels der Zweigleitungen 127 mit der Rückleitung
44 verbunden sind. Der jede Einspritzvorrichtung durchsetzende Brennstoffkanal besteht
allgemein aus einem Zuführabschnitt, aus einem Mittelabschnitt und aus einem Rückführabschnitt.
Der Zuführabschnitt des Kanals hat in der in den Fig. 10 und 11 gezeigten Form einen
Kanal 130, der ungefähr in Radialrichtung verläuft und mit einem zweiten gebohrten
Kanal 131 verbunden ist, der sich in Längsrichtung erstreckt. Der Kanal 131 mündet
an seinem unteren Ende in einen kleineren Kanal 132, der in das untere Ende des
Körpers 133 der Einspritzvorrichtung ragt und in eine Ringkammer oder einen Ringkanal
134 mündet, der den Mittelabschnitt des vollständigen Kanals bildet. Der Ringkanal
134 ist zwischen einem abgesetzten unteren Ende 135 des Körpers und einer kegelförmigen
Düse 136 gebildet.
Der Körper 133 hat eine in der Mitte gelegene
Kolbenbohrung 140, die an ihrem unteren Ende in eine kegelförmige Brennstoffkammer
141 der Düse 136 mündet. Am unteren Ende hat die Düse 136 einen Mittelvorsprung
142, durch den mehrere kleine radiale Bohrungen 143 gebohrt sind, die von der Brennstoffkammer
ausgehen und die eigentliche Düse zum Einspritzen des Brennstoffes in den Motorzylinder
sind.
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Der Brennstoff wird der in der Düse befindlichen Brennstoffkammer
141 durch eine Meßöffnung 144 hindurch zugeführt, die sich in Radialrichtung von
der Ringkammer 134 durch das untere abgesetzte Ende 135 des Körpers 133 in den Innenraum
der Kolbenbohrung 140 erstreckt. Innerhalb der Kolbenbohrung 140 verschiebt sich
ein Kolben 145 auf und ab, dessen unteres kegelförmiges Ende 146 in die in der Düse
befindliche Brennstoffkammer 141 paßt und diese Kammer völlig ausfüllt, wenn der
Kolben seine in Fig. 10 dargestellte unterste Stellung einnimmt. Während der Auf-
und Abwärtsbewegung des Kolbens 145 wird das untere Kegelende 146 des Kolbens so
weit gehoben (Fig. 11), daß Brennstoff durch die Meßöffnung 144 hindurch in die
Brennstoffkammer 141 eingelassen wird, wobei der Druck des in dem Ringraum 134 vorhandenen
Brennstoffes die Brennstoffmenge bestimmt, die in die Brennstoffkammer 141 einströmt.
Bei der nächsten Abwärtsbewegung des Kolbens 145 wird die _N-Ießöffnung 144 von
dem Kolben geschlossen und der in die Brennstoffkammer 141 eingeströmte Brennstoff
wird durch die in der Düse befindliche Radialbohrung 143 nach außen in den Zylinder
gedrückt.
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Der Rückführabschnitt enthält einen Kanal 150, der sich von dem Ringkanal
134 nach oben erstreckt und an seinem oberen Ende einen im Durchmesser v erkleinerten
Abschnitt oder eine verengte Öffnung 151 aufweist. Diese in dem Rückführabschnitt
des Brennstoffkanals vorhandene Verengung ist in Größe auf das Fassungsvermögen
der Pumpe und die Wirkung des Druckreglers abgestimmt, so daß der gewünschte Druck
in der Ringkammer erhalten wird.
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Es ist unnötig, einen stetigen Brennstofffluß in den Kanälen des Injektors
aufrechtzuhalten, weil ein solcher stetiger Fluß die Anfor derungen an die Pumpe
unnötig erhöhen würde. Ein Strom muß nur dann bestehen, wenn die Meßöffnung 144
von dem Kolben 145 geöffnet ist, und muß auch genügend lange Zeit vor diesem Öffnen
bestehen, damit die gesamte in den Kanälen vorhandene Luft entleert werden kann
und beim Öffnen der Meßöffnung reiner Brennstoff vorhanden ist. Zu diesem Zweck
kann der Rückführabschnitt des Kanals bei der dargestellten Form geöffnet und geschlossen
werden, um abwechselnd den Brennstoffstrom durch den Kanal zu leiten und zu unterbrechen.
Hierzu wird die Bewegung des Kolbens 145 gemeinsam mit einem den Rückführkanal bildenden
Abschnitt der Kolbenbohrung verwendet. Die Verengung 151 mündet in einen Querkanal
152, der sich zur Kolbenbohrung 140 erstreckt. Oberhalb des Querkanals 152 befindet
sich in einem Abstand ein zweiter Querkanal 153, der von der Kolbenbohrung 140 ausgeht
und mit einem lotrechten Kanal 154 verbunden ist. Nahe dem oberen Ende der Vorrichtung
steht der Kanal 154 mit einem Radialkanal 155 in Verbindung, der an die Zweigleitung
127 angeschlossen ist, um Brennstoff in den Rückführsammler 44 abzuführen.
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Das Fließen des Brennstoffes von dem Querkanal 152 zum zweiten Querkanal
153 über die Kolbenbohrung 140 wird mit Hilfe der Bewegung des Kolbens 145 gesteuert.
Zu diesem Zweck hat der Kolben 145 zwischen seinen Enden einen im Durchmesser verringerten
Abschnitt 156, der sich bei allen Stellungen des Kolbens bis unter den Querkanal
152 erstreckt. Der abgesetzte Abschnitt 156 des Kolbens erstreckt sich nach
oben bis zu einer Schulter 157, die während vorbestimmter Abschnitte des Arbeitszyklus
den zweiten Querkanal 153 öffnet und schließt.
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Da der Rückführabschnitt des Kanals vor dem öffnen der Meßöffnung
144 geöffnet werden soll, ist die Schulter 157 auf dem Kolben 145 so angeordnet,
daß sie das Öffnen des OOuerkanals 153 kurz vor dem Zeitpunkt beginnt, an dem der
Kolben die Meßöffnung 144 öffnet. Sobald der Ouerkanal 153 offen ist (Fig. 11),
beginnt das Fließ-en des Brennstoffes durch dieverschiedenartigen Kanäle, wobei
die gesamte Luft, die sich in dem Ringkanal 134 durch ein Nachaußendrücken aus der
Meßöffnung 144 angesammelt haben kann, von dem einströmenden Brennstoffstrom in
den Rückführabschnitt geschoben wird, so daß reiner Brennstoff in der Ringkammer
134 und besonders an der Meßöffnung 144 vorhanden ist. Der Strom dauert bis nach
dem mittels des Kolbens erfolgenden Abschluß der Meßöffnung, da die Schulter 157
den Querkanal 153 erst dann vollständig schließt, wenn die Meßöffnung geschlossen
worden ist.
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Zum Ableiten des längs des Kolbens nach oben gesickerten Brennstoffes
ist in den Kolben kurz oberhalb der Schulter 157 eine ringförmige Ablaßnut 160 eingeschnitten.
Wenn die Schulter 157 den Querkanal 153 schließt, steht die Nut 160 mit dem OOuerkanal
153 in Verbindung, wie Fig. 10 zeigt, so daß jeder eingesikkerte Brennstoff durch
die Kanäle 153, 154 und 155 zum Brennstoffbehälter zurückgeführt werden kann.
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Die Kolben 154 werden von dem Motor angetrieben. Die diesem Zweck
dienenden Einrichtungen sind in Fig. 11 schematisch dargestellt. An dem oberen Ende
des Kolbens 145 greift ein Schwinghebel 161 an, der am Drehpunkt 162 gelagert ist
und an seinem anderen Ende eine Stoßstange 163 anliegt, die von einem vom Motor
getriebenen Nocken 164 betätigt wird.
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Die in den Fig. 12 und 13 dargestellte Form der Einspritzvorrichtung
ist der vorbeschriebenen Form ähnlich, hat jedoch den Vorteil, daß kein Teil der
Luft, die sich in den nahe der Düse befindlichen Brennstoffkanälen sammelt, in den
gemeinsamen Sammler 42 zurückfließen kann.
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Jede Vorrichtung der in den Fig. 12 und 13 dargestellten Ausführung
hat einen Radialkana1170, der mit der gemeinsamen Sammelleitung 42 verbunden ist.
Der Kanal 170 mündet an seinem Innenende in einen lotrechten Kanal
171. Der Kanal 171 erstreckt sich nach unten und mündet in einen Querkanal
172, der sich nach innen zu einer in dem Körper vorhandenen Kolbenbohrung 173 erstreckt.
Etwas unterhalb des Querkanals 172 ist ein zweiter Querkanal 174 angeordnet, der
ebenfalls von der Kolbenbohrung 173 ausgeht und mit einem abwärts gerichteten engen
Kanal 175 verbunden ist. Dieser Kanal 175 mündet an seinem unteren Ende in einen
Ringkanal 176, der den Mittelabschnitt des die Einspritzvorrichtung durchsetzenden
Brennstoffkanals bildet. Der Ringkanal 176
,wird zwischen einem abgesetzten
Abschnitt am unteren Ende des Körpers und einer Düse 177 gebildet. Die Düse 177
hat eine Brennstoffkammer 180, die der in der anderen Form vorhandenen Kammer gleicht
und das untere Ende der Kolbenbohrung 173 bildet.
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Brennstoff wird der in der Düse befindlichen Brennstoffkammer 180
in einer Meßöffnung 181 zugeführt, die sich in Radialrichtung nach innen von der
Ringkammer 176 zur Kolbenbohrung 173 erstreckt. Innerhalb der Bohrung 173 verschiebt
sich ein Kolben 182,
dessen unteres kegelförmiges Ende 183 in die
in der Düse befindliche Brennstoffkammer 180 paßt und diese Kammer völlig ausfüllt.
Der Kolben 182 ist innerhalb der Kolbenbohrung auf und ab beweglich. Nimmt der Kolben
seine in Fig. 13 dargestellte gehobene Stellung ein, so befindet sich das untere
kegelige Ende des Kolbens in einer solchen Höhe, daß Brennstoff durch die Meßöffnung
181 in die Brennstoffkammer 180 strömt. Der Druck des in der Ringkammer 176 befindlichen
Brennstoffes bestimmt die in die Brennstoffkammer einströmende Brennstoffmenge.
Bei der nächstfolgenden Abwärtsbewegung des Kolbens 182 wird die Meßöffnung 181
geschlossen, und der in die Brennstoffkammer 180 eingeströmte Brennstoff wird durch
die in der Düse 177 vorhandenen radialen Bohrungen in den Zylinder gedrückt.
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Der Rückführabschnitt des diese Ausführungsform durchsetzenden Kanals
besteht aus einem aufwärts gerichteten Kanal 184 mit einem an seinem oberen Ende
befindlichen, im Durchmesser kleineren Abschnitt 185, der eine verengte Öffnung
bildet. Diese Öffnung arbeitet mit dem Druckregler 16 und der Pumpe 12 zusammen,
um die gewünschten Drucke in der Ringkammer 176 zu erzeugen, damit die gewünschte
Brennstoffmenge durch die Meßöffnung 181 eingespritzt wird. Jenseits der verengten
Öffnung 185 hat der Kanal eine erweiterte Bohrung 186 und erstreckt sich nach oben
zu einem Radialkanal 187, der mit der gemeinsamen Rückführleitung 44 verbunden ist.
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Wie erwähnt, hat der Zuführabschnitt des diese Form durchsetzenden
Brennstoffkanals eine Einrichtung, die diesen Zuführabschnitt zeitlich abgestimmt
zum Öffnen und Schließen der Meßöffnung öffnet und schließt. Zu diesem Zweck weist
der Kolben 182 einen im Durchmesser verringerten oder abgesetzten Abschnitt auf,
der sich zwischen den Stirnenden des Kolbens in der Nähe der Ouerkanäle 172 und
174 befindet. Der abgesetzte Abschnitt 190 ist so lang und so angeordnet, daß bei
angehobenem Kolben 182 (Fig. 13) eine Verbindung zwischen den beiden Kanälen 172
und 174 von dem innerhalb der Kolbenbohrung 171 um den abgesetzten Abschnitt 190
herum liegenden Raum gebildet wird. Das obere Ende des abgesetzten Abschnittes 190
bildet eine Schulter 191, die den Querkanal 172 schließt, und zwar kurz nachdem
der Kolben 182 die Meßöffnung 181 geschlossen hat. Bei dieser Stellung der Schulter
191 wird der Querkanal 172 geöffnet, um vor dem Öffnen der Meßöffnung 181 eine Verbindung
mit dem Kanal 174 über die Kolbenbohrung 173 herzustellen. Das Fließen des Brennstoffes
beginnt also unmittelbar vor dem Zeitpunkt, an dem die 1Ießöffnung 181 geöffnet
wird, und wird unterbrochen. kurz nachdem sich der Kolben 182 nach unten bewegt
hat, um die 'Meßöffnung 181 zu schließen. Bei dieser Anordnung wird die gesamte
Luft, die sich innerhalb der unteren Abschnitte der Brennstoffkanäle angesammelt
hat, daran gehindert, in die Zuführleitung nach oben zu fließen, da die Verbindung
mit dieser Leitung infolge des Schließens des Querkanals 172 unterbrochen ist. Wenn
der Kolben den Ouerkanal 172 wieder öffnet, wird die zurückgebliebene gesamte Luft
von dem die Kanäle durchströmenden Brennstoffstrom abgeführt. In dem Zeitraum jedoch,
in dem der Kanal 172 geschlossen ist, kann die gesamte Luft, die in die Brennstoffkanäle,
insbesondere in die Abschnitte des in dem unteren Ende befindlichen Kanals, eingeströmt
ist, frei zur Rückführleitung 44 strömen, da der Rückführkanal ständig offen bleibt.
Die Luft hat also wenig Neigung, sich in den in dem unteren Ende befindlichen Abschnitten
des Brennstoffkanals zu sammeln, und die Luft wird durch Schließen des Zuführabschnittes
des Brennstoffkanals sicher davon abgehalten, nach oben in die Zuführleitung zu
strömen.
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Bei der in den Fig. 12 und 13 dargestellten Form ist keine Auffangnut
für Leckbrennstoff erforderlich. Der innerhalb der Kolbenbohrung 173 um den abgesetzten
Abschnitt 190 des Kolbens vorhandene Ringraum ist dem unter Druck befindlichen Brennstoff
nur an dem kurzen Zeitabschnitt ausgesetzt, an dem der Kolben gehoben wird, um Brennstoff
durch die Meßöffnung einzulassen. Infolgedessen kann während dieses Zeitabschnittes
nur sehr wenig Brennstoff einsikkern. Nimmt der Kolben seine unterste Stellung ein,
dann steht der um den abgesetzten Abschnitt 190 befindliche Ringraum mit dem Rückführkanal
über den Ouerkanal 174, den lotrechten Kanal 175 und die Ringkammer 176 in Verbindung.
An diesem Zeitpunkt hat sich der Druck des Brennstoffes, der sich in dem um den
abgesetzten Abschnitt 190 liegenden Ringraum befindet, so weit vermindert, daß längs
des Kolbens kein Durchsickern auftritt.
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Zur Erläuterung der Arbeitsw=eise der Vorrichtung sind in den schematischen
Ansichten der Fig. 6 bis 9 verschiedene Stellungen des reglergesteuerten Organs
30 dargestellt, an denen die verschiedenartigen Betriebsverhältnisse nachstehend
erläutert werden. Beim Stillstand des Motors nehmen die Teile des reglergesteuerten
Organs die in den Fig. 3 und 6 dargestellte Lage ein. Bei stillstehendem Motor üben
die Reglergewichte 91 natürlich keine Kraft gegen den Schieber 32 aus, so daß die
Federeinrichtung 33 den Schieber in der in diesen Figuren dargestellten äußersten
Linksstellung hält. In dieser Stellung hat sich der abgesetzte Abschnitt 37 des
Schiebers 32 nach links von dem Zuströmkanal 36 bewegt, so daß dieser Kanal geschlossen
ist und kein Brennstoff von der Leitung 41 und dem gemeinsamen Sammler 42 ablaufen
kann. Die Schulter 40 des Schiebers 32 liegt links von dem Zuführkanal 34 für Leerlaufdrehzahl
im Schieberkörper 31, und die Drossel 22 hat ihre Leerlaufdrehzahlstellung, so daß
der Brennstoff, der vor dem Stillsetzen des Motors von der Pumpe 12 zugeführt worden
ist, die von der Pumpe zu dem von dem abgesetzten Abschnitt 37 des Schiebers 32
gebildeten Ringkanal verlaufenden Kanäle füllt. Da die Pumpe nicht arbeitet, hat
die Feder 73 des Druckreglers 16 den Regler 71 so verschoben, daß die Umgehungsleitung
17 geschlossen ist. Es sind also alle Kanäle von der Pumpe zum reglergesteuerten
Organ mit Brennstoff gefüllt und beim Anlassen des Motors zum Betrieb bereit. Ebenso
sind die von dem reglergesteuerten Organ zu den Einspritzvorrichtungen verlaufenden
Kanäle mit Brennstoff gefüllt.
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Beim Anlassen des Motors wird die Hauptwelle 57 infolge ihrer Antriebsverbindung
mit dem Motor in Umlauf gesetzt, so daß sich die Reglergewichte 91 nach außen bewegen.
Die von diesen Gewichten ausgeübte Kraft beginnt infolge der Verschiebung des Schiebers
32 die in der Federeinrichtung 33 vorhandene Feder 112 nach rechts zusammenzudrücken.
Die Bewegung des Schiebers 32 nach rechts öffnet den Zuströlnkanal 36, so daß eine
Verbindung zwischen dem Zuführkana134 und dem Zuströmkanal36 hergestellt wird. Infolgedessen
wird Brennstoff den Vorrichtungen 43 zugeführt, so daß der Motor anläuft. Wenn sich
die Drehzahl beim Anlassen des Motors erhöht, verschieben sich die Reglergewichte
91 noch weiter nach außen, so daß der Schieber 32 gegen den Druck der Feder 112
weiter nach rechts geschoben wird. Bei
der normalen Leerlaufdrehzahl
liegt die Schulter 40 in der Nähe der Öffnung des Kanals 34, und Brennstoff strömt
ständig über die Bohrung 117 zum Zuströmkana136, solange diese Drehzahl aufrechterhalten
wird. Steigt jedoch die Drehzahl des Motors über die gewünschte Leerlaufdrehzahl,
so verschiebt sich die Schulter 40 des Schiebers 32 weiter nach rechts und schließt
teilweise oder völlig den Zuführkanal 34 für Leerlauf, so daß die Brennstoffzufuhr
zum Motor abnimmt oder unterbrochen wird und die Drehzahl des Motors so lange vermindert
wird, bis die gewünschte Leerlaufdrehzahl wieder erreicht ist und die Schulter 40
wieder den Zuführkanal 34 für Leerlauf öffnet. Während dieses Betriebszustands mündet
auch der Zuführkanal 35 in die Bohrung 117, jedoch fließt kein Brennstoff durch
diesen Kanal, weil der in der Drossel 82 befindliche Querkanal 23 mit der Öffnung
85 nicht fluchtet.
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Wie bereits erwähnt, kann die Leerlaufdrehzahl des Motors gewünschtenfalls
mittels der in der Federeinrichtung33 vorhandenen Schraube 114 eingestellt werden.
Durch Drehen der Schraube und ihrer Verschiebung nach links, gesehen in Fig. 3,
wird der Druck auf die Feder 112 erhöht, wodurch eine höhere Drehzahl erforderlich
ist, um eine bestimmte Bewegung von den Reglergewichten 91 auf den Schieber 32 zu
übertragen. Die Schulter 40 unterbricht also den Strom durch den Zuführkanal 34
für Leerlauf bei einer höheren Motordrehzahl. Die Verstellung der Schraube 114 nach
rechts senkt natürlich die Leerlaufdrehzahl, da hier weniger Kraft erforderlich
ist, um die Feder 112 zusammenzudrücken.
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Soll die Drehzahl des Motors über die Leerlaufdrehzahl erhöht werden,
dann wird der Hebel 83 der Drossel 22 aus seiner Leerlaufdrehzahlstellung zur Höchstdrehzahlstellung
gedreht, um den Querkanal 23 der Drossel 82 mit der Öffnung 85 auszurichten,
so daß Brennstoff durch den Kanal 35 des Schieberkörpers 31 fließen kann. Durch
die erhöhte Drehzahl des Motors üben die Reglergewichte 91 eine größere Kraft auf
den Schieber 32 aus, so daß die Schulter 40 den in dem Körper 31 befindlichen Zuführkanal
34 für Leerlauf schließt. Brennstoff wird infolgedessen den Einspritzvorrichtungen
lediglich durch den Zuführkanal 35 für oberhalb der Leerlaufdrehzahl liegende Motordrehzahlen
zugeführt. Während dieser Bewegung des Schiebers 32 nach rechts wird die Leerlaufdrehzahlfeder
112 weiter zusammengedrückt.
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Arbeitet der Motor unter Belastung, so wird die Drossel in ihre voll
geöffnete Stellung geschoben. Die Stellung des Schiebers 32 dem Zuführkanal 35 gegenüber
ist in Fig. 7 dargestellt. Der Zuführkanal 34 ist geschlossen, und Brennstoff kann
von dem Kanal 35
um den abgesetzten Abschnitt 37 des Schiebers 32 herum zu
dem Zuströmkana136 strömen, um die Einspritzvorrichtungen mit Brennstoff zu versorgen.
«renn die Drossel voll geöffnet ist und wenn die Belastung des Motors so weit aufgehoben
wird, daß die Motordrehzahl einen vorbestimmten Höchstwert überschreiten würde,
wird die Brennstoffzufuhr zum Motor abgeschnitten, um eine übermäßige Drehzahl zu
verhüten. Unter diesem Betriebsverhältnis üben die Reglergewichte 91 eine so starke
Kraft auf den Schieber 32 aus, daß die Feder 112 zusammengepreßt wird, bis der Kolben
105 an der auf der Büchse 104 befindlichen Schulter 115 anliegt und mit dem Zusammenpressen
der Feder 110 beginnt. Unter diesen Betriebsverhältnissen verschiebt sich der Schieber
32 noch weiter nach rechts in die in Fig. 8 dargestellte Stellung, während die auf
dem Schieber 32 befindliche Schulter zuerst den durch den Kanal 35 fließenden
Strom vermindert und dann unterbricht. Es kann daher kein Brennstoff zum Motor fließen.
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An dem Zeitpunkt, an dem dieser Strom unterbrochen wird, um die Drehzahl
des Motors auf einen bestimmten Höchstwert zu begrenzen, wird der Druck des Brennstoffes
in den zu den Einspritzvorrichtungen führenden Leitungen ebenfalls freigegeben,
so daß der Brennstoffstrom durch die Meßöffnungen hindurch sofort unterbrochen wird.
Zu diesem Zweck öffnet der abgesetzte Abschnitt 37 des Schiebers 32 den Ablaßkanal
46, so daß eine Verbindung zwischen dem Zuströmkanal36 und dem Ablaßkana146 besteht.
Der durch den Ablaßkanal46 ausströmende Brennstoff strömt durch den Längskanal
125 in den Innenraum des Gehäuseabschnittes 52, aus dein der Brennstoff durch
den Nippel 47 hindurch in der Leitung 45 zum Behälter 10 geleitet wird. Wenn die
Drehzahl des Motors durch Stillsetzen der Brennstoffzufuhr unter ihren Höchstwert
verringert wird, wird der Schieber 32 von der Feder 110 nach links gedrückt, und
der Ablaufkanal 46 wird geschlossen, während der Zuführkanal 35 wieder geöffnet
wird, um weiter Brennstoff dem Motor zuzuführen.
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Wenn der Kanal 35 infolge der Drehzahl des Motors geschlossen wird,
fördert natürlich die Pumpe weiter Brennstoff, und der Druck des Brennstoffes überträgt
sich in den Druckregler 16. Durch diese Erhöhung des Druckes wird der Regler 71
nach rechts, gesehen in Fig. 4, so weit verschoben, daß sich die Ablaßöffnung 50
öffnet und die gesamte Zufuhr von der Pumpe durch die Umgehungsleitung zurück zur
Saugseite der Pumpe gefördert wird, so daß übermäßige Drücke in den zwischen der
Pumpe und dem reglerbetätigten Ventil vorhandenen Kanälen vermieden werden. Fällt
die Drehzahl des Motors unter den Höchstwert und wird der Kanal 35 wieder
geöffnet, dann fällt der Druck in dem Druckregler 16 so weit, daß der Regler 71
von seiner Feder 73 verschoben wird, um die Ablaßöffnung zu schließen, so daß lediglich
die in dem Druckregler befindliche Öffnung 17 zum Umleiten des Brennstoffes offenbleibt,
Der Stift 74 kann zur Regelung der Arbeitsfläche der Öffnung 17 so eingestellt werden,
daß der an den Meßöffnungen auftretende Druck den gewünschten Brennstoffladungen
entspricht, die zur Regelung der Motorleistung den Zylindern zugeführt werden.
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Der von den Einspritzvorrichtungen zur gemeinsamen Sammelleitung 44
zurückfließende Brennstoff nimmt die gesamte angehäufte Luft mit und entleert sowohl
den Brennstoff als auch die Luft in den Brennstoffbehälter 10. Damit die zum Behälter
zurückgeführte Luft dort keinen Rückdruck erzeugt, hat der Behälter 10 eine Entlüftungsleitung
170, aus der die Luft in die Außenluft entweichen kann, so daß der in dem Behälter
herrschende Druck auf Außenluftdruck gehalten wird. Hierdurch wird ebenfalls eine
Ansammlung von Luft in der gesamten Anlage verhütet, da der von dem Behälter mittels
der Pumpe 12 abgezogene Brennstoff frei von Luft ist.